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Alternativen zu OS X

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Florian:

--- Zitat von: radneuerfinder am Januar 08, 2017, 07:21:47 ---- Leider aber ist der Funktionsumfang der angepassten Programme so gering, dass an eine ernsthafte Verwendung nicht zu denken ist. Die Programme in OS X 10.2 konnten da wesentlich mehr. Für computerferne Senioren mag das was sein.
- Gemessen an diesem gewaltigen Nachholbedarf, geht die Entwicklung von Elementary Linux viel zu langsam von statten.
--- Ende Zitat ---

Sehe ich auch so. Man sollte sich nicht an den mitgelieferten Programmen aufhalten, sie sind zu limitiert.
Elementary eben. Wobei ich da nicht an Senioren denke, sondern die Elementary School, also die Grundschule.


--- Zitat ---Warum schnappt sich nicht ein HardwareHersteller so ein OS und steckt da mal so viel Energie/Geld/Zeit und dann Marketing rein wie, z.B. bei der Entwicklung von Autos üblicherweise in die Hand genommen wird?

--- Ende Zitat ---

Chromebooks gibt es ja. Chrome ist auch ein Linux. Leider von Google.
Hardware mit vorinstallierten und hoffentlich angepasstem Linux gibt es auch, etwa von HP, nur laufen die trotzdem oft recht holprig, weil eben viel zu wenig oder der falsche Aufwand betrieben wurde.
Messbare Marktanteile konnte bisher noch niemand erobern.

Dann gäbe es noch Solaris. Aber da ist man der Gnade Oracles ausgeliefert und es richtet sich eigentlich nicht an typische Endnutzer.

Ich denke, es ist eben doch recht schwer, ein wirklich massentaugliches OS zu entwickeln. Es müsste ja nicht nur gut sein - um eine Chance am Markt zu haben, müsste es sehr viel besser sein als Windows und OS X und viel bekannte Software müsste darauf laufen - notfalls in einer clever versteckten und sparsamen Virtualisierung.
Die Software, mit der man Windows-Programme heute unter Linux ausführen kann, kann es ja wohl nicht sein.

Aber auch da: Es müssen native Programme her, die Mehrwert schaffen. Und ein lebendiges Ökosystem. Peripherie muss ohne viel Trara funktionieren.
Sonst nutzen alle doch bald wieder Windows.

Wenn man sich mal anschaut, wie lange Apple gebraucht hat, um für das klassische MacOS einen Nachfolger zu schaffe, kann man sich ja vorstellen, wie schwierig das ist. Oder denken wir an BeOS oder OS/2. Letzteres hatte sogar IBM im Rücken.


Generell stört mich, dass - ausser Windows - alle OS'e mehr oder weniger auf dem uralten Unix basieren bzw. es variieren. Da muss doch mal was Neues möglich sein. Ich fürchte, jetzt wo der PC allmählich der Abenddämmerung entgegen geht, wird sich keine Firma finden, die noch mal ein paar Milliarden in ein solch riskantes Unterfangen steckt.

Interessanterweise gibt es auch ganz andere Systeme, die allerdings überhaupt keine Rolle spielen. Wie die Amiga-nahen Sachen MorphOS (für PPC(Macs und co.), AROS (für x86) oder eben AmigaOS selbst (nur für offizielle Amigas). Oder RiscOS für ARM.
Aber auch sie sind keine zukunftsweisenden Konzepte, eher das Gegenteil. Edit: Das gilt nicht nur für die Amiga-Sachen, sondern auch für Haiku (BeOS-„Nachfolger") und eComStation (OS/2). Allesamt haben erst mal das Ziel der vollen Kompatibilität bzw. diese erreicht und deshalb überhaupt existierend (eComStation).

Wie man es auch dreht, ohne große Kompromisse kann man man wohl nicht weg von MacOS X, OS X, macOS.

Quaestor:
Also ich muss sagen, ich bin erstmal überrascht, dass es noch andere gibt, die nach Alternativen zu MacOS X suchen.

Auch wenn ich jetzt selbst noch nicht viel Linux-Varianten versucht habe wird es auf zwei Varianten hinauslaufen. Entweder DebIan oder Ubuntu.

Und ich denke, zu all den OSes da draußen hat Linux das meiste Potential. Linux verspielt aber aus meiner Sicht aber auch das meiste Potential.

Wenn man mal die Distributionen und die Entwickler aufzählt, dann ist da eine Unmenge. Würde man diese Menge reduzieren auf zum Beispiel vier Varianten (Desktop, Server, Mobil, Set-Top) dann hätte Linux ein Vielfaches an Power.

Wie gesagt, was die Zukunft bringt wird sich zeigen, aber momentan schaut es für mich so aus, dass ich früher oder später auf Linux umsteigen werde. Für mich als Privatperson wird das natürlich viel einfacher sein als für eine Geschäftsperson. Wobei ich sagen muss, wenn ich eine Geschäftsperson wäre, dann würde ich privat Linux und geschäftlich Windows oder OS X verwenden.

Weil ganz ehrlich, ob ich Photoshop oder Office of Windows oder OS X verwende macht auch keinen Unterschied, denn in diesem Fall ist das OS ja nur Mittel zum Zweck.

fränk:

--- Zitat von: Quaestor am Januar 10, 2017, 00:50:20 ---Weil ganz ehrlich, ob ich Photoshop oder Office of Windows oder OS X verwende macht auch keinen Unterschied, denn in diesem Fall ist das OS ja nur Mittel zum Zweck.

--- Ende Zitat ---

Das denke ich mir manchmal auch.
Und dann auch wieder, dass ich ein WIN-System wahrscheinlich nur mit deutlich mehr Unterstützung von Dritten am Laufen halte, wie es bei OSX der Fall ist. Und das kostet dann Geld. Und an der Qualität Windows-Supportern scheint sich in den letzten 15 Jahren auch nicht viel geändert zu haben. Was ich so in meinem Umfeld beobachte, sind fast nur Typen, die gerade mal so und mehr schlecht als recht, das WIN-System von Oma Erna am Laufen halten, richtig Durchblick haben nur die wenigsten.
Und was das permanente Verschlechtern (oder sinnloses Verändern) des Betriebssystems abgeht, liegt Windows auch weit vor OSX. Die aktuelle Version macht wohl Updates wann immer sie will, ohne das der Nutzer es abschalten oder auch nur beeinflussen könnte. Vermutlich kommt das beim Mac auch bald, aber dieses ausgeliefert sein, ist für mich das schlimmste, wenn ich mit Maschinen arbeite.

Für die Zukunft gehe ich allerdings fest davon aus, dass ich mich irgend wann komplett in die Hände eines OS begeben muss und ich wieder öfter vorm Monitor sitze und warte, bis die Kiste neugestartet ist und mich wieder ran lässt. Deswegen bin ich vor 15 Jahren von Windows auf Mac umgestiegen, aber mit Automatiken nervt der Mac ja auch immer öfter.

Florian:
Ist es eh wurscht?
Ja und nein.

Ich habe ja beides, im Büro Windows (und teilweise Ubuntu), zu hause Mac. Bei allem Ärger über Apple ist macOS das produktivste und am wenigsten nervende System. Auch wenn man nur immer dasselbe Programm startet, kommt man doch mit dem drumherum in Verbindung. Ich sage nur mal Druckdialoge und Netzwerk-Fehler.
Natürlich kommt man mit der Zeit auch mit den andern System halbwegs klar. Nur eben nicht so gut und was Sicherheit und Datenschutz angeht, sollte man Windows eigentlich eh nicht nutzen.

So ist macOS eben doch der einäugige König der Blinden.
Und wenn man langjähriger Mac-Nutzer ist, merkt man das natürlich umso deutlicher. Zumindest mir geht es so.

Andererseits habe ich auf meinen Retro-Rechnern natürlich zahlreiche Systeme, eben die Büroerfahrungen und deshalb habe ich vor einem Wechsel jetzt auch keine Angst.

Nur… noch geht es ja ohne iCloud und vielleicht stellt Apple ja doch mal wieder einen brauch- und bezahlbaren Desktop vor. Das sind die zwei wesentlichen Punkte, wo ich abspringen müsste.

MacFlieger:

--- Zitat von: Florian am Januar 10, 2017, 11:29:19 ---So ist macOS eben doch der einäugige König der Blinden.
Und wenn man langjähriger Mac-Nutzer ist, merkt man das doch sehr deutlich.

--- Ende Zitat ---

Genau dabei muss ich Dir 100% zustimmen. Leider.

Bei der Entwicklung einer wirklich neuen Alternative sehe ich das Henne-Ei-Problem. Auch wenn es ein tolles neues System ist, fehlt zunächst einmal die komplette Software. Solche Sachen wie Wine oder virtuelle Maschinen sind nur Workarounds, die keinen Vorteil bieten, dafür aber zusätzliche Nachteile bringen. Fremdsoftware wird aber erst dann entwickelt werden, wenn es genügend Benutzer gibt. Wie schwer hatte/hat es der Mac, weil es schon dafür "keine" Software gibt.

Bleibt als Alternative tatsächlich erst einmal nur Linux, weil es da schon einige Entwickler und auch Benutzer gibt. Aber auch in dem Bereich ist die Softwareauswahl momentan deutlich kleiner. Quaestor hat schon recht. Wenn man die Kräfte bei der Linuxentwicklung bündeln würde, könnte hier etwas Einheitliches und Gutes bei raus kommen. Allerdings sieht die Philosophie und auch die Einstellung der Entwicklung bei Linux deutlich anders aus. Die wollen keine Bündelung, was automatisch Zwang bedeutet. Sollte jemand das machen, werden sofort Forks und Parallelentwicklungen entstehen. Das passiert hier immer wieder.

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