Apfelinsel

Talk => Thema gestartet von: mathias am März 17, 2007, 12:22:47

Titel: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 17, 2007, 12:22:47
Angesichts der CO2 Debatte interessiert mich jetzt mal:

Aus welchem Grund braucht man ein Auto, das mehr als sagen wir mal 2 Liter Hubraum hat und mehr als 8 Liter Treibstoff verbraucht?
Wofür brauchst du das Auto wirklich?
Wie wäre es mit einer CO2 bezogenen Fahrleistungsbeschränkung pro Haushalt pro Jahr? Z.B. von 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr. Bei einem Auto mit 150g CO2 Austoß/km dürfte man pro Jahr 10000km fahren.
Auch wäre eine insassenbezogene Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen denkbar: eine Person->100 km/h; 2 Personen -> 120km/h usw.

Meines Erachtens hat sich das Automobile vom Segen zum Ärgernis und Fluch entwickelt. Obwohl ich selber eines besitze. Aber ich versuche, es so viel wie höchstens nötig zu benutzen. Hauptsächlich brauche ich das KfZ, um zur Arbeit zu kommen, da zu manchen meiner Arbeitszeiten kein ÖPV verfügbar ist. Wäre das nicht so (und hätten wir eine Kinderbetreung in mittelbarer Nachbarschaft) wäre ich sogar bereit, den täglich höheren Zeitaufwand von ca 30-40 Minuten pro Weg des ÖPV in Kauf zu nehmen. Die Zeit läßt sich sehr entspannt nutzen, zum zeitung lesen etc.
Zudem sehe ich häufig riesige Autos -Cayenne, BMW X5, VW Touareg Hummer uws., in denen nur eine Person sitzt! Dann frag ich mich jedesmal, ob es dafür einen wirklich vernünftigen Grund gibt.

Mathias.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am März 17, 2007, 12:38:19
Aus welchem Grund braucht man ein Auto, das mehr als sagen wir mal 2 Liter Hubraum hat und mehr als 8 Liter Treibstoff verbraucht?
Wofür brauchst du das Auto wirklich?

2,3l Hubraum; 88 Diesel PS; ca. 10,5l Verbrauch.
Zum Transportieren von Waren.


Und wenn ich ein Auto bräuchte, sagen wir mal mit 3,3l Hubraum und 380PS, um mich nach getaner Arbeit so weit zu entspannen, damit ich am nächsten Tag wieder Dinge produzieren kann, könnte ich das auch akzeptieren.

Oder anders:
Ich möchte im Moment nicht daran teilnehmen diese neue Sau durchs Dorf zu treiben. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am März 17, 2007, 12:51:33
Wir haben zwei Geschäftsautos zu deren Hubraum und Verbrauch ich mich lieber nicht äußere  :-X
Wofür braucht man sowas? Zum Spass natürlich - das ist ja das Problem.
Wer braucht mehr als einen VW Polo? Eigentlich niemand. Warum ist die Autobahn dann voller dicker Kisten? Geschäftsautos deren Spritverbrauch in der Regel nicht so hoch bewertet wird, der neue Trend zu den großen Geländewägen und natürlich das Prestige-Denken der Leute.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 17, 2007, 13:15:35
Aus welchem Grund braucht man ein Auto, das mehr als sagen wir mal 2 Liter Hubraum hat und mehr als 8 Liter Treibstoff verbraucht?

Es gibt gute Gründe, für Minderheiten, aber sicher nicht für die meisten Käufer...
Ich finde die Motoren auch viel zu hochgezüchtet. Würde gerne S-Klasse fahren, wegen dem Komfort und weil edel edel ist, aber doch nicht weil er noch schneller fährt...

Zitat
Wofür brauchst du das Auto wirklich?

Für die Teilnahme am sozialen Leben. Das kann ich für mich so sagen, ohne ginge gar nichts.

Zitat
Wie wäre es mit einer CO2 bezogenen Fahrleistungsbeschränkung pro Haushalt pro Jahr? Z.B. von 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr. Bei einem Auto mit 150g CO2 Austoß/km dürfte man pro Jahr 10000km fahren.

Sorry, aber das halte ich für unsinnig. Das wäre schon wieder ein massiver Eingriff in die Lebensgestaltung, und nicht nur das: Auch wirtschaftlich macht das wenig Sinn.

Viel besser ist doch eine Abgabe pro produziertem Kilogramm CO^2. Und zwar nicht nur im Verkehr, sondern überall. Das ist auch viel einfacher als dieser "Zertifikate-Handel", da physisch feststeht wie viel CO^2 die Verbrennung dieses oder jenes Stoffes produziert. Dann kann JedeR selbst entscheiden, ob ihm diese Fahrt, dieser Flug, dieses Elektroprodukt das Geld wert ist.

Zitat
Auch wäre eine insassenbezogene Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen denkbar: eine Person->100 km/h; 2 Personen -> 120km/h usw.

Und mit vollem Auto dann 200, damit es wirklich schlimm kommt, wenn's kracht?
Mal davon abgesehen, daß das verkehrstechnisch gar nicht möglich ist - schließlich würden die Solisten alle anderen ausbremsen - halte ich so ein Steuerinstrument für komplett unnütz. Schon heute spart man sich jede Menge Geld, wenn man Fahrgemeinschaften bildet.
Das die Leute so wenig darauf eingehen, zeigt das die preisliche Schmerzgrenze noch nicht erreicht ist.

Für ein allgemeines Tempolimit könnte ich mich aber erwärmen, vielleicht verschwände dann endlich dieser PS-Wahn.

Zitat
Meines Erachtens hat sich das Automobile vom Segen zum Ärgernis und Fluch entwickelt. Obwohl ich selber eines besitze. Aber ich versuche, es so viel wie höchstens nötig zu benutzen. Hauptsächlich brauche ich das KfZ, um zur Arbeit zu kommen, da zu manchen meiner Arbeitszeiten kein ÖPV verfügbar ist. Wäre das nicht so (und hätten wir eine Kinderbetreung in mittelbarer Nachbarschaft) wäre ich sogar bereit, den täglich höheren Zeitaufwand von ca 30-40 Minuten pro Weg des ÖPV in Kauf zu nehmen. Die Zeit läßt sich sehr entspannt nutzen, zum zeitung lesen etc.
Zudem sehe ich häufig riesige Autos -Cayenne, BMW X5, VW Touareg Hummer uws., in denen nur eine Person sitzt! Dann frag ich mich jedesmal, ob es dafür einen wirklich vernünftigen Grund gibt.

Statusdenken ist vielleicht nicht vernünftig, aber natürlich. Diese Auswüchse wundern mich also nicht und ich denke auch nicht, daß diese SUV-Klientel jetzt umdenken wird.

Darf ich fragen, wann Du das letzte Mal zu den Pendelzeiten im öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs warst? Entspannen kann man da jedenfalls nicht, vielmehr bekommt man auf engstem Raum ein Panoptikum der sozialen Disfunktion dargeboten. :)
Natürlich ist alles Gewöhnungssache, und in der Früh schon im Stau entnervt natürlich auch gewaltig.


Verbrauchsarme Autos, möglichst viel ÖPV, v.a. auch viel mehr Güterverkehr auf die Schienen (-> hier sollten die Milliarden hin) und mehr Mitfahr-Gelegenheiten etc. pp. sowie alternative Kraftstoffe. Wer würde sich dem verweigern wollen?
Sicher alles gute Dinge, und ich sehe auch keinen Weg, als diese zu forcieren.


Man darf sich in der CO^2-Diskussion aber nicht nur auf den Verkehr konzentrieren. Heizung und Industrie sind ebenso zu ändern.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am März 17, 2007, 13:32:36
(http://www.tertinegg.de/privat/ohneWald.jpg)
;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 17, 2007, 13:42:02
Darf ich fragen, wann Du das letzte Mal zu den Pendelzeiten im öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs warst? Entspannen kann man da jedenfalls nicht, vielmehr bekommt man auf engstem Raum ein Panoptikum der sozialen Disfunktion dargeboten. :)

 ;D  Sehr schön ausgedrückt. Und so wahr.

Edit: Typo
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Locusta am März 17, 2007, 14:09:07
Aus welchem Grund braucht man ein Auto, das mehr als sagen wir mal 2 Liter Hubraum hat und mehr als 8 Liter Treibstoff verbraucht?
Mein Auto hat 2.2L und verbraucht 5-16L, je nachdem wie schwer es beladen ist, ob noch was auf dem Dach drauf ist, mit Hänger...

Die Frage: "Warum?" ist einfach zu beantworten: Ich bin zwar Student aber ich muss wenn, dann sehr viel oder großes Zeug transportieren. Ein VW Polo wäre für einen 2 x 1,20 m Tisch einfach ein bisschen zu klein. Das Auto ist ja fast nicht länger ;). Ich fahre zwar selbst 95% der Wege mit dem Fahrrad aber trotzdem benötige ich eigentlich ein Auto, selbst wenn es von 14 Tagen 13 nur rumsteht. Gut, das Fahrzeug wird andersweitig nicht gebraucht aber trotzdem.

Eine Beschränkung auf: "Jeder Haushalt darf nur X kg CO2 verbrauchen" halte ich für unsinnig und auch juristisch nicht durchsetzbar. Man muss wo anders anfangen. Die Co2-Zertifikate sond so wie der Grüne Punkt. Sie helfen nur einem und zwar dem, der sich das System ausgedacht hat. Davon abgesehen denke ich eh, dass es viel zui spät ist, um noch was zu verändern. Die nächste Eiszeit kommt (vor der Eiszeit kommt erstmal eine Warmphase) bestimmt. Selbst den "Zeitpunkt" wann sie kommt kann der Mensch nicht bestimmen.
Die nörlichen und südlichen Teile der Erde werden in Eis versinken, die Zonen am Äquator verwüsten und nur ein kleiner bewohnbarer Streifen wird übrig bleiben. Spätestens dann wird es wieder große Kriege geben.

Dieser Aktionismuß der Politik kommt doch nicht daher, dass sie unsere Umwelt schützen wollen - immerhin hat die Merkel noch 2 oder 3 schon genehmigte AKWs in der Schublade, die nur darauf warten gebaut und in Betrieb genommen zu werden - sondern eher von wo anders. Irgendjemand versucht sich aufzuspielen und dann vielleicht politisch bei der nächsten Wahl zu gewinnen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 17, 2007, 19:51:44
Tja, ich fahre mit einem Smart for two jeden Tag 160 Kilometer zur Arbeit. Über die A40 im Ruhrgebiet. Demnächst gibt es Nachwauchs und wir brauchen was größeres an Auto.

Unser Kompromiss: Ein Auto für mehr als Zwei und der Smart für die Fahrten zur Arbeit.

Zum neuen Auto: Es gibt Gründe, auf die ich jetzt nicht näher eingehen will, aber bestimmte Ausstattungsmerkmale der Autos, die derzeit verkauft werden, die ich unbedingt benötige, zwingen mich zu mindestens 1,8 - 2,0 Liter mit mehr als 130PS.
Ich will das nicht, aber anders wird es nicht angeboten!

Soviel zur Debatte, ob ich mehr zahlen soll, weil ich ja ein großes Auto fahren will... Die Industrie gehört geprügelt.

Und zur CO^2 Debatte: Ist aber schon bekannt, dass von der Politik und Industrie noch diverse Braunkohlekraftwerke in Planung sind und eines, welches bereits im Bau ist, demnächst 14 Millionen Tonnen CO^2 pro Jahr in den Himmel pustet?

Da finde ich die Diskussion über höhere Steuern für Autofahrer als betrügerisch und unehrlich, aber so ist das halt mit der Politik in Deutschland.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 17, 2007, 20:07:31
Und zur CO^2 Debatte: Ist aber schon bekannt, dass von der Politik und Industrie noch diverse Braunkohlekraftwerke in Planung sind und eines, welches bereits im Bau ist, demnächst 14 Millionen Tonnen CO^2 pro Jahr in den Himmel pustet?

Tja, so ist das halt, wenn man aus der Kernenergie aussteigen will. Von irgendwoher muss sie ja kommen.  :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 17, 2007, 20:17:19
So detaillierte Regelungen halte ich für Käse. Ich bin lieber für einfache aber weitreichende Regeln. Beispiel: eine CO2-Steuer (http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/393/101292/?page=2).

Noch besser gefällt mir der Vorschlag - vor wenigen Tagen in der Sueddeutschen (kostenpflichtiger Artikel (http://www.sueddeutsche.de/sz/2007-03-14/politik/artikel/HMG-2007-03-14-002-Osx_GrdTtUs1If_FnFbmJQ/)) - den Verkauf von Kohlenstoff zu begrenzen. Das allerallermeiste CO2, das in die Luft gepustet wird, wird vorher als Kohlenstoff in Form von fossilen Brennstoffen verkauft. Diese Einfuhr, Erzeugung und Verkauf läßt sich viel einfacher kontrollieren und zusammenaddieren als die Emissionen. Der Staat erklärt eine, für seine Größe und Einwohnerzahl, angemessene CO2 Menge/Jahr für zulässig. Daraus ergeben sich X Tonnen Kohlenstoff pro Jahr. Mehr Kohlenstoff darf nicht erzeugt, gefördert oder eingeführt werden. Wer, wie, was, wann, wo, in welchem Verhältnis verkauft überlässt man dem Markt ("Kohlenstoffbörse"). Und gängelt den einzelnen nicht mit irgendwelchen Vorschriften. Ich sehe schon die aufblasbaren Beifahrer im TankstellenShop  ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 17, 2007, 20:36:47
Diese Einfuhr, Erzeugung und Verkauf läßt sich viel einfacher kontrollieren und zusammenaddieren als die Emissionen.

Na ja, anders als mittels einer Abgabe auf dem Brennstoff lässt sich das wohl auch gar nicht praktisch umsetzen. In der Schweiz kommt sowas nach längstem Hin und Her nun auf 2009. Beschlossen ist die Abgabe allerdings erst für Heizöl: http://www.nzz.ch/2006/12/14/il/newzzEVP40AGH-12.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 17, 2007, 22:18:52
Und zur CO^2 Debatte: Ist aber schon bekannt, dass von der Politik und Industrie noch diverse Braunkohlekraftwerke in Planung sind und eines, welches bereits im Bau ist, demnächst 14 Millionen Tonnen CO^2 pro Jahr in den Himmel pustet?

Tja, so ist das halt, wenn man aus der Kernenergie aussteigen will. Von irgendwoher muss sie ja kommen.  :)

Aber nennt man das Lösung? Ich glaube nicht. Die Fakten sind bekannt, Klimawandel, absehbares Ende für fossile Brennstoffe, aber was tut man? Warum werden nicht seit Jahren schon erneuerbare Energien forciert? Nein, ich meine nicht, man solle immer mehr Windräder in die Landschaft stellen, das kann auch nur eine begrenzte Zeit gut gehen, nein, viel wichtiger wäre es wirklich brauchbare Quellen, bzw. Umsetzungsmechanismen für vorhandene Energien zu finden. Das kann man nur mit Forschung.
Dummerweise kostet die Geld. Und das will keiner Ausgeben, man verdient halt lieber.

Aber was rede ich, es geht ja immer nur um Autos.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 17, 2007, 22:39:29
Warum werden nicht seit Jahren schon erneuerbare Energien forciert? Nein, ich meine nicht, man solle immer mehr Windräder in die Landschaft stellen, das kann auch nur eine begrenzte Zeit gut gehen, nein, viel wichtiger wäre es wirklich brauchbare Quellen, bzw. Umsetzungsmechanismen für vorhandene Energien zu finden.

Tja, die sogenannt erneuerbaren Energien. Das ist halt auch so ein Schlagwort, das schneller ins Feld geführt als zu tatsächlichen Problemlösungen ausformuliert ist. Welche erneuerbaren Energien denn? Was könnte da überhaupt in Frage kommen, um Eure gemäss Wikipedia 158390 GWh liefernden 17 Kernkraftwerke zu ersetzen? Fusionsreaktoren vielleicht. Und daran wird meines Wissens durchaus mit Hochdruck geforscht. Aber sonst?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 17, 2007, 23:01:46
Warum werden nicht seit Jahren schon erneuerbare Energien forciert? Nein, ich meine nicht, man solle immer mehr Windräder in die Landschaft stellen, das kann auch nur eine begrenzte Zeit gut gehen, nein, viel wichtiger wäre es wirklich brauchbare Quellen, bzw. Umsetzungsmechanismen für vorhandene Energien zu finden.

Tja, die sogenannt erneuerbaren Energien. Das ist halt auch so ein Schlagwort, das schneller ins Feld geführt als zu tatsächlichen Problemlösungen ausformuliert ist. Welche erneuerbaren Energien denn? Was könnte da überhaupt in Frage kommen, um Eure gemäss Wikipedia 158390 GWh liefernden 17 Kernkraftwerke zu ersetzen? Fusionsreaktoren vielleicht. Und daran wird meines Wissens durchaus mit Hochdruck geforscht. Aber sonst?

Verstehe mich nicht falsch, ich führe hier nichts ins Feld, was keine Lösung sein kann, bzw. versuche eben nicht nur ein Schlagwort zu benutzen. Da ich in einem Unternehmen arbeite, welches sich mit diesen Dingen beschäftigt, ist mir auch klar, das wir zum jetzigen Stand der Technik die Kernkraftwerke nicht einfach ausschalten könnten.
Was mich viel mehr wurmt: Die Entwicklung ist dermaßen stagnierend, es kommt einem Stillstand gleich. Und warum ist die Entwicklung stagnierend? Weil man erst das Geld abschöpfen muss.
Ich behaupte, wir könnten schon viel weiter sein. Die Entwicklung ist aber folgendermaßen:

Die Industrie baut seit Jahren Geräte für erneuerbare Energien. In meinem Fall für die Windenergie, um genau zu sein. Diese werden verkauft. Es wird aber nicht weiter entwickelt, weil sich keine starke Lobby für eben diese Quellen interessiert. Das geht seit knapp 10 Jahren so. Jetzt kommt die Regierung daher, erkennt den drohenden Klimakollaps und ruft nach erneuerbaren Energien. Es soll massiv ausgebaut werden. Was passiert jetzt? Es werden hunderte von Millionen investiert, um die Maschinen noch schneller zu bauen, um dem Markt gerecht zu werden, der sich da anbahnt.

Was nicht passiert: Es wird nichts, oder nur ein schwindend geringer Teil in die Entwicklung investiert. Die Dinger sollen nicht besser werden, sie sollen nur schneller am Markt sein und Umsatz schaffen. Die Windgeneratoren stecken praktisch noch in den Kinderschuhen, weil nichts passiert ist. Ja, sie sind in der Wattzahl schon enorm gestiegen, aber da ist jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht. Das Material stößt an die Grenzen seiner Belastungsfähigkeit. Seit Jahren müssen neue Übertragungswege her, mechanisch ist es IMHO nicht mehr machbar, zumindest nicht mit Stahl. Der müsste so hochlegiert sein, dass die Windrädchen ihre noch zu erzeugende Energie bereits bei der eigenen Herstellung verbraten würden.

Also, anderes Material, andere Arten der Energieübertragung. Aber warum von den guten alten Wegen abweichen, wenn es doch so einfach ist immer den gleichen Scheiß zu verkaufen?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 17, 2007, 23:05:12
Letztens habe ich im Fernsehen, AFAIR auf arte "Le-dessous-des-cartes", gesehen, dass ein Bruchteil der Sahara ausreichen würde, der mit effektiven Sonnenkollektoren ausgestattet ist, um Europa mit der benötigten Energie zu versorgen.
Ich befürchte, dass immer in zu regionalen und engen Strukturen gedacht wird, obwohl Möglichkeiten schon da sind.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 17, 2007, 23:19:11
Letztens habe ich im Fernsehen, AFAIR auf arte "Le-dessous-des-cartes", gesehen, dass ein Bruchteil der Sahara ausreichen würde, der mit effektiven Sonnenkollektoren ausgestattet ist, um Europa mit der benötigten Energie zu versorgen.
Ich befürchte, dass immer in zu regionalen und engen Strukturen gedacht wird, obwohl Möglichkeiten schon da sind.

Jep, das ist auch so ein Fall. Alles zu klein gedacht, alles zu kurz und nur auf einen kleinen Bereich der Welt bezogen. Für Sonnenkollektoren gilt (wahrscheinlich) das selbe wie für die Windenergie, wie von mir vorher ausgeführt.
Bin mal gespannt wann der erste kommt und sagt:"Aber wie soll die Energie nach Europa kommen?"

Natürlich ist das ein Problem, aber hier wird ein Problem aufgetan, bevor überhaupt auch nur der Ansatz einer Lösung gesehen wurde. Und das ist nicht nur eine typisch deutsche Eigenschaft.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 17, 2007, 23:27:46
Die Industrie baut seit Jahren Geräte für erneuerbare Energien. In meinem Fall für die Windenergie, um genau zu sein. Diese werden verkauft. Es wird aber nicht weiter entwickelt, weil sich keine starke Lobby für eben diese Quellen interessiert. Das geht seit knapp 10 Jahren so.

Will ja jetzt nicht heftig gegen Deinen Brötchengeber argumentieren. Und es mag ja wohl schon Gebiete geben, in welchen sich die Dinger einsetzen liessen. Aber so der Hit sind die halt schon nicht und eine riesige Fangemeinde haben die bisher aufgestellten Anlagen halt beileibe nicht produziert. Sie produzieren nervende Geräusche und störende Lichtreflexe, stehen hässlich in der Landschaft und metzeln järlich hunderte von Vögeln und Fledermäusen. Der absolute Umweltverträglichkeitshit sind sie damit nicht. Und schon gar nicht dann, wenn sie in Grössenordnungen eingesetzt werden müssten, um die es bei den entstehenden Versorgungslücken ja geht. Selbst dann, wenn sich ihre Effizienz durch Weiterentwicklung noch etwas steigern liesse. Wunder kann man da sicher keine erwarten.

Na ja, und ein Export unserer Energieprobleme in die Sahara oder was weiss ich wohin, fände ich auch nicht wirklich der Hit.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 17, 2007, 23:47:38
Zu deiner Information: Ich verstehe Entwicklung nicht als "immer größer", weil mehr Bedarf ist. Ich verstehe es eben so wie du sagst. Wenn du gelesen hast, ich schrieb, dass diese Teile auch nur eine temporäre Erscheinung sind, so wie sie heute gebaut werden.

Natürlich kann man die Welt nicht mit diesen Türmen zupflastern. Das ist doch genau der Gedanke, den ich auch habe. Aber momentan scheint man genau das vor zu haben. Es werden so viele vom Markt verlangt, man kommt mit dem Liefern nicht mehr hinterher. Tendenz steigend. Ich frage mich heute schon, wo die Teile alle stehen sollen, die wir in den nächsten 2 Jahren aus der Fabrik fahren werden.

Ach ja: Das mit den Vögeln ist nonsens. Lichtreflexe habe ich noch keine gesehen und hier auf unseren Äckern stehen mindestens 15 davon. Geräusche nur, wenn du direkt darunter stehst. Und diese Fläche ist kein Bauland. Ich weiß, steht in jeder Zeitung. Mals sehen was demnächst in den Gazetten steht, wenn es endlich eine Windenergie-Lobby gibt, die Geld hat ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 17, 2007, 23:51:47
Na ja, und ein Export unserer Energieprobleme in die Sahara oder was weiss ich wohin, fände ich auch nicht wirklich der Hit.

Aber da liegen doch die Ansätze, jedenfalls in meinen Augen. In der Sahara ist ja nun nicht proppenvoll bevölkert. Da werden solche Kollektoren wohl wenig stören. Und wenn doch die Entwicklung zur Globalisierung hin läuft, dann sind das doch Möglichkeiten, solche 3. Welt- oder Schwellenländer geht. Es geht doch nicht um den Export von Problemen, sondern, dass es Lösungen gibt, die man in Anspruch nehmen könnte. Das sind halt die Ressourcen der Sahara-Anrainerstaaten. In meinen Augen sind das die Chancen für die Einbindung von Staaten, die so nur am Existenzminimum vegetieren.
Aber das wird jetzt alles viel zu weltpolitisch von mir … ich will die Diskussion hier nicht entführen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 17, 2007, 23:53:03
Na ja, und ein Export unserer Energieprobleme in die Sahara oder was weiss ich wohin, fände ich auch nicht wirklich der Hit.

Aber da liegen doch die Ansätze, jedenfalls in meinen Augen. In der Sahara ist ja nun nicht proppenvoll bevölkert. Da werden solche Kollektoren wohl wenig stören. Und wenn doch die Entwicklung zur Globalisierung hin läuft, dann sind das doch Möglichkeiten, solche 3. Welt- oder Schwellenländer geht. Es geht doch nicht um den Export von Problemen, sondern, dass es Lösungen gibt, die man in Anspruch nehmen könnte. Das sind halt die Ressourcen der Sahara-Anrainerstaaten. In meinen Augen sind das die Chancen für die Einbindung von Staaten, die so nur am Existenzminimum vegetieren.
Aber das wird jetzt alles viel zu weltpolitisch von mir … ich will die Diskussion hier nicht entführen.
Und dabei schreien doch alle nach "Globalisierung", gell ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 00:00:20
Und dabei schreien doch alle nach "Globalisierung", gell ;)

Richtig. Und der mit den billigen Sonnenkollektoren produzierte und verlustfrei und effizient nach Europa transportierte kostengünstige Strom ist locker an die Geiz-ist-geil-Kundschaft zu verkaufen.  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 18, 2007, 00:02:36
Richtig. Und der mit den billigen Sonnenkollektoren produzierte und verlustfrei und effizient nach Europa transportierte kostengünstige Strom ist locker an die Geiz-ist-geil-Kundschaft zu verkaufen.  ;)

Wenn es ums Bereichern geht, sind doch die (Strom)konzerne auch unheimlich innovativ.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 00:03:37
Und dabei schreien doch alle nach "Globalisierung", gell ;)

Richtig. Und der mit den billigen Sonnenkollektoren produzierte und verlustfrei und effizient nach Europa transportierte kostengünstige Strom ist locker an die Geiz-ist-geil-Kundschaft zu verkaufen. ;)
Du gehst von den falschen Ansätzen aus. Wenn die Energie wirklich knapp wird, was denkst du, wie lange wird diese Welt noch so sein, wie wir sie jetzt kennen? Da gibt es keine Geiz-ist-geil-Kundschaft mehr.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 00:11:12
Du gehst von den falschen Ansätzen aus. Wenn die Energie wirklich knapp wird, was denkst du, wie lange wird diese Welt noch so sein, wie wir sie jetzt kennen? Da gibt es keine Geiz-ist-geil-Kundschaft mehr.

Ja, dann müsstet Ihr jetzt eigentlich nur noch ein paar potente Geldgeber auch davon überzeugen können und dann kann es losgehen mit dem Vollpflastern der Sahara. Viel Spass. Vielleicht besitzt Ihr im Jahr 2090 dann tatsächlich die ultimative Geldmaschine. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 00:16:01
Du gehst von den falschen Ansätzen aus. Wenn die Energie wirklich knapp wird, was denkst du, wie lange wird diese Welt noch so sein, wie wir sie jetzt kennen? Da gibt es keine Geiz-ist-geil-Kundschaft mehr.
Ja, dann müsstet Ihr jetzt eigentlich nur noch ein paar potente Geldgeber auch davon überzeugen können und dann kann es losgehen mit dem Vollpflastern der Sahara. Viel Spass. Vielleicht besitzt Ihr im Jahr 2090 dann tatsächlich die ultimative Geldmaschine. ;)

Äh, du verstehst immer noch nicht: Es geht nicht um Geld. Es geht um's Überleben und da muss man etwas weiter denken, als nur bis zur Tasche, in der das Geld verschwindet.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 18, 2007, 00:20:10
Hahaha, cool warlord, alte Schweizer Hacke, gar nicht polemisch heute!?! :P ;D ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 00:20:20
Äh, du verstehst immer noch nicht: Es geht nicht um Geld. Es geht um's Überleben und da muss man etwas weiter denken, als nur bis zur Tasche, in der das Geld verschwindet.

Das musst Du nicht mir klarmachen, sondern Deinen potenten Geldgebern.  ;)

Und wenns dann soweit ist, ist sowieso alles anders. (Und die Sonnenkollektoren vom Saharasand schon längstens zerstört.)  ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 00:21:04
Das musst Du nicht mir klarmachen, sondern Deinen potenten Geldgebern.  ;)

Und wenns dann soweit ist, ist sowieso alles anders. (Und die Sonnenkollektoren vom Saharasand schon längstens zerstört.)  ;D
Du kannst so gemein sein.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 00:22:33
Hahaha, cool warlord, alte Schweizer Hacke, gar nicht polemisch heute!?! :P ;D ;)

Ich und polemisch? Nie.  :P ;D ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 00:23:18
Du kannst so gemein sein.

Wir sollten bei uns doch mal einen Tröstesmiley einführen.  :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 00:26:15
Würd ja reichen, wenn du keine Träume mehr zerstörst. Oder keine Energie mehr verbrauchst. Dann hätten wir diese ganze Debatte ja nicht. Ich will deinen doofen Tröstesmiley auch gar nicht. Pffhhhh 8) ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 18, 2007, 00:43:03
Jetzt aber mal ab von der Lustige-alte-Männer-Schiene.

Meinst du nicht warlord, dass es völlig andere Ansätze geben müsste und sollte?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 01:02:17
Wär schön wenn es sie gäbe. Aber vor uns (Zeitraum 10 - 15 Jahre) öffnen sich gröbere Versorgungsengpässe. Dagegen helfen keine grünen Wunschträume. Dagegen helfen Energiegewinnungsanlagen, die jetzt dringend geplant und gebaut werden müssen. Zwangsläufig mit jener Technologie, die uns heute zur Verfügung steht. Und es gibt heute schlicht keinen erneuerbaren Energieträger, der mit heutiger Technologie die kommende Versorgungslücke zu überbrücken im Stande wäre. Das ist einfach so. Auch wenn man es sich noch so anders wünschen würde.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 18, 2007, 01:09:33
In so vielen Bereichen wird auf Innovation gearbeitet. Neue Ideen, die auch ziemlich schnell umgesetzt werden. Ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass es so schwierig ist. Ich denke eher, dass es lieber als schwierig hingestellt wird, damit der einfache Mensch sich mit den Gegebenheiten zufrieden gibt.

Heutzutage werden doch Millionen Tonnen von "günstiger" australischer Kohle um den Erdball transportiert. Nur als Beispiel.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am März 18, 2007, 08:26:54
Wie wäre es denn z.B. mit Geothermie? Bei uns im Ort steht ein Wohn- und Geschäftshaus welches mit Erdwärme geheizt und gekühlt wird. Sommer wie Winter immer 22°C und keine CO2 Emissionen. Ich kenne nun nicht die Kosten für eine Tiefenbohrung, denke aber, dass sich das über die Nutzungsdauer eines Gebäudes durchaus rechnet. Wenn man mehrere Gebäude an eine Bohrung hängt sowieso.
Ich habe mich allerdings  mit dem Thema nocht nicht weiter auseinandergesetzt, spricht aus Umweltgründen etwas gegen den Einsatz der Erdwärme?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 18, 2007, 09:16:26
Betrachtet werden sollte immer die gesamte Energiebilanz. Also Bohrung, Herstellung, Wartung, Lebensdauer, Betrieb, etc. So eine Erdheizung braucht im laufendem Betrieb Strom. Aus diesem WikipediaEintrag (http://de.wikipedia.org/wiki/Wärmepumpenheizung#Umweltvertr.C3.A4glichkeit) lese ich heraus, daß so eine Heizung im Vergleich zu einer konventionellen Heizung ganz grob überschlagen (nur) 50 % CO2 einspart. Je nach dem wie der nötige Strom erzeugt wird.

Aber ein Wettbewerb der Ideen, die von Thyr angemahnte Forschung, das muss kommen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 09:20:37
Tja, Geothermie. Darauf bin ich und viele andere Bewohner meiner Stadt gegenwärtig nicht allzu gut zu sprechen. Denn diese Stadt hat in ihrer verblendeten Abneigung gegen Kernenergie auch gemeint, damit die Lösung fürs sich abzeichnende Energieproblem gefunden zu haben: die offizielle Site dazu. (http://www.bd.bs.ch/geothermie)
Kurzversion des Experiments: total 4 dadurch induzierte Erdbeben mit einer Magnitude von über 3 auf der Richterskala mit total 750 Schadensereignissen. Mal abgesehen davon, dass es natürlich total krank ist, solche Experimente ausgerechnet an jenem Ort durchzuführen, welcher Europas grösste Dichte an Pharma- und Biotechnologieunternehmen aufweist und gleichzeitig erdbebengefährdetes Gebiet am Rande von tektonischen Platten und Ort von Europas bisher stärkstem Erdbeben ist, zeigt es doch, dass die Technologie noch zuwenig erforscht ist und sich die Risiken schlichtweg noch nicht einschätzen lassen.
Ist das Herumspielen mit Erdbeben wirklich weniger risikoreich, als Kernenergie? Ich hab da meine Zweifel. Und ein Makel der Geothermie ist leider, dass sie sich anscheinend eben nur in gerade solchen Gebieten in grösserem Umfang nutzen liesse, deren tektonische Gegebenheiten zwangsläufig immer auch schon ein erhöhtes Erdbebenrisiko aufweisen.
Ich denke jedenfalls nicht, dass diese Technologie heute schon so soweit ist, um für ein jetzt zu planendes und bauendes Kraftwerk in Frage zu kommen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 18, 2007, 09:26:55
Die Medien sind ja z. Z. randvoll mit CO2. Eine Zahl fehlt mir aber:

Wieviel von dem Klimagas muß denn gespart werden - um in diesen oft zitierten 13 Jahren die Erwärmung auf die oft zitierten 2 Grad zu begrenzen?

Gibts da irgenwdwo Zahlen? Was heißt das auf den Einzelnen runtergebrochen?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 09:38:53
Wohl eher nicht. Es ist ja noch nicht einmal wissenschaftlich unbestritten, geschweige denn nachgewiesen, dass CO2 und Klimaerwärmung überhaupt in einem Zusammenhang stehen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 18, 2007, 09:47:46
Wie wäre es mit einer CO2 bezogenen Fahrleistungsbeschränkung pro Haushalt pro Jahr? Z.B. von 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr. Bei einem Auto mit 150g CO2 Austoß/km dürfte man pro Jahr 10000km fahren.

Sorry, aber das halte ich für unsinnig. Das wäre schon wieder ein massiver Eingriff in die Lebensgestaltung, und nicht nur das: Auch wirtschaftlich macht das wenig Sinn.

Viel besser ist doch eine Abgabe pro produziertem Kilogramm CO^2. Und zwar nicht nur im Verkehr, sondern überall.
Finde ich nicht. Eine CO2 Abgabe hält niemanden, der viel Geld hat, davon ab, mit einem fast 2 Tonnen schweren Auto zu fahren, das 15 bis 20 Liter Sprit verbraucht. (Tut der hohe Spritpreis ja auch nicht) Bei uns wird immer versucht, alles über Abgaben zu regeln. Das mag ja auch in vielen Bereichen gut sein. Nur geht es doch bei dieser Debatte grundsätzlich ums CO2 einsparen, um den Planeten zu retten. Damit das auch jeder kapiert, reicht es nicht aus, einen CO2 Pfennig zu erheben, über den sich dann jeder ein reines Gewissen erkaufen kann. Denn es gibt bis jetzt keine Lösung dafür, was mit dem allgemein erzeugten CO2 geschehen soll. Wir kriegen das ja nicht von unserem Planeten weg - noch nicht, jedenfalls.
Zitat
Man darf sich in der CO^2-Diskussion aber nicht nur auf den Verkehr konzentrieren. Heizung und Industrie sind ebenso zu ändern.
Richtig. Wieviel CO2 jeder tatsächlich im Jahr produziert, kann er hier testen: CO2-Rechner (http://www.bayern.de/lfu/luft/co2_rechner/index.html). Ich sag mal so: müsste jeder das von ihm produzierte CO2 Zuhause lagern, würde es ganz schnell ganz schön eng werden.
Noch besser gefällt mir der Vorschlag - vor wenigen Tagen in der Sueddeutschen (kostenpflichtiger Artikel (http://www.sueddeutsche.de/sz/2007-03-14/politik/artikel/HMG-2007-03-14-002-Osx_GrdTtUs1If_FnFbmJQ/)) - den Verkauf von Kohlenstoff zu begrenzen. Das allerallermeiste CO2, das in die Luft gepustet wird, wird vorher als Kohlenstoff in Form von fossilen Brennstoffen verkauft. Diese Einfuhr, Erzeugung und Verkauf läßt sich viel einfacher kontrollieren und zusammenaddieren als die Emissionen.[...] Wer, wie, was, wann, wo, in welchem Verhältnis verkauft überlässt man dem Markt ("Kohlenstoffbörse"). Und gängelt den einzelnen nicht mit irgendwelchen Vorschriften..
Und wie soll die C-Menge dann im Beispiel Auto gerecht unter der Bevölkerung verteilt werden? Dann verbraucht der Cayenne Fahrer soviel C wie 4 bis 5 Smart Fahrer - weil er sich es leisten kann. Das zu regeln geht doch nur über die Festlegung der Menge C oder CO2, die jeder verbrauchen bzw. produzieren darf. Es wird ja nicht verboten, sich einen 2Tonnen Panzer zu kaufen. Wenn ich allerdings im Jahr nur 5000 Km damit fahren darf, wird das Teil als Alltagsfahrzeug schnell unattraktiv.
Tja, ich fahre mit einem Smart for two jeden Tag 160 Kilometer zur Arbeit.
Du hast sicherlich Gründe, warum du dir (und uns ;)) das antust. Auf die Alternative, umzuziehen, biste wahrscheinlich selber schon gekommen. ;D Ich würde mir das, wenn es sich irgendwie vermeiden ließe, nicht antun, schon allein wegen der vertanen Zeit. Und dann noch den Ruhrschleichwegschnellweg lang...
Zitat
Zum neuen Auto: Es gibt Gründe, auf die ich jetzt nicht näher eingehen will, aber bestimmte Ausstattungsmerkmale der Autos, die derzeit verkauft werden, die ich unbedingt benötige, zwingen mich zu mindestens 1,8 - 2,0 Liter mit mehr als 130PS.
Ich will das nicht, aber anders wird es nicht angeboten!

Soviel zur Debatte, ob ich mehr zahlen soll, weil ich ja ein großes Auto fahren will... Die Industrie gehört geprügelt.

Und zur CO^2 Debatte: Ist aber schon bekannt, dass von der Politik und Industrie noch diverse Braunkohlekraftwerke in Planung sind und eines, welches bereits im Bau ist, demnächst 14 Millionen Tonnen CO^2 pro Jahr in den Himmel pustet?

Da finde ich die Diskussion über höhere Steuern für Autofahrer als betrügerisch und unehrlich, aber so ist das halt mit der Politik in Deutschland.
Um ehrlich zu sein, glaube ich, daß die meisten Ausstattungsmerkmale in Autos für eine Klientel jenseits der 50 gebaut werden. Wer bitte außer Frauen braucht denn eine Einparkhilfe? Mitlenkende Scheinwerfer? Elektrisch verstellbare Sitze mit Sitzheizung und Sitzpositionsspeicher, Klimaelektronik getrennt für Fahrer, Beifahrer und Fond, Regensensor und all den ganzen Scheiß? Wieso baut keiner ein Auto, das bis auf die Sicherheitsausstattung auf den ganzen anderen Schmarrn verzichtet? Und das deshalb vielleicht 1/3 des Gewichts und Benzinverbrauchs reduziert?
Tja, so ist das halt, wenn man aus der Kernenergie aussteigen will. Von irgendwoher muss sie ja kommen.  :)
Auf Kernenergie zu setzen hieße doch, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben. Statt höherer Meeresspiegel und Palmen am Timmendorfer Strand (sofern noch da) strahlender Müll allerorten. Außerdem, und das wird meines Erachtens übersehen: Kernenergie verhindert nicht, daß die vorhandene Restmenge fossiler Brennstoffe eben auch verbrannt wird, z.B. in KfZ -sondern verzögert diesen Prozess nur. Jetzt kann man natülich argumentieren: "Immerhin, dann kann man in dem gewonnen Zeitaufschub ev. alternative Energien entwickeln." Es gibt im Jahr 2004 geschätzt noch 155- bis 177 000 000 000 t förderbares Rohöl (http://de.wikipedia.org/wiki/Erd%C3%B6l), 1260 Milliarden Barrel. Bei einem Erdölpreis von 60$ pro Barrel ist das ein Wert von 75600 Milliarden US-Dollar. Und man muß nicht besonders intellent sein um davon auszugehen, daß die Petroleumindustrie diese auch fördern und verkaufen will. Jetzt wäre es interessant zu wissen, wieviel Tonnen CO2 daraus werden. Wenn man von 24% Benzinanteil pro Barrel Erdöl ausgeht sind das bei 1bb=158,98l
155*0,24*158,98*10^9=48 012 *10^9 Liter Benzin.
Es ergibt sich bei einem CO2 Ausstoß von 150g/km und einem Verbauch von 8 Liter/100km:  
100/8*150 g/l=1875g (CO2)/l Benzin. Sind also insgesamt
48 012 l*1,875kg/l*10^9=90022,5*10^9kg=90 000 000 000 Tonnen CO2. 90 Milliarden Tonnen. Und das nur von Benzin....

Mathias.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 10:41:36
Zu deiner Ausstattung: Der Kunde will es. Niemand sonst. genauso wie du einen Mac willst, wollen andere ein Auto mit allem Schnickschnack.
So naiv bist du doch jetzt nicht wirklich, oder?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 18, 2007, 10:47:48
Es ist ja noch nicht einmal wissenschaftlich unbestritten, geschweige denn nachgewiesen, dass CO2 und Klimaerw?mung ?erhaupt in einem Zusammenhang stehen.

Au ja, laß uns eine statistisch relevante Versuchsreihe mit 100 Erden durchführen. Wenn Du die 99 weiteren Erden auftreibst bin ich dabei. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am März 18, 2007, 10:50:59
Diese CO2-debatte finde ich - etwas seltsam.

Wenn ich seinerzeit in Bio richtig aufgepasst habe, ist CO2 KEIN Klimakiller, sondern wird dringend von der Pflanzenwelt benötigt.
Nicht zu verwechseln mit Schwefelwasserstoffen oder Chlorwasserstoffen.
Auch als Ozonloch-Fresser ist KohlenDIoxid wenig geeignet, da es sich sonst zu CO3  umwandeln müsste, welches sehr instabil ist und sofort wieder in CO2 und Sauerstoff zerfällt.
Das es in den letzten 150 Jahren ein Anstieg an Kohlendioxid auf der erde kam, liegt eher daran, dass CO2-Nutzer wie Pflanzen zumindest in Europa ziemlich dezimiert wurden.

Meine Lösung wäre: Dafür zu sorgen, dass Kohlendioxid wieder gebunden wird – mit Hilfe von Algen – welche dann wieder zu Benzin raffiniert werden …
Solch ein Kreislauf wäre ebenfalls äußerst Umweltfreundlich.

Übrigens glaub ich auch, dass Sonnenkollektoren zur Erwärmung der Erde Beitragen – schließlich wird der Erzeugte Strom zu 100%-(10^27) in wärme umewandelt …

Das einzige, was überrhaupt langfristig etwas brächte, wäre Aufforstung – reine Aufforstung

Die neuen Bäume würden das ganze böse CO2 wieder binden.

<Nachtrag:> ein einziger Vulkanausbruch würde übrigens unsere ganzen Einsparversuche wieder zunichte machen…
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 10:54:06
Bei uns wird immer versucht, alles über Abgaben zu regeln.
Wie würdest Du es denn regeln? Eine staatliche Kommission, bei der jeder Bürger einen Autokauf beantragen muss? Und die entscheidet dann darüber, ob jemand den Range Rover nun wirklich nötig hat oder nicht?

Kann es sein, dass in Deine Argumentation gewisse Neidfaktoren hinein spielen?

Zitat
Auf Kernenergie zu setzen hieße doch, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben. Statt höherer Meeresspiegel und Palmen am Timmendorfer Strand (sofern noch da) strahlender Müll allerorten.
Wie schon erwähnt, ist es derzeit technologisch schlicht unmöglich, den gesamten Energiebedarf mit erneuerbaren Energien abzudecken. Man kann es sich noch so anders wünschen. Es ist einfach so. Für diese derzeit unumgängliche thermische Energiegewinnung mit nicht erneuerbaren Brennstoffen stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: organische Brennstoffe und nichtorganische "Brennstoffe". Beide produzieren "Gifte". Organische Brennstoffe, da in ihrer Energieeffizienz um ein vielfaches schlechter als die nichtorganischen Gegenstücke, produzieren dabei um ein vielfaches mehr an solchen "Umweltgiften", die unvermeidlich zum grössten Teil auch tatsächlich  in der Umwelt landen. Die Energiegewinnung mittels Kernspaltung von nichtorganischen "Brennstoffen" ist um ein vielfaches effizienter und produziert für die selbe Energieleistung nur einen Bruchteil an "Giften". Diese "Gifte" in Form von radioaktiven Spaltprodukten können zudem zu 100% zurückbehalten und so entsorgt werden, dass sie nicht unkontrolliert in die Umwelt gelassen werden.

Nüchtern betrachtet könnte es da in meinen Augen eigentlich nur einen Weg geben, den man für jetzt notwendige neue Kraftwerke gehen sollte. Aber ich weiss. Nüchternheit ist in diesem Gebiet Wunschdenken. Zu tief sind da Ängste und Vorurteile in die Menschheit hinein gebrannt worden.

Edit: Typos
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am März 18, 2007, 10:54:58
Eine rechnerische Frage.

Wieso produziert ein Flugzeug, z.B. eine Boeing 747, für 100km Flug, bei dem sie 1.300l Kerosin verbraucht (die wahrscheinlich nicht mehr als 1.000kg - 1.100kg wiegen), 2.600kg CO2? (Beispiel (http://www.fluglaerm.de/hamburg/klima.htm))

Was verstehe ich dabei nicht?

Mir fallen nämlich immer Horrormeldungen auf, in denen bei Flügen weit mehr CO2 ausgestoßen (http://user.cs.tu-berlin.de/~roland/flug/) werden soll, als der Tank einer Boeing (http://de.wikipedia.org/wiki/Größenordnung_(Volumen)) fassen kann.
Daraus resultieren dann immer Pro-Kopf-Verbräuche die bei 400 oder mehr Passagieren nicht sein können.
Bei einem 17.000km Flug und einer Auslastung von 80% (524 Plätze x 80% (http://de.wikipedia.org/wiki/Boeing_747#747-400)) = 419 Passagiere.
Die sollen dann jeder 2.000kg = 838.000kg Emmisionen ausstossen? Das ist weit mehr als das doppelte des Startgewichts dieses Fliegers.

Klärt mich auf.


Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 18, 2007, 11:04:02
Wikipedia:
>1 Mol Kohlenstoff (12,01 g) reagiert mit 1 Mol Sauerstoff (32,00 g)
> zu 1 Mol Kohlenstoffdioxid (44,01 g)

Wieviel % Kohlenstoff Kerosin enthält, kann ich gerade nicht finden. Mir fällt nur ein anderer Vergleich ein: 6 Tankfüllungen ergeben nach Verbrauch ca. das Eigenengewicht eines Autos in CO2.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am März 18, 2007, 11:04:18
Eine rechnerische Frage.

Wieso produziert ein Flugzeug, z.B. eine Boeing 747, für 100km Flug, bei dem sie 1.300l Kerosin verbraucht (die wahrscheinlich nicht mehr als 1.000kg - 1.100kg wiegen), 2.600kg CO2? (Beispiel (http://www.fluglaerm.de/hamburg/klima.htm))

Kerosin: Stoffgemisch aus C10H22 (bis C16H34)

Dazu kommen aus der Luft: 20 Sauerstoffatome, um den Kohlenstoff umzuwandeln
und 44 Sauerstoffatome, um aus dem Wasserstoff Wasser zu machen

Das Wasser vergessen wir mal


es entstehen also 10 CO2-Moleküle pro Kerosinmolekül

Ein Co2 molekül wiegt 44,0099 g/mol
Ein Kerosinmolekül wiegt ca 22 g/mol (ganz grob über den Daumen)

Mol rauskürzen und wir haben ein Verhältnis von 1:2

 8) … sagt euer Technik-Hochschulabsolvent ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am März 18, 2007, 11:07:15
8) … sagt euer Technik-Hochschulabsolvent ;)

Danke!

Dann hat sich ja gelohnt, daß wir dich da hin geschickt haben. :-*
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 18, 2007, 12:24:16
Wieviel von dem Klimagas mu? denn gespart werden - um in diesen oft zitierten 13 Jahren die Erw?mung auf die oft zitierten 2 Grad zu begrenzen?

Gibts da irgenwdwo Zahlen? Was hei?t das auf den Einzelnen runtergebrochen?
Wohl eher nicht. Es ist ja noch nicht einmal wissenschaftlich unbestritten, geschweige denn nachgewiesen, dass CO2 und Klimaerw?mung ?erhaupt in einem Zusammenhang stehen.

Irgendwie müssen die Damen und Herren Wissenschaftler diese konkreten Zahlen ja berechnet haben. Da muss doch der Betrag ... t Kohlenstoff drin vorkommen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 13:19:25
Tja, ich fahre mit einem Smart for two jeden Tag 160 Kilometer zur Arbeit.
Zitat von: matthias
Du hast sicherlich Gründe, warum du dir (und uns ;)) das antust. Auf die Alternative, umzuziehen, biste wahrscheinlich selber schon gekommen. ;D Ich würde mir das, wenn es sich irgendwie vermeiden ließe, nicht antun, schon allein wegen der vertanen Zeit. Und dann noch den Ruhrschleichwegschnellweg lang...
Tja, deshalb ja der Smart. Und nein, es lässt sich nicht vermeiden.

Zitat von: matthias
Um ehrlich zu sein, glaube ich, daß die meisten Ausstattungsmerkmale in Autos für eine Klientel jenseits der 50 gebaut werden. Wer bitte außer Frauen braucht denn eine Einparkhilfe? Mitlenkende Scheinwerfer? Elektrisch verstellbare Sitze mit Sitzheizung und Sitzpositionsspeicher, Klimaelektronik getrennt für Fahrer, Beifahrer und Fond, Regensensor und all den ganzen Scheiß? Wieso baut keiner ein Auto, das bis auf die Sicherheitsausstattung auf den ganzen anderen Schmarrn verzichtet? Und das deshalb vielleicht 1/3 des Gewichts und Benzinverbrauchs reduziert?

Smart? das ist so ein Auto. Es gibt noch mehr von dieser Sorte. Toyota hat einen, die Franzosen, Mazda,... Alternativen gibt es genügend. Nur stellt Mensch halt Ansprüche.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 18, 2007, 13:30:47
Bei uns wird immer versucht, alles über Abgaben zu regeln.
Wie würdest Du es denn regeln? Eine staatliche Kommission, bei der jeder Bürger einen Autokauf beantragen muss? Und die entscheidet dann darüber, ob jemand den Range Rover nun wirklich nötig hat oder nicht?

Kann es sein, dass in Deine Argumentation gewisse Neidfaktoren hinein spielen?
Dass jetzt wieder der "Neidfaktor" ins Spiel kommt, dachte ich mir schon. Sorry, aber das ist totaler Unsinn. Natürlich darf sich jeder das Auto kaufen, das er haben will. Bei einer KfZ-CO2-Ausstoßgrenze pro Haushalt spielt es dann keine Rolle, welches Auto man fährt, sondern vielmehr, wieviele Kilometer man im Jahr mit dem betreffenden KfZ innerhalb dieses Rahmens zurücklegen kann. Der Smartfahrer eben 3 mal mehr als der Porschefahrer. Wenn der Porschefahrer damit auskommt - warum nicht?
Und sag jetzt niemand, so eine Regelung wäre technisch nicht umsetzbar.
Es ist ja noch nicht einmal wissenschaftlich unbestritten, geschweige denn nachgewiesen, dass CO2 und Klimaerwärmung überhaupt in einem Zusammenhang stehen.
Du meinst jetzt aber nicht diese "Wissenschaftsströmungen" (z.B. in den USA), die ähnlich wie die Evolutionslehre die Ursachen des Klimawandels in Frage stellen? CO2 in der Atmosphäre vermindert die Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche in den Weltraum-> die Atmosphäre erwärmt sich. Ich kann jetzt nicht alles selbst durchlesen, vielleicht findest du hier eine Antwort:
The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (http://www.ipcc.ch/)
Aber die persönliche CO2 Bilanz eines jeden wird ja nicht nur durch das KfZ bestimmt.
@Tertinator:
Zitat
Meine Lösung wäre: Dafür zu sorgen, dass Kohlendioxid wieder gebunden wird – mit Hilfe von Algen – welche dann wieder zu Benzin raffiniert werden …
Solch ein Kreislauf wäre ebenfalls äußerst Umweltfreundlich.

Übrigens glaub ich auch, dass Sonnenkollektoren zur Erwärmung der Erde Beitragen – schließlich wird der Erzeugte Strom zu 100%-(10^27) in wärme umewandelt …

Das einzige, was überrhaupt langfristig etwas brächte, wäre Aufforstung – reine Aufforstung

Die neuen Bäume würden das ganze böse CO2 wieder binden.
Ich schätze mal, daß man nicht soviel Bäume/Algen erzeugen kann, um das ganze CO2 zu binden. Fossile Brennstoffe erzeugen mehr CO2, als sie für die Entstehung verbraucht haben. Deshalb ist es ja auch sinnvoll, auf regenerative Brennstoffe umzusteigen. Beim Verbrennen von Holz z.B. wird nur soviel CO2 erzeugt, wie das Holz vorher aus der Atmosphäre gebunden hat.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 14:39:26
Bei einer KfZ-CO2-Ausstoßgrenze pro Haushalt spielt es dann keine Rolle, welches Auto man fährt, sondern vielmehr, wieviele Kilometer man im Jahr mit dem betreffenden KfZ innerhalb dieses Rahmens zurücklegen kann. Der Smartfahrer eben 3 mal mehr als der Porschefahrer. Wenn der Porschefahrer damit auskommt - warum nicht?
Und sag jetzt niemand, so eine Regelung wäre technisch nicht umsetzbar.
Also letztlich eine Kontingentierung der Mobilität schwebt Dir vor?

Da kann ich (obwohl ich beim von Dir verlinkten CO2-Verbrauchs-Einschätzungs-Rechner gerade auch wegen dem Bereich Mobilität mit nicht ganz 8t CO2 weit unterdurchschnittlich abschneide) nur sagen, nein danke. Solche Einschnitte in die persönlichen Freiheiten könnens in meinen Augen nicht sein.

Zitat
Du meinst jetzt aber nicht diese "Wissenschaftsströmungen" (z.B. in den USA), die ähnlich wie die Evolutionslehre die Ursachen des Klimawandels in Frage stellen? CO2 in der Atmosphäre vermindert die Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche in den Weltraum-> die Atmosphäre erwärmt sich. Ich kann jetzt nicht alles selbst durchlesen, vielleicht findest du hier eine Antwort:
The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (http://www.ipcc.ch/)

Tatsache ist, dass es keine wissenschaftlichen Nachweise gibt, dass
a) es überhaupt eine Kilmaerwärmung gibt
b) eine allfällige Klimaerwärmung von Menschenhand beeinfusst oder ausgelöst wurde.
Es gibt aber genügend wissenschaftliche Indizien, die es angezeigt erscheinen lassen, davon auszugehen, dass beides zutrifft. Und auf diesen Indizien gründet auch der Bericht des IPCC, der mir durchaus nicht neu ist.
Ich habe mit keiner meiner Zeilen ausdrücken wollen, dass man sich einen Deut um die CO2 Emissionen scheren sollte. Wenn Du das so aufgefasst hättest, dann hättest Du mich gänzlichst falsch verstanden. Man beachte bitte auch meine Argumentation für die Kernenergie.
Meine von Dir zitierte Aussage war die Antwort auf die Frage nach der wissenschaftlichen Formel X t CO2 = wieviele Grad Celsius? Weil es den wissenschaftlichen Beweis des Zusammenhangs nicht gibt, kann es folglich erst recht keine exakte Quantifizierung dieses Zusammenhangs in einer Formel geben.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 18, 2007, 14:58:29
die Antwort auf die Frage nach der wissenschaftlichen Formel X t CO2 = wieviele Grad Celsius? Weil es den wissenschaftlichen Beweis des Zusammenhangs nicht gibt, kann es folglich erst recht keine exakte Quantifizierung dieses Zusammenhangs in einer Formel geben.

Aber es gibt eine Annahme, bzw. Hochrechnungen. Durchaus mehrere. Wenn ich mich recht erinnere eine bestmögliche, eine mittlere, eine worst case. Dazu hätte ich gerne die (ungefähren) Zahlen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 15:13:34
Die Wetterbeobachtungen, bzw. deren Dokumentation sind noch recht "jung", sodass man keine definitive Aussage über die tatsächliche Erwärmung geben kann.

Da hat warlord schon Recht.

Es gibt natürlich noch viele andere Gifte, die einfach in die Umwelt gelassen werden, dann fällen wir massiv unsere Waldbestände, rotten Tier- & Pflanzenarten (150 / Tag) einfach aus. Es gibt eine Beschleunigung bei der Ausrottung von Tier- & Pflanzenarten, die besagt, dass der Mensch in den letzten 150 Jahren 50% der nicht mehr vorhandenen Tierarten ausgerottet hat. Und die Tendenz dabei ist steigend, sprich, wir verstehen uns immer besser darauf. (Quelle: Douglas Adams "Die letzten ihrer Art")

Kurzum, der Mensch bringt diesen Planeten aus dem Gleichgewicht (der Natur). Dies hat wahrscheinlich mehrere Konsequenzen, von denen eine die Erwärmung der Erdatmosphäre ist, die anderen kommen da noch auf uns zu.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 18, 2007, 15:39:12
mathias:
Auch ich sehe Deinen Vorschlag enorm skeptisch. Damit schafft man nun wirklich ein Bürokratiemonster und greift massiv in die freie Lebensgestaltung ein.

Natürlich können Abgaben niemals so hoch sein um wirklich alle "Sünder" abuschrecken, man kan sogar davon ausgehen, daß hohe Abgaben eine gewisse Klientel noch mehr dazu bringen, einen Cayenne zu fahren, eben um zu zeigen das sie sich das trotzdem locker leisten können. Überhaupt dürfte einem Cayenne- oder X5-Fahrer der Benzinpreis recht egal sein.
Erreichen tut man aber sehr wohl etwas beziehungsweise Jemanden: Den Durchschnittsfahrer. Der schaut nämlich, auchz schon heute, auf den Verbrauch, und umso teurer das Benzin wird, umso eher wird er ein sparsameres Auto oder eins, das für alternative Kraftstoffe geeignet ist, wählen.

Da kann man natürlich sagen, es trifft die Falschen. Statistisch gesehen machen die paar Tausend Cayennes aber einen vernachlässigbaren Unterschied.



Das große Energiethema:

Ob wir noch einen Unterschied machen können oder nicht, was das Klima angeht, halte ich für nur eine Frage.

Entscheidend aber auch: Wo sollen denn die fossilen Brennstoffe in Zukunft herkommen?
Natürlich gibt es noch viele Lagerstätten, aber Fakt ist: Die besten und am billigsten abzuschöpfenden sind schon längst "am Netz". Und liegen fast alle außerhalb Europas und der USA.  

Diese Abhängigkeit können wir nur mit "alternativen" Energien und mehr Effizienz verringern.
Braunkohle ist da keine Lösung: Teuer, zerstörerisch im Abbau, CO^2-Bombe, bald nicht mehr vorhanden.

Zur Atomkraft will ich - neutral gesinnt - nur ein paar Sachen erwähnen, die komischerweise in der öffentlichen Diskussion nie vorkommen:
1. Ein Atomkraftwerk ist auch nicht CO^2-neutral. Bis aus dem Uranerz ein verwertbarer Brennstab wird, durchläuft es viele Bearbeitungen und das Uran wechselt dabei mehrmals energieintensiv den Aggregatszustand. Leider ist es schwierig, hier mal neutrale Zahlen aufzutreiben und sie gehen auch weit auseinander. Sagen wir mal 60g CO^2/kWh im Schnitt und damit schon deutlich mehr als alternative Energieformen. Aber sehr viel weniger als die in Deutschland geplanten Braunkohlekrauftwerke.
2. Wie gestaltet sich die Liefersituation beim Uran? Viel kommt ja aus Australien. Sind die Vorräte an einem ähnlichen Punkt wie beim Öl?
3. Ein Endlager braucht man sowieso, da ist es herzlich egal, ob man nun noch mehr Atommüll produziert. Die diskutierten Stätten wären groß genug.


Insgesamt scheint mir gerade in Deutschland wieder die große Hysterie auszubrechen. Nüchtern betrachtet sollten wir uns erstmal um unsere Wirtschaft und unsere Sicherheit Gedanken machen und die diktieren uns sowieso eine Veränderung. Diese sollte planvoll und verträglich vorgenommen werden, die Politik macht mir da aber wenig Hoffnung.


Mich treiben da noch zwei Fragen um, vielleicht weiß ja jemand von Euch eine gute Quelle:
a) Wie viel Anteil an der behaupteten Klimaerwärmung durch den Menschen produziert CO^2 eigentlich? Und wie viel andere Gase wie Methan?
b) Wenn es, wie behauptet, gerade im arktischen Bereich sehr viel wärmer wird, eröffnet das nicht riesige Siedlungsgebiete wie Grönland, Alaska, Nordkanada und wenn der Permafrostboden auftaut, wird dann Sibirien nicht menschenfreundlicher? Das sind ja riesige Landflächen, die bisher landwirtschaftlich nicht oder fast nicht genutzt werden können.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 18, 2007, 15:51:05
Was als unumstößlicher Fakt erstmal steht, ist, dass die Weltbevölkerung seit ca. 1700 drastisch zugenommen hat. Und damit ist der absolute Faktor nun mal der Mensch, der Menschheit in ihrer Masse.
Und letztendlich ist es müssig hier über Möglichkeiten der Energiegewinnung und Nutzung zu sprechen, wenn es in den Schwellenländern und denen darunter überhaupt keine Rolle spielt, wie mit der Umwelt umgegangen wird. Es ist nun mal eine gemeinsame Welt, die der Mensch zwar durch Staaten aufgeteilt hat, aber daran hält sich die Natur, das Klima u.a. nicht. Es sieht doch so aus, dass hier in den Industrienationen Lösungen gefunden werden, die dann möglicherweise auch greifen, aber das löst das Problem in den anderen Ländern nicht.
In Asien leben allein vier Milliarden der 6,6 Milliarden der Weltbevölkerung.
Ich finde einfach, dass hier in dieser Problematik viel zu regional gedacht wird. Die Lösungen liegen ganz woanders und nicht in Zentraleuropa.

Und dieses Rumhauen auf den Leuten, die diese furchtbar schlimmen Kraftstoffvernichter fahren. Die beiden Segmente Sport- und Geländewagen machen noch nicht mal 10% der neu zugelassenen Fahrzeuge aus. Diese Schwarz/Weißmalerei kann's ja wohl auch nicht sein. Natürlich kann man überall ansetzen, um Verbesserungen zu erreichen, aber jetzt die Leute zu schelten, die ein großes Auto mit Luxus fahren, finde ich wirklich kurzsichtig. Manchmal denke ich mir, Hauptsache man kann einen Sündenbock ausmachen.
Stimmt das Feindbild -- stimmt das Weltbild.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 16:32:13
Zu den Autos:

Ein Auto verbraucht auf 100Km 8l Benzin.
Lt. Wikipedia entwickelt 1l Benzin während der Verbrennung 2368g CO^2.

Dieses Auto stößt also 189,44g/km aus.

Mein Smart verbraucht ca. 4.3 - 4.7 Bei diesem Verbrauch stimmt dann die Rechnung zur Herstellerangabe über die Emissionen in etwa.

Was ich mich jetzt frage: Wo ist denn die Leistung der Industrie? Scheinbar wird ja nichts gefiltert, sonder man gibt einfach nur den tatsächlichen Ausstoss, bezogen auf den Verbrauch an? Ich dachte da spielen Katalysatoren und sonst welche Techniken mit, um den Ausstoss zu verringern.

Alles Mumpitz?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 18, 2007, 16:48:18
Genau da wollte ich auch einhaken. Wenn man davon ausgeht (grob), dass es jetzt seit gut 14 Jahren Katalysatoren gibt, die effektiv arbeiten und der Fahrzeugbestand pro Jahr um 1% gewachsen ist in Deutschland, dann müsste man den Emissionsrückgang durch die Katalysatoren dagegen halten.

Ich habe jetzt keine Zahlen zur Hand, aber möglicherweise hat sich der Gesamtemissionsausstoß im Bereich der PKWs seitdem sogar verringert, so dass wieder eine Sau durchs Dorf getrieben wird (SUV und Sportwagenfahrer), die einfach passt und leicht zu treiben ist.
Natürlich sollte immer das Bestreben sein, den Verbrauch und damit den Emissionsausstoß zu verringern, aber eine Diskussion auf solch einer Ebene ist in meinen Augen polemisch und populistisch.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 17:16:19
Nun ja, CO2 ist ja an sich kein Schadstoff. Die Aufgabe von Fahrzeugkatalysatoren ist ja nicht die Reduktion von CO2. Kann es auch gar nicht sein. Katalysatoren brechen Schadstoffe auf, eben gerade in u.a. CO2.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 18, 2007, 17:23:06
Wikipedia zu Fahrzeug-Katalysatoren:
Die Wirkungsweise beruht auf katalytischen Reaktionen. Die Aufgabe des Fahrzeugkatalysators ist die chemische Umsetzung der Verbrennungsschadstoffe Kohlenwasserstoffe (HmCn), Kohlenstoffmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx) zu Kohlenstoffdioxid (CO2), Wasser (H2O) und Stickstoff (N2) durch Oxidation beziehungsweise Reduktion. Je nach Betriebspunkt des Motors und bei optimalen Betriebsbedingungen können Konvertierungsraten nahe 100 % erreicht werden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeugkatalysator)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 17:28:44
Nun ja, CO2 ist ja an sich kein Schadstoff. Die Aufgabe von Fahrzeugkatalysatoren ist ja nicht die Reduktion von CO2. Kann es auch gar nicht sein. Katalysatoren brechen Schadstoffe auf, eben gerade in u.a. CO2.
Neuerdings ist es wohl schon ein Schadstoff.
Ok, der technische Aspekt ist mir ein wenig untergegangen..., trotzdem bliebe die Frage, warum die Hersteller dann so ein Tamtam um die Emission von CO^2 machen, wo es doch wieder nur um den Verbrauch geht.

Bei allem was ich in der letzten Zeit dazu hörte oder las, wurden immer die Emissionen genannt, sodass meiner Meinung nach anzunehmen war, dass hier eine andere Schraube als die des Vebrauchs zu drehen sei.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am März 18, 2007, 18:00:05
Halleluja. Was für eine Diskussion. Da ist es wieder: Das schlechte Gewissen. Darf ich noch Furzen? (Methan/CO2), darf ich noch in Urlaub FLIEGEN?, Darf ich noch Autofahren? Darf ich noch in den Sport (erhöhter CO2-Ausstoss). Darf ich noch gesundes Essen aus dem Ausland essen (AHHHHRG: Transport CO2)?
Und dann die Herrschaften In Berlin: CO2 Steuer (GEIL. GELD.), Drakonische Maßnahmen gegen CO2-Verursacher. Kriminalisierung. (In Neuseeland gibts für Rindviecher bereits eine Abgassteuer). Merkt ihr hier was? Man versucht uns hier wieder komplett wirr und weich in der Birne zu machen, damit wir unseren Geldbeutel auch brav weiter öffnen. Und ein ehemaliger Volksschullehrer und Umweltminister erklärt die CO2 Emissionen eines AKW sind HÖHER als bei einem Kohlekraftwerk. JAU. Solche Leute regieren uns. Sie wissen, daß sie Schwachsinn verzapfen, und lächeln Dir mit Rotwein- und Steakatem ins Gesicht. Irgendwie muß man ja den Ranzen bekommen haben …
Die Realität: USA, CHINA und andere Schwellenländer sind für den LÖWENANTEIL der Luftverschmutzung und damit dem kippen des Weltklimas verantwortlich. Der Energieverbrauch der USA ist verglichen mit dem in Deutschland GIGANTISCH. Nur: Die schert das erst mal einen (sprichwörtlichen) Dreck. Dafür darf Europa als Vorkämpfer seinen CO2 etc. Ausstoss brav unter hohen Kosten senken. Allein der Effekt ist, schade, - vernachlässigbar. Das ist, wie davinitiv richtig bemerkte EINE Welt. Da ist jede Nation für verantwortlich, auch eine USA, die sich einen Scheissdreck um andere schert. Ich für meinen Teil habe kein schlechtes Gewissen. Denn ich tue soviel wie ich kann. Bevor nicht ein fetter Durchschnitts-Ami anfängt ein Auto zu fahren, das genausowenig Sprit braucht wie der Durchschnittseuropäer geht mir diese Anprangerung links am Arsch vorbei. Und: Es kütt wie es kütt. Wir können hier in Europa NULLEMISSION haben, und trotzdem geht alles wegen der oben genannten in die Fritten.
Ich freue mich auf meinen nächsten Urlaub.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 18, 2007, 18:06:16
Und dieses Rumhauen auf den Leuten, die diese furchtbar schlimmen Kraftstoffvernichter fahren. Die beiden Segmente Sport- und Geländewagen machen noch nicht mal 10% der neu zugelassenen Fahrzeuge aus. Diese Schwarz/Weißmalerei kann's ja wohl auch nicht sein. Natürlich kann man überall ansetzen, um Verbesserungen zu erreichen, aber jetzt die Leute zu schelten, die ein großes Auto mit Luxus fahren, finde ich wirklich kurzsichtig. Manchmal denke ich mir, Hauptsache man kann einen Sündenbock ausmachen.
Stimmt das Feindbild -- stimmt das Weltbild.
Kann deiner Argumentation nicht folgen. Das klingt so als würdest du sagen: "die 10% der Sport- und SUV nehmen wir mal von einer CO2 Beschränkung aus, da sie sowieso nur 10% der Gesamtfahrzeuge ausmachen." Hä?
Mitnichten habe ich behauptet, man müßte nur das Fahren von großen Autos reglementieren. Natürlich betrifft eine Reglementierung alle Autos. Ist doch logisch. Ich weiß nicht, ob es so schwer zu verstehen ist, darum wiederhole ich es nochmal: jedem Bürger steht ein Maximalwert an CO2 zu, den er mit dem KfZ ausstoßen darf. (Und zwar abhängig von der Anzahl der Personen im Haushalt, und nicht pro KfZ).Dann kann jeder selbst entscheiden, welches Auto er fahren will. Und wenn die Autoindustrie SUV und Supersportwagen verkaufen will -kein Problem. Sie braucht nur CO2 arme Motoren (Hybridantrieb, WasserstoffBrennstoffzelle etc.) in die Autos einbauen, und das Fahrvergnügen ist grenzenlos.
@Florian: deshalb verstehe ich dein Argument der eingeschränkten Lebensqualität oder Entscheidung nicht (finde gerade deine Textstelle nicht). Wenn die AI sich auf die neuen Bedingungen einstellt, gibt 's genauso teure Luxusautos wie jetzt auch, nur eben ohne CO2 Ausstoß.
Vergleiche doch mal mit der Feinstaubverordnung. Das ist doch auch nix anderes: alle Dieselfahrzeuge ohne Feinstaubfilter dürfen in Innenstädten bei gewissen Bedingungen nicht fahren, fertig.

Mathias.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 18:17:16
die Antwort auf die Frage nach der wissenschaftlichen Formel X t CO2 = wieviele Grad Celsius? Weil es den wissenschaftlichen Beweis des Zusammenhangs nicht gibt, kann es folglich erst recht keine exakte Quantifizierung dieses Zusammenhangs in einer Formel geben.

Aber es gibt eine Annahme, bzw. Hochrechnungen. Durchaus mehrere. Wenn ich mich recht erinnere eine bestmögliche, eine mittlere, eine worst case. Dazu hätte ich gerne die (ungefähren) Zahlen.

Vielleicht hilft Dir dieser Artikel ein bisschen: http://www.weltwoche.ch/artikel/default.asp?AssetID=15460&CategoryID=91
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 18:24:40
Ich kann jetzt nicht alles selbst durchlesen, vielleicht findest du hier eine Antwort:
The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) (http://www.ipcc.ch/)

Ein paar kritische Gedanken zum IPCC Bericht:
http://www.weltwoche.ch/artikel/default.asp?AssetID=15793&CategoryID=66

Und jener Artikel (http://ttp://www.weltwoche.ch/artikel/default.asp?AssetID=15844&CategoryID=66) über die "Gleichschaltung des Wissens" bzw. die Verunglimpfung von Wissenschaftlern, die nicht brav die Vorgaben der UNO Temperaturbehörde widerkäuen wäre auch sehr interessant. Aber leider nur Abonnenten zugänglich.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 18:29:54
Bevor nicht ein fetter Durchschnitts-Ami anfängt ein Auto zu fahren, das genausowenig Sprit braucht wie der Durchschnittseuropäer geht mir diese Anprangerung links am Arsch vorbei.

Und auch für Tarrania hätt ich da, zwar nicht mehr ganz neuen, Lesestoff:  ;)
http://www.weltwoche.ch/artikel/default.asp?AssetID=6569&CategoryID=60
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 18, 2007, 18:33:09
Ich weiß nicht, ob es so schwer zu verstehen ist, darum wiederhole ich es nochmal: jedem Bürger steht ein Maximalwert an CO2 zu, den er mit dem KfZ ausstoßen darf. (Und zwar abhängig von der Anzahl der Personen im Haushalt, und nicht pro KfZ).

Ja, und die Anzahl erlaubter Atemzüge beschränken wir auf 10 pro Minute und Individuum.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Dale am März 18, 2007, 18:34:02
In so vielen Bereichen wird auf Innovation gearbeitet. Neue Ideen, die auch ziemlich schnell umgesetzt werden. Ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass es so schwierig ist. Ich denke eher, dass es lieber als schwierig hingestellt wird, damit der einfache Mensch sich mit den Gegebenheiten zufrieden gibt.

Da ist natürlich etwas dran (obwohl es nicht zwangsläufig auf ein "sich zufridengeben" hinausläuft) . Oftmals werden technische Neuerung von der Industrie als schwerer Umzusetzen dargestellt, als es in Wirklichkeit der Fall ist. Bei der Autoindustrie z. B. hat das generell zwei "Vorteile".

Erstens wenn ersichtlich wird das „normale Lobbyarbeit“ ein Gesetz nicht aufhalten kann welches für die Industrie von Nachteil sein könnte, hilft es im Vorfeld zu jammern damit z. B. zu erwartende Grenzwerte möglichst hoch, und somit leicht erreichbar, gesetzt werden.

Das dies zutrifft sieht man an der zur Zeit geführten Debatte, in der noch vor kurzem deutsche Autohersteller beteuerten es sei fast ein Ding der Unmöglichkeit den CO2 Ausstoß  der effizient arbeitenden Dieselmotoren weiter zu senken. Nun nachdem ersichtlich ist das für die Autoindustrie aber kein Weg daran vorbei geht den CO2 Ausstoß  weiter zu senken; beteuern auf einmal fast alle großen Hersteller sie seien bestens gerüstet um eine Senkung vorzunehmen. Das dies kein Werbetrommeln ist, erkennt man z. B. daran das BMW schon in diesem Herbst bei einen häufig verkauften Motor für eines ihrer meistverkauften Produkte den 318d trotz Leistungssteigerung auf 143PS den CO2 Ausstoß um ca. 30% (auf 122g/km) zu sinken. Das werden sie kaum über Nacht entwickelt haben, vielmehr war dieses Einsparungspotential bereits im Motor und wurde aus finanziellen Gründen nicht genutzt.

Was direkt zu Zweitens führt. Technische Neuerungen kosten natürlich Geld, und damit diese Kostensteigerung nicht am Gewinn der Autounternehmen knabbert muss dem Kunden glaubhaft vermittelt werden das an einer Grundpreiserhöhung kein Weg vorbei geht.

So war es z. B. zu sehen an der Altfahrzeugverordnung gemäß der Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen Rates und Parlaments vom 18. September 2000, die besagte das die Autoindustrie für die Verschrottungskosten der Autos aufkommen muss. Hier wurde übrigens ebenfalls im Vorfeld seitens der Automobilindustrie viel gejammert, nur damit im Nachhinein dem Kunden glaubhaft vermittelt werden konnte das der Grundpreis Aufgrund der veränderten Tatsachenlage nun mal steigen muss. Und genau das gleiche wird wieder passieren.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am März 18, 2007, 18:41:09
Warum redet keiner über den alltäglichen Wahnsinn? Rinder aus Meckvorpomm werden zum Schlachten nach Sizilien gekarrt um als Steaks wieder zurückzukommen. Unsere geliebte Autoindustrie missbraucht die Autobahnen als rollendes Lager. In unserer Stadt wurden gerade bei einem Automobilzulieferer 170 Leute entlassen (Sitzsysteme für Audi und Mercedes). Die haben gerade ein neues Werk in Rumänien aufgemacht (2000 Beschäftigte). Jetzt fahren die die gesamte Produktion "Just In Time" zum Kunden. Ist ja so schön billig. Die Zeche zahlen ja andere. Warum brauchen wir Erdbeeren aus Neuseeland im Januar? Können wir nicht bis Mai warten?

Es ist ja viel einfacher uns allen ein schlechtes Gewissen einzureden, um unsere Geldbörse weit zu öffnen. Das hat ja auch schon im Mittelalter funktioniert (Ablasshandel).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 18, 2007, 18:43:34
@Terrania: angesichts der verheerenden Hurricanes scheinen auch die Amerikaner langsam nachdenklich zu werden, was CO2 Austoß (Kyotoprotokoll) und Energieverschwendung usw. angeht. Außerdem, wenn wir in Deutschland oder Europa mit der Reduzierung von CO2 solange warten, bis alle Länder der Erde mitmachen - dann wird es nie was. Natürlich ist das ein globales Problem, das ist ja gerade das Problem.
Allerdings versursachen nach der Tabelle hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhausgas) die drei größten treibhausgas-emittierenden Staaten/Gemeinschaften über 50% der Gesamtemission weltweit. (Und die EU liegt noch knapp vor China!! Außerdem hat China eine unschlagbare ProKopf-Emission  ;) ;D :P))

@warlorld:  :-X
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am März 18, 2007, 18:50:38
Oh, die Autoindustrie hat immer gejammert. Als der Kat eingeführt werden sollte waren die Argumente dagegen ungezählt. Spritverbrauch, Lebensdauer etc. - alles Kokolores. Dann der Dieselfilter, was wurden die Franzosen verteufelt … Dann der Hybrid: TOYOTA wird sogar bei AMS mit dem Prius gezielt schlecht gemacht (Unser Testverbrauch 7,8 Liter - nee, schon klar, immer feste druff. Die Leserbriefe haben ein anderes Bild (4,7) gezeichnet)
Was die Diskussion mit den Emissionen der Autos angeht: Meine Karre verbraucht (mit 170PS) zwischen 5,8 und 14 Liter. Seit ich sie habe liegt der Durchschnitt bei 8,1 (30.000 km). Ich kenne Leute, die fahren denselben Wagen, die brauchen deutlich über 10 im Durchschnitt. Also der CO2-Ausstoss ist schon auch im Zusammenhang mit dem Individuum zu sehen. Es gibt so Zeitgenossen, die geben halt gerne Gas, auch wenn die Ampel vorne auf Rot steht. Nur ein Aspekt, und so summiert sich das. So manche Mammi fahrt gerne mit dem Cayenne ihre Schrazen in die Schule (2 km laufen oder mitm Bus? UNDENKBAR! UND DANN DIE ÜBERSICHT in diesem SUV, einfach geil). Vernunft kann man nicht verordnen. Es sei denn man institutionalisiert einen absoluten Polizeistaat, der alles und jedes ahndet. Wollen wir das? Ich nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am März 18, 2007, 19:01:18
nach anzunehmen war, dass hier eine andere Schraube als die des Vebrauchs zu drehen sei.

nicht ganz

Auf der Anderen Seite steht das gebundene CO2 – gebunden hauptsächlich in Pflanzen.

Wir müssen überhaupt nicht von den bösen Autos reden, solange die großen Wälder der erde gerodet werden …
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 18, 2007, 21:11:16
Wir müssen überhaupt nicht von den bösen Autos reden, solange die großen Wälder der erde gerodet werden …

Betrachtet man die Beiträge emissionsverursachender Prozesse zum Treibhauseffekt global, dann tragen der Energieverbrauch zu ca. 50 Prozent, die Vernichtung und der Raubbau der Wälder zu ca. 15 bis 20 Prozent dazu bei. Außerdem kommen 15 Prozent der Treibhausgase aus der Landwirtschaft (Methan durch Rinderhaltung, Reisanbau und Mülldeponien) und bis zu 20 Prozent aus der Anwendung der Chemieproduktion ( FCKW, FKW und Halone) hinzu.
...
Der Ausstoß energiebedingter Treibhausgase in Deutschland liegt sogar weit über 80 Prozent.
Quelle (http://www.wdr.de/themen/politik/1/hart_aber_fair/faktencheck_070117/index.jhtml?rubrikenstyle=politik)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 18, 2007, 22:12:43
Laut Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/CO2#CO2_in_der_Atmosph.C3.A4re_und_Treibhauseffekt) liegt die weltweite Kohlendioxid Emission bei 32 Milliarden Tonnen. Geteilt durch 6,6 Milliarden Menschen ergeben sich 4,8 Tonnen CO2 Emission pro Mensch pro Jahr. Der UN Klimarat fordert (http://www.stern.de/wissenschaft/natur/:Klimawandel-Die-Uhr--/580719.html?eid=580852) - ich vereinfache mal - 60 % Reduktion bis zum Jahr 2050. Das wären dann 19 Milliarden Tonnen. Geteilt durch dann 9 Milliarden Menschen ergäben sich 2 Tonnen maximal gewünschter CO2 Emission pro Mensch pro Jahr. Das ist die Zahl nach der ich gesucht habe.

Die Forderung an uns lautet also die CO2 Emission von jetzt durchschnittlich 10 t pro Person um 80 % zu reduzieren.

Gegenrechnungen erwünscht. 8)


P.S. 23:00 Uhr:
Hier (http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/daten/treibhausgase.htm) wird zwar nix vorgerechnet, aber ähnliches behauptet:

Forderung der Klimaforscher: maximal 3 Tonnen CO2 pro Kopf im Durchschnitt weltweit, um die globale Erwärmung auf 2 °C im Vergleich zum vorindustriellem Niveau zu begrenzen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 18, 2007, 22:21:16
Das schaffe ich nicht. Ich verbrauche bereits, nur um Geld zu verdienen, bereits ca. 3,8to...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 18, 2007, 22:29:59
Die Diskussion schaue ich morgen vielleicht noch mal genauer an, ist ja recht übersichtlich. Nur kurz weil angesprochen.

@Florian: deshalb verstehe ich dein Argument der eingeschränkten Lebensqualität oder Entscheidung nicht (finde gerade deine Textstelle nicht). Wenn die AI sich auf die neuen Bedingungen einstellt, gibt 's genauso teure Luxusautos wie jetzt auch, nur eben ohne CO2 Ausstoß.

AI = Artifical Intelligence?

Natürlich werden die Entscheidungen eingeschränkt, wenn ich viel und/oder schnell fahren will, dürfte ich das nicht mehr. Manche fahren auch einfach so gerne.

Nicht nur das: Viele Leute werden zu massiven Veränderungen gezwungen. Etwa müssten sehr viele Leute umziehen, näher an die Arbeit. Im heutigen Jobumfeld käme es mitunter zu ständigen Umzügen, nicht nur dank unserer unterschiedlichen Schulsysteme gerade für Familien eine Tortur.
Die Preise in den Städten würden enorm steigen und der weitläufige ländliche Raum weiter austrocknen. Krankenhäuser und Schulen würden noch häufiger geschlossen, was wiederum die Wege der verbleibenden Bevölkerung immer weiter machen würde (alles Trends, die wir schon längst sehen!) und das bei einer Ausstoß-Obergrenze!
Zum anderen gibt es z.B. selbstsständige Außendienstler - oder Behinderte, die ohne Auto nirgends mehr hinkommen - oder Leute, die das kulturelle Leben ehrenamtlich bereichern und daher viel unterwegs sind - oder - oder - oder. Und was ist mit dem Urlaub, der nun mit einer Autoreise verbunden ist, anstatt einer Flugreise?
Etc.

Da halte ich für viel eleganter, mit finanziellen Anreizen, müssen ja nicht nur höhere Abgaben sein, daß Verhalten der großen Mehrheit zu steuern. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen.

Zitat
Vergleiche doch mal mit der Feinstaubverordnung. Das ist doch auch nix anderes: alle Dieselfahrzeuge ohne Feinstaubfilter dürfen in Innenstädten bei gewissen Bedingungen nicht fahren, fertig.

Das ist ja auch der totale Blödsinn mit stark autoritärer Schlagseite, der so gut wie nichts bringen wird außer das man in den Innenstädten keine Oldtimer mehr sehen wird. Alles nur um vorzutäuschen, man könnte und würde einfach was ändern.
Aber immerhin können fast alle Betroffene  mit relativ wenig Aufwand das Auto nachrüsten. Wie oben ansatzweise aufgezeigt, wären die Verwerfungen bei Deinem Vorschlag sehr viel größer. Und gerechter ist er eben auch nur auf den ersten Blick.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 18, 2007, 22:31:10
Das schaffe ich nicht. Ich verbrauche bereits, nur um Geld zu verdienen, bereits ca. 3,8to...

Im Jahr 2050 gibt es hoffentlich noch deutlich effektivere Transportvehikel als einen Smart.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 18, 2007, 22:32:01
Kann deiner Argumentation nicht folgen. Das klingt so als würdest du sagen: "die 10% der Sport- und SUV nehmen wir mal von einer CO2 Beschränkung aus, da sie sowieso nur 10% der Gesamtfahrzeuge ausmachen." Hä?

Komisch, dass es dir schwer fällt zu verstehen, was ich meine, die Anderen hier in der Diskussion haben es ja anscheinend verstanden.
Aber du legst mir dann einfach mal Dinge in den Mund, die so nicht gesagt und nicht gemeint sind.

Aber glücklicherweise bin ich ja nicht allein, flos Argumente verstehst du ja teilweise auch nicht.

Mitnichten habe ich behauptet, man müßte nur das Fahren von großen Autos reglementieren. Natürlich betrifft eine Reglementierung alle Autos.

Aber es kommt ständig die Argumentation mit den "großen" Autos und wie schwer die sind usw. Für mein Gefühl wird hier schon in zwei Lager geteilt. Und das habe ich versucht anzusprechen.

Ist doch logisch. Ich weiß nicht, ob es so schwer zu verstehen ist, darum wiederhole ich es nochmal: jedem Bürger steht ein Maximalwert an CO2 zu, den er mit dem KfZ ausstoßen darf. (Und zwar abhängig von der Anzahl der Personen im Haushalt, und nicht pro KfZ).Dann kann jeder selbst entscheiden, welches Auto er fahren will. Und wenn die Autoindustrie SUV und Supersportwagen verkaufen will -kein Problem. Sie braucht nur CO2 arme Motoren (Hybridantrieb, WasserstoffBrennstoffzelle etc.) in die Autos einbauen, und das Fahrvergnügen ist grenzenlos.

Es sagt doch keiner, dass es schwierig ist zu verstehen. Es ist einfach nicht nachzuvollziehen, wie man eine solche Idee für realitätsnah halten kann. Diese ganze SUV-Debatte ist meiner Meinung nach eh Augenwischerei.

Was ist mit Menschen, die zur Arbeit pendeln müssen?
Was ist mit Häusern, die älter sind und deren Verbrauch und Emission höher sind?
Etc. pp.

Allein solche Forderungen und Vorschläge mit bestimmten Grundsätzen des Rechtsstaats in Einklang zu bringen, wird maßlos scheitern.

-------------

Um ehrlich zu sein, glaube ich, daß die meisten Ausstattungsmerkmale in Autos für eine Klientel jenseits der 50 gebaut werden. Wer bitte außer Frauen braucht denn eine Einparkhilfe?

Da sehe ich ja das Niveau. Da spielt der Strike-Tag auch keine Rolle.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 19, 2007, 00:58:47
Jetz ist mir Safari abgeschmiert, also noch mal von vorn, nur kürzer:

Terrania, Polemik in allen Ehren, aber:

Eine Diskussion über Schuld im moralischen Sinne wurde hier nicht geführt.

Wer wird hier kriminalisiert? Das neuseeländische Rindviech? ;)
Wenn man für die Kosten, die man verursacht, zur Kasse gebeten wird, ist das keine Kriminalisierung.
Ob diese Kosten so anfallen, darüber kann man natürlich streiten.

Wo hat Gabriel das gesagt, was Du behauptest?

Das Deutschland alleine kaum etwas ausrichten kann, ist zweifelsohne richtig. Nicht aber Deine Behauptung der totalen Ignoranz anderswo.
Außerdem ist es in unserem eigenen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interesse, von fossilen Brennstoffen unabhängiger zu werden.


Tertinator:

Zitat
Wenn ich seinerzeit in Bio richtig aufgepasst habe, ist CO2 KEIN Klimakiller, sondern wird dringend von der Pflanzenwelt benötigt.

Tja, aber inwiefern können die Pflanzen das in die obere Atmosphäre entwichene CO^2 denn nutzen? Geht es wieder in den Kreislauf der Natur über, gelangt in Bodennähe und damit an die Pflanzen? Und wann?
Ich weiß es nicht, mein Bauchgefühl sagt mir aber das genau hier der Unterschied ist zu dem CO^2, das ins Gewächshaus geblasen wird.

Zitat
Nicht zu verwechseln mit Schwefelwasserstoffen oder Chlorwasserstoffen.
Auch als Ozonloch-Fresser ist KohlenDIoxid wenig geeignet, da es sich sonst zu CO3  umwandeln müsste, welches sehr instabil ist und sofort wieder in CO2 und Sauerstoff zerfällt.

Hat ja auch niemand behauptet.

Zitat
Das es in den letzten 150 Jahren ein Anstieg an Kohlendioxid auf der erde kam, liegt eher daran, dass CO2-Nutzer wie Pflanzen zumindest in Europa ziemlich dezimiert wurden.

Das Abholzen großer Waldflächen hat natürlich Auswirkungen, die Zeitläufte scheint mir aber eine andere. Außerdem ist Europa eine kleine Halbinsel am westlichen Ende Asiens.

Zitat
Meine Lösung wäre: Dafür zu sorgen, dass Kohlendioxid wieder gebunden wird – mit Hilfe von Algen – welche dann wieder zu Benzin raffiniert werden …
Solch ein Kreislauf wäre ebenfalls äußerst Umweltfreundlich.

In der Tat gibt es Versuche, die CO^2-Emissionen von Kraftwerken Algenplantagen zuzuführen und diese dann zu Biothanol oder was auch immer zu raffinieren. Dabei gibt es natürlich auch Schwierigkeiten, von der Abtrennung des CO^2s von den restlichen Schadstoffen bis zum Flächenbedarf der Algenplantagen und der Effizienz.

Zitat
Übrigens glaub ich auch, dass Sonnenkollektoren zur Erwärmung der Erde Beitragen – schließlich wird der Erzeugte Strom zu 100%-(10^27) in wärme umewandelt …

???

Zitat
<Nachtrag:> ein einziger Vulkanausbruch würde übrigens unsere ganzen Einsparversuche wieder zunichte machen…

Eine wohl äußerst wacklige Behauptung. Einen durchschnittlichen Vulkanausbrich gibt es ja so nicht. Wenn man mal einen ganz großen nimmt, macht der vielleicht zwei Jahre des derzeitigen menschlichen Ausstoßes aus.
Vor allem aber schleudert so ein Vulkan ja auch anderes in die Luft, diese wahre Schwefelschleuder. Daher haben Vulkanausbrüche die Eigenschaft, die Sonneneinstrahlung zu vermindern. Dieser Effekt, da ist man sich wohl einig, überwiegt die des CO^2s bei weitem.
In der Tat gäbe es durchaus die Möglichkeit, ein oder zwei spezielle Atombomben zu zünden und damit massiv Dreck in die Atmosphäre zu bringen und die Temperaturen würden gleich ganz schön sinken. Bin mal gespannt, welcher Politiker das als erstes vorschlägt...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Locusta am März 19, 2007, 01:46:57
Forderung der Klimaforscher: maximal 3 Tonnen CO2 pro Kopf im Durchschnitt weltweit, um die globale Erwärmung auf 2 °C im Vergleich zum vorindustriellem Niveau zu begrenzen.

Und wer gibt mir die Garantie, dass das auch wirklich so ist? Wer gibt mir die Garantie, dass das CO2 an der Klimaerwärmung schuld ist? Es gab schon vor millionen von Jahren ähnliche Phänomene. Die Temperatur steigt an und keiner weiß warum und ich glaube nicht, dass die Dinos damals schon extrem viel CO2 produziert haben, dass die durch ihre Fürze die Erde erwärmt haben...

Von daher: Solange es keine Beweise gibt, dass eine CO2-Reduktion wirklich was bringt, ist es im Grunde eigentlich unfug spezielle Steuern order irgendwas einzuführen. Klar, die Erde erwärmt sich aber das macht sie immer. Entweder wird sie wärmer oder kälter.

Viel schlimmer finde ich es, dass der Drei-Schluchten-Damm die Umlaufbahn der Erde verändert, durch die große Masse, die sich dort quasi "polarisiert"... Auf der anderen Seite würde sie sich auch verändern, wenn die Polkappen abschmelzen ;).

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 19, 2007, 08:22:14
Wer gibt mir die Garantie, dass das CO2 an der Klimaerwärmung schuld ist?

Die Antwort ist klar: niemand. Auch unter günstigsten Bedingungen wird das nie jemand garantieren können. Immerhin handelt es sich ja um Prognosen. Und die sind bekanntlich schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Darauf hat ja auch Warlord bereits hingewiesen.

Die Argumentation erinnert mich aber an: "Ich kaufe einen Feuerlöscher nur, wenn man mir garantiert, daß mein Haus Feuer fangen wird."
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Locusta am März 19, 2007, 08:39:16
Die Argumentation erinnert mich aber an: "Ich kaufe einen Feuerlöscher nur, wenn man mir garantiert, daß mein Haus Feuer fangen wird."
Also so kann mans eigentlich nicht sehen - davon abgesehen habe ich eh keinen Feuerlöscher. Viel mehr sollte man es so sehen: Man hat einen Feuermelder in der Wohung, der plötzlich anfängt zu lärmen. Nun überlegt man sich, ob es wirklich feuer gefangen hat oder nicht. Nun hat man 2 Möglichkeiten: Entweder man wartet einfach und rennt dann entweder richtig in die Probleme rein oder man hat keine zusätzliche Arbeit. Die andere Möglichkeit ist, dass man anfängt Wassereimer bereit zu stellen, schon 112 fast am Telefon gewählt hat etz..

Ich bin mehr der Typ von Mensch der, durch zig Fehlalarme desensibilisiert, der sitzenbleibt und abwartet und dann noch versucht zu retten, was zu retten ist.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am März 19, 2007, 09:20:28
Flo: Der Gabriel hat das vor 14 Tagen in einem Interview gesagt. Ging auch durch die Presse, aber ganz smooth. Das mit der "Kriminalisierung" bezieht sich auf viele Dinge, die in letzter Zeit schleichend unsere Bürgerrechte beschneiden. Da ist vielleicht jetzt das Wort "Kriminalisierung" noch nicht ganz passend, aber ich warte nur drauf, bis:
1. der erste SUV-Fahrer, der rast aus dem Auto gezerrt wird und verprügelt wird
2. der erste Raucher auf der Straße geohrfeigt wird
3. PC-Nutzer in Beugehaft genommen werden weil sie keine Hintertüre aufmachen wollen für Bespitzelung
4. Die Wahrheit durch die Medien weiter verzerrt wird (wie beispw. CO2 von AKWS (obwohl ich keine AKWs möchte)/Kohlekraftwerken) daß Orwells 1984 wie ein Kinderbuch wirkt.
5. Rindviecher eine Methan und CO2-Steuer bekommen
6. auf Steaks und Fleisch eine spezielle CO2 Steuer kommt ...

man könnte die Liste unendlich weiterführen. Das hat nichts mit Polemik zu tun. Unsere Bürgerrechte werden in den letzten Jahren schleichend immer weiter eingeschränkt. Die AUFFASSUNG von Politikern geht sogar soweit zu sagen (ich zitiere): "Leider können wir das Rauchen in den eigenen 4 Wänden nicht verbieten" Heute ist es das Rauchen, morgen Alkohol, übermorgen irgendwas anderes und so weiter und so fort. Die Bevormundung durch unseren Staat geht mir dermassen auf den Senkel …

Man verdeutliche sich folgendes: Wird ein Raucher an einem Platz erwischt, wo er nicht rauchen darf, blüht ihm eine Strafe bis zu 3.000 Euro. Wenn derselbe Mensch mit seiner Superschleuder in der 30er Zone 70 fährt, Menschen direkt gefährdet dan kostet das einen Bruchteil. DAS meine ich mit Kriminalisierung. Und dieser Co2-Hype haut genau in dieselbe Kerbe. "Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie einen Städteflug nach London machen?" Nö. Habe ich nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 19, 2007, 10:08:49
man könnte die Liste unendlich weiterführen. Das hat nichts mit Polemik zu tun. Unsere Bürgerrechte werden in den letzten Jahren schleichend immer weiter eingeschränkt. Die AUFFASSUNG von Politikern geht sogar soweit zu sagen (ich zitiere): "Leider können wir das Rauchen in den eigenen 4 Wänden nicht verbieten" Heute ist es das Rauchen, morgen Alkohol, übermorgen irgendwas anderes und so weiter und so fort. Die Bevormundung durch unseren Staat geht mir dermassen auf den Senkel …

Ja, da hast Du schon Recht. Bin da absolut mit Dir. Mit geht die Verbots-, Einschränkungs- und Regelungs-Inflation auch mächtig gegen den Strich.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 19, 2007, 11:11:12
@Florian:
Ich verstehe dein Argument der Einschränkung der Lebensgewohnheiten sehr gut, teile sie aber nicht uneingeschränkt (wie du sicher bemerkt hast ;)).
1. Ich verstehe folgendes nicht: wieso wärst du eher dazu bereit, eine CO2 Abgabe fürs Autofahren aus eigener Tasche zu bezahlen anstatt die AI dazu zu zwingen, durch eine CO2 Begrenzung Autos zu entwickeln, die vielleicht übehaupt kein CO2 Ausstoßen? Die Erfahrung hat doch gezeigt, daß ohne staatl. Verordnung/Gesetze keine Industriebetrieb von sich in umweltfreundliche Techniken investiert. Auch die AI nicht. Gutes Beispiel ist Kalifornien. Dort gibt's die schärfsten Abgasemissionsgesetze für KfZ. Und was passiert? Auf einmal entwickelt Toyota das Hybridauto zur Marktreife.

2. Der Klimawandel, der laut Quarks&Co (http://www.quarks.de/dyn/24071.phtml) längst eingetreten ist, zerstört den Lebensraum von Millionen von Menschen. Allein der Anstieg der Meeresspiegel beraubt z.B. Millionen von Bewohner der Inselstaaten im Pazifik ihrer Heimat. Angesichts der Tragweite des Problems fände ich den Umzug näher hin zum Arbeitsplatz zumutbar. Wobei bei Umweltschonenden Motoren das gar nicht notwendig wäre. (Zumal der Trend u.a. wegen unkalkulierbarer Kosten des KfZ-Verkehrs und gestrichenen steuerlichen Vergünstigungen wieder zum Leben in der Stadt tendiert.)

3. Erdöl wird ja nicht nur zum verbrennen gebraucht. Viel wichtiger ist doch noch die Verwendung in der Chemischen Industrie bzw. in der Pharmaindustrie. Wenn dich einmal deine Urururenkel fragen, wieso wir im 20. und 21. Jahrhundert einen so wertvollen Rohstoff einfach verbrannt haben obwohl man wußte, daß dessen Vorrat nur begrenzt ist, was antworteste denn dann? Vielleicht gibt es bis dahin ja andere Möglichkeiten, fossilen Brennstoff (ev. teuer) herzustellen, dann erübrigt sich diese Frage. Was aber, wenn nicht?

@daveinitiv: scheint bei dir Pavlovsche Reflexe auszulösen, wenn man einen anderen Standpunkt vertritt als du.
Zitat
Diese ganze SUV-Debatte ist meiner Meinung nach eh Augenwischerei.
Hab ich schonmal gesagt: es betrifft grundsätzlich jedes KfZ mit Verbrennungsmotor für fossile Brennstoffe.

Zitat
Was ist mit Menschen, die zur Arbeit pendeln müssen?
ÖPNV, KfZ mit alternativen Motoren (Hybrid, Brenstoffzelle, elektroSolar, etc)
Zitat
Was ist mit Häusern, die älter sind und deren Verbrauch und Emission höher sind?
Etc. pp.
staatl. geförderte Modernisierung der Heizanlage, der Außenisolierung etc. Meinste denn, die Emissionsgrenzwerte für Privathaushalte sind in den letzten 50 Jahren nicht verschärft worden? Versuch mal heute, eine Heizanlage aus den 70ern in Betrieb zu nehmen. Jeder Schornsteinfegermeister würde in schallendes Gelächter ausbrechen.
Zitat
Allein solche Forderungen und Vorschläge mit bestimmten Grundsätzen des Rechtsstaats in Einklang zu bringen, wird maßlos scheitern.
Welche Grundsätze sollten das denn sein, bitte?

Zitat
Die Bevormundung durch unseren Staat geht mir dermassen auf den Senkel …
Zitat
Ja, da hast Du schon Recht. Bin da absolut mit Dir. Mit geht die Verbots-, Einschränkungs- und Regelungs-Inflation auch mächtig gegen den Strich.
In manchen Bereichen sicher. In manchen ist sie sinnvoll. Gäbe es aber keine Regelungen für Umweltschutz, könntest du im Rhein wie vor 30 Jahren deine Photos entwickeln - wenn du keine Digikamera benutzen würdest  ;D.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 19, 2007, 11:35:37
Autos zu entwickeln, die vielleicht übehaupt kein CO2 Ausstoßen?
Sorry, aber wie surreal und grotesk soll denn Deine Argumentation noch werden? Es braucht bloss noch einer endlich das Perpetuum Mobile zu erfinden und alles wird gut.  ::)

Zitat
2. Der Klimawandel, der laut Quarks&Co (http://www.quarks.de/dyn/24071.phtml) längst eingetreten ist, zerstört den Lebensraum von Millionen von Menschen. Allein der Anstieg der Meeresspiegel beraubt z.B. Millionen von Bewohner der Inselstaaten im Pazifik ihrer Heimat.
Das ist IMO auch eine einseitig pessimistische Sichtweise. Ja, es wird Verlierer geben, wenn der Klimawandel weitergeht. Wie Florian schon erwähnt hat, wird es aber ebenso Gewinner geben, die von einer Erwärmung profitieren werden.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am März 19, 2007, 11:36:30
Moooment: Der Rhein ist ja wohl eine ganz andere Nummer, die damit nichts zu tun hat. Das hat sich seit den 70er Jahren dank der Umweltauflagen (zurecht) verbessert. Es ist ja nicht so, daß ich gegen den Umweltschutz bin. Immerhin haben in den 70er Jahren gewisse Leute ihren Ölwechsel fein im Wald gemacht und den Zeugs einfach ins Grundwasser verklappt (um nur ein Beispiel zu nennen). Da mußte sich was tun. Keine Frage.

Was ich allerdings völlig daneben finde ist die Art und Weise, wie die Herrschaften immer alles mit "Kosten" aus der Welt schaffen wollen. Emissionshandel: Was für ein Schwachsinn. Am Problem ändert das erst mal nichts. Die Emissionen sind weiter da, es wird halt "verkauft". Dann die Plakettenwut der Deutschen: Ich fahre ein Euro4 Auto. Wenn ich es richtig verstehe MUSS ich eine Euro4 Plakette für wasweißichwieviel Euro kaufen, damit ich in bestimmte Stadtgebiete reinfahren kann. mache ich das nicht, setzt es eine Strafe. Dabei ist mein Fahrzeug gar nicht ohne Euro 4 zu haben … Diese Sachen nerven mich unendlich. Alles wird geregelt durch Verordnungen, Plaketten, Ablasshandel etc. Am Problem selbst wird NIX gemacht.

Wäre das in den 70er so gewesen, hätte die Industrie am Rhein schlich ein paar Eurofuffzig für ihren "Verschutzungsanteil" bezahlt, der Rhein wäre heute so dreckig wie eh und je, aber der Staat hätte ne Stange Geld verdient. Ist das die Lösung???
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 19, 2007, 11:38:19
Zitat
Allein solche Forderungen und Vorschläge mit bestimmten Grundsätzen des Rechtsstaats in Einklang zu bringen, wird maßlos scheitern.
Welche Grundsätze sollten das denn sein, bitte?

Was Dir anscheinend vorschwebt, wäre ein reichlich totalitärer Staat.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 19, 2007, 12:09:33
Zitat
Allein solche Forderungen und Vorschläge mit bestimmten Grundsätzen des Rechtsstaats in Einklang zu bringen, wird maßlos scheitern.
Welche Grundsätze sollten das denn sein, bitte?

Was Dir anscheinend vorschwebt, wäre ein reichlich totalitärer Staat.
Nenn doch mal einen der Grundsätze unseres Staates, den du durch eine CO2 Reglementierung bedroht siehst?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 19, 2007, 12:45:04
wird es aber ebenso Gewinner geben, die von einer Erw?mung profitieren werden.

Ergänzend möchte ich anfügen: Der jüngste UN Klimabericht behauptet, daß es bei einer Klimaerwärmung in der Summe deutlich mehr Verlierer als Gewinner geben wird.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am März 19, 2007, 14:32:59
Es ist schon seltsam, wie durch gezielte Unterschlagung von Informationen Diskussionen losgetreten werden, die bei objektiver Betrachtung völlig hanebüchen sind.

Dazu ein paar Hausaufgaben für unsere Internet-Rechercheure (ich selbst habe keine Zeit dazu):

1. Wieviel CO2 erzeugt weltweit die Industrie absolut und wieviel wird absolut durch PKWs erzeugt? IMHO ist eine Reglementierung der PKWs genauso wirkungsvoll, wie wenn ich ab sofort keinen Tropfen Alkohol mehr trinke in der Hoffnung, daß ich so die Problematik der Alkoholsucht weltweit löse.
2. Gibt es vernünftige Zahlen darüber, wieviel mehr CO2 in der Atmosphäre verbleiben durch die absolut hirnrissige Abholzung der Urwälder Südamerikas zugunsten saftiger argentinischer Steaks und wieviel Methan durch diese Unmengen an Rindviechern in die Atmosphäre gelangen?
3. Gibt es vernünftige Zahlen darüber, wieviel Tonnen Methan durch das langsame Auftauen der Permafrostböden zB in der Tundra in der nächsten Zeit freigesetzt werden?

Und dann noch einen Denkanstoß: eine Begrenzung des CO2-Ausstosses Pro Kopf oder Kilometer im eigenen PKW ist IMHO völlig daneben, da hier das Problem dann nur in andere Bereiche verlagert wird. Auch der ÖPNV und andere Verkehrsmittel belasten direkt oder indirekt die Umwelt mit CO2. Steigen mehr Menschen darauf um, müssen auch mehr Vehikel eingesetzt werden. Ist zwar in der Summe zwar immer noch besser, aber trotzdem sieht die Bilanz dann nicht mehr ganz so rosig aus.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 19, 2007, 14:50:33
@daveinitiv: scheint bei dir Pavlovsche Reflexe auszulösen, wenn man einen anderen Standpunkt vertritt als du.

Ach, scheint es das? Ich soll also meinen Standpunkt nicht vertreten können? Dann ist es ein Pawlow'scher Reflex, wenn ich das mache?
Eigenartig deine Vorgehensweise mit dem Argumentum ad personam. Warum du auf eine unsachliche, persönliche Ebene gehst, kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn du aber schon in solchen Kategorien arbeiten musst, dann empfiehlt es sich, dass man sich mit der Thematik genauer Auseinander setzt. Einfach den hochwissenschaftlichen Begriff "Pawlow'scher Reflex" zu benutzen, damit stellt man sich mitunter selbst bloß.
Denn das, was du meinst, ist in keiner Art Klassische Konditionierung, sondern höchstens Operante (Instrumentelle) Konditionierung. Meiner Meinung nach passt auch dieser Begriff nicht in eine Diskussion, aber das mag jeder anders sehen, vielleicht versteht auch jeder etwas Anderes darunter.
Möglicherweise benutzt du den Ausdruck ja auch nur idiosynkratisch.

ÖPNV, KfZ mit alternativen Motoren (Hybrid, Brenstoffzelle, elektroSolar, etc)

Wenn jemand pendeln muss (und es kann nicht jeder einfach umziehen, wurde hier in dem Thread aber auch schon mal erläutert) und dafür mit dem Auto eine halbe Stunde braucht, dann ist es nicht akzeptabel, wenn man mit dem ÖPN eine Stunde oder länger braucht. Da gibt es auch nicht viel zu debattieren.
Und der Verweis auf KFZ, mit den dementsprechenden Antrieben, da liegt ja schon das Problem, dass nicht jeder mal eben das Geld für solch einen Kauf erübrigen kann.

staatl. geförderte Modernisierung der Heizanlage, der Außenisolierung etc. Meinste denn, die Emissionsgrenzwerte für Privathaushalte sind in den letzten 50 Jahren nicht verschärft worden? Versuch mal heute, eine Heizanlage aus den 70ern in Betrieb zu nehmen. Jeder Schornsteinfegermeister würde in schallendes Gelächter ausbrechen.

Es geht nicht darum eine alte Wärmeanlage zu installieren, davon habe ich nicht gesprochen und es ist wohl auch ziemlich klar, dass ich so etwas nicht meine. Es geht um die Häuser, die Anlagen haben, die diese eventuellen Forderungen nicht erfüllen würden.
Der Staat fördert zwar, aber übernimmt nicht alle Kosten. Und es ist nicht jeder in der Lage, solch einen finanziellen Aufwand zu betreiben, einfach weil das Geld nicht da ist. Wenn es in deinem Umfeld nicht der Fall ist und jeder diese Möglichkeit hat, ist das toll, aber es stellt keine Allgemeingültigkeit dar.

Was würde passieren, oder besser, welche Lösung schlägst du vor, wenn, nach deinem Ansatz diese Grenze des CO2 Ausstoßes gekommen ist, der Bürger X sich nicht dieses Fahrzeug kaufen kann und seine Wärmeanlage nicht modernisieren kann und er im September seine "CO2-Punkte" aufgebraucht hat? Dann soll er unbezahlten Urlaub bis zum Jahreswechsel nehmen? Den Winter über nicht heizen? Bin interessiert eine Lösung zu dieser Konstellation zu hören.

Welche Grundsätze sollten das denn sein, bitte?

ZB Gleichheitsprinzip, Verhältnismäßigkeitsgrundsatz.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 19, 2007, 16:09:55
@Patrick, auch ich hab grad nich so viel Zeit, deshalb nur grob:


zu 1. & 2.

   (http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/daten/globus/m1018.jpg)
http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/daten/globus/index.htm

Den KfZ Anteil am Transport schätze ich auf 50 % - also auf 7 % ;D - im Vergleich zu 14 % Industrie. Die Zahlen für Deutschland aus dem Kopf: 18 % Industrie, 18 % KfZ, 50 % Gebäudeheizung. Ohne Gewähr.

außerdem zitierte ich dazu bereits hier:
Betrachtet man die Beiträge emissionsverursachender Prozesse zum Treibhauseffekt global, dann tragen der Energieverbrauch zu ca. 50 Prozent, die Vernichtung und der Raubbau der W?der zu ca. 15 bis 20 Prozent dazu bei. Außerdem kommen 15 Prozent der Treibhausgase aus der Landwirtschaft (Methan durch Rinderhaltung, Reisanbau und Mülldeponien) und bis zu 20 Prozent aus der Anwendung der Chemieproduktion ( FCKW, FKW und Halone) hinzu.
...
Der Ausstoß energiebedingter Treibhausgase in Deutschland liegt sogar weit über 80 Prozent.
Quelle (http://www.wdr.de/themen/politik/1/hart_aber_fair/faktencheck_070117/index.jhtml?rubrikenstyle=politik)

Schnell gemacht ist auch der persönliche CO2 Check (http://www.bayern.de/lfu/luft/co2_rechner/index.html). Der sagt Dir auch wie groß der CO2 Anteil deines Autos ist und wie sich dieser Anteil zum Weltdurchschnitt (4,8 t), Deutschlanddurchschnitt (10 t), oder zum Ideal (3 t) verhält. Oder ob es effektiver ist die Wohnung zu sanieren.


Nach Studium diverser Zahlen komme ich nämlich zu der Einschätzung: in Deutschland wäre es die effektivste Maßnahme Altbauten (85 % des Wohnraums) auf Energiesparen zu trimmmen. Davon hört und sieht man erschreckend wenig.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am März 20, 2007, 00:39:29
@radneuerfinder: danke, auf Deine Mithilfe hatte ich gehofft. Interessant wäre noch zu wissen, ob bei der Torte tatsächlich alle Treibhausgase zugrunde gelegt wurden oder wieder mal nur das CO2.

Bei Energiegewinnung fällt mir ein, daß die doch tatsächlich vor kurzem irgendwo in deutschen Landen wieder 2 Kohlekraftwerke genehmigt haben. Die Dinger blasen ja nun wirklich überhaupt nix in die Luft, nee...

Ansonsten sehe ich Deine Einschätzung ähnlich: statt wirklich effektive Maßnahmen zu ergreifen gibt's mal wieder nur Reglementierung und Verbote. Ist ja auch einfacher durchzusetzen wie eine Vollisolierung eines Altbaus, das kostet ja richtig Geld.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Locusta am März 20, 2007, 01:45:27
Schnell gemacht ist auch der persönliche CO2 Check (http://www.bayern.de/lfu/luft/co2_rechner/index.html). Der sagt Dir auch wie groß der CO2 Anteil deines Autos ist und wie sich dieser Anteil zum Weltdurchschnitt (4,8 t), Deutschlanddurchschnitt (10 t), oder zum Ideal (3 t) verhält. Oder ob es effektiver ist die Wohnung zu sanieren.


Zitat
Gesamtergebnis:
Persönliche Bilanz
7,79

Durchschnitt Deutschland
10,4

Also ich "darf" noch mehr CO2 verbrauchen, wenns nach dem Rechner geht ;).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 20, 2007, 05:49:07
Nach dem Rechner sind wir weit unter Durchschnitt. Wenn ich meine Fahrerei zur Arbeit nicht hätte, wären wir hier geradezu vorbildlich.

Und dann noch das... ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 20, 2007, 08:12:34
Gestern gab 's in der ARD vom Südwestrundfunk eine Doku über die Modernisierung zweier Wohnblocks Baujahr 1968 (http://www.swr.de/tschuess-oel-ciao-gas/index.html). Hat zwar nichts mit KfZ zu tun...Durch Isolierung, Wärmeverglasung, Holzpelletsheizung und und Blockkraftwerk will man die ständig steigenden Heiz/Nebenkosten um 70 % Senken und sich vollständig von fossilen Brennstoffen unabhängig machen. Die Vorgabe für dieses Projekt war, dass die Erneuerungskosten von glaube ich 4 € /qm nicht durch Mieterhöhung sondern durch Einsparungen der Heizkosten finanziert werden. Wenn das Projekt erfolgreich ist, wäre das, durch mehr finanzielle staatliche Unterstützung, eine Möglichkeit, Altbauten zu modernisieren (womit die eine oder andere noch offene Frage vielleicht beantwortet wäre?). Wobei es bei dem Projekt vorrangig gar nicht um Begrenzung des CO2 Austoßes sondern um die Reduzierung der Nebenkosten ging, die z.T. 1/3 der monatlichen Gesamtkosten ausmachen und von den Mietern (fast) nicht mehr bezahlbar waren.

Ach ja, wäre schön, wenn man nicht einfach Stichworte in die Diskussion einwirft, sondern diese auch näher erläutert, damit die Niveaulosen unter uns - falls es noch andere gibt ausser mir- nicht ständig nachfragen müssen...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am März 20, 2007, 08:55:13
Laut des CO2 Rechners liegt unser Haushalt auch weit unter dem Durchschnitt. Der größte Batzen dabei ist die Mobiliät (ca. Durchschnitt). Der Anteil fürs Wohnen beträgt nur 1/3 des Durchschnitts  :o (staun!).
Man kann aber doch an dem Ergebnis schön sehen, wieviel der CO2 Ausstoß des KfZ an der persönlichen Bilanz ausmacht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am März 20, 2007, 17:52:44
Ja wie jetzt?

Da bin ich 6 stunden nicht da, und es ist immer noch kein neuer Beitrag hier geschrieben?

;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am März 20, 2007, 19:02:17
O.k. da leg' ich gleich noch einen nach - wenn ich schon nichts wirklich Wichtiges beitragen kann...

Ich finde die Auswahlmöglichkeiten der Abstimmung schlecht. Sie geht nur bis 2000ccm. Meiner Ansicht nach reicht dies für den typischen deutschen Autofahrer überhaupt nicht aus. Man sollte die Umfrage etwas aufbohren. So bis 5 L Hubraum - das deckt dann den größten Teil der Autos ab.  8)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 20, 2007, 19:08:29
Du meinst aufbohren, wie du es mit deinem Motor getan hast?  :P ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 20, 2007, 19:13:33
Nö, FOX musste nichts aufbohren, um auf 5l zu kommen. Der musste eher auffüllen.  ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 20, 2007, 19:34:12
Um Kraftstoff und Ressourcen zu schonen, hat FOX wahrscheinlich den verbrauchsarmen Motor vom Leo II sich reingebaut. Damit er auch untenrum bisschen Schub hat. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am März 20, 2007, 19:40:08
Du meinst aufbohren, wie du es mit deinem Motor getan hast?  :P ;D

Ne, der kam ab Werk mit einem geschmeidigen 4,7L V8. Da braucht man nix mehr machen. Das passt so   8)
(Bevor ich mir jetzt den Unmut einiger Mitleser zu ziehe, sei noch gesagt, dass der Verbrauch nicht so hoch ist, wie mancher glauben mag.)

p.s. Kennst Du den Durchschnittsverbrauch des Leo 2? Diese Seite (http://www.panzerbaer.de/types/bw_kpz_leopard_2_a6-a.htm) behauptet einen Verbrauch von nur 218 Liter auf 100km bei stattlichen 60 Tonnen. Das hätte ich mir schlimmer vorgestellt.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 20, 2007, 19:50:12
Du fährst ein Ingolstädter Produkt?

Ist wirklich nicht so viel, ca. 3,63 Liter auf eine Tonne Masse, da hält so manches KFZ nicht mit.
Aber das würde ja noch weiter in der Diskussion führen, denn man sollte eh nicht vom absoluten Verbrauch bei einer solchen Diskussion ausgehen, sondern dem Verbrauch in Relation zum Gewicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 20, 2007, 21:44:08
man sollte eh nicht vom absoluten Verbrauch bei einer solchen Diskussion ausgehen, sondern dem Verbrauch in Relation zum Gewicht.
... der Insassen :P
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am März 21, 2007, 01:25:18
Du fährst ein Ingolstädter Produkt?

Dave, das hätte ich nicht von Dir erwartet! Du kennst Dich doch mit solchen Sachen aus....
Aus Ingolstatt komme entweder Fahrzeuge die nachträglich einen Spoiler verpasst bekommen, oder schöne Autos, die maximal 4.2 Liter Quattro-Antrieb haben.

Bei 4.7 Liter bewegen wir uns im "Small-Block-Bereich" der US-Motorenentwickklung. In unseren Breitengraden gibt es relativ wenig Fahrzeuge, in die dieses "urarmerikanisches Agregat" eingebaut wurde. Dieser Motor wurde ungefähr so oft produziert, wie bei uns der 200D von Mercedes. Eine Chance gebe ich Dir noch....
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 21, 2007, 01:52:36
Dave, das hätte ich nicht von Dir erwartet! Du kennst Dich doch mit solchen Sachen aus....
Aus Ingolstatt komme entweder Fahrzeuge die nachträglich einen Spoiler verpasst bekommen, oder schöne Autos, die maximal 4.2 Liter Quattro-Antrieb haben.

 :-X :-[ Bin ich wegen der unrunden Komma 7 drauf hängen geblieben. Hast mich erwischt.

Eine Chance gebe ich Dir noch....

Ich werde in mich gehen müssen …
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am März 21, 2007, 02:00:19
Dieser Motor wurde ungefähr so oft produziert, wie bei uns der 200D von Mercedes.
Der Chevi-Block ist AFAIK immernoch der meistgebaute Motor der Welt. Guckst Du hier (http://en.wikipedia.org/wiki/Chevrolet_Small-Block_engine).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 21, 2007, 18:01:09
Ich bringe noch einen anderen Aspekt in die Diskussion ein. Wie sieht es mit dem Rauchen aus, den Leuten, die rauchen? In dem Berechnungsschlüssel, der auf der Internetseite ist, taucht kein Parameter für Raucher oder Nichtraucher auf.

Ich habe jetzt eine ganz grobe Rechnung angestellt. Ausgehend von 10 Kubikmetern Luft, die der Mensch am Tag atmet und bei einem Raucher pro Kubikmeter Luft 5000 mL durch die Zigarette an CO2 emittiert wird, sind das pro Jahr 18,5 Kubikmeter CO2 pro Person (habe ich da richtig gerechnet? Bin doch Dyskalkuliker, muss um bis 20 zählen zu können meine Schuhe ausziehen  :-[). Bei ca. 20 Millionen Rauchern macht das dann 370 Millionen Kubikmeter.

In meinen Augen auch kein zu vernachlässigender Faktor.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 21, 2007, 18:55:55
Bin mir nicht ganz sicher, wie ernst Dein Beitrag gemeint ist.
Wenn Du das ausrechnen willst, bauchst Du nur den Gesamtverbrauch und die Menge CO^2, die bei Verbennen von Tabak entsteht. Die Ernte ist laut Wikipedia 7 Millionen Tonnen pro Jahr, den zweiten Wert konnte ich nicht finden. Den Durchschnittsraucher kriegst Du dann per Gesamtraucherzahl heraus. Pro Zigarette wird es recht schwierig, da sie ja unterschiedliche Mixturen und Gewichte haben.
Bedenke aber das Tabak eine Pflanze ist, die den Kohlenstoff vorher aufgenommen hat.

Ein CO^2-Problem am Tabak ist also nur dadurch bedingt, daß Wälder für Tabakplanatagen abgeholzt werden und natürlich durch Verarbeitung und Transport. Also genau wie beim Bio-Ethanol.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 21, 2007, 19:19:16
Bin mir nicht ganz sicher, wie ernst Dein Beitrag gemeint ist.

Öhm, warum? :-!

Wenn Du das ausrechnen willst, bauchst Du nur den Gesamtverbrauch und die Menge CO^2, die bei Verbennen von Tabak entsteht. Die Ernte ist laut Wikipedia 7 Millionen Tonnen pro Jahr, den zweiten Wert konnte ich nicht finden. Den Durchschnittsraucher kriegst Du dann per Gesamtraucherzahl heraus. Pro Zigarette wird es recht schwierig, da sie ja unterschiedliche Mixturen und Gewichte haben.

Ich wollte nur einen Ansatz für die CO2 Gesamtemission der Raucher in Deutschland (für mich).

Bedenke aber das Tabak eine Pflanze ist, die den Kohlenstoff vorher aufgenommen hat.
Ein CO^2-Problem am Tabak ist also nur dadurch bedingt, daß Wälder für Tabakplanatagen abgeholzt werden und natürlich durch Verarbeitung und Transport. Also genau wie beim Bio-Ethanol.

Das ist doch auch nur alles eine Frage des Bezugsystems, meiner Meinung nach. Die fossilen Brennstoffe/Ressourcen sind ja auch nur Pflanzen die über einen Zeitraum x zu dem geworden sind, was uns einen Nutzen draus ziehen lässt. Also wurde das CO2 ja auch zu dem damaligen Zeitpunkt gebunden.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 21, 2007, 19:39:35
Was Du nicht sagst...  8)

Ist nicht alles eine Frage des Bezugssystems?

Der Unterschied zwischen Öl und Tabak wird Dir aber wohl einleuchten.

Und zur Menge:
Laut IEA wurden 2005 täglich (!) 83,2 Millionen Barrel Erdöl verbraucht, wenn wir mal eine durchschnittliche Dichte annehmen waren das ca. 11.4 Tonnen. Tabakernte, wie gesagt: 7 Millionen Tonnen jährlich.
Nur mal so von wegen Bezugssystem.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 21, 2007, 19:48:27
Ist nicht alles eine Frage des Bezugssystems?

Genau. Und alles ist relativ.  :P ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 21, 2007, 21:00:31
flo, ich wollte Tabakemissionen und Emissionen resultierend aus dem Verbrennen von fossilen Ressourcen nicht in eine relationsabhängige Bezugsgröße bringen, sondern einfach nur anmerken, dass es halt auch nicht unwesentliche Emissionen durchs Rauchen gibt.

Ich habe mich da wohl missverständlich ausgedrückt.  :-\
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 21, 2007, 21:08:29
Doch, sie ist unwesentlich. Zumindest so wie ich den Begriff definiere.

Aber egal.

In der Tat hat auch der Tabakanbau seine Schattenseiten: Teilweise werden wertvolle Wälder abgeholzt, nur um Tabak anzubauen, dann werden oft Pestizide en masse eingesetzt und noch andere schöne Sachen. Das alles kennt man natürlich auch von anderen pflanzlichen Rohstoffen, eben von den Grundstoffen zur Ethanolherstellung bis zum Kaffee.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 21, 2007, 21:10:20
Doch, sie ist unwesentlich. Zumindest so wie ich den Begriff definiere.

Warum?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 21, 2007, 21:35:03
Soll ich's noch mal erklären?

Tabak wächst -> bindet CO^2
Tabak verbrennt -> gibt CO^2 ab
Es wird neuer Tabak angebaut... etc. pp.
Im Jahresschnitt also eine Nullemission, wenn man Transport und Verarbeitung nicht beachtet und auch nicht den Einschlag zur Landgewinnung. Aber die fallen auch bei den fossilen Brennstoffen an. Genaue Zahlen habe ich nicht. Du hast aber ja sowieso auf die Gase beim Rauchen selbst abgezielt.
Ich weiß auch nicht, wie viel Kohlenstoff eine Tabakpflanze in sich trägt, aber sicher sehr viel weniger als Öl oder Kohle. Insofern wäre die Nettoemission selbst dann sehr gering, wenn man keinen neuen Tabak anbaute.

Öl/Kohle entstand dagegen in Jahrmillionen unter enormer Energieeinwirkung und war fast total vom Kreislauf abgekoppelt. Nun wird es um Zehnerpotenzen schneller in den Kreislauf eingebracht, als es damals von ihm abgekoppelt wurde.

Das ausgeatmete CO^2 ist nun wirklich eine Petitesse im Vergleich zum Gesamtaustoß. (Und auch das harmloseste am Rauchen.) Die Tabakinfrastrukur nicht mehr, aber auch noch ein kleines Licht und wie gesagt eine unter vielen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 21, 2007, 21:54:50
Öl/Kohle entstand dagegen in Jahrmillionen unter enormer Energieeinwirkung und war fast total vom Kreislauf abgekoppelt. Nun wird es um Zehnerpotenzen schneller in den Kreislauf eingebracht, als es damals von ihm abgekoppelt wurde.

Aber das CO2 ist doch nun mal innerhalb dieses Kreislaufes in diesen Energieträger gekommen, oder nicht? Und das waren ja nun auch Wälder etc., die ganz normal CO2 aufgenommen haben, oder irre ich mich da?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 21, 2007, 22:05:39
Aber dabei spielt dann der Faktor "Zeit" eine entscheidende Rolle.

Dummes Beispiel: Du schüttest Wasser in ein Glas, aber so langsam, dass es dabei bereits verdunstet. Du kannst kippen, das Glas wird nie voll. Jetzt machst du die Wärmequelle weg und das Wasser verdunstet nicht mehr... Klar, was ich meine?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 21, 2007, 22:36:24
Aber dabei spielt dann der Faktor "Zeit" eine entscheidende Rolle.

Dummes Beispiel: Du schüttest Wasser in ein Glas, aber so langsam, dass es dabei bereits verdunstet. Du kannst kippen, das Glas wird nie voll. Jetzt machst du die Wärmequelle weg und das Wasser verdunstet nicht mehr... Klar, was ich meine?

Aber das ist doch wieder die Frage des Bezugsystems. Das Wasser verschwindet ja nicht, es ist nur in einem anderen Aggregatzustand und möglicherweise an einem anderen Punkt des Systems. Aber faktisch doch immer noch da.

Auch wenn die fossilen Ressourcen komprimiert sind, es ist keinerlei Ressource hinzugekommen. Natürlich ist es schwierig mit solchen Bezugsgrößen umzugehen. Aber wenn man von dem System Erde ausgeht, dann ist doch immer nur ein Umwandeln von Ressourcen. Natürlich, und das bestreite ich gar nicht, ist der immense Verbrauch in so kurzer Zeit final, irgendwann sind _diese_ Ressourcen weg, aber innerhalb dieses geschlossenen Systems ist es auch nur eine Umwandlung von einer Energieform in eine andere (quasi ein Wechsel der Aggregatzustände).
Natürlich führt es nicht zu einer Problemlösung hin, dessen bin ich mir bewusst, es ist nur mein Gedanke, und den versuche ich zu formulieren, dass es innerhalb unseres/dieses Bezugsystems absolut betrachtet kein mehr oder weniger geben kann.

Laber Rhabarber … vergesst es … sorry.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 22, 2007, 00:24:29
Naja, kurz darauf antworten tue ich noch. ;)

Klar.
Selbst wenn die Erde einer Supernova zum Opfer fiele, würde das "Gesamtsystem" auch nichts verlieren oder dazu gewinnen.

Der Erde in ihrer Eigenschaft als Planet ist es auch egal, ob die Durchschnittstemperatur 10, 20, 30, oder 100 Grad Celsius ist. Die Menschen und die Tiere, die aufgrund der Vielzahl an Menschen keine Ausweichgebiete mehr haben, kümmern dagegen schon zwei, drei Grad mächtig.


Das ist, um den Bogen zu kriegen, auch der Blödsinn an diesen "Vor xy000 Jahren gab es einen ebensolchen Sprung"-Argumenten, die man immer wieder liest. Nicht nur das diese Behauptung nicht stimmt, wenn die Vorhersagen so eintreten sollten. Damals war auch noch sehr viel mehr Platz da, um den Klimaveränderung "aus dem Weg zu gehen". Und in der Tat gibt es Hinweise darauf, daß es trotzdem nie glimpflich abging.

Nun glaube ich zwar das für die Menschen immer noch genug Platz da sein wird, aber um den auch zu nutzen wäre die Akzeptanz gigantischer Migrationswellen nötig. Ob die letztendlich vorhanden ist, wird sich zeigen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 22, 2007, 05:23:41
Aber dabei spielt dann der Faktor "Zeit" eine entscheidende Rolle.

Dummes Beispiel: Du schüttest Wasser in ein Glas, aber so langsam, dass es dabei bereits verdunstet. Du kannst kippen, das Glas wird nie voll. Jetzt machst du die Wärmequelle weg und das Wasser verdunstet nicht mehr... Klar, was ich meine?

Aber das ist doch wieder die Frage des Bezugsystems. Das Wasser verschwindet ja nicht, es ist nur in einem anderen Aggregatzustand und möglicherweise an einem anderen Punkt des Systems. Aber faktisch doch immer noch da.


Genau! Aber in einem anderen Zustand und plötzlich in einer anderen Menge. Wo du vorher noch im Wasser stehen konntest, geht es dir plötzlich bis zum Hals.
C0^2 ist auch überall, aber wenn es in Pflanzen und Öl bleibt (als Beispiel), ist es dort unschädlich, erst der verändernde Eingriff macht es zu einem Schadstoff (sofern dies noch eindeutig nachgewiesen wird).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 24, 2007, 21:50:07
Was zum Thema: http://www.zeit.de/2007/13/Interview-Priddat
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 24, 2007, 22:19:26
Musste gerade gestern wieder mächtig den Kopf schütteln. Radiointerview mit einem Experten des hiesigen Elektrizitätsversorgers. Thema Stand-by Modus von Fernsehern. Der gute Mensch redet den Zuhöhern mächtig ins Gewissen und verdeutlicht schön: wenn alle Schweizer ihre Fernsehgeräte ganz abschalten würden, liesse sich damit eine halbes Kernkraftwerk einsparen.

Whow. Eindrücklich. Aber Moment mal. Kurzer Dreisatz: die Schweiz hat 5 Kernkraftwerke. Die decken zusammen 40% des Elektrizitätsbedarfs ab. Ein halbes wäre demnach 4% des gesamten Bedarfs. Die TVs im Stand-by sollen also 4% des Stromverbrauchs ausmachen? Hallo? Für wie dämlich wird man eigentlich von gewissen Predigern gehalten?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 25, 2007, 00:24:39
Laut (http://de.wikipedia.org/wiki/Bereitschaftsbetrieb) Bundesumweltamt werden in Deutschland jährlich 20,5 Milliarden Kilowattstunden für den Bereitschaftsbetrieb von Geräten jeglicher Art verbraten. Bei 520 Mrd. kWh GesamtStromverbrauch in Deutschland ergeben sich daraus rund 4 %, oder 2 durchschnittliche Kernkraftwerke.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am März 25, 2007, 21:44:28
Wundert mich, daß hier keiner darauf hingewiesen hat:
Der Chemiekonzern BASF hat 2006 am Standort Ludwigshafen mehr Treibhausgase in die Luft geblasen als im Vorjahr. Die Emissionen entsprachen einem Ausstoß von 10,3 Millionen Tonnen CO2, wie die BASF am Donnerstag mitteilte. (http://www.co2-handel.de/article306_4946.html) (vom 22.03.07).

Entspricht dem Pro Kopf-Wert von 1 Million Menschen. In einem Werk. Und das zählt bestimmt zu den saubereren.

Und da macht Ihr Euch Gedanken, wie man ein paar Tonnen beim Autofahren einsparen könnte.

Hmm. Da kommt mir wieder das Thema Gesamtbilanz in den Sinn. Wieviel CO2 wird bei der Produktion eines schadstoffarmen Automobils produziert?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 25, 2007, 22:00:18
Mein lieber Patrick, du kannst doch hier nicht mit Tatsachen kommen! Wo kämen wir denn dahin, mal der Realität in das Auge zu sehen!
Es ist doch so viel schöner. Jeder hat seine eigene Wahrheit. Jetzt macht es keinen Spaß mehr...

8) ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 25, 2007, 22:06:01
Na ja, der Satz "Insgesamt sanken die Emissionen und Abfälle, die bei der Herstellung einer Tonne Verkaufsprodukt anfielen, im Vergleich zu 2005 aber von 4,8 auf 4,5 Kilogramm." ist jetzt auch nicht so unwichtig.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am März 25, 2007, 23:42:14
dave, mir ging's jetzt nicht darum, daß mehr oder weniger produziert wurde, mir ging es um die absolute Zahl (in diesem Fall). Wir reden uns hier die Köpfe heiß, wie man 2to weniger CO2-Emmission pro Nase im Jahr erreicht und die Jungs in Ludwigshafen blasen mal kurz das fünfmillionenfache in die Luft. Und zählen damit wie schon vorher vermutet wohl eher zu den Saubermännern.

Es gibt doch Rauchgaswaschanlagen. Ich bin in dem Thema viel zu sehr Laie, als das ich beurteilen könnte, ob man damit wirksam und umfassend die CO2-Emmission eines solchen Werkes drastisch reduzieren könnte (die Kosten mal tatsächlich außer acht gelassen).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 26, 2007, 00:07:46
Dann sind wir wieder an dem Punkt, an dem wir uns alle an die Nase packen dürfen -- nämlich weniger konsumieren, dann produzieren Unternehmen wie BASF auch weniger, also auch weniger Emission.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 26, 2007, 00:46:09
Diese Mengen kann man nicht wegfiltern. Zwar wird mittlerweile tatsächlich damit experimentiert, daß CO^2 aufzufangen und irgendwie zu binden, etwa in Algenkulturen oder unterirdisch eingebunkert, aber ob das am Ende praktikabel ist, weiß noch keiner.  

Das der Verkehr nur einen Teil ausmacht und jeder Einzelne natürlich verschwindend gering, haben wir ja schon erwähnt. Es ist aber doch so: Wenn die Leute auf sparsamere Autos achten - und das tun sie, seit Jahren, nicht umsonst werden mittlerweile mehr Diesel als Benziner zugelassen - sinkt auch irgendwann der durchschnittliche Flottenverbrauch. Da kommt dann durchaus was zusammen.

Das ist für mich auch ein gutes Beispiel, wie man mit monetären Anreizen durchaus große Wirkungen erzielen kann. Auch an dem pilzartigen Sprießen der Gastankstellen, ob nun flüssig oder nicht, erkennt man das doch wunderbar. Das es nicht, wie in anderen europäischen, Ländern vor Ethanol-Tankstellen nur so wimmelt, ist eine politische Entscheidung. Hierzulande verspricht man sich ja denselben Effekt durch geringe Beimengung zu fossilen Kraftstoffen.

Ich kann auch nicht sagen, daß im Wohnungsbau die Leute die Lage nicht erkannt hätten. Hier dämmen zur Zeit viele Leute (nicht gerade jetzt, aber allgemein). Der Winter 2005 war dazu schon Anlaß genug. Zum Ende 2006 lief wohl auch irgendeine Förderung aus, da war es dann so, daß Dämmmaterial kurzzeitig knapp wurde.
Holz und  Gas (immerhin effizienter) sind groß im Kommen.
Erdwärme ebenso, hier fördern u.a. die Stromkonzerne, denn man ist ja dann Großabnehmer für die Wärmepumpe. Radneuerfinder hat ja schon erwähnt, daß es hier je nach Art der Stromgewinnung mit der CO^2-Bilanz nicht so toll aussieht, aber 50% Einsparnis sind ja doch ein schöne Sache.

Vor allem aber hilft das alles dem Geldbeutel. Der Mensch ist nicht so kompliziert, nur mit Verzichtsappellen wird man halt nichts erreichen.

Aber natürlich müssten sich schon noch viel mehr Dinge ändern.

Das Problem bei den Wohnungssanierungen sind wohl auch die Eigentümer der Mietshäuser. Und in Deutschland haben wir ja eine sehr hohe Mietquote. Die können die Nebenkosten ja an die Mieter weitergeben. Eine Sanierung dagegen kann man kaum refinanzieren, ohnehin sind die Auflagen schon mehrfach verschärft worden so das viele kleinere Vermieter den neuen Kessel noch nicht wieder drin haben dürften.


Ich will aber auch noch mal erwähnen, daß wir auch fossile Brennstoffe sparen sollten, wenn das Klima stabil oder egal wäre.
Das Öl wird knapper, womöglich haben wir den "Peak" schon hinter uns, d.h. das Fördermaximum. Gerade die europäischen Vorräte sind schon massiv am Sinken, Großbritannien ist mittlerweile Netto-Importeur, Dänemark fördert deutlich weniger und Norwegen ist auch so gut wie sicher über den Peak hinaus.

Also sind wir massiv auf Importe angewiesen und so erpressbar. Wir fördern mit unseren Milliarden die falschen Regime und werden in allerlei Konflikte hinein gezogen, die immer heißer werden dürften, wenn das Öl knapper wird.

Diese Frage wird anderswo sehr heiß diskutiert, in Deutschland dagegen leidet die sicherheitspolitische Debatte an weit verbreitetem Desinteresse. Lieber rettet man das Klima.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am März 26, 2007, 00:46:18
Dann sind wir wieder an dem Punkt, an dem wir uns alle an die Nase packen dürfen -- nämlich weniger konsumieren, dann produzieren Unternehmen wie BASF auch weniger, also auch weniger Emission.
Hmm, BASF stellt ja auch eine breite Palette an Produkten für die Automobilindustrie her. Damit ich bzw. mein Auto weniger Sprit konsumiert, brauche ich ein sparsameres. Das wiederum besteht in vielen Bereichen aus Produkten der BASF. Damit ich sparsamer werde, produzieren die mehr...

Von denen stammt auch das 3-Liter-Haus (http://www.standort-ludwigshafen.basf.de/Drei-Liter-Haus.2286.0.html), von dem hier auch schon die Rede war.

Wir sehen mal wieder, daß es nicht nur schwarz oder weiß gibt...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 26, 2007, 00:49:04
Natürlich gibt es nicht nur schweiß und warz. ;)

Aber es wird sich ja kaum einer extra ein neues Auto kaufen, nur weil es sparsamer ist. Vielmehr wird halt beim nächsten ohnehin anstehenden Autokauf noch stärker auf den Verbrauch geachtet.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Dale am März 26, 2007, 12:47:10
Nach open-source-software, nun das  open-source-car (http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~ECF3DE7D6E76C4A47B9CD9D685F0BCC8D~ATpl~Ecommon~Scontent.html). Beeindruckend, auch wenn an der Umsetzung dieser Idee wohl mehr Ingenieure als Designer gearbeitet haben. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 26, 2007, 13:13:48
Du meine Güte. Die haben definitiv Ambitionen auf den Ugliest Car Ever Award.  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am März 26, 2007, 13:26:14
Ich finde es eine Frechheit von der FAZ, das Dingen in einem Satz mit einem Messerschmitt Kabinenroller zu nennen. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am März 26, 2007, 17:18:33
Grundsätzlich müssen wir wohl die Erreichung unseres gesamten Lebensstils in Frage stellen und verändern, um Nachhaltigkeit zu erreichen. Und das ist aus meiner Sicht, was anstelle des CO2 Ausstosses von irgendwas diskutiert werden sollte. Es ist eben nicht das Auto, die Wärmedämmung oder der Stromverbrauch allein, sondern die Kombination aller sektorintern möglichen Einsparungen.

Es wäre doch schon legitim, dass wir uns vor unseren derzeitigen irdischen Mitbewohnern und unseren Nachkommen genötigt sehen zu rechtfertigen, warum wir zur Erreichung unseres Lebensstils so verschwenderisch zuwerke gehen "müssen". Ich hielte eine ehrliche und umfassende Nachhaltigkeitsdebatte für sinnvoll. Sicher sollten dabei auch die Grenzen von Mobilität (oder ihr Sinn) zur Sprache kommen, genauso wie der Sinn von Verschwendung von Energie - bei ihrer Produktion, ihrem Transport und ihrem Verbauch.

Somit sollte auch das Bezugssystem feststehen: Was hält der Planet Erde denn auf Dauer an Emission aus? In diesem Sinne sollte ein global nachhaltiges Schadstoffvolumen definiert werden, das dann als handelbare pro-Kopf-Emission auf alle Menschen gleichmässig verteilt wird. Das würde wahrscheinlich für jeden von uns Einschnitte beduten. Doch würden wir wahrscheinlich auch einiges lernen können: Es ist möglich (auch grosse) Einsparungen zu erreichen, ohne reale Komforteinschränkungen hinnehmen zu müssen. Das wird nur so nicht gerne kommuniziert.

Strassenverkehr und Automobile sind einfach der scheinbar am simpelsten zu fassende, von jedem zu beeinflussende Sektor, der - besonders in Deutschland - mit viel Emotion diskutiert wird. Meine persönliche Bilanz bei diesem CO2-Rechner lag übrigens bei 6 Tonnen. Nicht schlecht für Industrieländerbewohner - aber scheinbar noch lange nicht nachhaltig. :P
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 29, 2007, 11:57:15
Nachtrag zum Thema: http://www.heise.de/newsticker/meldung/87578
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am März 29, 2007, 12:28:00
Schön, jetzt also auch die Photovoltaik...

Meiner Meinung nach kann man den Ausstoß von Schadstoffen sowieso nicht mehr aufhalten. Es kann doch längerfristig nur immer mehr werden! Im Zeichen der Globalisierung kommen Länder hinzu, die derzeit noch weit hinterher uns her hinken. Lasst erstmal alle Chinesen, Inder und den gesamten nahen Osten auf unser Niveau aufschließen, dann brauchen wir uns um die Schadstoffe der Autos in Deutschland keine Gedanken mehr machen.

Zum Thema Globalisierung noch ein Fernsehtipp von mir:
Wettlauf um die Welt (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021587,00.html)
heute Abend, ZDF, 23.15 Uhr. (Ein Vierteiler) Die erste Folge lief Gestern Abend. Ich fand die Sendung absolut gut und informativ. Wenn man sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, bekommt man einen völlig neuen Eindruck, wie sich in naher Zukunft Dinge, wie CO2-Austoß, entwickeln werden. Die dritte Welt und Asien schließen auf und werden uns einfach überollen. Die Wörter "Umweltpolitik" und "Gewerksschaften" gibt es dort in den jeweilen Landesprachen wahrscheinlich gar nicht. Dort gibt es nur einen Trend: nach Vorne, koste es, was es wolle!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am März 29, 2007, 12:50:27
Meiner Meinung nach kann man den Ausstoß von Schadstoffen sowieso nicht mehr aufhalten. Es kann doch längerfristig nur immer mehr werden! Im Zeichen der Globalisierung kommen Länder hinzu, die derzeit noch weit hinterher uns her hinken. Lasst erstmal alle Chinesen, Inder und den gesamten nahen Osten auf unser Niveau aufschließen, dann brauchen wir uns um die Schadstoffe der Autos in Deutschland keine Gedanken mehr machen.

Zum Thema Globalisierung noch ein Fernsehtipp von mir:
Wettlauf um die Welt (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,1021587,00.html)
heute Abend, ZDF, 23.15 Uhr. (Ein Vierteiler) Die erste Folge lief Gestern Abend. Ich fand die Sendung absolut gut und informativ. Wenn man sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, bekommt man einen völlig neuen Eindruck, wie sich in naher Zukunft Dinge, wie CO2-Austoß, entwickeln werden. Die dritte Welt und Asien schließen auf und werden uns einfach überollen. Die Wörter "Umweltpolitik" und "Gewerksschaften" gibt es dort in den jeweilen Landesprachen wahrscheinlich gar nicht. Dort gibt es nur einen Trend: nach Vorne, koste es, was es wolle!

Das sehe ich anders. Grundsätzlich befinden sich diese Länder derzeit in einem Etwicklungsprozess, der mit den von Dir genannten Konsequenzen enden KANN. Und sicher ist das nicht das Unwahrscheinlichste. Sich aber in Bezug auf die eigene Verschwendung von Resourcen zurück zu lehnen, weil man ja nichts ändert halte ich für falsch. Schliesslich exportieren wir unseren Lebensstil als das Vorbild für die Massen dort.

Man kann zudem dort durchaus eine Menge durch Sensibilisierung erreichen, gerade in diesen Ländern hat man auch noch Kinder, die ein Recht auf eine Zukunft haben. Meine bessere Hälfte und ich verfügen über praktische Erfahrungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und ich kann nur sagen, dass man da einiges erreichen kann, von dem man dachte es sei unmöglich.

Wir müssen uns immer zuerst an die eigene Nase fassen, bevor wir auf die fatalen Auswirkungen der zukünftigen Entwicklung in Entwicklungs- und Transitionökonomien als Grund für unser inkonsquentes Handeln vorschieben. Wir drücken desen Ländern (mehrdimensional) unseren Lebensstil auf. Wenn wir bessere Vorbilder sind, dann wird die Kopie auch nicht so schlecht, wie vom ZDF prognostiziert. Das ist ein wenig zu einfach für meinen Geschmack...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am März 29, 2007, 13:17:47
Sich aber in Bezug auf die eigene Verschwendung von Resourcen zurück zu lehnen, weil man ja nichts ändert halte ich für falsch.

DAS habe ich ja auch gar nicht behauptet. Natürlich kann und sollte jeder von uns etwas tun. Meine Meinung nach ist es nur so, dass unsere Reduzierung von Schadstoffen im Vergleich zu den hinzukommenden der genannten Länder eher der berühmte "Tropfen auf dem heißen Stein" ist.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am März 29, 2007, 13:27:09
Soll ja auch kein Angriff sein. Ich verstehe unseren Lebensstil nur als das Vorbild.
Es gibt doch auch gute Zeichen. In Peking(?) glaubte man bis vor ner Weile an Massenmobilisierung mit MIV. Alle Fahrräder mussten von den Hauptstrassen verschwinden. Meines Wissens ist man gerade dabei das zurück zu drehen. (Alle erklärenden Zusatzaussagen hab ich wieder gelöscht. Die gießen nur øl ins Freuer-trotzdem glaube ich, dass wir vieldimensional mehr tun können um weniger zu verbrauchen. Und falsch kann das nicht sein... )  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 29, 2007, 13:35:12
Wenn man meint, der Austoß würde immer weiter steigen, vergißt man, daß die Ölvorräte irgendwann zu Neige gehen und nach der Peak-Theorie wird es schon nach Überschreiten des Förderhöhepunktes (womöglich schon erreicht) immer teurer.

Hier mal ein interessantes Interview (http://www.energieverbraucher.de/index.php?itid=337&st_id=337&content_news_detail=3562&back_cont_id=337) mit einem ehe. Ölexperten, ursprünglich in NZZ-Folio 9/2004 erschienen. Nun ist das nur eine einzige Quelle, aber  es wird schon recht schön mit den Lügen der Ölindustrie und diverser Regierungen abgerechnet.
Hier wird auch recht deutlich dargelegt, daß gar nicht alle Chinesen solche Autos wie wir fahren werden können, "sorry" meint der Experte.

In den letzten Jahren kamen auch noch viele politische Spannungen in gleich mehreren Exportländern hinzu, die wiederum ganz offensichtlich auch genutzt werden, um den Ölpreis hochzutreiben.
Sieht man ja jetzt ganz aktuell wieder: Kaum werden 15 britische Marineangehörige vom Iran, ziemlich sicher widerrechtlich, inhaftiert, steigt der Ölpreis. Und zu welchen Gunsten? Iran reizt dieses Spiel voll aus, daß sah man auch im Libanon und an anderen Stellen.
Zudem besteht das Risiko der Destabilisierung der gesamten Region. Im Irak brennt es eh lichterloh, und die Förderung kommt auch nicht mehr auf den alten Stand. In Saudi-Arabien weht dem Regime immer mehr der Wind ins Gesicht. Viele Staaten haben schiitische Minderheiten, auf die der Iran - im Begriffe ob fehlender Konkurrenz regionale Großmacht - versucht Einfluß zu nehmen. Nun wohnen z.B. in Bahrain aber auch in Saudi-Arabien und natürlich im Irak die Schiiten gerade in bedeutenden Ölregionen.

Diese Region ist also nicht gerade zuverlässig, was Preisstabilität angeht.

Auch in Südamerika und Afrika sehen wir viele Stabilitätsrisiken.

Wenn die Ölpreise aber steigen, wer kann sich das Öl zuallererst nicht mehr leisten? Eben gerade die jetzt noch ärmeren Länder.

Ich bestreite auch daß sich in den Entwicklungsländern über die Umwelt keine Gedanken gemacht wird. Klar ist China momentan in der "Sünderphase", aber man hat durchaus eingesehen, daß es so nicht weitergeht. Auch in Indien. Die Umweltzerstörung hat schließlich teilweise Ausmaße angenommen, welche die Wirtschaft beeinträchtigen, von den Menschen ganz zu schweigen.
Und nicht umsonst kämpfen diese beiden Riesen miteinander und mit den (Post-)Industriestaaten um die letzten noch nicht von westlichen Firmen unter Vertrag genommenen Öl- und Gasvorräte und zwar jetzt schon mit widerlichen Mitteln wie der Blockierung von Sanktionen gegen das sudanesische Mörderregime. Auch die USA und Russland - und auch Europa - sind hier wenig zimperlich.

Das Ölzeitalter geht also langsam zu Ende. Wobei, vielleicht auch recht schnell....

Und eben gerade auch wegen der neuen Konkurrenz sollten wir uns durch eine durchdachte Energiepolitik und der Forcierung von Öl- und Gasalternativen einen Wettbewerbsvorteil in der Zukunft sichern.


Man sieht also, wie weiter oben schon erwähnt, daß eine steigende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern nicht nur klimarelevante Folgen hätte.

Würde man die Debatte erweitert, wäre es auch hoffnungsspendender und sinnstiftender, denn in der Tat entscheidet der deutsche Autofahrer nur marginal über das Weltklima der Zukunft, auch wenn es indirekte Wirkungen gibt wie apprendi sie aufführt.

Denn es würde klar: Ja, der Weg hin zu alternativen Energien lohnt sich mittelfristig auf alle Fälle!  
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am März 29, 2007, 13:39:56
Soll ja auch kein Angriff sein.

Das habe ich auch nicht so verstanden.

Womit ich Dir recht gebe, ist die Tatsache, dass mancher schnell zu dem Ergebnis kommt Einsparungen bei uns hätten wenig Sinn, da andere Nationen ihren Ausstoß erst noch steigern.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am März 29, 2007, 15:13:24
ich habe gestern einen interessanten Ansatz gehört:

ein StandBy-Modus ist uninteressant, weil sich die Leute aus bequemlichkeit sowieso nicht daran halten würen.
Viel interessanter ist eine Technik, die automatisch geräte wie zB. Drucker, Scanner etc. abschaltet, aber auch wieder automatisch anschaltet. Das könnte international Pflicht werden.
So ließe sich fast so viel Strom sparen, wie beim Ausschalten. Und diese Technik wäre exportierbar, d.h. millionen von chinesen würden von vorneherein nur Stromsparer kaufen können …
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 29, 2007, 15:37:18
Meine Meinung nach ist es nur so, dass unsere Reduzierung von Schadstoffen im Vergleich zu den hinzukommenden der genannten Länder eher der berühmte "Tropfen auf dem heißen Stein" ist.

Der rechnerische Anteil des Einzelnen liegt bei ca. 1 / 6,6 Milliardstel. Für Deutschland also bei 80 Mio x  1 / 6,6 Milliardstel = 1,2 %. Der CO2 Außstoß von Deutschland macht 3 % der weltweiten Summe aus. Klar ist das wenig. Aber so ist das bei globalen Problemen.

Man kann es aber auch so sehen: Für den bisherigen CO2 Ausstoß sind zu 80, 90 % die Industrieländer verantwortlich. Deshalb liegt bei uns IndustrieländerMenschen auch erstmal 80, 90 % der Verantwortung hier die Initiative zu ergreifen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am März 29, 2007, 16:30:21
Interessant ist doch auch, dass der Komfort kaum real leiden muss. Auch wenn es nicht populär ist: Für Wege in der Innenstadt braucht kaum jemand wirklich ein Auto. Es ist nur häufig ein Statusproblem mit öffi oder Rad anzureisen. Wobei ich bei letzterem den Spassfaktor hervorheben möchte.

Das lässt sich ja auch ausdehnen. Mal ehrlich: Wer von Euch würde denn sagen, daß er sein Auto benutzt obwohl auch das Rad (oder gar gehen) für die Strecke durchaus adequat wäre? Wer schaltet Verbraucher aus, wenn er sie nicht braucht? Wer dreht die Heizung runter und zieht nen Pullover an? (Wie immer sind diese Fragen nicht bös gemeint. Auch ich kann z.B. bei Frage 2 nicht wirklich ja sagen. ;))

Das sind minimale Sachen, die man doch eigentlich ohne zu leiden tun kann. Globale Faktoren könnte man ja - wie oben schon genannt - für den Moment mal aussen vor lassen. Wobei es natürlich interessant ist, dass wir als Verbraucher z.B. ein Drittel des in Sibirien geförderten Erdgases wirklich verbrauchen - während wir 100% der Fördermenge bezahlen. Der Rest sind Leitungs- und Umwandlungsverluste. Unsere liebe Energieindustrie wird zwar immer behaupten, dass das noch das beste System ist. Aber das kann ja jeder selbst bewerten...Und unter Umständen dann handeln.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am März 31, 2007, 11:14:25
Es ist nur häufig ein Statusproblem mit öffi oder Rad anzureisen.
Ähm, ich war letzthin mit meiner Family in München. Mit einem Kinderwagen und 2 Kindern macht der ÖPNV nicht wirklich Spaß. Marienplatz zu den Hauptzeiten war katastrophal beim Ein- und Aussteigen und dann noch die beiden anderen im Zaum zu halten war ziemlich nervenaufreibend. Dann lieber mit dem Auto ins Parkhaus, auch wenn die Parkbuchten meist viel zu klein sind, um einen Babysafe vernünftig aus- und einzubauen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am März 31, 2007, 11:18:14
Genau das meint der apprendi ja... ;) Individuelle Probleme werden vor die Klimaprobleme gestellt. Das ist jetzt auch nicht bös gemeint, aber so sind wir Menschen nun mal gestrickt. Geht es uns an die eigene Bequemlichkeit, ist die Welt eben ganz egal.

Und auch das Problem mit den Kindern, ist nur ein individuelles Problem, es gibt auch Leute, den macht sowas mit ihren Kindern Spaß ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 31, 2007, 12:10:44
Die richtige Forderung beziehungsweise Folgerung ist doch das die öffentlichen Verkehrsmittel familienfreundlicher, ich würde generell sagen kundenorientierter, werden müssen.
Tatsache ist aber, daß es oft genau anders herum läuft. Man denke an die Bahn: Immer weniger Zugbegleiter, Bahnhofsschließungen und keine Schalter mehr, sondern oftmals nichtfunktionierende Automaten. Wenn der autonome Zug Realität wird, gibt es nicht mal mehr einen Lokführer, sicher Mehdorns Traum.
Der ÖNV ist auch häufig nicht so, daß man auf das Auto ganz verzichten kann, vom Wollen ganz zu schweigen. Und damit meine ich nicht nur die anderen Fahrgäste. :)

Da müsste man halt mal ein paar Milliarden in die Hand nehmen und darauf verzichten, daß wirklich alles sich aus sich selbst heraus finanzieren muss.


Noch was anderes:
Heute lese ich einen kleinen Artikel über BMWs neue Dieselmotoren, die durch abermals gesteigerten Einspritzdruck und anderer modernste Technologien über 100 PS aus einem Liter Hubraum quetschen. BMW verzichtet beim 1er sogar auf zwei Zylinder und spart damit u.a. bei einem Modell 35 kg ein. Verbrauch beim 118d kommt (nach Herstellerangaben, ist ja meistens am unteren Rand ;)) bei 147 PS auf 4,7 Liter.
Nur mal so von wegen "Leute, kauf Toyota".
Frage mich allerdings, welche Lebensdauer solche hochgezüchteten Motoren haben. Stimmt das eigentlich, daß die schon seit Jahren nach unten geht, also ein moderner Diesel relativ frhü den Geist aufgibt? Bitte keine Vergleiche mit den Motoren aus Opas Mercedes, der immer noch läuft, so weit will ich gar nicht zurückschauen. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 31, 2007, 12:26:51
Ähm, ich war letzthin mit meiner Family in München. Mit einem Kinderwagen und 2 Kindern macht der ÖPNV nicht wirklich Spaß. Marienplatz zu den Hauptzeiten war katastrophal beim Ein- und Aussteigen und dann noch die beiden anderen im Zaum zu halten war ziemlich nervenaufreibend. Dann lieber mit dem Auto ins Parkhaus, auch wenn die Parkbuchten meist viel zu klein sind, um einen Babysafe vernünftig aus- und einzubauen.

Das Beispiel mit dem Marienplatz, dass es dort so voll ist, kann man auch positiv sehen. Denn wenn es voll ist, dann kann man davon ausgehen, dass der ÖPNV ausgiebig in Anspruch genommen wird. Zumal der Marienplatz auch ein Knotenpunkt ist.
Ich finde ja, dass das Münchner ÖPNV-Netz wirklich gut ist, da alles recht gut erschlossen ist und die Hauptverkehrsstränge eine wirkliche niedrige Taktung haben.

Dass es so katastrophal ist -- hmm, wenn man die Systematik nicht kennt, weil man es aus dem tagtäglichen Ablauf nicht gewohnt ist, und es einem dann völlig anarchisch und unstrukturiert erscheint, das kann ich verstehen. Aber prinzipiell habe ich die Münchner als sehr hilfsbereit, was Familien mit Kindern/Kinderwagen betrifft, erlebt.
Wie meinst du denn "die beiden anderen im Zaum halten"?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am März 31, 2007, 12:31:03
[…] Frage mich allerdings, welche Lebensdauer solche hochgezüchteten Motoren haben. Stimmt das eigentlich, daß die schon seit Jahren nach unten geht, also ein moderner Diesel relativ frhü den Geist aufgibt? Bitte keine Vergleiche mit den Motoren aus Opas Mercedes, der immer noch läuft, so weit will ich gar nicht zurückschauen. :)

Wenn die Leute sich nicht so eine "Powerchip" reinknallen müssen, damit sie noch die Leistung ihres Motors hochschrauben, dann halten solche Motoren lang genug. Die werden ja auch sehr ausführlich getestet. Die sind wohl nicht nach zwei Jahren inne Wumpe. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am März 31, 2007, 13:05:17
Naja, man kann sich in vielen Fällen die Autonutzung auch idealisieren. Meine Freundin dachte auch, daß sie ab jetzt immer mit dem Auto das Kind zur Tagesmutter und selbst zum Büro fahren würde. Angeblich ginge es nicht anders. (Und das ist, was Kinder häufig mit sich bringen: Man sieht das Auto plötzlich, aufgrund der gesteigerten Komplexität der täglichen Wege, als alternativlos an. Obwohl man vorher prinzipiell nie ein Auto benutzt hätte.)

Da musste ich erstmal eine Nachhaltigkeitsdebatte der besonderen Art beginnen - apprendi vs. Umweltdiplomatin  ;D. Am Ende hab ich einen Weg gefunden, der 15 Fußweg und 10 Busfahrt beinhaltet. Danach nochmal 5 Minuten mit dem Rad. Klingt kompliziert, ist aber (Originalton) "Doch der nettere Weg, man sieht ja die Autos immer nur stehen und sich gegenseitig nerven." Mit dem Auto würde alles zusammen mindestens genauso lang dauern (plus Benzin, plus PARKPLATZSUCHE und plus unvorhergesehene Mehrausgaben; sprich: Strafmandate).

Ich glaube, daß es in Großstädten meistens (Ausnahmen sind z.B Paris, wo es für Leute mit Kinderwagen aufgrund mangelnder Ausstattung wie Fahrstühle nahezu unmöglich ist allein durch ddie Stationen zu kommen; und auch London war nicht nur einfach) möglich ist, einen akzeptablen Weg im öffi zu finden, der auch noch real schneller als das Auto. Ich verstehe auch, daß es anfangs schwer ist, wenn man mit dem Verkehrssystem nicht so vertraut ist.

Um die Sache attraktiver zu machen bringe ich unsere Tochter jetzt immer selbst im Bus (mein Lastenrad mir Kinderumbau will ich jetzt bestellen) zur Tagesmutter. Meine Freundin darf komplett mit dem Rad zur Arbeit - was sie wirklich liebt. Meine Freundin holt das Kind dann wieder ab. Und der große Vorteil ist, daß ich auch mal vor die Tür komme  :)

Nischt ist unmöglich - häufig nur ne Frage des Willens.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 31, 2007, 18:50:56
Wenn die Leute sich nicht so eine "Powerchip" reinknallen müssen, damit sie noch die Leistung ihres Motors hochschrauben, dann halten solche Motoren lang genug. Die werden ja auch sehr ausführlich getestet. Die sind wohl nicht nach zwei Jahren inne Wumpe. ;)

Mir ging es schon eher um Größenordnungen von 200 000 km oder 5-10 Jahre.
Man hört ja immer wieder Gerüchte, aber auf die will ich mich nicht verlassen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am März 31, 2007, 19:13:34
Als ausgewiesener nicht-Experte zum Thema Motorenhaltbarkeit:

Die Verarbeitung von Metallen und die Auslegung der Komponenten ist heutzutage eigentlich viel weiter Fortgeschritten. Alles passt gleich nach Produktion besser als vor 20 Jahren nach der Einfahrphase. Man könnte fast sagen, daß man die heute nicht mehr bräuchte. (Man muss aber immer damit rechnen , dass Mal ein kleiner Span querliegt - deshalb würde ich immer raten am Anfang (min.  2000km) vorsichtig zu sein.) 

In der Frühphase der Nutzung heißt das, daß man heute i.d.R. keinen frühzeitigen ölwechsel bei Neuwagen mehr einplanen muss, der früher notwendig war um beim Einfahren anfallende Metallspäne aus dem Motor zu bekommen. Wichtiger in Bezug auf Haltbarkeit bleibt heutzutage wahrscheinlich aber eher die Nutzung des Motors bei Betriebstemperatur - Kalt aufreissen und ständige Kurzstrecken bleiben Motorenkiller.

Dann wird heute ja alles so präzise am Computer dimenioniert, wie es früher nicht möglich war. Theoretisch wäre es also wahrscheinlich schon möglich Motoren auf Millionenlaufleistungen auszulegen - ob das in der Praxis geschieht erfährt man wahrscheinlich am ehesten beim Taxifahrer. Daimler W123 und W124 mit +1,3 Mio km hatte ich (als Kunde) da schon einige Male. Ob das W210 und 211 auch können weiss ich nicht...210er sollten es schon gschafft haben können.

Man kann also bestimmt Motoren unkaputtbar auslegen, doch braucht der Markt - ob des moralischen Verschleisses von Autos - in der Regel kaum Autos, die viel mehr als 300000 km halten. Ich tippe mal auf eine einkalkulierte Sollbruchstelle
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 31, 2007, 19:35:58
Bin ja auch alles andere als ein Auto-Experte. Aber ist es denn nicht so, dass die Motoren den Rest der Autos sowieso um ein vielfaches überleben und man sich um den Motor eigentlich am wenigsten Sorgen zu machen braucht bezüglich Haltbarkeit? Das ist doch der ganze Rest ohnehin schon viel früher hin, oder nicht?
Ich kenne jedenfalls nur einen einzigen Autofahrer, der jemals seinen Motor hat austauschen lassen müssen. Und das war halt ein bayrisches Auto.  ;D  (Nee, war soviel ich weiss ein Problem mit einem Ölverlust und gleichzeitig einer nicht funktionierenden Anzeige des Ölmangels.)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am März 31, 2007, 20:03:55
Naja, es gibt einfach viele Verschleißkomponenten, die einfach nicht genau so lang halten können: Stossdämpfer, Bremsen, Kupplung etc. Viele andere Sachen (z.B. Getriebe) könnten genau so lang halten wie Motoren - machen sie aber nicht immer.

Ich glaube, daß es das endgültig kaputte Auto, wie in Zeiten mangelnder Rostvorsorge, nicht mehr gibt. Es gibt fast immer die Möglichkeit preisgünstig zu reparieren, bei sschweren Fällen - Getrieben etwa - könnte der Autoverwerter helfen. Ansonsten ist das ja immer so eine Sache. Originalersatzteile bei der Markenwerkstatt sind oft so teuer, daß eine mittler Reparatur (oft nur Verschleißteile) teurer ist als der Zeitwert hoch. Oder der Fahrer braucht (zumindest laut Werbung) mal wieder ne neue Karre... Kaputt ist doch heute in den meisten Fällen der gefühlte Wert - Prestige = 0. In Afrika lebt das Auto dann noch mindestens die gleiche Zeit, die es in Europa zugebracht hat.

Der kleine Schrauber im Ort - den man zwingend persönlich kennen sollte - kann da meist billiger Abhilfe schaffen. Ich hab früher nur solche Kisten gefahren und kenne heute noch Leute mit Golf 1, die 550000km hinter sich haben. Man muss da nur bereit sein etwas Zeit zu investieren - billiger als der Neuwagen ist das immer.

Und - OT Ende - mehr öko ist es vermutlich auch nen alten Stinker zu fahren...mach ich aber auch nicht ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am April 01, 2007, 09:40:31
Wie meinst du denn "die beiden anderen im Zaum halten"?
Die beiden anderen toben meist durch den Waggon (wenn man sie denn lässt) und sie in einer vollen Bahn im Blick zu behalten ist recht schwierig.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am April 01, 2007, 10:26:16
Nischt ist unmöglich - häufig nur ne Frage des Willens.
Dann mach das mal mit 3 Kindern, von mir aus auch mit Fahrrädern (Alter 8, 4, 0), wobei natürlich nur die 4jährige in den Kindi muß, der Große hat ja jetzt Ferien...

Wobei ich natürlich dazusagen muß, daß unser Kindi gerade mal 100m vom Haus weg ist und die Schule 200m. Deswegen sind wir bisher auch mit einem Auto ausgekommen, immerhin 9 Jahre lang. Jetzt kommen aber die Aktivitäten des Großen, die nicht mehr im Ort stattfinden. Bisher konnten wir das zwar noch irgendwie mit Auto hin- und herwechseln hinbekommen, aber das wird langsam fast unmöglich. ÖNV auf dem Land kann man knicken, wenn man für ne halbe Stunde Gitarrenunterricht fast 2 Stunden unterwegs ist.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am April 01, 2007, 14:06:28
Die beiden anderen toben meist durch den Waggon (wenn man sie denn lässt) und sie in einer vollen Bahn im Blick zu behalten ist recht schwierig.

Also ich summiere mal, damit ich das richtig verstehe. Wenn die Öffis voll sind, dann wird es für dich mit deinen Kindern eine unzumutbare Belastung diese zu benutzen, weil deine Kinder "steil" gehen und meinen die U-Bahn ist das Pfadfindercamp?
Dass du darauf nicht wirklich Bock hast, mag ich noch nachvollziehen, aber warum die Öffis dann schlecht sind und keine Alternative sind, im Sinne, sie sollten deutlich leerer sein, damit man sie ordentlich benutzen kann, das erschließt sich mir nicht.
Habe ich das jetzt richtig erfasst?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am April 02, 2007, 05:25:42
Also mit dem Auto in die Münchener Innenstadt zu Hauptverkehrszeiten ist nicht minder nervenaufreibend. Wenn man von außerhalb kommt ist doch das optimalste das P+R System, wenn kein S-Bahnanschluß am Wohnort vorhanden ist. Ich persönlich ziehe für die Innenstadt den ÖPN immer dem Auto vor. Und das Münchenr Netz ist schon sehr gut ausgebaut. Die Preise sind auch für Familien annehmbar, wenn auch nicht besonders günstig: Gruppentagesticket für bis zu 5 Erwachsene bzw. 2 Erwachsene und 6 Kinder im Innenraum 9€.
Das einzige, was wirklich störend ist, sind häufig defekte Fahrstühle und Rolltreppen bzw. Rolltreppen, die in die falsche Richtung fahren .. Für mich, der ich den Kinderwagen im Moment mit Kind noch tragen kann, geht das noch, für meine Frau ist das schon schwieriger (mal ganz zu schweigen davon, wenn man mit zwei Kindern unterwegs ist...) Außerdem: wie mag das dann erstmal für behinderte Menschen sein?

Wobei ich natürlich dazusagen muß, daß unser Kindi gerade mal 100m vom Haus weg ist und die Schule 200m. Deswegen sind wir bisher auch mit einem Auto ausgekommen, immerhin 9 Jahre lang. Jetzt kommen aber die Aktivitäten des Großen, die nicht mehr im Ort stattfinden. Bisher konnten wir das zwar noch irgendwie mit Auto hin- und herwechseln hinbekommen, aber das wird langsam fast unmöglich. ÖNV auf dem Land kann man knicken, wenn man für ne halbe Stunde Gitarrenunterricht fast 2 Stunden unterwegs ist.
Das ist jetzt ein interessanter Punkt: genau aus dem Grund haben wir uns entschieden, nicht aus der Stadt rauszuziehen (auch wenn die Mieten etwas günstiger wären.) Denn wenn die Kinder älter werden ist man nachher nur damit beschäftigt, die Kinder in der Gegend rumzufahren, was
a) viel Zeit und
b) nicht kalkulierbar viel Geld kostet.
Wenn die Kosten für den Individualverkehr weiterhin steigen, ist der Vorteil der geringeren Miete durch die vielen zu fahrenden Kilometer schnell aufgezehrt.
Ich schätze mal, daß das auch ein Grund dafür ist, daß der Trend wieder zum wohnen in der Stadt geht. Zumal die Mieten außerhalb München nur dann spürbar günstiger sind, wenn kein S-Bahn-Anschluss vorhanden ist.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 02, 2007, 08:40:07
Jetzt muss ich ob Eurer Abkürzungsflut doch mal nachfragen. Ich vermute ÖNV = öffentlicher Nahverkehr. Richtig? ÖPN? ÖPNV? Alles das gleiche? Wofür steht das P?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am April 02, 2007, 09:03:06
Jetzt muss ich ob Eurer Abkürzungsflut doch mal nachfragen. Ich vermute ÖNV = öffentlicher Nahverkehr. Richtig? ÖPN? ÖPNV? Alles das gleiche? Wofür steht das P?

Das P steht für "Personen".
Ja, meint alles das gleiche: Öffentlicher Personen Nah Verkehr
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 03, 2007, 14:40:10
Das P steht für "Personen".
Ja, meint alles das gleiche: Öffentlicher Personen Nah Verkehr

… und Kinderwagen sind keine Personen  :P
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am April 03, 2007, 14:53:21
Das P steht für "Personen".
Ja, meint alles das gleiche: Öffentlicher Personen Nah Verkehr

… und Kinderwagen sind keine Personen  :P

Rollstühle auch nicht - trotzdem direkt mit dem Transport von Personen verbunden :P :P
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 03, 2007, 14:54:46
stimmt sicherlich, aber wenn man unsere Züge manchmal anschaut, glaubt man das nicht …
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 03, 2007, 14:56:05
Das P steht für "Personen".
Ja, meint alles das gleiche: Öffentlicher Personen Nah Verkehr

… und Kinderwagen sind keine Personen  :P

Arrgh. Ja. Ich liebe sie auch, diese Kleinkinder-Cayennes und -Hummers zu den Stosszeiten im ÖNV.  :P

Man sollte auch mal gegen die Dimensionen dieser Ungetüme protestieren, nicht nur gegen die von SUVs.  ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am April 03, 2007, 15:08:34
Arrgh. Ja. Ich liebe sie auch, diese Kleinkinder-Cayennes und -Hummers zu den Stosszeiten im ÖNV.  :P

Deshalb haben wir da auch ein recht stabiles Exemplar. :P
Nur die rotierenden Säbel an den Achsen sind nicht geliefert worden.  ;D ;D ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am April 03, 2007, 17:16:35
Das P steht für "Personen".
Ja, meint alles das gleiche: Öffentlicher Personen Nah Verkehr

… und Kinderwagen sind keine Personen  :P

Arrgh. Ja. Ich liebe sie auch, diese Kleinkinder-Cayennes und -Hummers zu den Stosszeiten im ÖNV.  :P

Man sollte auch mal gegen die Dimensionen dieser Ungetüme protestieren, nicht nur gegen die von SUVs.  ;D

Und ich liebe die Experten, die es jeden Morgen schaffen sich im sonst leeren Bus mit Sack und Pack genau dahin zu stellen, wo der Platz für Personentransporthilfen (z.B. Kiwa) ist.

Aber egal - Allrad zuschalten, Differentiale sperren und dann Vollgas (bei guter Laune meinerseits sogar ein gequältes "Pardon!")  ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 03, 2007, 17:41:45
Aber egal - Allrad zuschalten, Differentiale sperren und dann Vollgas (bei guter Laune meinerseits sogar ein gequältes "Pardon!")  ;D

Ein preussisch harsches Tschuldigung käme sicher auch ganz gut an.  ;D

Darum ist mein Lieblingsstehplatz in den ÖNV immer in den Gelenken der Vehikel. Dort hab ich Ruhe vor solchen Panzerfahrzeug-Rowdies.  :P ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 06, 2007, 16:15:39
Auch der ehemalige Bundesumweltminister und ehemalige Direktor des UN-Umweltprogramms Klaus Töpfer (CDU) spricht von 2 bis 3 Tonnen CO2 pro Person pro Jahr:

"Ein durchschnittlicher Deutscher produziert zehn Tonnen CO2 pro Jahr. Ein durchschnittlicher Inder produziert eine Tonne. Aber es gibt viele Inder. Die erwarten – und ich glaube zu Recht – dass wir als technologisch führende Nationen beweisen, dass eine entwickelte Nation künftig mit zwei bis drei Tonnen CO2 pro Kopf auskommen kann, ohne die wirtschaftliche Stabilität zu gefährden."
http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/310/107203/print.html


Da nimmt sich die Reduktion von 10 auf 6 Tonnen pro Person, die Greenpeace bis 2020 mit dem Plan B (http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/879/106773/) erreichen möchte, ja regelrecht zahm aus.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 06, 2007, 17:11:28
Zitat
Ein durchschnittlicher Inder produziert eine Tonne. Aber es gibt viele Inder. Die erwarten – und ich glaube zu Recht – dass wir als technologisch führende Nationen beweisen, dass eine entwickelte Nation künftig mit zwei bis drei Tonnen CO2 pro Kopf auskommen kann, ohne die wirtschaftliche Stabilität zu gefährden."

So einen Mist habe ich ja lange nicht mehr gelesen. Was, wenn Indien wächst? Dann werden die Inder plötzlich mehr CO2 verbrauchen. Und huch, das sind ja wirklich viele...

Ich nehme an, Indien wird wachsen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 06, 2007, 18:00:50
Äh, wieso Mist? Es geht doch darum, daß man mit unserem Pro-Kopf-Verbrauch nicht anderen Vorträge halten kann, wie soll man denn da ernst genommen werden? Bitte bescheidet Euch, wir können nicht, trotz unserer tollen Technik!?

Wie ich aber nun zum wiederholten Male schreibe: Es können gar nicht alle so viel fossile Treibstoffe oder Brennstoffe verbrennen wie wir, denn so viel kann im Jahr gar nicht gefördert werden. Man kann ja nicht in fünfzehn Jahren alles fördern, was da ist, schon technisch geht das nicht. Wahrscheinlich wird die Fördermenge nur unter immensen Kosten maßgeblich zu steigern sein und selbst dann ist die Frage, für wie lange. Mal um 10% also schon, vielleicht (zum Beispiel wenn der Irak wieder voll exportieren könenn sollte), aber nicht jedes Jahr, auf Dauer um drei oder vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr - und die würde man benötigen, wenn das alles so weiter geht. Die Investitionen will niemand bezahlen. Also stürzen sich alle auf das, was billig geht, der Preis steigt und steigt, erst dann wird investiert, die Preise bleiben aber gleich oder steigen nun noch weiter.
Würde diesen Ländern schwer empfehlen, die Kohlenstoffära als abgehakt zu betrachten solange sie noch nicht so an der Nadel hängen wie wir.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 06, 2007, 21:23:39
CO2 wird auch durch andere Vorgänge ausgestoßen, dafür müssen nicht nur fossile Brennstoffe da sein. Wenn in Indien die Industrie weiter wächst, wird auch der CO2 Ausstoß wachsen. Die müssen nicht alle Autofahren. Hier und da ein Kraftwerk oder eine chemische Fabrik. Weiß der Geier, aber in anderen Ländern wird es ähnlich aussehen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 06, 2007, 21:39:53
Alles richtig Thyr, aber worauf möchtest Du hinaus?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 06, 2007, 21:53:24
Das ein Inder heute nur eine Tonne produziert mag stimmen. Was ist in, sagen wir mal, 10 Jahren? 20 Jahren? Vielleicht wird der Inder an sich, weil das Land immer noch in Armut lebt, nicht wesentlich mehr verbrauchen, aber der Verbrauch wird, ganz schlau von diesen Politikern und Lobbyisten, auf pro Kopf gerechnet, während die Industrie immer noch ungehemmt die Schleusen öffnet. Das ändert sich jetzt nicht und in 20 Jahren auch nicht. Immer noch regiert Geld die Welt und das wird so sein, bis, tja, bis es kein Geld mehr gibt?

Der größte Saustall sitzt in der Industrie. Eine pro Kopf Berechnung finde ich geradezu lächerlich. Sollen die doch mal eine pro Unternehmen Berechnung machen. Wenn die sparen und den Ausstoß drastisch reduzieren, dann reden wir noch mal über den pro Kopf Verbrauch.

Und jetzt komm keiner und erzähle, das gehört alles in einem Topf. Für den Strom der CO2 produziert, für den Sprit der CO2 produziert und einige andere Dinge, zahle ich eine Menge Geld an den eigentlichen Produzenten. Wo ist deren Einsatz?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 06, 2007, 23:14:57
   (http://www.bine.info/img/magazin/Energieverbrauch2003_01.gif)
http://www.bine.info/

Wenn wir Gewerbe, Industrie und die Hälfte des Verkehrs dem Bereich Wirtschaft zuschlagen, bleiben noch ca. 50 % Energieverbrauch, die der einzelne - ohne den Kauf von Industrieprodukten - ziemlich unmittelbar (Heizen, Auto, Strom) verursacht.


Bei der Wirtschaft geht aber auch bestimmt noch einiges in punkto CO2-Sparen. Bin gerade über diese Grafik gestolpert:

   (http://www.germanwatch.org/rio/bp2000i4.gif)
http://www.germanwatch.org/rio/bp2000il.htm


Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 07, 2007, 08:38:47
Na ja, solche Vergleiche halte ich nun allerdings für nicht sehr aussagekräftig. Hängt halt alles davon ab, welche Art von Wirtschaft in einem Land stark vertreten ist. Länder mit starkem Sekundärsektor schneiden zwangsläufig schlechter ab, als Länder mit Schwergewicht im Tertiärsektor.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 07, 2007, 10:32:49
...

Wenn wir Gewerbe, Industrie und die Hlfte des Verkehrs dem Bereich Wirtschaft zuschlagen, bleiben noch ca. 50 % Energieverbrauch, die der einzelne - ohne den Kauf von Industrieprodukten- ziemlich unmittelbar (Heizen, Auto, Strom) verursacht.

Wo wird denn CO2 verbraucht, wenn ich heize und Strom verbrauche? Wohl doch eher in den dafür vorgesehenen Kraftwerken. Und davon wird in der nächsten Zukunft ein einzelnes bereits 14 Mio. Tonnen pro Jahr in den Himmel blasen. Und das will man mir anlasten, weil ich heize? Immerhin muss ich den Scheiß ja kaufen und bezahle dafür. Ich finde, die Industrie, die ja dieses Produkt verkaufen will, kann da etwas ändern.

Auf der anderen Seite stehen dann die Leute, die die Meinung vertreten, es wird immer CO2 ausgestoßen werden, denn auch die Produkte, die uns beim Sparen helfen können, erzeugen während ihrer Herstellung CO2.

Das dies so ist, kann man nicht bestreiten. Welchen Sinn macht dann aber diese Debatte? Ich als Einzelner habe ja gar keine Chance. Ich spare mir die Füße wund und an anderer Stelle macht man das mit einer Handbewegung zunichte.

Wenn das Problem ernsthaft angegangen werden soll, muss man dieses Mal ganz oben anfangen. Stellt die Energie möglichst ohne CO2 her, dann haben wir eine Chance, den Emissionen Herr zu werden.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 07, 2007, 12:33:25
Der Pro-Kopf-Verbrauch ist nun mal eine sehr gute Vergleichsgröße. Niemand aber spricht von ihr, um damit eine alleinige Fokusierung auf den Privatverbrauch zu erreichen - nun, zumindest niemand hier und wohl auch kaum Töpfer.

"Die Industrie" würde auch nicht Lebensmittel dreimal durch Europa karren, wenn die Leute nur lokale Produkte kauften. Nur um mal ein offensichtliches Beispiel zu nennen. Oder beim Heizen: Eigenehimbesitzer haben auch andere Möglichkeiten, und die werden ja auch immer mehr genutzt und die Industrie wandelt sich auch mit.
Ich halte nicht allzuviel von dieser Trennung, man muss einfach alles im Auge behalten.

Aber sicher erreicht man keine Verminderung des Ausstoßes durch Zertifikatshandel, wenn man vorher mehr Zertifikate verschenkt als überhaupt gebraucht werden.

Und ganz sicher bringt es wenig, wenn nur die privaten Haushalte hier und da ein bißchen einsparen und Industrie beziehungsweise allgemein das Gewerbe nicht einbezogen würden. 

Es macht auch keinen "Klima-Sinn", wie die deutsche Bundesregierung, voll auf Braunkohlekraftwerke zu setzen, egal wie modern diese sind. Der Brennstoff Braunkohle ist nun mal vergeleichsweise ineffizient. 
Sehr wohl Sinn macht es aber um noch ein Weile weniger importabhängig zu sein. Und natürlich zur Förderung der politisch eng verbandelten deutschen Energieriesen. 


Ich interpretiere Dich so, daß Du ein sinnvolles Gesamtkonzept vermisst. Das geht mir auch so.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 07, 2007, 13:29:06
Ich interpretiere Dich so, da Du ein sinnvolles Gesamtkonzept vermisst. Das geht mir auch so.

Ja, das trifft es. Manchmal drücke ich mich etwas, hm, unbeholfen aus, weil die Wut dann zu groß ist.
Das Problem ist meiner Ansicht nach nicht beim Einzelnen zu suchen, nicht in der Bevölkerung an sich, allerdings auch nicht nur und ausschließlich bei der Industrie, obwohl ich der ein schmerzfreieres Umgehen mit der Thematik unterstelle. Nein, das "ganze" Problem ist ein gesellschaftliches. Uns hat man so erzogen, die Industrie über Jahrzehnte gewähren lassen. Jetzt plötzlich soll alles anders sein und WIR müssen umdenken.

Das ist ganz schlechtes Change Management, meine Damen und Herren. So kann eine Thematik mit solchen Auswirkungen nicht angegangen werden.

Die Schlachtrufe:"Wir müssen sparen!", glaubt doch einem Politiker kein Mensch mehr. Die steigen in die dicken Autos, nachdem sie den Klimawandel als bedrohlich hingestellt, uns zum sparen aufgerufen und neue Steuern auf CO2 erlassen haben. DIe Autos werden dann auch noch mit dem fehlenden Angebot seitens der Industrie begründet! AHA! Da ist ja mal Wahrheit drinnen, aber die gilt dann nur für Politiker, oder was? Wenn ich als Normalsterblicher so eine Äußerung von mir gebe, werde ich auf den Smart, Atos oder sonst einen Kleinwagen verwiesen. Warum kann ein Politiker die nicht fahren? Wenn ich in einem Land etwas erreichen will, muss ich als Vorbild das machen, was ich von meinem Volk erwarte. Hier wird nur vorgelebt, wie man Machterhalt und Taschenfüllen praktiziert. Einfach ein widerliches Pack.

Konzept? Ich sehe keines. Mit Abgaben beim Endkunden wird man das nicht erreichen. Ich glaube, nein, mittlerweile bin ich der festen Überzeugung, eine Änderung wird nur nach dem Kollaps der Umwelt eintreten. Und das ist dann auch noch fraglich, weil wieder irgendjemand die absolute Macht anstrebt...

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 07, 2007, 14:30:46
Zitat
Konzept? Ich sehe keines.

Ja, leider, dabei müßte dringend eins her. Ich würde mir das so wünschen: Irgendwo habe ich mal gelesen, daß es 70 Ideeen braucht, damit eine gute dabei ist. Im deutschen Parlament sitzen 5 bis 6 Parteien. Sagen wir mal 2 sehen keinen Handlungsbedarf beim Klimaschutz. Bleiben 3 Parteien in denen jeweils 70 Ideeen für ein Klimaschutzgesamtkonzept disktutiert werden sollte. Von 210 Vorschlägen sehe ich aber nicht die Hälfte, nicht 21, nicht mal 2. Da ist einfach nix. Das macht mich verdrossen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 08, 2007, 13:09:34
Das Umweltbundesamt hat einen Plan (http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=2962) um bis 2050 den Ausstoß von Klimagasen um 80 %, auf "2 Tonnen", zu reduzieren. Es hat sogar einen Kostenvoranschlag parat (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6603348_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html): 120 € pro Haushalt pro Jahr.

Hab mal in die Langfassung reingeschnuppert. Das genau Vorgehen ist ja noch schön diffus. Etwas konkreter hätt ich s schon gerne.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am April 08, 2007, 21:07:51
Deutschland könnte und würde die vier Milliarden sicherlich aufbringen. Nur, glaubt im Ernst jemand, dass alle anderen Länder mitziehen?
Die Reaktion auf den zweiten Teil des Welt-Klima-Berichtes seitens der USA, China und Saudi Arabien lassen da doch erhebliche Zweifel aufkommen. Von den armen Ländern und den Schwellenländern wird man sicher auch keine Milliardeninvestitionen in den Klimaschutz erwarten dürfen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 08, 2007, 23:51:39
Wer nicht mitzieht, ist selber schuld. Klar, daß Klima trifft alle, beziehungsweise wohl vor allem die Ärmsten, aber das Öl geht nun mal aus und wer da nicht umsteuert muss - das kann man wohl sicher sagen - viel mehr Geld in den Ölkauf stecken (Gas meine ich immer mit) als die, die jetzt sanft aber stetig umsteuern auf mehr Effizienz und alternative Kraftstoffe.
Meine Meinung... aber ich denke nicht ganz fern der Wahrheit. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am April 09, 2007, 07:53:11
Ich wollte mit meinem Beitrag nur ausdrücken, dass wir uns auf weitaus höhere Summen einstellen werden müssen. Deutschland wird sicher umsteuern, genauso wie einige andere Länder auch, aber viele werden wie gewohnt erst dann reagieren, wenn es 5 nach 12 ist (oder das Wasser mitten in der Hauptstadt steht). Der Versuch der USA und anderer, durch das Streichen von Textpassagen aus dem Klima-Bericht das Problem aus der Welt zu schaffen, wird uns alle noch teuer zu stehen kommen.
Die Klimaproblematik ist ja nicht erst seit dem Bericht bekannt, die Klimaveränderungen unübersehbar. Das was bisher getan wurde um dem Problem zu begegnen, kann man getrost als lächerlich bezeichnen.
Das wir alle in der Zukunft mehr Geld für den Energiekauf aufwenden werden müssen, halte ich noch für das kleinste Problem. Die volkswirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen und soziale Verwerfungen dürften da weit höher wiegen.
Auch an unseren Küsten kann man die Deiche nicht beliebig hoch bauen. Wohin gehen die Leute, wenn wie von einigen Experten vorausgesagt, der Meeresspiegel um z. B. einen Meter ansteigt? Was kostet uns das?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 09, 2007, 12:34:34
Das kann man wohl kaum berechnen, auch wenn es jetzt schon heißt, auch für Deutschland sei umsteuern billiger als dann erst die Disaster zu begrenzen.
Allzu große Sorgen mache ich mir um Deutschland aber nicht. Natürlich wird es große Verwerfungen geben.

Aber wie Du schon geschrieben hast: Es hilft ja der Sache recht wenig, wenn nur die Europäer umsteuern (und auch das nur höchstens halbherzig). Aber wenn niemand voran geht, kann auch keiner nachziehen, soll heißen: Wenn wir das schaffen, wird das auch andere interessieren.

Für de USA wäre es z.B. nicht besonders schwierig, 20% einzusparen. Das gilt natürlich nicht nur für die USA, aber dort kann man wegen der enormen Verschwendung recht leicht was erreichen, jedenfalls leichter als bei uns.
Und 20% weniger in den USA sind ja auch global interessant, wären ein weiterer Anstoß. Vielleicht muss man dann auch weniger Öl importieren und die politischen Spannungen in gewissen Regionen gingen zurück - auch eine gewaltige Rendite.

Wenn man das Ganze auch aus anderen Blickwinkel betrachtet, kann man sich jetzt einen guten Ausgangspunkt für die Zeit nach dem billigen Öl erarbeiten und sich so sicherheitspolitische und wirtschaftliche Rendite in der Zukunft sichern.

Ich glaube noch, daß wir das schaffen können. Bei der Begrenzung des Klimawandels bin ich skeptischer, trotzdem ist natürlich auch das als Zielsetzung sinnvoll, um die Leute besser zu  überzeugen sollte sie aber nicht immer alleine im Vordergrund stehen.
Übrigens gerade in Deutschland, der "Friedensmacht", könnte man sicher gut ankommen, wenn man mal darlegt, wie extrem der Wettlauf um die Ressourcen heute schon geführt wird und das dieser sicher nicht harmloser wird. Denke auch nicht, daß die Leute ewig abhängig sein wollen von lupenreinen Demokraten oder Förderern von Terrorismus.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 11, 2007, 08:26:52
Ich nehme an, Indien wird wachsen.

was meinst Du genau?

Indien als Land?
Die Inder als Menschen?
Die Wirtschaft und Industrie der Inder?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 11, 2007, 20:49:40
Ich nehme an, Indien wird wachsen.

was meinst Du genau?

Indien als Land?
Die Inder als Menschen?
Die Wirtschaft und Industrie der Inder?
Na, wenn es um den CO2-Austoß geht, dann kann es sich nur um Indien als "Ganzes" handeln. Es wird sowohl in der Gesellschaft, als auch industriell und wirtschaftlich wachsen.

Außer Indien werden dies (wahrscheinlich) auch ein paar andere Länder machen. China wäre da gerade so ein Kamerad, den ich ich aus persönlicher Erfahrung aus unserem Konzern heranziehen könnte. Die derzeitigen Planungen und bewilligten Investitionen übertreffen bei Weitem alles, was man für deutsche Standort bisher bewilligt hat.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 13, 2007, 22:26:49
Heute im Radio (WDR2):

Nachdem ein neues Kraftwerk der RWE an das Netz gegangen ist, warten wir vergeblich, dass RWE ihr Versprechen einlöst, andere Kraftwerkblöcke abzuschalten, da diese bereits 50 Jahre alt sind.
Die Kraftwerke am Niederrhein pusten im Jahr ca. 100 Mio. Tonnen CO2 in die Luft und die RWE weigert sich die alten Blöcke abzuschalten.

Die Politik ist entrüstet, da man damals eine !mündliche! Absprache mit dem Energieriesen getroffen hatte. Die Freigabe für den Bau des neuen Kraftwerks war !mündlich! an die Abschaltung der alten Blöcke gekoppelt. Nun steht man da, ohne rechtliche Handhabe und RWE macht 'ne lange Nase.

Nun, das ist wieder ein Beweis mehr für mich, dass Industrie und Politik uns komplett verarschen. Der Sprecher im Radio sprach mir aus der Seele, als er meinte, wir würden über ein Verbot von normalen Glühbirnen nachdenken, wir wollen für den Bürger den Kraftstoff so teuer machen, dass er sich eine Fahrt überlegt und dort seuchen 100 Mio. Tonnen von dem "bösen" Gas im Jahr in den Himmel.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 15, 2007, 21:43:00
(Habe den Thread zugegebenermassen nicht lückenlos verfolgt. Verzeihung, wenn es schon erwähnt worden sein sollte.)

Habe eben von einer für mich neuen Technologie gelesen, über die man sich in diesem Thread freuen dürfte: das mit Druckluft betriebene Auto. Die Fahrleistungen sind zwar nicht so beeindruckend: 30 PS, 0 - 100 km/h in 15 Sekunden, Höchstgewschwindigkeit 130 km/h; Reichweite immerhin 300 km und eine Tankfüllung soll nur zwischen 3 und 5 Euro kosten. Hört sich gar nicht so übel an. Die Preisvorstellungen beginnen bei etwa 8000 Euro.

Der (bei der Kompression der Luft) generierte CO2 Ausstoss solle etwa 1/4 des Ausstosses eines Autos mit Verbrennungsmotor betragen.

Und anscheinend ist die Technologie eigentlich bereits serienreif. Zumindest bei zwei Herstellern:
www.apt.ag  und www.mdi.lu
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am April 15, 2007, 22:02:50
Der (bei der Kompression der Luft) generierte CO2 Ausstoss solle etwa 1/4 des Ausstosses eines Autos mit Verbrennungsmotor betragen.

Die Luft fungiert ja nur als Energiespeicher.
Man muss ja irgendwie die Luft aufladen und da braucht man wieder Energie.
Genausgut könnten man ein Auto bauen, dass seine Energie aus einer Federkonstruktion bezieht.

Ein Satz auf der Seite von APT stimmt mich nachdenklich

...Energiequelle Luft
Die Energiequelle die nie versiegt....   ???

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 15, 2007, 22:10:24
Man muss ja irgendwie die Luft aufladen und da braucht man wieder Energie.
Ja klar. Darum steht ja da in Klammern: bei der Kompression der Luft

Zitat
Genausgut könnten man ein Auto bauen, dass seine Energie aus einer Federkonstruktion bezieht.

Ja, nur wäre es dann wohl doch etwas mühsam, wenn Du das Auto alle paar Kilometer wieder aufziehen müsstest.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am April 15, 2007, 22:15:40
Ja, nur wäre es dann wohl doch etwas mühsam, wenn Du das Auto alle paar Kilometer wieder aufziehen müsstest.

Man könnte sich ja ein Feder-Modul vorstellen, welches nur ausgetauscht wird, analog wie beim Tanken.
Und das Feder-Modul wird natürlich beim Bremsen wieder aufgezogen.

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 15, 2007, 22:23:34
Wär ne Möglichkeit. Nur geht wohl das Tanken von Druckluft unkomplizierter als der Austausch so eines Federmoduls. Aber es könnte natürlich an der "Tankstelle" einfach wieder aufgezogen werden. Aber ob so eine genügende Reichweite hinzukriegen ist, wage ich jetzt mal zu bezweifeln. But who knows... kannst Dich ja mal hinsetzen und den Jochomat entwickeln.  ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 17, 2007, 08:16:35
Jetzt mal ehrlich; kennt hier irgendeiner ein Material (außer Adamantium ;) ), welches die mechanische Belastung dauerhaft aushalten kann?

<Nachtrag:> was für eine Spannung muss eine Feder haben, um ein 800-kg-Auto nur 500 Meter weit zu befördern. (Das sind jetzt die Physiker gefragt)

Wieviel Druck muss ein Tank aushalten, der der die Pressluft speichern könnte…


<edit:> Ausdruck und Rechtschreibung
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 17, 2007, 18:18:26
Jetzt mal ehrlich; kennt hier irgendeiner ein Material (außer Adamantium ;) ), welches die mechanische Belastung dauerhaft aushalten kann?

<Nachtrag:> was für eine Spannung muss eine Feder haben, um ein 800-kg-Auto nur 500 Meter weit zu befördern. (Das sind jetzt die Physiker gefragt)
Das hört sich total bescheuert an, aber eine Überlegung wäre es wert. Nicht mit einer Feder, so wie du oder ich mir vorstellen können, aber ein Ansatz fände ich schon sehr interessant. Mit der entsprechenden Übersetzung muss die Feder nicht viel Spannung haben, da würde ich mir mehr über das Moment Gedanken machen, um das Auto von der Stelle zu bewegen (Masseträgheit) und von der Dauer der Bewegegung. Aber mit einer Übersetzung, ähnlich wie am Fahrrad oder in einem Windgenerator-Getriebe (...) musst du nicht viel Kraft aufbringen.

Zitat
Wieviel Druck muss ein Tank aushalten, der der die Pressluft speichern könnte…
Druckluftflaschen kennst du aber schon, oder? Allerdings sehe ich hier bei Unfällen ein gewisses Gefahrenpotenzial. Auf der anderen Seite neigt Benzin auch zur Explosion, wäre wahrscheinlich vergleichbar, wobei eine Druckluftexplosion evt. noch beherrschbar wäre, wenn man die Richtung bestimmen kann.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am April 17, 2007, 18:28:35
.......Aber mit einer Übersetzung, ähnlich wie am Fahrrad oder in einem Windgenerator-Getriebe (...) musst du nicht viel Kraft aufbringen.
Na, ich weiß ja nicht.
Was hinten raus kommen soll muss vorne auch erst einmal rein. Und noch was dazu. ;)


Zitat
Druckluftflaschen kennst du aber schon, oder? Allerdings sehe ich hier bei Unfällen ein gewisses Gefahrenpotenzial. Auf der anderen Seite neigt Benzin auch zur Explosion, wäre wahrscheinlich vergleichbar, wobei eine Druckluftexplosion evt. noch beherrschbar wäre, wenn man die Richtung bestimmen kann.
Ob die Explosion nun mit einem Feuersturm einher geht oder ob Du das Ventil der Druckluftflasche ohne Hitze in der Birne stecken hast, ist in diesem Moment eher nicht entscheidend.  ;D

Aber Tests mit Flüssiggastanks in KFZ haben ja gezeigt, daß die alles aushalten was so geschehen kann.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 17, 2007, 18:50:33
Ob die Explosion nun mit einem Feuersturm einher geht oder ob Du das Ventil der Druckluftflasche ohne Hitze in der Birne stecken hast, ist in diesem Moment eher nicht entscheidend.  ;D

Die Dekompression kühlt immerhin sogleich die Prellung. Sozusagen eingebaute Verarztung.  ;D

Ich würde vorschlagen, dass Jochen und Thyrfing sich mal zusammen hinsetzen und das von einem Jochomaten angetriebene Thyrfingobil planen.  ;D ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 17, 2007, 19:13:46
Besonders toll an so einer Feder natürlich, daß man nicht mehr bremsen will, sonst heißt's wieder fünf Minuten länger kurbeln. ;)

Piëch feiert ja heute seinen Siebzigsten. In diesem SZ-Artikel (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/268/110158/) dazu steht u.v.a.:
Zitat
m Jahr 2002, beim Abschied als Konzernchef, fuhr Piëch mit einem Ein-Liter-Zweisitzer von Wolfsburg zur Hauptversammlung nach Hamburg. ....

Jetzt habe er einen Hersteller gesprochen, der sich zutraut, eine Leichtbaukarosserie statt für 35.000 Euro in großer Stückzahl für nur noch 5.000 Euro zu produzieren, vertraute Piëch einem alten Weggefährten an. In zwei Jahren könnte es so weit sein.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 17, 2007, 19:36:06
Tja, in diesem Fred ist dann selbst der Eidgenosse typisch deutsch... ;)
Mutlos und nur mit Ausreden beschäftigt, warum was nicht geht. Wo sind eure Lösungen?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am April 17, 2007, 19:46:15
Zitat
m Jahr 2002, beim Abschied als Konzernchef, fuhr Piëch mit einem Ein-Liter-Zweisitzer von Wolfsburg zur Hauptversammlung nach Hamburg. ....

Jetzt habe er einen Hersteller gesprochen, der sich zutraut, eine Leichtbaukarosserie statt für 35.000 Euro in großer Stückzahl für nur noch 5.000 Euro zu produzieren, vertraute Piëch einem alten Weggefährten an. In zwei Jahren könnte es so weit sein.

Und wer kauft das Teil? VW hatte ja auch mal den Lupo 3L und Audi den A2. Beide eingestellt wegen fehlender Nachfrage. Die waren wahrscheinlich ein paar Jahre zu früh auf dem Markt und obendrein zu teuer.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am April 17, 2007, 20:24:00
Auf der anderen Seite neigt Benzin auch zur Explosion,

Seit wann das denn? Du kannst relativ gefahrlos ein Streichholz in einen Benzintank fallen lassen...
OK, mach es trotzdem nicht.  ;D
Im Ernst: Benzin selber ist nicht explosiv, sondern nur brennbar. Benzin-Luftgemische sind nur in einem begrenztem Mischungsverhältnis explosiv. Die Explosion von Autos in Film und Fernsehen hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Sieht aber besser aus...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am April 17, 2007, 20:53:58
Auf der anderen Seite neigt Benzin auch zur Explosion,
Im Ernst: Benzin selber ist nicht explosiv, sondern nur brennbar. Benzin-Luftgemische sind nur in einem begrenztem Mischungsverhältnis explosiv. Die Explosion von Autos in Film und Fernsehen hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Sieht aber besser aus...

[Loriot]Ach?[/Loriot] ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am April 18, 2007, 13:34:04
Zitat
m Jahr 2002, beim Abschied als Konzernchef, fuhr Piëch mit einem Ein-Liter-Zweisitzer von Wolfsburg zur Hauptversammlung nach Hamburg. ....

Jetzt habe er einen Hersteller gesprochen, der sich zutraut, eine Leichtbaukarosserie statt für 35.000 Euro in großer Stückzahl für nur noch 5.000 Euro zu produzieren, vertraute Piëch einem alten Weggefährten an. In zwei Jahren könnte es so weit sein.

Und wer kauft das Teil? VW hatte ja auch mal den Lupo 3L und Audi den A2. Beide eingestellt wegen fehlender Nachfrage. Die waren wahrscheinlich ein paar Jahre zu früh auf dem Markt und obendrein zu teuer.


Konventionelle Fahrzeugkonzepte auf Minderverbrauch trimmen ist schwierig und somit auch teuer. VW hat die beiden Feigenblattmodelle A2 und Lupo 3L zwar hergestellt, doch scheinbar wenig Interesse an Massenverkäufen gehabt - siehe Preise. In der offiziellen Firmenkommunikation wurde ja auch weiterhin auf scheinbare beeindruckende Superlative gesetzt: mehr Power zum im Stau stehen  ;D

Wirklich neue Fahrzeuge, wie das bei Piechs Abgang gezeigte oder dieses von Freunden entwickelte (http://www.jetcar.de/) und real verkaufte haben es natürlich ungemein schwer. Der Markt will das nur in sehr beschränktem Umfang. Dazu kommen die Kosten. Kleinserienhersteller können Entwicklungskosten nicht auf andere Baureihen umlegen, aus anderen Unternehmungen finanzieren ist auch nicht ganz einfach. VW könnte das, ist aber nicht mutig genug, das wirklich zu tun. Schliesslich ist Kraftstoff weiterhin (trotz aller Jammerei) noch so perverss billig, dass sich im Prinzip jeder immer wieder neue Spritschlucker kauft. (Man hätte ja die Abstimmung mal darum kreisen lassen können, ob jemand schonmal bewusst der Umwelt zuliebe ein kleineres, langsameres Auto gekauft hat, als er vorher hatte ;))
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 18, 2007, 14:46:54
Du kannst relativ gefahrlos ein Streichholz in einen Benzintank fallen lassen....

schwierig…

also, bei Benzin würde ich das über 20 Grad eher nicht tun, weil ich mein auto mag.

Bei Diesel ist das aber völlig ungefährlich (is ja nur flüssiges Paraffin 8) )
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am April 18, 2007, 15:05:53
... einem Jochomaten angetriebene Thyrfingobil planen.  ;D ;)

Erst mal werden wir ein Technologieunternehmen gründen, Aktien ausgeben, die Ihr dann kaufen könnt.

Wenn wir dann genügend Risikokapital zusammen haben, dann geht die Entwicklung los.

Wir sichern Euch natürlich traumhafte Steigerungen zu.

Jochen

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am April 18, 2007, 15:08:44
Dann möchte ich aber "Federaufzieher" werden! ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 18, 2007, 15:59:30
Dann möchte ich aber "Federaufzieher" werden! ;D
Wieder einer, der bei "Der sendung mit der Maus" nicht aufgepasst hat …



Banausen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am April 18, 2007, 17:19:22
also, bei Benzin würde ich das über 20 Grad eher nicht tun, weil ich mein auto mag.

Warum?
Benzin hat bei z.B. 25°C einen Dampfdruck von 580hPa, macht bei normalen Druckverhältnissen einen Benzinanteil von >50%. Explosionsgrenzen für Benzin/Luftgemische sind 1,3-7,8Vol%.
siehe auch Sicherheitsdatenblatt von Merck (http://chemdat.merck.de/documents/sds/emd/deu/de/1009/100915.pdf)
Daher gibt es in Deinem Tank mit einem Streichholz keine Explosion. Trotzdem bitte nicht probieren.

Bei Diesel ist das aber völlig ungefährlich (is ja nur flüssiges Paraffin 8) )

Diesel und Benzin unterscheiden sich so großartig  gar nicht. Diesel hat nur ein etwas höheres durchschnittliches Molekulargewicht und daher einen höheren Siedepunkt/niedrigeren Dampfdruck.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am April 18, 2007, 18:35:08
also, bei Benzin würde ich das über 20 Grad eher nicht tun, weil ich mein auto mag.

Warum?


Wenn ich mich nicht irre hat T. nen Trabant, was ja erklären würde, warum er von solchen Experimenten lieber absieht. Gute sind rar. (oder verdrehe ich da Geschichten und Zeitläufte? ???)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 18, 2007, 18:41:25
Daher gibt es in Deinem Tank mit einem Streichholz keine Explosion.

Aber es brennt, im Gegensatz zu Diesel. Dacht ich zumindest.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am April 18, 2007, 19:10:52
Aber es brennt, im Gegensatz zu Diesel. Dacht ich zumindest.

Ja, aber Thyrfing sprach von einer Explosion. Das passiert nicht.
Es wird eine Flamme am Tankstutzen geben. Bei Kanistern für entzündliche Flüssigkeiten gibt es am Auslauf immer ein Gitter, das das Rückschlagen einer Flamme in den Behälter verhindert (wie auch bei Grubenlampen um die Flamme herum). Ich gehe doch ganz stark davon aus, dass das bei Autotanks ebenso ist. In dem Fall können sich nur Benzindämpfe entzünden die aus dem Tank austreten und das sind nicht so viele, weil der Tank ja nicht erhitzt wird.

Aber trotzdem. Bitte nicht ausprobieren.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 18, 2007, 19:40:31
Wenn ich mich nicht irre hat T. nen Trabant, was ja erklären würde, warum er von solchen Experimenten lieber absieht.

stümmt ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am April 18, 2007, 19:41:55
Fährst Du den als einziges Auto?
Wie viele km im Jahr?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 18, 2007, 20:35:53
ja, der gute ist mein einziges Auto

und fährt so etwa 8-10.000 km im Jahr (grob geschätzt)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am April 18, 2007, 20:42:50
Unser Nachbar hat einen Bruder und der hat auch einen Trabbi.
Den hören wir schon immer von weitem, wenn er zu Besuch kommt.
Und wenn er angekommen ist, reichen wir ihn auch, früher jedenfalls.
Nun hat er einen Kat, kann das sein ?

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am April 18, 2007, 21:29:08
Ein echter Zweitakter sollte eigentlich immer "ein wenig" stinken. Besser eingestellt könnte er jedoch sein und zudem riecht er ja insbesondere bei fettem Gemisch, wenn er kalt ist. Vielleicht hast Du Dich vorher immer hingestellt wenn er nach einem längeren Besuch losfuhr, und vergleichst es jetzt mit dem Moment, wenn er ankommt.

8 - 10000km mit nem Trabbi ist ja schon durchaus ne stolze Leistung. Machste das, weil du den von Opi geerbt hast oder hast Du perönlich 15 Jahre gewartet und die Bestellung am 10.11.1989 ausgeliefert bekommen, so, dass Du nicht anders kannst als das Geld so richtig abfahren und die Wartezeit im Verhältnis  als kurz bezeichnen zu können? (Hab aber irgendwie in Erinnerung, dass Du so alt auch nicht bist. Bist Du eigentlich Ossi? Oder  hat Dich dieses Wunder des Motorisierten Individualverkehrs (kurz MIV) Spätbekehrt?! :o
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am April 19, 2007, 08:48:01
Dass ein Zweitakter immer ein wenig riecht, liegt in der Natur der Sache.
Mittlerweile gibt es zwar die Möglichkeit, einen KAT Nachzurüsten, dieser würde aber bei der recht spärlichen Leistung von 26 PS nochmals 2-3 PS wegnehmen.
Zudem erhöht der Kat den Benzinverbrauch (zusätzlich) das dieser die Rückstoßwerte verändert (siehe Bild)

(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/52/Arbeitsweise_Zweitakt.gif)

Die Auspuffanlage ist eine Wissenschaft für sich
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am April 19, 2007, 09:03:08
Mittlerweile gibt es zwar die Möglichkeit, einen KAT Nachzurüsten, dieser würde aber bei der recht spärlichen Leistung von 26 PS nochmals 2-3 PS wegnehmen.

Na und? Mein erstes Auto hatte 23 PS, aber als Viertakter mit Luftkühlung. Natürlich auch ohne Kat.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am April 19, 2007, 10:33:29
Die Auspuffanlage ist eine Wissenschaft für sich

Oh ja!

Auspuffsysteme zu berechnen ist wohl auch nicht so ganz einfach.

Gerade bei Motorrädern ist es ja (oder war es früher) sehr angesagt die Abgasanlagen durch super geile High-End Rohre zu ersetzen.
Das geht immer in die Hose!

Im besten Falle hast du dabei die gleiche Leistung wie mit der Werksanlage. In der Regel aber deutliche Leistungsverluste.
Kompensiert werden die durch einen anderen Sound. ;)

Mein Bike ist lauter---> also ist es wohl auch schneller! ;D

Auch die Neueinteilung der Versicherungsklassen, vor einigen Jahren, war nicht gut.
Bis heute werden viele Motorräder unabhängig von den deutschen Versicherungsklassen gebaut.
Aber das "Wegnehmen" von nur zwei oder drei PS durch Drosselung, hat sehr oft eine völlig verwartzte Leistungskurve des Motors zur Folge.
Nicht passt mehr. Löcher beim Hochdrehen, höherer Spritverbrauch.....
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: apprendi am April 19, 2007, 11:59:37
@Fränk:
Insbesondere das Rückwäretstuning durch Dichtungen mit geringerem Innendurchmesser - wie bei der von Dir angesprochenen 98PS-Regelung - ist insofern ein Witz.

Interessant ist jedoch, wie manchmal Hersteller für das Styling auf Leistung verzichten. Die Kawa Z1000 (zumindest das Modell vor dem Jetzigen) hat ja diese tolle 4in4 Anlage, die 10 PS im Vergleich zu einer unaufwändigeren aus dem Zubehörhandel verschwendete.

ähnlich sieht es ja auch bei allen Zweitaktenduros aus. Wenn die mit Straßenzulassung verkauft werden, habe sie meist 17PS (Versicherung sehr günstig). Ein Krümmer mit grösserem Volumen (und speziellen Innendesign) wird oft gleich mitgeliefert, um aus der 250er dann sofort die 50+PS für den Sport zu holen. Ich denke, dass bei diesen nervenden Scootern ein ähnlicher Effekt für billig Geld erreicht werden kann (zumindest bei Zweitaktern).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am Mai 02, 2007, 21:23:12
Es gibt neue Zahlen zum Klimawandel Quelle: Web.de (http://magazine.web.de/de/themen/wissen/erde/3972624-Arktisches-Eis-schmilzt-schneller-als-vorhergesagt.html)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 04, 2007, 09:17:56
Der letzte Teil der dreiteiligen (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6471764_REF1_NAV_BAB,00.html) Klimawarnung der Vereinten Nationen wurde offiziell gemacht:
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m4/wissen/artikel/760/112648/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 04, 2007, 09:50:58
Und so wird der ZugspitzGletscher gerettet:
FAZ (http://www.faz.net/s/Rub9FAE69CECEA948EAAFE2806B54BF78AA/Doc~E5C08014A4BA646AC80505C752E6AA361~ATpl~Ecommon~Scontent.html)


Edit Thyrfing: Habe den Link vercodiert, damit er das Layout nicht zerstört.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: daveinitiv am Mai 04, 2007, 14:11:14
Ich habe gestern einen Bericht gehört, in dem gesagt wurde, dass spätestens in 20-30 Jahren der Zugspitzgletscher weggeschmolzen sein wird, trotz aller Bemühungen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 11, 2007, 20:42:12
Und wenns an die Praxis geht, dann hats der ÖV nicht immer leicht:
http://www.nzz.ch/2007/05/11/il/articleF5WFQ.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am Mai 12, 2007, 07:43:18
Wie ich gerade in den Nachrichten gehört habe, ist die UN - Klimakonferenz gescheitert. Die EU und die Schweiz haben ihre Unterschrift unter das Schlussdokument verweigert, weil sie mit den abgeschwächten Texten und Schlussfolgerungen nicht einverstanden waren.
Also alles wie immer. Europa sagt zumindest es möchte ja etwas für das Weltklima tun, wenn man es denn lassen würde, die USA stehen wie gewöhnlich über den Dingen, die Schwellenländer sehen ihr Wachstum in Gefahr und den armen Ländern fehlen die Mittel - Stillstand.

Nachtrag: Link zum Thema aus der Süddeutschen hier (http://www.sueddeutsche.de/,tt7m4/ausland/artikel/12/113898/)
Leider war der Nachrichtentext nicht korrekt. Es ging nicht um die Klimakonferenz sondern wie in dem Artikel beschrieben um eine Konferenz zum Thema Nachhaltigkeit in der Umweltpolitik. Tja, noch nicht mal den öffentlich - rechtlichen Nachrichten kann man mehr trauen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 13, 2007, 10:16:47
Und schon beginnt sich abzuzeichnen, dass auch die jüngsten Errungenschaften und Forderungen aus der grünen Ecke vielleicht doch nicht so ganz durchdacht sind:

Die NZZ am Sonntag berichtet in einem Nicht-Abonnenten leider nicht zugänglichen Artikel von einer noch nicht veröffentlichten Studie der EMPA (http://www.empa.ch) über die Ökobilanz von Biotreibstoffen. Besser als Diesel aus Erdöl schneiden da nur ab: Erdgas, Methan aus Gülle, Holz, Klärschlamm und Bioabfall, Ethanol aus Holz und Biomasse sowie Methyl-Ester aus Altspeiseöl.
Eine schlechtere gesamtökologische Bilanz wird insbesondere ermittelt für: Ethanol aus Mais und Zuckerrohr, Methyl-Ester aus Soja, Raps und Ölpalmen sowie Methan aus Gras.

Werde versuchen auf die Studie zu verlinken, wenn sie denn veröffentlicht wird.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Mai 13, 2007, 11:34:11
Ich habe gestern einen Bericht gehört, in dem gesagt wurde, dass spätestens in 20-30 Jahren der Zugspitzgletscher weggeschmolzen sein wird, trotz aller Bemühungen.

Dann ist es ja gut, dass wir ihn uns vor 3 Wochen noch anschauen konnten.

Da schönes Wetter war, hatten wir ein beeindruckendes Panorama von ca. 2900 m.

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 13, 2007, 12:03:43
Warlord:
Die Ethanol-Gewinnung aus Mais- und Sojaplantagen wird von "der grünen Ecke" auch längst kritisiert. Vorangetrieben wird sie dagegen von den entsprechenden Branchen.
Raps zur Treibstoffgewinnung beziehungsweise der Treibstoff selbst wird in Deutschland seit ein oder zwei Jahren nicht mehr steuerlich suventioniert und ist daher schon fast wieder ausgestorben.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 13, 2007, 12:14:40
Dann bin ich wohl auf diesem Kanal schon längst nicht mehr empfänglich genug, als dass ich solche Kritik bis jetzt wahrgenommen hätte. Ist aber eigentlich durchaus naheliegend, ja. Findet sich doch gegen alles irgend eine Spliitergruppe in der grünen Ecke, die dagegen ist.  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am Mai 14, 2007, 10:29:01
Raps zur Treibstoffgewinnung beziehungsweise der Treibstoff selbst wird in Deutschland seit ein oder zwei Jahren nicht mehr steuerlich suventioniert und ist daher schon fast wieder ausgestorben.

Das Problem bei Raps war, dass es zwar "umweltfreundlich" hergestellt werden kann, die Abgaswerte beim Verbrennen unter aller Sau sind (Feinstaub, Kohlenmonooxid, Schwefelwasserstoffe etc.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 22, 2007, 12:51:59
Joy of Tech hat die ultimative Geschäftsidee (http://www.joyoftech.com/joyoftech/joyarchives/963.html).

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 23, 2007, 10:13:33
Werde versuchen auf die Studie zu verlinken, wenn sie denn veröffentlicht wird.

Sie ist nun veröffentlicht worden:
http://www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/8514.pdf
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 27, 2007, 18:04:20
Seinen CO2-Ausstoß durch Sponsoring klimafreundlicher Projekte "ausgleichen": Moderner Ablasshandel oder nicht?
Das war auch mal Thema der Gewissensfrage (http://alhco2.notlong.com/) im SZ-Magazin. 


Was mir neulich mal wieder aufgefallen ist: In den USA springen die Wagniskapitalgegner und andere Spekulanten voll auf den Öko-Zug und ganz allgemein ist dort die diskutierte Frage vor allem "Wie kann man das zu Geld machen?".
Hierzulande wird man sich noch wundern, warum plötzlich die ganze Technik wieder aus den USA (und China) kommt wo die doch solche Umweltferkel sind... Aber Hauptsache wir haben den Weltuntergang zuerst kommen sehen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 31, 2007, 18:28:14
Bush spielt auf Zeit (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6850352_,00.html).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 03, 2007, 19:42:11
Hans Joachim Schellnhuber (http://www.wbgu.de/wbgu_schellnhuber.html) (wissenschaftlicher Beirat der deutschen Bundesregierung) mahnt "strukturelle Innovationen" "vom Kaliber des Apollo-Programms", spätestens ab 2020 an:
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/810/116694/5/print.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am Juni 05, 2007, 12:52:29
Morgen hole ich den neuen Motor für meinen Trabi ;D freu

Der bekommt nun anstatt den eingebauten 26 PS (Trabant, Zweitakt, 594ccqm) nen nun 52PS (Wartburg, Zweitakt, Dreizylinder, 946ccqm)

Dachte mal, das passt zu dieser Debatte ;D

Nachtrag: Abgaswerte sind zwar gleich schlecht, aber der Verbrauch steigt nur von 6,5l auf 8l.
Somit sei bewiesen; je größer der Motor, desto besser die Abgaswerte (auf ccqm umgerechnet ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 06, 2007, 11:51:58
Viel Spaß damit! (Darf man hoffentlich noch wünschen ohne an den Pranger gestellt zu werden...).

Über furzende Kühe (eigentlich geht es ums Rülpsen und den Odel (alias Gülle)) wird ja oft gewitzelt, dabei sind die Methanausscheidungen von Nutztieren durchaus auch ein ernstzunehmender Faktor. Da machen sich diverse Forscher Gedanken (http://www.sueddeutsche.de/,tt2m5/wissen/artikel/328/117211/) wie man die Methanbildung verringern kann.
Einfacher wäre es natürlich einfacher man würde die Menschheit dazu bringen weniger Fleisch und Tierprodukte zu konsumieren, aber das ist ja nicht Aufgabe der Forschung. Es schließt ja auch das eine das andere nicht aus. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juni 06, 2007, 18:22:07
Einfacher wäre es natürlich einfacher man würde die Menschheit dazu bringen weniger Fleisch und Tierprodukte zu konsumieren

Insbesondere dadurch, dass man sie dazu bringt, nicht ständig zu wachsen. Und nicht einfacher, aber nützlicher wäre es, man würde gewisse Religionen davon abhalten, dem entgegen zu wirken.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 06, 2007, 19:49:54
Zynismus bringt uns auf alle Fälle nicht weiter. 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juni 06, 2007, 20:02:11
War das Zynismus?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 06, 2007, 20:25:31
Oje, bitte entschuldige, habe das komplett falsch gelesen beziehungsweise verstanden.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am Juni 08, 2007, 20:50:04
So, Aktion Wartburgmotor liegt aus Eis.

Leider ist das ganze doch etwas zeitaufwändiger, wie zunächst angenommen.

nun werd ich doch zunächst einen neuen 2-zylinder reinbauen.

(wenn ich pleite geh, hab ich ja wieder genug zeit …) *angsbekomm
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 09, 2007, 11:28:35
Ist schon ein Kreuz. Mit Arbeit: Keine Zeit fürs Hobby. Ohne: kein Geld fürs Hobby...

Wünsche Dir alles Gute!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juni 10, 2007, 13:10:57
Artikel über die Kompensiererei: http://www.nzz.ch/2007/06/10/wi/articleF91CV.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 22, 2007, 14:36:10
Bei ClimateCounts.org (http://www.nytimes.com/2007/06/19/business/19green.html?_r=1&oref=slogin) schneidet Apple vergleichsweise (http://climatecounts.org/scorecard.php) schlecht ab:
http://climatecounts.org/scorecardlist.php?c=13
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juni 22, 2007, 20:46:34
Für viele Wissenschaftler ist diese Debatte eine Debatte über ein Thema, das es eigentlich nicht gibt: Siehe Wisnewski (http://www.gerhard-wisnewski.de/modules.php?name=News&file=article&sid=407)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 23, 2007, 19:07:14
Ich finde es immer besonders lustig, wenn Wissenschaftlern anderen Wissenschaftlern Faktenverdrehung und -ignorierung ankreiden und dann genau das tun.

Das die Temperatur bis 1975 nicht stieg, wird allgemein auf die anderen Aerosole zurückgeführt. Das CO^2 nicht der Auslöser für das Ende von Eiszeiten war ist in keiner Weise relevant für die Frage ob CO^2 zu einer Klimaerwärmung führt.

Aber was schreibe ich? Ein ganz ähnlicher Themenabend lief ja kürzlich auf RTL, hier (http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/281/118149/) eine Einordnung der dort gefallenen Argumente.


Und zum wohl hundersten Mal:
Wieso geht in diese Köpfe nicht hinein das es für uns das Beste ist, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, ganz unabhängig vom Klima? Wäre es nicht super, in Zukunft keine Kriege darum führen zu müssen? Soll unsere Wirtschaft, ja unsere gesamte Lebensweise, ständig von anderen Ländern abhängig sein, viele davon übelste Diktaturen? Ist es nicht ökonomisch sinnvoll jetzt einen Wissensvorsprung zu sichern, wo die Ölressourcen noch verfügbar sind?


Ich wende mich auch gegen Hysterie, aber diese Handlungsbedarfsleugner sind keinen Deut besser.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juni 23, 2007, 19:18:57
Wieso geht in diese Köpfe nicht hinein das es für uns das Beste ist, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, ganz unabhängig vom Klima?

Vielleicht weil das praktisch niemand so anpreist/predigt? Vielleicht weil das dann zu wenig grüne Argumente wären für die grüne Ecke? (Das wären ja dann fast schon neoliberale Argumente. Huch, Teufelszeug.) Lieber argumentiert man mit dem Klima und damit, wenn nicht mit fragwürdigen, dann doch zumindest mit unbewiesenen (und möglicherweise unbeweisbaren) Argumenten. Und läuft so, wie ich vermute, in die nächste Lachnummer nach dem Waldsterben und anderen umweltaktivistischen Flops.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juni 23, 2007, 19:22:20
Das die Temperatur bis 1975 nicht stieg, wird allgemein auf die anderen Aerosole zurückgeführt. Das CO^2 nicht der Auslöser für das Ende von Eiszeiten war ist in keiner Weise relevant für die Frage ob CO^2 zu einer Klimaerwärmung führt.
Nun, so wie ich das in dem Bericht verstanden habe, erwärmt sich das Klima erst und dann, also zeitlich später, beginnt der CO2-Gehalt zu steigen. Und das hört sich in meinen Ohren genauso verständlich und logisch an, wie die andere Variante. Also, wer hat Recht?

Mal ganz davon abgesehen: Wer denkt diese Erde wäre in irgendeiner Form stabil, der täuscht sich gewaltig. Natürlich machen wir die Umwelt kaputt, aber betrachten wir dabei die richtigen Verursacher?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 23, 2007, 19:31:36
Das Waldsterben eine wissenschaftliche Lachnummer - einverstanden, aber die Maßnahmen die gegen das "Waldsterben" ergriffen wurden, waren die so schlecht?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am Juni 23, 2007, 20:15:43
Das Waldsterben eine wissenschaftliche Lachnummer - einverstanden, aber die Maßnahmen die gegen das "Waldsterben" ergriffen wurden, waren die so schlecht?

Wenn man sieht, wie sich die Qualität des Benzines verbessert hat, sollte die damaligen Aktionen nicht lächerlich machen.

das schlimmste Teufelszeug, die Schwefeloxide wurden durch Regelungen, für die Treibstoffherstellung sehr stark eingedämmt.

gehört jetzt vieleicht nicht ganz dazu: ich war 1991 einmal in Dresden. Die Fassaden der Häuser waren schwarz von Ruß. Die Städte rochen nach Zweitaktmisch…
Umwelttechnisch vielleicht nicht allzu relevant, hat die Verschmutzung den Menschen doch oft zu schaffen gemacht.

Gegenargumente: In der DDR waren KEINE Fälle von Allergien bekannt. Allerdings gab es häufigere Lungenerkrankungen. (Das alles aber auf einem geringerem Niveau)

gegenargument 2: CO2 ist ungiftig und wird von Pflanzen dringend benötigt. Wir sollten aufpassen, dass wir nicht eines Tages zu wenig Kohlendioxid in der Athmosphäre haben.

Ein Beispiel aus einem anderen Bereich:
Seit der intensiven Abwasserreinigung ist die Qualität des Wassers im Bodensee immer besser geworden.
Dies hatte zur Folge, dass durch "fehlende" Phosphate immer weniger Algen wuchsen. Die Phosphate haben (wie die Stickoxide) eine düngende Funktion.
Heute klagen die Fischer am Bodensee über immer geringere Fischbestände und man überlegt ernsthaft, ob man nicht die Klärwerke ein "klein wenig durchlässiger" machen soll…

<ich habe diesen Beitrag so geschrieben, wie ich denke, nicht wie ich spreche ;) >
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 24, 2007, 00:00:23
Wieso geht in diese Köpfe nicht hinein das es für uns das Beste ist, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, ganz unabhängig vom Klima?

Vielleicht weil das praktisch niemand so anpreist/predigt? Vielleicht weil das dann zu wenig grüne Argumente wären für die grüne Ecke? (Das wären ja dann fast schon neoliberale Argumente. Huch, Teufelszeug.) Lieber argumentiert man mit dem Klima und damit, wenn nicht mit fragwürdigen, dann doch zumindest mit unbewiesenen (und möglicherweise unbeweisbaren) Argumenten.

Ja, ich denke sowieso gerade in Deutschland ist man nicht bereit einmal realistisch über Sicherheitspolitik zu reden und auch bzgl. Wirtschaft pflegt man lieber Angststarre anstatt Bewegung als etwas Positives zu werten.

Zitat
Und läuft so, wie ich vermute, in die nächste Lachnummer nach dem Waldsterben und anderen umweltaktivistischen Flops.

Verstehe ich nicht. Waldsterben oder besser: Waldsiechtum ist eine Tatsache. Ein hoher Prozentsatz der Bäume ist krank, auch deshalb (bei weitem nicht alleine deswegen) haben Schädlinge solch leichtes Spiel.
Wärest Du selbst mehr betroffen, ob als Waldfreund oder -besitzer, würdest Du sicher nicht lachen.


Nun, so wie ich das in dem Bericht verstanden habe, erwärmt sich das Klima erst und dann, also zeitlich später, beginnt der CO2-Gehalt zu steigen. Und das hört sich in meinen Ohren genauso verständlich und logisch an, wie die andere Variante. Also, wer hat Recht?

Was hat das mit der aktuellen Debatte zu tun? Beweist es in irgendeiner Weise, daß ein erhöhter Kohlendioxid-Pegel etwas mit einer Erwärmung zu tun hat oder das Gegenteil? Nein!
Einzig, daß es tatsächlich auch andere Ursachen für eine Klimaerwärmung geben kann.
Eine klassische Nebelkerze.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juni 24, 2007, 07:18:46
]

Nun, so wie ich das in dem Bericht verstanden habe, erwärmt sich das Klima erst und dann, also zeitlich später, beginnt der CO2-Gehalt zu steigen. Und das hört sich in meinen Ohren genauso verständlich und logisch an, wie die andere Variante. Also, wer hat Recht?

Was hat das mit der aktuellen Debatte zu tun? Beweist es in irgendeiner Weise, daß ein erhöhter Kohlendioxid-Pegel etwas mit einer Erwärmung zu tun hat oder das Gegenteil? Nein!
Einzig, daß es tatsächlich auch andere Ursachen für eine Klimaerwärmung geben kann.
Eine klassische Nebelkerze.

Das ist genau so eine Nebelkerze wie die Diskussion in die andere Richtung. Und damit auch genau soviel mit der Debatte zu tun, wie das derzeitige zentrale Thema. Also alles. Weil es nämlich niemand wirklich weiß.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 24, 2007, 12:41:50
Sorry, aber da irrst Du.
Natürlich kann man nichts ganz genau sagen, daß hat die Zukunft nun mal so an sich. Es gibt aber sehr handfeste Indizien das der Kohlendioxid und Methan und XY-Ausstoß etwas mit Erderwärmung zu tun hat während zum Beispiel die Sonnenfleck-Theorie weitgehend entkräftet ist.

Die Medien lieben halt dem Widerspruch, deshalb werden einige wenige widersprechende Forscher immer wieder ihre Öffentlichkeit finden zumal sie mächtige Verbündete haben. Schaut man mal genauer hin sieht man u.a. auch das die Herren sich immer gegenseitig zitieren und sich lieber an populärwissenschaftlichen Werken abarbeiten - weil diese manchmal etwas schludrig mit Details umgehen - anstatt sich im ernsthaften Wissenschaftsdialog auszutauschen und die eigenen Theorien einzubringen und gegenchecken zu lassen.

Nun bezweifele ich nicht das es Außenseiter in der Wissenschaft enorm schwer haben. Der Mechanismus ist aber doch immer der gleiche:
- Es zeichnet sich ein allgemeiner Konsens ab weil die Faktenlage immer klarer wird
- Einige Wissenschaftler pflegen den Widerspruch
- Die Medien springen auf diese an und erwecken den Eindruck als wäre die eine Theorie wie die andere

Das ist in dieser Diskussion so, daß war bei HIV/Aids so ("HIV nicht Ursache für Aids!"), ja sogar beim Rauchen ("Mäßiges Rauchen ist gesund!)... bei den Pyramiden, den Kornkreisen, und wo weiter und so fort.
Gerne stilisieren sich dann  die "Widersprüchler" als moderne Helden gegen den verbohrten Wissenschaftsbetrieb und die Medien assistieren und drehen suggestive Filme dazu, die wesentliche Erkenntnisse nicht erwähnen. Auch die Bücher dieser Helden verkaufen sich exzellent und sind oft weit schludriger als alles andere.


Dieser Fall mit den vergangenen Erwärmungen:
Was hat das mit der Debatte zu tun? Noch einmal: Nichts! Es gehört nicht hier her, weil es nichts zur Klärung der Frage beiträgt ob der Mensch etwas mit der Erwärmung zu tun hat, sie verhindern kann oder warum sie geschieht.
Trotzdem wird der Eindruck erweckt, es wäre ein Indiz dafür das der Mensch nichts damit zu tun hat. Das ist klar ein absichtlicher logischer Fehlschluss um die Leute zu verwirren beziehungsweise sogar Fakten zu schaffen, die gewissen Kreisen nutzen.

Das ist ganz etwas anderes als aus einer riesigen Datensammlung heraus zu versuchen die zukünftige Entwicklung abzuschätzen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juni 24, 2007, 16:00:00
Sorry, aber da irrst Du.
Natürlich kann man nichts ganz genau sagen, daß hat die Zukunft nun mal so an sich. Es gibt aber sehr handfeste Indizien das der Kohlendioxid und Methan und XY-Ausstoß etwas mit Erderwärmung zu tun hat während zum Beispiel die Sonnenfleck-Theorie weitgehend entkräftet ist.
Woher weißt DU das? Wer ist in deinem näheren Umfeld, dem du soweit vertraust, dass du die Daten für bare Münze nimmst?
Zitat
Die Medien lieben halt dem Widerspruch, deshalb werden einige wenige widersprechende Forscher immer wieder ihre Öffentlichkeit finden zumal sie mächtige Verbündete haben. Schaut man mal genauer hin sieht man u.a. auch das die Herren sich immer gegenseitig zitieren und sich lieber an populärwissenschaftlichen Werken abarbeiten - weil diese manchmal etwas schludrig mit Details umgehen - anstatt sich im ernsthaften Wissenschaftsdialog auszutauschen und die eigenen Theorien einzubringen und gegenchecken zu lassen.
Tut mir, leid mir stehen diese Quellen so nicht zur Verfügung. Auch kann ich das Thema nicht so  durchschauen, als dass ich sagen könnte wer richtig liegt und wer nicht.
Zitat
Nun bezweifele ich nicht das es Außenseiter in der Wissenschaft enorm schwer haben. Der Mechanismus ist aber doch immer der gleiche:
- Es zeichnet sich ein allgemeiner Konsens ab weil die Faktenlage immer klarer wird
- Einige Wissenschaftler pflegen den Widerspruch
- Die Medien springen auf diese an und erwecken den Eindruck als wäre die eine Theorie wie die andere
Eben. Was auf der einen Seite gilt, gilt auch auf der anderen.
Zitat
Das ist in dieser Diskussion so, daß war bei HIV/Aids so ("HIV nicht Ursache für Aids!"), ja sogar beim Rauchen ("Mäßiges Rauchen ist gesund!)... bei den Pyramiden, den Kornkreisen, und wo weiter und so fort.
Gerne stilisieren sich dann die "Widersprüchler" als moderne Helden gegen den verbohrten Wissenschaftsbetrieb und die Medien assistieren und drehen suggestive Filme dazu, die wesentliche Erkenntnisse nicht erwähnen. Auch die Bücher dieser Helden verkaufen sich exzellent und sind oft weit schludriger als alles andere.
Ich bin erstaunt, wie gut du das alles durchschaust. Ich kann das eben nicht. Ich bin kein Naturwissenschaftler. Und erstmal hört sich für mich die eine Theorie an wie die andere. Ich kann nur darauf vertrauen, dass das, was diese Wissenschaftler mir erzählen wirklich stimmt.
Woher weißt du das?
Zitat
Dieser Fall mit den vergangenen Erwärmungen:
Was hat das mit der Debatte zu tun? Noch einmal: Nichts! Es gehört nicht hier her, weil es nichts zur Klärung der Frage beiträgt ob der Mensch etwas mit der Erwärmung zu tun hat, sie verhindern kann oder warum sie geschieht.
Trotzdem wird der Eindruck erweckt, es wäre ein Indiz dafür das der Mensch nichts damit zu tun hat. Das ist klar ein absichtlicher logischer Fehlschluss um die Leute zu verwirren beziehungsweise sogar Fakten zu schaffen, die gewissen Kreisen nutzen.
Also, gewisse Abhängigkeiten finde ich schon erwähnenswert. Und sie sind auf den ersten Blick genauso logisch, wie die Erklärungen für die von dir favorisierte Theorie.
Zitat
Das ist ganz etwas anderes als aus einer riesigen Datensammlung heraus zu versuchen die zukünftige Entwicklung abzuschätzen.
Also, ich finde, die Jungs und Mädels, die sich mit den Erwärmungen der Vergangenheit beschäftigt haben, hatten auch riesige Datenmengen zusammengetragen und ausgewertet.

Du hast da auch etwas falsch verstanden: Die Frage ist eigentlich nicht ob wir Verursacher sind, sondern die Frage ist, ob die Erwärmung denn wirklich so katastrophal ist, wie sie beschworen wird.

Zur Klarstellung: Ich empfinde das hier als Spiel. Ich finde es nämlich witzig, dass du dich hinstellst und mir sagst, ich würde mich irren, weil ich einer Theorie nicht glaube die auch nur Indizien hat. Indizien sind immer noch keine Beweise. Und die hat noch niemand wirklich hervorgebracht. Weder noch. Was oder wem soll ich also glauben? Ich kann das ja nicht einmal selber verifizieren.
Natürlich könnte ich nun lesen. Alles was es zum Thema gibt und dann entscheiden. Aber bis ich damit fertig bin und alles verstanden habe, sind die Polarkappen eisfrei und hier in Krefeld stehen Palmen am Marktplatz.

Deshalb noch mal die Frage an dich: Welchen Grund sollte ich haben zu glauben, wir wären schuld, außer den sogenannten Indizien? Was gibt es da, dass dich daran glauben lässt?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 24, 2007, 17:10:39
Beweisen lässt sich das erst 2100. Und auch dann nur wenn die Gegenmassnahmen unbedeutend geblieben sind. Wir werden also nix besseres als Indizien bekommen.  :(

Die Fragen sind:
1. Wie ernst soll man die Indizien nehmen?
2. Wie belastbar ist die Prognose? Wie ernst kann man die Wissenschaft nehmen?
3. Ab welcher Eintrittswahrscheinlichkeit sollte man handeln?

zu 1.
Der UN Klimarat IPCC gibt die Antwort: "Sehr wahrscheinlich" verursacht der Mensch eine für ihn abträgliche bedeutende Klimaerwärmung. Eine Erwärmung über 2 Grad ist den Damen und Herren Forschern nicht ganz geheuer. So wie ichs mitbekommen habe, ist das mehrheitlich die Meinung in der Klimawissenschaft auch außerhalb des IPCC. Also der besten Leute, die wir in dem Bereich haben. Zumindest von Leuten, die sich seit Jahren intensiv und wissenschaftlich mit Klimaprognosen beschäftigen.

Wie kommt man aber zu einer Einschätzung der wissenschaftlichen Einschätzung? ??? Details studieren, da kann ich Thyr beipflichten, verwirrt als Laie nur.


   (http://www.sd-m.de/images/IPCC2001_Temp1990-2100.jpg)
http://www.sd-m.de/Klimawandel.htm

   (http://www.klimanotizen.de/assets/images/2005.02.26_1000_Year_Temperature_Comparison.png)
http://www.klimanotizen.de/html/newsletter_13.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 24, 2007, 22:18:52
Woher weißt DU das? Wer ist in deinem näheren Umfeld, dem du soweit vertraust, dass du die Daten für bare Münze nimmst?

Du nimmst also nur noch Fakten ernst die Du selbst im näheren Umfeld überprüfen kannst?
Stimmt das so? Was sollen wir dann noch diskutieren?


Zitat
Tut mir, leid mir stehen diese Quellen so nicht zur Verfügung. Auch kann ich das Thema nicht so  durchschauen, als dass ich sagen könnte wer richtig liegt und wer nicht.

Das ist doch auch nicht nötig. Ich sage ja auch nicht richtig!/falsch!.
Nur, daß manche Argumente für diese Diskussion keine Bedeutung haben und andere widerlegt wurde. Und ja, da vertraue ich auf die überwältigende Mehrheit der seriösen Medien. Und der Spiegel und insbesondere sein Fernsehen gehören für mich nur teilweise dazu.


Zitat
Eben. Was auf der einen Seite gilt, gilt auch auf der anderen.

Natürlich gibt es auch dort Übertreibungen, nur sind es ja gerade diese Medien die dann hinterher Skeptiker rausholen und als Helden gegen die ach-so-böse Mehrheit stilisieren.

Zitat
Ich bin erstaunt, wie gut du das alles durchschaust. Ich kann das eben nicht. Ich bin kein Naturwissenschaftler. Und erstmal hört sich für mich die eine Theorie an wie die andere. Ich kann nur darauf vertrauen, dass das, was diese Wissenschaftler mir erzählen wirklich stimmt.
Woher weißt du das?

Es geht nur bedingt um Glauben. Viel mehr um eine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten und simple Logik.
Wenn ein Theorie experimentell bestätigt wird, dieses Experiment unabhängig wiederholt werden kann, was soll man da noch einwenden? Natürlich können alle lügen, aber warum?
Was ist wahrscheinlicher: Eine Errichtung der Pyramiden im ägyptischen Altertum, die zig tausend Spuren hinterließ oder eine vor 12.000 Jahren mit Hilfe von Außerirdischen?


Nun, daß habe ich auch schon erwähnt, gibt es bei der Klimaerwärmung natürlich keine echten Beweise und was die Vorhersage betrifft ist man natürlich stets auf die Zukunft angewiesen um sie zu beweisen oder zu widerlegen.
Darum haben seriöse Vorhersagen ja auch eine ziemlich große Bandbreite.

Es gibt aber eine lange Indizienkette, die Wahrscheinlichkeiten generieren. Wenn man verantwortungsvoll handeln will muss man diese beherzigen, daß ist der einzig logische Weg. Das heißt ja nicht das man in Hysterie verfallen und von heute auf morgen alles ändern sollte, im Gegenteil. 

Zitat
Zitat
Dieser Fall mit den vergangenen Erwärmungen:
Was hat das mit der Debatte zu tun? Noch einmal: Nichts! Es gehört nicht hier her, weil es nichts zur Klärung der Frage beiträgt ob der Mensch etwas mit der Erwärmung zu tun hat, sie verhindern kann oder warum sie geschieht.
Trotzdem wird der Eindruck erweckt, es wäre ein Indiz dafür das der Mensch nichts damit zu tun hat. Das ist klar ein absichtlicher logischer Fehlschluss um die Leute zu verwirren beziehungsweise sogar Fakten zu schaffen, die gewissen Kreisen nutzen.
Also, gewisse Abhängigkeiten finde ich schon erwähnenswert. Und sie sind auf den ersten Blick genauso logisch, wie die Erklärungen für die von dir favorisierte Theorie.

Was heißt da die von mir favorisierte These? Hier geht es um logische Schlussfolgerung, nicht anderes habe ich thematisiert.

Spielt es für die Funktionsweise einer Mikrowelle eine Rolle, daß es auch andere Arten der Erwärmung von Essen gibt?

Wenn man bestreiten will, daß die vom Menschen produzierten Klimagase verantwortlich sind für die Erwärmung muss man das anhand der vorhandenen oder neu erhobenen Fakten tun und nicht mit solchen Querschlüssen.

Zitat
Also, ich finde, die Jungs und Mädels, die sich mit den Erwärmungen der Vergangenheit beschäftigt haben, hatten auch riesige Datenmengen zusammengetragen und ausgewertet.

Habe ich das bestritten?
Es wird Dich auch vielleicht überraschen das die meisten dieser Eisbohrer eben keine Zweifel an der derzeitigen Mehrheitsmeinung haben.
Tatsache ist das auch in diesem UN-Bericht zahlreiche Forscher unterschiedlcihe Gewichtungen hatten und keineswegs ein monolithischer Block ein paar Freigeistern gegenüber steht. Es ist nur sinnvoll, einen solchen Kompromiss (auch politischer Natur) dann wenigstens ernst zu nehmen.

Zitat
Du hast da auch etwas falsch verstanden: Die Frage ist eigentlich nicht ob wir Verursacher sind, sondern die Frage ist, ob die Erwärmung denn wirklich so katastrophal ist, wie sie beschworen wird.

Nein. Das Argument von wegen Kohlendioxid vor oder nach Erwärmung sollte natürlich entkräften das Kohlendioxid die Ursache für die derzeitige Erwärmung ist oder überhaupt eine mögliche Erwärmung sein kann.
Nur ist es zur Klärung dieser Frage eben nicht geeignet.

Interessanterweise erwähnst Du aber hier einen Strategiewechseln vieler Zweifler wie er tatsächlich stattgefunden hat:
Erst gab es keine Erwärmung. Dann gab es sie zwar, aber nicht durch den Menschen. Nun leugnen auch das immer weniger Forscher und plötzlich wird der Fokus darauf gesetzt das die Erde das schon regulieren wird und alles nicht so schlimm ist.

Dabei haben historische Klimadaten nur sehr wenig Aussagekraft diesbzgl., schließlich lebten nie zuvor auch nur annähernd so viele Menschen auf dem Globus, war die Natur eh schon so enorm unter Druck und die Ressourcen umstritten.

Zitat
Zur Klarstellung: Ich empfinde das hier als Spiel. Ich finde es nämlich witzig, dass du dich hinstellst und mir sagst, ich würde mich irren, weil ich einer Theorie nicht glaube die auch nur Indizien hat. Indizien sind immer noch keine Beweise. Und die hat noch niemand wirklich hervorgebracht. Weder noch. Was oder wem soll ich also glauben? Ich kann das ja nicht einmal selber verifizieren.

a) Ich habe mich ganz allein auf Deine Behauptung bezogen, daß Argument bzgl. der zeitlichen Reihenfolge Kohlendioxid-Konzentration und Erwärmung wäre relevant für die derzeit relevanten Fragen.
b) Ich hatte bisher weder angenommen noch behauptet, Du würdest Dir die von Dir verlinkten Thesen zu eigen machen.
c) In der Tat ist das hier wohl mehr ein, wie ich finde ziemlich sinnloses, Spiel, denn wenn Du eh alles oder nichts glaubst hast Du ja auch keine Meinung zum Thema, eine andere Schlußfolgerung kann ich nicht ziehen.

Zitat
Natürlich könnte ich nun lesen. Alles was es zum Thema gibt und dann entscheiden. Aber bis ich damit fertig bin und alles verstanden habe, sind die Polarkappen eisfrei und hier in Krefeld stehen Palmen am Marktplatz.

Deshalb noch mal die Frage an dich: Welchen Grund sollte ich haben zu glauben, wir wären schuld, außer den sogenannten Indizien? Was gibt es da, dass dich daran glauben lässt?


Niemand kann alles lesen. Das ist für mich auch eine Aussage, die ich nicht nachvollziehen kann. Es ist eine Abwägung:
- Wer ist glaubwürdiger, die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftsgemeinde oder einige Forscher, v.a. aus den USA und England?
- Welche Medien berichten ausgewogen und welche nicht?
- Ist es anzunehmen das man den über viele Millionen Jahre gespeicherten Kohlenstoff in wenigen Jahrhunderten ohne Konsequenzen wieder ins System einführen kann?
- Wer hat welche Interessen?
- Sind Argumentationsketten in sich logisch?


Das ist doch allgemein so. Ich nehme Dir auch irgendwie nicht ab, daß Dir all dies nicht bewust ist. Wie Du selbst sagst: Ein Spiel...

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am Juni 25, 2007, 10:33:22
Der Mensch neigt dazu oftmals zu glauben , was er glauben will...

Im Falle der Erderwärmung ist es -wie in anderen Fällen auch- hilfreich für die Meinungsbildung, wenn man versteht, wie der Treibhauseffekt funktioniert. Obwohl das eigentlich allgemein bekannt sein sollte, kann man hier nochmal nachlesen: Treibhauseffekt. (http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt). (Den Effekt kennt jeder von uns: bei wolkenlosem Himmel ist es Nachts viel kälter als draußen.)
Wer dann allen Ernstes behauptet, die Milliarden Tonnen an CO2, die durch den Menschen seit Beginn des Industriezeitalters in die Atmosphäre geblasen wurden, hätten keinen Einfluss auf das Erdklima, kann in meinen Augen nicht ganz klar bei Verstand sein. In welchem Maße sich der Effekt allerdings auf das Klima und auf die Menschheit auswirkt, darüber läßt sich streiten.

Es gibt einen schönen Spruch der dazu passt, wenn die Menschheit jetzt nix unternimmt und in 50 Jahren feststellt, daß der Mensch doch hauptverantwortlich für die globale Erderwärmung ist:

"Gestern standen wir noch kurz vor dem Abgrund - heute sind wir schon einen Schritt weiter..."
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 11, 2007, 00:55:13
   (http://www.spiegel.de/img/0,1020,937642,00.jpg)
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-498641,00.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am August 11, 2007, 10:24:05
Tolle Grafik!

Um von 1.366,05 auf 1.365,90 zu fallen (das sind ca. 0,1‰ oder 1/9000), stürzt die Kurve im 30°-Winkel nach unten!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am August 11, 2007, 13:34:01
Naja gut, für die Bild-zeitung würde das vermutlich reichen: "Sonne erlischt!"
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am August 11, 2007, 13:42:28
Naja gut, für die Bild-zeitung würde das vermutlich reichen: "Sonne erlischt!"

WAAAS? Dann schnell mit Essen eindecken ;D

muss weg, die Läden noch vor Euch plündern…
und wenn Die Flut kommt, schnell zurückentwickeln: (http://smiliestation.de/smileys/Tiere/165.gif)
Hoffentlich gibts da unten wasserdichte Macs
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 09, 2007, 16:53:37
Ich bookmark das mal hier:
FAZ Artikel (http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EC099321135B34E6C82F4BF639A779CCE~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 12, 2007, 18:45:24
Danke, der Artikel beschreibt gut das Phänomen, daß ich irgendwo im Thread schon mal ansprach.

Morgen eröffnet ja die IAA und die Formen werden uns die Marketingformeln nur so um die Ohren hauen. Hybrid muss jetzt sein, dabei wäre es vielleicht doch besser v.a. die herkömmlichen Motoren weiterzuentwickeln. So schlecht sind die ja nicht, v.a. hierzulande. Wenn ich einen quasi-Sportwagen wie den BMW 1er mit 5,5 Liter Diesel durch die Gegend jagen kann, ist das doch wohl aller Ehre wert.
Ich habe auch gar nichts gegen Hybrid, nur rechnet es sich für den Endkunden eher nicht, weil der Mehrpreis für nur Wenige reinzufahren ist. Man wird es also noch länger mit einem Akzeptanzproblem zu tun haben. Trotzdem muss es jetzt sein weil man in der Imageschlacht schon wieder mal verloren hat.

Wie auch immer.

Außerdem scheint ja wohl alle Welt auf diesen "Sechstausend in der Grundversion!"-VW zu warten.
Ich erwarte ein Auto mit langer Aufpreisliste, bei dem dann viele sagen: "Da kaufe ich doch lieber einen gebrauchten Golf, der hat das alles schon drin!".
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am September 12, 2007, 18:56:08
Ich habe auch gar nichts gegen Hybrid, nur rechnet es sich für den Endkunden eher nicht, weil der Mehrpreis für nur Wenige reinzufahren ist.
Ein Diesel rechnet sich für kaum mehr als 1/3 der Käufer. Trotzdem kaufen sie die Dinger.
Es wird halt gespart was das Zeug hält. Egal was es kostet.



Man wird es also noch länger mit einem Akzeptanzproblem zu tun haben.
Ich gebe zu, auch für mich ist ein Hybrid irgendwie kein "richtiges Auto".
Frag mich bitte nicht warum ich so denke. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 12, 2007, 19:19:48
Ja, gut, aber ich sage mal 45% kaufen Diesel und Du sagst 33% profitieren... :) Das geht ja noch.
Wenn sich aber ein Diesel nicht rechnet, dann ein Hybrid noch weniger, oder nur wenn man wirklich sehr viel in der Stadt fährt.
Ein Diesel-Hybrid, eigentlich ja das klimafreundlichste, wird selten bleiben. Da müsste man ja wohl an die 25 000 km im Jahr fahren. Sicher gibt es viele solche Fahrer, aber die setzen wohl eher auf Gas, auch noch eine Alternative.

Überhaupt bleiben die Blue-Motions und wie sie alle heißen trotz aller Klimadiskussion weiterhin recht unbeliebt. Alles was nach Verzicht riecht oder im Vergleich zu teuer erscheint wird vom Deutschen gemieden.

Wobei ich auch sage: 150g CO2 oder 120... das kann nicht der Schlüssel zur Weltrettung sein. 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 13, 2007, 11:54:47
Scheinbar war dieser tolle VW Kleinwagen schon vor-vorgestellt, vorgestern (http://www.hr-online.de/website/specials/iaa2007/index.jsp?rubrik=26400&key=standard_document_33071922). Tja, manchmal... jedenfalls blieb die große Aufregung aus, ist halt auch nur eine Studie. Hätte es wissen müssen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am September 13, 2007, 12:12:19
Zitat
"Wenn der „Up“ kommt, wird er gleich zum Erfolg", sind sich die VW-Manager sicher. VW sei zwar oft später dran als andere Autobauer, aber werde dann relativ schnell zum Platzhirschen, meinte ein VW-Manager.

Bescheiden, bescheiden.

Also so mal rein optisch beurteilt wäre ich mir da weniger sicher, dass er sich vor dem neuen Fiat 500 als Platzhirsch wird beweisen können. Aber ja, ist schon klar, die Optik allein wird wohl nicht ausschlaggebend sein.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 13, 2007, 12:38:39
V.a. wird er nicht gegen den Mini konkurrieren, der wird ja nicht nur gekauft weil er (eigentlich gar nicht so) klein ist.
Und ja, der Fiat, aber auch und v.a. Toyota und co. scheinen mir da die näheren Konkurrenten und mit Jahren Vorsprung in diesem Segment. Naja, sie werden schon auf ihre Stückzahlen kommen, wenn das Ding denn überhaupt gebaut wird. Ist ja VW... ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am September 13, 2007, 21:49:50
Ich konnte gerade im Autoradio eine Debatte zur IAA verfolgen. Es wird immer der gleiche Mist runtergebetet. Jeder Lösungsansatz wird mit irgendwelchen fadenscheinigen Argumenten totgeredet. Ich kann es nicht mehr hören. Solange die Industrie das Sagen hat, wird da nix passieren. Die schieben es immer auf den Käufer, der ja den Markt bestimmt. Das es dabei um die Umwelt geht, um unseren Planeten und dieser eigentlich unverkäuflich ist, interessiert die Pappnasen doch eh nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 13, 2007, 22:53:31
Naja, aber es stimmt doch irgendwo: Moderne Technik kostet eben Geld, und wenn es keiner dafür ausgeben will, wird eben nicht entwickelt.
Mit den herkömmlichen Motoren ist eben nun mal nur soundsoviel drin. Und das sie Wagen so schwer sind, was ja immer kritisiert wird, haben auch nicht nur die Hersteller verbrochen: Sicherheitsbestimmungen und Luxusbedürfnis der Kunden diktieren viele Kilos.

Aber insgesamt gesehen kann ich Dir doch recht geben: Würde die Wirtschaft, vorneweg am besten die "Leuchttürme" nur noch sparsamere Modelle als Dienstwagen ordern, wäre viel gewonnen. Dann müssen sie allerdings die Proteste der Belegschaft aushalten können...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am September 13, 2007, 23:23:59
Tja, wenn von "oben" kein Einlenken (z.B. Tempolimit) kommt, dann wird das eh nichts. Man kann den Markt auch beeinflussen, wenn man denn wirklich will.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 14, 2007, 00:04:26
Ja, daß auch.
Frage mich allerdings ob Tempolimit viel bringt, man kann ja einen Mittelklassewagen eh gar nicht mehr ausfahren oder eben nur nach Ein Uhr nachts, wo man es besser nicht sollte. Die Elektronik regelt bei 225 ab, die Realität des deutschen Straßenverkehrs viel früher. 
Aber vielleicht wäre es dir richtige psychologische Maßnahme.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am September 14, 2007, 06:59:48
Ich glaube auch das einem Tempolimit zu viel Heilungspotential zugetraut wird.
Jedenfalls wenn's um den Umweltschutz geht.
Bei der Häufigkeit und den Folgen von Unfällen, sehe das sicher ganz anders aus!

Es ist die Industrie die umsetzen soll, was sie umsetzen kann.

Es ist keine Leistung, die Autos sicherer und schwerer zu machen. Es wäre ein Leistung, die Autos sicherer und nicht schwerer oder sogar leichter zu machen. (wenn ein Auto allerdings nur 120km/h schnell fahren könnte, müsste es auch nicht so gebaut werden, daß es nach einen Crash mit 160km/h noch "gut" aussieht)

Zu den Verbräuchen der Autos oder besser zur Ermittlung der Verbräuche der Autos habe ich vor kurzem einen interessanten Beitrag gesehen.
Das Muster nachdem diese Verbräuche, mit denen dann auch geworben wird, ermittelt werden, ist eine einzige Lachnummer.
Die Fahrzeuge machen auf einem Prüfstand eine (ich glaube 100km lange) Testfahrt.
Es werden dort weder Beschleunigungen simuliert (na gut, einmal zu Beginn) und Berge hat's dort auch nicht.
Am Ende sieht es so aus, daß die angegeben Verbräuche so um die 20% niedriger liegen, als es in der Praxis möglich ist.
Als es möglich ist, würde man wie ein Bekloppter um die Ecken schleichen, das Fahrzeug bei jeder Gelegenheit abstellen um es Sekunden später wieder zu starten (darüber freut sich jeder Anlasserverkäufer), bergab rollen lassen (so 'was ist erlaubt!), keine Klimaanlage laufen lassen, Fenster immer geschlossen halten und Radio höchstens ganz leise hören.

In der Realität sind die Verbräuche wohl eher 30% oder 40% höher als in der Werbung.
Damit sind dann auch die CO2-Emmisionen deutlich höher als die Hersteller angeben und die komplette Diskussionsgrundlage zu allen Debatten um Spritverbräuchche, mit allem was da dran hängt, ist falsch!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am September 15, 2007, 19:19:09
Es geht nicht um das Einsparpotenzial alleine, sondern eigentlich (und fast noch mehr) um den psychologischen Effekt, den so etwas haben kann, bzw. haben wird. Vor allem bei den Autoherstellern.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am September 21, 2007, 21:00:40
Ah, welche Wohltat. Es gibt sie doch, vernünftige Leute:
http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=17320&CategoryID=66
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am September 21, 2007, 21:31:30
Ah, welche Wohltat. Es gibt sie doch, vernünftige Leute:

Dieter Bohlen kann einen Kühlschrank bedienen?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am September 21, 2007, 21:50:53
Das Muster nachdem diese Verbräuche, mit denen dann auch geworben wird, ermittelt werden, ist eine einzige Lachnummer.
Die Fahrzeuge machen auf einem Prüfstand eine (ich glaube 100km lange) Testfahrt.
Es werden dort weder Beschleunigungen simuliert (na gut, einmal zu Beginn) und Berge hat's dort auch nicht.
Am Ende sieht es so aus, daß die angegeben Verbräuche so um die 20% niedriger liegen, als es in der Praxis möglich ist.

Erst mal ist es wichtig - um den Verbrauch der verschiedenen Autos miteinander vergleichen zu können - dass er nach dem gleichen Verfahren gemessen wird und da gilt meines Wissen die Richtlinie RL 80/1268/EWG.

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am September 21, 2007, 22:08:47
Ich finde es ist erst mal wichtig das die Autos möglichst wenig Sprit verbrauchen.

Genau das tun sie aber nicht.
Jedenfalls nicht so wenig, wie Tests nach "gleichem Verfahren" uns vorgaukeln wollen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 21, 2007, 22:54:25
vernünftige Leut

Ja, das würde ich auch als den vernünftigsten Ansatz ansehen: Die Probleme (der Welt) nach Wichtigkeit sortieren und dann schauen was die effektivsten Maßnahmen sind. Auch der gewählte (http://www.heise.de/tr/artikel/print/67726) Bewertungsmaßstab (Geldinvestition pro gewonnenen Lebensjahren, gewichtet nach Behinderungsgrad) ist nur vernünftig. Diesen Ansatz sollten mehr Institutionen unterstützen.

Ob ich aber jemanden vernünftig finde, der erst sagt: "für weite Teile der Welt wird die Klimaerwärmung mehr Gutes als Schlechtes bringen." und 4 Sätze später: "Alles in allem ist die Klimaerwärmung mehr schlecht als gut." weiß ich noch nicht.


Bjørn Lomborg, bzw. sein Wissenschaftlergremium (http://de.wikipedia.org/wiki/Copenhagen_Consensus), gehen auch teilweise von anderen Erkentnissen aus, als andere Wissenschaftlergremien. Beispiel (http://www.avenir-suisse.ch/en/viewPress/content/artikel/2007/01/04-cash.html?press=1):

   "Der Klimawandel kostet uns heute 0 Prozent. Im Jahr 2100 wird er uns 3 Prozent des
   Weltbruttosozialprodukts, 2200 irgendwo zwischen 8 und 12 Prozent kosten. "


Das unterscheidet sich von Aussagen des IPCC, oder von Nicholas Stern.

Woher soll ich jetzt wissen welches Wissenschaftlergremium Recht hat/vernünftiger ist?  ???
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am September 21, 2007, 23:15:01
Woher soll ich jetzt wissen welches Wissenschaftlergremium Recht hat/vernünftiger ist?  ???

Genau kann ich das auch nicht sagen.

Menschen, die in Flip-Flops vor Kühlschränken posieren, haben bei jedoch mir immer einen schweren Start. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am September 22, 2007, 09:24:46
Das unterscheidet sich von Aussagen des IPCC, oder von Nicholas Stern.

Woher soll ich jetzt wissen welches Wissenschaftlergremium Recht hat/vernünftiger ist?  ???

Klar, dieses Problem hat man als Laie immer, wenn sich Wissenschafter nicht einig sind. Man kann da dann eigentlich nur darauf abstellen, was auch aufgrund eigener Erfahrungen und Vorurteile glaubwürdiger klingt.

Für mich ist da die Frage, was vernünftiger klingt, allerdings sehr sehr schnell entschieden. Auf der einen Seite habe ich jene, die nur einen Blick für ihr Spezialgebiet haben und daraus alle die negativen Folgen der gegenwärtigen Entwicklung herauspicken und daraus eine Katastrophenprophezeiung konstruieren. Auf der anderen Seite habe ich solche, die Vor- und Nachteile der gegenwärtigen Entwicklung gegenüberstellen und zu gewichten versuchen und das Resultat dann in einen ganzheitlichen Kontext einzuordnen versuchen.
Sicher werden beide Seiten Fehler, Unpräzisheiten und Unsicherheiten in ihren Betrachtung haben. Und beiden Seiten wird man folglich solche vorwerfen können. Dass die zweite Vorgehensweise aber die mit Abstand vernünftigere ist, steht für mich selbst nicht zur Diskussion. Und dabei stelle ich schon lieber darauf ab, was die Leute vorbringen, als darauf, ob sie in ihrer Wohnung nun mit Flip-Flops oder sonstwas herum laufen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 22, 2007, 09:42:15
Habe ich das richtig verstanden: Ökonomen machen bessere Klimaprognosen als Klimatologen?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am September 22, 2007, 10:49:16
Auf der einen Seite habe ich jene, die nur einen Blick für ihr Spezialgebiet haben und daraus alle die negativen Folgen der gegenwärtigen Entwicklung herauspicken und daraus eine Katastrophenprophezeiung konstruieren. Auf der anderen Seite habe ich solche, die Vor- und Nachteile der gegenwärtigen Entwicklung gegenüberstellen und zu gewichten versuchen und das Resultat dann in einen ganzheitlichen Kontext einzuordnen versuchen.
Humbug, das ist Schönrederei. Wie soll ein Laie das besser beurteilen können, nur weil er Ökonom ist?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am September 22, 2007, 10:52:00
Habe ich das richtig verstanden: Ökonomen machen bessere Klimaprognosen als Klimatologen?
Nein, das hast Du nicht richtig verstanden. Ganzheitlich denkende Gremien von Wissenschaftlern verdienen von mir mehr Vertrauen als Klimatologen, die mit auf nur ihr Spezialgebiet fokussiertem Blick die Welt retten wollen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am September 22, 2007, 10:58:04
Auf der einen Seite habe ich jene, die nur einen Blick für ihr Spezialgebiet haben und daraus alle die negativen Folgen der gegenwärtigen Entwicklung herauspicken und daraus eine Katastrophenprophezeiung konstruieren. Auf der anderen Seite habe ich solche, die Vor- und Nachteile der gegenwärtigen Entwicklung gegenüberstellen und zu gewichten versuchen und das Resultat dann in einen ganzheitlichen Kontext einzuordnen versuchen.
Humbug, das ist Schönrederei. Wie soll ein Laie das besser beurteilen können, nur weil er Ökonom ist?

Weil er offensichtlich den Blick aufs Ganze sucht bzw. nicht verloren hat. Es behauptet niemand, dass der Ökonom klimatische Detailfragen besser beurteilen kann als der Klimatologe. Aber ein ganzheitlich denkender Ökonom hat mehr Vertrauen von mir, wenn es um die Frage geht, die Welt zu retten (bzw. ob sie überhaupt gerettet werden muss), als ein tunnelblickender Klimatologe.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 22, 2007, 12:08:04
Nicholas Stern (Ökonom) kommt in seinem Stern Report (http://de.wikipedia.org/wiki/Stern-Report) zu anderen Ergebnissen als die Ökonomen um Bjørn Lomborg.

Meine Frage bleibt:
Zitat
Woher soll ich jetzt wissen welches Wissenschaftlergremium Recht hat/vernünftiger ist?

Warlord, hast Du eine ausführliche (= für mich nachvollziehbare) Abwägung, warum bei Dir Lomborg schlauer ist als Stern?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 22, 2007, 12:35:43
Der Herr ist doch selbst Schaumschläger aller erster Güte und nun wirklich seit Jahren Mediendarling, kennt Ihr den alle nicht? "Apokalypse No!" hieß sein erstes Buch hierzulande, ein Bestseller.

Was mich stört, auch hier wieder zu beobachten, dank warlord: "Endlich ein Vernünftiger!"

Natürlich ist es wichtig, Gelder und Engagement sinnvoll abzuwägen und dorthin zu bringen, wo es am meisten bringt. Genau das wird ja auch versucht, die Milleniumsziele der VN haben doch genau das im Sinn und wollen zunächst mal die ärgsten Menschheitsprobleme lösen und nicht etwa Sonnenkollektorenkraftwerke en masse errichten. http://de.wikipedia.org/wiki/Millennium-Gipfel
Das sie höchstwahrscheinlich nicht erreicht werden zeigt auch die Schwierigkeit all dieser Elfenbeinturmträumereien, ob nun von Ökonomen oder welchen Fachidioten auch immer.

Natürlich stehen die die unterschiedlichen Ziele teilweise in Konkurrenz. Natürlich hoffen manche Länder und Unternehmen, daß gerade sie sehr viel Geld mit Umwelttechnik machen können. Natürlich übertreibt Greenpeace oft, daß gehört zu ihrem Job, sie sind kein neutrales Wissenschaftlergremium (das es so auch nicht gibt) oder ein Amt, dessen Ehrgeiz sich in Papierproduktion erschöpft, sondern vertreten Interessen.

Ja, und natürlich verrutschen in der öffentlichen Diskussionen oft die Maßstäbe.
Aber das sind doch alles Allgemeinplätze.

Zu warlords letztem Beitrag:
Der Ökonom als ganzheitlicher Denker - eine höchst amüsante These, wie ich finde.


Aber egal. In der Tat wird ein ganzheitlicher Denker wohl schon auch feststellen, daß wir unsere Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen so oder so verringern müssen. Und ja, daß wird sehr teuer. Jetzt einfach weiter zu feuern wird aber noch viel teurer werden. Das ein leichte Verhaltenskorrektur - und mehr ist es nicht, man soll nicht so tun als würde nun alles ohne Sinn und Zweck in eine Richtung gehen - nun v.a. (in Deutschland zumindest) durch Klimaschutzerwägungen vorangetrieben wird ist natürlich der Tatsache geschuldet das man da mit sehr stark vereinfachten Aussagen maximale Öffentlichkeit erreichen kann und sich auch als Weltenretter profilieren kann.


Wer sich näher mit Lomborg und auch Kritik an seinem Buch beschäftigen will, findet (wie meistens) einen guten Startpunkt in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Lomborg
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am September 22, 2007, 13:15:25
Warlord, hast Du eine ausführliche (= für mich nachvollziehbare) Abwägung, warum bei Dir Lomborg schlauer ist als Stern?

Nein, habe ich nicht. Mir geht es doch auch nicht um einen Vergleich zwischen Lomborg und Stern, wer nun schlauer ist oder ob ein gewisses Körperteil nun bei Lomborg oder Stern länger ist. Auch wenn man mir dies mal wieder in den Mund zu schieben versucht. (Den Vergleich, nicht das Körperteil.)

Edit: Na gut, dass ich selbst von zwei Gruppen gesprochen habe war dann wohl ein Fehler. Mir geht es nicht um eine Weiss-Schwarz-Aufsplittung und eine Einteilung der Diskussionsteilnehmer in zwei Lager. Was ich an dem verlinkten Artikel schätze ist, dass die vertretene Meinung um Ganzheitlichkeit bemüht ist. Etwas das ich häufig vermisse in Diskussionen um das Thema. Nicht mehr und nicht weniger.

findet (wie meistens) einen guten Startpunkt in der Wikipedia

Darüber kann man, gerade bei politischen Themen, auch geteilter Meinung sein. Aber das wäre wieder ein anderes Thema. Und wohl auch endlos diskutierbar.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 22, 2007, 13:36:37
Der Artikel ist doch neutral, was ich meinte sind die Links. Dort gibt es Pro und Contra.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am September 22, 2007, 13:45:36
Der Artikel ist doch neutral, was ich meinte sind die Links. Dort gibt es Pro und Contra.

Ich habe den Wikipedia Artikel nicht gelesen. Und werde ihn auch nicht lesen. Ich kann den spezifischen Artikel also nicht beurteilen.
Wikipedia ist für mich bei politisch gefärbten Themen ganz einfach keine Referenz, weil sich dort der sogenannte Spin von Artikeln absolut nicht einschätzen lässt.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 06, 2007, 11:41:04
Ein Interview mit Ex-VW-Vorstand Daniel Goeudevert über die Autoindustrie:
http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/0e896a41-5172-422b-b781-3768303fdc02.aspx
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 07, 2007, 21:27:46
Das Konzept des ökologischen Fußabdruck kurz erkärt:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26352/1.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 16, 2007, 19:02:39
Moratorium für Biotreibstoff gefordert:
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/ziegler_biogas_1.567950.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 16, 2007, 20:26:21
Da wäre ich auch dafür.
Erst neulich las ich, daß unter dem Strich Bioethanol-Ethanol u.U. mehr klimaverändernde Gase erzeugt als Benzin. Gerade Mais und Raps, momentan die Renner, brauchen nämlich viel Düngung und das heißt Stickstoff-Einbringung. Inwiefern dann das N²O in die Atmosphäre gelangt, ist wohl umstritten, aber man hat jetzt mal genauer nachgeforscht... http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26253/1.html
(Ging ja auch durch alle Medien, aber der Bericht ist vergleichsweise gut erläuternd.)

Das nächste ist dann natürlich die Lebensmittelfrage. Oder sagen wir besser die Flächenfrage. Jetzt geht ja den Bioethanol-Herstellern die Düse weil die Landwirte bei den gestiegenen Getreide- und Milchpreisen lieber doch wieder eben diese zu erzeugen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 21, 2007, 00:15:06
Eins habe ich noch nicht verstanden.
Ob wir das verbleibende Erdöl innerhalb von 30 oder innert 100 Jahren in unseren Verbrennungsmotoren verfeuern, müsste doch egal sein. Die freigesetzte Menge CO2 sollte in beiden Fällen gleich sein - und damit auch der Temperaturanstieg. Nun spricht der UN Klimabericht aber von idealerweise 19 Milliarden Tonnen pro Jahr. Das hieße doch die Erde hat eine gewisse Absorbtions- oder FilterLeistung? Zur Absorbtion habe ich das hier gefunden:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/97685
Klingt logisch, irgendwann ist die Aufnahmekapazität erschöpft.

Aber wie ist das mit der Filterleistung der Biosphäre? Wie funktioniert das? Ich dachte eine Wald ist klimaneutral. Wenn der wächst, verbraucht er CO2, wenn er stirbt/geerntet wird/abbrennt setzt er CO2 frei - ein Nullsummenspiel. Ich dachte nur ein mehr an Wald (Aufforstung) bindet einmalig CO2.

Wie funktioniert die Filterung durch die Biosphäre?  ???
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 21, 2007, 15:32:41
Eins habe ich noch nicht verstanden.
Ob wir das verbleibende Erdöl innerhalb von 30 oder innert 100 Jahren in unseren Verbrennungsmotoren verfeuern, müsste doch egal sein. Die freigesetzte Menge CO2 sollte in beiden Fällen gleich sein - und damit auch der Temperaturanstieg.

Selbst wenn man die Speicherfähigkeit der Biosphäre mal beiseite ließe, wäre das so zwar richtig, aber nicht egal. Es macht natürlich schon einen großen Unterschied, wie schnell die Temperatur steigt, auch wenn das Endergebnis das gleiche wäre. Je langsamer, desto besser können sich die Lebewesen darauf einstellen und womöglich finden auch Meeres- und Windströmungen so sanfter zu einer Neuordnung.

Zitat
Wie funktioniert die Filterung durch die Biosphäre?  ???

Ich versuch's...

Mikroorganismen speichern natürlich einen gewissen Anteil des Kohlenstoffs in sich, wie alle Lebewesen auf dieser Erde. Sterben sie, werden sie von anderen Mikroorganismen gefressen bevor sie komplett verwesen und ausgasen, daß geht dann immer so weiter.
Auch leiten Bäume scheinbar einigen überflüssigen Kohlenstoff über die Wurzeln in den Boden.

Über Umfang und genaue Funktionsweise grübeln wohl die Wissenschaftler noch.
Links:
http://www.waldwissen.net/themen/umwelt_landschaft/co2_klimaschutz/wsl_boeden_co2_DE?start=92&
http://science.orf.at/science/news/49310
http://oe1.orf.at/highlights/8665.html


In den Ozeanen wird das CO² ebenfalls in den Lebewesen gebunden und wird natürlich irgendwann wieder freigesetzt, wenn diese verwesen. Nun sinken die toten Lebewesen idealerweise ab und ab 600 Meter wird das CO² flüssig und sinkt weiter ab.
Es gibt wohl auch eine gewisse Interaktion zwischen Wasseroberfläche und Luft, aber da soll besser wer anderes was dazu schreiben.

Es bestehen ja Pläne CO² einzufangen und in die Meere zu pumpen, was aber u.U. verheerende Auswirkungen auf Meereslebewesen haben könnte, weil das Wasser saurer wird. Auch darüber wird gestritten.

Unterschätzer Speicher?:
http://www.nzz.ch/2007/02/28/ft/articleEXK92.html
Einpumpen?:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/hitec/magazin/104608/index.html


Eigentlich sind das Boden und Wasser aber Puffer, keine Endlagerstätten. Auch im Meer blubbert es anscheinend anscheinend langsam nach oben um nach hundert Jahren wieder in in die Luft zu gelangen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 21, 2007, 23:50:24
Danke Florian, habe die Links jetzt durchgelesen und mein Fazit ist:
Es gibt keine Filterleistung der Erde und ihrer Biosphäre. Es gibt nur CO2 Senken (im Boden, in Biomasse/Wald, im Meer). Über deren Größe und Leistungsfähigkeit weiß die Wissenschaft fast nichts. Ausgegangen wird davon, daß ca. 50 % des CO2 Ausstoßes in diesen Senken absorbiert werden. Habe ich irgendwas überlesen?

So kann ich nicht nachvollziehen warum eine bestimmte Menge an neu hinzukommendem CO2 (IPCC: max. möglichst nur 19 Milliarden t/Jahr) den Treibhauseffekt nicht weiter anheizen soll und die globale Durchschnittstemparatur stabilisiert. ???
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 22, 2007, 18:58:25
Naja, doch es gibt auch eine längere Verwahrung, die den Kohlenstoff quasi auf ewig bunkert, wenn nicht gerade der Mensch im Boden rumbohrt. :) Geschieht halt nur nicht schnell und häufig genug für uns.

Aber es ist schon so, wie Du sagst, das allermeiste wird irgendwann wieder freigegeben, wenn die Biosphäre nicht insgesamt zunimmt.

Nun, ich müsste mir mal durchlesen was die IPCC genau meint. Jedenfalls wäre es schon ein Gewinn, wenn nicht alles auf einmal in die Atmosphäre gelangt. Vielleicht gehen sie davon aus, daß der Zeitgewinn ausreicht um dann mit neuer Technik weit weniger neue Treibhausgase zu produzieren. Dann wäre ein langsames Freisetzen des gespeicherten CO² ja nicht mehr so schlimm.
Aber wie gesagt: Erst lese ich es mal. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 24, 2007, 20:36:49
Bescheiden, bescheiden.

Also so mal rein optisch beurteilt wäre ich mir da weniger sicher, dass er sich vor dem neuen Fiat 500 als Platzhirsch wird beweisen können. Aber ja, ist schon klar, die Optik allein wird wohl nicht ausschlaggebend sein.

VW, bald eine Marke der Porsche Holding (Porsche macht 7 Milliarden Umsatz, VW über hundert, daß ist doch alles pervers), meint es scheinbar ernst und präsentiert in Japan den VW Space! (http://www.sueddeutsche.de/,tt10m1/automobil/artikel/863/139572/), ein Viertürer auf Up!-Basis.
Scheint der richtige Vorstellungsort, rein optisch... knuffig.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 24, 2007, 20:47:34
Wer ist da auf Thyrs Smart draufgetreten?  ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 26, 2007, 13:13:41
Es sei an der Zeit, Kyoto zu beerdigen, meint man mittlerweile auch in renomierten Blättern:
http://www.nature.com/nature/journal/v449/n7165/full/449973a.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 26, 2007, 13:47:06
Der Link bringt mein Safari zuverlässig zum Absturz. Nur als Hinweis zur Vorsicht, zum Thema später. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am Oktober 26, 2007, 13:56:23
Der Link bringt mein Safari zuverlässig zum Absturz.

Mein Safari (2.0.4) zeigt es ohne Absturz an.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 26, 2007, 15:12:30
Unter einem anderen Benutzerkonto geht es auch bei mir. Wird wohl ein Plugin sein, muss ich mal abklopfen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 28, 2007, 16:38:11
Das Muster nachdem diese Verbräuche, mit denen dann auch geworben wird, ermittelt werden, ist eine einzige Lachnummer.
Die Fahrzeuge machen auf einem Prüfstand eine (ich glaube 100km lange) Testfahrt.
Es werden dort weder Beschleunigungen simuliert (na gut, einmal zu Beginn) und Berge hat's dort auch nicht.
Am Ende sieht es so aus, daß die angegeben Verbräuche so um die 20% niedriger liegen, als es in der Praxis möglich ist.
Als es möglich ist, würde man wie ein Bekloppter um die Ecken schleichen, das Fahrzeug bei jeder Gelegenheit abstellen um es Sekunden später wieder zu starten (darüber freut sich jeder Anlasserverkäufer), bergab rollen lassen (so 'was ist erlaubt!), keine Klimaanlage laufen lassen, Fenster immer geschlossen halten und Radio höchstens ganz leise hören.

In der Realität sind die Verbräuche wohl eher 30% oder 40% höher als in der Werbung.
Damit sind dann auch die CO2-Emmisionen deutlich höher als die Hersteller angeben und die komplette Diskussionsgrundlage zu allen Debatten um Spritverbräuchche, mit allem was da dran hängt, ist falsch!

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/an_der_wirklichkeit_vorbei_1.575937.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Oktober 28, 2007, 18:23:13
Falsch.  Diese Verbräuche SIND MÖGLICH. Ich behaupte gar, das von Heute auf Morgen 25% weniger Sprit in Deutschland verkauft werden könnte, wenn die Herrschaften:

1. vorrausschauender fahren würden
2. früher schalten und im Fluss fahren würden
3. die Kiste nicht mehr für Kurzstrecken benutzen würden
und die Kiste gut in Schuss halten.

Ich habe ein Auto, das eigentlich mit 9 Liter angegeben ist. AMS testete mit 10 Liter. Mein Durchschnittsverbrauch ist seit 35000 km rund 8.0 Liter und in letzter Zeit fahre ich noch bewusster und kriege schon mal Schnitte um die 6,8 Liter hin. Stellt euch vor, jeder macht das …
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 28, 2007, 19:53:23
Den Test könnte man schon anpassen, aber auch ich sehe hier keine Regel, vielleicht kenne ich ja nur die Ausnahmen. Gut, die Verbrauchswerte im Handbuch meines alten T4-Benziners sind recht optimistisch, immerhin wird aber klar dargestellt das alles über 110 deutlich mehr verbraucht...
Aber der Diesel-Golf eines Bekannten verbraucht nicht mehr als behauptet und der gibt schon ganz schön Gas. Ich selbst blieb in einer längeren Testfahrt mit einem neuen BMW 116d ziemlich genau auf der Prospekt-Zahl, ich glaube es waren 5,8 Liter (statt 5,7) und das Ding zeiht ganz schön, mehr als ausreichend, wie ich finde, aber „Manncher” braucht noch mehr PS... Ein E220 CDI, den ich kenne, braucht vielleicht ein halbes Literchen mehr, der hat eigentlich keinen sehr sparsamen Fahrer. Und so weiter... ich kenne auch einen Mini-Cooper-Besitzer, der heizt ganz schön mit seinem Benziner, klar, da ist dann ein Mehrverbrauch von zwei, drei Litern möglich. Ein anderer aber ist nur knapp über der Herstellerbehauptung. Ich habe extra rumgefragt, was 1er und Mini so verbrauchen, weil sie Kandidaten sind und die Angaben der Besitzer gehen mächtig auseinander. Warum wohl?

Natürlich kommt es auch stark darauf an, wie man fährt und welche Strecke zu welcher Zeit. Wenn man jeden Tag im Berufsverkehr hängt oder jeden Tag etliche Male um den Block fahren muss, bis ein Parkplatz frei ist, hilft auch vorausschauendes Fahren nur noch wenig.

Das ändert aber nichts an der Tatsache das - durchschnittlich gesehen - um die 20% des Verbrauchs auf Konto des Fahrers gehen. Und schaut Euch doch mal an, was los ist: Warum geben viele Fahrer Gas, wenn die Ampel auf rot ist, nur um kurz darauf scharf zu bremsen? Ich gehe komplett vom Gas, Verbrauch 0,0 Liter. Warum muss man bei 25° schon die Klimaanlage laufen, warum kann man die Standhitze nicht erstmal, vor dem Losfahren, durch einen Durchzug rauslassen? Nein, sofort rein und los und Klimaautomatik auf 20°... warum muss man immer wieder auf 160 km/h beschleunigen, um dann etliche Male auf 100 oder gar 80 runterzubremsen? Warum fährt man in den Urlaub nicht mit dem Autozug oder sonstwie anstatt Stunde um Stunde im Stau zu stehen? Und so weiter.

Sicher, Terrania hat vielleicht besonders viel Spielraum bei seinem Auto, aber 20% sind im Schnitt drin, wie gesagt, aber anstatt das eigene Verhalten wirklich zu ändern wird lieber gejammert. Wie beim Essen und Dickwerden.

Ich habe schon oft gehört: Ich hab's probiert, bringt aber nichts. Na gut! Weil man eben nicht 20% Einsparnis annehmen soll, nur weil das ungefähr der Durchschnittswert ist. Aber 10% sind doch uch schon schön, oder? Und zweitens weil das Fahrverhalten eben oft nicht genug geändert wurde oder nicht anhaltend.
Ach ja, und drittens können viele Leute ja nicht mal richtig Prozentrechnen. Nicht als Witz gemeint, erlebe ich immer wieder. Dabei bin selbst eine Kopfrechnen-Niete.

So, und trotzdem sollte der vorgeschriebene Test natürlich so realistisch wie möglich sein. Wir sind ja nicht bei der Geschwindigkeit von Druckern oder der Auflösung von Kameras! :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Oktober 28, 2007, 20:13:05
Selbst bei meinem Smart ist der Verbrauch sehr vom Fahrstil abhängig. Ich habe extra mal getestet. Gleiche Strecke, nur immer 120 gefahren, dann, nach dem nächsten Tanken immer nur 100. Das waren locker 80Km mehr Entfernung bis zum nächsten Tanken mehr. Ab 130 geht es sogar bis auf 100 hoch.

Aber ich sage es mal so: Wir reden hier von Menschen, die alle das gleiche machen sollen. Vielen von denen, die wirklich mit einer Änderung der Fahrweise etwas sparen könnten, ist das mit dem Klima einfach scheiß egal, weil es ihre höchst eigene Entscheidung von Außen beeinflussen könnte. Was ich sagen will ist, es gibt viel zu viele Egoisten in dieser Welt.
Wenn nicht die Autos technisch anders eingestellt werden, wird sich niemals etwas ändern. Und auch dieses wird niemals passieren, bis es nicht wirklich ernst, so richtig ernst wird, will heißen entweder der Sprit geht wirklich spürbar zur Neige oder es krepieren die ersten Länder am Klimawandel.

Und solange hält man die Bevölkerungen mit Diskussionen in Schach, verteilt Halbwahrheiten und Desinformationen, lenkt mit anderen Dingen ab.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am November 06, 2007, 10:00:13
Allmählich find ichs wirklich lächerlich:
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/20633892
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am November 06, 2007, 10:47:52
Selbst bei meinem Smart ist der Verbrauch sehr vom Fahrstil abhängig. Ich habe extra mal getestet. Gleiche Strecke, nur immer 120 gefahren, dann, nach dem nächsten Tanken immer nur 100. Das waren locker 80Km mehr Entfernung bis zum nächsten Tanken mehr. Ab 130 geht es sogar bis auf 100 hoch.

Hast Du das auf der Autobahn getestet? 100 km/h wären da schon sehr mutig.
Aber im Grunde muss ich Dir beipflichten. Ich habe selbst ein Auto, dass weit über 200 fährt (um ganz ehrlich zu sein, es könnte sogar 290 fahren), könnte mich aber tatsächlich mit einem Tempolimit anfreunden.

Was aber noch niemand eingefallen ist, wäre ein generelles Limit auf 160 km/h. Warum denn nicht? Sicherheitstechnisch ist das Problem doch der große Geschwindigkeitsunterschied. Es gibt Leute, die fahren in bisschen über 100 und welche, die über 200 fahren.  Da sehe *ich* auch eine Lösung. 130 wäre mir persönlich etwas zu wenig, da ich die Meinung vertrete, dass bei diesem Tempo die Aufmerksamkeit für den Verkehr sehr leidet. Meine Aufmerksamkeit ist um so höher, je schneller ich fahre.

Gut, die Aussage man hätte jenseits von 200 km/h alles unter Kontrolle stimmt natürlich auch nicht, aber Tempo 130 erinnernt mich stark an die USA, wo alle total unaufmerksam auf dem Highway umher taumeln und auf gar nix achten. Ich bin dort schon einige tausend Kilometer gefahren und bin persönlich der Meinung, dass das auch keine perfekte Lösung ist. Deshalb wäre ich für die 160 km/h bei uns.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am November 06, 2007, 11:19:28
Ich glaube das ein Tempolimit kommen wird.
Ich glaube es wird kommen, weil viele Fahrer sich weigern schnell zu fahren und der Unterschied zwischen den Rasern und denen die (zu) langsam fahren immer größer wird.
Wir haben jetzt schon Geschwindigkeitsdifferenzen von 150km/h zwischen den langsamen und den schnellen Fahtzeugen auf der Autobahn, im Verkehr, nicht theoretisch.

Ich habe in letzter Zeit beobachtet, daß die "alten Fahrer" immer defensiver fahren. Inzwischen so defensiv, daß es bedenklich wird.
Ich vermute das liegt am immer höheren Durchschnittsalter der Fahrer.
Viele Fahrer biegen schon gar nicht mehr ab, weil das Auto, das von der Vorfahrtsstrasse kommend, zu ihnen rechts einbiegen will. Es setzt zwar den Blinker, aber man ist sich halt nicht sicher. Also wird die Kreuzung blockiert, bis die Strasse wirklich bis zum Horizont frei ist.

Inzwischen gibt es tatsächlich Verkehrskontrollen, die Fahrer auf ihr zu niedriges Tempo überprüft.
Es trifft meist Ältere, die mit 80km/h über die Autobahn tuckern, weil sie sich mehr nicht zutrauen.

Mich hat das einige Zeit mächtig genervt (manches nervt immer noch) ich habe aber beschlossen nun auch eher wie ein Alter zu fahren. ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am November 06, 2007, 11:24:27
Das ist echt ein Punkt, Fränk. Ist mir auch schon aufgefallen.

Das Problem wird sich dann von selbst lösen, wenn man noch ein paar Jahre auf die Überalterung der Gesellschaft wartet.
50 neunzigjährige stehen dann einem zwanzigjährigen auf der Autobahn gegenüber - das wird lustig  ;)
Dann werden die LKWs die linke Spur übernehmen und Fränk fährt nur noch auf dem Standstreifen mit Warnblinklicht  ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am November 06, 2007, 11:25:33
Mich hat das einige Zeit mächtig genervt (manches nervt immer noch) ich habe aber beschlossen nun auch eher wie ein Alter zu fahren. ;)

Was heisst da wie ein Alter?  :P ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am November 06, 2007, 12:07:27
Was heisst da wie ein Alter?  :P ;D

Tja, das stimmt wohl. :'(

Ich merke immer öfter, daß "das Alter" wohl schon da ist.

Es sind die Kleinigkeiten die sich verändern:
- 35 Glas Bier und spüre bereits erste Anflüge von Fahruntüchtigkeit.
- Haarausfall beginnt.
- Und immer öfter trifft zu:
Da hilft kein schütteln und kein klopfen,
in Hose geht der letzte Tropfen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am November 06, 2007, 12:19:14
 ;D

Ist Letzteres eine Alterserscheinung? Ich denke nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 06, 2007, 13:40:36
Doch, schon auch.
Gutes Mittel gegen Altersangst: Porsche kaufen und rasen. ;) So sieht es zumindest oft aus, wenn man mal den durchschnittlichen Porschefahrer betrachtet. Im Sommer besonders schön die vielen sonnenverbrannten Glatzen im Cabrio. :)
Der durchschnittliche Motorradfahrer ist übrigens auch nicht jünger.

Aber zum Tempolimit:
Ich bin mittlerweile auch dafür. Es ist doch allmählich nervend für alle: Die langsamer Fahrenden werden oft bedrängt, die schnellen Fahrer müssen ständig gewappnet sein das einer mit 100 oder weniger auf die Überholspur wechselt.
Unterm Strich sind auch die Zeitvorteile minimal.
Das von Fox vorgebrachte Aufmerksamkeitsdefizit beim gleichmäßigen Fahren kann ich nicht ganz beurteilen, meine Erfahrungen, eher begrenzt, fand ich ehr entspannend. Das Problem auf den Highways dürfte wohl auch sein das Kurven eher die Ausnahme sind.
Auch bei 130 hätte man hierzulande noch viele Nervenreize, denn der Verkehr ist dicht und Baustellen, Lasterrennen etc. hat man doch dauernd.
Was mich am Tempolimit halt irgendwie stört, bei allen guten Argumenten ist das man dann selbst bei freiester Strecke nicht machen kann, was man will. Das ist wie bei der roten Ampel, da steht man dann halt sinnlos 30 Sekunden, warum eigentlich...

Zur Realisierungschance: Dazu bräuchte man erstens eine SPD-Führung, die Basisbeschlüsse umsetzt; zweitens eine Mehrheit aus rot und grün, ohne die Linke geht das wohl auf absehbare Zeit nicht mehr. Eine solche Konstellation sehe ich frühestens 2012.


Zu der Fleischsteuer, von warlord wurde ja die WWF-Forderung verlinkt:
Das ist eine enue Herleitung für die Förderung der sog. ökologischen Landwirtschaft, die ich an sich begrüße. Denn die herkömmliche Landwirtschaft, auf Masse optimiert, bringt viele Probleme mit sich:  Gewässerüberdüngung, Chemieeinsatz, Erosion, Abnahme der Artenvielfalt.
Der Methan- und Stickstoffaustoß ist auch höher, klar, da mehr Tiere gehalten werden als die Fläche eigentlich hergäbe.
Von dem Wohlergehen der Tiere will ich gar nicht anfangen, daß führte zu weit.

Das man da nun natürlich mit einer vom Konsumenten aufzubringenden Fleischsteuer die Sache regeln will, ist in einer Zeit, in der eh fast alle Lebensmittelpreise steigen, wohl kaum angebracht. Zudem gibt es einen immer stärker werdenden Trend zu Ökofleisch und auch Fleischverzicht. Der wiegt natürlich nicht annähernd den steigenden Fleisch- und Fischkonsum in Ländern wie China auf.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am November 06, 2007, 14:42:45
Doch, schon auch.
Gutes Mittel gegen Altersangst: Porsche kaufen und rasen. ;) So sieht es zumindest oft aus, wenn man mal den durchschnittlichen Porschefahrer betrachtet. Im Sommer besonders schön die vielen sonnenverbrannten Glatzen im Cabrio. :)

Habe keine Glatze!  8)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 06, 2007, 15:11:49
Dafür wohl bald ich, wenn das so weitergeht. Hoffe auf gute Entwicklung meines Portfolios damit es zu dem Zeitpunkt dann auch für den Porsche reicht. :D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am November 06, 2007, 15:26:07
Ich hoffe, der Fall tritt noch vor dem Tempolimit auf 130 ein  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 04, 2007, 18:19:50
Das Single-Haushalte in vielerlei Hinsicht ineffizient sind, offenbaren zwei Sekunden des Nachdenkens, aber eine Schlagzeile wird nicht daraus. Journalismus funktioniert so:
Die glückliche Ehe spart 2,4 Billionen Liter Wasser (http://www.tagesschau.de/schlusslicht/klimaschutz8.html).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 04, 2007, 18:32:26
Am besten wird das Leben als Single gleich verboten und alle mit 18 zwangsverheiratet.  ::)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Dezember 04, 2007, 19:08:11
Das Single-Haushalte in vielerlei Hinsicht ineffizient sind, offenbaren zwei Sekunden des Nachdenkens, aber eine Schlagzeile wird nicht daraus. Journalismus funktioniert so:
Die glückliche Ehe spart 2,4 Billionen Liter Wasser (http://www.tagesschau.de/schlusslicht/klimaschutz8.html).


Ich habe das auf dem Weg zur Arbeit im Radio gehört. Ich dachte erst, Mannie Breukmann macht einen Spaß, aber dieser Prof meint das ernst.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 04, 2007, 21:03:26
Langfristig gesehen sparen Singles allerdings mehr ein, schließlich setzen sie statistisch gesehen weniger Energiefresser in die Welt. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Dezember 04, 2007, 21:04:50
Langfristig gesehen sparen Singles allerdings mehr ein, schließlich setzen sie statistisch gesehen weniger Energiefresser in die Welt. :)


Nein,nein, die verlieren nur den Überblick, was sie alles in die Welt gesetzt haben...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 04, 2007, 21:21:31
Ach so? Naja, wer sich nicht im Griff hat, kann sich ja eine Vasektomie gönnen. Überhaupt: Das wäre wohl die Energiesparmethode schlechthin, verpflichtend für alle. Dann mit 65 zum Zwangskompostieren und schon nach sechs bis acht Jahrzehnten sind alle Probleme gelöst!

Aber glücklicherweise werden die Männer ja sowieso immer unfruchtbarer. Vielleicht sind das nicht die Chemikalien und ungesundes Leben, sondern Notwehr der Natur?

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Dezember 04, 2007, 21:57:54
Dann mit 65 zum Zwangskompostieren und schon nach sechs bis acht Jahrzehnten sind alle Probleme gelöst!

Das geht nicht. Bis 67 muss gearbeitet werden.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am Dezember 05, 2007, 00:21:45
Aber glücklicherweise werden die Männer ja sowieso immer unfruchtbarer. Vielleicht sind das nicht die Chemikalien und ungesundes Leben, sondern Notwehr der Natur?

Danach sieht es aus - aber die Anwesenden hier haben doch eine ganz gute Quote!

Bitte mal die Kinder zählen! Auf einen User kommen bestimmt 0,5 CO2-Terroristen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 06, 2007, 15:47:35
Wird Klimaschutz zur neuen Religion?
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/99/146758/print.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 06, 2007, 16:48:53
Hier noch gar nicht erwähnt das Maßnahmenpaket der deutschen Regierung.
Man will ja - meistens kommt die Einschränkung: „Wenn andere Länder mitziehen...”, was immer das genau heißen soll - bis 2020 40% der CO²-Ausstöße einsparen, und zwar im Vergleich zu 1990 (wie gehabt). Dabei muss man immer auch bedenken das da die DDR mitgerechnet wurde, deren Industrie ja großteils zusammenbrach und deren Rest stark modernisiert wurde.

Aber egal: Das hieße konkret noch einmal 220 Millionen Tonnen weniger pro Jahr.

Als Maßnahmen wurden beschlossen:

- Eine Umstellung der Kraftfahrzeugsteuer von Hubraum auf CO²-Ausstoß. Das wird sparsamere Autos, insbesondere Hybrids und so ein Zeug entlasten. Allerdings wird diese Regelung wahrscheinlich nur Neuwagen betreffen! Denn für die alten hat man ja oft gar keine belastbaren Daten.

- Die Förderung "erneuerbarer Energien" wird aus- und umgebaut:
Solarstrom wird weniger subventioniert, dafür fließt mehr in die Offshore-Windparks.
Insgesamt werden die Kosten wohl um die 50% hochgehen.
Hier will ich mal anmerken das jeder Hausbesitzer Solarzellen aufs Dach bringen kann, ein Offshore-Windrad dagegen ist eine klassische Industrieaktion. Mehr Macht den Konzernen?

- Die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung gilt auch wieder für neue Kraftwerke (die wir dringend brauchen werden.) Das war zwischenzeitig ausgesetzt! Man förderte nur noch Sanierungen.

- Der massivste Eingriff ist wohl der im Baurecht:
Neubauten müssen ab 2009 mindestens 50% ihrer Wärmeenergie aus erneuerbaren Energieformen beziehen. Hierbei hat man wenigstens die Wahlfreiheit: Pellets oder andere Biomasse oder Erdwärme oder Solaranlage.
Haussanierungen mit positivem Klimaeffekt - meistens wird es sich um neue Wärmedämmungen handeln - werden stärker gefördert, mit zinsgünstigen Krediten. Die Mittel steigen auf 500 Millionen im Jahr, was ich etwas wenig finde. Gleichzeitig werden die Kriterien hochgesetzt: Eine neue Dämmung muss mindestens 30% Verbesserung bringen.


Tja, ob das reichen wird? Hier hundert Millionen mehr, und da ein bisschen... bin sehr skeptisch.
 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am Dezember 07, 2007, 09:07:47
- Eine Umstellung der Kraftfahrzeugsteuer von Hubraum auf CO²-Ausstoß. Das wird sparsamere Autos, insbesondere Hybrids und so ein Zeug entlasten. Allerdings wird diese Regelung wahrscheinlich nur Neuwagen betreffen! Denn für die alten hat man ja oft gar keine belastbaren Daten.

Warum nicht?
Der CO2-Ausstoss ist doch praktisch nur ein umgerechneter Spritverbrauch.
x l/100km=y g CO2/100km (Faktor konstant bei gleicher Spritsorte)
Die Daten gibt es auch für ältere Fahrzeuge.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 07, 2007, 12:48:54
Ab wann wurden denn diese Normmessungen zum Verbrauch eingeführt? Ich glaube auch erst vor ein paar Jahren, früher war das doch im Ermessen des Herstellers?
Bin mir nicht sicher, aber ich glaube als Alteisenfahrer wird man weiter den Hubraum bezahlen. Kann mich natürlich auch irren.

Heute lese ich übrigens der deutsche Autoabsatz sei „zusammengebrochen”, minus 9% bei den Neuzulassungen und keine Besserung in Sicht. Durchschnittsalter der Flotte nähert sich   achteinhalb Jahren. 
Schuld sei die Verunsicherung der Kunden durch Steuerdebatte und Spritpreise.

Vielleicht auch fehlende Moneten, ein maues, überteuertes Angebot oder gar der Gedanke das es wesentlich mehr Energie einspart das alte Auto länger zu fahren als man mit einem neuen über den effizienteren Motor einsparen könnte?

Spann die Pferde vor die Kutsche! :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 07, 2007, 17:43:58
Zu 100% dagegen. (http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=17861&CategoryID=91) Václav Klaus im Interview über den Klimaschutz.

Edit: Ah, und vom Herrn Präsidenten gibts übrigens auch ein Buch: Blauer Planet in grünen Fesseln. Was ist bedroht: Kilma oder Freiheit? (z.B. bei Amazon (http://www.amazon.de/Blauer-Planet-grünen-Fesseln-bedroht/dp/3900812152/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&s=books&qid=1197046801&sr=8-1))
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 09, 2007, 17:10:42
Warum der Mensch den Klimawandel nicht aufhalten wird (http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2007/12/09/dlf_20071209_1630_1d497bfb.mp3) (MP 3, 27 Minuten, 9,5 MB)

Auch zum nachlesen (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/696173/). Aus der Deutschlandfunk Reihe Wissenschaft im Brennpunkt.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 14, 2007, 12:18:00
Während die US-Delegation in Bali bremst, Al Gore meint, er müsse zum Appeasement-Vergleich (http://www.sueddeutsche.de/wissen/special/385/135125/index.html/ausland/artikel/466/148116/article.html) greifen und der deutsche Umweltminister den Weltenretter spielt, beschließt der US-Senat doch tatsächliche eine Verbrauchsobergrenze für neue PKW. Zwar recht moderate und bis 2020, immerhin (http://www.tagesschau.de/ausland/usa14.html).
In Deutschland kann man sich so eine Vorschrift schwer vorstellen, oder? Erwähnenswert auch, daß über 90% der Senatoren dafür stimmten. Sicher denkt der eine oder andere bis 2020 könne sich noch viel ändern. Aber sei's drum.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 14, 2007, 12:31:55
Na ja, auch wenn die Amis in den letzten Jahren nicht jeden grünen Hype mitgemacht haben und auf gewisse Katastrophenprophezeiungen etwas zurückhaltender und besonnener reagiert haben als die Europäer, darf man doch immerhin nicht vergessen, dass eigentlich die Amis die Vorreiter bezüglich Abgasvorschriften waren. Die kannten entsprechende Vorschriften Jahre, nein fast Jahrzehnte vor den Europäern. Das geht beim heute beliebten Ami-Bashing ja gerne etwas vergessen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am Dezember 14, 2007, 17:18:49
Die kannten entsprechende Vorschriften Jahre, nein fast Jahrzehnte vor den Europäern. Das geht beim heute beliebten Ami-Bashing ja gerne etwas vergessen.
Stimmt, bleifrei und Katalysatoren gab's bei denen schon vor über 30 Jahren, bei uns erst seit Mitte der Achziger. Lustig fand ich damals beim Aufkommen der Kats die Argumente der deutschen Autobauer, daß das mit dem Kat ja gar nicht ginge und alles würde viel teurer und die Autos schlechter und überhaupt. Sprach's und verkaufte weiter munter Automobile in Amiland mit ebendiesen Kats, die bei uns ja nicht machbar waren.

Grundsätzlich erreicht jede Entwicklung (positiv oder negativ) in Amiland auch Europa, in der Regel mit 5-10 Jahren Verspätung...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 14, 2007, 17:24:06
Tja, nur isses dieses Mal dann doch umgekehrt, Europa wäre früher dran gewesen und muss nun aufpassen, daß dieses Geschäft nicht wieder andere machen. Denn das ist es v.a. auch, ein Geschäft.

warlord: Das ist mir schon klar, bin da bei Dir. :)
Bin mir auch bewust das Herr Bush eine lame duck ist, trotzdem finde ich seinen Relevanzverlust schon atemberaubend.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 14, 2007, 17:53:24
Nun ja, wenn ich mir in letzter Zeit so Al Gore anschaue, dann bin ich mir nicht mehr so sicher, ob es mit dem weniger schlimm geworden wäre...  :P
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 14, 2007, 18:21:20
Ich wollte gar nicht werten, ob Bush nun gut oder schlecht war/ist, obwohl ich dazu eine Meinung habe, nur sagen das zwar alle Präsidenten am Ende ihrer zweiten Amtszeit einen Machtverlust hinnehmen müssen und sich Senat, Kongress und manche Ministerien zunehmend verselbstständigen. Das, bzw. solche Präsidenten in der Endphase, nennt man ja lame duck;
Das nun aber so viele seiner Republikaner gegen das stimmen, wofür er immer stand, finde ich schon bemerkenswert. Und das ist ja nicht nur bei diesem Thema so. In der Tat hat man fast den Eindruck viele Konservative wollen Bush so schnell wie möglich vergessen (machen).

Mir sind natürlich die politischen Zusammenhänge schon klar. Die müssen auch an ihre Zukunft denken und Bushs Ansehen ist ja sehr schlecht. Aber trotzdem war's mir eine Bemerkung wert.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 15, 2007, 12:41:51
Äh. Die Bali-Ergebnisse (http://www.tagesschau.de/ausland/bali46.html) stellen die Frage auf um was da eigentlich so lange gestritten wurde. Der Gipfel kreiste und gebar eine Maus.
Aber das kennen wir ja.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am Dezember 28, 2007, 11:35:31
Die Amis wachen langsam auf und kaufen kleine Autos. 30.000 Vorbestellungen für den Smart - da wird sich mancher Besitzer wundern, wie weit man mit einer Tankfüllung kommt...  Jetzt müssen sie nur noch ihre 15.000 YellowCabs mit 5-Liter-V8-Motoren abschaffen und haben dann plötzlich saubere Luft  8)
Dummerweise ist auch das "Querparken" in New York City verboten.

Via Gothamist (http://gothamist.com/2007/12/26/smartcars_to_hi.php)


Schön ist auch der Bericht der New York Post (http://www.nypost.com/seven/12262007/news/regionalnews/its_cute__fast___and_you_can_park_it_in__710035.htm), wo der Smart mit einem Appleprodukt verglichen wird:
"There's just something about this car - it's like an Apple product, an iPod on wheels"
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 28, 2007, 11:46:18
Dummerweise ist auch das "Querparken" in New York City verboten.
Das ist aber auch lästig. Jedes quer zur Fahrbahn stehende Auto impliziert schliesslich ein Fahrzeug, das einbiegen möchte. Jedes so geparkte Fahrzeug zieht somit unnötigerweise Aufmerksamkeit auf sich (und möglicherweise von Wichtigerem weg).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 28, 2007, 12:49:14
New York ist aber immer ein Sonderfall - mit dem Rest der USA hat es nicht allzu viel zu tun.

Das es den Smart in den USA bisher gar nicht zu kaufen gab, wundert mich dann doch. Hätte man früher drauf kommen können.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 24, 2008, 12:58:01
Zukunft in Trümmern? (http://www.liveleak.com/view?i=cdd_1203701257) ;)

Ich dachte, so etwas sei mittlerweile nicht mehr möglich. Ist das ein älteres Windrad oder geht das eben doch noch, wenn der Sturm stark genug ist?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am Februar 24, 2008, 15:16:12
Naja, das wird wie beim Auto sein - wenn die Bremse versagt, ist's Asche...
Wobei sich normalerweise ja die einzelnen Flügel "in den Wind" drehen, damit sich das Ding überhaupt nicht mehr dreht.

Siehr aber schon heftig aus.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 11, 2008, 18:25:07
Es gibt sie schon, die Ökologen die ganzheitlich zu denken versuchen. (Nur sind sie leider viel zu selten.)

http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=18455&CategoryID=62
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Patrick am März 13, 2008, 20:35:50
Siehr aber schon heftig aus.
Wobei das nicht zufällig gefilmt wurde. Stativ, Vorlaufzeit, das sieht stark danach aus, daß das erwartet wurde, vielleicht gerade weil der Drehmechanismus der Flügel nicht ging.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 24, 2008, 08:17:59
Biotreibstoff: Das ist politischer Wahnsinn.

Nestlé-Chef Brabeck im Interview:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/dann_gibts_nichts_mehr_zu_essen_1.693850.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am März 24, 2008, 09:26:50
Firmen wie Nestlé sind meiner Meinung nach die Totengräber jeder Ess- und Ernährungskultur.
Wenn deren Chef von "verbessern der Produkte" spricht, wird mir schlecht.
Grausam der Laden!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am März 24, 2008, 09:43:36
Na ja, deren Produkte- und Markenpalette ist ja sehr breit. Von Junk- bis Luxusfood ist da alles vertreten. Dass das Junksegement grösser ist, liegt meiner Meinung nach aber nicht unbedingt an der Anbieterseite.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am März 24, 2008, 09:53:31
Firmen wie Nestlé sind meiner Meinung nach die Totengräber jeder Ess- und Ernährungskultur.
Wenn deren Chef von "verbessern der Produkte" spricht, wird mir schlecht.
Grausam der Laden!

Interessant sind aber die wenigen Fakten, wenn sie denn stimmen.

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 24, 2008, 13:51:28
Das sind ja keine Neuigkeiten, von UN bis Welthungerhilfe warnen alle vor dem Bioethanol-Hype. Man braucht sich ja auf der anderen Seite nur mal die Weltmarktpreise von Weizen, Soja und Mais anzuschauen. Die Hungerhilfsorganisationen brauchen jetzt zusätzlichen Geld, um Weizen anzukaufen, in Mexiko gab es schon Massenproteste wegen des Mais-Preises.
Das liegt heute natürlich noch nicht so sehr am Ethanol-Anbau, aber jeder Hektar, der von Nahrungsmittelproduktion zu Treibstoffproduktion übergeht, verschärft die Situation. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung und der durchschnittliche Kalorienverbrauch. All dies während wertvolle Flächen auf der ganzen Welt versiegelt werden, erodieren oder verwüsten, bei allem hat der Mensch seine Finger im Spiel.

Wenn man dann Ethanol noch so produziert das mehr Treibhausgase entstehen als bei Förderung, Raffinierung und Verbrennung von Benzin, gehören diese mangelhaften Methoden verboten.

Es gibt ja auch effizientere Ethanol-Produktionsmethoden. Aber auch diese sollte man erst mal reifen lassen.

Das man Öl zu großen Teilen durch Bioethanol ersetzen kann, und gleichzeitig neun oder zwölf Milliarden Menschen ernähren - eine gefährliche Illusion.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 08, 2008, 09:52:31
Nicht gänzlich uninteressant (jedenfalls mal etwas ohne Körnchenpicker-Aura): http://www.mindset.ch/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 29, 2008, 15:03:58
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/co2-ueberschuss-holz-als-klimaretter_aid_298202.html?omiid=rss

Danke für den Link. Der beantwortet immerhin zum Teil meine Frage
Wie funktioniert die Filterung durch die Biosphäre?

Selten was dämlicheres gehört

Was ist an der Idee dämlich?

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am April 29, 2008, 15:23:32
Wenn ich den Artikel nicht falsch verstanden habe, dann wollen die Holz einlagern, damit das CO2 nicht in die Biosphäre kommt? Donnerwetter. Das Holzendlager. Was für eine geniale Idee. Da blutet mir der Allerwerteste …
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 10, 2008, 18:28:05
Weltwoche: Globale Erwärmung vorläufig abgesagt (http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=18883&CategoryID=66)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 15, 2008, 12:04:29
... oder auch nicht:
http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/artikel/291/174768/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 15, 2008, 12:20:10
Und trotz noch nie dagewesener CO2-Konzentration wirds doch irgendwie nicht so recht wärmer? Ist der Zusammenhang also vielleicht doch nicht so ganz nachgewiesen?  :P ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 16, 2008, 13:40:07
David J.C. MacKay, Doktor der Informatik und Professor für Naturphilosophie im Fachbereich Physik an der Universität Cambridge hat mal rumgerechnet und 5 Szenarien für drastische CO2 Reduktion entworfen. Die Beta seiner Studie steht zum öffentlichen gegenlesen hier:
http://www.withouthotair.com/

Einen kleinen Einblick auf deutsch gibt:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28292/1.html


Ich muss mal das Kapitel zum Energiesparen lesen. Da sieht der Mann erstaunlich wenig Luft.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Juli 17, 2008, 10:03:05
Interessanter Aufsatz. Das was mir mein "Bauchgefühl" schon seit einiger Zeit einflüstert (Der Einsatz regenerativer Energien als 100%-Ersatz für Öl, Gas & Atom) scheint den Tatsachen zu entsprechen. Sollte sich jeder grüne Dogmatiker mal in Ruhe durchlesen …
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juli 17, 2008, 10:31:05
Nun, so neu und wegweisend finde ich das aber nicht. Es muss doch jedem klar sein, das man derzeit eben nicht die technischen Möglichkeiten hat, Energie auf umweltschonende und gleichzeitig effiziente Art und Weise herzustellen.
Aber man verliert sich lieber in den sinnlosen Debatten, anstatt die Forschungsgelder sinnvoll zu verteilen. Gelder für die Atomenergie, die noch heute gezahlt werden, finden sich bei den regenerativen Energien zu 0,5% wieder. Davon gehen 0,02 auf Solarenergie und Windenergie. Was denkt man denn nun, wird man hier an Verbesserungen erarbeiten?

Ich arbeite in einem Unternehmen, das Generatorgetriebe für die Windanlagen herstellt. Wir sind sozusagen Marktführer. Aber auch hier wird nur versucht, mit immer gleicher Technik immer mehr Energie herzustellen. Die Getriebe werden immer größer, weil immer mehr Kraft aufgenommen werden muss, heißt, es werden immer mehr andere Rohstoffe verbraucht. Ach ja, geschmiert werden die Dinger immer noch mit Öl und nicht jedes Getriebe läuft mit Polyglykol-Öl, welches kein Mineralöl ist. Wobei, nebenbei bemerkt, PG-Öl nach meinen persönlichen Beobachtungen im Betrieb erheblich mehr Hautstörungen bei den Mitarbeitern auslöst. Es ist eben "aggressiver".

Ein "Querdenken" ist für mich nicht ersichtlich. Man verlässt sich eben auf die Kuh, die man melken kann.

Es kann nur ein intelligenter Mix von allem uns über die Zeit retten, außerdem bin ich überzeugt, in der Zukunft werden die Eigenversorger besser gestellt sein...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Juli 17, 2008, 16:08:58
Auf was beziehst du das? Auf den Aufsatz? Ich finde der Aufsatz gibt genau deine Gedanken wieder, nur halt fundiert. Da ist auch ein Beispiel über die Spendings für den Irak-Krieg und z.B. Wind-Energie drin. Seeehr aufschlussreich. Du musst allerdings die langfassung runterladen, die kurze - von Heise zusammengefasste - Fassung ist nett, aber wenig aussagekräftig …
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 17, 2008, 20:22:25
Lese ich mir demnächst auch mal durch, dann eine Beurteilung. :)
Zu den Beiträgen im Mai wollte ich eigentlich auch was schreiben, mal schauen ob ich die Zeit finde.


Aber kurz was anderes:
Zur Zeit wird ja wieder die Atomkraft als Klimaretter vermarktet.
Nun, zum einen wissen wir ja, daß die Gesamtbilanz, was CO-Zwo angeht, keineswegs soooo günstig ist. Sicher, wesentlich günstiger als bei einem Kohlekraftwerk, aber bei einem top-modernen Gaskraftwerk nähert man sich schon an.
Aber was immer total vergessen wird: Ist Wasserdampf, den die Kernkraftwerke rauslassen, etwa nicht klimaaktiv? Natürlich, er bildet Dunst und Wolken, und staut so nachts die Wärme.
Zudem enthält er Radioaktivität, wie übrigens auch die Abgase von Kohlekraftwerken (allerdings andere Stoffe, siehe dazu eine ältere Studie (http://www.ssk.de/werke/volltext/1981/ssk8102.pdf) der deutschen Strahlenschutzkommission).
Nun lese ich durch Zufall bei Franz Alt (http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=16&article:oid=a10414), daß Radioaktivität die Kondensation stark begünstigt. Nun weiß ich schon das Alt seit Jahrzehnten gegen die Kernkraft kämpft, aber diese Tatsache scheint ja nun wirklich zweifelsfrei richtig.
Jetzt fehlt mir nur noch die Größenordnung. Wie viel Radioaktivität hat der Mensch in die Atmosphäre eingebracht, auch durch Atombomben, wie lange hält sie sich, und wie sehr trägt diese zur Wolkenbildung und damit auch zur Erwärmung bei?

Solche Fragestellungen kommen leider in der Debatte nie vor, alles konzentriert sich aufs Kohlendioxid.  Dadurch entstehen dann die Wissenslücken, die alle Seiten für ihre Propaganda ausnutzen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Juli 17, 2008, 20:30:44
Wasserdampf enthält Radioaktivität? Wie kommst du auf das schmale Brett? Das sind zwei völlig getrennte Kreisläufe! Und ganz nebenbei: alle Kraftwerke die mit Kühlung arbeiten, emittieren Wasserdampf. Kohlekraftwerke allerdings dazu noch co, co2, Rauch und damit Schwefel und Schwefelwasserstoffe.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juli 17, 2008, 20:57:30
Auf was beziehst du das? Auf den Aufsatz? Ich finde der Aufsatz gibt genau deine Gedanken wieder, nur halt fundiert. Da ist auch ein Beispiel über die Spendings für den Irak-Krieg und z.B. Wind-Energie drin. Seeehr aufschlussreich. Du musst allerdings die langfassung runterladen, die kurze - von Heise zusammengefasste - Fassung ist nett, aber wenig aussagekräftig …

Ja, genau darauf. Ich finde das halt nicht so neu, wie es dargestellt wird, da das eigentlich schon länger klar ist. Jetzt sogar mit Zahlen hinterlegt ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juli 17, 2008, 21:00:37
Nun lese ich durch Zufall bei Franz Alt (http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=16&article:oid=a10414), daß Radioaktivität die Kondensation stark begünstigt. Nun weiß ich schon das Alt seit Jahrzehnten gegen die Kernkraft kämpft, aber diese Tatsache scheint ja nun wirklich zweifelsfrei richtig.

Da wird ja aber wohl auch von Alt manipulativ operiert, wenn er (und dank ihm Du  ;)) verallgemeinernd von Radioaktivität schreibt. Er beschreibt ein Experiment mit Alpha-Teilchen. Dass Helium-Ionen die Kondensation fördern, kann ich irgendwie ja noch nachvollziehen. Das tun viele andere von Menschenhand in die Luft freigesetzte Stoffe wohl auch. Gemäss der von Dir verlinkten Studie sind es aber gerade primär Kohlekraftwerke, die Alpha-Strahler in ihren Abgasen haben. (Wobei gerade da bezüglich Kondensations-Induktion die Alpha-Strahler wohl nur einen vernachlässigbaren Teil ausmachen. Weit schlimmer, da häufiger, dürften andere Partikel sein.)
Demgegenüber setzen die Kernkraftwerke gemäss der Studie primär Beta- und Gammastrahler frei. Dass diese Strahlungen einen grossen Einfluss auf die Kondensation haben, wage ich mal zu bezweifeln. (Und abgesehen davon würde mich, wie Terrania, schon auch noch interessieren, wie sich deren Präsenz (im Dampf?) technisch erklären lässt.)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Juli 17, 2008, 21:14:53
War vorhin auf den iPhone: nur kurz zum CO2 in AKWs: Ein AKW emittiert, einmal in Betrieb überhaupt kein CO2. Wie auch, es entsteht keine Verbrennung im landläufigen Sinne. Allenfalls die Herstellung eines AKW emittiert CO2, übrigens genauso wie ein jedes andere Kraftwerk. Die Herstellung und der Abbau von Uran wird immer gerne als CO2 Emittent herangezogen. Das ist richtig, im Vergleich zum Abbau von Kohle aber wahrscheinlich lächerlich, genauso wie der Abbau von Öl (dessen Weiterverabeitung in Diesel bzw. Schweröle, die besonders Umweltschädlich für Kraftwerke benutzt werden). Dasselbe mit Gas, wo immerhin der Transport UND/ODER der Bau von Pipelines anfällt. Man kann AKWs als Irrweg ansehen. Das ist absolut in Ordnung. Aber man sollte die Kirche - in diesem Falle die Physik - im Dorf lassen.
In unserer Presse und einschlägigen Kreisen hat sich eine FUD-Verbreitung durchgesetzt, was Kernkraft angeht, die beängstigend ist. Vor allem, wenn es um Dinge geht, die nichts mit der Entsorgung zu tun haben. Und unser Umweltminister (genau der, der mit dem IQ kaum über Zimmertemperatur (Gottseidank ist Sommer …)) bläst völlig ahnungslos ins gleiche Horn. Beschämend. Es gibt weißgott genug Argumente gegen die Kernenergie, die Hand und Fuß haben, obigen gehören definitiv nicht dazu.
Thyr: du sagts ganz richtig - mit Zahlen unterlegt. Ich bin Zahlenmensch, deshalb habe ich das mit solch einem Interesse gelesen …

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 18, 2008, 12:32:25
Vorneweg: Eigentlich wollte ich ein paar Fragen formulieren und keine Rede schwingen, da ging wohl der Gaul mit mir durch. :)

Wasserdampf enthält Radioaktivität? Wie kommst du auf das schmale Brett? Das sind zwei völlig getrennte Kreisläufe!

Ja, getrennt, so gut es geht.
Wenn sie wirklich völlig getrennt wären, würden Kernkraftwerke doch keine Radioaktivität emittieren. Tun sie aber, wenn auch in minimalster Weise.
Oder woher kommen die Emissionen sonst?

Zitat
Und ganz nebenbei: alle Kraftwerke die mit Kühlung arbeiten, emittieren Wasserdampf. Kohlekraftwerke allerdings dazu noch co, co2, Rauch und damit Schwefel und Schwefelwasserstoffe.

Na klar. Sogar ganz ohne Wasserkühlung entsteht bei Kohleverbrennung auch Wasserdampf, da Kohle ja auch Wasser enthält, je nach Qualität mehr oder weniger.
Es geht mir aber um die Mengen, da würde ich gerne genaueres wissen. Und der Wirkung von Radioaktivität auf die Kondensation und dann wiederum die Wirkung der Kondensation/Dunstbildung auf die Erderwärmung.
Letzteres scheint mir nach weiterem Quellenstudium vernachlässigbar, denn der anthropogene Wasserstoffeintrag ist wohl doch eher klein im Vergleich zum riesigen natürlichen.
Bei lokalem Kleinklima dürfte es wohl anders aussehen, nun habe ich dafür aber keine weitergehenden Quellen gefunden und will jetzt auch nicht extra einen Studiengang belegen.

Da wird ja aber wohl auch von Alt manipulativ operiert, wenn er

Wie gesagt hat er den Artikel nicht selbst geschrieben.

Zitat
(und dank ihm Du  ;)) verallgemeinernd von Radioaktivität schreibt. Er beschreibt ein Experiment mit Alpha-Teilchen. Dass Helium-Ionen die Kondensation fördern, kann ich irgendwie ja noch nachvollziehen. Das tun viele andere von Menschenhand in die Luft freigesetzte Stoffe wohl auch. Gemäss der von Dir verlinkten Studie sind es aber gerade primär Kohlekraftwerke, die Alpha-Strahler in ihren Abgasen haben.

Dieser „Widerspruch" ist mir zunächst auch aufgefallen. Betastrahler verhalten sich aber genauso. Gammastrahler nicht.

Zitat
(Wobei gerade da bezüglich Kondensations-Induktion die Alpha-Strahler wohl nur einen vernachlässigbaren Teil ausmachen. Weit schlimmer, da häufiger, dürften andere Partikel sein.)

Das ist ja eben die Frage. Wie stark wirkt was?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am August 03, 2008, 17:51:51
Könnte es eventuell gar sein, dass die gesundheitliche Schädlichkeit von Radioaktivität lange Zeit übertrieben worden ist?

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/wellness_in_radioaktivem_wasser_1.797641.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 03, 2008, 19:02:09
Kannst es ja mal ausprobieren. Berichte dann bitte alle 10 Jahre. Brauchst natürlich noch etwa 1000 Klone, um alle Faktoren abzubilden.
Ich meine, ausschließen kann man das wohl nicht.

Allerdings bekommen wir aber alle eh schon eine Dosis ab, die (vielleicht deutlich?) über dem normalen „Naturwert“ liegt, man denke nur an die vielen Durchleuchtungen, die zumindest in Deutschland eine Art Volkssport zu sein scheinen.
Neulich las ich, man könne Pilze kostenlos beim Strahlenamt (oder so) in München auf Radioaktivität untersuchen lassen, Tschernobyl…, die Halbwertszeiten sind halt ein bisschen lange. Sind halt teilweise über dem Grenzwert, den es ja eigentlich gar nicht geben dürfte, weil es ja angeblich keine ungefährliche Strahlendosis gibt.
 Nehme jetzt einfach mal an die Ausdünstungen der Billig-Couch sind gesamtgsundheitlich betrachtet schlimmer, aber wer weiß (übrigens ein Thema bei starken Hausdämmungen,  womit wir wieder näher am Thema sind)?
Werden womöglich wegen der vielen Schadstoffe die Menschen immer älter? ;D

Schnell einige Patente einreichen. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 26, 2008, 16:56:16
2007 wieder ein Jahr mit einer neuen Höchstmarke (http://www.sueddeutsche.de/wissen/867/311788/text/), soviel CO² wurde noch nie ausgestossen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 12, 2008, 12:46:14
Habe eben von einer für mich neuen Technologie gelesen, über die man sich in diesem Thread freuen dürfte: das mit Druckluft betriebene Auto.

Und mittlerweile gibts auch Ideen für Druckluft-Hybrid-Motoren. Bezüglich Verbrauch annähernd so sparsam wie Elektro-Hybrid, im Gegensatz zu diesem aber nur unwesentlich teurer als ein reiner Benziner.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/ein_hybridmotor_fuer_die_welt_1.1090090.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 14, 2008, 01:24:48
Hört sich gar nicht so schlecht an.
Bin zwar immer recht skeptisch, aber immerhin könnte man damit den teuren Akku und den E-Motor vermeiden. Insofern hat die Idee Potential, denn das Monetäre spielt natürlich eine große Rolle.
Druckluft haben wir ja schon mal diskutiert, dabei kam die Sicherheitsfrage auf. Aber ein Lithium-Ionen-Akku ist ja auch nicht unbedingt 100% sicher, wir erinnern uns… im Autobau wäre ein einziger brennender Akku beim Kunden der Tod der Marke. Gut, noch ist es nicht passiert, aber wenn mal hundert Millionen E-Hybrids im Jahr ausgeliefert werden, auch von Billigherstellern?

Ist halt die Frage, wie viel es immer bringt. 30%, angeblich. Und nur downsizing und Start/Stopp? Laut Hersteller ja auch schon 15-20%.
Und: 20% Mehrkosten, aber auf was? Auf den Motor oder auf das gesamte Auto?

Aber man wird natürlich alle Möglichkeiten austesten und nutzen müssen, wenn man vom Öl wegkommen will. Oder muss. Insofern hoffe ich, man liest nicht nur immer von neuen Antrieben, sondern sieht sie auch bald mal im Laden.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Oktober 14, 2008, 06:23:52
Vielleicht kann man auch Druckluft und Elektrik kombinieren und wäre damit weg vom Öl. Aber wer von den Herstellern will schon weg vom Öl? Und welches Land macht den Anfang? Die Saudis schauen da bestimmt nicht tatenlos zu, wie ihre Milliarden den Bach runter gehen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Oktober 14, 2008, 06:31:02
Ich habe auch nichts darüber gelesen, wie die Druckluft produziert werden soll.
Also meine Druckluft mache ich mit Strom.
Und wenn sie in dem Auto vom eigenen Motor gemacht werden soll, dann wird sie wohl mit Sprit gemacht.

So rein aus dem Bauch heraus halte ich das für eine Schnapsidee.


Auch dies hier (http://www.quantya.com/PAGES/ger/ger_home.htm) waren die Schweizer.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Oktober 14, 2008, 06:44:26
So eine Druckluftpumpe kann auch mechanisch angetrieben werden. Den Sprit benötigt man dabei eben nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 14, 2008, 08:31:42
Ich habe auch nichts darüber gelesen, wie die Druckluft produziert werden soll.

Zitat
Beim Bremsen oder wenn wenig Motorleistung benötigt wird, schaltet die Elektronik die Benzinzufuhr in einzelnen Zylindern des Motors ab. Die Kolben arbeiten dann wie eine Luftpumpe, die den Drucktank befüllt.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Oktober 14, 2008, 08:36:00
Ah ja.
Danke!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 14, 2008, 08:37:06
Also meine Druckluft mache ich mit Strom.

Und der Strom kommt ja einfach so aus der Steckdose.  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Oktober 14, 2008, 09:16:11
Na gut im KfZ-Motor werden die Schlauberger einfach verstärkte und in Jungfrauenblut gehärtete Kolbenrückholfedern einbauen, dann sollte es funktionieren. ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: tertinator am Oktober 14, 2008, 09:58:47
(…)
Die Kolben arbeiten dann wie eine Luftpumpe, die den Drucktank befüllt.
[/quote]

coole Idee ;)
Endlich wieder Motoren, die nur noch 120tkm halten.
Willkommen im 20. Jahrhundert ;)

Was macht dieses Drucksystem eigentlich an Mehrgewicht aus?

immer dran denken: jedes Kilo will beschleunigt werden - und das kostet Energie.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 14, 2008, 10:12:18
Was macht dieses Drucksystem eigentlich an Mehrgewicht aus?

Keine Ahnung. Jedenfalls weniger als Elektromotoren und Batterien.  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 14, 2008, 21:09:30
Das meine ich auch, und wieso genau soll eine bewegliche Luftpumpe anfälliger sein als ein Kolben, die bewegen sich doch ganz ähnlich, oder?
Und ohnehin sinkt angeblich die Lebenserwartung der modernen Motoren, wegen der überzüchteten Technik, ganz ohne Luftpumpen. So verkünden es zumindest diverse Experten seit Jahren.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Oktober 14, 2008, 21:17:58
Ein Autohändler hat mir von vielen verreckten Dieselmotoren erzählt.

"Diesel? Wieso Diesel?" wollte ich wissen.

Es ist wohl genau dieses Hochgezüchtete.

170PS aus 2,3l Hubraum gehen wohl nur so lange gut, wie sie nicht ausgefahren werden.
Und da die vielen Diesel-Audis und BMWs und wie sie sich alle nennen, zu einem sehr großen Teil Leasing-Firmen-Fahrzeuge sind, die zwei Jahre, ohne Ende in den Arsch getreten werden, hat dann der private Gebrauchtwagenkäufer, nach diesen zwei Jahren die Niete gezogen.

Dazu kommen noch die fast immer gefakten Tachostände.
Ich leide gerade wieder darunter. Ich habe ein vier Jahre altes Auto, mit 35.000km zu verkaufen.
Die Interessenten sagen mir klipp und klar, es spielt keine Rolle, ob der Tachostand stimmt oder nicht. Er wird sowieso zurückgedreht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Oktober 14, 2008, 21:24:02
Und ohnehin sinkt angeblich die Lebenserwartung der modernen Motoren, wegen der überzüchteten Technik, ganz ohne Luftpumpen. So verkünden es zumindest diverse Experten seit Jahren.

Welche Experten ? Sind das solche Spezies wie Analysten  ;D

Jochen


Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 14, 2008, 21:40:05
Wahrscheinlich.
 Habe ich schon von Händlern, Autobau-Beschäftigten, einem Tüvler und aus noch dunkleren Quellen vernommen. :) Ewig laufende Mercedes werden laut diesen Aussagen immer seltener werden, 500 000 km seien nicht mehr drin, um mal den Schnitt der Aussagen ungefähr zu benennen. Habe aber auch krasseres gehört.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 14, 2008, 23:04:20
Auch das Umstellen des Speiseplans kann die Umwelt retten:
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/kaengurufleisch_soll_die_umwelt_retten_1.1101978.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 14, 2008, 23:41:28
Bei solchen Schwachsinnsargumentationen von der australischen Jäger-Lobby bekomme ich die Krise. Vielleicht einfach mal weniger Fleisch und Milchprodukte essen anstatt immer mehr Tiere zu töten? Viele Australier (und Deutsche!) essen sowieso viel zu viel, man sieht es ja. Liegt natürlich nicht nur am Fleisch, aber es wird auch zu viel Fleisch gegessen, man braucht sich nur mal die Bilanzen anschauen um zu sehen das dies ein historisch einmaliger Luxus ist, den man sich nur unter Umständen erlauben kann, die keiner will, eigentlich.

Und inwiefern es was helfen soll, die Kängurus, die den Boden weniger schädigen und weniger Methan ausstossen, abzuknallen, ist mir auch ein Rätsel. Die Freiräume würden doch umgehend von Schafen, Eseln und Rindern besetzt. Die werden ja auch massiv bejagt, wegen dem Traum von der Zurückerlangung des ökologischen Gleichgewichts. Trotzdem dürfte sich da was verschieben.
Zum anderen zeigen ja die Zahlen im Artikel, daß die Kängurus schon in Massentierhaltung - meiner Meinung nach grundsätzlich problematisch in vielerlei Hinsicht - gezwungen werden müssten, wollte man einen signifikanten Anteil des Fleischkonsums abdecken. Ein völlig undomestiziertes Wildtier! Und hat das überhaupt schon mal geklappt?

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 15, 2008, 08:47:24
Na ja, gejagt werden müssen die Kerlchen meines Wissens ohnehin, mangels natürlichen Feinden. Dass die Aussis bisher das ohnehin vorhandene Fleisch aber verschmähten, war schon etwas seltsam. Wenn die nun doch entdecken, dass Roo tatsächlich schmackhaft sein können und dadurch etwas weniger andere Tiere extra gezüchtet werden müssen, dann wäre das schon positiv. Aber ist schon klar, ist immer alles eine Frage des Masses. Letztlich läuft halt doch immer wieder alles aufs gleiche hinaus: von der Gattung Homo sapiens gibts einfach viel zu viel Exemplare.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Oktober 15, 2008, 09:29:50
Letztlich läuft halt doch immer wieder alles aufs gleiche hinaus: von der Gattung Homo sapiens gibts einfach viel zu viel Exemplare.

Die Kannibalen sind die besten Umweltschützer  ;D

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 15, 2008, 12:58:17
Na ja, gejagt werden müssen die Kerlchen meines Wissens ohnehin, mangels natürlichen Feinden. Dass die Aussis bisher das ohnehin vorhandene Fleisch aber verschmähten, war schon etwas seltsam. Wenn die nun doch entdecken, dass Roo tatsächlich schmackhaft sein können und dadurch etwas weniger andere Tiere extra gezüchtet werden müssen, dann wäre das schon positiv.

Das scheint ja sich tatsächlich auch seit Jahren so zu entwickeln, glaubt man dem Artikel. Dagegen habe ich weniger, aber „hinter“ dieser Diskussion geht es doch um eine Ausweitung der Jagdquote und womöglich die Erschließung von Exportmärkten - beides ökologisch zu hinterfragen. Und dem Klima ist es wohl egal, ob ein Mensch oder ein Hund Känguruh statt Rind frisst.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 17, 2008, 17:34:40
Auch Joy of Tech hat eine Anregung zur Ernährungsumstellung auf Lager (http://www.joyoftech.com/joyoftech/joyarchives/1163b.html). ;D
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Oktober 17, 2008, 17:36:56
Auch Joy of Tech hat eine Anregung zur Ernährungsumstellung auf Lager (http://www.joyoftech.com/joyoftech/joyarchives/1163b.html). ;D
Der Eisbär von Welt genießt aber nur "Bio-Menschen"!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 09, 2008, 11:43:57
Energiesparen: 0,7 % von 80 % nötiger Einsparung sind geschafft:
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/energieverbrauch-keine-entspannung-in-sicht_aid_346357.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 30, 2008, 22:24:47
Weiter gehts - ab Montag, die nächste Welt-Klima-Konferenz:
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/456554
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/knochenarbeit-fuer-das-klima/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 10, 2008, 11:12:41
Noch einer, der zu einem Blick fürs Ganze aufruft und konzeptlosen, nur einzelne Teilbereiche betrachtenden Aktivismus kritisiert:
http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/wider_die_gruenen_illusionen_der_klimapolitik_1.1388853.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Cassius am Dezember 10, 2008, 11:58:41
Na hoffentlich ist das Buch besser als der Artikel zum Buch... ::)

Denn wenn der Herr Ökonom sich darin nicht grundsätzlich gegen das System des demokratischen Kapitalismus ausspricht (nichts anderes als dessen Auswüchse und Folgen kritisiert der Artikel), bleibt das ganze auf "warum darf ich nicht, wenn's die anderen tun?"-Kindergartenniveau.
Und da ich mir ersteres bei einem neoliberalen Ökonom wie Sinn kaum vorstellen kann, bleibt es vermutlich - leider - bei letzterem.
Letztendlich ist das Buch vermutlich nur die indirekte Bitte, mal wieder in ein paar Polit-Talkshows eingeladen zu werden, und liefert der Politik (die es nur vorgeblich kritisiert) die Gründe für "weiter wie bisher".
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 11, 2008, 23:27:17
Jeder sieht halt, was er sehen will, den ganzheitlichen Blick hat m.E. kein Man on Earth. Auf Urf (http://theurf.com/2008/12/oil/) z.B. sieht man das Ölproblem ganz anders. ;D
 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 12, 2009, 16:05:10
Alle Computer dieser Welt verursachen soviel CO2 wie alle Flugzeuge (jeweils ca. 2% der Gesamtemission):
http://www.golem.de/0901/64552.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 16, 2009, 10:04:06
CO2 Hochrechner melden Fehlprognose:
http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/wissen/787/458439/text/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 24, 2009, 21:38:09
Krisen, wo man hinschaut… oder sollen wir politisch-schönfärberisch von Herausforderungen sprechen?

Wie auch immer. „Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“, ja die heißen wirklich so… also, die meinen nachhaltig produzierte Bioenergie könne 10% des im Jahre 2050 vorhergesagten Primärenergiebedarf abdecken.
http://www.wbgu.de/wbgu_jg2008.html
Gibt es als dicken PDF-Download oder als 17-seitige Zusammenfassung, die auch in HTML zu lesen ist.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 27, 2009, 13:24:07
Ich versuche ja schon, halbwegs „grün“ zu leben, aber wie schon schon der große Philosoph wusste (http://www.youtube.com/watch?v=RIOiwg2iHio): It ain't easy being green. :D

Und noch ein Link. Etwas mit dem Holzhammer, aber wirklich (!) gut gemacht, von Studenten der FH Augsburg:
http://www.rz.fh-augsburg.de/hosting/klima/
(Trickfilm)

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 06, 2009, 16:15:15
Von Bäumen:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/134120
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 06, 2009, 16:56:51
Das ist gar nicht gut, zu all den Schrecken, die ja weit über den Ausfall eines CO2-Speichers hinausgehen, kommt dann auch noch, daß zumindest gestresste Pflanzen wohl/vielleicht doch Methan produzieren.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/808/454490/text/
Wobei das natürlich noch nicht endgültig ausdiskutiert ist.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 13, 2009, 09:35:35
neues Schlagwort - Geo-Engineering:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/890/461516/text/print.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 29, 2009, 21:16:20
Ob wir das verbleibende Erdöl innerhalb von 30 oder innert 100 Jahren in unseren Verbrennungsmotoren verfeuern, müsste doch egal sein. Die freigesetzte Menge CO2 sollte in beiden Fällen gleich sein - und damit auch der Temperaturanstieg. Nun spricht der UN Klimabericht aber von idealerweise 19 Milliarden Tonnen pro Jahr.

Hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,622031,00.html
klingt das nun anders. Wenn die Erde sich um maximal 2 Grad erwärmen soll, darf nur maximal (für alle Zeiten insgesamt) 3,7 Billionen Tonnen CO2 (zusätzlich) in die Atmospäre gelangen. Ausgangs- oder Nullpunkt ist wie üblich die vorindustrielle Zeit vor 1750. Seither hat die Menschheit* von diesen "erlaubten" 3,7 Billionen Tonnen bereits rund 1,9 Billionen Tonnen CO2 der Atmospäre zugeführt. Bleiben noch 1,8 Billionen übrig ...  Die bereits erfolgte Temperaturerhöhung wird meist mit 0,7 bis 0,9 Grad angegeben.

Zur Zeit setzen wir rund 36 Milliarden Tonnen CO2 im Jahr (http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid#CO2_in_der_Atmosph.C3.A4re_und_Treibhauseffekt) frei. (Wenn ich das mal stur und linear verlängere, bleiben 50 Jahre bis zur gewünschten Maximalmenge.)

Wie immer, nach- und gegenrechnen erwünscht.  ;)


--
* Menschheit kann man höchstvermutlich locker durch Industrienationen ersetzen.   
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 29, 2009, 21:48:22
Das ist, glaube ich, nicht so. Pflanzen binden ja CO2, es hängt also stark davon ab, wie groß der Bewuchs ist und die Temperatur der Ozeane spielt wohl auch eine große Rolle und wohl noch andere Faktoren.

Einen absoluten Wert kann es also nicht geben. Da würde mich schon mal interessieren, wie sich etwa die Nordwanderung der Baumgrenze auswirken wird - nach meinem Verständnis muss es die geben. Vorher tauen natürlich die Böden auf und geben viel Gas ab.

Zum anderen ist die 2°-Grenze natürlich menschengemacht. Da hat man sich halt an dem orientiert, was wünschenswert und noch irgendwie machbar schien.
Es ist nicht so, dass bei einem Überschreiten dieser Grenze plötzlich das Klima kollabieren würde oder sonst was. Ich bin mir sicher, dass Du das schon wusstest, ich ärgere mich nur ständig über Politiker und Journalisten, die von Klimakollaps oder -katastrophe labern, wenn die Grenze nicht eingehalten würde. Es wird höchstwahrscheinlich nur immer schlimmer.
Was genau bei welcher Erwärmung passiert, scheint doch eher unkalkulierbar.

Aber an sich ist Deine Rechnung korrekt.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 30, 2009, 17:44:22
Beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung klingt es so:
Wenn das Risiko einer Erwärmung von mehr als zwei Grad auf 25 Prozent begrenzt werden solle, müssten die Treibhausgasemissionen bis 2050 um mehr als 50 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden auf nur noch eine Milliarde Tonnen Kohlendioxid.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30233/1.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 16, 2009, 16:55:40
Die zehn Lebenslügen der Ökolobby:
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-20/artikel-2009-20-energie-die-zehn-lebensluegen-der-kolobby.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: FOX am Mai 16, 2009, 23:05:48
... könnte auch von der Bild-Zeitung sein. Bei diesen Themen kann man mittlerweile als Laie kaum zu einem schlüssigen Urteil kommen, da Befürworter und Gegner stets eigene Statistiken aufpolieren/fälschen und gute Lobbyisten auffahren.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 16, 2009, 23:36:15
... könnte auch von der Bild-Zeitung sein. 

Nö, dafür hat es dann definitiv zu wenig Bildchen.  ;D

(Öffentlich zugänglich ist leider nur diese in der Tat stark verkürzende zusammenfassende Übersicht. Sie ist in der Printausgabe nur Einschub-Box in einem umfassenderen Berichts-Komplex. Der Rest ist online aber leider nur Abonnenten zugänglich.)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 25, 2009, 21:11:09
Kurzes Interview mit Richard Branson: Jeder sollte grün sein (http://www.bilanz.ch/edition/artikel.asp?Session=F426FC94-AA5A-4D46-9DEF-B3EFD91AEECF&CID=107&CPID=64&AssetID=6191)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 09, 2009, 18:22:30
Berücksichtigt man auch den Energieverbrauch für Errichtung und Betrieb der Infrastruktur müssen zu den üblichen Verbrauchsangaben addiert werden: für die Bahn + 100 %, fürs Auto + 33 %, für Flugzeuge + 5 - 10 %. Sagt eine Studie:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,629267,00.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 16, 2009, 13:42:19
Die Studie ist ja recht interessant. So wird der Bahn als Massnahme empfohlen, die Verwendung von Beton bei Bahnhöfen zu verringern… würde man das je vermutet haben? Bei der Zementherstellung entsteht wohl viel Kohlenmonoxid, dass dann in der höheren Atmosphäre indirekt zur Erwärmung beiträgt, weil es mit Hydroxyl-Radikalen reagiert, die dann wiederum fehlen um etwa Methan abzubauen.

Da ist es wohl nicht so gut, dass Beton wieder sehr im Kommen ist, durch neue Innovationen, sowohl im Strassenbau als auch in der Architektur.

Über Solarstrom aus der Sahara wurde ja schon oft und viel nachgedacht, nun hat ein deutsches Industriekonsortium große Pläne (http://www.sueddeutsche.de/,ra3m1/wirtschaft/740/472266/text/) - aber erst wird mal noch ein paar Jahre getüftelt und verhandelt. Einstmals sollen 15% des deutschen Strombedarfs aus Nordafrika kommen.

Über die Speicherung und Verfügbarhaltung von Strom haben wir uns ja schon öfters unterhalten. Da gibt es pfiffige Ideen. So könnten ja Elektroautos den im Akku gespeicherten Strom, wenn sie rumstehen, auch wieder einspeisen. Mit der richtigen Software wäre der Akku bei Bedarf trotzdem voll.
Gerade beim viel Wind- und Solarstrom hat man ja Leistungsspitzen und -tiefen, die so zu Teil abgefedert  werden könnten.
Dazu bräuchte man natürlich eine große Elektroflotte.


Kurzes Interview mit Richard Branson: Jeder sollte grün sein (http://www.bilanz.ch/edition/artikel.asp?Session=F426FC94-AA5A-4D46-9DEF-B3EFD91AEECF&CID=107&CPID=64&AssetID=6191)

Der ist wohl der letzte, der Bhutanol aus Zuckerrohr uneingeschränkt positiv sieht?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am Juni 16, 2009, 14:22:07
Die zehn Lebenslügen der Ökolobby:
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-20/artikel-2009-20-energie-die-zehn-lebensluegen-der-kolobby.html
Da wird so einseitig argumentiert, dass einem graust:
Tatsache ist: In Anbetracht der geringen Produktivität und der beschränkten Lebensdauer fällt bei den alternativen Stromerzeugern die sogenannte graue Energie massiv ins Gewicht. Das heisst: Für die Herstellung von Solarzellen wird so viel Energie aufgewendet, wie die Anlage in drei bis sechs Jahren erzeugt (bei der Windenergie sind es zwei bis sechs Monate). Entsprechend gross ist der Verschleiss an Rohstoffen und Raum. Das renommierte Paul-Scherrer-Institut (PSI) hat errechnet, dass bei der Erzeugung einer Kilowattstunde Atomstrom zehnmal weniger CO2 anfällt als bei der gleichen Menge Solarstrom (siehe Grafik).
So, wie groß ist denn die graue Energie von AKW? Selbst wenn das außer acht gelassen wird: es geht bei der Ablehnung von AKWs ja nicht darum, dass sie einen schlechteren CO2 Grad hätten als WIndkraftanlagen z.B., sondern darum, dass sie hochgiftigen/gefährlichen radioaktiven Abfall produzieren.
Der nächste Schritt ist die Kernfusion, die kaum radioaktive Abfälle hinterlässt.
Der hinterlässt vielleicht kein hochradioaktiven Abfall durch verbrauchte Brennelemente, schwach und mittelverstrahlte Abfälle entstehen auch.
Tatsache ist: Bei der weltweit bisher einzigen AKW-Katastrophe mit Todesfolgen starben 1986 in Tschernobyl gemäss Schlussbericht der Atomenergieagentur IAEA und der WHO insgesamt 56 Menschen; dazu kommen 9000 mutmassliche Krebserkrankungen.
Die Anzahl der Toten darf doch stark angezweifelt werden. Hinzu kommt die erhöhte Leukämierate bei Neugeborenen u.s.w..
Wenn jemandes Argumentation anfängt mit Tatsache ist...  stellen sich bei mir schon die Nackenhaare.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juni 16, 2009, 17:38:46
So, wie groß ist denn die graue Energie von AKW?
In Anbetracht der kaum wegdiskutierbaren hohen Energiedichte von nuklearem "Brennstoff" dürften AKW bezüglich grauer Energie sehr schwer zu schlagen sein.

Zitat
es geht bei der Ablehnung von AKWs ja nicht darum, dass sie einen schlechteren CO2 Grad hätten als WIndkraftanlagen z.B., sondern darum, dass sie hochgiftigen/gefährlichen radioaktiven Abfall produzieren.
Jede exotherme Energiegewinnung produziert gefährliche/giftige Abfallstoffe. Aber welche Art der exothermen Energiegewinnung produziert pro Megawattstunde weniger davon als die Kernkraft? Und bei welcher anderen Art der exothermen Energiegewinnung hat man diese Abfallprodukte so gut unter Kontrolle wie bei der Kernkraft, dass die Freisetzung dieser Giftstoffe in die Umwelt bei ziemlich genau Null liegt?   
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 16, 2009, 18:24:14
Gut unter Kontrolle wie im Abfalllager Asse (http://www.welt.de/hamburg/article2126939/Atommuell_verseucht_die_Biosphaere_in_der_Asse.html) (habe extra mal die Welt als konservatives Blatt genommen, nicht das es heißt ich verlinke einseitig. :)) Und ja, dass ist *kein* Atommüll aus Kraftwerken, der ist aber noch viel gefährlicher.
Deutschland zumindest weiß bis heute nicht wohin mit dem Müll.

Aber über Atomkraft brauchen wir eigentlich nicht auch noch lange streiten, ich zumindest halte mich raus, bis auf:
„Der nächste Schritt ist die Kernfusion, die kaum radioaktive Abfälle hinterlässt.“

So einen Blödsinn habe ich schon verdammt lange nicht mehr gelesen. Wenn man den üblichen Quellen traut, ist man von einem produktiven Kernfusionsreaktor noch viele Jahre entfernt und ist in den letzten Jahrzehnten dem Ziel kaum näher gerückt - anders als damals erhofft und beworben.
Dann könnte man auch schreiben:
„Der nächste Schritt sind Solarzellen auf dem Mond, die sind um ein zigfaches produktiver als hier unten.“

Für mich entwertet allein diese Zeile (sowie natürlich die tolle Überschrift) das ganze Artickelchen als provokant gemeintes Meinungsstück ohne rechte Ahnung des Autors und darum wollte ich eigentlich auch nichts dazu schreiben. Nun ja. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juni 16, 2009, 19:04:03
Gut unter Kontrolle wie im Abfalllager Asse (http://www.welt.de/hamburg/article2126939/Atommuell_verseucht_die_Biosphaere_in_der_Asse.html) (habe extra mal die Welt als konservatives Blatt genommen, nicht das es heißt ich verlinke einseitig. :)) Und ja, dass ist *kein* Atommüll aus Kraftwerken, der ist aber noch viel gefährlicher.
Deutschland zumindest weiß bis heute nicht wohin mit dem Müll.
Nun gut, ich kenne die Verhältnisse in Deutschland zu wenig. Aber ich stelle mir vor, es dürfte ähnlich sein wie bei uns: Das Noch-Nichtvorhandensein von Endlagern hat keine technischen bzw. geologischen, sondern politische Ursachen.

Zitat
„Der nächste Schritt ist die Kernfusion, die kaum radioaktive Abfälle hinterlässt.“
Yep, diesen Satz mag ich auch nicht verteidigen. Der steht auch in meinen Augen auf zu tönernen Füssen.

Zitat
Für mich entwertet allein diese Zeile (sowie natürlich die tolle Überschrift) das ganze Artickelchen als provokant gemeintes Meinungsstück ohne rechte Ahnung des Autors und darum wollte ich eigentlich auch nichts dazu schreiben. Nun ja. :)

Habe davor schon mal erwähnt, dass es sich bei der verlinkten Auflistung nur um eine Bei-Box zu einem längeren Artikel (http://www.weltwoche.ch/index.php?id=535057) handelt:
(Öffentlich zugänglich ist leider nur diese in der Tat stark verkürzende zusammenfassende Übersicht. Sie ist in der Printausgabe nur Einschub-Box in einem umfassenderen Berichts-Komplex. Der Rest ist online aber leider nur Abonnenten zugänglich.)

Aber ja, auch der ist natürlich ein Artikel eines Journalisten. Der Vorwurf "ohne rechte Ahnung" wird also wohl schwer zu entkräften sein. Rechte Ahnung haben wir wohl alle auch nicht. Und sicher spielt in dem Artikel die Meinung des Autors mit. Wie wohl in jedem Artikel. Wie in garantiert jedem Artikel zum Thema, ob nun in der Bürstrichtung des ökoindustriellen Komplexes, oder dagegen. Interessant ist aber halt schon, dass diese Aspekte immer dann hervorgekramt und herausgestrichen werden, wenn es um Artikel gegen die allgemein verordnete Bürstrichtung geht.  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 16, 2009, 19:14:32
Naja! Also, es gibt aber durchaus auch Journalisten, die bemühen sich um eine möglichst neutrale Berichterstattung und lassen alle Parteien zu Wort kommen bzw. erwähnen ihre Argumente. Da wird nicht gegen irgendwelche „Lobbies" und ihre „Lebenslügen“ angeschrieben und -geschriehen.

Ja, es ist sicher so, dass man diese Dinge v.a. dann sofort feststellt, wenn man anderer Meinung ist als der Autor. Ich persönlich mag solchen Journalismus insgesamt nicht, drauf reingefallen bin ich aber sicher auch schon.
Das sind für mich bezahlte Trolle.

Okay, mag sein der gesamte Artikel ist ausgewogener. Aber man stellt ja nicht von ungefähr das provokante Stück ins Internet.

Edit:
Zitat
ökoindustriellen Komplexes

Wunderbar! Jedem sein -industrieller Komplex. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juni 16, 2009, 19:46:59
Okay, mag sein der gesamte Artikel ist ausgewogener.

Nein, ist er nicht. Aber ausführlicher begründet.  ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am Juni 16, 2009, 21:06:06
In Anbetracht der kaum wegdiskutierbaren hohen Energiedichte von nuklearem "Brennstoff" dürften AKW bezüglich grauer Energie sehr schwer zu schlagen sein.
Aber genau weiss es keiner. Schließlich ist der (graue) Energieverbrauch eines Atomkraftwerks mit seiner Inbetriebnahme nicht zu Ende.
Zitat
Jede exotherme Energiegewinnung produziert gefährliche/giftige Abfallstoffe. Aber welche Art der exothermen Energiegewinnung produziert pro Megawattstunde weniger davon als die Kernkraft? Und bei welcher anderen Art der exothermen Energiegewinnung hat man diese Abfallprodukte so gut unter Kontrolle wie bei der Kernkraft, dass die Freisetzung dieser Giftstoffe in die Umwelt bei ziemlich genau Null liegt?   
Bei welcher Exothermen-Energiegewinnung sind die Risiken im Katastrophen-Fall so unüberschaubar wie bei der Kernkraft? Und bei Welcher Art der Exothermen-Energiegewinnung sind die Abfallprodukte bei unsachgemäßer Lagerung oder Störungen der Lagerung so gesundheitsgefährdend wie bei Kernkraft? Da bin ich zugegebener Weise eher dafür, die relativ harmlosen Abfallprodukte lieber in die Umwelt abzublasen. Außerdem glaub ich das eh alles nicht mit dem Treibhauseffekt durch CO2. Das geht doch durch das Ozonloch alles nach draussen... ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 18, 2009, 13:35:37
Überraschung (http://www.sueddeutsche.de/u5g38o/2933155/Geldschmelze-im-Forschungsreaktor.html)!
Der Fusionsforschungsreaktor iter kommt nicht nur später - 2020 war angepeilt, momentan geht man von 2026 aus - sondern kostet auch das Doppelte, mindestens natürlich.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 25, 2009, 07:30:49
"Bei einer Reihe von Parametern ist das Tempo der Veränderungen inzwischen am oberen Rand der Erwartungen, die sich aus den Klimasimulationen ergeben. Das gilt insbesondere für den Anstieg des Meeresspiegels, die Versauerung der Ozeane, die Erwärmung der Meere, den Rückgang des arktischen Eises im Sommer und die Häufigkeit extremer Wetterereignisse."
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30590/1.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 03, 2009, 20:28:27
10,5 Prozent des gesamten Jahresstromverbrauchs in Deutschland entfällt auf TV und Computer:
http://www.heise.de/newsticker/Computer-treiben-Stromverbrauch-in-die-Hoehe--/meldung/141522
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juli 10, 2009, 16:45:34
Wir haben hier die ersten starken Temperaturschwankungen...  8)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 14, 2009, 15:27:48
Spielt das iPhone (kann man auch stellvertretend für andere Smartphones nehmen) klimatechnisch eine gute Rolle? Ja! (http://carbon-pros.com/blog1/2009/07/do_more_with_less.html), meint ein CO2-Forscher, weil es viele andere Geräte ersetzt.
Dem möchte ich hinzufügen, dass iPhones wohl meistens nicht nach zwei Jahren in den Müll wandern wie so viele andere Handies.

Edit: Via tidbits.com
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am August 05, 2009, 11:11:03
Das hört sich ganz interessant an:
http://www.nzz.ch/nachrichten/forschung_und_technik/treibstoff_aus_algen__mehr_als_ein_hype_1.3278128.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am August 28, 2009, 19:22:13
Mal einer, der (am Beispiel der Schweiz) ein bisschen rechnet, wie das denn tatsächlich so wäre, wenn man denn wirklich auf jene Energiegewinnungs-Technologien bauen würde, die in den zeitgeistlich empfänglichen Kreisen als so nachhaltig gelten: Ökologischer Alptraum (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-34/artikel-2009-34-alternativenergien-kologischer-alptraum.html) (Weltwoche)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 29, 2009, 12:21:44
Dem Zeitgeist unterliegen ja immer nur die Anderen. Ich sehe, dass Atomkraft-Befürworter seit einiger Zeit enormen Aufwind haben und den Zeitgeist andersherum wehend, q.e.d.

Wie auch immer, wir sind ja Alle vernünftige Menschen und sehen die Stromzukunft in einem intelligenten Mix aus verschiedenen schon vorhandenen und auch noch zu errichtenden Quellen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 30, 2009, 22:44:38

   (http://www.weltwoche.ch/uploads/tx_templavoila/WEW_34_032_windstrom_X3.jpg)

Danke warlord für den Hinweis. Diese wirklich ernstzunehmenden Einwände erfahren - für mein Gefühl - nur lauwarme Antworten:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31022/1.html

War man da ncht schonmal mit einem auf die Schwankungen ausgelegten, europaweiten Stromnetz, sowie Ideen zur Stromspeicherung, weiter?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am August 31, 2009, 02:20:29
Genauso, wie KKW-Befürworter immer u.a. den niedrigen/mangelnden CO2 Ausstoß der KKWs als Argument anführen, muß ich wieder die mangelnde Entsorgung des Mülls als Contraargument anführen:
hier (http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/der-berg-bewegt-sich-bedrohlich/), hier (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,635200,00.html), hier (http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/karlsruhe/Karlsruhe-Karlsruhe-wird-seinen-Atommuell-los-Gruenes-Licht-fuer-Verglasungsanlage;art6066,155553) usw. usf.

Sprengstoff in einer Kammer neben Atommüll. Wenn das nicht mal eine beruhigende Kombination ist. Einfach geil.
Ich nehme mal, daß in der Schweiz die Endlagerung des Atommülls besser geregelt ist als in D. Wobei, die Worte eines Wissenschaftlers klingen mir noch in den Ohren: das unkalkulierbarste Risiko bei der Endlagerung sei der Mensch. Wer garantiert denn z.B., dass nicht irgendwann jemand auf die idee kommt, die Edelstahlbehälter des Stahls wegen aus den Schächten zu bergen, weil es lukrativ ist?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 09, 2009, 19:40:25
Ein Zwischenschritt zu wirklich schlauen Stromnetzen - ein Schwarm von Strom/Wärme KombiHeizungen für 5000 €:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,647858,00.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 01, 2009, 19:12:37
Einen Klima-Rettungsaufruf in Form eines Gratis-Songs gibts im (CH) iTunes-Store: eine Cover-Version des Midnight Oil Klassikers Beds are burning (http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewAlbum?id=332754130&s=143459). (Ob er sich auch ohne CH-Account runterladen lässt, weiss ich allerdings nicht.)
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 18, 2009, 15:17:01
WWF Studie: um das "2 Grad Ziel" zu erreichen, muss Deutschland das CO2 bis 2050 um mehr als 80 % reuzieren. Das Ganze wäre aber bezahlbar:
http://www.zeit.de/2009/43/D-CO2-frei?page=all


Und Lester R. Brown mahnt "wir Menschen sehen nicht, wie viel Uhr es ist" - PDF:
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1007946
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 06, 2009, 15:24:26
Nach dem Vorbild des ersten & erfolgreichen weltweiten Klimaabkommen gegen das Ozonloch gabs das internationale Klimaschutzabkommen in Kyoto. Das läuft 2012 aus. In wenigen Wochen soll in Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen vereinbart werden. Ein erster Erfolg ist, daß seit diesem Jahr alle bedeutenden Staaten mitverhandlen. Beim VerhandlungsErgebnis schaut es aber eher schlecht aus:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1062836/

Aber auch wenn es zu verbindlichen Abmachungen kommen sollte, sieht es IMHO nicht so gut aus. Nehmen wir als Beispiel den politischen Mechanismus der EU zur Festlegung der Fischfangquoten.

In der EU läuft das so: die Wissenschaft gibt eine Obergrenze an, ab der eine Überfischung - also eine mittel- oder langfristige Ausrottung - stattfindet. Dann wird verhandelt, und das Ergebnis (http://www.welt.de/wirtschaft/article4907502/Ostsee-Fischer-duerfen-mehr-Kabeljau-fangen.html) liegt immer und systematisch über der Obergrenze. Das EU Verfahren sorgt also systematisch für Überfischung.

Auf die KlimaVerhandlungen übertragen, hieße das: es gibt keine verbindlichen Abmachungen, oder es gibt bestenfalls Abmachungen, die das "2° Ziel" deutlich verfehlen werden. Das erscheint in meinen Augen fast unausweichlich.

Gibts dazu Ideen, wie man dieses systemische Problem angehen könnte?
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 06, 2009, 18:02:05
Naja, es hat sich ja etwas bewegt. Auch in der Fischerei.
Leider geht es halt stets sehr langsam - in vielen Fällen zu langsam.

Was kann man machen? Wir sind doch alle Teil dieses Systems. Also fängt man am besten bei sich selber an. Ich sehe immer überall große Empörung, aber engagieren tun sich die Wenigsten - ich auch nicht wirklich.
Es gibt ja viele Formen, wie man Einfluss nehmen kann, über NGOs, Parteien, in der Arbeit, als Geldanleger und als Konsument. Ohne sich Illusionen zu machen, aber das man etwas bewegen kann, sieht man doch immer wieder.

Die Fischquoten oder die Klimapolitik werden ja nicht so festgelegt, weil man ins System oben das Richtige reintut und unten kommt das Falsche raus. Sondern weil Politik im Spannungsfeld verschiedener Einflüsse entsteht. Insofern sehe ich das nicht als systemimmanent, sondern als ein Ausgang von vielen, der beeinflussbar ist.
Auch das berühmte Zwei-Grad-Ziel ist ja ein Kompromiss aus vielen Meinungen und kein Ergebnis einer unbestrittenen mathematischen Formel: Drunter gut, drüber Katastrophe.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am November 06, 2009, 18:10:57
Was kann man machen? Wir sind doch alle Teil dieses Systems. Also fängt man am besten bei sich selber an. Ich sehe immer überall große Empörung, aber engagieren tun sich die Wenigsten - ich auch nicht wirklich.

Ich kann es nicht mehr hören!
Sorry, aber ich mag diesen Spruch nicht.

Ich mache mit Sicherheit weniger als ich könnte, aber viel mehr als die Weltwirtschaft.

Wir reden hier über Kats und Elektroantriebe und Kuhfürze und und und....


Die, die wirklich den Mist machen und verringern könnten lachen sich kaputt.

Es wird Energiesparendes produziert, wenn die Wirtschaft damit Kohle verdienen kann.
Wenn jemand von ihnen fordert Energie auf eine Art zu sparen, die sie nicht sofort zu Kohle machen können kommt das Wort, das alles erlaubt: Arbeitsplätze!
Das tolle Wort plappern dann alle Politiker nach, sie beauftragen Fachleute die belegen, dass Energie sparen nix bringt, die FDP recht hat und außerdem.....Arbeitsplätze.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 06, 2009, 18:46:59
Natürlich kann und sollte der jeweilige Grenzwert hinterfragt werden. Darum gehts aber meist gar nicht, bzw. wenn, aus taktischen Gründen. Mir gehts um den Effekt, daß die Logik von politischen Verhandlungen gebietet, den Grenzwert zu überschreiten.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am November 06, 2009, 19:16:32
Natürlich kann und sollte der jeweilige Grenzwert hinterfragt werden. Darum gehts aber meist gar nicht, bzw. wenn, aus taktischen Gründen. Mir gehts um den Effekt, daß die Logik von politischen Verhandlungen gebietet, den Grenzwert zu überschreiten.

Ja, das hatte ich auch so verstanden.

Ich wollte eher mal was Allgemeines, Globales los werden. ;)
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 06, 2009, 19:34:33
Ich kann es nicht mehr hören!
Sorry, aber ich mag diesen Spruch nicht.

Weiß ich doch. Wer mag ihn schon? Ich nicht, aber ich glaube er ist richtig.

Zitat
Wir reden hier über Kats und Elektroantriebe und Kuhfürze und und und....

Die, die wirklich den Mist machen und verringern könnten lachen sich kaputt.

Dieser Eindruck ist sicherlich nachvollziehbar, aber ich finde um sich ein wirklich realistisches Bild zu machen, darf man sich nicht von allzu drastischen Bildern beeindrucken lassen.

Es zeigt sich doch beispielsweise immer wieder, dass die Konsumenten eine Macht sind. Natürlich würde man hoffen, dass jede Firma von sich aus Mensch und Umwelt achtet, aber dem ist nun mal nicht so.
Das nachhaltige Produktion boomt, dass auch große Multis sich mittlerweile intensiver um die Herkunft ihrer Rohstoffe und die Arbeitsbedingungen bei den Zuliefern kümmern kann man sehen! Nicht nur immer die Katastrophen, auch wenn das wichtig ist. Und warum machen sie das? Sie werden dazu getrieben! Weil nämlich NGOs und Kunden nicht aufhören, nachzufragen und sich dann die Anleger Sorgen machen!
Analog dazu die Politik. Man kann es natürlich auch den Industrieverbänden überlassen, sie zu beraten. Allmächtig sind aber auch die nicht.

Und von wegen auslachen. Schreibe doch mal Deinen Abgeordneten oder anderen Verantwortlichen ein paar gut recherchierte Fragen, frage nach im Geschäft, wo das herkommt, usw.
Da lacht keiner mehr.

Zitat
Es wird Energiesparendes produziert, wenn die Wirtschaft damit Kohle verdienen kann.
Wenn jemand von ihnen fordert Energie auf eine Art zu sparen, die sie nicht sofort zu Kohle machen können kommt das Wort, das alles erlaubt: Arbeitsplätze!

Gerade in Deutschland hatte die Umweltbewegung doch sehr viel Erfolg, ihr Gedankengut in vielen Bereichen zu verankern.
Das niemand gerne Geld verliert, ist logisch, und daher muss die Politik veranlassen, dass auch unbequeme Richtlinien eingehalten werden. Und da gibt es ja wohl jede Menge, man kann doch wirklich nicht sagen es herrsche die reine, freie Marktwirtschaft und nur die Industrie schafft an!
Es ist eben ein steter Kampf, und das der seit Jahren eher in eine Richtung läuft, liegt m.E. sehr wohl auch stark an der Teilnahmslosigkeit vieler Bürger. Aber ich sehe eben auch einen Gegentrend, der an Fahrt gewinnt.
Viele Menschen stellen das rücksichtslose Konsumdenken in Frage und Manche handeln auch. Zu Wenige, zu zahm, zu langsam? Wahrscheinlich.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 06, 2009, 19:43:33
radneuerfinder meint wohl eher mich. :)

Natürlich kann und sollte der jeweilige Grenzwert hinterfragt werden. Darum gehts aber meist gar nicht, bzw. wenn, aus taktischen Gründen. Mir gehts um den Effekt, daß die Logik von politischen Verhandlungen gebietet, den Grenzwert zu überschreiten.

Nein, gebietet er nicht. Säßen lauter Grüne aus Städten ohne Fischwirtschaft in den zuständigen Gremien, käme sicher etwas anderes heraus. Und sitzen im Klimaausschuss eben viele Schwerindustrielle und deren Verbündete, dann auch.
Aber natürlich ist das alles unwahrscheinlich, vielmehr ist alles, gerade in Europa, ein Kompromiss und der wird von vielen Interessen beeinflusst. Sieht man die eigenen nicht genügend vertreten, kann man was dagegen tun oder eben nicht.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 19, 2009, 21:05:31
Durch die  Wirtschaftskrise gibt es einen Rückgang bei den CO2 Emissionen. Ansonsten läuft der Anstieg aber nach Plan. :-\  Wen wunderts, hat ja ein global wirksamer Politikwechsel noch nicht stattgefunden. Außerdem gibt es in der Klimaforschung einen klitzekleinen Anfangsverdacht, daß die CO2 Senken der Erde voll laufen und in ihrer Absorbtionswirkung bereits nachlassen:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/146586
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 20, 2009, 10:01:18
Die Wissenschaft tut sich schwer mit den CO2 Senken:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31536/1.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 20, 2009, 11:11:44
Die Ablagerung von CO2 in den Meeren ist aber an sich auch nicht unproblematisch - zumindest ist überall zu lesen:  Wenn das Wasser immer saurer wird, haben Korallen und Schalentiere zunehmend Probleme. Was wiederum Auswirkungen auf Fischpopulationen hat und damit auf die Ernährung der Menschen.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 23, 2009, 23:23:41
Eine Studie (http://assets.panda.org/downloads/plugin_tp_final_report.pdf) von Allianz und WWF weist darauf hin, daß der Klimawandel keine gleichmäßige Änderung ist, sondern daß es vermutlich an sogenannten KippPunkten (http://www.nachhaltigkeit.org/200911233512/energie-kohlendioxid/nachrichten/unumkehrbare-kippeffekte-drohen) relativ schnelle Entwicklungen geben wird:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,662927,00.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 25, 2009, 11:27:59
26 Wissenschaftler versuchen sich an einem Update des 2 Jahre alten UN-Weltklimaschutzberichtes:
http://www.copenhagendiagnosis.com/download/Copenhagen_Diagnosis_ES_German.pdf
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am November 29, 2009, 17:01:23
In meinen Augen ein guter Kommentar zu "Climategate": Krieg ums Klima (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-48/artikel-2009-48-kommentar-krieg-ums-klima.html)
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 29, 2009, 17:46:56
Sicher kann man auch das nicht ganz unkritisch sehen, aber wenn man mal die Ignoranz und Agressivität der Gegenseite sieht, könnte man auch schlimmere Äußerungen erwarten, finde ich. Ich würde jedenfalls intern vom Leder ziehen…
Gut, Informations-Unterschleif oder Aufforderungen dazu geht natürlich gar nicht.

Die weitaus größte Schandtat hier ist aber nun wirklich der Raub von Emails und das Online-Stellen. Daran sieht man viel eher, mit welchen Methoden mittlerweile gekämpft wird - egal ob nun hier viel Geld floss (anscheinend ja nicht) oder es geltungssüchtige Hacker waren.
 Würde mich gar nicht wundern, wenn nun einige agressive „Klimaschützer“-Aktivisten zum Gegenschlag ausholen.

Kein Beitrag ohne Link! :)
Viele Beiträge vom ZDF an einer Stelle:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/kanaluebersicht/520758/thema/Klimaschuetzer-und-Klimakiller/

(und ich weiß noch immer nicht, ob man die mit nichtdeutscher IP zu sehen bekommt… sagt an.)
 Recht interessant finde ich ja Jatropha (http://de.wikipedia.org/wiki/Jatropha), im Beitrag „Treibstoff für Indiens Autoboom" geht es genau darum.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 01, 2009, 15:10:25
Kommentar zu "Climategate": Krieg ums Klima (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-48/artikel-2009-48-kommentar-krieg-ums-klima.html)

Einen Satz aus dem Kommentar möchte ich unterstreichen:
"Die Klimaforscher beanspruchen schliesslich, unser aller Zukunft vorherzusagen. Weil das aber ein Unterfangen ist, mit dem sich die Wissenschaft stets blamierte, kann sie nicht verlangen, dass diesen Prognosen widerspruchslos Glauben geschenkt wird. Zumal es um Billionen-, wenn nicht gar Billiarden-Summen geht und alle Menschen ihren Lebensstil ändern sollen."

Eigentlich wäre es gut eine 2. Meinung, einen UN-Weltklimarat Nr. 2, zu haben. Mag Kritik und Wettbewerb innerhalb der Wissenschaft ihren festen und funktionierenden Platz haben, so sind die vom UN-Klimarat geforderten Änderungen zu gewaltig. Ein "check and double check", ein Wettbewerb, eine "Gewaltenteilung", eine Kontrolle bereits der AusgangsDaten, wie der Prognosen fände ich sinnvoll.


Ein weiterer Kommentar zu den bekanntgewordenen E-mails:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31614/1.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 06, 2009, 17:01:55
Ein Kommentar zum Klimagipfel in Kopenhagen:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/350/496664/text/5/print.html

Mal sehen wie die Kommentare nach dem Klimagipfel ausfallen.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 14, 2009, 14:29:09
Lutz Wicke spricht sich für eine globale Klimabörse aus, nicht für einen Basar:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/40/497346/text/4/print.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 14, 2009, 19:02:30
Und das Meer ist auch sauer:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,667008,00.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 14, 2009, 19:11:09
Die Süddeutsche kann man allmählich echt vergessen. Mir fiel bei dem Interview sofort was auf, wieso nicht dem Interviewer?

„Altkanzler Helmut Kohl hat 1995 unter unglaublichem Beifall verkündet, bis 2005 könne der Kohlendioxidausstoß um 25 Prozent reduziert werden. Obwohl sich auch die rot-grüne Regierung nach Kohl viel Mühe gab, zum Beispiel mit Ökosteuer und Energieeinspeisegesetz, wurde das Ziel bei weitem verfehlt.“

Kohl und alle anderen sprechen immer von einer Senkung ausgehend vom Niveau 1990, auch diese Aussage bezog sich darauf. Das kommt Deutschland aufgrund des weitgehenden Zusammenbruch der kohlegetriebenen DDR-Industrie natürlich entgegen.
Jedenfalls ist man verdammt nah dran an 25%, von wegen weit verfehlt und so:
http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/document/downloadImage.do?ident=17589

Und 2009 dürfte aufgrund der Wirtschaftskrise noch mal weniger CO2 beigetragen haben. Von 2010 weiß man noch gar nichts.

Damit ist der Rest des Artikels und dieser Forscher für mich nicht des Lesens wert. Das ist für mich Faktenverbiegen, um die eigene Meinung aufzuwerten.

Edit: Meldung zu 2008:
http://www.co2handel.de/article186_11283.html
Kyoto-Verpflichtung erfüllt.
Achtung: Hier werden alle klimaktiven Gase als CO2-Äquivalent angegeben, in der obig verklinkten Grafik nur CO2 .
Laut diesem Artikel macht CO2 88% aus, dass wären 831 Mio. t., also war die Vorhersage im Diagramm recht genau und die Wirtachaftskrise hat doch nicht so viel beigetragen.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 19, 2009, 11:23:27
Der UN-Klimagipfel in Kopenhagen endet heute. Ergebnis: dieses Papier (Enstehungsgeschichte (http://www.welt.de/politik/ausland/article5580576/Klima-Gipfel-in-Kopenhagen-faktisch-gescheitert.html)) wird (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,668098,00.html) von den 192 UN Staaten zur Kentniss genommen:

   (http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/full/leere-listen2.jpg)
http://www.spiegel.de/media/0,4906,22382,00.pdf


Ein erster Kommentar:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,668094,00.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Dezember 19, 2009, 11:33:28
Wenn ich es richtig beobachtet habe, hat sich Weltpolitik seit gestern Abend noch mal so richtig Mühe gegeben, sie haben alles aus sich herausgeholt, ihre versammelte Kompetenz in Waagschale geworfen um...... nee, nicht um irgend etwas für den Klimaschutz zu tun, nee nee, um eine gemeinsame Schlusserklärung zu formulieren.

Sie müssen zu hause schließlich ihr Versagen als Erfolg verkaufen.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian als Gast am Dezember 19, 2009, 13:33:49
Hat schon Jemand ausgerechnet, wie viel die viele heiße Luft aus Kopenhagen zur Erderwärmung beigetragen hat?
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 23, 2009, 20:57:58
trotz noch nie dagewesener CO2-Konzentration wirds doch irgendwie nicht so recht wärmer?

Hier mal die quasi offizielle Kurve:

   (http://www.wmo.int/pages/mediacentre/press_releases/images/compare_datasets_big.jpg)
http://www.wmo.int/pages/mediacentre/press_releases/pr_869_en.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 23, 2009, 23:00:51
Interessanter wären wohl auch weiter zurück liegende Daten. (Klar, stellt sich natürlich immer die Frage der Zuverlässigkeit.)  Im Mittelalter sollen die Temperaturen ja streckenweise wesentlich höher gewesen sein als heute.  Bei wohl wesentlich geringerer menschlicher CO2-Produktion.
So um bzw. nach 1300 pflanzten die Wikinger in Grönland angeblich Weizen und im südlichen Norwegen Reben, wie ich las. Dafür brauchte es dann doch noch etwas wärmere Temperaturen, als heute.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Dezember 23, 2009, 23:06:35
Ja, wenn die Kurven einen beliebig großen Zeitraum abdecken, ist jede Katastrophe nur ein „normaler Ausschlag“.


Ich habe aber, nach wie vor, auch Zweifel an allen wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema.

Ich warte immer noch auf den Tag, wenn die Temperatur wieder sinkt und die gleichen Wissenschaftler nun nach Erklärungen dafür suchen.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 23, 2009, 23:46:43
Warum es damals in Nord- und Mitteleuropa deutlich wärmer war, weiß man nicht, es gibt verschiedene Theorien. Aber es gibt einen deutlichen Unterschied zu heute: Damals stiegen die Temperaturen anscheinend nicht überall gleichzeitig auf der Welt, heute offensichtlich schon, und auch heute sehen wir ja eine besonders starke Wirkung in der Arktis.
Angeblich ist die Temperatur im Schnitt (!) aber schon heute höher als damals, man muss aber immer berücksichtigen, dass so eine jährliche Durchschnittstemperatur noch nichts über die einzelnen Jahreszeiten aussagt. Im mittelalterlichen Klimaoptimum jedenfalls gab es wohl neben heißen Sommern auch strenge Winter, was wiederum die Kurve beeinflusst.
Ich halte es übrigens für recht fragwürdig, ob man sich an Wein- und Getriedebaugrenzen orientieren kann. Schließlich sagt das noch nichts über Erträge und Güte aus, man weiß wohl auch zu wenig von den Ansprüchen der damaligen Sorten. Soll heißen: Kann auch sein, dass sich der Anbau mit Wiedererstarken des Fernhandels im Hochmittelalter einfach nicht mehr lohnte.

Dieses Diagramm enthält mehrere Rekonstruktionsversuche:
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c1/2000_Year_Temperature_Comparison.png)
Welche Kurve im Diagramm kommt von wann und wem?:
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:2000_Year_Temperature_Comparison.png?uselang=de

Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 10, 2010, 10:27:08
Anscheinend gibt es teilweise tatsächlich eine Kursänderung in der StromPolitik.

Großbritannien plant bis 2020 25 % des Stroms durch Windräder im Meer zu erzeugen:
http://www.guardian.co.uk/environment/2010/jan/08/north-sea-wind-contracts
http://www.guardian.co.uk/environment/2010/jan/08/uk-offshore-windfarms-100bn

Neues StromNetz für 30 Milliarden € in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande, Irland, Luxemburg und Norwegen:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/930/499211/text/



Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 10, 2010, 11:08:56
Diese maritimen Windturbinen stehen ja auch schon in der Kritik. Wenn ich das richtig verstehe, werden sie in der Regel mit Rammstößen im Meeresgrund verankert, was Meeressäugern durch die sehr starke Schallentwicklung zu schaffen macht.
Nun gibt es aber scheinbar Methoden wie den Blasenvorhang oder andere Errichtungsmethoden, die diesen Schallstress vermindern oder verhindern können, womit dann ja nichts mehr auszusetzen wäre an der Technik.

Korrekt?
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 10, 2010, 11:41:02
Ja, Nachteile gibts immer. Die Änderung betrifft auch nicht die Strukturen, die alten Stromkonzerne bauen neue "Großkraftwerke" und große Stromnetze. Aber immerhin ohne primäre Kohlenstoffverfeuerung. Auf das immerhin wollte ich hinweisen.

Dezentrale EnergieErzeugung/Einsparung fände ich sympathischer. Ist aber noch nicht marktreif:
http://ex-blog.panasonic.co.jp/exhibition/en/2009/12/eco09_320.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Januar 10, 2010, 12:35:07
Dezentrale EnergieErzeugung/Einsparung fände ich sympathischer. Ist aber noch nicht marktreif:
http://ex-blog.panasonic.co.jp/exhibition/en/2009/12/eco09_320.html

Ich habe da meine starken Zweifel, ob man alles dem ach so mündigen Bürger überlassen sollte.

Jochen
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 10, 2010, 12:47:20
Ach, der Bürger bedient doch jetzt schon routiniert tonnenschwere Geräte mit 100 KW Motoren, oder Computer mit der x-fachen Rechenleistung der Mondlandefähre.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Januar 10, 2010, 12:50:56
Ach, der Bürger bedient doch jetzt schon routiniert tonnenschwere Geräte mit 100 KW Motoren, oder Computer mit der x-fachen Rechenleistung der Mondlandefähre.

Eben  ;D

Jochen
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 10, 2010, 14:26:04
Ja, Nachteile gibts immer. Die Änderung betrifft auch nicht die Strukturen, die alten Stromkonzerne bauen neue "Großkraftwerke" und große Stromnetze. Aber immerhin ohne primäre Kohlenstoffverfeuerung. Auf das immerhin wollte ich hinweisen.

Schon klar. :)
Ich wollte nur mal Erkundigung einholen, ob meine Darstellung so auch stimmt, mit den Schallwellen.

Zitat
Dezentrale EnergieErzeugung/Einsparung fände ich sympathischer. Ist aber noch nicht marktreif:

In Deutschland braucht es so einen Speicher momentan nicht, da man ja eine satte Einspeisevergütung bekommt.
Aber immerhin bekommt man mittlerweile in Deutschland auch für selbstverbrauchten Solarstrom einen schönen Zuschuss, dass lohnt sich fast jetzt schon (weil's schon recht nah an der Einspeisevergütung ist, mal schauen ob der Zuschuss schneller sinkt als der Strompreis steigt).
 Da wäre dann so ein Speicher schon sehr schön, noch ist er zu teuer, aber da macht man ja Fortschritte. Dann muss man sich wenigstens nicht mehr deswegen ärgern, dass man bei schönstem Wetter immer im Büro ist.
Auch Wärmepumpen sind ja in gewisser Weise eine Energieerzeugung, macht natürlich noch stromabhängiger. Aber durchaus dezentral. Nun frage ich mich, ob man nicht mittags die Wasserspeicher der Erdwärmeheizung aufheizen könnte, anstatt wie normalerweise zur billigen Nebenzeit mit eingekauftem Strom. Aber da sind natürlich immer Verluste im Spiel.

(Solarthermie wäre natürlich eigentlich sinnvoller in unseren Breiten (als Photovoltaik). Aber rentabler durch deutsches Erneuerbare-Energien-Gesetz eben nicht.)

Jedenfalls könnte man sich heute schon ein Haus bauen, dass keine Energielieferungen mehr braucht und sogar Überschüsse erwirtschaftet
Ich sehe also durchaus gewisse Möglichkeiten zur Dezentralisierung. Aber natürlich wird es auch in Zukunft Großkraftwerke geben.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 25, 2010, 15:37:25
Klimakurvendiskussion - wie belastbar ist die IPCC Prognose?
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,673779,00.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 01, 2010, 15:00:32
Am 31. Januar lief die Frist aus, an der die Staaten ihre Klimaziele für 2020 dem UN-Weltklimarat UNFCC melden sollten:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/147004
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Februar 18, 2010, 19:49:59
Wenn Ihr mal ein Stündchen Zeit habt:

Vorstellung eines Konzepts, das in meinen Augen das Zeug dazu hat, so umweltverträglich wie möglich die wirklichen Herausforderungen des zukünftigen Energiebedarfs zu meistern: der LFTR (Liquid Fluoride Thorium Reactor).
http://www.youtube.com/watch?v=AHs2Ugxo7-8
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 22, 2010, 00:44:31
Oje, ich dachte, dass wäre ein Dokumentarfilm, aber es enpuppt sich als gutes Beispiel für einen schlecht gemachten Vortrag. Nur meine Meinung. Deshalb habe ich es auch nicht durchgehalten, und täusche mich vielleicht, aber stand so ein Reaktor nicht mal in Hamm-Uentrop in NRW?
http://de.wikipedia.org/wiki/Thorium-Hochtemperaturreaktor
Und u.a. wegen einem Störfall und den folgenden Vertuschungsversuchen wurde er vom Netz genommen und dann abgebaut.
Spiegel-Artikel von damals: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13517686.html
Da lief wohl alles schief, was schief gehen kann.

Jedenfalls dürfte (nicht nur) dieser Vorfall jeden Neubau auch dieser Reaktorart in Deutschland verunmöglichen.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Februar 22, 2010, 05:04:53
Oje, ich dachte, dass wäre ein Dokumentarfilm, aber es enpuppt sich als gutes Beispiel für einen schlecht gemachten Vortrag. Nur meine Meinung. Deshalb habe ich es auch nicht durchgehalten, und täusche mich vielleicht, aber stand so ein Reaktor nicht mal in Hamm-Uentrop in NRW?
http://de.wikipedia.org/wiki/Thorium-Hochtemperaturreaktor
Und u.a. wegen einem Störfall und den folgenden Vertuschungsversuchen wurde er vom Netz genommen und dann abgebaut.
Spiegel-Artikel von damals: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13517686.html
Da lief wohl alles schief, was schief gehen kann.

Jedenfalls dürfte (nicht nur) dieser Vorfall jeden Neubau auch dieser Reaktorart in Deutschland verunmöglichen.

Mein Vater arbeitete damals noch als Schweißfachingenieur beim Aufbau des Reaktors. Ich kann mich noch an diverse Diskussionen zu dem Teil in unserem Haus erinnern. Bedenken gab es wohl schon immer, weil es scheinbar zu Unstimmigkeiten beim Ausfüllen der Strahlenpässe für externe Mitarbeiter kam. Unternommen hat niemand etwas.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Februar 22, 2010, 08:03:24
aber stand so ein Reaktor nicht mal in Hamm-Uentrop in NRW?

Den beiden Reaktortypen ist eigentlich nur der Brennstoff Thorium gemein, von dem es wesentlich grössere Vorräte an nutzbaren Isotopen gibt, als von Uran und das im Gegensatz zu letzterem in keine unkontrollierte Kettenreaktion geraten kann (und daher nicht waffenfähig ist und dadurch seinerzeit bei der Entwicklung von Reaktoren der ersten Generationen nicht so interessant war). (Abgesehen davon, dass es auch eine Zerfallsreihe mit viel viel kürzerer Halbwertszeit hat.)
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 23, 2010, 09:57:45
Interview mit Fraunhofer-Forscher Kurt Rohrig zu Stromversorgung allein mit Sonne, Wind und Biogas:
http://www.heise.de/tr/artikel/Man-muss-ganz-Europa-betrachten-984664.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 03, 2010, 21:37:02
Der Spiegel dröselt das 'Climagate' nochmal auf:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,druck-688175,00.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 04, 2010, 18:19:17
... und den Kopenhagener Klimagipfel:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-692438,00.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 16, 2010, 15:08:27
Einstellung der Förderung für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/147626
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 16, 2010, 17:09:23
Viel blödsinniger kann man nicht sparen.
Bei der Photovoltaik war die Kürzung tatsächlich überfällig, aber hier wird ein Programm gestoppt, das weder eine grobe Marktverzerrung auslöste noch die Umwelt verschandelte. Will man nun die Energiewende oder nicht?

Aber wahrscheinlich ist das erst der erste Streich einer endlos langen Kette von Kürzungen und anfangen tut man komischerweise immer bei den mehrwertgenerierenden Sachen, ausnahmslos und immer. Genau deshalb kommen wir aus der Schuldenkrise auch nicht raus.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 13, 2010, 09:06:49
Nach Kopenhagen ist jetzt auch die Klimakonferenz in Bonn gescheitert.
...
Die Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes ist im Prinzip ein negatives Ziel. ... Politisch überzeugender sollte es sein, ein positives Ziel zu setzen: die kontinuierliche Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Verbrauch
:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/aussenansicht-emissionen-verringern-klingt-furchtbar-1.957737
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juni 13, 2010, 10:29:22
http://www.zeit.de/2010/24/Nordsee-Bohrloch-Methan
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/astuecke/117560/index.html
20 Jahre nun strömt Methan aus der Nordsee. Exxon interessiert es nicht, obwohl sie der Verursacher sind.

http://waterseemsinviting.blogspot.com/2010/03/das-tor-zur-holle.html
http://www.drillingsraum.de/room-forum/showthread.php?tid=562
40 Jahre strömt Methan in Turkmenistan aus dem Boden. Angezündet es wird als Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 13, 2010, 13:03:16
Je weiter man nun bohrt, desto höher das Risiko. Unter Wasser noch mal mehr. Logisch.

Alternative Teersande sind auch eine riesige Sauerei, es sieht dort aus wie auf dem Mond. Braunkohle-ähnlich. Und viel zu energieintensiv und teuer.

Shale Gas, also Gas aus Tongsteinen, meistens Schiefer, ist auch problematisch, in den USA herrscht da ja ein regelrechter Gasrausch, überall wird gebohrt. Dann pumpt man u.a. viel Chemikalien in den Boden. Läuft's blöd, blubbern die Brunnen der Anwohner durch austretendes Methan oder man verunreinigt gar das Grundwasser mit den Chemikalien.
Jetzt sollen ja die Gesetze verschärft werden, aber wie sehr und wann?

Man sieht jedenfalls das die Welt regelrecht verzweifelt nach Ersatz fürs billige Öl sucht. Kommt noch dazu, dass man jahrzehntelang die Exploration vernachlässigt hatte.

Wer glaubt da noch an die billige fossile Energie der Zukunft?
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Juni 13, 2010, 13:08:29
Je weiter man nun bohrt, desto höher das Risiko. Unter Wasser noch mal mehr. Logisch.

Eben. Warum gehe ich solche nicht kalkulierbare Risiken, anstatt das Geld für diese Bohrungen in Forschung zu stecken und dann eine bessere, sauberere Energie zu finden? Ja, ich kenne die Antwort ja selber. Trotzdem frage ich mich, wie viel Welt noch zerstört wird, ah, für uns lebensuntauglich gemacht wird, bevor das Umdecken einsetzt.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 13, 2010, 13:30:50
Umdenken? Daran glaube ich nicht, erst wenn es wirklich nicht mehr geht oder die Gesetze so streng und auch durchgesetzt werden, dass es sich nicht mehr lohnt, wird nach Alternativen gesucht.
Wo die staatliche Aufsicht fehlt, beziehungsweise sogar brutalstmöglichst kontraproduktiv wirkt, sieht es dann selbst bei besten Förderbedingungen so aus:
http://www.tagesschau.de/ausland/oelpest370.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Juni 13, 2010, 13:31:24
Trotzdem frage ich mich, wie viel Welt noch zerstört wird, ah, für uns lebensuntauglich gemacht wird, bevor das Umdecken einsetzt.

Ich denke die Antwort könnte in körperlichem Schmerz für die Verantwortlichen bestehen.

Da diese Menschen für „normal vorgetragen Argumente“ schon lang nicht mehr zu erreichen sind, sollte eine veränderte Form der Ansprache getestet werden.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 13, 2010, 14:22:45
Es sind aber halt wieder nicht nur die Manager. Wir alle wollen billiges Öl. Oder wie war das noch 2007, als der Preis so anzog? Jammer, Elend.
Nun bin ich mir sicher, der eine Cent für mehr Sicherheit fände eine Mehrheit. Aber die vielleicht bald 50, 100, 200 Dollar pro Barrel, weil die problematischeren Quellen generell nicht angetastet werden? Einfach zu fördernes Öl ist seit Jahrzehnten nicht mehr entdeckt worden!

Und zapft man diese Quellen - Tiefseeöl, Shale Gas, Teersande, und auch Braunkohle - an, darf man sich nicht vormachen, dies geschähe ohne höhereres Risiko und vermehrte Umweltzerstörung.
Immerhin darauf wirft das derzeitige Desaster ein Schlaglicht, dass womöglich zu Konsequenzen führt.



Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Juni 13, 2010, 14:31:14
Es sind aber halt wieder nicht nur die Manager. Wir alle wollen billiges Öl.

Jo, wir wollen billiges Öl, bekommen es aber nicht.

Wir müssen nehmen, was angeboten wird.

Entscheidend sind „Die da oben“.

Es ist eine Minderheit bei uns und in anderen Ländern, die ganz klar bestimmt wo es lang geht.
Die passenden Marionetten haben die sich installiert und die Wills dieser Welt stellen den Rahmen zur Volksverdummung zur Verfügung.

Es sollte mich wundern, wenn mein Noch-MP aus Hessen, Koch, keinen Job bekommt, den er nicht zuvor in seiner Position als korrupter Entscheidungsträger, selber vorbereitet hätte.

Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Juni 13, 2010, 15:01:12
.
Es ist eine Minderheit bei uns und in anderen Ländern, die ganz klar bestimmt wo es lang

Der denkende freie Bürger - der ja keinerlei Interessen hat - wäre natürlich besser geeignet solche Entscheidungen zu treffen.  ;D

Jochen
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 13, 2010, 17:54:45
Wir müssen nehmen, was angeboten wird.

Also z.B. LPG, das zumindest teilweise eben aus den Gasen besteht, die bei der Ölförderung sowieso anfallen und sogar noch eine ganze Weile steuervergünstigt ist, sie also für viele Fahrer lohnt?
Oder Erdgas, das (noch) recht einfach zu fördern ist und CO2-effizenter ist auch staatliche Förderung erhält?
Biodiesel? Salatöl?

Oder eine Wärmepumpe, oder Solarthermie oder Pellets oder eine aufwendige Dämmung (Schimmelthema nicht vergessen)? All das wurde bis vor kurzem gut gefördert, man kann also nicht sagen, dass es unfinanzierbar war. Und viele Leute haben es ja auch gemacht.

Ich habe mein Auto nicht auf LPG umgerüstet, obwohl es gut gegangen wäre. Eben weil es sich nicht wirklich rechnete bei meiner Fahrmenge. Geld ist eben schon wichtig, für uns alle.

Fakt ist aber, es werden Alternativen angeboten. Leider noch nicht das superkorrekte, für alle total unschädliche Zauberding. Aber das gibt es im Leben eben nicht.

Zitat
Entscheidend sind „Die da oben“.

Dann muss man eben dafür sorgen, dass da die Richtigen sitzen.
 Und wenn ich immer höre der einzelene kann nichts tun: Das ist nicht richtig. Es gibt immer wieder Menschen, die sehr wohl die Welt zum Positiven hin verändern! Und ganz alleine muss man ja nicht kämpfen.

Zitat
Es ist eine Minderheit bei uns und in anderen Ländern, die ganz klar bestimmt wo es lang geht.
Die passenden Marionetten haben die sich installiert und die Wills dieser Welt stellen den Rahmen zur Volksverdummung zur Verfügung.

Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Warum gibt es z.B. in Deutschland keine breite Zivilbewegung, die um mehr Seriosität, Ehrlichkeit und Kompetenz der Politik kämpft?
Lieber Fussball gucken!

Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Juni 13, 2010, 19:33:22
Lieber alles wieder gelöscht.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 13, 2010, 23:26:50
Lieber alles wieder gelöscht.

Hmm?
Kannst ruhig vom Leder ziehen, Du weißt ja wo die Grenzen so sind, ungefähr. :)
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 30, 2010, 04:37:34
Der Ist-Zustand: gesetzlich festgelegte SO2-Grenzwerte versus CO2-Börse:

   (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32873/32873_2.jpg)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32873/1.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 01, 2010, 00:46:42
Der Artikel ist ja durchaus interessant. Ärgerlich ist das von Dir eingebundene Bild und der Subtext dazu:
Zitat
Der Vergleich der Wirksamkeit von Umweltschutz per Verbot mit anderen Regulierungsinstrumenten zeigt, dass der vorsorgende Umweltschutz in Bezug auf Luftschadstoffe klar wirksamer ist.

Da ist natürlich wieder mal Meinungsmache. Schwefeldioxid kann man selbstverständlich wesentlich leichter durch veränderte Prozesse einsparen und auch filtern/auswaschen! CO2 kann man eben nicht filtern und eine Einsparung lässt sich nur wesentlich aufwendiger erreichen, ist mit viel Investition und/oder massiven Verhaltensänderungen verbunden.
Und darüber geht ja der Artikel eigentlich auch, dass es nicht so einfach ist das Kohlendioxid nicht in die Atmosphäre  zu entlassen. Und andersherum: Die strengen Vorschriften zu SO2 konnte man nur erlassen, weil es eben möglich war, sie technisch auch vergleichsweise (!) einfach einzuhalten.

Das ist hier doch der wesentlich bedeutendere Faktor als die Form der Steuerung. Auch wenn man vielleicht strengere Regeln bräuchte.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juli 04, 2010, 22:45:35
In der FAZ mal ein etwas anderer Spot auf Elektro-Autos: 400 Volt können tödlich sein (http://www.faz.net/s/Rub1DABC609A05048D997A5F315BF55A001/Doc~E2B8847C67ECE4EB38147F13323C42F8C~ATpl~Ecommon~Scontent.html) - Rettungskräfte und Strom-Autos
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 29, 2010, 12:18:45
Offensichtlich hat die Wassertemperatur einen sehr starken Einfluss auf Konzentration und Verteilung des Phytoplanktons, mit weitreichenden Folgen auf die gesamte Nahrungskette.http://www.sueddeutsche.de/wissen/plankton-schwund-im-meer-1.981237
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 27, 2010, 13:00:30
Langsam fahrende Elektroautos sind ja ein Sicherheitsproblem, weil man sie nicht hört.
Darum wird auch getüftelt am idealen Sound, der dann abgespielt werden soll als Motorersatz.
So hört sich das dann womöglich an:
http://www2.toyota.co.jp/jp/news/10/08/image/pri_souti_1008_03.asx
Via: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Toyota-Kuenstliches-Motorgeraeusch-fuer-Elektrofahrzeuge-1067856.html

Ich glaube damit kann man Hubraumfetischisten nicht überzeugen. Vielleicht noch Minidüsen, die Ölgeruch aussondern? ;D
 
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am August 27, 2010, 13:12:24
Langsam fahrende Elektroautos sind ja ein Sicherheitsproblem, weil man sie nicht hört.

Hört man die Fahrzeuge werden sie ein Problem für die Nerven.

Die Bauern sind die Tage heftig am Mähdreschern.

Neuerdings verfügen viele dieser Teile über ein akustisches Warnsignal. Man kennt das von Gabelstaplern beim Rückwärtsfahren.

Ganz großartig ist das, wenn der Mähdrescher auf menschenleeren Feldern (die an meinen Garten grenzen) tagelang rumeiert und es dabei unentwegt pieppieppiep macht.

Ich liebe sie immer noch, die Sicherheit.

PS.: Es ist auf dem Feld bei mir niemand zu schaden gekommen!
Kaum zu glauben, dass das die letzten 100 Jahre auch schon so war.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 27, 2010, 13:26:27
Da geht es vielleicht eher um die lieben Tiere, wie die Wiesenweihe, die sonst verhackstückelt werden.
So natürlich auch, bringt nix, aber man aht ein reines Gewissen.

Aber keine Ahnung. Vielleicht gab es auch Sichtungen des seltenen Spätsommerfeldkopulierers.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am August 27, 2010, 13:51:08
Da geht es vielleicht eher um die lieben Tiere, wie die Wiesenweihe, die sonst verhackstückelt werden.
So natürlich auch, bringt nix, aber man aht ein reines Gewissen.

Aber keine Ahnung. Vielleicht gab es auch Sichtungen des seltenen Spätsommerfeldkopulierers.

Nee, an Tierschutz glaube ich nicht.

Die einzige, die im Feld kopuliert, ist unsere Dorfjugend.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 28, 2010, 14:32:28
64 Billionen Dollar? In der Tat. Die Investoren, die Mitglied der CDP sind verwalten diese Summe. Heftig. CDP heißt Carbon Disclosure Project und will die Unternehmen zur Transparenz in Sachen CO^2 zwingen. Top-Scorer sind vier deutsche Firmen.
Da sich das zwischen Großinvestoren und Konzernen abspielt ist das Projekt relativ unbekannt. Ich kannte es zwar, aber erst die heutige SZ gab mir den Anstoss dort mal wieder vorbeizuschauen. Denn diese Größenordnung war mir neu.

Idee ist natürlich: Hat man mal gemessen und verkündet, entsteht der Druck die Zahlen zu verbessern. Und die Investoren können so auswählen, worin sie investieren wollen. Denn selbst wenn einen der Kilmawandel weniger interessiert ist CO^2 (und Wasser sowieso, auch dafür haben sie ein Programm) ja mittlerweile auch ein wirtschaftlicher Faktor.

https://www.cdproject.net/
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 06, 2010, 09:54:31
Erstes Druckluft-Gefährt offenbar ab nächstem Frühling in Serie:
http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/langenthal/bern/airpod-nicht-ipod-der-neue-cityflitzer-aus-der-schweiz-100367005
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 06, 2010, 18:26:00
Bis zu 200 km Reichweite… aber bei welchem Tempo?
Interessant ist es aber allemal. Natürlich wie die meisten Elektrofahrzeuge eher als Drittfahrzeug.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Oktober 06, 2010, 18:49:27
Maximal 70 km/h macht das Ding, las ich irgendwo. Weiss nur nicht mehr wo...
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am Oktober 06, 2010, 19:33:09
Bis zu 200 km Reichweite… aber bei welchem Tempo?
Interessant ist es aber allemal. Natürlich wie die meisten Elektrofahrzeuge eher als Drittfahrzeug.

Nicht unbedingt. Unser Zweitwagen wird auch nur für Kurzstrecken verwendet.
Eigentlich komme ich fast nie auf Strecken, auf denen man schneller als 70 fahren darf. Und die maximale Strecke, die ich damit benötige ist auch nur rund 50 km und das auch nicht häufig.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Oktober 06, 2010, 20:16:43
Ein wenig mehr Distanz benötige ich. Tägl. ca. 170 km bei maximal 100 kmh, dann ist alles gut  :D
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 06, 2010, 20:45:29
Gut, dann halt Zweit- bis Drittwagen. Bis das erste Kind auch eins will. :)

Mir würden 250 km/h Reichweite für 95% meiner Fahrten reichen. Aber was ist mit den restlichen 5%? Ergo mein Fazit.

Edit: Und dann geht es ja auch immer noch um Kapazitäten und Sicherheit, Komfort und vielen, vielen Leuten: Status.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: MacFlieger am Oktober 07, 2010, 08:54:41
Mir würden 250 km/h Reichweite für 95% meiner Fahrten reichen. Aber was ist mit den restlichen 5%? Ergo mein Fazit.

Hier wüsste ich nur eine einzige Strecke, auf der man überhaupt 250km/h fahren darf. Ob man das sollte, lass ich mal dahin gestellt. Und Du hast noch Bedarf von 5% für noch schneller?

SCNR.  ;D
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 07, 2010, 14:28:31
Das war der tolle Autokomplettierer.  :D
Ansonsten habe ich vor der Haustüre gleich zwei Strecken ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.  :-*
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Thyrfing am Oktober 07, 2010, 14:47:04
Mir würden 250 km/h Reichweite für 95% meiner Fahrten reichen. Aber was ist mit den restlichen 5%? Ergo mein Fazit.

Hier wüsste ich nur eine einzige Strecke, auf der man überhaupt 250km/h fahren darf. Ob man das sollte, lass ich mal dahin gestellt. Und Du hast noch Bedarf von 5% für noch schneller?

SCNR.  ;D

Wie heißt die noch? B252?  ;D
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 16, 2010, 14:26:14
Die deutsche Regierung hat sich in Sachen energetische Gebäudesanierung ganz schön verrannt.
Selbst will der Staat möglichst wenig Geld ausgeben. Also sollen die Kosten einfacher auf die Mieter umgelegt werden, schließlich profitierten sie ja auch von niedrigeren Heizkosten, und den Vermieter alleine kann man ja auch nicht bluten lassen, sein Haus würde wertlos.

Wie aber soll der Vermieter sinnvoll die Kosten umlegen, wenn sie viel höher sind als alles was man an Heizung einspart? 11% der Kosten können umgelegt werden. Aber was bedeutet das? Bei 10 000 Euro (und das ist ein Klacks in dem Bereich!) sind es schon über 90 Euro im Monat!
Ergo unvermietbar! Erst recht bei aufwendigeren Sanierungen, die man ja bräuchte, klimaschutztechnisch.
Bliebe die Möglichkeit weit weniger umzulegen, aber dann zahlt der Vermieter wieder ordentlich drauf. Ich stelle mir die Diskussionen mit den Mietern so oder so äußerst unterhaltsam vor. Erst ewige Bauarbeiten auch in den Wohnungen, dann mehr Miete. 

Wer sich mal mit Sanierungskosten beschäftig hat weiß das es ohne massive staatliche Förderung keinen rechten finanziellen Sinn ergibt Altbauten zu „modernisieren“. Es sei denn man hat den ganz langen Horizont. Den die Politik immer sehr vermissen lässt.
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am November 03, 2010, 19:31:58
Mir würden 250 km/h ... reichen.

Kannst Du bald haben: http://www.motorrad-news.com/2010/09/17/e-tracer-gewinnt-progressive-insurance-automotive-x-prize/   ;D
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 09, 2010, 18:36:30
Das Thema ist wirklich sehr zerfranst. Aber ich denke jetzt ist es auch schon wurscht.

Neue Studie des Non-Profit-Instituts IEEP kommt zum Schluss, dass die Pläne der EU zur generellen Anreicherung des Benzins mit 10% Bio-Ethanol enorme negative Auswikrungen haben wird. Es werden die nationalen Aktionspläne herangezogen. Die Nachhaltigkeitsbestimmungen sind eine Farce, wenn ich das mal hinzufügen darf. Man lügt sich die Welt zurecht und faselt von dem neuen Biosprit aus Pflanzenabfällen, der noch lange nicht marktreif ist.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,727695,00.html
Studie, 24 Seiten:
http://www.ieep.eu/publications/pdfs/2010/iluc_analysis.pdf


Das leuchtet dem Beobachter auch so ein, aber das stört die Politik wenig. Auch nicht, dass viele alte Autos das Zeug nicht vertragen. In Deutschland: Ab 1.1. hat Benzin generell 10%, heißt dann (vielleicht) wie sonst überall auch E10. E5 (wie jetzt) gibt es noch bis 2013 garantiert, dann muss auf die Großzügigkeit der Tankstellen/Multis hoffen, wenn nicht noch gesetzlich etwas passiert. Das betrifft nicht nur Oldtimer, sondern mindestens drei Millionen Fahrzeuge. Die jetzt natürlich gleich mal viel weniger wert sind. Erst wurden die nicht nachrüstbaren Diesel fast wertlos („Innenstadt“ adé), jetzt sind die alten Benziner dran.
Da kommt man doch ins Grübeln ob die Gesetze und Richtlinien nicht etwa von den Automobilherstellern vorgegeben werden unter Vorwand des Umweltschutzes?

Nebenher wird der Sprit sicher auch teurer. E10 wegen der Beschaffungskosten, E5 weil sich die Extrasäule und Tank ja nicht lohnen wegen der paar Autos…
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am November 24, 2010, 15:25:53
Soviel Treibhausgase wie noch nie  in der  (http://www.n-tv.de/politik/So-viel-Treibhausgase-wie-nie-article2001571.html)Atmosphäre (via n-tv)
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 03, 2010, 15:24:21
Es gibt ja die Idee, die Meere mit Eisen zu düngen. Das soll zur Vermehrung der Kieselalgen führen, die dann in den Ozean hinabsinken und den Kohlenstoff für lange Zeit aus der Atmosphäre nehmen. Das hat auch schon mal geklappt, der letzte, heiß diskutierte Versuch scheiterte aber (http://de.radio-activ.org/index.php?option=com_content&view=article&id=1332%3Aalgenduengen-hilft-klima-nicht&Itemid=64) - andere Algen nahmen den Dünger auf und wurden in die Nahrungskette aufgenommen, damit gab es keine CO^2-Senkung.
Aber Futter für die Fische, Krebse und am Ende die Wale. Doch auch eine gute Sache?

In Kanada nun ist der Mensch ganz unbeteiligt. Scheinbar hat ein Vulkanausbruch in Alaska Eisen und Silizium ins Meer geschleudert und die vor kurzem noch schwindsüchtige Rotlachspopulation regelrecht explodieren lassen (http://www.sueddeutsche.de/wissen/oekologie-das-wunder-vom-fraser-river-1.1030886).

Zeigt sich hier ein Weg gegen die Überfischung?
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 03, 2010, 20:41:15
Die britische Wissenschaftsorganisation Royal Society: +4°:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-das-dasein-auf-dem-grad-planeten-1.1031553
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 06, 2010, 00:10:13
:
Mich treiben da noch zwei Fragen um, vielleicht weiß ja jemand von Euch eine gute Quelle:
b) Wenn es, wie behauptet, gerade im arktischen Bereich sehr viel wärmer wird, eröffnet das nicht riesige Siedlungsgebiete wie Grönland, Alaska, Nordkanada und wenn der Permafrostboden auftaut, wird dann Sibirien nicht menschenfreundlicher? Das sind ja riesige Landflächen, die bisher landwirtschaftlich nicht oder fast nicht genutzt werden können.

Endlich finde ich eine Aussage dazu, nämlich von dem russischen Klimaforscher Vladimir Klimenko. Habe es in der SZ gelesen, aber leider ist der Artikel nicht online, deshalb hier eine englische Quelle, die Moscow Times:
http://www.themoscowtimes.com/business/article/for-russia-global-warming-benefits-outweigh-negatives/425466.html

33 Millionen Hektar mehr Anbaufläche bis 2050, längere Vegetationsperiode, zwei Wochen weniger Heizen., viel mehr Nordmeerverkehr.
Zum Vergleich: Deutschland hat in etwa eine Landesfläche von 35,7 Mio. Hektar.

Freilich fehlt mir in seiner Analyse bzw. der Zusammenfassung ein Verweis auf die zu erwartende Trockenheit, die ja in Sibirien schon jetzt ein großes Problem ist.


Setzt sich diese Sicht der Dinge in Russland durch, wird die dortige Politik jedenfalls kaum konstruktiv am Verhindern der Klimaerwärmung mitarbeiten. Aber das war ja bisher auch kaum der Fall.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Dezember 06, 2010, 06:32:21
Setzt sich diese Sicht der Dinge in Russland durch, wird die dortige Politik jedenfalls kaum konstruktiv am Verhindern der Klimaerwärmung mitarbeiten. Aber das war ja bisher auch kaum der Fall.

Ich habe dazu mal eine ernsthafte Frage:
Welche Regierung versucht denn konstruktiv die Klimaerwärmung zu verhindern?

Ich gebe zu, ich beschäftige mich nicht großartig damit, aber ich habe den Eindruck, es gibt zwar Regierungen, die ihre Klitzekleinigkeiten besser verkaufen als andere, sobald aber jemand „Arbeitsplätze“ ruft, wird alles entschuldigt.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 06, 2010, 18:25:03
Ich habe dazu mal eine ernsthafte Frage:
Welche Regierung versucht denn konstruktiv die Klimaerwärmung zu verhindern?

Tuvalu? ;D

Doch, ich denke schon. Natürlich ist die Motivation mitunter interessant: Schließlich ist/wäre der Kampf gegen den Klimawandel ein Riesengeschäft gerade für Länder wie Deutschland. Bzw., natürlich, viele deutschen Firmen. Die vielleicht dann sogar hier Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen.

Zitat
Ich gebe zu, ich beschäftige mich nicht großartig damit, aber ich habe den Eindruck, es gibt zwar Regierungen, die ihre Klitzekleinigkeiten besser verkaufen als andere, sobald aber jemand „Arbeitsplätze“ ruft, wird alles entschuldigt.

Der jetzigen Regierung nehme ich gar nichts ab, egal was sie sagt. Und die international gefeierte Klimakanzlerin ist ja - national und international - ebenso abgestürzt wie Obama. Nur hat der auch viele Probleme geerbt während der Tigerententruppe die Wirtschaftserfolge unverdient in den Schoß fallen. Hilft aber auch nichts.
Und mit der nächsten Regierung wird dann alles gut, ja, ja, jaaaa! ich glaube fest daran, stimmt ein, stimmt ein: JA WIR KANN!  ;) ………  >:(
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Dezember 06, 2010, 18:44:53
Der jetzigen Regierung nehme ich gar nichts ab, egal was sie sagt.

Es könnte sogar sein, dass es kein böser Wille der Regierung ist.
Ich glaube die peilen einfach nix. Absolut gar nix!
Die wissen weder was zu Hause und in der Welt geschieht, noch wie man dann darauf reagiert.

Die beschäftigen sich einfach nur noch mit ihrer Außendarstellung und Umfragen.


Ich habe mich 16 Jahre für Helmut Kohl geschämt, im Moment ist's noch schlimmer, noch peinlicher, noch hässlicher, noch verlogener, noch unfähiger.... wäre es Film, würde die Kritik urteilen: Zu überdreht, so etwas gibt es nicht!
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 06, 2010, 18:59:03
Ja, gut, ich glaube auch mindestens zur Hälfte ist es Unvermögen, nicht Bosheit. :)

noch hässlicher

Wie, bist Du noch nicht dem SEXGOTT Von G. verfallen?  :D


Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 16, 2010, 00:36:20
Da wir hier alles Energie-relevante reinschmeißen und auch der Liquid-Thorium-Reaktor schon seine Erwähnung fand; Wie wäre es mit einem  Laufwellenreaktor (http://de.wikipedia.org/wiki/Laufwellen-Reaktor)?
Derzeit will die Firma TerraPower diese 50er-Jahre-Idee endlich zur Reife bringen, dahinter steckt zu großen Teil das Geld von Bill Gates:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,685289,00.html
Partner ist Toshiba, die ja auch kompakte Reaktoren bauen/planen, mindestens den 4S (http://en.wikipedia.org/wiki/Toshiba_4S).
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 25, 2011, 11:38:23
Der mit Subventionen beschleunigte Ausbau der Stromerzeugung mit Wind und Sonne ist erfolgreich angelaufen. Doch wie mit den starken Schwankungen umgehen:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34070/1.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 27, 2011, 12:40:32
Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (http://de.wikipedia.org/wiki/Sachverständigenrat_für_Umweltfragen) schreibt:
"Die inflationsbereinigten Stromgestehungskosten
einer regenerativen Vollversorgung im Jahr 2050
werden insgesamt unter denjenigen eines CO2-
armen, konventionellen Energiemix liegen, da
steigende Brennstoffkosten und die Kosten für
Emis sionszertifikate vermieden werden können.
Die Ge samtkosten einer regenerativen Vollversorgung,
einschließlich der Kosten für den internationalen
Netzausbau und der Speicher, liegen dabei
unter 7 ct/kWh. Die Kosten sind umso niedriger, je
erfolgreicher eine anspruchsvolle Energiespar- und
Effizienzpolitik ist und je mehr die Nutzung kosten -
güns tiger Speichertechnologien, insbesondere
von Pumpspeicherkraftwerken in Skandinavien
oder im Alpenraum, gelingt."

Link zur Studie als PDF, 1,6 MB (http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/02_Sondergutachten/2011_Sondergutachten_100Prozent_Erneuerbare_KurzfassungEntscheid.pdf?__blob=publicationFile)

(habe den Link verpackt, damit das Layout wieder stimmt. Bestimmte URLs bricht die Forumssoftware nicht um. - Florian)
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 07, 2011, 10:12:06
Die Kehrseite der AltbauFassadendämmung:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34113/1.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Februar 10, 2011, 19:08:24
Online ist nur eine abgespeckte Version des Artikels. Aber das eine oder andere Interessante lässt sich vielleicht trotzdem entnehmen:
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/elektromobile_akw_hybrid_autos_strom_axpo_empa_1.9432848.html
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 10, 2011, 19:24:26
Die zitierte Studie ist beim Auftraggeber eben dieser herunterzuladen. Namentlich handelt es sich um Axpo (einen Schweizer Stromkonzern in öffentlicher Hand):
http://www.axpo.ch/axpo/de/home_multi/medien/medienmitteilungen/2011/februar/e-mobil-studie_plug-in-hybrideambesten.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 01, 2011, 10:29:22
Auto: 38,3 Cent, Fahrrad: 10,2 Cent pro Kilometer und andere Betrachtungen:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,753206,00.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 06, 2011, 21:31:08
Mit 30 von diesen Dingern:

   (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34475/34475_12.jpg) (http://www.heise.de/tp/r4/bild/34/34475/34475_12x.html)

... und deutlich mehr Windrädern (http://www.heise.de/tp/blogs/2/149601) kann Deutschland 100 % seines jetzigen Strombedarfs aus Wind und Sonne sicherstellen. Die Pumpspeicherkraftwerke (siehe Bild) gleichen die starken Schwankungen von Verbrauch und Erzeugung aus. Ein Ausgleich durch ausländichen Strom ist bei dieser Modellrechnung nicht nötig. Der Autor schlägt vor, die beim Braunkohltagebau angelegten Seeen gleich als "Ringwallspeicher" anzulegen:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34475/1.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am April 07, 2011, 13:14:09
Mit 30 von diesen Dingern:
Wenn da der Damm - Höhe 215 Meter - durch ein Erdbeben bricht, dann kannst Du aber rennen   ;D

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 07, 2011, 13:39:29
Ja, wenn da ein Flugzeug drauffällt… anders als bei AKWs, die sind ja sicher. ;)

Aber ernsthaft: Die sehr pittoresque Umsetzung täuscht natürlich schon über den Gigantismus der Idee hinweg. Ich meine, klar gibt es noch höhere Staudämme, hier und da. Aber dreißig Stück zu bauen! Oder noch mal doppelt so hoch und dann nur zwei… Da scheint mir Desertec ja noch realistischer. 
Jedenfalls würde ich gerne mal einen Kostenaufstellung sehen, bei deutschen Preisen und Löhnen!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: elafonisi am April 07, 2011, 14:56:14
Jedenfalls würde ich gerne mal einen Kostenaufstellung sehen, bei deutschen Preisen und Löhnen!

Scheint doch kein Problem zu sein, der Deutsche Michel bezahlt doch sowieso alles, entweder durch Steuern oder den Strompreis.
Bei den Kosten der Kernkraft hat doch auch keiner graue Haare gekriegt.
Schneller Brüter in Kalkar -> Milliarden ohne Nutzen versenkt
AKW Mühlheim Kärlich, wenige Monate in Betrieb, stillgelegt, Rückbau kostet Milliarden
Kugelhaufenreaktor in Hamm Uentropp, wenige Tage in Betrieb, Rückbau kostet Milliarden
Zwischenlager, Endlager,  Umbettung der Asseabfälle, Rückbau der Altmeiler, Stillegung der Aufarbeitungsbetriebe und Entsorgung (schönes Wort) des darin verstrahlten Inventars, all das kostet Kohle ohne Ende, ganz zu schweigen von der nicht gelösten Endlagerfrage. Ich habe jetzt zwar keine belastbaren Zahlen zur Hand, aber rein gefühlsmäßig würde ich dazu neigen zu sagen, dass, egal wie die erneuerbaren Energien erzeugt und gespeichert werden, es im Endeffekt billiger wäre als die thermonukleare Energieerzeugung mit all ihren Folgekosten.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 09, 2011, 00:45:50
Scheint doch kein Problem zu sein, der Deutsche Michel bezahlt doch sowieso alles, entweder durch Steuern oder den Strompreis.

Ich bin aber bayerischer Loisl und wüsste es gern genauer. ;)

Zitat
Bei den Kosten der Kernkraft hat doch auch keiner graue Haare gekriegt.

Na, ich denke schon das mancher alte Atomkraftgegner mittlerweile ergraut ist.

Ich würde halt immer gern wissen, welche Ideen wirklich finanzier- und machbar sind und was doch eher nur Ingenieursträume bleiben wird.

Die bisherigen Kosten des Rückbaus etc. sollen den Steuerzahler etwa 40 Milliarden (http://www.energieverbraucher.de/de/Umwelt-Politik/Atomstrom/Kosten-des-Atomstroms__1118/ContentDetail__7542/) gekostet haben, was nicht heißt, das sei abgeschlossen, so steht's in den Plänen. Und viele Kraftwerke müssen ja noch stillgelegt werden, ob dafür die Rücklagen der Stromkonzerne reichen werden, ist extrem zu bezweifeln.

Desertec soll um die 400 Milliarden kosten, und 2050 (also zu spät…) 100 GW erreichen. Erfahrungsgemäß sind solche Projekte i.d.R. doppelt so teuer wie veranschlagt.

Das sind mal zwei finanzielle Hausnummern, wo orientiert sich da so ein See, bzw. dreißig davon? Ich fürchte das ist unbezahlbar.

Es bräuchte auch größere Umsiedlungen. Es stellt sich nur die Frage wie viele. Aber kann man sich vorstellen, dass mehr als ein paar Dörfer aufgelöst werden können? Auch der Braunkohlebergbau erfordert ja hin und wieder solche Opfer, aber en masse?
Und wenn der Autor vorschlägt diese Braunkohlegruben gleich zu Ringkraftwerken auszubauen? Wo sind diese gigantischen Löcher? Die meisten Gruben hierzulande sind sehr viel kleiner, wieder mal wird's nicht so genau genommen. 

Angegeben ist der Durchmesser der kleineren Variante: 11,4km. Radius also 5,7km.
Pi*5,7km^2 = 102km^2. Vergleichsgrößen: Bodensee 536km^2, Chiemsee 80km^2.
Und das dreißigmal.
Oder „nur“ zwei Riesenseen mit „ca. 20km“ Durchmesser, also r=10km:
Pi*100 km^2 = 314 km^2
Also das sind dann schon enorme Ausmaße. Das wären mit weitem Abstand die zwei größten deutschen Seen nach dem Bodensee.

So oder so sind wir uns wohl einig, dass Deutschland, ja Europa, sich enorm verändern würde. Interessant anzuschauen wären sicherlich auch die klimatischen Auswirkungen solch großer Gewässer. Auch die meisten anderen Länder müssten ja solch riesige oder viele Seen baggern. Mitteleuropa, Kontinent der Seen? Wo es so dicht besiedelt ist wie kaum eine andere Weltregion?

Kommen noch dazu 60.000 Windturbinen (2000 sind je 10km-Ringsee genannt). Und die vielen Quadratkilometer Solarmodule, die im Bild so niedlich ausschauen.

Die Artikel wie dieser dagegen erwecken immer den Eindruck, dass wäre alles nicht so schwierig. Das ärgert mich.

Meine Meinung: Viel zu teuer und niemals durchsetzbar wegen der Umsiedlungen und Landschaftzerschandelung, schon gar nicht in den Ballungsräumen im Westen und Süden, wo die Leitungen kurz wären.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 16, 2011, 09:21:44
Verrückt oder einfach unerträglich vernünftig? Der Ketzer mit der Wärmepumpe (http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/598419fe-a236-4155-b336-0b1a2096e862.aspx) (NZZ Folio)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 24, 2011, 16:35:05
Nix Neues, sondern von Frederic Vester (http://de.wikipedia.org/wiki/Frederic_Vester) aus dem Jahre 1988, aber eine knackige Zusammenfassung:

   (http://www.postwachstumsoekonomie.org/assets/images/VW-Bd-Grafik-S147.jpg)
http://www.postwachstumsoekonomie.org/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 03, 2011, 00:27:36
Ich hätte gewettet, dazu habe ich schon mal was gepostet, aber ich finde es nicht. Egal:
Großes Problem bei Wind und Sonne ist wie bekannt die Speicherbarkeit. Da wird so ziemlich alles diskutiert, was man sich vorstellen kann, wie diese gewaltigen Speicherseen vor einigen Beiträgen.

Naheliegender erscheint mir da schon die Umwandlung in chemische Energie. Zum einen natürlich Elektrolyse, doch dazu muss die Wasserstof-Infrastruktur noch geschaffen werden.
Insbesondere für Fahrzeuge eignet sich - wenn auch mit schlechtem Wirkungsgrad - derzeit wohl eher die Methansynthese. Dabei wird aus elektrolytisch hergestelltem Wasserstoff und CO₂ Methan (CH₄) synthetisiert, welches in der Erdgasinfrastruktur, auch in ja vergleichsweise zahlreichen CNG-Autos, genutzt werden könnte. Das würde sich natürlich insbesondere anbieten, wenn an den fossilenergetischen Kraftwerken das CO₂ eingefangen werden würde und so noch mal Verwendung fände.
Der Wirkungsgrad ist natürlich bescheiden, aber besser als wenn die Windräder stillstehen.

Eine sehr kleine Pilotanlage gibt es schon.
Audi plant eine erste größere Anlage: http://www.heise.de/autos/artikel/Audi-gibt-Kohlendioxid-eine-Chance-1243674.html

Daneben bleibt offensichtlich der Wille von Politik und Industrie, die Wasserstoffwirtschaft aufzubauen. Das man hier leider noch ganz am Anfang steht, zeigt diese Meldung: Daimler und Linde wollen in den nächsten drei Jahren die Zahl der öffentlichen Wasserstofftankstellen verdreifachen. Das heißt, aus 7 wird 20 oder 21.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/daimler-und-linde-wollen-wasserstoff-tankstellen-bauen/4245390.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 17, 2011, 19:03:52
Der Verkehrsclub Deutschland hat wieder mal die klimafreundlichsten Autos gekürt…
http://www.vcd.org/auli_2011_2012.html

Dort zum ersten Mal ein paar Angaben zu reinen Elektroautos. Leider muss man wieder selber rechnen. Mein Liebling, der Tesla Roadster verbraucht nach diesen Angaben 16kWh pro 100km.
Das entspricht im deutschen Strommix 2010 (Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/38897/umfrage/co2-emissionsfaktor-fuer-den-strommix-in-deutschland-seit-1990/) ca. 93g CO²/km. Für einen Supersportwagen natürlich ein super Wert, es ja nicht das Auto zur Rettung der Welt.
Und der Strommix hat ja noch großes Potential, das ja angeblich gerade umgesetzt wird.
Der Wert wurde offenbar gemessen. Ganz sicher bin ich mir aber nicht. Weil nämlich bei manchen Modellen dann die Reichweite nicht aufgeht…

Interessanter vielleicht I-MIEV/C Zero/iOn, die schneiden mit 13,5kWh/100km ab, was nicht gut ist. Im gesamtdeutschen Strommix: 76g CO²/km.
Das ist im Vergleich zu den jetzigen Hybrids zu wenig. Allerdings gibt es natürlich Produktionsunterschiede, das vollständige Elektrofahrzeug erscheint klimafreundlicher - ob's auch so ist, hängt v.a. von der Batterie ab.

Zur Orientierung:
∅ deutsche Neuzulassungen 2010: 151g/km
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 01, 2011, 00:44:53
Bakterium wandelt Zellulose in Bhutanol, auch bei Anwesenheit von Sauerstoff:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/150374

Leider steht da zwar was von der jährlich weggeworfenen Menge von verwendbaren Stoffe, aber nicht wie viel Treibstoff man daraus gewinnen könnte. Der Originalartikel ist auch nicht aufschlussreicher.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 07, 2011, 15:03:17
Die Schattenseiten des Biogas-Booms (Vermaisung) kennen wir, die Zeit hat ein besonders schlimmes Beispiel gefunden.
http://www.zeit.de/2011/29/Biogas/komplettansicht

Dieser Wahnsinn muss enden! Scheinbar muss erst wieder viel vernichtet werden, bis die Menschen - allen voran die Politik - umsteuert. Raubbau an der Natur findet eben nicht nur anderswo statt. Alles im Zeichen der Weltverbesserung.  :-X
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am September 07, 2011, 15:21:04
Es ist wirklich erstaunlich, wie der Maisanbau zugenommen hat.

Ich bin öfter mal mit Rad unterwegs und man kaum noch den Himmel sehen, weil die Feldwege von Maisfeldern gesäumt sind.

Und jeder zweite Bauer bietet natürlich auch ein Mais-Labirynth an.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 18, 2011, 18:20:19
Ökobilanz E-Auto und Diesel:
http://www.zeit.de/2011/42/Oekobilanz-Elektroauto/komplettansicht
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 04, 2011, 16:56:59
Maximal 1000 Gigatonnen CO2 darf die Menschheit noch freisetzen, damit die Temperatur im geschlossenen Gefäß Erde nicht mehr als 2 Grad steigt. Nicht ganz neu (http://www.apfelinsel.de/forum/index.php/topic,2041.msg50313.html#msg50313), aber die CO2 Emissionen stiegen in den letzten 2 Jahren stärker als in den Klimamodellen erwartet:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,795873,00.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 07, 2011, 19:34:52
Neue Studie zu Climagate:
http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/bestaetigung_fuer_erderwaermung_1.13122098.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 19, 2011, 19:01:54
59 Mrd. kWh Strom (http://www.heise.de/tp/blogs/2/150799) also ca. 10 % (http://www.agenda21-treffpunkt.de/daten/Strom.htm) der gesamten Stromerzeugung hat "das Internet" (und sonstige Telekommunikation) 2010 in Deutschland verbraucht:

- 59 % im Haushalt
- 12 % im Büro
- 17 % in Rechenzentren
- 12 % von Telefon, Mobilfunk und Datennetzen


Eine dazu passende Glosse:
http://www.kollmann.cx/wordpress/?p=6
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 04, 2011, 18:34:06
Insbesondere für Fahrzeuge eignet sich - wenn auch mit schlechtem Wirkungsgrad - derzeit wohl eher die Methansynthese.

Wirft momentan zwei große Fragen auf:
Woher bekommt man viel CO² in guter Qualität und wie passt das Ganze in die Emissionshandel?
http://www.sueddeutsche.de/wissen/alternative-energiequellen-es-mangelt-an-sauberem-kohlendioxid-1.1224488
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 11, 2011, 10:02:09
Die UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban hat einen Fahrplan für ein neues globales Klimaschutzabkommen beschlossen. Es sind nicht nur die 37 Staaten des Kyoto Protokolls dabei, die für 15 % des CO2 Ausstoßes stehen, sondern alle(!) Staaten. Selbstverständlich wurde das nur durch windelweiche, unverbindliche Absichtserklärungen erreicht und mit großen Zugeständnissen an USA, China und Indien, aber immerhin:
http://www.tagesschau.de/ausland/weltklimagipfel118.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 11, 2011, 12:41:47
Noch nicht mal das ist erreicht. Beschlossen wurde nur ein „Fahrplan“ zu einem Abkommen.

Bis zu neuen Vertrag soll das Kyoto-Protokoll weiter gelten, aber selbstverständlich wurde die Entscheidung darüber vertagt. Übrigens sind einige Schlüsselstaaten gar nicht Mitglied oder haben eh keine Verpflichtungen.

Immerhin: In China und Indien scheint sich schon aus der Ressourcenproblematik ein langsames Umdenken abzuzeichnen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 11, 2011, 21:34:38
Das IPCC unter der Lupe: Donna Laframboise, The Deliquent Teenager Who Was Mistaken for the World's Top Climate Expert (http://www.amazon.de/Delinquent-Teenager-Mistaken-Worlds-Climate/dp/1466453486/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1323635360&sr=8-2)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 12, 2011, 00:20:30
Unter der Lupe klingt sehr objektiv.
Titel und Kurzbeschreibung vermitteln geradezu aggressiv den Gegeneindruck.

Hast Du es gelesen?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Dezember 12, 2011, 07:47:28
Hast Du es gelesen?

Nein, erst bestellt. Scheint erst gegen Ende Monat lieferbar zu sein.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 13, 2012, 21:50:18
14 Maßnahmen die in einer Kosten-Nutzen-Rechnung zur Verminderung einer KlimaVeränderung am besten abschneiden:
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36218/1.html

Aber was bitte ist ein Kochherd mit Abwärme-Aufbereitung?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 14, 2012, 00:55:24
Vielleicht die Abwärme zum Terrarium hin leiten? ;)
Habe ich auch noch nie gehört. Holprige Übersetzung, nehme ich an.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 30, 2012, 10:42:23
   (http://www.weltwoche.ch/uploads/tx_templavoila/WEW_34_032_windstrom_X3.jpg)

Windenergie per Elektrolyse zwischenlagern?
http://www.greenpeace-energy.de/windgas/windgas-idee-mit-zukunft/windgas-als-speicher.html
http://www.heise.de/tr/artikel/Die-Wasserstoff-Wende-1486553.html
http://de.wikipedia.org/wiki/EE-Gas
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 06, 2012, 01:18:49
Langfristszenarien für Erneuerbare Energien, Bundesumweltministerium stellt neue Studie online:
http://www.bmu.de/energiewende/downloads/doc/48591.php

Kurzfazit: Machbar, aber teurer, mit dem Versprechen am fernen Ende tatsächlich Gewinn einzufahren.

Wie schnell aber alles anders laufen kann, demonstriert ja gerade die kollabierende deutsche Solarbranche. Das Geschäft machen zunehmend chinesische Firmen, nichts ist es mit der Versorgung der Welt mit deutschen Modulen.
Und davor war es der Biodiesel. Weiß schon keiner mehr. Auch da schuf die Politik mit Überförderung eine blühende Branche, um ihr nach dem Regierungswechsel 2006 den Stecker zu ziehen.

Es mag für diese Entwicklungen gute Gründe geben, aber sie zeigen eben schon auch eine gewisse Ahnungslosigkeit aller Beteiligten. Natürlich, es ist ja sehr oft Neuland, das betreten wird. Überraschungen inklusive. Ich denke das wird noch oft der Fall sein, z.B. bei den Hochsee-Windanlagen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 07, 2012, 13:13:10
Kollaps des globalen Ökosystems ... Dieses könnte plötzlich kippen und nicht, wie allgemein angenommen, über Jahrhunderte hinweg langsam zusammenbrechen ...
... wird das gesamte weltweite Ökonetz kollabieren, sobald 50 bis 90 Prozent der kleineren Ökosysteme in ihrer bisherigen Form zerstört sind.  Laut der Studie werden schon heute 43 Prozent der eisfreien Erdoberfläche für Landwirtschaft und zum Wohnen genutzt. Sollte der Trend anhalten, wäre die potentiell gefährliche 50-Prozent-Marke bereits 2025 erreicht
:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/bedrohte-umwelt-die-welt-vor-dem-oekologischen-kollaps-1.1376134
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 01, 2012, 17:56:24
http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/konvertierter-klimaskeptiker-wandlung-eines-zweiflers-1.1428273
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 28, 2012, 15:25:13
Staatliche Förderung verschiedener Energieträger im Laufe der Jahre.
aus: http://www.greenpeace-energy.de/uploads/media/Stromkostenstudie_Greenpeace_Energy_BWE.pdf
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 28, 2012, 17:30:18
Zeichnet man die Kurve der Erneuerbaren weiter, sieht man aber wo das hingeht, zumal man bei den vergleichsweise wenig bringenden Solaranlagen 20 Jahre festgelegt ist. Ich finde auch, man kann nicht generell einfach neue Subventionen mit dem Verweis auf ältere für andere Dinge rechtfertigen, wie Greenpeace das ja gerne macht.

Die deutsche Energiewende ist ein noch nie durchgeführtes Experiment im Hochforschungsbereich.

So langsam geht die Diskussion darüber ja endlich los. Es wird teuer und schwierig. Aber andererseits: Eine große Wahl bleibt uns ja sowieso nicht. 
Titel: Re:CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 07, 2012, 18:44:50
Shale Gas, also Gas aus Tongsteinen, meistens Schiefer, ist auch problematisch, in den USA herrscht da ja ein regelrechter Gasrausch, überall wird gebohrt. Dann pumpt man u.a. viel Chemikalien in den Boden. Läuft's blöd, blubbern die Brunnen der Anwohner durch austretendes Methan oder man verunreinigt gar das Grundwasser mit den Chemikalien.
Jetzt sollen ja die Gesetze verschärft werden, aber wie sehr und wann?

Auch in Deutschland gibt es große Vorkommen dieses „unkonventionellen“ Gases. Rein theoretisch betrachtet nimmt man die Menge mit etwa 13-Jahresverbräuchen an.
Allerdings ist dieses Fraking natürlich enorm umstritten und Deutschland und ganz Mitteleuropa im Vergleich zu den USA auch wesentlich dichter besiedelt. In Deutschland will man gerne erst mal forschen, aber die Konzerne scharen vernehmlich mit den Hufen.
Nun hat das Umweltbundesamt ein Gutachten angefertigt. Man mahnt zur Vorsicht und weiteren Studien sowie auf jeden Fall für ein Verbot der Förderung in Wasserschutzgebieten.
http://www.umweltbundesamt.de/wasser/themen/grundwasser/fracking.htm
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 25, 2012, 11:03:40
Peak Oil 2035?
http://m.heise.de/tr/artikel/Vollgas-zurueck-1733704.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 26, 2012, 11:31:45
750 Milliarden Tonnen CO2 dürften noch ausgestoßen werden, wenn es mit den zwei Grad klappen soll. Zurzeit entweichen aus Schornsteinen und Auspuffen ungefähr 36 Milliarden Tonnen pro Jahr; die Tendenz ist immer noch steigend. Wenn das so weitergeht, wäre das Budget ungefähr im Jahr 2032 ausgeschöpft:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/weltklimakonferenz-in-doha-letzte-chance-fuer-die-klima-rettung-1.1532781
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 06, 2012, 17:28:07
Die internationale Klimapolitik und insbesondere das Kyoto-Protokoll hatten kaum Auswirkungen auf die Entwicklung des Klimas. Die Ursachen dafür sind schnell aufgezählt: Die Reduktionsziele waren zu tief, die Umsetzung der Vorgaben war viel zu bürokratisch, und es gab zu viele Schlupflöcher für diejenigen, die sich um den Klimaschutz foutieren.

Also haben die Verzweifelten und Zyniker recht? Nicht unbedingt
:
http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/bittere-bilanz-im-klimaschutz-1.17872461
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 06, 2012, 20:58:20
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article111857447/Millionen-Heizungen-sind-bundesweit-veraltet.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 06, 2012, 22:48:49
Alles keine Überraschungen.

Das in „energetisch-sanierten“ Häusern mehr Wärme verschwendet wird, liegt vielleicht auch daran, dass man kunststoffumhüllte Häuser eben gut lüften muss.

Ich finde es schon sehr konfus, was an Förderungen und anderen Maßnahmen unternommen wird.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 15, 2012, 22:27:19
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/ipcc-report-uno-sagt-staerkeren-meeresspiegel-anstieg-voraus-a-873029.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 19, 2012, 11:39:29
Die deutschen Privathaushalte verbrauchen, temperaturbereinigt, heute 10,3% weniger Energie als 2005. Im Wohnbereich, Mobilität usw. außen vor. Das kommt v.a. von Einsparungen beim Heizen. Der Stromverbrauch für anderes hat leicht zugenommen.
Beim Heizen boomt Holz und noch mehr Kohle (!).
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2012/12/PD12_451_85.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 14, 2013, 13:09:26
Das Verschwindenlassen wissenschaftlicher Unsicherheit aus der öffentlichen Klima-Debatte, die Diskreditierung wissenschaftlicher Skepsis und das Ausklammern der Bedeutung politischer Interessen räche sich nun:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimafalle-von-storch-und-krauss-ueber-politik-und-klimaforschung-a-885364.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 10, 2013, 21:23:00
Neuwagenkauf ist noch lange kein Klimaschutz. Erst nach über 300.000 Kilometern verbessern wir damit die CO2-Bilanz – falls der Neue nicht nur im Prospekt, sondern auch auf der Straße mindestens einen Liter weniger verbraucht als der Alte:
http://www.autobild.de/klassik/artikel/klimaschutz-oldtimer-oder-neuwagen--883771.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 10, 2013, 23:45:36
Mindestens ein Liter weniger ist ja keine große Kunst.
Bei drei Litern wären es also 100000 km, oder?

Da viele moderne Autos eh nur 200000 km schaffen…
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 11, 2013, 10:11:24
Vertreter des 2-Grad-Ziels gehen davon aus, dass die CO2-Konzentration 400 ppm nicht dauerhaft überschreiten sollte. Der Wert wurde jetzt erreicht:
http://www.handelsblatt.com/technologie/energie-umwelt/umwelt-news/umwelt-co2-konzentration-erreicht-historischen-hoehepunkt/8190556.html

http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/klimawandel-die-nachfolgenden-generationen-werden-uns-klimaforscher-verfluchen-1.1668377
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 17, 2013, 12:36:00

Der angebliche Streit in der Wissenschaft um die Ursachen des Klimawandels ist einer neuen Studie zufolge klar entschieden. Nach der Auswertung Tausender Studien zu dem Thema aus einem Zeitraum von 20 Jahren kamen Wissenschaftler aus den USA, Australien und Kanada zu dem Ergebnis, dass die überwältigende Mehrheit von knapp über 97 Prozent darin übereinstimmt, als Verursacher der Klimaerwärmung den Menschen anzusehen:
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article116257496/Der-Mensch-schafft-ein-praehistorisches-Klima.html

   (http://www.welt.de/img/wissenschaft/crop105233204/0360716714-ci3x2l-w580-aoriginal-h386-l0/Grafik-Kohlendioxid4-DW-Wissenschaft-Berlin.jpg)
   
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Mai 17, 2013, 14:09:37
Eine etwas fragwürdige Argumentation. Wissenschaft ist keine Demokratie.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 30, 2013, 14:02:18
In einer Broschüre des Umweltbundesamtes (http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4419.html) werden u.a. auch Journalisten genannt, die sich kritisch mit den verbreiteten Thesen auseinandersetzen. Diese sehen sich herabgewürdigt als „amtlich unseriös“ und werden wohl klagen.

Mein Meinung ist natürlich schon auch, dass für die „Klimaskeptiker“ wenig spricht. Ich finde ich es aber schon sehr bedenklich, wenn amtliche Stellen wissenschaftliche Zusammenfassungen herausgeben und in Aufbau und Inhalt als reine Wahrheit hinstellen und dann auch noch Andersdenkende namentlich benennen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 30, 2013, 21:09:33
Streit bei Desertec, nun trennt sich die Stiftung von Konsortium/Planungsgesellschaft und will den Namen mitnehmen:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erneuerbare-energien-desertec-stiftung-steigt-aus-wuestenstrom-projekt-aus-1.1709378
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 15, 2013, 20:06:40
Empfehle hier auch den ersten Kommentar mitzulesen. Im Artikel werden ja die Äußerungen der Macher nicht hinterfragt.
Algendiesel endlich bezahlbar?
http://green.wiwo.de/mobilitat-der-erste-bezahlbare-algendiesel-kommt-aus-brasilien/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 23, 2013, 14:08:21
Düngen ist gut:
http://donnerunddoria.welt.de/2013/07/22/allen-unkenrufen-zum-trotz-die-welt-ergrunt/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 24, 2013, 12:38:02
Das ist die bisherige Mainstream-Meinung dazu:
http://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-co2-ist-ein-pflanzenduenger-und-kein-schadstoff

- Nur kurzfristiger Effekt, der durch die zunehmenden Wetterextreme mehr als überschattet wird
- Nicht alle Pflanzensorten profitieren
- Getreidequalität nimmt deutlich ab

Wäre natürlich schön, wenn es sich tatsächlich anders entwickelte.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 24, 2013, 20:03:10
Neueste Forschung: Klimawandel Abtauen des Permafrostes unter der Ostsibirischen See kostet bis zum Jahr 2100 10 bis 225 Billionen Dollar:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-ein-teurer-ruelpser-1.1730126


Ergänzung: Interview mit zwei Autoren der Studie:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/2189681/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 12, 2013, 17:39:14
Kartoffeln und erste Erdbeeren auf Grönland:
http://www.planet-schule.de/wissenspool/leben-in-kalten-zonen/inhalt/sendungen-videos/groenland-erdbeeren-am-polarkreis.html
(drittes Video unten)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 19, 2013, 18:12:38
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-die-fuenf-grossen-klima-irrtuemer-1.1774827
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 28, 2013, 00:15:27
Mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von weniger als fünf Prozent, erklärt der IPCC, in dem Hunderte Wissenschaftler aus Dutzenden Ländern mitgewirkt haben, treiben anthropogene Treibhausgase die globale Erwärmung voran:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/neuer-ipcc-weltklimabericht-noch-ist-die-welt-zu-retten-1.1782647
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 15, 2013, 15:49:21
Auch Siemens macht Klimaprognosen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/erderwaermung-siemens-energiechef-erklaert-zwei-grad-klimaziel-fuer-tot-a-927887.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 14, 2014, 19:35:10
Über die Suchfunktion bin ich mal wieder in diesem Thema gelandet.

Es ist schon offensichtlich. Hier wie überall ist das Thema Klima einfach durch. Einen sichereren Partykiller gibt es ja fast nicht und Die Grünen werden mit ihrer Re-Fokusierung auf diese Fragen auch nicht die einst eingeplanten 15% erreichen. Es sei denn, es fliegt mal wieder ein AKW in die Luft. Das ist kein Zynismus.

Was macht eigentlich das OScar? Das quelloffene Auto scheint gestrandet, sehe ich deren Webseite an. http://www.theoscarproject.org/

http://www.osvehicle.com/ scheint dagegen noch aktiv.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 15, 2014, 13:45:58
Derweil in Brüssel:
http://www.sueddeutsche.de/politik/eu-kommission-eu-gibt-vorreiterrolle-bei-erneuerbaren-energien-auf-1.1863125
und
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schiefergasfoerderung-eu-ebnet-weg-fuer-fracking-1.1863180
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 15, 2014, 23:00:37
Nun, ich weiß nicht, ob man siedende Chemiemischungen und Wasserstoff auf Dach und in Rohren haben will, aber von der Idee her klingt es erstmal gut.
Und zwar soll durch die Sonnenstrahlung (Erwärmung) aus Methanol und Wasser reiner Wasserstoff produziert werden, der dann gespeichert wird oder eben direkt in einer Brennstoffzelle Strom erzeugt. Vorteil sei neben der vergleichsweise einfachen Speicherung der hohe Wirkungsgrad von experimentell gemessenen (!) 28%.
http://www.elektor.de/elektronik-news/wasserstoff-vom-dach-mit-rekord-wirkungsgrad.1922871.lynkx
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 31, 2014, 16:20:22
http://m.heise.de/tr/artikel/Keine-Wende-bei-der-Waerme-2156399.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 08, 2014, 18:38:44
http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/a-956022.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 13, 2014, 19:25:41
Der UN Weltklimarat hat - nach 2007, dem Anfangsjahr fieses Freds - eine neue Einschätzung fertig:
http://www.tagesschau.de/inland/klimabericht112.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 13, 2014, 21:50:38
Und er ähnelt immer mehr der Bibel. Will man ein guter Mensch sein, sollte man daran glauben. Und jeder kann sich ein bisschen das raus picken und zitieren, was gerade so in seine Theorie passt.

"Grössere Gewissheit"  (Zitat Tagesschau): ist das so? Ist er nicht deutlich vager geworden? Eine ganze Reihe von "Gewissheiten" aus dem Jahr 2007 stehen im aktuellen Bericht offenbar nicht mehr drin. (Bis zu 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht... Zunahme der Zyklone in Asien um 10 bis 20 Prozent... Bis zu 250 Millionen Afrikaner bald von Wassermangel bedroht...)  Gewissheit, dass es mit der Gewissheit nicht so weit her ist? Gewissheit, dass man zu schwarz gemalt hat?

An allen Ecken und Enden entwickelt es sich anders, als in Richtung der vorausgesagten Katastrophen. Aber weiter gehts, wir müssen die Katastrophe verhindern - auch wenn wir nicht wissen, welche.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am April 14, 2014, 06:45:16
Das ständige Dramatisieren der möglichen Folgen unseres Umgangs mit der Umwelt, lässt mich auch immer wieder am Wahrheitsgehalt zweifeln.
Mit diesen Übertreibungen tut niemand der Umwelt und den Folgen aus der Umweltverschmutzung einen Gefallen.

Ich gehe trotzdem davon aus, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Auch ohne Panikmache.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 14, 2014, 08:04:19
Ja, ich plädiere auch nicht für einen gedanken- und rücksichtslosen Umgang mit Umwelt und Ressourcen. Ich habe einfach nur erhebliche Zweifel, dass all die milliardenteuren Umgestaltungen die derzeit vorgenommen und gefordert werden, der Umwelt wiklich einen Gefallen tun. Mir scheint, man schafft es einfach nicht, die Tunnelblicke zu überwinden. Zuviel was enthusiastisch umgesetzt wird, erweist sich nicht allzuviel später als wenig hilfreich oder gar kontraproduktiv.  Das läuft seit Aufkommen der "Umweltbewegung" so und man hat bis heute nichts daraus gelernt...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 14, 2014, 23:12:57
Diese Zahlen wurden doch rausgenommen, weil sie sich so exakt nicht wirklich errechnen lassen und das in der Vergangenheit sehr viel Kritik angezogen hatte - teilweise zu recht. Überhaupt ist es immer sehr fraglich, wenn man die Zukunft vorhersagen will und dann noch so genau. +3°C im Sommer in Süddeutschland 2100, im Winter 80 cm mehr Niederschläge… naja.
 
Das heißt aber nicht, dass diese Vorhersagen jetzt vollständig zurückgenommen wurden oder sie komplett nutzlos wären.

Der IPCC-Bericht soll halt den Stand der Wissenschaft zusammenfassen. Selber forschen tut er ja nicht. Nun kann man an der Auswahl der Studien zweifeln oder was auch immer.
Letztlich soll der Bericht ja den Regierenden helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und da diese Entscheidungen ja in die Zukunft weisen - was soll man da als Ratschlag nehmen als den ungefähren Stand der Forschung?

Die Exoten in allen Ehren - meistens liegen sie falsch. Und in so komplexen Fragen ist es noch unwahrscheinlicher.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 17, 2014, 09:42:07
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/hans-werner-sinn-die-krim-krise-gefaehrdet-die-energiewende/v_detail_tab_print/9615530.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 18, 2014, 13:43:19
Der richtige Schluss wäre sich möglichst schnell auch vom russischen Gas (großteils) zu lösen. Dies ist möglich - aber halt kurzfristig deutlich teurer. Dafür hätte man langfristig mehr davon. Das ifo und Wirtschaft das nicht wollen, sondern lieber Putin-Gas, was immer der auch macht, ist doch klar.
Und der Verbraucher will es auch nicht. Auf jeden Fall nicht wegen der Ukraine. 
 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am August 14, 2014, 16:55:39
"Handel mit CO2-Zertifikaten: Tesla poliert Dreckschleudern auf"

Ganz verstehe ich nicht wie das formal funktioniert und ob das so im Sinne der Erfinder ist?

SPON (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/tesla-versteigert-in-der-schweiz-co2-zertifikate-an-andere-autobauer-a-986155.html)

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 15, 2014, 14:30:06
Wenn der Handel funktioniert, ist er im Sinne des Erfinders.
Wer weniger ausstößt, hat Ausstossrechte übrig und kann sie verkaufen. Belohnung. Der andere muss zukaufen. Bestrafung.
Im Idealfall wird er sich nun bemühen, zukünftig weniger zukaufen zu müssen oder gar einmal selbst welche übrig zu haben.

In der EU hat man mit CO2-Zertifikaten leider viele schlechte Erfahrungen gemacht, was schon damit anfing, dass man sie im großen Maßstab an die größten CO2-Emittenten verschenkte.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 05, 2014, 22:59:45
Taugen Zigarettenstummel als Superkondensatoren (http://de.wikipedia.org/wiki/Superkondensator)?
Das behaupten Forscher (http://www.pressetext.com/news/20140807023).

Nach Rauchen für die Krankenkassen und gegen den Terror also nun für das neo-elektrische Zeitalter. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 22, 2014, 00:24:49
Nur noch eine Generation lang dürften fossile Energien verbrannt werden, mahnt eine Forschergruppe in der "Globalen Kohlenstoffbilanz" ("Global Carbon Budget"). Gut 2000 Milliarden Tonnen CO2 habe die Menschheit seit Beginn der Industrialisierung bereits mit Abgasen in die Luft gepustet. Bleibe der CO2-Ausstoß so hoch wie derzeit, überschreite er in etwa 30 Jahren den kritischen Wert von 3200 Milliarden Tonnen des Gases seit Beginn der Industrialisierung. Würde die Schwelle nicht überschritten, bestehe dagegen eine gute Chance, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/co2-bilanz-fuer-klimawandel-fossile-energien-und-globale-erwaermung-a-992889.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 22, 2014, 12:13:33
Das 2°-Ziel ist auch so eine Sache. Das hat sich jetzt so verfestigt - dabei verlieren auch bei diesem Anstieg viele Menschen ihre Heimat und die stärkeren Naturgewalten dürften Abertausendende Leben fordern.
Da die Klimagase ja eine Weile unterwegs sind, nehme ich an, 2° sind das festgestellte Minimum, weniger geht gar nicht mehr?

Ein Totalverzicht und -verhindern auf und von fossilen Brennstoffe und anderen klimaerwärmende Verbindungen ist völlig unrealistisch. Hätte man früher gehandelt, wäre uns viel erspart geblieben. Jetzt hülfe nur eine Umleitung aller Subventionen von fossil zu erneuerbar (andere sagen nuklear). Und auch die wird es nie geben.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 23, 2014, 16:38:21
Da die Klimagase ja eine Weile unterwegs sind, nehme ich an, 2° sind das festgestellte Minimum, weniger geht gar nicht mehr?

Meine Wahrnehmung: 2° wird noch als schaffbar angesehen, bei mehr als 2° ist zu unklar/unheimlich was passieren wird:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Grad-Ziel



http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-97-prozent-konsens-bei-klimaforschern-in-der-kritik-a-992213.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 24, 2014, 00:32:55
Ich wollte ausdrücken, dass dies ein künstliches Ziel ist, ein Kompromiss. Da hat man eins genommen, dass vielleicht noch erreichbar ist, damit Ansporn besteht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 20, 2014, 22:26:01
Frühestens 2020, wenn überhaupt: Das an der TU München entwickelte E-Kleinauto. Derzeit 20 000 €, wenn man es denn kaufen könnte, in Großserie wären es laut Prognose 16 000 €. 120 km/h Spitze, reiner Zweisitzer, unter 600 kg, ca. 150 km Reichweite.
http://www.sueddeutsche.de/auto/kleinwagen-visiom-elektroauto-aus-dem-hoersaal-1.2182315

Man sieht, Normalautos mit E-Antrieb werden noch länger sehr teuer bleiben.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 28, 2014, 08:10:33
   (http://cdn1.spiegel.de/images/image-590458-galleryV9-cybj.jpg)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/co2-emissionen-rangliste-der-staaten-bei-klimaerwaermung-a-944155.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 28, 2014, 14:15:40
Finde ich super, dass Schwefelgase positiv angerechnet werden, weil sie die Sonneneinstrahlung vermindern.
Haben ja auch keine Nachteile für die Umwelt, insbesondere die CO2-bindenden Wälder.  ::)

Schuldfragen finde ich nicht besonders zielführend, die meisten Länder wären doch froh gewesen, hätten sie eine solche Wirtschaftsentwicklung genommen. Viel entscheidender finde ich, was jetzt von wem getan wird, wo das Problem erkannt ist.
Und da bekleckert sich gerade keiner mit Ruhm.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 02, 2014, 22:19:01
IPCC - UN-Klimarat:
Um das Ziel einer maximalen Erwärmung von global zwei Grad zu erreichen hat man eine Gesamtemission an Kohlendioxid durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe von 2900 Milliarden Tonnen ermittelt. Von Beginn der industriellen Revolution bis 2011 wurden bereits 1900 Milliarden Tonnen emittiert, jedes Jahr kommen derzeit 38 Milliarden Tonnen hinzu. Das bedeutet dem IPCC zufolge, dass das Kohlenstoffbudget schon in wenigen Jahrzehnten erschöpft sein wird, wenn man die Klimaziele noch erreichen will. „Wir können nicht bis 2030 mit Maßnahmen warten“, sagte Pachauri. Die Kohlendioxidemissionen müssten bis ins Jahr 2100 komplett beendet werden:
http://www.faz.net/aktuell/wissen/kompendium-des-klimawandels-wir-koennen-nicht-mehr-bis-2030-warten-13243466.html?printPagedArticle=true
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 22, 2014, 22:30:05
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neue-kohlekraftwerke-werden-300-milliarden-tonnen-co2-ausstossen-a-988374.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 27, 2014, 19:20:01
Nachdem die OPEC keine Förderdrosselung beschlossen hat, sinkt Öl heute noch einmal mehr als 6% auf um die 70 $.
Die langsamer wachsende Weltwirtschaft ist das eine, hauptverantwortlich ist jedoch der Fracking-Boom in den USA. Die Staaten werden nach Prognose bald die Saudis als größter Ölproduzent überholen.

Und da liegt wohl auch der Hauptgrund für den heutigen Beschluss, sind die Förderkosten beim Fracking doch viel höher und wohl um die 70$ das Barrel… der Boom dürfte also bei solchen Preisen bald ein Ende haben. Außerdem leiden andere Länder weit mehr als die Golfstaaten. Venezuela steht wohl vor der Pleite, Russland verliert nach eigener Aussage 90-100 Mrd. $. Aber auch der Iran, Saudi-Arabiens großer Konkurrent, braucht wohl einen Ölpreis von 100 $ um alle Ausgaben dauerhaft zu decken.

Da sieht man mal, welche Hasardeure überall an der Macht sind. Denn langfristig gesehen ist der Ölpreis gar nicht so niedrig. Vor 15 Jahren lag er noch bei 30$ und darunter.


Wie auch immer, die niedrigen Öl- und Gaspreise sind auch ein Problem für die hiesige Energiewende.


Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 07, 2014, 16:38:53
Nicht Kohle und Erdöl sind die begrenzte Ressource, es ist der Platz für CO2 in der Atmosphäre:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimaschutz-hier-sind-drachen-1.2253466

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 07, 2014, 18:29:15
Habe ich schon gelesen. Bringt mein hier mal geäußertes Unbehagen über diese 2°-Grenze auf den Punkt. Sie ist eben eine politische Zahl. Das man eine braucht, ist aber auch klar. Nur braucht man sich nicht vormachen, bis 2° wäre alles okay und darüber der sofortige Klima-GAU.
Aber klar, je mehr Wärme, desto größer die Folgen und das geht nicht schön 1:1.

Hier noch ein Link. Wasserkraftwerke (besonders in den Tropen) sind nicht so klimaneutral wie oft dargestellt:
http://www.spektrum.de/news/staudaemme-in-den-tropen-schaden-dem-klima/1308621
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 07, 2014, 23:08:17
Übrigens, in dem von radneuerfinder verlinkten Artikel ist von einem Diagramm die Rede, das auf der Seite nicht auftaucht, zumindest bei mir nicht. In der Zeitung ist es.
Das Original (bzw. die Vorlage) ist auf Seite 116 des heuer erschienen IPCC-Reports, den man hier einsehen kann:
http://www.de-ipcc.de/de/200.php
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 29, 2015, 18:58:44
Klimaforscher kann PrognoseAbweichung nicht schlüssig erklären ("Zufall"):
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaprognosen-klimamodelle-bestehen-test-zur-pause-der-erwaermung-a-1015415.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 03, 2015, 00:16:02
Na, Zufall oder Wahrscheinlichkeit… mathematisch/naturwissenschaftlich/statistisch ein wichtiger Faktor.

Er sagt ja, dass der Zeitraum zu kurz ist, da gibt es eben einen Ausreißer. Blöd halt, der Zeitpunkt, jetzt wo man zum ersten mal wirklich in die weite Zukunft gerechnet hat und gleich am Anfang daneben liegt.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 24, 2015, 00:15:18
Seit Jahrzehnten wird diese Frage diskutiert, u.a. auch als Blockbuster verbraten. Ist man jetzt weiter?

Ja, nein, vielleicht…

http://www.sueddeutsche.de/wissen/studie-klimawandel-schwaecht-golfstrom-ab-1.2407154
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 15, 2015, 11:50:35
http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/medienbeitraege/DER_SPIEGEL_Gruene_Maennchen_als_Retter.pdf
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 15, 2015, 18:13:02
Danke. Stimmt schon, es ist eher unrealistisch, was alles diskutiert wird.

Sicher könnte man den CO2-Ausstoß senken, auch drastisch, aber der Wille fehlt und viele Pläne, insbesondere dieser Möchtegern-Terraformer, sind technisch oder gesellschaftlich einfach nicht durchzusetzen. In Deutschland haben wir dazu ja die Luxusvariante der Debatte (Kein(e) Windrad, Erdverpumpung, Stromleitung in meinem Dorf!). In anderen Gegenden geht es um die Ernährungssicherheit oder Entheimatung ganzer Völker.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 02, 2015, 14:05:53
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Emissionsfreies-Stahlwerk-ist-moeglich-2672415.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 11, 2015, 10:47:26
Pessimismus:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/2-grad-ziel-zum-klima-wie-realistisch-ist-das-un-ziel-a-1038022.html
Optimismus:
http://www.deutschlandfunk.de/g7-gipfel-und-dekarbonisierung-aus-klimasicht-hat-merkel.694.de.html?dram:article_id=322146
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 11, 2015, 18:30:20
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/klimaschutz-indien-muss-sich-bewegen-die-g7-muessen-helfen-a-1038154.html

http://www.heise.de/autos/artikel/Leistungslust-frisst-Einsparpotenzial-2687642.html
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/2015/03/UmweltfreundlicherePersonenkraftwagen_032015.pdf
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 02, 2015, 19:40:34
Deutschland hat ein Problem mit dem hohen Braunkohleanteil an der Stromerzeugung.

Nun gab es zwei Möglichkeiten:
CO2-Abgaben, welche die Betreiber einige Millionen kosten und dadurch den Betrieb der ineffizenten ältesten Kraftwerke unrentabel machen
oder:
Stilllegung der ältesten Meiler und milliardenschwere Entschädigung der Betreiber

Natürlich entschied sich die deutsche Regierung für Option 2, sie dürfte die Stromkunden an die zehn Milliarden Euro kosten. Herr Gabriel verkauft uns das als Erfolg des „Klimagipfels“, bei dem die Idee irgendwelcher Abgaben der Stromkonzerne auf lange Sicht beerdigt wurde.

In voller Absicht fährt die Bundesregierung die postulierte Klimawende an die Wand - man kommt nicht umhin zu denken, dass sie den Leuten verleidet werden soll. Ich kann nur hoffen, dass die Preiswentwicklung bei den Solarzellen und Batterien so weitergeht. Aber siehe da: Betreiber von Anlagen >10kW müssen heute schon eine Abgabe auf selbstverbrauchten Strom zahlen. Das kann man ja leicht auf Einfamilienhäuser ausdehnen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 29, 2015, 18:03:50
http://arstechnica.com/science/2015/08/would-warming-stop-after-greenhouse-gas-emissions-end-not-quite/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 28, 2015, 14:00:28
In Paris findet ja nun der nächst Weltklimagipfel statt. Der zur Schau gestellte Optimismus scheint mir etwas unrealistisch. Von verbindlichen Abkommen ist schon mal gar keine Rede, anders als noch in Kyoto. Man will sich auf freiwillige Zusagen verlassen. Die armen Länder pochen wieder auf viel Geld, das sie nicht bekommen werden und die europäische Einigkeit wird nicht nur von Polen untergraben.

Russland spielt eine sehr unambitionierte Rolle, man will 25% der Emissionen von 1990 einsparen, ein Ziel, das aufgrund des Zusammenbruchs der extrem energieintensiven und -verschwendenden Industrie schon längst übererfüllt ist.
In Moskau erhofft man sich ja sogar Vorteile von der Erwärmung, wie ich hier schon mal thematisiert (http://www.apfelinsel.de/forum/index.php/topic,2041.msg63902/topicseen.html#msg63902) habe.
In Sibirien findet man ja riesige Flächen an Permafrostböden. Ein echtes Sorgenkind der Klimaforscher, denn unter dem Eis sind seit Urzeiten Bakterien aktiv und deren Ausscheidung ist reines Methan, wie wir wissen ja ein noch viel schlimmeres Treibhausgas als Kohlendioxid.

Der Weltspiegel hat eine Reportage zum Thema gemacht und zwei Klimaforscher dort besucht. Die zeigen mal ganz eindrücklich, wie weit es schon ist, mit einem gewissen Showeffekt. Die Probleme gehen über das Methan auch weit hinaus.
Eine (Teil-)-Lösung meinen sie aber auch zu haben.
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/russland-klimaforscher-zwischen-mammuts-und-methangas-102.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 30, 2015, 12:06:20
http://www.welt.de/wirtschaft/article149431301/Mit-Oekostrom-allein-retten-wir-das-Weltklima-nicht.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am November 30, 2015, 13:09:54
Ich denke die Ziele müssen einfach nur neu definiert werden.
Dazu vielleicht noch eine neue Messmethode und ein Verbot sich zu diesem Thema zu äußern, ohne dass vorher ein von Audi eingesetzter Laienrichter, sein OK gegeben hat.

Wir schaffen das!
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 12, 2015, 22:33:07
Einigung auf ersten, rechtlich bindenden Weltklimavertrag

In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts soll die Welt ihre Treibhausgas-Emissionen auf null senken:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/weltklimavertrag-diese-fuenf-punkte-sollen-die-welt-retten-1.2780259
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Dezember 13, 2015, 09:03:27
Ich muss wirklich staunen, wie diese niedergeschriebenen Lippenbekenntnisse bejubelt werden.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 01, 2016, 13:52:46
fossile Ressourcen im Boden zu lassen:
http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/46/46980/1.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 24, 2016, 19:10:43
Keine Überraschung:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Autos-verbrauchen-viel-mehr-Strom-als-angegeben-3081667.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 03, 2016, 19:01:05
De-Invest ist mittlerweile ja recht erfolgreich und führt dazu, dass immer mehr private und staatliche Anleger nicht mehr in Fossil-Firmen investieren. Ob das an Ende wirklich etwas bringt oder nur einen irgendwann wieder sehr hohen Ölpreis, weil nicht genug exploriert werden konnte?
Nun ja, generell bin ich ja immer sehr dafür, nicht in Firmen zu investieren, mit deren Geschäft man nicht einverstanden ist.

Zu einem anderen Thema:
Merkel durfte den roten Knopf drücken und in Greifwald entstand für eine halbe Sekunde Wasserstoff-Plasma im Fusions-Versuchsreaktor. Dieser ist ein Stellarator (https://de.wikipedia.org/wiki/Stellarator) kein Tokamak (https://de.wikipedia.org/wiki/Tokamak) wie der irgendwann vielleicht mal fertige ITER und soll die Eignung dieses Reaktortyps zur Stromerzeugung überprüfen.
http://www.ipp.mpg.de/de/aktuelles/presse/pi/2016/02_16
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 10, 2016, 19:34:44
Tesla schreibt ja andauernd rote Zahlen, beim jetzigen Ölpreis ist ein Elektro-PKW sowieso kaum noch amortisierbar.
Das haben jetzt auch die Anleger gemerkt…
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Teslas-Motor-stottert-Elektroauto-Pionier-unter-Druck-3098432.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Februar 11, 2016, 07:51:04
Apropos Tesla. Für die Leute, die einen Tesla kaufen ist es völlig irrelevant, ob der Liter Sprit 1, 2 oder 5 Euro kostet, sie sind Early Adopter, die so ein Auto einfach fahren wollen. Da spielt "Sprintsparen" keine Rolle. Die Besitzer der Firma meiner Frau haben 2 Teslas, und bieten ihren Geschäftsführern sogar an, einen zu fahren.
 
Wirklich relevant wird das Ganze erst, wenn Tesla in die Preis-Regionen eines BMW 3er, Audi A4 oder Mercedes C-Klasse vorstösst. Dann wird der Unterhalt dieser Autos - zunächst bei einer Reihe von Privatleuten als Early Adopter - und dann erst bei Firmenflotten relevant werden.

Ich persönlich bin so ein Wahnsinniger. Sollte der kleine Tesla halbwegs bezahlbar sein (und dabei muss er NICHT weniger als ein Diesel oder Benziner kosten), werde ich dabei sein.

Ich bin von den Systemen absolut überzeugt, sei es wegen des E-Motos, der Reichweite (wo Tesla an einsamer Spitze ist, und die meinen Fahrprofilen weitgehend entspricht) und der Elektronik, die drin steckt.

Nach Jahren der Arbeit für deutsche Firmen im IT Bereich weiss ich, dass deutsche Firmen, was IT im Auto angeht, einfach völlig Chancenlos sind. Die deutsche Mentalität entspricht dem einfach nicht. Ausserdem gibt der (derzeitige) Deutsche lieber 5000 Euro für 30 PS mehr aus, als dass er sich eine 8-Gang-Automatik gönnt, die ohnehin schneller schaltet, als 98% aller Möchtegerne Schumachers.

Für mich (persönlich) sind 30 PS mehr einfach so übrig wie ein Kropf. Ich  brauche ein Auto (System), bei dem meine Investition durch Updates gesichert bleibt. Und das kann nur Tesla bislang. Die haben es in meinen Augen begriffen. Deshalb glaube ich auch, dass die PORSCHES und MERCEDES dieser Welt in spätestens 5 Jahren (wenn der Ölpreis zurückspringt aus naheliegenden Gründen) ein massives Problem bekommen werden, weil sie für die Zukunft eher schlecht gewappnet sind.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Februar 11, 2016, 09:17:42
Zu Mercedes:
Bei meiner neuen V-Klasse wurde die Einführung des Mercedes-Mobilsystems (habe den Namen gerade vergessen) für Jahre nach hinten gestellt. Erst sollte später per Update nachgerüstet werden, inzwischen ist aber schon wieder kalter Kaffee, es wird für bereits verkaufte Fahrzeuge keine Updates geben, vielleicht für kommende Neuwagen.

Seit dem 1.1.16 teilt mir mein sündhaft teures Command-Online-System mit, dass Online jetzt nicht mehr geht. Mercedes bittet das zu entschuldigen... und das war's.

Mir macht das nichts aus, weil ich keines der Features nutze. Ein Armutszeugnis ist es trotzdem.
Wenigstens klappt die Anbindung des Telefons problemlos.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Februar 11, 2016, 09:58:55
Zu Mercedes:
Bei meiner neuen V-Klasse wurde die Einführung des Mercedes-Mobilsystems (habe den Namen gerade vergessen) für Jahre nach hinten gestellt. Erst sollte später per Update nachgerüstet werden, inzwischen ist aber schon wieder kalter Kaffee, es wird für bereits verkaufte Fahrzeuge keine Updates geben, vielleicht für kommende Neuwagen.

Seit dem 1.1.16 teilt mir mein sündhaft teures Command-Online-System mit, dass Online jetzt nicht mehr geht. Mercedes bittet das zu entschuldigen... und das war's.

Mir macht das nichts aus, weil ich keines der Features nutze. Ein Armutszeugnis ist es trotzdem.
Wenigstens klappt die Anbindung des Telefons problemlos.

Stand das Mobilsystem in den technischen Daten oder in den Verkaufsunterlagen?
Das würde ich nicht so akzeptieren.
Eine irgendwie geartete "Entschädigung" würde ich beim Händler einfordern.

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Februar 11, 2016, 11:25:37
Stand das Mobilsystem in den technischen Daten oder in den Verkaufsunterlagen?
Ja, stand es.
Und mit Sicherheit auch die möglichen Einschränkungen im Kleingedruckten.

Das würde ich nicht so akzeptieren.
Eine irgendwie geartete "Entschädigung" würde ich beim Händler einfordern.
Mir fehlt es an Zeit und Geld so etwas gegen Mercedes Benz durchzusetzen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Februar 11, 2016, 11:46:52
Mir fehlt es an Zeit und Geld so etwas gegen Mercedes Benz durchzusetzen.

a) Glücklich ist wer vergisst was nicht mehr zu ändern ist.
b) Ich sprach jetzt nicht von Mercedes Benz sondern vom Händler wo Du den Wagen gekauft hast.

Ich hatte in der Vergangenheit bei meinem Wagen schon mal ein Problem. Da habe ich dann schriftlich insistiert und bekam Teil-Rückerstattung.
Jetzt wieder. Und da werde ich wieder was machen. Das muss der Händler aushalten ;D

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Februar 11, 2016, 12:37:53
b) Ich sprach jetzt nicht von Mercedes Benz sondern vom Händler wo Du den Wagen gekauft hast.

Mercedese kauft immer direkt bei Mercedes. jedenfalls gibt es hier, im Umkreis von weit über 100km, keinen Händler mehr, der nicht im Namen der Werksniederlassung verkauft.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Februar 11, 2016, 12:45:33
b) Ich sprach jetzt nicht von Mercedes Benz sondern vom Händler wo Du den Wagen gekauft hast.

Mercedese kauft immer direkt bei Mercedes. jedenfalls gibt es hier, im Umkreis von weit über 100km, keinen Händler mehr, der nicht im Namen der Werksniederlassung verkauft.

Natürlich meine ich den offiziellen Händler.
Ich dachte das wäre Dir klar gewesen. ;)

Kontakt hast Du doch mit dem offiziellen Händler und nicht mit Stuttgart, Herrn Dieter Zetsche ;D

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Februar 11, 2016, 12:53:50
Natürlich meine ich den offiziellen Händler.
Ich dachte das wäre Dir klar gewesen. ;)

Kontakt hast Du doch mit dem offiziellen Händler und nicht mit Stuttgart, Herrn Dieter Zetsche ;D

Der offizielle Händler, also der, bei dem ich den Wagen bestellt, abgeholt und bezahlt habe, ist die Mercedes Niederlassung in Kassel.
Und die ist eher Zetsche, als ein selbstständiger Händler.

Ist aber auch egal.
Ich kann beim nächsten mal, wenn ich dort bin, den „Händler“ darauf ansprechen. Er selber wird garantiert nichts für mich tun. Wenn überhaupt, dann nur, wenn es Stuttgart ihm bezahlt.
Und solche Dinge, wie der Wegfall der Onlinefähigkeit der Top-Navi-Musik-Kiste, wird Mercedes nicht auch noch durch ein Entgegenkommen bestätigen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 11, 2016, 15:24:25
Bin ja nicht der große Autokenner oder -Käufer, aber Mercedes ist m.W. nicht gerade für Kulanz bekannt, oder irre ich mich? Wie auch immer, probieren kann man es immer mal.

Tesla wollte ich nicht schlecht reden, ich finde nur die Geschäftspolitik aus riesigen Versprechungen, teils massiven Verlusten (also Dumpingpreise) und einer gewissen Dosis Arroganz unsympathisch.
Aus Interesse: Stellt Tesla wirklich regelmäßig Softwareupdates bereit?

Terrania, Du meinst wohl Model 3, das im März vorgestellt werden soll? Preislich wird es hierzulande wohl eher am BMW 5er bzw. am 3er Hybrid andocken, also ab ~40 000 €. Ausstattung mag natürlich verschieden sein. Da der Innenraum recht groß und variabel (wenn auch nicht luxuriös) sein soll, kann man sich schon diverse Anpassungen vorstellen, die ihn für Firmenflotten noch interessanter machen könnten.
Nur wie viele kann Tesla dann am Ende wirklich produzieren?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Februar 11, 2016, 17:44:24
Bin ja nicht der große Autokenner oder -Käufer, aber Mercedes ist m.W. nicht gerade für Kulanz bekannt, oder irre ich mich?

Das habe ich ganz anders erlebt.
Allerdings hatte ich auch noch keinen Motorschaden nach 25 Monaten.
Viele Käufer habe aber auch eine viel zu große Erwartungshaltung.

Mercedes hat in jeden Fall sehr günstige Ersatzteilpreise.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Februar 11, 2016, 18:05:42
Meines Wissens hat jeder Tesla eine SIMCard und ist "over-the-air" erreichbar. Die letzten Updates wurden so verteilt, unter anderem kann seitdem die große Serie automatisch aus der Garage fahren, bzw. mit Autopilot fahren. Da alles elektronisch ist in diesen Autos (Gas, Lenkrad etc.) ist es auch kein Problem, dass hier Automatisierungen nachgereicht werden.

Natürlich ist EM ein Mensch, der ziemlich "laut" werden kann. Arrogant würde ich das nicht nennen, aber zumindest sehr "Selbstbewußt". Natürlich machen die Verluste, das ist vor dem Hintergrund der Gigafactory durchaus hinnehmbar, denn wenn die eröffnet wird, wird Tesla defacto der einzige Hersteller weltweit sein, der Batterien zu einem annehmbaren Preis herstellen kann. Das ist schon clever. Noch cleverer finde ich, dass das in Nevada und nicht in China stattfindet. Hierzulande hat man sich ja fast komplett von sowas verabschiedet. Wird dann so kommen, dass auch BMW und Konsorten ihre Batterien bei Tesla kaufen werden müssen. Noch cleverer.

Und ja, ich meine das Model3, und ein gut ausgestatteter 3er BMW oder eine C-Klasse kosten inzwischen über 50.000 Euro. Natürlich geht da noch was weg, und kein normaler Mensch kauft sowas neu, sondern wartet ein paar Monate und kauft von der Halde oder einen Jahreswagen. Und bei 50.000 Euro sehe ich durchaus Potenzial, vorausgesetzt, die Reichweite stimmt.

Ich finde es extrem geil, was EM mit Tesla auf die Beine gestellt hat. Und extrem dämlich von Daimler, dass sie ihre Aktien verkauft haben. Aber die Benzinköpfe sind da eher etwas rückwärtsgewandt. Ich habe mal eine Rede von einem Unternehmensberater gesehen, der mit einem Tesla aus der Schweiz kam. Das Gleichnis ging in etwa so: Elektromobilität ist wie Popcorn machen. Am Anfang passiert gar nichts, dann knallt es vereinzelt, und dann explodiert das Ganze. Wir sind beim vereinzelten Knallen derzeit. Die Ölpreise bremsen etwas, aber das ist abzusehen ...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 12, 2016, 18:50:31
Ich finde Elektroautos auch super - also an sich.
Leider sind sie für mich alle zu teuer, wenn man bedenkt, welche Kompromisse man eingehen muss. Denn nur weil irgendwo eine Ladestation ist, heißt ja noch nicht, dass sie funktioniert und mich sie benutzen lässt. Die deutsche Regierung will bis 2020 eine Million Elektro-PKW auf den Strassen haben, aber selbst solche Basics sind noch nicht gewährleistet. Immerhin kommt ja jetzt anscheinend tatsächlich eine Förderungspauschale - von bis zu 5000 € ist die Rede, Staat und Hersteller sollen das zusammen finanzieren. Das müsste eigentlich dann auch die Gebrauchtpreise ins Fallen bringen.

Beim Preis vom Model 3 und 3er BMW habe ich ja geschrieben, dass es sehr auf die Ausstattung ankommt. Und wie gesagt, 40 000 € wäre auch nicht teurer als der Active Hybrid, wie ich sehe sogar 5000,- günstiger, Katalogpreis, klar. Andererseits 5000,- über dem i3 - der natürlich nicht unbedingt die selben Käufer anspricht, um es mal so zu sagen. :)
Ab er ich schätze 40 000,- ist noch zu wenig. Überhaupt habe ich den Verdacht, der Dollarpreis war ohne MwSt. gemeint. Durchgesickert soll ja der englische Preis sein, der eben ungefähr 40 000 € ergibt. Aber in Deutschland?

Wie auch immer, mein nächstes Auto steht nicht an aber kann hoffentlich ein elektrisches sein.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 28, 2016, 14:25:21
Da es hier ja viel um Elektroautos geht, eine Meldung zum meistverkauften Fahrzeug dieser Kategorie:
http://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Handy-App-fuer-Elektroauto-Nissan-Leaf-sperrangelweit-offen-3118971.html

Kinderleicht konnte man in fremden Autos dauen abgreifen und die Heizungs/Klima-Anlage steuern. Mittlerweile wurden die Funktionen für alle Nutzer gesperrt.

Man denkt eigentlich schon, dass sich herumgesprochen hat, dass man auch solche Funktionen schützen muss, aber vielleicht können es „diese Autotypen“ einfach nicht und man sollte doch mal die „Computer-Typen“ ranlassen? (Ihr wisst wohl, auf was ich anspiele.)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Quaestor am Februar 28, 2016, 16:10:49
Naja. Da warte ich mal auf das Apple Auto. Beim Thema Sicherheit hat mich Apple noch nie überzeugt. Hoffentlich hat Apple genügend Rücklagen bis dahin gebildet. Sie werden sie brauchen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 28, 2016, 23:05:00
 :)

Naja, ich habe sowieso die Ahnung, dass die Apple-Autos jenseits vernünftiger Preise sein wird. Zweitens weiß ich persönlich echt nicht, ob ich ein Apple-Logo auf der Kühlerhaube haben will.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Quaestor am Februar 29, 2016, 13:29:32
Ist zwar nur reine Spekulation, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Preis ziemlich attraktiv sein könnte. Preis/ Leistung im Vergleich zur Konkurrenz. Und dank iPhone muss man sich heute ja nicht mehr wegen des Apple Logos schämen oder vielleicht gerade deshalb ;-)

Kann mir schon vorstellen, dass ein Apple Auto richtig gut sein könnte. Apple muss sich eben nur um die Sicherheit ordentlich Gedanken machen und nur bezüglich der Sicherheit habe ich so meine Bedenken.

Apple Auto OT:
Warten wir mal ab, wenn der erste echte Virus für die Mac-Plattform geschrieben wurde. Klar, der Virenscanner von heute erkennt keine unbekannten Viren, aber es wird sicher unzählige kalt erwischen, weil eben viele mit dem Gedanken unterwegs sind, mir kann nix passieren, ich hab n Mac ;-)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 04, 2016, 19:39:46
Genial! Unser Forum ist echt maximal hype-resistent, denn hier ist wohl der einzige Ort im Internet, wo man nichts vom Tesla Model 3 lesen kann. :D
Ich mein's ernst, danke.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am April 04, 2016, 21:03:23
Mit so hässlichen Dingen beschäftigen wir uns hier nicht.  :P
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am April 05, 2016, 06:12:23
Mit so hässlichen Dingen beschäftigen wir uns hier nicht.  :P

Das Ding musste ich erst einmal googeln.... stimmt aber, hübsch ist er nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 05, 2016, 13:09:38
Anscheinend ist nicht mal das Äußere wirklich final, trotzdem bestellen Hunderttausende vor und zahlen nur für die Registrierung 1000 $, obwohl das Ding nicht vor, aber ziemlich sicher weit nach, Ende 2017 verfügbar sein soll.
Auch muss ich schon schmunzeln, wenn deutsche Medien mal eben 35 000 $ (Startpreis) einfach per Wechselkurs in ca. 31 000 € umrechnen. Unter 38 000 € (MwST.!) wird der hier kaum zu haben sein und der durchschnittliche Verkaufspreis dürfte ~ 45 000 € liegen, weil ja kaum jemand das Basismodell ohne Sonderausstattung kauft.

Technisch scheint es allerdings schon voraus zu sein. Mal schauen, was in der Zwischenzeit von anderen Herstellern kommt.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am April 07, 2016, 14:50:43
Äh, ich kann da nichts häßliches finden (Geschmacksache). Und wären nicht schon fast 300.000 Reservierungen hätte ich auch reserviert (Es juckte mir in den Fingern). Aber die Auslieferung ist da wohl erst 2018 Ende oder noch später, und da kann sich viel ändern. Tolle Präsentation. Ich werde, wenn das so in etwa kommt, garantiert als nächstes Auto eine E-Karre kaufen höchstwahrscheinlich von TESLA. Mit nem großen Akku wird das meinen Gepflogenheiten mehr als entgegen kommen. Hat er toll gemacht. Fast wie Stevie in seinen besten Zeiten. Auch sein RDS ist mächtig ... ;)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 07, 2016, 18:25:17
Häßlich finde ich das Modell auch nicht - man vergleiche mal mit der real existierenden Konkurrenz vor der Haustür - nur ein bisschen nichtssagend. Sieht auch echt nicht so geräumig aus wie behauptet, BTW.

Bin auch sehr gespannt, was da am Ende rauskommt und wie die anderen Hersteller reagieren. GM scheint hier ja sogar vorher was für den Massenmarkt zu bringen. Eine große Rolle dürften auch die Laufzeiten der Staatssubventionen spielen. Momentan reichen die in den USA nicht bis zur Markteinführung des Model 3.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am April 07, 2016, 18:53:57
Äh, ich kann da nichts häßliches finden (Geschmacksache). Und wären nicht schon fast 300.000 Reservierungen hätte ich auch reserviert (Es juckte mir in den Fingern). Aber die Auslieferung ist da wohl erst 2018 Ende oder noch später, und da kann sich viel ändern. Tolle Präsentation. Ich werde, wenn das so in etwa kommt, garantiert als nächstes Auto eine E-Karre kaufen höchstwahrscheinlich von TESLA. Mit nem großen Akku wird das meinen Gepflogenheiten mehr als entgegen kommen. Hat er toll gemacht. Fast wie Stevie in seinen besten Zeiten. Auch sein RDS ist mächtig ... ;)

Am großen Tesla kann man kein Fahrradträger fürs Heck montieren. Da schied er für mich aus.
Weiss nicht wie es mit dem neuen ist.

Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am April 07, 2016, 19:53:52
Da brauchst du vermutlich das Model x. Da hast du dann Platz im Überfluss ! 😊😁
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 08, 2016, 08:09:48
http://www.lr-online.de/nachrichten/wirtschaft/Umweltminister-ruehren-Diesel-vorerst-nicht-an;art1067,5441617
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am April 11, 2016, 06:56:46
Doch, sie haben es wieder getan: mein Diesel aus 2013 ist Euro 5. damit wurde eben meine Investition vernichtet. Ich werde ihn schnellstmöglich verkaufen, denn das ist ein Geschäftswagen, der natürlich hin und wieder in die Stadt fahren muss. In diesem Land sind Investitionen gleich welcher Art nicht mehr sicher, und wenn man weiß, was EIN Dieselfrachter an Schadstoffen ausstößt, dann ist das alles nur noch ein schlechter Scherz. Wäre ich nicht weit über 50, ich würde dieses Land schnellstmöglich verlassen, es wird immer mehr zu einer Diktatur, auch auf anderen Feldern. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Ekelhaft.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 11, 2016, 11:10:54
Das Investitionen nicht mehr sicher sind, dem kann ich nur beipflichten.
Gerade was Energiewende und Umweltschutz angeht… etwa auch am Haus.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 22, 2016, 12:39:46
Die Unterzeichnung eines WeltklimaVertrags steht heute an. Alle(!) Staaten haben sich (unverbindlich) auf ein Ziel geeeinigt - die Begrenzung der durchschnittlichen Erwärmung weltweit auf möglichst 1,5 und höchstens 2 Grad:
http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/a-1088604.html
1,5 Grad Erderwärmung wäre deutlich besser als 2 Grad:
http://science.orf.at/stories/2769919/
Das 1,5 Grad Ziel ist nur mehr mit einer Vollbremsung beim CO2 Ausstoß erreichbar. Nachträgliches herausfiltern wird diskutiert:
http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/21035-das-budget-ist-schon-aufgebraucht
Wenn alle zur Zeit angedachten Maßnahmen komplett funktionieren, schafft die Menschheit ca. 3 Grad:
http://www.nzz.ch/wissenschaft/klima/null-emissionen-statt-zwei-grad-ziel-1.18723841
   (http://cdn1.spiegel.de/images/image-927258-galleryV9-rcsi.jpg)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-alle-fakten-zu-ursachen-und-folgen-der-erderwaermung-a-1063650.html#sponfakt=7


Edit: Grafik ergänzt
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 18, 2016, 22:56:35
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Umweltamt-fordert-Aus-fuer-Diesel-und-Benzin-bis-2050-3239109.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 05, 2016, 12:12:20
Bei gleich bleibendem CO2-Ausstoß wäre das 1,5-Grad-Ziel bereits in fünf Jahren gerissen - dann wäre so viel CO2 in der Atmosphäre, dass sich das Klima nach Stand des Wissens um 1,5 Grad erwärmen würde. Um wenigstens das 2-Grad-Ziel zu erreichen, müsste der weltweite CO2-Ausstoß in spätestens 25 Jahren komplett aufhören:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/petersberger-klimadialog-kritik-an-klimapolitik-a-1101350.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 08, 2016, 19:30:40
Tesla wird zum Sorgenkind…

Erst muss Musk verkünden, man habe Probleme, die Produktion hochzufahren. Und das bei 100 000 Fahrzeugen im ganzen Jahr, sehr wenig im Vergleich. Das hören Investoren natürlich gar nicht gerne.

Dann der tödliche Unfall mit dem Autopiloten. Ich sag's gleich: Natürlich wird das maximal hochgeblasen. Der Fahrer machte wohl den entscheidenden Fehler zu glauben, es handele sich wirklich um einen echten Autopiloten - dabei steht überall klipp und klar, dass man selbst eingreifen können muss.

Aber wie Tesla mit dem Fall umgeht, ist an Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten. Der Fahrer habe eine Beta-Version benutzt… ja, woher hat er die denn?
Dann meldet sich der Zulieferer der Kameras und meint reichlich eindeutig und verheerend für Tesla, diese seien für den von Tesla genutzten Zweck noch nicht geeignet.

Und jetzt kommt auch noch auf, das Musk - zwischen dem Unfall und der Bekanntgabe des Unfalls! - Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar verkauft hat. Das Geld wird in die Entwicklung des Model 3 gesteckt, warum braucht es das wohl?
Jedenfalls ist das höchstwahrscheinlich illegal, die Investoren hätten vom Unfall informiert werden müssen.
So etwas kann sehr teuer werden!

Die kalifornischen Weltbeglücker meinen ja sowieso, Regeln beträfen sie eher nicht. Wenn er sich da mal nicht verrechnet hat. 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 21, 2016, 18:14:40
Meine Lieblingsschelte der Medien ist ja das nicht berücksichtigen von Dimensionen. In diesem Sinne:


Das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus dem Jahr 2000 könnte man als den Anfang der "Energiewende" in Deutschland betrachten. Was hats gebracht?

   (https://makroskop.eu/wp-content/uploads/2016/08/20160819_RL_Abb3.png)
http://www.physi.uni-heidelberg.de/energiewende/belege/files/findet_eine_energiewende_statt.pdf


Ich entnehme der Grafik:
- der Energieverbrach ist wenigstens nicht gestiegen
- die Menge verbrannter fossile Energieträger ist konstant
- Kernkraft hat sich halbiert
- Biomasse (Holzpellets?) macht den Löwenanteil der erneuerbaren Energien aus
- Wenn alle Autos mit WindStrom fahren sollen, dann wirds eng
- Die bisherigen "Energiewende" Bemühungen haben lediglich einen weiteren Anstieg verhindert. Um fossile Energie um 80 % (Ziel für 2050) zu drücken, müsste einiges mehr geschehen. Ich sage mal, die jetzigen Anstrengungen müssten verzehnfacht werden.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 22, 2016, 01:10:54
Ich bevorzuge Zahlen anstatt solcher Diagramme. Die findet man z.B. hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Energieverbrauch#Energieverbrauch_in_Deutschland

Man sieht auch an Deinen Schlussfolgerungen, dass das Diagramm zu ungenau für's menschliche Auge ist.


Ich entnehme der Grafik:
- der Energieverbrach ist wenigstens nicht gestiegen

Bis 2014 ist er immerhin von 14900 Petajoule auf ~13000 PJ gesunken.

Zitat
- die Menge verbrannter fossile Energieträger ist konstant

Öl, Braun- und Steinkohle sind gesunken. Gas - wie gewünscht - etwas gestiegen. Insgesamt deutlich sinkender Verbrauch.

Zitat
- Kernkraft hat sich halbiert

~ 60% weniger

Zitat
- Biomasse (Holzpellets?) macht den Löwenanteil der erneuerbaren Energien aus

Holz, aber v.a. auch Biogas (Maisfelder!) und Bio-Ethanol, wie es uns ins Benzin gemischt wird.

Zitat
- Wenn alle Autos mit WindStrom fahren sollen, dann wirds eng

Ohne Frage richtig.
Wichtig wäre es z.B., endlich die Offshore-Windparks anzuschließen. Und mehr, viel mehr.

Zitat
- Die bisherigen "Energiewende" Bemühungen haben lediglich einen weiteren Anstieg verhindert. Um fossile Energie um 80 % (Ziel für 2050) zu drücken, müsste einiges mehr geschehen. Ich sage mal, die jetzigen Anstrengungen müssten verzehnfacht werden.

Ist es möglich, 80% oder 120% aus erneuerbaren Energien zu erreichen? Natürlich. Aber nicht, wenn das alles wieder die Stromverbraucher bezahlen sollen, ob privat oder gewerblich.
Und dann auch noch epische Schlachten um Stromleitungen und was weiß ich geführt werden. Luxuslösungen wie Erdkabel und „Kein-Windrad-wo-ich-den-Hund-ausführe!“.
Manchmal frage ich mich, wie das früher lief. Da war man vielleicht noch froh, dass man endlich Strom bekam...



Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 04, 2016, 20:29:10
Ich bin mit meinem Auge eigentlich ganz zufrieden. Keine Zahl ist so viel anders, als dass ich meine Schlußfolgerungen ändern müsste.

Öl, Braun- und Steinkohle sind gesunken. Gas - wie gewünscht - etwas gestiegen. Insgesamt deutlich sinkender Verbrauch.

Laut den exakten Zahlen aus dem von Dir verlinkten Wikipedia Artikel war der deutsche Energieverbrauch von Öl, Gas und Kohle im Jahr 2000: 12055 Petajoule, 2013: 11220 Petajoule. Das ist ein Rückgang von rund 7 %. Ich habe das "konstanten" Verbrauch genannt. Ich hätte es leicht gesunkenen Verbrauch nennen sollen. Auch kleine Fortschritte wollen gewürdigt werden. :-)
Eine deutliche Änderung der Größenordnung beim Verbrauch fossiler Brennstoffe ist das für mich aber nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 05, 2016, 23:04:51
Ich bin mit meinem Auge eigentlich ganz zufrieden. Keine Zahl ist so viel anders, als dass ich meine Schlußfolgerungen ändern müsste.

Ich habe sie ja nur präzisiert. Anhand des Schaubilds war mir das nicht möglich. Ist vielleicht einfach Gewöhnung an jeweilige Darstellung.

Zitat
Laut den exakten Zahlen aus dem von Dir verlinkten Wikipedia Artikel war der deutsche Energieverbrauch von Öl, Gas und Kohle im Jahr 2000: 12055 Petajoule, 2013: 11220 Petajoule. Das ist ein Rückgang von rund 7 %. Ich habe das "konstanten" Verbrauch genannt. Ich hätte es leicht gesunkenen Verbrauch nennen sollen. Auch kleine Fortschritte wollen gewürdigt werden. :-)
Eine deutliche Änderung der Größenordnung beim Verbrauch fossiler Brennstoffe ist das für mich aber nicht.

Natürlich ist es keine (umgangssprachliche) Größenordnung.
Aber es ist schon mal ein Erfolg, dass das vorhandene Wirtschaftswachstum nicht mit einem Plus einhergeht, sondern einem deutlichen Minus. Auch ist der Trend zu Erdgas CO2-günstig.

Das noch sehr viel mehr passieren muss, um Deutschlands selbstformulierten Ziele einzuhalten, ist unstrittig, denke ich.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 27, 2016, 00:29:38
Und mittlerweile gibts auch Ideen für Druckluft-Hybrid-Motoren.

2014 wurde übrigens ein Nachfolgeprojekt (http://www.idsc.ethz.ch/research-guzzella-onder/research-projects/hybrid-pneumatic-engine.html) abgeschlossen, auch dessen Fazit war positiv. Markteinführung trotzdem immer noch unabsehbar.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 28, 2016, 00:15:27
(http://imgs.xkcd.com/comics/earth_temperature_timeline.png)
http://xkcd.com/1732/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 09, 2016, 14:40:10
http://m.spiegel.de/auto/aktuell/a-1115671.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Oktober 09, 2016, 15:03:22
Ab 2030 sollen also keine Fossiltreibstoff-betriebenen Fahrzeuge mehr neu zugelassen werden.
Das wäre schon in 13 Jahren und nicht mal zwei Monaten.

In der Batterie-Technik scheinen keine Revolutionen zu erwarten, soweit ich das eruieren konnte. Selbst wenn die Preis sich halbierten, wäre die Reichweite ob des Gewichts immer noch ein Problem. Stampft die Regierung also neben der Energiewende noch eine Wasserstoff-Infrastruktur aus dem Boden?

Nun ist das nur eine Bundesrat-Initiative, aber ich frage mich manchmal schon, ob die technische Machbarkeit überhaupt eine Rolle spielt.

Am Ende dann also wieder lauter Ausnahmen für Vielfahrer und Gewerbliche.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 16, 2016, 10:34:32
Die CO2-Uhr des MCC veranschaulicht, wieviel CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden darf, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5°C beziehungsweise 2°C zu begrenzen. Klicken Sie sich durch verschiedene Temperaturziele und Schätzungen:
http://www.mcc-berlin.net/forschung/co2-budget.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 16, 2016, 22:56:04
Schon schockierend, wenn man das mal so sieht.
Die 1,5°-Latte wird also schon 2018 gerissen werden. Und auch die 2°-Grenze erscheint kaum einzuhalten. Umso unwahrscheinlicher, wenn die USA - wie von Trump versprochen - selbst den watteweichen Pariser Vertrag kündigen werden.

Ist halt immer blöd, wenn man 50++ Jahre vertrödelt.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Daniel90 am November 17, 2016, 16:31:32
Danke für die anschauliche und ebenso schockierende Grafik weiter oben  :-\
Das Problem ist akut, die Maßnahmen aber immer noch viel zu zögerlich...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 29, 2016, 23:10:22
Die Autoindustrie will auch Schnellladesäulen errichten. Ein lohnendes Zusatzgeschäft, denn wer schnell lädt, soll mehr zahlen, doch wie viel?

Zitat
Mehr als 80 Cent sollen es nicht werden, heißt es in der Industrie.
http://www.sueddeutsche.de/auto/elektromobilitaet-die-autoindustrie-wird-zum-tankwart-fuer-strom-1.3272102

80 ct. für eine kWh. Bei einem angenommenen Verbrauch von 10-30 kWh pro 100 km also 8 bis 24 €. Damit rentiert sich ein Stromauto also nie, sondern man zahlt doppelt drauf. Ganz im Sinne der Industrie.

Die Akzeptanz für Elektroautos wird man so aber kaum steigern. Sicher, kaum jemand wird ausschließlich dort aufladen, aber es wird den Trend zu höheren Preise vorantreiben und der geneigte Kunde wird sich so immer noch keine Überlandfahrten vorstellen können.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 03, 2017, 10:06:30
http://www.sueddeutsche.de/wissen/ueberbevoelkerung-wir-werden-viel-zu-viele-1.3180810
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 03, 2017, 14:20:56
Sicher ist das ein riesiges Problem.
Könnte man aber entschärfen, wenn insgesamt weniger (ver)konsumiert würde. Und da ist in der „entwickelten“ und der „sich entwickelnden“ sehr viel Luft nach oben.
Auch wachsender Wohlstand hat ja seinen Vorteil: Die Geburtenrate sinkt. Nur bringt das nichts, wenn die neuen Wohlhabenden konsumieren wie verrückt. Wachstum und „Wohlstand“ müssten also großteils entkoppelt werden vom Ressourcenverbrauch.
Und der Verschwendung muss endlich der Kampf angesagt werden. Effizienz muss bei allem das oberste Gebot sein.

Wenn alles so weitergeht wie jetzt, werden wir schon in den nächsten Jahrzehnten enorme Verwerfungen erleben. Vielleicht sind wir auch schon mittendrin. Der Bevölkerungs-Boom in Afrika jedenfalls wird Europa noch sehr viel mehr beschäftigen als heute. 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 03, 2017, 16:09:00
Wachstum und „Wohlstand“ müssten also großteils entkoppelt werden vom Ressourcenverbrauch.

  (http://www.denkwerkzukunft.de/img/articleimgs/3072.jpg)
http://www.denkwerkzukunft.de/index.php/aktivitaeten/index/Wachstumstreiber-Ressourcenverbrauch

Und wie geht die Entkoppelung?

Oder anders gefragt, gibt es überhaupt irgendwo eine Einrichtung, die über Entkoppelung ernsthaft forscht? Vielleicht ein VWL Lehrstuhl der für verschiedene Ideen Computermodelle in seinem Rechenzentrum durchrechnet??
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 03, 2017, 18:21:55
Es wäre eine riesige Veränderung nötig!

Ich habe extra „Wohlstand“ geschrieben, weil man ihn ja auch anders definieren kann als mehr Konsummöglichkeiten.
Gesundheit, Freizeit, Wissen, Kunst, Kultur - was das Leben wirklich lebenswert macht, muss nicht ressourcenintensiv sein.

Zum anderen müsste sich natürlich sehr, sehr viel jenseits dieser lebensanschaulichen Fragen ändern. Erstens müsste Effizienz immer an erster Stelle stehen (nur nicht bei Menschen!). Verschwendung müsste auf das absolute Minimum beschränkt werden.
Forschung in diesem Bereich müsste absoluten Vorrang haben.
Alles müsste auf seinen Ressourcenbedarf hin geplant werden. Diesbezügliche Fehlentwicklungen müssten radikal beendet werden.


Ein aktuelles negatives Beispiel:

Die Gigaliner (60-T-Laster alias Euro-Kombi) gehen jetzt in den Regelbetrieb. Sie erfordern Infrastruktur-Anpassungen. Sind die erfolgt, werden immer mehr fahren. Sie führen zu einer Mehrbelastung von Straßen und Brücken, die dann noch öfters ressourcenintensiv saniert werden müssen. Aller Erfahrung nach werden auch keine Fahrten eingespart, denn die Straße wird so noch attraktiver als der Güterzug.

Dabei ist Ziel der Regierung, die Güter auf die Schiene zu bekommen. Angeblich zumindest.

In Wirklichkeit erlaubt man nun „befristet“ auf sieben Jahre den herkömmlichen 40-Tonnern 1,3 Meter mehr Länge. Womit sie den Containerstandard ignorieren und diese so auf keinen Güterzug mehr passen.

Noch Fragen?


Deutschland ist überhaupt das verlogenste Land in Sachen Klimafragen und nachhaltige Entwicklung.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Januar 13, 2017, 07:22:30
Der in den USA festgenommene VW-Manager, wurde in seinem Urlaub festgenommen. Da laufen fette Klagen gegen den Konzern und der Typ fährt in genau dort hin, um Urlaub zu machen. Ich fahre da nicht hin, weil ich Angst habe, die kennen einen US-kritischen Forenbeitrag von mir.  ;)

Das Führungspersonal von VW scheint die Nummer immer noch nicht ernst zu nehmen. Na ja, immerhin einer dürfte es einer jetzt begriffen haben.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 08, 2017, 14:51:09
Wachstum und „Wohlstand“ müssten also großteils entkoppelt werden vom Ressourcenverbrauch.

  (http://www.denkwerkzukunft.de/img/articleimgs/3072.jpg)
http://www.denkwerkzukunft.de/index.php/aktivitaeten/index/Wachstumstreiber-Ressourcenverbrauch

Und wie geht die Entkoppelung?


Mühsam lerne ich dazu. Die Erde ist doch kein abgeschlossenes System. Ihr wird von außen ständig (Sonnen)Energie zugeführt. Deshalb ist es auch möglich die bisher quasi entropisch, zum Teil als Umweltverschmutzung, auf der Erde verteilten Ressourcen wieder einzusammeln und z. B. zu Produkten zu formen.
http://norberthaering.de/de/buchtipps/687-schlaudt

Jetzt müßte mans nur noch machen. ;D


(Sorry für die Unterbrechung. War mir zwar irgendie klar. Aber irgendwie auch nicht. ;-)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 08, 2017, 17:32:51
Das ist eine sehr theoretische Sichtweise des Herrn Philosophen.
Auch ist es dem Menschen noch nicht möglich, mit Energie jedes beliebige Ding herzustellen wie auf der Enterprise. Daher tröstet es den, der seine Rolex verliert, nur wenig das die Sonne weiter Energie liefert. :) Außerdem können wir ja nicht alle Sonnenenergie oder auch andere Energien nutzen.
Exergie + Anergie = Energie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anergie

Auch vergiftete oder verstrahlte Böden oder Dinge sind natürlich langfristig wieder nutzbar, aber wie lange kann die Menschheit warten? Tröstet es den Bauer mit ölverseuchten Äckern, dass irgendwann in der Zukunft wieder irgendwelche Menschen darauf anbauen werden können? Vielleicht ist er Philosoph, dann u.U. schon. *ätz*

Aber wahrscheinlich ist das Buch schon wesentlich einleuchtender als diese Beschreibung. Den Test überlasse ich aber Dir. :)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 16, 2017, 19:41:21
Der in den USA festgenommene VW-Manager

http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-1139126.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 22, 2017, 17:47:52
Das große Tauen in der Arktis ändert vieles. Bloomberg hat dazu Teil 1 einer dreiteiligen Artikel-Serie online. Es handelt sich um eine Bestandsaufnahme, nächste Woche wendet sich der Blick dann auf die Geopolitik.
https://www.bloomberg.com/graphics/2017-arctic/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 01, 2017, 22:21:40
Grafik mit einer Prognose der Menge an Treibhausgasen
- ohne Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens
- mit Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens
- für das 2 Grad Ziel nötige
http://datawrapper.dwcdn.net/A5UBo/2/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 01, 2017, 23:22:18
Trump hat das Paris-Abkommen, wie erwartet, gekündigt. Bzw. will das tun, denn nach dem Vertrag geht das so nicht bzw. erst 2020 (https://de.wikipedia.org/wiki/Übereinkommen_von_Paris#Austritt_der_Vereinigten_Staaten_von_Amerika (https://de.wikipedia.org/wiki/Übereinkommen_von_Paris#Austritt_der_Vereinigten_Staaten_von_Amerika)). Ein neuer Vertrag soll ausgehandelt werden. Da wird er wahrscheinlich auf Granit beißen.
 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Juni 02, 2017, 06:12:02
Ich bin mir nicht sicher, ob sich für den Umweltschutz wirklich etwas ändert. Könnte es nicht so sein, dass die USA jetzt einfach nur ihre Willensbekundungen ihrer angewandten Praxis angeglichen hat?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 02, 2017, 11:17:01
Eher andersrum: Es ändert wahrscheinlich nicht viel, weil Wirtschaft und weite Teile der Gesellschaft schon viel weiter sind. Die Kohle hat nämlich auch wirtschaftlich ausgedient. Erstens, weil sie sich nicht rechnet, zweitens weil das Image schlecht ist und die Großkunden von Apple bis GM lieber „grüne Energie“ verwenden wollen und dann gibt es natürlich noch den Aspekt, bei der Energiewende mitzuverdienen zu wollen.
Allerdings heißt das nicht, dass der Durchschnittsmann jetzt weniger Energie verbrauchen wird. In den USA ist man noch mehr der Meinung, dass die Technologie das Problem lösen muss und wird.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juni 08, 2017, 06:30:04
http://www.achgut.com/artikel/klimareligion_und_jetzt_mal_abkuehlen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 20, 2017, 22:04:28
http://www.sueddeutsche.de/wissen/erderwaermung-helfen-weltuntergangs-szenarien-dem-klimaschutz-1.3592803
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 30, 2017, 13:45:01
Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1951 bis 1980 bereits erfolgter sommerlicher Temperaturanstieg in Mittel- und Nordeuropa: 1,4° C, Mittelmeerraum und Naher Osten: 2,4 ° C, Welt 0,8 ° C:

  (http://cdn.iopscience.com/images/1748-9326/11/3/034009/Full/erlaa1777f2_lr.jpg)
  (http://cdn.iopscience.com/images/1748-9326/11/3/034009/Full/erlaa1777f4_lr.jpg)
http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/11/3/034009
http://www.columbia.edu/~mhs119/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 01, 2017, 00:04:45
Laut den Autoren beträgt die Wahrscheinlichkeit, die 1,5-Grad-Grenze zu erreichen, unter einem Prozent. Das Zwei-Grad-Ziel sei machbar – freilich nur mit erheblichen Anstrengungen auf allen Ebenen: bei der Bevölkerungsentwicklung ebenso wie bei der Reduktion der Treibhausgase.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Menschheit dazu aufraffen kann, liege bei fünf Prozent. Umgekehrt sei eine Erwärmung bis zum Jahr 2100 von zwei bis 4,9 Grad Celsius zu 90 Prozent wahrscheinlich. Am ehesten scheint aus heutiger Sicht eine Erwärmung um 3,2 Grad Celsius.

https://www.derstandard.de/story/2000062060472/forscher-zweifeln-am-erreichen-des-zwei-grad-ziels

http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-das-grad-ziel-kann-man-vergessen-1.3611756
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 03, 2017, 14:31:45
Ausufernde Kosten sind das Problem aller Neu- und Erweiterungsbauten im AKW-Bereich. In South Carolina zieht man nun die Reißleine.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Zwei-geplante-AKW-in-den-USA-werden-doch-nicht-fertiggestellt-3791073.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am August 03, 2017, 21:14:32
http://m.dnn.de/Dresden/Lokales/Dresdner-Professor-fordert-ideologiefreie-Debatte-ueber-Schadstoffe-durch-Autoverkehr
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 04, 2017, 09:15:47
Dem Aufruf zur unvoreingenommenen Debatte kann ich nur zustimmen! Ich verweise mal wieder auf das Problem, dass sich Medien und die öffentliche Diskussion schwertun Größenverhältnisse angemessen oder überhaupt darzustellen und zu beachten.

Des Professors Angaben zum Feinstaub passen nicht zu anderen Angaben (http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-02/luftverschmutzung-feinstaub-stuttgart-gesundheit/komplettansicht). Da brauch ich noch mehr Erklärungen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 04, 2017, 18:08:06
Dem Aufruf zur unvoreingenommenen Debatte kann ich nur zustimmen!

Wer nicht?

Fakt ist aber, wir haben Grenzwerte, auch wenn deutsche Politiker wieder nicht wissen, wie das passieren konnte… ;) Deutschland versucht schließlich ständig, schärfere Regeln zu verhindern und oft klappt das auch.
Und wenn die Regeln härter sind als die Technik angeblich erlaubt, drückt man beide Augen zu.

Geltendes Recht oder Firlefanz? Die Gerichte entscheiden derzeit Ersteres.

Zu dem Interview stellt sich mir die Frage, woher der vom Wetter aufgewirbelte Feinstaub kommt. Haben den zu einem guten Teil nicht Autos vorher hinterlassen? Die Frage ist ernstgemeint.

Das das Wetter enormen Einfluß hat, wissen wir ja alle, sonst würden die Werte ja auch nicht so schwanken. Aber es gibt ja 35 Tage, an denen die Grenzwerte überschritten werden dürfen - nun mag das für Städte wie Stuttgart mit seiner Kessellage zu wenig sein, dann sollte man nachjustieren, bevor man Strafen verteilt.
Das die Diesel alleine es nicht sind, wissen wir auch alle. Sonst hätten Partikelfilter und Umweltzonen ja ordentlich was gebracht.

Zum anderen macht es keinen Sinn, die Grenzwerte ohne Rücksicht auf die vorhandene Flotte ständig zu verschärfen. Das ist auch sehr unsozial, weil gerade Geringverdiener sich kein neues Auto leisten können und oft weit pendeln müssen.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 17, 2017, 08:51:11
Um 55 Prozent soll der Ausstoß von Treibhausgasen im Jahr 2030 unter dem Wert von 1990 liegen, das ist das offizielle Ziel der Bundesregierung. Allerdings war auch geplant, schon 2020 bei 40 Prozent Minderung zu sein. Dieses Ziel wird wohl deutlich verfehlt. Derzeit sind nur etwa 28 Prozent ...
Das Agora-Team hat untersucht, wie der Rückstand aufgeholt werden kann: "Wir haben auf das Jahr 2030 geschaut
:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/energiewende-weg-von-der-kohle-1.3544004
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 05, 2017, 16:39:38
Laut der Studie ist im Jahr 2023 das zulässige CO2-Budget überschritten, um die Erwärmung der Erde auf 1,5 Grad seit Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Die höchstmöglichen CO2-Mengen für das 2-Grad-Ziel werden demnach 2045 erreicht,:
https://m.heise.de/autos/artikel/Studie-Globale-Energiewende-Klimaziele-werden-verfehlt-3821338.html?artikelseite=all
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 20, 2017, 21:10:22
http://www.sueddeutsche.de/wissen/climate-engineering-riskantes-herumdoktern-am-klima-1.3710959
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 09, 2017, 07:17:49
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-umweltverbaende-fordern-restbudget-fuer-kohlendioxid-1.3740848
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 29, 2017, 23:24:47
Die schmelzende Arktis eröffnet große Träume, ja es scheint sich eine regelrechte Bonanza um die dort befindlichen Rohstoffe und Handelsmöglichkeiten abzuzeichnen.
Beleuchtet wird dieses Thema in einem lesenswerten, dreiteiligen Essay auf Bloomberg (English):
https://www.bloomberg.com/graphics/2017-arctic/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 17, 2018, 11:44:17
Der UN-Klimarat IPCC hat in einem internen Bericht das ehrgeizigste Ziel aus dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz praktisch aufgegeben. Die globale Erwärmung bis 2100 bei 1,5 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu stoppen sei „mit 66-prozentiger Wahrscheinlichkeit jenseits des Erreichbaren“, heißt es im Entwurf eines IPCC-Berichts, der bisher nur unter Experten zirkuliert:
http://www.taz.de/Weltklimarat-zum-15-Grad-Ziel/!5474455/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 13, 2018, 12:20:15
http://www.faz.net/aktuell/wissen/raetselhafter-ozonschwund-am-himmel-15434979.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 17, 2018, 17:28:17
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-die-loesung-des-methan-puzzles-1.3868555
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 06, 2018, 11:52:24
Japans Regierung setzt stark auf Wasserstoff. Die Wirtschaft liebt solche Vorgaben und setzt sie zügig um. (Kleiner Tip an die neue Bundesregierung.)
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/toyota-nissan-und-honda-sind-dabei-japans-topmanager-schmieden-einzigartige-wasserstoff-allianz/21035036.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 17, 2018, 13:02:06
Exemplarisch hat der DWD ausgewertet, wie oft in der Vergangenheit über einen Zeitraum von 48 Stunden in bestimmten Gebieten die mittlere Energieproduktion aus Wind und Sonne unter zehn Prozent der Nennleistung blieb. (Abbildung 1) Zugrunde gelegt wurden Leistungsmerkmale heutiger Windkraftwerke und Photovoltaikanlagen. Bei Windkraftanlagen auf dem deutschen Festland trat dieser Fall im Mittel etwa 23 Mal im Jahr auf. Werden auch Offshore-Windkraftanlagen in den ausschließlichen Wirtschaftszonen Deutschlands in Nord- und Ostsee hinzugenommen, muss die Energie-wirtschaft mit 13 Fällen pro Jahr rechnen. Becker betont: „Diese Verbesserung zeigt, dass die Offshore-Gebiete aus meteorologischer Sicht einen wesentlichen Beitrag zu einer zuverlässigen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien leisten können.“ Die Kombination von Windkraft auf Land und See mit Photovoltaik ergab dann im Mittel für Deutschland noch 2 Fälle. Bei einer europaweiten Betrachtung trat der Musterfall schließlich nur noch 0,2 Mal im Jahr auf:
https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2018/20180306_pressemitteilung_klima_pk_news.html

Wieso unter 10 %?


https://www.heise.de/newsticker/meldung/Plan-fuer-Ausstieg-aus-Kohle-und-Verbrennungsmotor-gefordert-3997620.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 18, 2018, 15:48:17
Wieso unter 10 %?

Wieso nicht? :)

Der Wert ist halt gewählt worden, weil das die beiden Erzeugungsformen bisher hergeben. Man kann also angeblich alleine mit Sonne und Wind eine gewisse Verlässlichkeit erreichen.

Allerdings um den Preis - je nach Ausbau - von teilweise extremen Überkapazitäten. Es gibt ja schon ständig Tage, an denen große Stromabnehmer Geld dafür bekommen, weil zu viel Strom im Netz ist. Die Privatkunden und Mittelständler dagegen bezahlen immer mehr dafür.

Verzehnfacht man nun die Menge des erneuerbaren Stroms, sprengt das an zig Tagen die europäischen Energienetze. Das würde also riesige Speicherkapazitäten erfordern. Daher führt m.E. kein Weg vorbei an Wasserstoff- oder Methanerzeugung. Vielleicht erfindet man auch noch neuartige thermische Speicher oder was weiß ich. Das ist jedenfalls auch eine Kernfrage.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 12, 2018, 08:55:16
http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-der-golfstrom-schwaechelt-1.3939299
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 21, 2018, 12:56:40
http://m.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/der-planet-steht-das-system-wankt-der-klimawandel-zeigt-sich-radikaler-denn-je-15545724.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 22, 2018, 23:11:41
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Big-Data-Wie-die-Erde-war-und-werden-koennte-4029201.html

Kann es sein, dass mein MBP 13" Anfang 2011 zu schwach ist für die auf https://earthtime.org angebotenen Animationen? Oder muss ich nur den Browser wechseln?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 23, 2018, 00:28:17
Auf meinem 2011er-iMac geht's auch mit Safari. Aber ich würde es mal mit Chromium oder so versuchen. (Oder mal die vielen Tabs schließen. :))
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 28, 2018, 18:21:52
Ich packs hier rein :-)
https://www.msn.com/de-de/finance/top-stories/co2-versorgungskrise-bedroht-europas-bier-vorr-c3-a4te/ar-AAyYgFh
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 28, 2018, 18:28:06
https://diepresse.com/home/science/5447818/Ein-Schiffsmotor-fast-ohne-Emissionen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 28, 2018, 19:05:49
Die CO2-Uhr des MCC veranschaulicht, wieviel CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden darf, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5°C beziehungsweise 2°C zu begrenzen. Klicken Sie sich durch verschiedene Temperaturziele und Schätzungen:
http://www.mcc-berlin.net/forschung/co2-budget.html

Im September ist es soweit. Alle Autos, Heizungen, alles was fossilen Treibstoff verwendet, müssen für immer stehen bleiben, um einen Temperaturanstieg um 1,5 Grad nach ca. 2040 zu verhindern - sagt die (Mainstream) Forschung.

   (https://m.dw.com/image/44422136_7.png)
https://m.dw.com/de/klimachaos-oder-stopp-bei-15-grad/a-44421777

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 28, 2018, 20:22:10
Wenn es nach den Ökonomen geht, ist die Erderwärmung ein sehr leicht lösbares Problem. Wir brauchen nur die Energienutzung massiv zurückzufahren. Größere Einbußen bei Wachstum und Wohlstand sind nicht zu befürchten. Denn laut ökonomischen Lehrbüchern bestimmt allein der Einsatz von Kapital und Arbeit, wie viel produziert werden kann. Mit der Realität hat das herzlich wenig zu tun. Wenn sie etwas zu einem der wichtigsten Menschheitsprobleme beitragen soll, muss die ökonomische Theorie grundlegend reformiert werden:
http://norberthaering.de/de/27-german/news/971-energie
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 28, 2018, 21:31:32
http://www.faz.net/aktuell/wissen/raetselhafter-ozonschwund-am-himmel-15434979.html

http://www.sueddeutsche.de/wissen/umwelt-new-york-times-entlarvt-chinesische-umweltverschmutzer-1.4032027
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 07, 2018, 14:01:16
Der Spiegel 1977:
Noch bis vor wenigen Jahren waren die Klimaforscher uneins über die Folgen des zunehmenden CO2-Anteils in der Atmosphäre. Einige meinten gar, der Kohlendioxid-Mantel werde langfristig zu einer Abkühlung beitragen.
Inzwischen aber haben Chemiker und Physiker -- nach zahlreichen Messungen mit Satelliten und Simulationsversuchen in Labors -- keinen Zweifel mehr, daß sich der fatale "Gewächshauseffekt" tatsächlich einstellt.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40764022.html


https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-heisszeit-1.4084296
https://www.tagesspiegel.de/politik/klimawandel-ist-eine-verheerende-heisszeit-noch-zu-verhindern/22888294.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 18, 2018, 18:02:57
Dazu auch ein Artikel für den Rest des Wochenendes…
Zitat
With support from the Pulitzer Center, this two-part article is based on 18 months of reporting and well over a hundred interviews. It tracks the efforts of a small group of American scientists, activists and politicians to raise the alarm and stave off catastrophe. It will come as a revelation to many readers — an agonizing revelation — to understand how thoroughly they grasped the problem and how close they came to solving it.

https://www.nytimes.com/interactive/2018/08/01/magazine/climate-change-losing-earth.html

Persönlich glaube ich nicht mehr an den nötigen Wandel. Man hat den Zeitpunkt verpasst und mittlerweile wären die erforderliche Umsteuerung ein solcher Schock, dass sich kein Politiker mehr ran traut. Auch die einstige „Klimakanzlerin“ dreht seit 13 Jahren eigentlich nur Däumchen. Da ein Zuschuss, da eine Vorschrift… nur niemanden verärgern, Braunkohle fördern, bis es nicht mehr geht (wirtschaftlich). Man ist noch nicht mal in der Lage, Plastiktüten zu verbieten oder den Trend zu Megaställen einzudämmen. Was man macht (den eigentlich(*) unnötigen (!) Netzausbau), wird wegen jedem kleinen Bürgerprotest dermassen verteuert, dass das Geld überall sonst fehlt.

Und die Bevölkerung ist auch nur noch genervt und macht alles, wie immer. Solaranlagen nur, wenn es sich lohnt. SUV statt Kleinwagen und jedes Jahr ein neues Handy. Konsum als Lebensaufgabe. In beiden Bedeutungen.

* Eigentlich im Sinne, man hätte es auch anders machen können und sollen. Auch im Süden könnte man sich selbst versorgen. 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 20, 2018, 19:03:21
Taugen Zigarettenstummel als Superkondensatoren (http://de.wikipedia.org/wiki/Superkondensator)?
Das behaupten Forscher (http://www.pressetext.com/news/20140807023).

Mittlerweile gelten die herkömmlicheren Superkondensatoren auf Graphen-Basis als Hoffnungsträger. Zwar halten diese die Energie nicht lange, aber genau daran arbeitet man. Ideal wären erstmal Busse, die an den Haltestellen (schnell) aufladen können. Die gibt es auch schon, z.B. in Belgrad. Und solche Energiespeicher sollen für Laptops oder Ebikes auch bald™  verfügbar sein. Ich glaube eher, dass sind noch Hybrid-Systeme. Graphen würde natürlich erlauben, dass Volumen kleiner zu halten, aber natürlich gibt es viele Probleme.
https://www.wired.co.uk/article/graphene-batteries-supercapacitors

Was aus den Zigarettenstummeln wurde, konnte ich leider nicht ermitteln.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 06, 2018, 11:20:31
Klimaforscherin Friederike Otto ... beantwortet mit ihrem Team an der Universität Oxford Fragen, an die Klimawissenschaftler sich lange nicht heranwagten: Lassen sich einzelne Wetterereignisse auf den Klimawandel zurückführen? Für die Hitzewelle in Nordeuropa haben die Forscher diese Frage kürzlich mit einem eindeutigen Ja beantwortet:
https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/bilanz-des-sommers-und-der-hitzewelle-2018-e547928/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 21, 2018, 16:51:23
Zwar passt es nicht ganz rein, aber egal.
Oft schon hörte man oder sah was über diese „Vertikal-Farmen“, also Gemüse aus Regalen, die platzsparend und effizient sein sollen.
Viel energieeffizienter sind aber natürlich normale Gewächshäuser und auf den Dächern der Städte besteht noch ein riesiges Potential.
https://undark.org/2018/09/11/vertical-farming-food-crisis/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 08, 2018, 09:20:57
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Weltklimarat-fordert-energisches-Handeln-fuer-1-5-Grad-Ziel-4183024.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-ipcc-bericht-zum-1-5-grad-ziel-vorgestellt-a-1231805.html

https://www.sueddeutsche.de/wissen/interview-am-morgen-klimaneutral-ist-nicht-genug-1.4158889
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 08, 2018, 17:23:44
(http://cdn3.spiegel.de/images/image-1195806-860_galleryfree-hriu-1195806.png)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimagipfel-kattowitz-uns-geht-bei-der-klimadiplomatie-die-zeit-aus-a-1237234.html

Wobei 600 Gt wohl 1,5° Erwährung bewirken und 800 Gt 2°.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 20, 2018, 15:03:05
https://www.jetzt.de/umwelt/schweden-wollen-der-umwelt-zuliebe-nicht-mehr-fliegen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 28, 2018, 11:51:06
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Geoengineering-Forscher-wollen-Weg-zur-Abkuehlung-der-Erde-testen-4234108.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am Dezember 04, 2018, 06:15:24
Die Bosse der deutschen Autoproduzenten sind zu Gast im Weißen Haus.
Das wundert mich schon sehr. Haben die sich im Vorfeld bestätigen lassen, dass eine Strafverfolgung für die Dauer ihres Aufenthaltes ausgesetzt wird?
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 04, 2018, 19:33:08
Ach was. Die bringen schöne Geschenke mit, um den mächtigen Volltrottel zu besänftigen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 17, 2018, 09:24:05
Wider erwarten ist bei dem Klimagipfel in Kattowitz (Katowice) etwas herausgekommen. Die Ziele des Pariser Kilmagipfels von 2015 wurden bekräftigt und man hat mit der Konkretisierung angefangen. Bis die Konkretisierung von Maßnahmen fertig ist, sollen die Gipfel jährlich stattfindenden:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/CO2-Daten-und-Geld-Was-bei-der-UN-Klimakonferenz-herausgekommen-ist-4252129.html
https://www.sueddeutsche.de/politik/klimaschutz-klimakonferenz-kattowitz-1.4255196
http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaverhandlungen-in-katowice-der-letzte-erfolg-a-1243964.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 21, 2019, 10:58:43
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/gesunde-ernaehrung-43-gramm-fleisch-pro-tag-und-die-welt-ist-gerettet-a-1248387.html
http://www.phw-gruppe.de/content/2012_studien_umfrage_ergebnisse_uni_goettingen_welternaehrung_2050.pdf
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Januar 21, 2019, 15:41:46
Interessant vielleicht im Zusammenhang: wir haben bei e-engine mal die CO2 Emissionen eines großen Tesla mit einem vergleichbaren Diesel verglichen. Vorweg: es gibt keine endgültige Wahrheit, aber einen Trend. Ihr müsst aber sehr Zahlenaffin sein, denn wir haben das ganze ziemlich gespickt mit - nachvollziehbaren - Berechnungen, das schreckt den einen oder anderen ganz sicher ab.
Interessant in diesem Zusammenhang: Zwar hat ein Elektroauto einen heftigen CO2-Vorteil gegenüber Verbrennern, aber leider schmilzt dank der hohen Strompreise in Deutschland der finanzielle Vorteil immer mehr dahin. Das würde sich erst ändern, wenn die Spritpreise deftig anziehen würden - danach schauts derzeit halt nicht aus. Anders in den Niederlanden, da kostet die kWh fast nur die Hälfte von Deutschland, darüber hinaus sind die Spritpreise dort höher als bei uns und zu guter Letzt ist der CO2-Vorteil in dort dank der erneuerbaren Energien und einem besseren Strommix höher.

https://e-engine.de/der-kampf-gegen-das-elektroautomobil/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 21, 2019, 17:21:44
Für 8 Liter Sprit braucht man zusätzlich 2 Liter für Förderung, Herstellung und Vertrieb, hatte ich mal gelesen (https://web.archive.org/web/20070824153940/http://www.bus-und-bahn-im-griff.de/interessantes/energieverbrauch_bus_bahn.html).
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 21, 2019, 18:52:26
Alle Welt rechnet immer mit dem deutschen Strommix mit all seinem Braunkohleanteil. Verstehe ich natürlich, ist keine Kritik. Aber ich würde mal meinen, wer sich ein E-Auto wegen des CO²-Ausstosses kauft, der ordert dann auch 100%-igen Ökostrom. [edit]Solch ein[/edit] Ökostrom muss zu 100% aus erneuerbaren Quellen kommen, der Anbieter muss so viel Kapazität bereithalten, wie er verkauft oder ihn oder Energiezertifikate zumindest zukaufen. (Edit: Klarstellung, weil es auch „Ökostrom“ gibt, der nur mehr als die Hälfte aus erneuerbaren Energien stammen muss.)

Zum anderen sehe fast überall PV-Anlagen. Was gibt es besseres dazu, als ein Stromauto mit dickem Akku? Wenn man nicht gerade eine Altanlage mit dicker Stromvergütung hat? Steht das Auto tagsüber mal zu Hause, kann man ordentlich sparen. Gut, man muss vorher ordentlich investieren, v.a. wenn man schnell laden will.
Gerade auf dem Land haben wirklich viele Leute Solaranlagen, auch große. Aber alle jammern über den Diesel und das sie damit nicht mehr in die Innenstadt dürfen… Hallo, Herr Landwirt, Ladestation an die Scheune anschließen und Tankwart im Nebenberuf?
Würde auch die Netze entlasten.

Für viele Menschen dürfte heute noch oft ein Hybrid praktischer sein. Zum anderen hoffe ich, dass das Wasserstoffauto noch nicht tot ist, wäre doch ideal, den überschüssigen Strom in die Wasserstoffproduktion zu stecken anstatt ihn zu verschenken.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Januar 22, 2019, 15:17:53
Ja, das Thema sind die Variablen: Auf electricityMap sieht man das Ganze in Echtzeit (Was es nicht alles gibt ...) https://www.electricitymap.org/?page=map&solar=false&remote=true&wind=false

Da sind nicht wirklich gesicherte Angabe für alle Länder drauf, aber Frankreich hat hier mit den Atomkraftwerken definitiv die Nase vorn (was CO2 angeht!) Das mit dem Wasserstoff und der Brennstoffzelle werden wir als nächstes in Angriff nehmen, neben einem Bericht über die Lithium etc. Herstellung, die auch nicht immer ganz koscher ist. Was ich übrigens supergeil empfinde ist das hier: http://smartflower-germany.de/pop/ leider fehlt mir der Platz im Garten dafür. Das wäre ideal als Tankstelle für E-Mobile ...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 22, 2019, 16:43:09
Wenn ich das richtig verstehe, ist in der Grundversion kein Akku drin, man verspricht aber „bis zu 60%“ Eigenverbrauchsquote. Weil die Verteilung über den Tag besser wäre, da sich das Ding mit dreht. Trotzdem halte ich das für die meisten Haushalte für illusorisch. Und wenn das nicht viel mehr als Werbung ist, ist der Preis zu hoch.
(Gibt übrigens auch bewegliche Dachanlagen, die sind natürlich auch deutlich teurer und unüblich.)

Wie auch immer, wenn es auf dem Dach nicht geht, ist so etwas - oder ähnliche Produkte - sicher eine Alternative. Könnte man auch an öffentliche Standorte stellen oder Parkplätze. Okay, Vandalismus muss natürlich verhindert werden können.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 23, 2019, 15:46:35
Dem Aufruf zur unvoreingenommenen Debatte kann ich nur zustimmen! Ich verweise mal wieder auf das Problem, dass sich Medien und die öffentliche Diskussion schwertun Größenverhältnisse angemessen oder überhaupt darzustellen und zu beachten.

Des Professors Angaben zum Feinstaub passen nicht zu anderen Angaben (http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-02/luftverschmutzung-feinstaub-stuttgart-gesundheit/komplettansicht). Da brauch ich noch mehr Erklärungen.


https://www.heise.de/newsticker/meldung/Lungenexperten-stellen-Feinstaub-und-Stickoxid-Grenzwerte-infrage-4285488.html
https://www.deutschlandfunk.de/streit-um-autoabgase-umweltmedizinerin-widerspricht.697.de.html?dram:article_id=439103


Update:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/feinstaub-positionspapier-lungenarzt-widerspricht-seinen-kollegen-a-1249884.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 29, 2019, 10:42:31
https://www.sueddeutsche.de/auto/tesla-model-deutschland-preis-1.4297310

Die Variante mit kleinerem Akku soll also unter 40000 € kosten, kommt aber nicht vor Ende des Jahres, in Wirklichkeit also 2021… die jetzt verfügbare Variante des Model 3 mit längerer Reichweite kostet ab 55000 €. 
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Januar 29, 2019, 14:37:30
Der Herr Becker titelt mit "Tesla in der Kostenfalle". Clickbait par Excellence. Aber das nur am Rande.

Derzeit ist das Model 3 sofort lieferbar, und zwar ab Ende Februar 2019 (seine Info ist also falsch). Das lag nicht an der Lieferfähigkeit von Tesla, sondern hing auch von der Zulassung des Fahrzeugs für den europäischen Markt ab - die ist seit rund 14 Tagen erst durch. Dann seine "Angst" dass Tesla seinen Vorsprung verliert.

Natürlich um Dramatik reinzubekommen (allein, es interessiert ihn nicht, wenn man seinen Steckbrief liest, da ist die Rede vom Tesla-Roadster. Wahrscheinlich hat er noch nie einen aus der Nähe gesehen, geschweige denn gefahren).

Dazu nur folgendes: Audi hat den e-tron für letztes Jahr Oktober angekündigt gehabt (Softwareprobleme haben das verhindert. Die Königsdisziplin der deutschen Autobauer im Übrigen, und dann durften die Vorserienfahrzeuge nicht nass werden ...). Seit gestern kann man den überhaupt erst auf der Website #neuland konfigurieren.

Und dann der Rest der Deutschen Ankündigungsweltmeister: Daimler, angekündigt. Wann? Fehlanzeige. Allein der Platzbedarf des E-Motor und seiner Aggregate ist so groß wie von einem herkömmlichen Vierzylinder. Nix mit Frunk (also Kofferraum vorne)

Porsche, angekündigt. Wann? Ende des Jahres. Das wird, Mitte 2020, denkt an meine Worte.

Auch VW hat bislang ausser seinem E-Golf (unglaublich, denn das Auto ist dank der kurzen Reichweite eigentlich nicht benutzbar) und seines e-up (der ist ausverkauft, bei den homöopathischen Dosen kein Wunder) nichts, aber auch gar nichts im Köcher, das der Konkurrenz und die besteht aus Renault ZOE, Nissan Leaf und ja, BMW i3s (der kommt aber erst noch und hat dann endlich eine Reichweite, die im Alltagsgebrauch funktionieren kann ...), auch nur das Wasser reichen kann. Der Kia eNiro war für "demnächst" angekündigt, und wird vermutlich erst in der zweiten Jahreshälfte kommen.
 
Mit anderen Worten: Tesla kann sich zurücklehnen. In der Preisklasse bis 70.000 Euro (das ist dann volle Hütte, da fängt der Audi und Jaguar I-Pace noch nicht mal an) ist außer ein paar teuren Kleinwagen mit schlechter Reichweite derzeit weit und breit keine Konkurrenz zu sehen. Und die kommenden Konkurrenten haben nicht wie Tesla 5 Jahre Erfahrung. Die machen Sie gerade erst. Das sieht man sehr eindrucksvoll beim Stromverbrauch auf 100 km, da ist das Model 3 in einer ganz anderen Liga ...

Tesla-Killer? Das ich nicht lache. Derzeit funktioniert in Deutschland nur eines gut: Die PR-Abteilungen der großen Hersteller und die Anti-Diesel-Kampagne.

Und was das irrste in diesem Land ist: dank der hohen kWh-Kosten von 30 ct wird sich die E-Mobilität hierzulande äusserst schwer tun. Auch wegen dem Strommix, der der schlechteste in ganz Europa ist und damit den schlechtesten CO2-Wert für E-Mobile hier verursacht. Man könnte langsam irre Lachen, was die Politik hier so veranstaltet. Das passiert, wenn man Politologen und Kosmopädagogen werkeln lässt.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Januar 29, 2019, 15:40:20

Derzeit ist das Model 3 sofort lieferbar, und zwar ab Ende Februar 201 (seine Info ist also falsch).


Wo wird das Modell 3 denn gebaut?
In den USA?
Ich fand derzeit Ausliefeung März.

(Was machen die Leute mit Wohnwagen oder Fahrradträger?)

Jochen

PS
Wann erfolgt die voraussichtliche Lieferung, wenn ich heute noch die Bestellung meines Model 3 bestätige?
Alle Bestellungen werden voraussichtlich in der ersten Hälfte von 2019 ausgeliefert. Die Reihenfolge der Auslieferung richtet sich nach Reservierungsdatum, Lieferort und Konfiguration der Optionen. Bei der Konfiguration Ihres Model 3 können Sie die voraussichtliche Lieferzeit sehen—die tatsächlichen Lieferzeiten können jedoch aufgrund von Bestimmungsort und Konfiguration der Optionen abweichen.



Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Januar 29, 2019, 16:28:19
Mein Nachbar hat das Model 3 bestellt und wird Ende Februar beliefert, der andere hat es letzte Woche probiert und bekam ebenfalls Ende Februar. Dass die Lieferzeiten anziehen können, bei hoher Nachfrage, dürfte klar sein. Denn wie gesagt, es ist das einzige Auto, das mit diesen Eckwerten derzeit in D zu kaufen ist. Soll übrigens keine Werbung für Tesla sein. Aber die haben bislang alles richtig gemacht ... Lieferung übrigens bei heutiger Bestellung "März", siehe Screen.

Wohnwagen und Fahrradträger? Keine Ahnung, ich kenne die Anhängelasten vom Model 3 nicht, das X jedenfalls scheint da recht potent zu sein. Und dann erwarte ich, dass der Audi da durchaus auch punktet. Wenn nicht, dann Schande über die Ingolstädter, aber ich sehe grad im Konfigurator, dass es da eine "Vorbereitung Anhängevorrichtung" gibt. Also sollte es sowas geben. Leider keine Angaben, was das Ding ziehen darf ...

Und einen Fahrradträger gibts z.B. hier: https://www.vmaxx.de/fahrradtraeger-giro-af+/tesla-model-3
Anhängerkupplung hier: https://www.misterdotcom.de/produkte/tesla/model-3/transport/979/anhaengerkupplung-tesla-model-3 inklusive Zuglastinfos.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Januar 29, 2019, 17:14:31
Wegen Fahrradträger bei Tesla.
Hatten mal Probefahrt mit Modell S gemacht.
Schon eine Weile her.
Auf Nachfrage wegen Fahrradträger wurde uns gesagt, dass es das nicht gibt und Fahrräder auf der Rücksitzbank verstaut werden müssten.
Damit war S für uns gestorben.

Jochen

PS:
Ich sehe im Link dass Fahrradträger ein Dachträger ist.
Aus die Maus.

Und Anhängerkupplung ist erst geplant.
Aus die Maus.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Februar 15, 2019, 16:26:03
Report der BBC (also englisch) über die Sperrzone um das KKW Tschernobyl, mit interessanten Einordnungen des Strahlungspuzzles. In den nur leicht verseuchten Gebieten wird mittlerweile über eine Landnutzung wieder nachgedacht.

https://www.bbc.com/news/science-environment-47227767
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 15, 2019, 21:22:10
Das 2° Ziel in der CO2 Kalkulation für die ganze Welt:
(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/82/Emission_paths_for_reaching_the_Paris_Agreement.jpg/640px-Emission_paths_for_reaching_the_Paris_Agreement.jpg)
https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Grad-Ziel


Der bisherige deutsche Plan, der für 2020 verfehlt wird:
(https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/01-klima_klim-01_emission-treibhausgase_abbildung_0.png) (https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/384/bilder/01-klima_klim-01_emission-treibhausgase_abbildung_0.png)
https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/klimaschutzziele-deutschlands


Die Bundesregierung möchte einen neuen nationalen KlimaschutzPlan noch 2019 zum Gesetz machen:
https://www.sueddeutsche.de/politik/klima-klimaschutz-gesetz-erderwaermung-spd-cdu-regierung-1.4332637
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 07, 2019, 23:16:23
Wenn ich die 800 Gigatonnen zusätzliches CO2, die die Erderwärmung auf 2 Grad ansteigen ließe, auf 10 Milliarden aktuelle und zukünftige Menschen verteile, macht das für Jeden über den Daumen 80 Tonnen CO2, die ein Einzelner, und seine Nachfahren, noch verursachen darf. Wenns so weiterläuft wie bisher hat ein durchschnittlicher Westeuropäer dieses Budget in 8 Jahren aufgebraucht.

https://fridaysforfuture.de/march15th/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 10, 2019, 14:28:21
Was jedoch garantiert scheitert, ist das in Deutschland beliebte Prinzip: Erst Autobahnen bauen und am Nahverkehr sparen und dann den Leuten sagen, sie sollen doch bitte das Auto stehen lassen.
...
Tatsächlich wurden echte Fortschritte im Klimaschutz noch nie durch kollektiven guten Willen erreicht, sondern schlicht durch zwei Dinge: Ordnungsrecht und Preisanreize. Rückhalt in der Bevölkerung, etwa für die seit Langem von Klimaforschern und Ökonomen geforderte CO₂-Abgabe, gäbe es; das haben Umfragen immer wieder gezeigt.

https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-umweltschutz-demo-1.4360413  (Paywall)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am März 10, 2019, 17:14:20
Ja, es ist so. Klimaschutz muss sich rechnen. Appellieren an Vernunft ist bei einem solchen Thema nie zielführend, weil der Einzelne ja von den Folgen seines Tuns nichts mitbekommt und immer sagen kann, es fällt nicht ins Gewicht, einer mehr oder weniger…

Leider sind wir jetzt so spät dran, dass die Aufgabe kaum noch zu bewältigen zu sein scheint. Kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet unser Schlafwagenland das schafft, und manch andere wollen ja schon mal gar nicht damit anfangen.
Von Verzicht will auch bei uns keiner reden. Wachstum wird als Grundlage des Wohlstands definiert, anderes zählt nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 15, 2019, 11:23:52
http://m.spiegel.de/wissenschaft/mensch/verkehr-regierung-ringt-um-klimaschutz-drastisches-umsteuern-noetig-a-1257772.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 20, 2019, 08:47:56
https://www.nzz.ch/meinung/fliegen-ist-zu-billig-ld.1467500
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am März 21, 2019, 08:46:43
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/klimaschutz-eu-deutschland-1.4375746
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/klimakommission-verkehr-co-ausstoss-1.4377058
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 11, 2019, 13:20:32
https://m.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fridays-for-future-das-bedeuten-die-forderungen-fuer-die-verbraucher-a-1261933.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 15, 2019, 12:02:23
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/co2-steuer-so-loesen-wir-unser-klimaproblem-a-1262670.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 15, 2019, 17:55:50
Jetzt wird’s eng für Winterkorn, die Anklage lautet auf schweren Betrug:
https://www.dw.com/de/anklage-gegen-ex-vw-chef-winterkorn/a-48330062
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 21, 2019, 11:16:49
Von der CO2 freien AutoHerstellung hört man wenig:

(https://www.adac.de/_mmm/jpg/Oekobilanz_2018_01_1000x767_317340.jpg)
https://www.adac.de/infotestrat/umwelt-und-innovation/abgas/oekobilanz/default.aspx?ComponentId=317354
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 21, 2019, 14:06:33
Dann ist also ein E-Auto mit 100% erneuerbaren Energien bei weitem die beste Lösung. Und auch der einzige Weg, die immer strengeren Grenzwerte einzuhalten.
Wasserstoff kommt leider nicht vor.

Ich denke, man kann bei der Herstellung von E-Autos bzw. den Batterien noch große Fortschritte bei der Fertigungseffizienz erzielen. Dann wäre der Vortei noch größer.

Noch viel besser wären aber öffentliche Verkehrsmittel, Fahrgemeinschaften, Rad und mehr Wege zu Fuß. Ich begreife einfach nicht, wie manche Menschen selbst für kurze Wege das Auto bemühen. Bis man das aus der Garage oder Parklücke hat, ist man mit dem Rad schon um zwei Ecken. Also: Radwege ausbauen und verbessern. Würde auch die Luftqualität schnell und nachhaltig verbessern.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: fränk am April 21, 2019, 15:36:59
Ich begreife einfach nicht, wie manche Menschen selbst für kurze Wege das Auto bemühen.

Weil sie es wollen.
Und weil die Ausreden so wunderbar einleuchtend sind.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 25, 2019, 19:49:55
Von der CO2 freien AutoHerstellung hört man wenig

Immerhin hat sich VW eine zu 100 % dekarbonisierte Autoproduktion bis 2050 auf die Fahnen geschrieben:
https://uploads.volkswagen-newsroom.com/system/production/uploaded_files/14448/file/da01b16ac9b580a3c8bc190ea2af27db4e0d4546/Klimabilanz_von_E-Fahrzeugen_Life_Cycle_Engineering.pdf?1556110703

Hoffentlich kontrolliert das jemand. :-\
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am April 30, 2019, 11:18:27
Besonders anspruchsvoll ist das aber nicht.
Z.B. die BMW-Group hat 2017/2018 im Schnitt schon 80% des eigenen Verbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt. Bis 2020 wollen sie „klimaneutral“ sein.
Entscheidend sind natürlich auch die Zulieferer. Die stehen deutlich schlechter da, sollen sich aber alle auf das 2°-Grad-Ziel verpflichten (1,5° wohl vergessen) und sich stark verbessern. Da die wohl großteils identisch sind mit denen von VW und anderer Hersteller, wäre das umso wichtiger.

(https://www.bmwgroup.com/content/dam/bmw-group-websites/bmwgroup_com/responsibility/downloads/de/2019/2019-BMW-Group-SVR-2018-Deutsch.pdf)

Generell werden wir für eine große Elektroflotte aber v.a. enorme Mengen Ökostrom brauchen, sonst können wir es aus Klimaschutz-Sicht ganz lassen. Und das E-Auto als Zweit- oder Drittauto ist auch absolut kein Klimaschutz - sondern das genaue Gegenteil mit Öko-Fähnlein.
Um Öl wirklich aus der Mobilität herauszubekommen, brauchen wir uferlos Windräder und Solardächer. Und v.a. auch Speichermöglichkeiten. Realistisch gesehen kommt da wohl nur ein chemisches Verfahren in Frage, wohl Wasserstofferzeugung und anschließende Methanisierung. Pilotanlagen gibt es ja jede Menge, aber ich glaube nicht, dass Deutschland das bezahlbar hinbekommt. Dann wird wieder woanders eingekauft.

Typisch launischer Quer-Bericht dazu (Quer, die BR-Sendung) in Bezug auf die hochumstrittenen Stromtrassen:
https://www.br.de/mediathek/video/hochspannung-koennen-neue-stromspeicher-trassen-verhindern-av:5cc21547845edb00194806f1

Ist halt noch teuer, auch weil der Wirkungsgrad einfach bescheiden ist. Aber bevor man den Strom verschenkt oder teure, auch problembehaftete, Windräder still stehen lässt?
Ohne eine Speichermöglichkeit wird es nicht gehen und die Idee, die E-Auto-Batterien dazu zu nutzen, ist wohl wenig praktikabel. Erstmal müsste das technisch umgesetzt werden, und dann müssten die Autos auch bei den Stromspritzen an der Leitung hängen. Geladen werden sie aber i.d.R. nachts, da fällt der Solarstrom schon mal weg.

Insgesamt kommt man einfach zum Schluss, dass die motorisierte Individualmobilität an sich ein gewaltiges Problem ist und die Politik nicht willens ist, sie wenigsten etwas zurückzuführen. Dies ginge ja ganz ohne Zwang mit Investitionen in die öffentlichen Verkehrsmittel und Radwege. Gerne auch finanziert durch eine CO²-Steuer.
Stattdessen: Mehr Strassen, mehr LKWs, weniger Bahnhöfe, unzureichende Güter-Terminals, null Plan ausser immer weiter so. Is’ noch immer gut gegangen…



Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 03, 2019, 09:45:41
Eine faire Besteuerung nach CO2 würde also ein Plus von 27 Cent pro Liter an der Dieselsäule ergeben:
https://www.heise.de/autos/artikel/Das-neue-Super-Plus-Ladestrom-teurer-als-Dieselkraftstoff-4411434.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 05, 2019, 15:27:18
Was ist schon fair? Für ‘nen Diesel zahlt man mehr KFZ-Steuer und deutlich teurer sind sie auch.
Ein guter Schritt wäre auch mal die Besteuerung von Kerosin, das ja ganz steuerbefreit ist.

Was mit noch am besten gefällt ist die CO2-Steuer mit „Geld zurück“ für Wenigverbraucher wie in der Schweiz:
https://www.tagesschau.de/ausland/schweiz-cozwei-101.html

Das macht schon Sinn, sollte aber m.E. auch auf alle anderen Sektoren ausgeweitet werden, nicht nur auf fossile Kraftstoffe und Autos. Also nicht nur einzelne Dinge rauspicken. Und die anderen Steuern dann auch gleich erheben anstatt diese ganzen Subventionen für Interessengruppen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 06, 2019, 13:19:00
Was ist schon fair?

Fair ist ein als fair empfundener Maßstab, dem alle gleich ("fair") unterworfen werden.

In Deutschland hapert es schon beim Maßstab, aber die ungleichmäßige ("unfaire") Anwendung in der Besteuerung ist noch augenfälliger, siehe die Beispiele Flugkerosin oder Diesel.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 06, 2019, 13:23:45
https://www.sueddeutsche.de/wissen/artensterben-global-ipbes-1.4434207
https://www.nzz.ch/wissenschaft/biodiversitaet-zehn-antworten-zur-biologischen-vielfalt-ld.1478405

https://www.nzz.ch/panorama/60-prozent-weniger-wirbeltiere-als-vor-40-jahren-wwf-bescheinigt-dem-oekologischen-zustand-der-welt-einen-neuen-tiefpunkt-ld.1432414
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 06, 2019, 19:37:12
Was ist schon fair?

Fair ist ein als fair empfundener Maßstab, dem alle gleich ("fair") unterworfen werden.

Ich meinte damit, dass es für die niedrigeren Diesel-Steuern anderswo wieder Mehrbelastungen gibt. Das müsste man schon gesamt betrachten.

Kerosin- wie Diesel-Vergünstigungen wurden mal als Subventionen für bestimmte Gruppen eingeführt. Das mal fast die Hälfte der PKW Diesel sein werden oder der Flugverkehr boomt wie noch mal was, war damals nicht abzusehen. Ein Grund mehr, Subventionen stets zeitlich zu begrenzen, wenn man schon meint sie überhaupt zu brauchen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 06, 2019, 21:28:54
Kerosin- wie Diesel-Vergünstigungen wurden mal als Subventionen für bestimmte Gruppen eingeführt. Das mal fast die Hälfte der PKW Diesel sein werden oder der Flugverkehr boomt

Ein schönes Beispiel, daß Steuern steuern.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 07, 2019, 15:29:18
Bzw. fehlsteuern.
Wobei gerade beim Fliegen die Steuern sicher nicht die alleinige Ursache waren.

Bei aller Komplexität hülfe m.E. nur ein Tabula rasa. Alles weg und neu gedacht. Möglichst einfach, möglichst gerecht in jeder Hinsicht (auch ökologisch).
Nur wird das nie kommen, weil dann verlöre die Bürokratie ja ihre Herrschaft über jeden Aspekt des menschlichen Lebens und sogar des Todes. Und die Politiker könnten nicht dauernd jahrelang über irgendwelche Details streiten sondern müssten sich mal wirklich um relevante Sachen kümmern.


Edit:
Mediathek-Tip:
Die Erdzerstörer
https://www.arte.tv/de/videos/073938-000-A/die-erdzerstoerer/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 10, 2019, 08:40:31
https://www.heise.de/tr/artikel/Wie-Digitalisierung-das-Klima-belastet-4339249.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 15, 2019, 11:22:53
In den kommenden 12 Jahren sollen die Emissionen jedoch um weitere 25 Prozent gesenkt werden. Hat die Bundesregierung noch ein Ass im Ärmel, oder wird hier verantwortungslose Augenwischerei betrieben?
...
Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch in Deutschland nimmt laut Umweltbundesamt jährlich um circa 1 Prozent zu. Nehmen wir einfach einmal die günstigste aller Entwicklungen an: 2030 wird die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle vollkommen durch erneuerbare Energien ersetzt sein, obwohl der derzeitige Plan zum Kohleausstieg längere Laufzeiten vorsieht und obwohl gleichzeitig sukzessive aus der Kernenergie ausgestiegen werden soll. Zudem wird der Verbrauch von Gas bis 2030 nicht zunehmen, obwohl derzeit deutschlandweit weitere vier Gaskraftwerke mit insgesamt 1.280 Megawatt Leistung in Bau und weitere neun mit einer Leistung von insgesamt circa 7.400 Megawatt in Planung sind. Auch Ölheizungen werden bis 2030 komplett verschwinden und beispielsweise durch Wärmepumpen ersetzt werden.

Falls dieses unwahrscheinliche Szenario eintritt, könnten die CO2-Emissionen um weitere 171 Millionen Tonnen gesenkt werden. Dies entspräche einer zusätzlichen Minderung im Vergleich zu 1990 um knapp 14 Prozent. Dann fehlten noch immer mehr als 10 Prozent zu der angestrebten Reduzierung um 55 Prozent der Treibhausgasemissionen bis 2030. Wo sollen diese herkommen?

https://www.heise.de/tp/features/Sechs-erstaunliche-Fakten-ueber-die-Treibhausgasemissionen-und-die-Braunkohlefoerderung-4412254.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 18, 2019, 13:01:42
Aus der jüngeren Klimageschichte:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/exxon-sagte-co2-gehalt-der-atmosphaere-fuer-2019-genau-voraus-a-1267915.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 19, 2019, 15:38:51
Verschwindet CO2 auch wieder aus der Atmosphäre? Ich hatte mal gelesen, dass rund 50 % recht schnell von den Weltmeeren gebunden werden und daß diese CO2-Senke jetzt vollgelaufen wären und zunehmend weniger CO2 aufnähmen. Hier finde ich Angaben für einen CO2 "Abbau" von 4 bis 100000 Jahren:
http://diekaltesonne.de/wird-die-co2-verweildauer-in-der-atmosphare-uberschatzt/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 22, 2019, 23:20:15
https://www.sueddeutsche.de/wissen/china-ozonschicht-fckw-illegal-montreal-cfc-11-trichlorfluormethan-1.4457888

Ergänzung 19.6.2019:
https://www.heise.de/tr/artikel/Der-FCKW-Krimi-4447431.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Mai 23, 2019, 00:55:02
Verschwindet CO2 auch wieder aus der Atmosphäre? Ich hatte mal gelesen, dass rund 50 % recht schnell von den Weltmeeren gebunden werden und daß diese CO2-Senke jetzt vollgelaufen wären und zunehmend weniger CO2 aufnähmen. Hier finde ich Angaben für einen CO2 "Abbau" von 4 bis 100000 Jahren:
http://diekaltesonne.de/wird-die-co2-verweildauer-in-der-atmosphare-uberschatzt/

Das läuft unterschiedlich schnell ab. Vier Jahre bezieht sich nur auf die durchschnittliche Verweildauer eines CO2-Moleküls. Solange dauert es, bis es in den Ozean gelangt. Nur tauscht es dort meistens nur den Platz mit einem anderen CO-Molekül. Dieser Wert wird von Klimawandel-Leugner (kalte Sonne verkauft auch ein Buch dieser Art) gerne benutzt, ohne dies dazu zu sagen.


Bis die Meere und u.U. mehr Pflanzen den Großteil aufgenommen haben, dauert es sehr viel länger.  Verwitterung ist ein langsamer Prozess. Komplett erstmal verschwunden wird es erst sein, wenn sich die Ozeane durchmischt haben, also bis in die Tiefsee. Und das dauert Jahrtausende.

U.U. löst eine Erwärmung auch verstärkende Prozesse aus, die dann die Erde weiter anheizen und sehr langsam abflauen. Etwa das Schmelzen der Polarkappen (Blau schluckt mehr Energie als Weiß) und Permafrostböden (Methanfreisetzung), Entwaldung durch Wüstenbildung usw. Wobei bei Letzterem der Mensch das enorm vorantreibt, also eher Wüstenbildung durch Entwaldung...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 06, 2019, 15:32:56
Wie biegt man einen exponentiellen Anstieg, mindestens den von CO2, gerade, bzw. senkt ihn binnen einer Generation auf Null? Vielleicht sollte Gesellschaft, Wissenschaft, Parteien und Politik mal demnächst anfangen über wirkungsvolle Konzepte nachzudenken?
Wie der Kohleausstieg dem Klima schaden könnte - Sueddeutsche.de (http://Wie der Kohleausstieg dem Klima schaden könnte)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Jochen am Juni 06, 2019, 16:14:54
Wie biegt man einen exponentiellen Anstieg, mindestens den von CO2, gerade, bzw. senkt ihn binnen einer Generation auf Null? Vielleicht sollte Gesellschaft, Wissenschaft, Parteien und Politik mal demnächst anfangen über wirkungsvolle Konzepte nachzudenken?
Wie der Kohleausstieg dem Klima schaden könnte - Sueddeutsche.de (http://Wie der Kohleausstieg dem Klima schaden könnte)

https://www.sueddeutsche.de/wissen/pik-kohleausstieg-kohlekommission-klima-co2-steuer-1.4476397

Passt besser ;D


Aus Artikel:
Der geplante Kohleausstieg könnte unerwartete Folgen haben, warnen Klimaforscher.
Die Abschaltung deutscher Kohlekraftwerke könne die Preise für Emissions-Zertifikate fallen lassen und so zur Verlagerung des CO₂-Ausstoßes ins Ausland führen.
Ein CO₂-Preis von 30 bis 60 Euro pro Tonne könnte diesen unerwünschten Effekten entgegenwirken.


Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 06, 2019, 21:33:34
Sorry fürs linken. Danke Jochen
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 14, 2019, 19:22:33
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-den-absturz-kann-man-nicht-wegdiskutieren-kolumne-a-1271315.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 17, 2019, 16:43:11
https://www.sueddeutsche.de/wissen/kanada-permafrost-klimawandel-co2-1.4489525
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 23, 2019, 16:49:24
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimakrise-die-bevoelkerungsexplosion-faellt-aus-a-1273492.html


Grafik: https://ourworldindata.org/world-population-growth
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juni 30, 2019, 14:48:03
Es ist daher ebenso plausibel, dass Wetterlagen wie die des Sommers 2018 durch den Klimawandel zwar heißer, aber sogar seltener werden:
https://m.spiegel.de/wissenschaft/mensch/hitze-das-wetterproblem-der-klimaforschung-a-1274868.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 15, 2019, 22:27:19
Eine weitere Einschätzung der Lage:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLEivQtB6FVkcm6l5IdDkUgH9g2Y_Py7K6
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 08, 2019, 21:36:43
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Weltklimarat-Temperaturplus-ueber-Land-schon-ueber-1-5-Grad-4490946.html
https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-ipcc-landwirtschaft-1.4556956
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 13, 2019, 12:52:46
Welche Klimapolitik ist effizient? Offene Fragen:
https://www.derstandard.de/story/2000106563574/oekonom-die-kritiker-irren-wir-muessen-immer-weiterwachsen

Welche Klimapolitik ist effizient? Tagesaktuelle Fragen:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/klimaschutz-plaene-der-groko-wirtschaftsweiser-christoph-schmidt-kritisiert-peter-altmeier-a-1286611.html
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/verkehrsministerium-verweigert-pruefung-seiner-klimaschutzplaene-a-1286634.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 20, 2019, 14:05:37
https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/wie-viel-co2-kann-deutschland-noch-ausstossen/

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/warum-klima-defaetismus-nichts-weiter-ist-als-eine-ausrede-fuers-nichtstun-a-1287228.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 21, 2019, 12:51:59
Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung soll zu der CO2 Reduktion führen, zu der sich Deutschland im Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet hat. Die meisten Beobachter meinen, das Sammelsurium (https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/umweltpolitik-dieser-wochen-nach-dem-zufallsprinzip-16373210.html) an Maßnahmen wird dieses Ziel eben so verfehlen wie das Ziel für 2020.
https://www.sueddeutsche.de/politik/klimapaket-bundesregierung-co2-steuer-wissenschaft-1.4610461 (Grafik)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Oktober 21, 2019, 01:15:47
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/emissionsbudget-zur-wichtigsten-zahl-beim-klimaschutz-schweigt-die-regierung-a-1292033.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 04, 2019, 18:58:11
Schwedische Forscher haben ein Molekül entwickelt, das Wärme auch über Jahrzehnte speichern können soll. Das soll auch als Laminat z.B. auf Fenstern funktionieren. Man ist noch einige Jahre weg, ob das bezahlbar zu haben sein wird und viele weitere Fragen sind noch offen.
Aber das wäre doch an sich äußerst praktisch: Im Sommer nimmt man die Wärme weg und gibt sie im Winter wieder frei. Zweimal freut sich der Mensch.
https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-11-04/moth-poulsen-s-energy-trapping-molecule-could-solve-solar-storage
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 07, 2019, 08:31:48
https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-ipcc-klimaschutzplaene-1.4669309
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 10, 2019, 09:24:20
Bio Landwirtschaft verursacht (ca 20 %) mehr Klimagase als konventionelle:
https://m.tagesanzeiger.ch/articles/24631781  (paywall)
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 11, 2019, 19:42:02
Das stimmt und liegt an den niedrigeren Erträgen, also mehr Flächenbedarf.
Allerdings ginge in Deutschland leicht und locker 100%, also klimatechnisch gesehen. Alle wollen ja weniger Essen verschwenden, hier ist noch viel Potential. Vor allem gehen etwa 50% in den Export. Und weniger Fleisch wird ja auch immer empfohlen.
Also, wenn es nur ums Klima ginge...

Trotzdem darf sich auch die ökologische Landwirtschaft nicht ausruhen, sondern auch an Verbesserungen arbeiten.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am November 14, 2019, 13:56:33
Ha, der Thread lebt ja noch! Meines Erachtens wird es keine Lösung des CO2 Problems geben. Wir schaffen ja noch nicht mal die Einführung eines Tempolimits für Autobahnen. Außerdem muss man sich mMn damit abfinden, dass alle fossilen Energieträger (Gas, Öl, Kohle) verbraucht werden werden, die Frage ist nur in welchem Zeitraum. D.h., man müsste eigentlich die anfallende Gesamtmenge CO2 anhand der vorhandenen Ressourcen schätzen können.
Die Idee, Elektroautos wegen des geringeren CO2 Ausstosses oder der besseren CO2 Bilanz zu kaufen, ist Unsinn. Das imA einzige Argument dafür ist, dass die Schadstoffe des E-Autos nicht willkürlich und vor allem konzentriert in Städten ausgestoßen werden, also, dass die Luft in Innenstädten sauber bleibt. Das ist für mich das einzige vernünftige Argument, ein E-auto zu kaufen (Ausser natürlich der Besitz einer Jahreskarte der MVG. Ein besseres Argument zum Kauf eines Autos als Ersatz zum ÖPNV gibt es nicht.)
Wenn ich mir unseren Planeten und seine Probleme (Plastikmüll, Microplastik, CO2 Vergiftung, Nitratbelastung, Antibiotika-Belastung, Genmanipulierte Pflanzen, Überfischung, Brandrodung usw.)  so anschaue, dann gibt es eigentlich nur eines, was den Planeten wirklich retten kann...
Interessant ist, wenn man sich in Freilichtmuseen den Haushalt von z.B. Bauernhäuser von vor 100-150 Jahren anschaut. Da gab es nicht einen Gegenstand aus Plastik (ok, vielleicht aus Bakelit). selbst in den 50er war das noch fast so. Und heute? Ist fast genau das gegenteil der Fall. Aber genug mit der Schwarzmalerei, ich muss mich um wichtigeres kümmern, z.B. mein Emailproblem...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 14, 2019, 22:41:34
muss man sich mMn damit abfinden, dass alle fossilen Energieträger (Gas, Öl, Kohle) verbraucht werden werden, die Frage ist nur in welchem Zeitraum. D.h., man müsste eigentlich die anfallende Gesamtmenge CO2 anhand der vorhandenen Ressourcen schätzen können.

Ja, kann man:

  (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ea/Kohlenstoffblase_-_CarbonBubble.svg)
https://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Grad-Ziel

Das Verbrennen aller fossilen Brennstoffe würde zu einer atmosphärischen CO2-Konzentration in Höhe von ca. 1500 ppm führen, die Luft über den Kontinenten um durchschnittlich 20 °C und die Pole um 30 °C erwärmen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Klimasensitivität (https://de.wikipedia.org/wiki/Klimasensitivität)

Ob sich die Menschheit damit abfinden muss? Oder möchte?
https://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erwärmung (https://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erwärmung)
https://www.faz.net/aktuell/wissen/die-folgen-tragen-wir-nicht-irgendwo-oder-irgendwann-16485231.html


Zitat
Die Idee, Elektroautos wegen des geringeren CO2 Ausstosses oder der besseren CO2 Bilanz zu kaufen, ist Unsinn.

Nicht ganz, falls eAutos mit Strom aus erneuerbaren Energie betankt werden, siehe:
https://www.apfelinsel.de/forum/index.php/topic,2041.msg111061.html#msg111061
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 15, 2019, 00:09:34
Die landbasierten Windräder sind schwer in de Krise. Marktführer Enercon entlässt tausende Mitarbeiter, geht mit der Produktion ins Ausland und viele Zulieferer sind pleite oder kurz davor. Und das oft in sog. strukturschwachen Regionen. Bis Ende September wurden nur noch 150 Windräder neu gebaut.

Nach verschiedenen Abstandsregeln in einigen Bundesländern soll jetzt eine Bundesregel kommen: ein Kilometer Abstand zu jeglicher Wohnbebauung.
Damit ist nicht nur praktisch jeglicher Neubau ausgeschlossen - sollte das auch auf Altanlagen angewendet werden, die ja schließlich irgendwann ersetzt werden müssen, würden auch noch zahllose Anlagen still gelegt.

Schnürt die Politik jetzt eilig milliardenschwere Programme für die betroffenen Arbeitnehmer? Nein, nach der deutschen Solarindustrie sieht man auch hier wieder tatenlos zu, Hilfen bekommen nur andere. Zum Beispiel Im Bereich Kohle und das nicht zu knapp. Aber das ist ja auch schon deutsche Tradition.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/enercon-stellenabbau-krise-windenergie-1.4673755
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/windkraft-altmaier-brandbrief-bdi-1.4680168
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/grosse-koalition-abstandsregel-fuer-windraeder-sorgt-fuer-krach-a-1296544.html

An den Klimazielen hält man natürlich fest, wie sie erreicht werden sollen, wird immer fraglicher. Mit ist schon klar, dass die Windräder viel Ärger vor Ort viele ärgern. Aber irgendwo muss der Strom herkommen. Stromleitungen unter die Erde und Windräder auf hohe See - teurer geht es nicht.
Und vom Bürgerstrom ist auch keine Rede mehr, die Multis liefern ja eh.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: mathias am November 15, 2019, 14:41:29
An den Klimazielen hält man natürlich fest, wie sie erreicht werden sollen, wird immer fraglicher. Mit ist schon klar, dass die Windräder viel Ärger vor Ort viele ärgern. Aber irgendwo muss der Strom herkommen. Stromleitungen unter die Erde und Windräder auf hohe See - teurer geht es nicht.
Und vom Bürgerstrom ist auch keine Rede mehr, die Multis liefern ja eh.
Dir ist aber schon klar, dass der Strom aus der Steckdose kommt?  ;) Das ist der Nachteil einer Demokratie, dass Entscheidungen jahrelang verschoben werden können, wie z.B. im Fall der Stromtrassen. Und dann auch noch die teuerste Lösung gewählt wird, nämlich unterirdisch zu verlegen.
Radneuerfinder: danke für die Grafik. Tatsächlich wird vermutlich nicht alles Erdöl verbrannt, vieles wird ja auch in der Pharma- und Kunststoffindustrie verwendet (weshalb wir es auch nicht in Verbrennungsmotoren vernichten sollten.).
e-autos: https://www.cicero.de/wirtschaft/automobilindustrie-warum-die-Zukunft-nicht-in-den-Elektroautos-liegt
Es ist schwierig, hier eine valide Aussage zu erhalten, finde ich. Tatsächlich ist die Anzahl der Rohstoffe zur Produktion von Eautos ein vielfaches höher als die für Verbrenner, deshalb ist die Umweltbilanz auch problematisch.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 16, 2019, 00:29:54
In unserer Demokratie wurden und werden Dörfer für die Braunkohle weggebaggert. Das geht auch... Windräder dagegen sind scheinbar eine derartige Zumutung, dass man sie eng begrenzen muss.

Vielleicht, weil die einen große Konzerne sind und die Anderen halt nicht.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 17, 2019, 19:41:32
Die IAE ist ein Organisation von 30 OSZE-Staaten, auch Deutschland. Der Energy Outlook 2019 ist erschienen, leider nicht vollständig einzusehen ohne Bezahlung.

https://www.iea.org/weo2019/

Den Medien entnehme ich u.a. Folgendes:

Machten 2010 SUVs und große PKW zusammen noch 44% der weltweiten Zulassungen aus, waren es 2018 58%, ganz alleine aufgrund des SUV-Booms.
Das konterkariert die an sich sinkenden Verbräuche.

Ohne CO2-Entnahme aus der Atmosphäre werde der Kampf gegen die Erwärmung unrealistisch schwierig. In diesem Zusammenhang las ich neulich wieder, dass der Schutz und die Renaturierung von Mooren sehr wichtig wäre.

Der Strombedarf wird enorm zunehmen, auch Afrika wird in den nächsten Jahrzehnten hier massiv zulegen, was ja an sich eine gute Sache wäre.

Wo der Strom aber herkommen soll, hier bei uns und anderswo? Äthiopien baut ja immer noch an diesem riesigen Nil-Staudamm, denn Ägypten und Sudan fürchten. Ägypten drohte schon mehrfach mit Krieg. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre

Und bei uns scheint der Wille der Politik nicht vorhanden. Ernsthaft: Wäre das nicht so, hätte man doch nicht zugelassen, dass die Atomkraftwerke durch Braunkohle-Kraftwerke ersetzt wurden. Jetzt schmeißt man viele Milliarden drauf, um das wieder abzuwickeln.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 06, 2019, 09:57:54
Von der Firma war im Thread zu Terranias Website die Rede.

Sono Motors muss bis Jahresende (!) 50 (in Worten fünfzig) Millionen Euro per Crowdfunding (!!!) auftreiben, sonst ist es vorbei und der Sion wird nicht Realität.
Haken an der Sache: Bisher gibt es nicht mal einen echten Prototyp. Und die letzte Finanzierungsrunde wäre es auch nicht. Bis zur Serienproduktion wären noch mal 250 Mio. nötig.
https://sonomotors.com/de/
Die Firma ist mir wirklich sympathisch, auch das sie keine Investoren wollten, die nur kurzfristige Rendite anstrebten (wenn‘s stimmt).

Zur Einordnung: Noch nie hat Crowdfunding in so kurzer Zeit jemals auch nur annähernd so viel Geld eingebracht und schon gar nicht in Europa. Man hofft darauf, dass die immerhin 10 000 Vorbesteller ihre Vorauszahlungen massiv aufstocken. Bei dieser Gemengelage braucht der Kunde aber schon viel Vertrauen in die Firma.

Das die Preise höher werden als zuerst verlautbart, und die Wagen oft viel später kommen, daran hat man sich gewöhnt.
Das betrifft auch den e.Go.
https://e-go-mobile.com/de/newspool/pressemitteilung-e.go-mobile-ag-passt-preise-fuer-e.go-life-an/

Ein Problem ist natürlich die staatliche Kaufprämie, da ja die Hersteller die Hälfte tragen müssen. Bei den engen Margen wird das Auto so zum Zuschussgeschäft, für Startups der Genickbruch.

Eine positive Nachricht habe ich auch. Immer zitierten alle diese schwedische Studie und siehe da, sie haben sich jetzt berichtigt:
https://www.sueddeutsche.de/auto/e-autos-batterieproduktion-studie-1.4709878

Die Herstellung der Batterien ist also nicht so energieintensiv wie dargestellt. Und alle Hersteller versprechen klimaneutrale Produktion. Und die Batterien laufen auch länger als die postulierten 150 000 km.
Damit sind alle bisherigen Rechnungen, die sich auf die Schweden beriefen, erstmal für die Tonne und die Verbrenner schauen plötzlich noch älter aus.
Oder sie haben sich wieder verrechnet und alles ist ganz anders.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Dezember 11, 2019, 13:18:44
Deutschland:
(https://gfx.sueddeutsche.de/apps/e460984/www/_image_desktopw1840q70.png)
https://www.sueddeutsche.de/politik/klimawandel-co-oekosteuer-1.4547594
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Dezember 17, 2019, 00:22:19
Sono Motors muss bis Jahresende (!) 50 (in Worten fünfzig) Millionen Euro per Crowdfunding (!!!) auftreiben, sonst ist es vorbei und der Sion wird nicht Realität.

Momentan stehen sie bei 14,24 Mio. Euro.
Stark, aber bei weitem nicht genug. Vielleicht will ja hier noch einer 1500 Sions vorbestellen.

E.Go, die ihre Versprechungen auch anpassen mussten, kündigen das nächste Modell an.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektroautos-e-Go-stellt-Lieferwagen-vor-4616527.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 02, 2020, 23:20:19
Nun, bei Sono Motors wurden es am Ende (30.12.19) höchst respektable 32,5 Mio. €.
Jetzt haben die bisherigen Unterstützer der Firma erlaubt, die Frist zu verlängern bis 20.Januar.

Das liest sich jetzt nicht mehr so unrealistisch. Fast eine Mio. ist auch schon wieder dazugekommen. Jeden Tag eine dazu und sie könnten es schaffen. Oder es wird noch mal verlängert?

Jedenfalls eine interessante Aktion.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 07, 2020, 14:02:07
Laut Studie hat Deutschland letztes Jahr überraschend sieben Prozent weniger CO2 ausgestossen, weil die Kohleverstromung aus Kostengründen (Zertifikate!) zu teuer wurde. Die Erneuerbaren sollen dadurch mehr produziert haben als Kohle&Atom zusammen.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/co2-emissionen-deutschland-1.4746794

Und dem Crowdfunding von Sono Motors scheint die Luft auszugehen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Januar 08, 2020, 07:31:38
So schön wir die Idee von Sono Motors finden. 50 Mio werden da nichts ändern. Das Fahrzeug ist leider eine Totgeburt per 2020. 2017 war das noch eine ganz andere Nummer. Für den ersten Prototypen veranschlagt man in der Branche etwa ab 100 Mio. Euro. Um in die Produktion einzusteigen ist noch mal ein Vielfaches davon nötig. die 50 Mio. werden Sono Motors leider kein Stück näher an eine Produktion in den nächsten 5 Jahren bringen. Inzwischen gibt es mit dem VW e-UP! und seinen Seat- und Skoda-Derivaten E-Fahrzeuge, die weniger als der Sion kosten (um die 17.000 Euro) eine höhere Reichweite haben und auch ansonsten sofort lieferbar sind. Sono hat es schlicht verpennt. Schade ist das allemal. Der Mut der Gründer ist zu bewundern. Ihre Erfahrungen könnten allerdings anderen nutzen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 08, 2020, 23:36:37
Naja, den Up kann man nicht vergleichen, weil gutes Stück kleiner.
Und der Golf ist deutlich teurer.
Außerdem haben die alle auch lange Listen an Sonderausstattung. Der Sion hat gar keine, aber serienmäßig z.B. eine Anhängerkupplung. Und einige Extras, die andere so nicht bieten. Wirkt alles recht durchdacht.

Was für die kleinen Hersteller natürlich der Genickschuss sein kann, ist die Elektroprämie oder wie das heißt, weil sie ja die Hälfte selber tragen müssten. Daher können sie wahrscheinlich diese gar nicht anbieten und die staatlichen 3000 € gehen verloren. Hoffentlich bessert die Politik noch nach.

Das die 50 Mio. nicht reichen, schreiben sie ja selber. 200 Mio. fehlen dann angeblich noch zu den ersten Serien-Sions. Ich denke, so eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion soll v.a. Investoren überzeugen. So etwas hat es ja in Europa noch nicht mal annähernd gegeben.
Momentan stehen sie bei 45 Mio. €.

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 10, 2020, 14:09:10
https://taz.de/Tesla-der-Oekostrom-und-die-Krisen/!5651334/

https://taz.de/Debatte-um-den-Klimawandel/!5647338/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 19, 2020, 11:28:21
Sono hat die 50 Mio. geschafft. Es geht also erstmal weiter.
Das war ja extrem ambitioniert und auch eine musste Fristverlängerung her, aber jetzt ist es gelungen und das ist eine echte Hausnummer.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 23, 2020, 16:41:24
https://www.spiegel.de/auto/e-fuels-die-riskante-wette-auf-synthetische-kraftstoffe-a-82ffad81-b84e-4ef7-a330-634cdfd1a2f5
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Januar 23, 2020, 18:41:21
Das wird überhaupt nur diskutiert, weil man
a) nicht willens ist, eine Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen - denn dann könnte man ja gleich den Wasserstoff nutzen
b) so theoretisch der Atmosphäre CO2 entziehen bzw. dieses ihr ersparen könnte. Damit kann man dann gut seinen Ausstoss schönrechnen - nur entsteht bei der Verbrennung ja wieder CO2. Nur halt woanders.

Der Wirkungsgrad mag noch stark ansteigen, die Kosten sinken. Momentan ist das ein absoluter Notnagel, z.B. auch zum Speichern von Windkraft. Wobei da wohl klüger ist, Methan zu erzeugen und ins Gasnetz einzuspeisen.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Januar 30, 2020, 16:50:51
https://www.golem.de/news/erderwaermung-google-verfehlt-pariser-klimaziele-2001-146291.html


https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/italien-klimaschutz-nachhaltigkeit-recycling-oekostrom-1.4776346
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 05, 2020, 18:57:54
Forscher hoffen, dass ihre neuesten Klimaberechnungen falsch sind. Die sagen 5°, statt 3° Erwärmung:
https://www.bloomberg.com/news/features/2020-02-03/climate-models-are-running-red-hot-and-scientists-don-t-know-why
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 21, 2020, 14:40:26
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Bis-Altmaiers-Wasserstoffblase-platzt-4663905.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Februar 24, 2020, 07:29:40
https://www.sueddeutsche.de/meinung/methan-klima-emissionen-1.4806904
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am April 22, 2020, 13:57:43
Das Bauwesen verursacht 40 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen, 35 Prozent des Energieverbrauchs und 60 Prozent des Abfallaufkommens:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/klimaschutz-architektur-bauen-haeuser-1.4884414
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Mai 05, 2020, 19:55:55
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ein-Drittel-der-Weltbevoelkerung-koennte-2070-unter-grosser-Hitze-leiden-4714496.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juni 24, 2020, 19:30:08
Sollte eigentlich eine Ausstellung werden, nun online - die Trump Revolution. Gemeint ist sein Kampf gegen Umwelt- und Klimaschutzauflagen.
Man sieht seine Entscheidungen auf einer Zeitachse und Photo-Projekte zum Klimawandel und Umweltsauereien.

https://www.trumprevolutionbdc.org/exhibition

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 03, 2020, 22:56:43
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/investigate-europe-wie-europas-staaten-ihre-eigenen-klimaziele-sabotieren/25965544.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Terrania am Juli 06, 2020, 10:36:47
Diesel auf den ägäischen Inseln. Haben die eigentlich nicht genug Sonne und Wind um mit Pufferbatterien a la Tesla Australien die sache KOMPLETT auf ökologische Beine zu stellen???
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am Juli 07, 2020, 21:02:53
Ein Kabel ist halt noch billiger.
Und die sollen ja wohl langsam kommen...
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: warlord am Juli 08, 2020, 07:55:38
Und Batterien sind ja auch sehr ökologisch.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am Juli 21, 2020, 23:13:00
https://www.apple.com/de/newsroom/2020/07/apple-commits-to-be-100-percent-carbon-neutral-for-its-supply-chain-and-products-by-2030/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am August 25, 2020, 18:01:01
Für eScooter gilt die gleiche Promillegrenze wie beim Auto, nicht etwa die deutlich höhere wie beim Radfahren.
Nun ist höchstrichterlich festgestellt, dass diese Dinger Kraftfahrzeuge sind und die Strafen sind entsprechend happig inkl. mehrmonatigem Führerscheinentzug.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-e-scooter-alkohol-urteil-1.5009585

Das war auch vorher die Rechtslage, aber jetzt hat sich halt mal Jemand hochgeklagt bis zum OLG.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am August 27, 2020, 09:53:51
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/negativemissionen-warum-der-co2-staubsauger-keine-wundermaschine-ist-a-fe072a0c-da17-40aa-adca-97c18e785635
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 01, 2020, 11:46:47
Ethanol in Benzin und Diesel wurde ja insbesondere wegen der Nahrungsmittel-Verwendung kritisiert.
Palmöl wird wegen dem Raubbau an der Natur zur Gewinnung von Plantagenflächen kritisiert.

Da ist es für Manche scheinbar folgerichtig, wenn zusammen kommt, was zusammen gehört. Palmöl wird immer öfter Diesel beigemischt.
61% des Palmöls werden in der EU verbrannt, auch in Kraftwerken usw.

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Palmoel-in-Diesel-Gut-fuer-die-Umwelt,palmoel114.html

Aber der Verbraucher soll bitte das Kleingedruckte lesen und Palmöl in Nahrung und Kosmetik meiden.
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am September 13, 2020, 08:30:36
In Bolivien soll(te) ausgerechnet ein kleiner Mittelständler die deutsche und europäische Lithium-Versorgung sichern. Die Verträge waren schon unterschrieben, doch es ist alles nicht so einfach. Es bleibt spannend.
https://taz.de/Lithiumgewinnung-in-Bolivien/!5709257/
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 14, 2020, 15:17:49
(https://pbs.twimg.com/media/EX-nHuHWsAAfj9h?format=jpg&name=small)
https://twitter.com/Umweltrat/status/1260910188246245377

Aus einem Bericht des Sachverständigenrat für Umweltfragen (https://de.wikipedia.org/wiki/Sachverständigenrat_für_Umweltfragen):
https://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/01_Umweltgutachten/2016_2020/2020_Umweltgutachten_Kap_02_Pariser_Klimaziele.pdf
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 21, 2020, 18:08:20
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/airbus-plant-wasserstoff-flugzeug-drei-konzepte-fuer-klimaneutrales-fliegen-vorgestellt-a-95c76ca2-d36d-4cb2-9543-1b63742198b8
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am September 29, 2020, 15:32:40
https://www.heise.de/news/Volkswagen-prueft-Vorwuerfe-von-Greenpeace-4915187.html
Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: radneuerfinder am November 06, 2020, 18:42:38
Wir haben das renommierte „Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie“ beauftragt, in einer Studie herauszufinden, was die 1,5-°C-Grenze für Deutschland bedeutet und welche Möglichkeiten aus heutiger Sicht bestehen, sie einzuhalten:
https://fridaysforfuture.de/die-machbarkeitsstudie-eine-zusammenfassung/
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fridays-for-future-deutschland-muesste-bis-2035-co2-frei-sein-a-08590976-d46b-450f-b587-c5bcea2db530

"das Hauptproblem aller Studien ist, dass genau jene Fragen nirgendwo auftauchen, die für die Politik zentral sind: Was wird aus Arbeitsplätzen, was aus Einkommen und Vermögen, wenn die Wirtschaft stagniert oder schrumpft? Wer trägt welche Lasten?
Es ist nicht harmlos, dass das Wuppertal Institut Fridays for Future in die Irre führt ... die SchülerInnen glauben, sie hätten eine „Machbarkeitsstudie“ erhalten":
https://taz.de/Klimaziele-und-Wirtschaftswachstum/!5718595/

https://taz.de/Wirtschaftswissenschaften-und-Oekologie/!5717218/

Titel: Re: CO2 Debatte aller Orten
Beitrag von: Florian am November 07, 2020, 19:52:36
Die Durchführung ist doch nicht Aufgabe der Aktivisten. Das Gutachten mussten sie nicht machen.
Sicher wäre es besser, aber machen das andere Lobbys? Also z.B. die Autoindustrie alle gesamtwirtschaftliche Kosten ihrer Produkte? Natürlich nicht. Es machen sich manche noch viel einfacher und produzieren sogar windige Gegenstudien.

Die deutsche Regierung hat sich zu vielen Dingen verpflichtet und tut dann herzlich wenig. Das jetzt keine Zeit mehr bleibt, und die Verwerfungen daher entsprechend gewaltig würden, ist nur logische Folge dieses Nichtstun oder gar kontraproduktives Tun (Kohle statt Atom, Verschrottungsprämie etc.).

Warum würden? Nie und nimmer werden wir solche Reformen sehen. Ein bisschen hier, ein bisschen da und die 1,5-Grad-Grenze werden wir so nicht einhalten, auch das 2-Grad-Ziel nicht. Und das ist anderswo noch schlimmer.