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Der AppStore und die Verlage
FOX:
Ein recht gutes Dokument über die neuen Streit, den die Verlage nun gegen Apple vom Zaun brechen gibt es hier zu lesen:
http://wirres.net/article/articleview/5718/1/6/
Im Moment wehren sie (die Verlage) sich ja gegen das Modell der Inn-App-Käufe. Sie würden ja gerne ihre wöchentlichen/monatlichen Ausgaben an "Apple vorbei verkaufen" und die 30% Marsche, die Apple einstreicht, einsparen.
Hier ein kleiner Auszug des Artikels:
ist das denn so schwer zu begreifen? wer sich in ein geschlossenes, kontrolliertes system, wie ein flugzeug, einen zug oder den apple-app-store begibt (was ja durchaus vorteile haben kann, man kommt zuverlässig von a nach b, man kann für sachen geld verlangen, die sonst kein arsch bezahlen würde), ist man dazu verdammt nach den regeln dieses systems zu agieren — oder das system zu verlassen.
radneuerfinder:
Es gibt noch eine Möglichkeit: Das System ändern (lassen).
FOX:
Du meinst, durch den Druck der Verlage sollte Apple seine Bedingungen zugunsten der Verlage ändern?
radneuerfinder:
Zunächst wollte ich darauf hinweisen, daß es noch weitere als die in dem Artikel genannten Möglichkeiten gibt.
Darüber hinaus bin ich tatsächlich der Meinung, daß es sowohl mir dem Konsumenten, wie auch langfristig Apple schadet, wenn Inhalte und Vertrieb zu sehr monopolisiert und gegängelt werden. 30 % Provision (außerhalb der USA sogar deutlich über 30 %) sind außerdem ein starkes Wort.
Eine weltweit zuständige Zentrale, die in Inhalte eingreifen kann und das ja auch bereits tut, geht in meinen Augen gar nicht.
Die Unternehmungen die Internetinhalten einen "walled garden" vorgeschaltet hatten, wie damals AOL, T-Online, etc. sind ja glücklicherweise vom flexibeleren, freierem Web verdrängt worden. Ich meine, falls Apple zu stur bleibt wird das auch hier passieren und ich werde meine eBooks, eMagazine in einem der zahlreichen oder dem großem offenen Android Store kaufen. Und die Musik mobil bei Amazon. Was ja zur Zeit auf dem iPhone tatsächlich nicht geht.
MacFlieger:
Was ich ja nicht nur in diesem Zusammenhang immer lustig finde, ist, dass sich alle über die 30% aufregen, die Apple von Verkäufen (App, In-App etc.) bekommt. Üblicherweise kommt dieser Aufschrei von Leuten, die (wie auch ich) keinen Erfahrungen in die Kosten bei weltweitem Vertrieb einer Sache haben. Für solche Leute scheint das immer ein hoher Betrag zu sein und "Apple ist ein Abzocker".
Aber bei Licht betrachtet scheint das doch überhaupt nicht zu stimmen. Zum einen weist Apple ja in den berichten aus, dass mit dem AppStore praktisch null Gewinn gemacht wird und zum anderen bestätigen andere, dass derartige Kosten für Verrtrieb und Inkasso völlig normal und sogar eher niedrig sind. Apple übernimmt ja nicht nur Hosting, sondern auch Inkasso (gerade bei Kreditkarte ist das weltweit gesehen schon nicht unerheblich zu bezahlen) und Kunden-Support bei Problemen mit Download, Abrechnung etc.
Die Verlage tun immer so, als ob ihre Produkte gut 30% billiger sein könnten, wenn sie an Apple vorbei Sachen direkt verkaufen. Dass da dann auch wieder Kosten auftreten, die evtl. im gleichen Rahmen liegen, wenn es gut gemacht ist, lassen sie völlig weg. Im physischen Vertrieb (gedruckte Zeitschriften) sind die Kosten sogar noch größer als diese 30%.
Irgendwie finde ich diese "Aufregung" der Verlage sehr heuchlerisch. Sie können doch nebenher In-App-Verkäufe machen. Nur ist das über Apple halt für den Anwender sehr praktisch. Nur einer hat dann die Daten und ich vermute mal, dass die davor die größte Angst haben.
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