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Nur Narren in Berlin ???

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Terrania:
Fränk: warum schaust Du nach hinten? Das in den Krieg ziehen wurde auch von der SPD vollzogen, denn was ist mit Afghanistan?
Fakt ist: Dieser Staat ist pleite und hat nix zu verteilen.
Fakt ist: Wer jammert und sich darauf verlässt, daß ihm der Staat hilft, hat verloren.
Fakt ist: wer sein Schicksal in die Hand nimmt, hat beste Voraussetzungen - aber, er muß eben eine Idee haben, das Durchsetzungsvermögen, die Fähigkeiten etc. Die kriegt man auch nicht einfach geschenkt. Die muß man sich erarbeiten. Das ist nämlich keine Holschuld, sondern eine Bringschuld.
Fakt ist: verglichen mit anderen Ländern gehts uns in Deutschland gut.
Fakt ist: Die meisten Arbeitslosen rekrutieren sich aus der Masse der sog. ungelernten Arbeitskräfte, das ist betrüblich, aber Deutschland ist eben hochindustrialisiert.
Fakt ist: Wer aktiv selbst was für seine Bildung tut, und seinen Job beherrscht, muß sich eigentlich sehr viel weniger Sorgen machen als der durchschnittliche Hauptschüler, der sich seine Freizeit mit Klingeltonrunterladen ausfüllt.
Will sagen: So wie die Situation ist, ist sie nicht toll, aber weit davon entfernt, daß man innerlich aufgeben muss.
Warum ich so positiv eingestellt bin? Keine Ahnung, aber irgendwie habe ich die Omme voll von dem Gejammere.
Was die Kaufkraft für den Binnenmarkt betrifft: Die ist schon da, liegt aber auf den Bankkonten. Die Leute sind vorsichtiger geworden. Das ist in erster Linie psychologisch bedingt. Das Geld ist da.
Im Übrigen: Ich rechne fest damit, daß mich der Staat mehr kostet. Wenns hilft ist es schön, wenn nicht, sind die nächsten Wahlen der Gradmesser.
Zu guter Letzt: Ich empfehle die Lektüre von BRAND eins. Das ist die einzige Zeitschrift auf dem Markt, die fundiert andere Wege aufzeigt und vor allem eines macht: Mut.
Und an dem fehlt es uns in D derzeit am meisten.
Ach ja: Ich verdiene derzeit definitiv weniger als vor 10-12 Jahren. Das Arbeitspensum ist trotzdem mehr geworden. Trotzdem schaue ich weitgehend positiv in die Zukunft.

fränk:

--- Zitat ---warum schaust Du nach hinten? Das in den Krieg ziehen wurde auch von der SPD vollzogen, denn was ist mit Afghanistan?
--- Ende Zitat ---
Ja, O.K.
Afghanistan fand' sogar "King Joschka" klasse!



--- Zitat ---Fakt ist: Dieser Staat ist pleite und hat nix zu verteilen.
Fakt ist: Wer jammert und sich darauf verlässt, daß ihm der Staat hilft, hat verloren.
Fakt ist: wer sein Schicksal in die Hand nimmt, hat beste Voraussetzungen - aber, er muß eben eine Idee haben, das Durchsetzungsvermögen, die Fähigkeiten etc. Die kriegt man auch nicht einfach geschenkt. Die muß man sich erarbeiten. Das ist nämlich keine Holschuld, sondern eine Bringschuld.
Fakt ist: verglichen mit anderen Ländern gehts uns in Deutschland gut.
Fakt ist: Die meisten Arbeitslosen rekrutieren sich aus der Masse der sog. ungelernten Arbeitskräfte, das ist betrüblich, aber Deutschland ist eben hochindustrialisiert.
Fakt ist: Wer aktiv selbst was für seine Bildung tut, und seinen Job beherrscht, muß sich eigentlich sehr viel weniger Sorgen machen als der durchschnittliche Hauptschüler, der sich seine Freizeit mit Klingeltonrunterladen ausfüllt.
Will sagen: So wie die Situation ist, ist sie nicht toll, aber weit davon entfernt, daß man innerlich aufgeben muss.
--- Ende Zitat ---
Das klingt wie Guido und auch ein wenig asozial.
Ich finde wir haben auch den Dummen gegenüber eine Verantwortung.
Wir können nicht alle, die ihr Leben nicht aus eigener Kraft bestreiten können fallen lassen.



--- Zitat ---Warum ich so positiv eingestellt bin? Keine Ahnung, aber irgendwie habe ich die Omme voll von dem Gejammere.
--- Ende Zitat ---
Es geht mir auch nicht um nacktes Gejammer.
Es kann aber nicht sein, daß den Menschen ständig mehr genommen wird und ihnen dann das Klagen darüber mit dem Hinweis, es sei ja Gejammer, verboten wird.



--- Zitat ---Was die Kaufkraft für den Binnenmarkt betrifft: Die ist schon da, liegt aber auf den Bankkonten. Die Leute sind vorsichtiger geworden. Das ist in erster Linie psychologisch bedingt. Das Geld ist da.
--- Ende Zitat ---
Ich befürchte das jetzt eine Politik kommt, die die Menschen ihr Geld noch fester halten lässt.



--- Zitat ---Ach ja: Ich verdiene derzeit definitiv weniger als vor 10-12 Jahren. Das Arbeitspensum ist trotzdem mehr geworden. Trotzdem schaue ich weitgehend positiv in die Zukunft.
--- Ende Zitat ---
Ich hoffe das bleibt so. (der positive Blick, nicht das weniger Geld ;-D)

Terrania:
Fränk: Das klingt vielleicht asozial, isses aber nicht, und ich erklär dir warum:
Ich bin auf die Schule gegangen wie alle anderen, ich war nicht herausragend gut, aber immerhin. Ich wollte zunächst Maschinenbauingenieur werden. Leider war ich zu faul, und habs mit Mathe nicht so gehabt. Das habe ich inzwischen bitter bereut - das mit der Mathe (ich sage nur CINEMA 4D). Aber ich konnte immer schon gut zeichnen. Das ist nicht vom Himmel gefallen, sondern ich habe solange als kleiner Junge Mr. Spock gezeichnet, bis es wie Mr. Spock ausgesehen hat :). Mein Dad war so nett daß er einsah, daß das mit dem Dipl. Ing. wohl nichts wird. Sehr zum Leidwesen der Family. Ich bin ich eine zeitlang Taxi gefahren um meine Kohle während des Studiums zu verdienen. Zwar hätte ich das von meinen Eltern bekommen, aber ich wollts nicht. Als ich fertig war, fragte mich ein Fahrgast mal, was ich später sein wollte: Ich sagte: In 4 Jahren habe ich meinen eigenen Werbeladen. Na gut. Das hat dann 5 Jahre gedauert. Ich bin jetzt Selbständig und habe Verantwortung für meine Mitarbeiter etc. Letztes Jahr hat mich die Schusseligkeit eines Mitarbeites (und meine mangelnde Aufsicht) 90.000 Euro gekostet. Ein falsches Logo war auf ner Verpackung. Der Mitarbeiter ist immer noch im Unternhehmen, weil ich ihm zugestehe, daß auch Ich drüberschauen hätte müssen.
Wenn mein Unternehmen pleite geht, bekomme ich NIX, NADA. Kein Arbeitslosengeld, weil ich Selbständig bin etc. Ich zahle ne Menge Steuern (das ist OK). Die Steuern werden verpulvert. Das ist nicht OK.
Ich habe Leute bei mir gehabt, die hatten eine Umschulung vom Metzger(!) zum Multimediafachmann hinter sich. Rausgeworfene Kohle des Staates. Die Leute waren definitiv inakzeptabel, weil sie nicht nur mir auf der Tasche gelegen sind, sondern allen meinen Mitarbeitern, die sie hätten mit durchziehen müssen (für NIX und wieder NIX). Es gab Leute, die haben nicht mal ordenlich gekündigt. Da kam ne SMS, daß sie "keine Lust mehr haben". Auch gut.
Spätestens da war bei mir mental der "soziale Gerechtigkeitssinn" ziemlich ernüchtert. Ich mache es nicht mehr. Jeder ist seines Glückes Schmied, aber zum Jagen tragen tu ich die Leute nicht, dafür habe ich zuviel geschuftet.
Ich bin kein Einzelfall. In meinem Bekanntenkreis gibt es genug Leute, die solche Erfahrungen gemacht haben. Unisono das Fazit: Man hat es probiert, gewissen Leuten KANN man nicht helfen. Sie sind einfach zu faul (nicht zu dumm!). Und ganz ehrlich: Die Faulheit anderer  Leute unterstütze ich nicht mehr.
Denn es ist doch so: Heutzutage ist doch alles folgenlos. Will ich nicht lernen, trägt man mich durch den Hauptschulabschluss. Dann ist allerdings zappenduster. Denn der durchschnittliche Unternehmer erwartet einen gewissen Intellekt. Ist der nicht vorhanden: verloren. Sorry. Das ist das Risiko des Lebens.
Dass wir uns nicht falsch verstehen: Es gibt auch die Pechvögel der Gesellschaft. Die weitgehend unverschuldet in bestimmte missliche Situationen kommen. Da muß geholfen werden. Aber nicht bei Leuten, die einfach zu stinkig sind einen Finger krumm zu machen.

fränk:
Das klingt schon angenehmer.

Ich kann jetzt auch zustimmen.

Ich werde nur zornig, wenn ich immer die gleiche verlogene Leier höre. (nicht von Dir).
Wenn sämtliche Tarifverträge aufgehoben sind und wenn ein Großteil der Arbeitnehmer einen Zweitjob annehmen muss um über die Runden zu kommen, dann ist auch den Unternehmern und Arbeitgebern nicht geholfen.

Kein Arbeitgeber hat ein Interesse daran Leute einzustellen. Warum denn auch?
Sein Interesse besteht darin die vorhandene Arbeit mit weniger Aufwand zu erledigen. Das heißt weniger Leute zu bezahlen oder die Gesamtlohnkosten auf mehr AN zu verteilen.

Ich würde mich halt nur freuen, wenn diese Selbstverständlichkeiten ab und zu 'mal ausgesprochen würden.

Du hast aber vollkommen recht. Es ist selbstverständlich geworden zu fordern.
Ich bekommen das K... wenn ich Nachbarn sehen, bei denen die Frauen das dritte Kind bekommen weil sie nicht arbeiten wollen, der arbeitende Mann in jedem Jahr 10 Wochen krank macht (ja macht! nicht ist!) davon zweimal zwei Wochen, weil die Frau zu Hause mit den Plagen nicht zurecht kommt. Die zahlen weder Steuern noch KK-Abgaben beschäftigen aber Heerscharen von Ärzten und Logopäden weil keiner den Kindern das Sprechen beibringt.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine Ahnung was richtig ist.
Die uns Regierenden allerdings auch nicht. Die Bedienen "ihre Leute".

Terrania:
Ich glaube einfach, daß die wirklich keinen Plan haben. Das über die Runden kommen ist natürlich ein Problem, keine Frage, denn wenn man wie ich in München wohnt, dann weiss man, daß der Nachbar mit 4 Kindern als Alleinvediener nicht wirklich Spaß hat - bei den Lebenshaltungskosten. Und da frage ich mich dann, wie das ein normaler Fabrikarbeiter mit sagen wir mal 2500 - 3000 netto macht. Das ist nicht einfach.
Klar: Ich K... auch, wenn ich sehe wie das Geld in UNTERNEHMEN rausgepustet wird. Beispiel SIEMENS: Verschenken die mit 300 Mio Euro die Handysparte. Sorry. Da war das Managament zu dämlich - aber auch für die isses folgenlos. Nur nicht für die Angestellten, die dann auf der Straße stehen.
Alles hat was mit Werten zu tun. Glaubs mir. Keine Werte - keine funktionierende soziale Marktwirtschaft. Und da meine ich die Werte auf beiden Seiten. Lassen wirs!
Lassen wir uns überraschen - hoffentlich positiv.

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