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    Umfrage

    Wieviel Hubraum hat der Motor des Autos das du nutzt?

    bis 1000ccm
    5 (22.7%)
    bis1400ccm
    2 (9.1%)
    bis 1600ccm
    1 (4.5%)
    bis 2000ccm
    7 (31.8%)
    über 2000ccm
    4 (18.2%)
    besitze/nutze kein Auto (weniger als 2000Km p.A.)
    3 (13.6%)

    Stimmen insgesamt: 20

    daveinitiv

    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #120: März 21, 2007, 22:36:24
    Aber dabei spielt dann der Faktor "Zeit" eine entscheidende Rolle.

    Dummes Beispiel: Du schüttest Wasser in ein Glas, aber so langsam, dass es dabei bereits verdunstet. Du kannst kippen, das Glas wird nie voll. Jetzt machst du die Wärmequelle weg und das Wasser verdunstet nicht mehr... Klar, was ich meine?

    Aber das ist doch wieder die Frage des Bezugsystems. Das Wasser verschwindet ja nicht, es ist nur in einem anderen Aggregatzustand und möglicherweise an einem anderen Punkt des Systems. Aber faktisch doch immer noch da.

    Auch wenn die fossilen Ressourcen komprimiert sind, es ist keinerlei Ressource hinzugekommen. Natürlich ist es schwierig mit solchen Bezugsgrößen umzugehen. Aber wenn man von dem System Erde ausgeht, dann ist doch immer nur ein Umwandeln von Ressourcen. Natürlich, und das bestreite ich gar nicht, ist der immense Verbrauch in so kurzer Zeit final, irgendwann sind _diese_ Ressourcen weg, aber innerhalb dieses geschlossenen Systems ist es auch nur eine Umwandlung von einer Energieform in eine andere (quasi ein Wechsel der Aggregatzustände).
    Natürlich führt es nicht zu einer Problemlösung hin, dessen bin ich mir bewusst, es ist nur mein Gedanke, und den versuche ich zu formulieren, dass es innerhalb unseres/dieses Bezugsystems absolut betrachtet kein mehr oder weniger geben kann.

    Laber Rhabarber … vergesst es … sorry.

    Florian

    • Es lebe der König!
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #121: März 22, 2007, 00:24:29
    Naja, kurz darauf antworten tue ich noch. ;)

    Klar.
    Selbst wenn die Erde einer Supernova zum Opfer fiele, würde das "Gesamtsystem" auch nichts verlieren oder dazu gewinnen.

    Der Erde in ihrer Eigenschaft als Planet ist es auch egal, ob die Durchschnittstemperatur 10, 20, 30, oder 100 Grad Celsius ist. Die Menschen und die Tiere, die aufgrund der Vielzahl an Menschen keine Ausweichgebiete mehr haben, kümmern dagegen schon zwei, drei Grad mächtig.


    Das ist, um den Bogen zu kriegen, auch der Blödsinn an diesen "Vor xy000 Jahren gab es einen ebensolchen Sprung"-Argumenten, die man immer wieder liest. Nicht nur das diese Behauptung nicht stimmt, wenn die Vorhersagen so eintreten sollten. Damals war auch noch sehr viel mehr Platz da, um den Klimaveränderung "aus dem Weg zu gehen". Und in der Tat gibt es Hinweise darauf, daß es trotzdem nie glimpflich abging.

    Nun glaube ich zwar das für die Menschen immer noch genug Platz da sein wird, aber um den auch zu nutzen wäre die Akzeptanz gigantischer Migrationswellen nötig. Ob die letztendlich vorhanden ist, wird sich zeigen.
    _______
    Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.
    Thukydides
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #122: März 22, 2007, 05:23:41
    Aber dabei spielt dann der Faktor "Zeit" eine entscheidende Rolle.

    Dummes Beispiel: Du schüttest Wasser in ein Glas, aber so langsam, dass es dabei bereits verdunstet. Du kannst kippen, das Glas wird nie voll. Jetzt machst du die Wärmequelle weg und das Wasser verdunstet nicht mehr... Klar, was ich meine?

    Aber das ist doch wieder die Frage des Bezugsystems. Das Wasser verschwindet ja nicht, es ist nur in einem anderen Aggregatzustand und möglicherweise an einem anderen Punkt des Systems. Aber faktisch doch immer noch da.


    Genau! Aber in einem anderen Zustand und plötzlich in einer anderen Menge. Wo du vorher noch im Wasser stehen konntest, geht es dir plötzlich bis zum Hals.
    C0^2 ist auch überall, aber wenn es in Pflanzen und Öl bleibt (als Beispiel), ist es dort unschädlich, erst der verändernde Eingriff macht es zu einem Schadstoff (sofern dies noch eindeutig nachgewiesen wird).
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #123: März 24, 2007, 21:50:07
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #124: März 24, 2007, 22:19:26
    Musste gerade gestern wieder mächtig den Kopf schütteln. Radiointerview mit einem Experten des hiesigen Elektrizitätsversorgers. Thema Stand-by Modus von Fernsehern. Der gute Mensch redet den Zuhöhern mächtig ins Gewissen und verdeutlicht schön: wenn alle Schweizer ihre Fernsehgeräte ganz abschalten würden, liesse sich damit eine halbes Kernkraftwerk einsparen.

    Whow. Eindrücklich. Aber Moment mal. Kurzer Dreisatz: die Schweiz hat 5 Kernkraftwerke. Die decken zusammen 40% des Elektrizitätsbedarfs ab. Ein halbes wäre demnach 4% des gesamten Bedarfs. Die TVs im Stand-by sollen also 4% des Stromverbrauchs ausmachen? Hallo? Für wie dämlich wird man eigentlich von gewissen Predigern gehalten?
    _______
    Complete liberty of contradicting and disproving our opinion, is the very condition which justifies us in assuming its truth for purposes of action; and on no other terms can a being with human faculties have any rational assurance of being right. (John Stuart Mill - On Liberty)
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #125: März 25, 2007, 00:24:39
    Laut Bundesumweltamt werden in Deutschland jährlich 20,5 Milliarden Kilowattstunden für den Bereitschaftsbetrieb von Geräten jeglicher Art verbraten. Bei 520 Mrd. kWh GesamtStromverbrauch in Deutschland ergeben sich daraus rund 4 %, oder 2 durchschnittliche Kernkraftwerke.
    « Letzte Änderung: März 25, 2007, 00:38:10 von radneuerfinder »

    Patrick

    • 4 - 8 - 15 - 16 - 23 - 42
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #126: März 25, 2007, 21:44:28
    Wundert mich, daß hier keiner darauf hingewiesen hat:
    Der Chemiekonzern BASF hat 2006 am Standort Ludwigshafen mehr Treibhausgase in die Luft geblasen als im Vorjahr. Die Emissionen entsprachen einem Ausstoß von 10,3 Millionen Tonnen CO2, wie die BASF am Donnerstag mitteilte. (vom 22.03.07).

    Entspricht dem Pro Kopf-Wert von 1 Million Menschen. In einem Werk. Und das zählt bestimmt zu den saubereren.

    Und da macht Ihr Euch Gedanken, wie man ein paar Tonnen beim Autofahren einsparen könnte.

    Hmm. Da kommt mir wieder das Thema Gesamtbilanz in den Sinn. Wieviel CO2 wird bei der Produktion eines schadstoffarmen Automobils produziert?
    _______
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    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #127: März 25, 2007, 22:00:18
    Mein lieber Patrick, du kannst doch hier nicht mit Tatsachen kommen! Wo kämen wir denn dahin, mal der Realität in das Auge zu sehen!
    Es ist doch so viel schöner. Jeder hat seine eigene Wahrheit. Jetzt macht es keinen Spaß mehr...

    8) ;D

    daveinitiv

    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #128: März 25, 2007, 22:06:01
    Na ja, der Satz "Insgesamt sanken die Emissionen und Abfälle, die bei der Herstellung einer Tonne Verkaufsprodukt anfielen, im Vergleich zu 2005 aber von 4,8 auf 4,5 Kilogramm." ist jetzt auch nicht so unwichtig.

    Patrick

    • 4 - 8 - 15 - 16 - 23 - 42
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #129: März 25, 2007, 23:42:14
    dave, mir ging's jetzt nicht darum, daß mehr oder weniger produziert wurde, mir ging es um die absolute Zahl (in diesem Fall). Wir reden uns hier die Köpfe heiß, wie man 2to weniger CO2-Emmission pro Nase im Jahr erreicht und die Jungs in Ludwigshafen blasen mal kurz das fünfmillionenfache in die Luft. Und zählen damit wie schon vorher vermutet wohl eher zu den Saubermännern.

    Es gibt doch Rauchgaswaschanlagen. Ich bin in dem Thema viel zu sehr Laie, als das ich beurteilen könnte, ob man damit wirksam und umfassend die CO2-Emmission eines solchen Werkes drastisch reduzieren könnte (die Kosten mal tatsächlich außer acht gelassen).
    _______
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    daveinitiv

    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #130: März 26, 2007, 00:07:46
    Dann sind wir wieder an dem Punkt, an dem wir uns alle an die Nase packen dürfen -- nämlich weniger konsumieren, dann produzieren Unternehmen wie BASF auch weniger, also auch weniger Emission.

    Florian

    • Es lebe der König!
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #131: März 26, 2007, 00:46:09
    Diese Mengen kann man nicht wegfiltern. Zwar wird mittlerweile tatsächlich damit experimentiert, daß CO^2 aufzufangen und irgendwie zu binden, etwa in Algenkulturen oder unterirdisch eingebunkert, aber ob das am Ende praktikabel ist, weiß noch keiner.  

    Das der Verkehr nur einen Teil ausmacht und jeder Einzelne natürlich verschwindend gering, haben wir ja schon erwähnt. Es ist aber doch so: Wenn die Leute auf sparsamere Autos achten - und das tun sie, seit Jahren, nicht umsonst werden mittlerweile mehr Diesel als Benziner zugelassen - sinkt auch irgendwann der durchschnittliche Flottenverbrauch. Da kommt dann durchaus was zusammen.

    Das ist für mich auch ein gutes Beispiel, wie man mit monetären Anreizen durchaus große Wirkungen erzielen kann. Auch an dem pilzartigen Sprießen der Gastankstellen, ob nun flüssig oder nicht, erkennt man das doch wunderbar. Das es nicht, wie in anderen europäischen, Ländern vor Ethanol-Tankstellen nur so wimmelt, ist eine politische Entscheidung. Hierzulande verspricht man sich ja denselben Effekt durch geringe Beimengung zu fossilen Kraftstoffen.

    Ich kann auch nicht sagen, daß im Wohnungsbau die Leute die Lage nicht erkannt hätten. Hier dämmen zur Zeit viele Leute (nicht gerade jetzt, aber allgemein). Der Winter 2005 war dazu schon Anlaß genug. Zum Ende 2006 lief wohl auch irgendeine Förderung aus, da war es dann so, daß Dämmmaterial kurzzeitig knapp wurde.
    Holz und  Gas (immerhin effizienter) sind groß im Kommen.
    Erdwärme ebenso, hier fördern u.a. die Stromkonzerne, denn man ist ja dann Großabnehmer für die Wärmepumpe. Radneuerfinder hat ja schon erwähnt, daß es hier je nach Art der Stromgewinnung mit der CO^2-Bilanz nicht so toll aussieht, aber 50% Einsparnis sind ja doch ein schöne Sache.

    Vor allem aber hilft das alles dem Geldbeutel. Der Mensch ist nicht so kompliziert, nur mit Verzichtsappellen wird man halt nichts erreichen.

    Aber natürlich müssten sich schon noch viel mehr Dinge ändern.

    Das Problem bei den Wohnungssanierungen sind wohl auch die Eigentümer der Mietshäuser. Und in Deutschland haben wir ja eine sehr hohe Mietquote. Die können die Nebenkosten ja an die Mieter weitergeben. Eine Sanierung dagegen kann man kaum refinanzieren, ohnehin sind die Auflagen schon mehrfach verschärft worden so das viele kleinere Vermieter den neuen Kessel noch nicht wieder drin haben dürften.


    Ich will aber auch noch mal erwähnen, daß wir auch fossile Brennstoffe sparen sollten, wenn das Klima stabil oder egal wäre.
    Das Öl wird knapper, womöglich haben wir den "Peak" schon hinter uns, d.h. das Fördermaximum. Gerade die europäischen Vorräte sind schon massiv am Sinken, Großbritannien ist mittlerweile Netto-Importeur, Dänemark fördert deutlich weniger und Norwegen ist auch so gut wie sicher über den Peak hinaus.

    Also sind wir massiv auf Importe angewiesen und so erpressbar. Wir fördern mit unseren Milliarden die falschen Regime und werden in allerlei Konflikte hinein gezogen, die immer heißer werden dürften, wenn das Öl knapper wird.

    Diese Frage wird anderswo sehr heiß diskutiert, in Deutschland dagegen leidet die sicherheitspolitische Debatte an weit verbreitetem Desinteresse. Lieber rettet man das Klima.
    _______
    Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.
    Thukydides

    Patrick

    • 4 - 8 - 15 - 16 - 23 - 42
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #132: März 26, 2007, 00:46:18
    Dann sind wir wieder an dem Punkt, an dem wir uns alle an die Nase packen dürfen -- nämlich weniger konsumieren, dann produzieren Unternehmen wie BASF auch weniger, also auch weniger Emission.
    Hmm, BASF stellt ja auch eine breite Palette an Produkten für die Automobilindustrie her. Damit ich bzw. mein Auto weniger Sprit konsumiert, brauche ich ein sparsameres. Das wiederum besteht in vielen Bereichen aus Produkten der BASF. Damit ich sparsamer werde, produzieren die mehr...

    Von denen stammt auch das 3-Liter-Haus, von dem hier auch schon die Rede war.

    Wir sehen mal wieder, daß es nicht nur schwarz oder weiß gibt...
    _______
    Dr. Jones: Well I can assure you, Detective Britten, that this is not a dream. What?
    Michael: That's exactly what the other shrink said. (Awake 1x01)

    Florian

    • Es lebe der König!
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #133: März 26, 2007, 00:49:04
    Natürlich gibt es nicht nur schweiß und warz. ;)

    Aber es wird sich ja kaum einer extra ein neues Auto kaufen, nur weil es sparsamer ist. Vielmehr wird halt beim nächsten ohnehin anstehenden Autokauf noch stärker auf den Verbrauch geachtet.
    _______
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    Thukydides
    Re: CO2 Debatte aller Orten
    Antwort #134: März 26, 2007, 12:47:10
    Nach open-source-software, nun das open-source-car. Beeindruckend, auch wenn an der Umsetzung dieser Idee wohl mehr Ingenieure als Designer gearbeitet haben. ;)