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Beste NaviLösung für iPhone oder iPod touch?
warlord:
--- Zitat von: Florian am September 18, 2011, 18:54:00 ---Ich fürchte Du hast recht. :-\
Aber die Hersteller könnten doch eine „Einfach-Version“ als Option innerhalb des Programms anbieten.
--- Ende Zitat ---
Das würde doch (fast) keine Sau wollen. Die Geschichte von Apple beweist das doch ziemlich eindrücklich. Als sich Apple noch darauf konzentrierte, Dinge möglichst praktisch zu gestalten, gingen sie fast Konkurs. Seit sie sich darauf konzentrieren, Dinge möglichst geil aussehen zu lassen, sind sie zu wertvollsten Firma aufgestiegen. Die Menschheit ist und bleibt doof. Der Computer-Benutzer stellt da keine Ausnahme mehr dar, seit jedermann einen Computer benutzt...
Florian:
Ich glaube es liegt eher daran, dass die großen Herstellern ihre Navis weiterhin verkaufen wollen und generell viele Memmen am Werk sind. Macht's einer und es ist erfolgreich, wird kopiert anstatt mal das Hirn einzuschalten.
Wir sind sicher nicht die einzigen Leute, denen die Darstellung zu kleinteilig ist. Brauchst nur mal in Deinem Bekanntenkreis fragen. Lege ich meinen zugrunde, würde ich meinen, dass die Mehrheit das genauso sieht, aber nicht angeboten bekommt, was sie haben wollen.
Das war auch am Handymarkt der Fall bis das für Dich ja so alberne iPhone kam - und massenhaft kopiert wurde. Oder am Tabletmarkt. Bis zum iPad.
Apple richtet sich nämlich nur sehr eingeschränkt nach Nutzerbefragungen und trifft doch oft den Kern der Wünsche.
Generell finde ich abenteuerlich, was dem Kunden heutzutage zugemutet wird. Von Analogkäse bis Zertifikatsmüll. Das eine an sich seriöse Firma wie RIM ein halbfertiges Playbook auf den Markt bringt, zu iPad-Preisen. Das für Beta-Software Geld verlangt wird. Das Apps von Werbung unterbrochen werden. Das man den zigsten Aufguss 3D-Kino durchdrücken will.
Ich könnte acht Seiten lang weiter schreiben. Nachdem festgestellt wurde, dass der moderne Mensch eigentlich nichts mehr Neues braucht, werden ihm nun immer neue Generationen halbfunktionierender Dinge verkauft, damit er schön weiter shoppen geht, in Hoffnung auf die Erlösung.
Und das ist auch ein Grund warum Apple mitunter so verehrt wird: Die Konzentration aufs Wesentliche. Was nicht gut funktioniert, wird rausgelassen. (*) Das originale iPhone konnte ja viele Sachen nicht. Den Leuten war's egal, denn die Funktionen, die es hatte, waren gut umgesetzt.
Natürlich gibt es viele Kunden, die nicht nachdenken. Von Apple und anderen Firmen. Aber die sind eben dann sehr sprunghaft und zeigen wenig Treue zur Marke.
Aber zurück zum Thema:
Was nützt mir eine 3D-Karte mit Strassennamen und Points of Interest plus Traffic Information Plus, wenn ich das alles auf der Fläche gar nicht wahrnehmen kann? Die mich beim Fahren sogar womöglich ablenken und so gefährden!
Gibt es wirklich keine Navi-App ohne optischen Klimbim sondern mit Vernunft?
(*) Natürlich kennen wir hier die vielen Ausnahmen von dieser Regel.
fränk:
Ich glaube es ist ein Fehler, sowohl den Produzenten, als auch den Konsumenten so viel Hirneinsatz fürs Produkt zu unterstellen, wie wir es hier machen.
Ich habe immer öfter den Eindruck, es werden Sachen „zusammengekloppt“ und dann liegt es in der Hand der Marketingabteilung, ob das Ding ein Erfolg wird oder nicht.
Beim ersten iPhone war es nie und nimmer ein geplantes Feature, dass es über viele Funktionen nicht verfügte.
Das Ding kam so „unfertig“ wie es war auf den Markt und wurde gewollt und gekauft weil es von Apple war, weil es teuer war und obwohl es viele Dinge nicht konnte. Nicht etwa weil es so viele Dinge nicht konnte. Aus der Sicht von heute ist es doch unglaublich, dass Apple damals ein Super-Hyper-HighTech-Telefon auf den Markt geworfen hat, was kein UMTS konnte.
Hätte die Firma Schmitthuber aus Hannover das gleiche Gerät erfunden und versucht es zu verkaufen, wären sie gescheitert.
Florian:
--- Zitat von: fränk am September 19, 2011, 07:03:16 ---Beim ersten iPhone war es nie und nimmer ein geplantes Feature, dass es über viele Funktionen nicht verfügte.
--- Ende Zitat ---
Das habe ich doch nicht gesagt. Aber bei Apple fliegt etwas, dass noch nicht gut funktioniert, eben eher raus als bei anderen.
--- Zitat ---Das Ding kam so „unfertig“ wie es war auf den Markt und wurde gewollt und gekauft weil es von Apple war, weil es teuer war und obwohl es viele Dinge nicht konnte. Nicht etwa weil es so viele Dinge nicht konnte. Aus der Sicht von heute ist es doch unglaublich, dass Apple damals ein Super-Hyper-HighTech-Telefon auf den Markt geworfen hat, was kein UMTS konnte.
--- Ende Zitat ---
War (und ist) UMTS denn für die breite Masse so wichtig? Das ist genau der Denkfehler, den alle Hersteller machen, die immer mit den technischen Spezifikationen protzen. Wie jetzt mit Flash. Otto Normalbürger braucht kein Flash, schon gar nicht wenn es dauernd abstürzt und den Akku leer saugt.
Klar hat Apple gutes Marketing, aber man kann ganz klar trennen zwischen Smartphone vor und nach dem iPhone. Zu sagen das war nur die Werbung wird der Sache nicht gerecht.
--- Zitat ---Hätte die Firma Schmitthuber aus Hannover das gleiche Gerät erfunden und versucht es zu verkaufen, wären sie gescheitert.
--- Ende Zitat ---
Das ist klar. Aber wer hinderte RIM, Nokia, Motorola (die sogar mal mit Apple ein Murkshandy fabrizieren durften), Sony Ericsson oder Cisco, Google, Amazon, SAP oder BMW, Porsche, Siemens… so ein Handy zu bauen?
Ich sage nicht, dass das iPhone das beste Handy aller Zeiten war. Aber es war genau das, was die Leute wollten. Wer konnte schon wirklich mit seinem Handy Emails verschicken vorher? Doch nur die Business-People und ungern. Was war das für ein Gewürge über WAP-Portale und ähnlichen Idiotien zu surfen?
Apple hat sich genommen, was aktuell da war:
Datenflatrates, Multitouch-fähige Displays, 'nen guten Akku und v.a. eine durchdachte Bedienung aus eigenem Hause. Man muss schon den Hut ziehen vor dem Timing, das ja über Jahre im Voraus geplant worden sein muss.
Und ja, auch vor dem Marketing.
fränk:
--- Zitat von: Florian am September 19, 2011, 23:09:38 ---War (und ist) UMTS denn für die breite Masse so wichtig? Das ist genau der Denkfehler, den alle Hersteller machen, die immer mit den technischen Spezifikationen protzen. Wie jetzt mit Flash. Otto Normalbürger braucht kein Flash, schon gar nicht wenn es dauernd abstürzt und den Akku leer saugt.
--- Ende Zitat ---
Das stimmt, Otto Normalbürger benötigt dieses Zeugs nicht.
Das weiß er aber nicht!
Er will diese Dinge, weil es die Leistung seines Telefons unterstreicht. Genau wie die 8MP-Kamera im Telefon.
Otto Normalbürger will auch keinen leergesaugten Akku. Den wird er aber erst nach dem Kauf entdecken. ;)
Das Handy selber ist doch für viele nur ein Teil des Erlebnisses. Der andere Teil sind die Gespräche über das Handy, das Schwanzmessen mit dem Gerät. Deswegen sind UMTS, viele MP-Kameras, viel Speicher, viel Chrom & Glanz und ein hoher Preis unabdingbar.
Was bist du den wert, wenn Du das beste Telefon besitzt? Gar nix!
Wichtig bist Du, wenn du das teuerste Telefon besitzt! ;)
Das ist für mich einer der Hauptgründe für den Erfolg des iPhones.
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