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Bankenkrise

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warlord:

--- Zitat von: MacFlieger am Juni 16, 2012, 16:37:45 ---Muss der sich  nichtan den Vertrag halten, den ich mit der Bank geschlossen habe?  :o

--- Ende Zitat ---

Kaum. Der Partner, mit dem Du den Vertrag geschlossen hast, ist ja in Auflösung. Da hätte das Insolvenzverfahren ja keinen Sinn, wenn weiterhin alle Verträge bedient werden müssten.

Florian:
Das stimmt so m.W. nicht.
Der Vertrag läuft weiter, ein Stellen auf „Fällig“ ist nicht so einfach möglich. Der IV ist quasi temporärer Rechtsnachfolger.

Da es sich meist um jahrelange Verträge handelt, wird der IV den Kredit mit ziemlicher Sicherheit weiterverkaufen, etwa an eine andere Bank unter den Gläubigern oder irgendeinen Hedge Fonds. Darüber muss der Kreditnehmer informiert werden. Auch muss er vor Vertragsschluss über die Verkaufbarkeit aufgeklärt werden und man kann auch versuchen, diese auszuschließen.

Oder aber der IV kündigt mit sechsmonatiger Frist. Dann ist die Restschuld natürlich aufzubringen wie immer.
Anders sieht es natürlich bei notleidenden Krediten aus, deshalb eben unbedingt weiter tilgen. Sonst hat die Bank/IV/Heuschrecke Sonderkündigungsrecht.


In diesem Zusammenhang:

 Vor ein paar Jahren häuften sich Berichte nach diesem Muster, ganz ohne Bankenpleite: Bank hat meinen Kredit an US-Finanzinvestor XY verkauft, der meint er sei fällig und fordert die Gesamtsumme bzw. Grundsicherung (meist das Haus), muss ich mein Haus verkaufen?

Das lag an dem Missbrauch einer Gesetzeslücke. Diese wurde gestopft.

radneuerfinder:
Werden die auf ihrer Eigenständigkeit beharrenden Völker überfordert, dann steht am Ende dieses Prozesses nicht mehr Integration, sondern Spaltung und Zerfall.

http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/8410/1931/
http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/der-wahre-daseinszweck-der-union-1.17244222

radneuerfinder:
Offensichtlich halten schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme das System als eine Art "Strohfeuer" nur kurzfristig am Laufen - und genauso trifft es zu, dass Sparprogramme die betreffenden Länder in den sozioökonomischen Kollaps führen. Die einzige logische Schlussfolgerung, die aus diesen Fakten und der korrespondierenden Debatte zu ziehen ist, besteht in der Einsicht, dass der Kapitalismus offensichtlich ohne permanente Schuldenbildung nicht mehr funktionsfähig ist. Die Beteiligten auf beiden Seiten der Debatte – die deutschen Sparfanatiker wie die angelsächsischen Keynesianer - können nur deswegen nicht zu dieser Schlussfolgerung gelangen, weil sie die derzeitige Gesellschaftsordnung für ein Naturgesetz halten, das nicht hinterfragbar ist:
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37100/1.html

warlord:

--- Zitat von: radneuerfinder am Juni 17, 2012, 12:20:50 ---Die einzige logische Schlussfolgerung, die aus diesen Fakten und der korrespondierenden Debatte zu ziehen ist, besteht in der Einsicht, dass der Kapitalismus offensichtlich ohne permanente Schuldenbildung nicht mehr funktionsfähig ist.
--- Ende Zitat ---

Als ob es der Kapitalismus wäre, der die Gesellschaften dazu getrieben hat, über ihren Verhältnissen zu leben und hoffnungslose Staatsdefizite anzuhäufen. Und als ob es der Kapitalismus wäre, der nach schuldenfinanzierter Strukturerhaltung verlangt.

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