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Florian

  • Defender of the Crown
Re: Rentendiskussion
Antwort #90: März 18, 2021, 20:29:59
Es wird alles verkompliziert. Egal was, welches System, welche Steuer.
"The bureaucracy is expanding to meet the needs of the expanding bureaucracy." - Unbekannt, aus Civilization 4.

Immerhin hat die SPD ihr Ziel damit erreicht.
Ist ja nicht garantiert bei solch komplexen Systemen. Leider war das Ziel ungerecht und im Sinne des Systems unlogisch.

Jedenfalls geht es mir so, dass ich mir schon lange mal Politiker wünsche, die diese lange gewachsenen Systeme zurechtstutzen, nach Logik und Beherrschbarkeit. Dann gäbe es auch die Möglichkeit der zielgerichteten, sozialen Anpassungen. Und zwar für alle, keine Stichtage und andere Ungerechtigkeiten.

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Rentendiskussion
Antwort #91: April 28, 2021, 18:53:36
Heise Online gibt Hinweise zur Rente mit 63:
https://www.heise.de/news/Vorruhestand-Vier-Jahre-weniger-arbeiten-6023097.html
Zur Altersteilzeit ab 55:
https://www.heise.de/news/Vorruhestand-Teilzeitrentner-ab-55-6031185.html

Passt nicht direkt hier ein, weil keine Diskussionsbeiträge. Aber ich denke allmählich nähern sich viele Leser hier der Zielgruppe.

mathias

  • Trompeten statt Raketen!
Re: Rentendiskussion
Antwort #92: April 29, 2021, 09:28:45
Heise Online gibt Hinweise zur Rente mit 63:
https://www.heise.de/news/Vorruhestand-Vier-Jahre-weniger-arbeiten-6023097.html
Zur Altersteilzeit ab 55:
https://www.heise.de/news/Vorruhestand-Teilzeitrentner-ab-55-6031185.html

Passt nicht direkt hier ein, weil keine Diskussionsbeiträge. Aber ich denke allmählich nähern sich viele Leser hier der Zielgruppe.
Naja, das Eintrittsalter wird ja nur erhöht, damit praktisch die Renten sinken, da sehr viele vermutlich nicht so lange arbeiten wollen/werden.
Die Vorruhestandsregelung mit der Selbsteinzahlung ist auch so eine Sache. Zum einen meine ich, muss die Einzahlung einmalig (!) erfolgen, (man kann also nicht freiwillig seinen monatlichen Beitrag erhöhen, was für sehr viele sicher einfacher umsetzbar wäre!).
Zum anderen ist es eben eine individuelle Entscheidung: Für 38.000€ erhält man monatlich ca. 150€ mehr Rente. Ob sich das lohnt, muss jeder selbst herausfinden - vor allem, wenn der Geldbetrag nicht aus der Portokasse bezahlt werden kann. Ich für meinen Teil würde den Betrag lieber vorher verprassen (oder einen Teil für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgeben... ;D), solange das noch möglich ist - oder auch für altersgerechte Umbauten usw. zurücklegen  :-\.
Letztlich ist es ein Blick in die Glaskugel. Und Prognosen sind allgemein dann schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen  ::). Sollte ich 105 Jahre werden, wäre der andere Weg rein finanziell betrachtet ev. der rentablere.
_______
"Gestern ist mir die Milch runtergefallen. Die war nicht mehr haltbar!"
Re: Rentendiskussion
Antwort #93: April 29, 2021, 10:03:13
Heise Online gibt Hinweise zur Rente mit 63:
https://www.heise.de/news/Vorruhestand-Vier-Jahre-weniger-arbeiten-6023097.html
Zur Altersteilzeit ab 55:
https://www.heise.de/news/Vorruhestand-Teilzeitrentner-ab-55-6031185.html

Passt nicht direkt hier ein, weil keine Diskussionsbeiträge. Aber ich denke allmählich nähern sich viele Leser hier der Zielgruppe.

Weitere Links zum Thema, sowie auch Infos für Leute unter 45:
https://www.apfelinsel.de/forum/index.php/topic,5868.msg111087.html#msg111087

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Rentendiskussion
Antwort #94: April 29, 2021, 10:20:58
@mathias:

Auch eins meiner Lieblingszitate. George Best ist leider dann auch früh gestorben, was dem Zitat noch einmal mehr Authentizität verleiht.

Es ist halt alles eine sehe subjektive Sache. Einer ärgert sich auf dem früher als kalkulierten Sterbebett, dass er zu viel eingezahlt hat, ein Anderer freut sich, wenigstens nicht bis zum Umkippen gearbeitet zu haben. :)

Kann man drehen, wie man will. Das mit der Vorauszahlung sehe ich aber genauso schlecht umgesetzt, damit können sich nur eh schon Bessergestellte eine höhere Rente erkaufen.

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Rentendiskussion
Antwort #96: August 17, 2021, 18:00:31
Das ist eine erneute Bestätigung eines uralten Sachverhalts. Tatsächlich weiß man selbst aus der Archäologie, dass Höhergestellte statistisch länger lebten und sich - wie auch heute, wenn auch weit weniger extrem - auch besser ernährten. Dazu gehörten immer auch schon Beamte.

Stress ist es nicht alleine, sonst wären die Selbstständigen noch schlechter dran, meine ich. Es ist klipp und klar auch eine Einkommensfrage, aber natürlich auch eine des Berufs. Und der Gesellschaftsnische, in der man eben landet.

Hatte noch viel mehr geschrieben, aber fand kein Ende und habe es wieder gelöscht. Richtig nach unten geht die Lebenserwartung aber bei Langzeitarbeitslosigkeit oder Erwerbsminderungsrente. Das wird vom DIW leider nicht abgebildet.

In Deutschland schreibt man ungern von Schichten, aber ich denke wir alle sehen seit Jahrzehnten, wie die Gesellschaft mehr und mehr auseinander klafft. Wie heutzutage die gerade noch gehobene Mittelschicht feiert, Urlaub macht und zu große Autos kauft, ist ja offensichtlich. Man versucht den Status zu wahren, leider oft auf Pump.

Wie in England ist es noch nicht, aber wie steuern darauf zu und das mit voller Absicht. Zur Ehrenrettung muss man der damals verantwortlichen SPD zugestehen, dass sie Langzeitarbeitslosigkeit und auch die Niedriglohnmarkt ganz allmählich wieder humaner gestalten zu versuchen. Mindestlohn 12 Euro - die im Artikel erwähnte 13 wäre in Sicht.
Die Grünen waren auch dabei, aber das haben wohl alle vergessen oder nehmen es nicht krumm. Auch hier Fantasien für soziale Wohltaten, wir werden sehen.

Edit: Typos.
« Letzte Änderung: November 04, 2021, 23:43:49 von Florian »

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Rentendiskussion
Antwort #98: Oktober 28, 2021, 18:37:07
Es geht doch nicht nur um heute, so ein Staatsfonds hat den ganz langen Blick und muss erst mal jahrzehntelang Geld ansparen. Die Inflation ist zu hoch, der Druck zur Zinssteigerung ist schon heute übrigens wachsend.

Zum anderen wüsste ich nicht, dass gefordert würde, dieser Rentenfonds solle nur in Staatsanleihen investieren dürfen. Man sehe sich mal den Norwegischen Pensionsfonds an:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Staatlicher_Pensionsfonds_(Norwegen)

In den letzten Jahren konnte man sehr hohe Renditen erzielen, am Aktien- oder Immobilienmarkt. Oder mit schlechter eingestuften Anleihen und so weiter.
So ein Nullzins fördert eben sehr wohl manche Dinge.
Natürlich müssten dann aber auch den Versicherern die Fesseln abgenommen werden, sonst wäre das unfair. Und deren Jammern wurde ja durchaus gehört, wie man so liest.

edit: Typo.
« Letzte Änderung: November 04, 2021, 23:42:43 von Florian »
Re: Rentendiskussion
Antwort #99: November 03, 2021, 17:08:57
Und hier das Geschenk vor der letzten Bundestagswahl von CDU und SPD:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kuerzungsverbot-bundesregierung-beschliesst-rentengarantie-a-623108.html
Die gesetzliche Rente darf qua Gesetz nominell nie sinken.

Das kommt in meinen Augen einer Kündigung der GenerationenSolidarität gleich. Rentner profitieren nur mehr von steigenden Löhnen, falls die Löhne sinken haben sie damit nix zu tun.

Immerhin hatte man damals (von mir unbemerkt) einen "Nachholfaktor" eingebaut. Dieser ist aber seit 2018 abgeschafft:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rente-corona-nachholfaktor-1.4905059

Was für ein Gemurkse!

https://www.sueddeutsche.de/meinung/renten-deutschland-erwerbstaetige-regierung-1.5455225

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Rentendiskussion
Antwort #100: November 04, 2021, 23:38:09
Ich gönne es den Rentnern, aber systemgerecht ist das nicht mehr. Und bezahlbar wahrscheinlich auch bald nicht mehr, weil es wird ja nicht die letzte Extra-Portion für die Rentner/baldigen Rentner bleiben. Spätestens vor der nächsten Wahl.
Re: Rentendiskussion
Antwort #101: November 12, 2021, 23:44:04