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Geschäftszahlen 1.Quartal: Natürlich neue Rekorde

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Florian:
Also, auf die Diskussion „Wie viel ist genug?“ kann ich zeitlich jetzt nicht eingehen, ich denke aber auch generell ist das ein schwieriges Thema.

Aber zur Frage von Macflieger:
Analysten interessieren sich natürlich fürs Wachstum, weil sie ja eine Aussage über den Börsenkurs treffen sollen bzw. ihren Kunden Anhaltspunkte geben sollen. Kaufe ich heute eine Aktie, ist das eine Wette auf die Zukunft des Unternehmens. Der Kurs wird mittelfristig nur dann stetig steigen, wenn mehr verdient wird als in der Vergangenheit.

Die iPods haben ind er Vergangenheit und auch heute noch für einen wahren Geldsegen gesorgt und den Kurs getrieben. Das ist aber im Aktienkurs schon verarbeitet. Die Frage ist einzig, wie viele iPods in Zukunft verkauft werden. Und da ist eine abflauende Wachstumsrate (oder dann irgendwann vielleicht ein Minus) eben ein Anzeichen, daß der Baum nicht endlos in den Himmel wächst. Was logisch ist, daß wissen die Analysten und Anleger natürlich auch.
 Die Frage ist halt nur: Wann hört der Baum auf zu wachsen.


Legt man Geld in anderer Form an, will man ja auch Rendite.

Es geht also nicht um Apple, sondern um das Geld der Anleger. Und der Analysten, die sie beraten, gut oder schlecht.

fränk:

--- Zitat von: Florian am Januar 23, 2008, 13:00:16 ---Die Frage ist einzig, wie viele iPods in Zukunft verkauft werden.

--- Ende Zitat ---
Ich glaube das dies ein großer Irrtum ist.

Die Frage, wie viele iPods in der Zukunft verkauft werden, hat nix mit Apples Aktienkurs zu tun.

Einzig das, was heute vermutet wird, wie viel iPods in Zukunft verkauft werden, macht den Kurs.
Und eigentlich noch nicht einmal das, sondern eher wer, welche Vermutung wo in der Öffentlichkeit platziert und welche Multiplikatoren sie dann wiederholen.

Wäre es nur die Zahl der verkauften iPods (oder was auch immer von wem auch immer) die den Aktienkurs machen, wären die Menge der gehandelten Papiere an der Börse ohne Belang.

elafonisi:

--- Zitat von: Terrania am Januar 23, 2008, 10:55:37 ---In unserer Gesellschaft ist Ehrlosigkeit im Business vorherrschend. Ich meine mit Ehrlosigkeit die Tatsache, daß nicht mehr das BESTE zum Gegenwert hergestellt wird - was eine Menge Grips und Arbeit vorraussetzt, sondern DAS BILLGSTE. Das kann es nicht sein.

--- Ende Zitat ---

Wie sieht es denn bei den großen Firmen aus? Die Vorstände bekommen einen Zeitvertrag, d.h. sie müssen in dieser Zeit alles Erdenkliche unternehmen um den Profit zu steigern, damit sie einen noch lukrativeren Anschlußvertrag bekommen oder sich für andere Firmen so attraktiv  machen, dass sie Bedingungen stellen können. Das langfristige Wohl und Wehe der Firma ist da völlig nebensächlich. Leider werden für solche Positionen sehr oft Leute genommen, die nie selbst versucht haben eine Firma aufzubauen und somit garnicht wissen können, dass eine Firma eben nicht nur aus Zahlen besteht.

MacFlieger:

--- Zitat von: Florian am Januar 23, 2008, 13:00:16 ---Aber zur Frage von Macflieger:
Analysten interessieren sich natürlich fürs Wachstum, weil sie ja eine Aussage über den Börsenkurs treffen sollen bzw. ihren Kunden Anhaltspunkte geben sollen. Kaufe ich heute eine Aktie, ist das eine Wette auf die Zukunft des Unternehmens. Der Kurs wird mittelfristig nur dann stetig steigen, wenn mehr verdient wird als in der Vergangenheit.
--- Ende Zitat ---

OK, das macht Sinn, wenn es sich um Aktien handelt, die keine (wie Apple) oder nur eine geringe Dividende ausschütten. Das habe ich verstanden. :) D.h. auch, dass Analysten eigentlich nicht einen guten oder schlechten Zustand einer Firma beurteilen, sondern nur die Möglichkeit/Fähigkeit des Wachstums. Eine Firma, die evtl riesige Gewinne macht, diese aber nicht steigert oder steigern kann, ist für Analysten uninteressant und in der Sichtweise eine "schlechte Firma", richtig?

Aber warum machen das dann die Firmen mit (Vorgabe jährlich steigender Zuwächse und damit über-exponentielles Wachstum) und versuchen derartig Unmögliches zu erreichen?

fränk:

--- Zitat von: MacFlieger am Januar 23, 2008, 14:25:12 ---Aber warum machen das dann die Firmen mit (Vorgabe jährlich steigender Zuwächse und damit über-exponentielles Wachstum) und versuchen derartig Unmögliches zu erreichen?

--- Ende Zitat ---

Vermutlich weil diese Vorgabe die "Börsen-Gurus" zum "Kauf" oder "nicht Kauf" raten lässt.

Eine Firma die ihren Wert im kommenden GJ um 50% steigern will ist nun interessanter als eine, die nur um 20% wachsen will.
Ist die Firma, die um 50% wachsen wollte nur um 42% gewachsen, wird sie gnadenlos abgewertet, während die andere aus den angepeilten 20% satte 28% gemacht hat nun abgeht wie eine Rakete.

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