ausblenden > Apple
Geschäftszahlen 1.Quartal: Natürlich neue Rekorde
radneuerfinder:
Ich verstehe das auch nicht. Über diese selbstgebastelte Theorie bin ich bis jetzt nicht hinaus gekommen:
Aktien sind eine Zweitwährung.
Man kann die Erstwährung "richtiges" Geld (= bedrucktes Papier mit Tauschwert) in die Zweitwährung Aktien (= bedrucktes Papier mit Tauschwert) umtauschen. Die Zweitwährung wird fast nur vom Markt, aber von keiner Notenbank reguliert. Die Verknüpfung an physische Werte ist noch geringer als bei klassischem Geld. Aktien machen also mehr was sie wollen, sie sind volatiler.
Solange die Mehrheit der Aktien- Käufer und Besitzer an eine, im Vergleich zur Erstwährung, bessere Entwicklung glaubt, steigen die Aktien. Da das für alle Teilnehmer recht praktisch ist, steigern sich die Aktien ganz gern. Und damit steigen auch Parameter wie "Geld"menge und Inflation innerhalb der Zweitwährung. Irgendwann, meistens an kleineren oder größeren schwarzen Freitagen, fällt die Wertdifferenz zur normalen Währung aber auf. Das Vertrauen in die Zweitwährung schwindet und viele schichten in die Erstwährung um. Diese sprunghaften, starken Wertkorrekturen sind eine direkte Folge, des vorherigen zu starken Wertzuwachses und regelmäßig, aber zeitlich unregelmäßig, zu erwarten.
Also ein Nullsummenspiel im Vergleich zur Erstwährung? Irgendwann ja. Solange aber die Geldmenge steigt, die aus der Erstwährung in die Zweitwährung konvertiert wird, solange ist die Zweitwährung im Schnitt wertiger.
Wenn meine Theorie stimmt, müßte im jahrzehntelangen Mittel der Wertzuwachs bei Aktien korrespondieren mit dem Maß, wieviel in den letzten Jahrzehnten in Aktien investiert wurde. Die Frage ist, gab es netto einen Geldfluß von richtigem Geld Richtung Aktien? Ich meine, den gab es in den letzten Jahrzehnten in allen westlichen Ländern, wie auch global. Und zwar nicht zu knapp. Das würde die im Vergleich zum Geld bessere Rendite (inklusive aller Kursstürze) von Aktien erklären.
Dale:
--- Zitat von: radneuerfinder am Januar 23, 2008, 15:43:51 ---
Aktien sind eine Zweitwährung.
Man kann die Erstwährung "richtiges" Geld (= bedrucktes Papier mit Tauschwert) in die Zweitwährung Aktien (= bedrucktes Papier mit Tauschwert) umtauschen.
--- Ende Zitat ---
Eine Aktie ist gar keine Währung, und auch nicht damit vergleichbar. Eine Aktie ist einfach ein Wertpapier das einen echten Anteil an einer Gesellschaft verbrieft. Die Sache ist also viel weniger metaphysischer oder philosophischer Natur ;); am Ende kauft man wirklich einen Teil einer Gesellschaft, und die Aktie belegt dies.
MacFlieger:
--- Zitat von: fränk am Januar 23, 2008, 15:41:55 ---
--- Zitat von: MacFlieger am Januar 23, 2008, 14:25:12 ---Aber warum machen das dann die Firmen mit (Vorgabe jährlich steigender Zuwächse und damit über-exponentielles Wachstum) und versuchen derartig Unmögliches zu erreichen?
--- Ende Zitat ---
Vermutlich weil diese Vorgabe die "Börsen-Gurus" zum "Kauf" oder "nicht Kauf" raten lässt.
--- Ende Zitat ---
Ja, aber warum ist das für die Firma interessant?
Mein Beispiel: Eine Firma macht satte Gewinne und wird das in Zukunft aller Voraussicht nach auch weiter tun. Eine Steigerung des Umsatzes ist aber nicht mehr möglich. Folge: Für Analysten völlig uninteressant, eine Firma in einem schlechten Zustand (für Analysten).
Warum geht dann die Firma nicht hin und sagt: "Scheiss was auf die Analysten, wir verdienen uns hier dumm und dusselig, was juckt es mich, was ein Analyst über mich meint"?
In der Realität sieht es dann doch meist so aus, dass versucht wird, denn Gewinn weiter zu maximieren, in dem u.a. das (Human-)Kapital auf den Kopf gehauen wird. Für kurze Zeit sind nun evtl. etwas höhere Gewinne drin, auf längere Sicht hin aber geht es der Firma schlechter. Folge: Für Analysten interesant, eine Firma in einem guten Zustand (für Analysten).
Würde es nicht vielen Firmen besser (nicht im Analysten-Sinne "besser") gehen, wenn nicht auf unrealistische und nicht einzulösende Ziele hingearbeitet würde?
MacFlieger:
--- Zitat von: Dale am Januar 23, 2008, 16:03:44 ---Eine Aktie ist gar keine Währung, und auch nicht damit vergleichbar. Eine Aktie ist einfach ein Wertpapier das einen echten Anteil an einer Gesellschaft verbrieft.
--- Ende Zitat ---
Klar, aber hat dieser Anteil im Wert etwas mit dem Aktienkurs zu tun? Ich denke, nein.
Ich denke radneuerfinder zielte mit dem Begriff "Zweitwährung" auf die Aktienkurse und nicht auf den echten Firmenanteil.
Florian:
Hätte ich den Kommentar nur weg gelassen... :)
Macflieger:
--- Zitat ---Eine Firma, die evtl riesige Gewinne macht, diese aber nicht steigert oder steigern kann, ist für Analysten uninteressant und in der Sichtweise eine "schlechte Firma", richtig?
--- Ende Zitat ---
Ja, natürlich, aber auch aus Sicht der Anleger!
Kauft man eine Aktie, kauft man einen Anteil der Firma zum Fixpunkt X. Wird keine Dividende ausgeschüttet, habe ich gar nichts davon! Wird eine ausgeschüttet, ist sie meist nicht im Bereich, wo es sich lohnt das Risiko eines Aktieninvestments auf sich zu nehmen, Dividenden sind in der Regel nur Zubrot.
Nun kann man ja vergleichen. Es gibt ja auch sehr konservative Märkte, die langsam und stetig wachsen. Die wählt man, wenn man sicherer investieren will - die Rendite ist natürlich dann auch niedriger.
Die IT-Branche ist sicher keine risikoarme!
Dafür stimmt im Idealfall die Rendite.
Nun wählt natürlich jeder Anleger innerhalb der eigenen Risikobereitschaft (manchmal offensichtlich auch darüber hinaus, denn woher kämen sonst die Jammerer?) das beste Investment.
Warum soll ich in Firma X investieren, wenn ich der Ansicht bin Firma Y gehört die Zukunft?
Natürlich geht es an der Börse nicht immer so nüchtern ab. Sie neigt zum Herdenverhalten.
--- Zitat von: MacFlieger am Januar 23, 2008, 16:32:21 ---Warum geht dann die Firma nicht hin und sagt: "Scheiss was auf die Analysten, wir verdienen uns hier dumm und dusselig, was juckt es mich, was ein Analyst über mich meint"?
--- Ende Zitat ---
Keine Firma wird gezwungen, Aktien auszugeben! Wenn man sich aber dazu entschließt, natürlich um Geld einzunehmen, dann muss man eben damit leben, daß nun die Mitbesitzer mitreden.
fränk:
--- Zitat von: fränk am Januar 23, 2008, 13:08:56 ---
--- Zitat von: Florian am Januar 23, 2008, 13:00:16 ---Die Frage ist einzig, wie viele iPods in Zukunft verkauft werden.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube das dies ein großer Irrtum ist.
Die Frage, wie viele iPods in der Zukunft verkauft werden, hat nix mit Apples Aktienkurs zu tun.
Einzig das, was heute vermutet wird, wie viel iPods in Zukunft verkauft werden, macht den Kurs.
--- Ende Zitat ---
Das ist doch die gleiche Aussage! Natürlich kann man über die Zukunft nur Vermutungen anstellen. Wie man die Hinweise interpretiert, ist ausschlaggebend.
Du bist nur der Meinung da gäbe es viele Blödschwätzer - diese teile ich durchaus.
Man muss aber fair bleiben. Wer Prognosen stellt, wird halt einfach oft daneben liegen. Und das die spektakulärsten Aussagen nach vorne geholt werden, ist Schuld der Medien.
Es ist halt für den Normalbürger oft unmöglich, Firmen wirklich einzuschätzen, darum haben es die Analysten so leicht, Gehör zu finden. Schon der Ist-Zustand gibt oft Rätsel auf, die Zukunft naturgemäß noch weit mehr...
Darum wird man ja in der Regel auch Fonds kaufen, die hoffentlich vernünftig geführt werden und nicht Einzelwerte aufgrund der Aussage irgendeines Analysten.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln