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Der AppStore und die Verlage

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warlord:
Ja klar kann man argumentieren, dass für eine ganze Reihe von Inhalten eine Lösung via Safari genügt. (Genau wie auch ganz generell eine grosse Anzahl Apps eigentlich überflüssig wäre, weil auch deren Informationsbereitstellung problemlos von Safari übernommen werden könnte.)

Aber damit zielt man doch an der wettbewerbsschädigenden Problematik vorbei. Nämlich dass Apple Anbieter von Apps in die von Apple selbst angebotene Infrastruktur zwingt. Und für allfällig in solchen Apps erfolgende Verkäufe von Inhalten wieder die eigene Infrastruktur aufzwingt und dabei gleichzeitig den Wettbewerb verbietet. (Man kann wohl gespannt sein, ob da noch Aufsichtsbehörden einschreiten werden.) Da steht das Argument, es werde ja niemand gezwungen in den App Store zu gehen, schon etwas seltsam in der Landschaft.  

Es wurde auch niemand gezwungen, die KPDSU zu wählen.  ;)

(Und nein, es geht eben so gesehen nicht um die besten Verkaufsplätze. Es geht um die einzigen Verkaufsplätze.)

Florian:

--- Zitat von: warlord am Februar 15, 2011, 18:54:07 ---Ja klar kann man argumentieren, dass für eine ganze Reihe von Inhalten eine Lösung via Safari genügt. (Genau wie auch ganz generell eine grosse Anzahl Apps eigentlich überflüssig wäre, weil auch deren Informationsbereitstellung problemlos von Safari übernommen werden könnte.)
--- Ende Zitat ---

Genau. Und Safari hat man eh ständig offen, wozu eine Zeitungsapp? Auch den „Mehrwert“ wie Videos und Animationen kann man heutzutage mit Web-Technologien umsetzen, und auf iOS hat man sogar die Garantie, dass ein aktueller Browser verwendet wird - und wirklich fast immer weiß man sogar welcher.


--- Zitat ---Aber damit zielt man doch an der wettbewerbsschädigenden Problematik vorbei. Nämlich dass Apple Anbieter von Apps in die von Apple selbst angebotene Infrastruktur zwingt. Und für allfällig in solchen Apps erfolgende Verkäufe von Inhalten wieder die eigene Infrastruktur aufzwingt und dabei gleichzeitig den Wettbewerb verbietet. (Man kann wohl gespannt sein, ob da noch Aufsichtsbehörden einschreiten werden.) Da steht das Argument, es werde ja niemand gezwungen in den App Store zu gehen, schon etwas seltsam in der Landschaft.  
--- Ende Zitat ---

Das Grundproblem der Appstore-Exklusivität der iOS-Geräte haben wir schon oft diskutiert. Ich sehe das auch nicht unkritisch, v.a. weil Apple sich vorbehält die Inhalte nach nicht nachvollziehbaren Kriterien zu filtern.

Aber all das wussten die Verlage und die Kunden. Und die Wettbewerbshüter wissen es auch.


--- Zitat ---(Und nein, es geht eben so gesehen nicht um die besten Verkaufsplätze. Es geht um die einzigen Verkaufsplätze.)

--- Ende Zitat ---

Nein. Da das vorinstallierte Safari einen Ausweg bietet. Und ich wette der Durchschnittsuser startet es deutlich öfters als den Appstore.

warlord:

--- Zitat von: Florian am Februar 15, 2011, 19:18:36 ---Das Grundproblem der Appstore-Exklusivität der iOS-Geräte haben wir schon oft diskutiert. Ich sehe das auch nicht unkritisch, v.a. weil Apple sich vorbehält die Inhalte nach nicht nachvollziehbaren Kriterien zu filtern.
--- Ende Zitat ---

Natürlich haben wir das Grundproblem schon oft diskutiert. Die nun auf dem Tisch liegenden Bedingungen für In-App-Verkäufe verleihen in meinen Augen dem Grundproblem aber eben durchaus eine neue, noch unschönere Qualität.


--- Zitat ---Aber all das wussten die Verlage und die Kunden. Und die Wettbewerbshüter wissen es auch.
--- Ende Zitat ---

Was hat denn das Wissen damit zu tun? Weil man von etwas weiss, sollte man es nicht mehr anprangern oder bekämpfen dürfen?


--- Zitat ---Nein. Da das vorinstallierte Safari einen Ausweg bietet.
--- Ende Zitat ---

Wenn man davon ausgeht, dass sich jeglicher Inhalt, der in-app verkauft werden könnte, mit einer Mobile-Safari Anwendung lösen lässt, ja. Auch wenn dies für einen grossen Teil der Inhalte jener Anbieter, deren Querelen mit Apple diesen Thread ausgelöst haben, möglicherweise zutreffen mag, glaube ich nicht, dass dieser Ausweg für alle Inhalte möglich ist und so vollumfänglich als Entschuldigung dienen kann.


--- Zitat ---Und ich wette der Durchschnittsuser startet es deutlich öfters als den Appstore.
--- Ende Zitat ---

Es geht ja nicht um den App Store. Sondern um Apps, die im App Store bezogen wurden.

Florian:

--- Zitat von: warlord am Februar 15, 2011, 20:02:56 ---Natürlich haben wir das Grundproblem schon oft diskutiert. Die nun auf dem Tisch liegenden Bedingungen für In-App-Verkäufe verleihen in meinen Augen dem Grundproblem aber eben durchaus eine neue, noch unschönere Qualität.
--- Ende Zitat ---

Andere Apps dürfen doch auch nicht ausserhalb des Stores erweitert werden, oder irre ich mich? Das war also zu erwarten.
Du hast natürlich recht, nur weil wir es alle wissen, wird es nicht besser. Aber die Verlage machen sich schon etwas lächerlich, wenn sie jetzt bejammern, was schon lange bekannt war.


--- Zitat ---Was hat denn das Wissen damit zu tun? Weil man von etwas weiss, sollte man es nicht mehr anprangern oder bekämpfen dürfen?
--- Ende Zitat ---

Im Gegenteil. :)
Ich meinte das so: Sollte das den Marktregeln widersprechen, müssen sie halt handeln. Ich habe jetzt ehrlich gesagt keinen Überblick, aber der Appstore als Ganzes scheint ja noch nicht am behördlichen Pranger zu stehen, was eine gewisse Vereinbarkeit mit den Regularien nahelegt.
Das enthebt natürlich nicht die Verlage und die Kunden von einer eigenen Entscheidung.


--- Zitat ---Wenn man davon ausgeht, dass sich jeglicher Inhalt, der in-app verkauft werden könnte, mit einer Mobile-Safari Anwendung lösen lässt, ja. Auch wenn dies für einen grossen Teil der Inhalte jener Anbieter, deren Querelen mit Apple diesen Thread ausgelöst haben, möglicherweise zutreffen mag, glaube ich nicht, dass dieser Ausweg für alle Inhalte möglich ist und so vollumfänglich als Entschuldigung dienen kann.
--- Ende Zitat ---

Ich finde halt die „normalen“ App-Entwickler hätten viel mehr Grund zur Beschwerde - denn sie haben wirklich keine Alternative. Bei Printprodukten geht es aber um Text und Bilder. Die kann man auch anders transportieren.
Aber nein, sie wollen in den App Store… selber schuld. 

FOX:
Jedem Verlag steht nach wie vor die Option offen, selbst einen Store zu eröffnen. Wo ist das Problem?
Entweder den Dienst von Apple nutzen, oder selbst etwas Ähnliches bereitstellen.

Und ich hatte es schon erwähnt: das würde höhere Kosten, als die 30% Abgabe, verursachen.
Sie wollen nun einfach Apple im Preis drücken. Das geht in ihren Augen leichter, als selbst Vergleichbares zu entwickeln.

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