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Pandemrix und die Auswirkungen

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Florian:
Ja, ich meinte damit nicht, dass sie Hilfe bräuchten, nur das die Poltik ihnen sehr gerne Gefallen tut. Das Wort war ironisch gemeint.

Natürlich ist das alles vielschichtig, und nicht nur die Pharmafirmen profitieren. Ich wollte nur ehelich gesagt nicht allzu viel dazu schreiben.
„Grippe“ ist ein stets präsentes Risiko, gegen das sich die meisten Leute normalerweise nicht impfen lassen. Die als Schweinegrippe bekannte H1N1-Variante ist nicht gefährlicher als andere, und bis jetzt konnte man auch keine verstärkte Mutationsneigung beobachten.
Wenn man Kreuzungen verhindern will, müsste man also bei allen Grippewellen ähnliche Maßnahmen ergreifen - ob das an sich sinnvoll wäre, ist umstritten. Das es noch nie gemacht wurde, ist dagegen Tatsache.

Ich bin keineswegs gegen Impfen an sich, ich sehe sogar sehr kritisch die Impfmüdigkeit, auch bei wirklich sinnvollen Impfungen wird ja massiv geschlampt und unvernünftig abgelehnt.
Dieser generellen Impfmüdigkeit leistet man aber mit dieser überzogenen Hysterie und den teilweise chaotischen Begleitumständen doch nur Vorschub. 
Auch entsteht mittlerweile der Eindruck, dass man jedes Jahr einen neuen Virus zur Weltgefahr ausruft - fast scheinen sich viele Berichterstatter und Forscher danach zu sehnen, dass endlich apokalyptische Zustände eintreten, so oft werden sie beschworen.

Noch nie habe ich mich gegen Grippe lassen und in meinen Augen ist die Schweinegrippe nun wirklich kein Grund, dies zu ändern.

radneuerfinder:

--- Zitat von: Florian am November 07, 2009, 13:29:39 ---bis jetzt konnte man auch keine verstärkte Mutationsneigung beobachten

--- Ende Zitat ---

Nach dem was ich gelesen habe, ist das "normale" MutationsRisiko der ausreichende, eigentliche Grund für die Horrorgeschichten, die die Medien so gerne auftischen. Und bei Vogel- wie SchweineGrippe braucht es nicht mehr viel Mutation (im Gegensatz zu herkömmlicher Grippe) damit ein für den Menschen recht tödliches Virus entstehen könnte. Wann, wo und ob so eine Mutation, inklusive leichter Übertragbarkeit, entsteht ist nicht vorhersagbar. Es läßt sich nur sagen, daß die MutationsMöglichkeiten durch die Faktoren Zeit und Menge, also SchweinegrippenErkrankungen, steigen. Das läßt die Epidemilogen bedenklich ihr Haupt wiegen. Ob und inwieweit das auch zum Aufruf zur Impfung beiträgt, dazu habe ich noch keinen gelehrigen Artikel gefunden - wäre aber an einem interessiert.

warlord:

--- Zitat von: Florian am November 07, 2009, 13:29:39 ---Die als Schweinegrippe bekannte H1N1-Variante ist nicht gefährlicher als andere, und bis jetzt konnte man auch keine verstärkte Mutationsneigung beobachten.
Wenn man Kreuzungen verhindern will, müsste man also bei allen Grippewellen ähnliche Maßnahmen ergreifen
--- Ende Zitat ---
Was H1N1 meines Wissens von den "normalen" Grippewellen in den vergangenen Jahrzehnten unterscheidet, ist die lange Zeit seit dem letzten Auftreten des Stamms, so dass es keine Resistenzen mehr gegen ihn gibt (bzw. gab, die Menschheit verschafft sich jetzt ja gerade wieder welche) und er gleichzeitig überdurchschnittlich ansteckend ist. Da sind also zwei von drei Eigenschaften vorhanden, die es für einen Pandemie-GAU braucht. Zum Glück fehlt ihm derzeit gerade die "schlimmste" der 3 Komponenten, nämlich die heftigen Auswirkungen auf den einzelnen Organismus. Aber eben, von ihm ist der Schritt zum Super-GAU wesentlich kleiner, als von den saisonalen Grippewellen.


--- Zitat --- Auch entsteht mittlerweile der Eindruck, dass man jedes Jahr einen neuen Virus zur Weltgefahr ausruft - fast scheinen sich viele Berichterstatter und Forscher danach zu sehnen, dass endlich apokalyptische Zustände eintreten, so oft werden sie beschworen.
--- Ende Zitat ---
Ja, dieser Eindruck entsteht mitunter. Leider ist es aber wohl unmöglich zu beurteilen, was letztlich der Grund des Nichteintretens der befürchteten Katastrophen in den letzten Jahren oder Jahrzehnten war. Vielleicht bestand wirklich nie eine ernsthafte Gefahr. Vielleicht hat man sie aber auch mit den eingeleiteten Massnahmen verhindert. Ist halt das ewige Dilemma. Hat man eine Katastrophe verhindert, weiss man nie genau, ob man sie wirklich verhindert hat oder ob sie ohnehin nicht passiert wäre. Passiert eine Katastrophe, weiss man nie genau, ob man sie hätte verhindern können, wenn man dieses oder jenes getan hätte.

Florian:
radneuerfinder:
Dann bitte ich um eine oder besser mehrere Quellen, die wenigstens darauf hindeuten, dass diese H1N1-Varianz mutationsfreudiger ist als andere Grippeviren.
Über etwas anderes habe ich nichts geschrieben, insofern verstehe ich nicht, wieso gar nicht auf die meine Behauptung eingehst, sondern eine Allgemeindarstellung bringst.

Florian:

--- Zitat von: warlord am November 07, 2009, 13:55:59 ---Was H1N1 meines Wissens von den "normalen" Grippewellen in den vergangenen Jahrzehnten unterscheidet, ist die lange Zeit seit dem letzten Auftreten des Stamms, so dass es keine Resistenzen mehr gegen ihn gibt (bzw. gab, die Menschheit verschafft sich jetzt ja gerade wieder welche)
--- Ende Zitat ---

Tatsächlich haben 1/3 der über 60-Jährigen Antikörper, also ging schon mal was ähnliches um.
Aber Du hast Recht, hier liegt ein Unterschied, wobei ich jetzt nicht weiß, wie die Zahlen bei den anderen Grippeviren jeweils sind. An sich wird ja stets die Impfung empfohlen, nur nie mit dieser Vehemenz.


--- Zitat --- und er gleichzeitig überdurchschnittlich ansteckend ist. Da sind also zwei von drei Eigenschaften vorhanden, die es für einen Pandemie-GAU braucht. Zum Glück fehlt ihm derzeit gerade die "schlimmste" der 3 Komponenten, nämlich die heftigen Auswirkungen auf den einzelnen Organismus. Aber eben, von ihm ist der Schritt zum Super-GAU wesentlich näher, als von den saisonalen Grippewellen.
--- Ende Zitat ---

Das ist doch sehr die Frage, finde ich. Wer weiß schon, wie etwas wann mutiert.
Über die Ansteckungsgefahr suche ich auch noch nach harten Zahlen. Ob man Mexiko als Studienobjekt hier übertragen kann?


--- Zitat ---Vielleicht bestand wirklich nie eine ernsthafte Gefahr. Vielleicht hat man sie aber auch mit den eingeleiteten Massnahmen verhindert. Ist halt das ewige Dilemma. Hat man eine Katastrophe verhindert, weiss man nie genau, ob man sie wirklich verhindert hat oder ob sie ohnehin nicht passiert wäre. Passiert eine Katastrophe, weiss man nie genau, ob man sie hätte verhindern können, wenn man dieses oder jenes getan hätte.

--- Ende Zitat ---

Das würde aber nur zutreffen, hätte man bei allen Gefahren wirksame Maßnahmen getroffen. So sieht es eher so aus, als wären die Risiken eben doch nicht so riesengroß gewesen.
Ja, ich bin mir schon bewust, dass in Asien Millionen von Hühner geschlachtet wurden, etc. Aber bei uns war auch Panik und gemacht wurde sehr wenig. Diese Diskrepanzen machen die jetzigen Aktionen in vielen Augen ja so unglaubwürdig.


Übrigens lese ich gerade, dass die deutsche Ständige Impfkommision „bisher lediglich eine Impfempfehlung für Beschäftige im Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege, chronisch Kranke und Schwangere ausgesprochen.“ (wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Pandemie_H1N1_2009)
Trotzdem orderte die deutsche Regierung Impfstoff für 50 Millionen Bürger. Weise Vorsicht oder doch Panikaktion?

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