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Der Chef schreibt "Thoughts on Music" ...

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daveinitiv:

--- Zitat von: mathias am Februar 17, 2007, 09:24:45 ---Dänemark, z.B., jedenfalls damals als wir im Familienurlaub dort waren. […]

--- Ende Zitat ---

Mensch Leute. ;) Dass das irgendwo oppn Doerp (aufm Dorf) so ist, das ist doch klar. Da schauen die Nachbarn drauf, da bekommen die doch gegenseitig mit, wenn der Joghurtbecher in der falschen Mülltonne landet.
Ich will wissen, ob das irgendwo in der Stadt gemacht wird. Dort, wo das Nachbarschaftsverhältnis nicht dermaßen eng ist und wo man von der nächsten Stadt drei Tagesritte entfernt ist.

Das ist ja so, als ob ich sagen würde, auf dem Land gibt es keine Jugendbande, die die Erwachsenen drangsalieren usw.

In so einem Vergleich sollte wohl schon eine Verhältnismässigkeit rein, finde ich zumindest.

Florian:

--- Zitat von: daveinitiv am Februar 17, 2007, 12:11:16 ---Mensch Leute. ;) Dass das irgendwo oppn Doerp (aufm Dorf) so ist, das ist doch klar. Da schauen die Nachbarn drauf, da bekommen die doch gegenseitig mit, wenn der Joghurtbecher in der falschen Mülltonne landet.
--- Ende Zitat ---

Das hat warlord ja schon auf den Punkt gebracht. Das wird nur dort gemacht, wo die Sicherheit durch soziale Kontrolle scheinbar (!) gewährleistet ist. Jeder Fremde wird sowieso nicht aus den Augen gelassen und die internen Missetäter meint man zu kennen und zu kontrollieren. Zudem macht sich mitunter der verdächtig, der abschließt. Der wird doch nichts zu verbergen haben?! Man denke an das Jugendzimmer ohne Schloss. 
Solches Verhalten ist also i.d.R. kein sympathisches Grundvertrauen in das Gute im Menschen sondern Ausdruck der dortigen sozialen Verhältnisse.

Über diese Stelle in dem Moore-Film habe ich mich sowieso gewundert. Auch in den USA wird vielerorts eben nicht abgeschlossen - nach allem was ich gehört und gelesen habe. Außerdem braucht man sich ja nur mal die windigen Türen anschauen, die dort oft gang und gäbe sind. Ob da ein Schloß sich lohnt?
 Allerdings hat da halt fast jeder Bewohner eine Schußwaffe in Greifweite und Jeder - nicht nur Einbrecher - weiß, daß er quasi mit dem Betreten des Hauses ohne Ankündigung ganz legal erschossen werden darf. Auch eine Lösung...


--- Zitat ---Ich will wissen, ob das irgendwo in der Stadt gemacht wird. Dort, wo das Nachbarschaftsverhältnis nicht dermaßen eng ist und wo man von der nächsten Stadt drei Tagesritte entfernt ist.
--- Ende Zitat ---

Das kann sicher auch in Städten passieren, etwa in Apartmenthäusern. Aber Du hast ganz recht, ohne eine gewisse Nähe der Leute zueinander nur in Ausnahmefällen.


--- Zitat ---Das ist ja so, als ob ich sagen würde, auf dem Land gibt es keine Jugendbande, die die Erwachsenen drangsalieren usw.
--- Ende Zitat ---

Wenn Du schon mal auf dem Land warst, weißt/wüßtest Du das es die dort sehr wohl gibt. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. :)

daveinitiv:

--- Zitat von: Florian am Februar 17, 2007, 12:44:22 ---Das hat warlord ja schon auf den Punkt gebracht. Das wird nur dort gemacht, wo die Sicherheit durch soziale Kontrolle scheinbar (!) gewährleistet ist. […]
--- Ende Zitat ---

Das haben wir ja schon herausgearbeitet. ;)
Ansatz war, dass thyr behauptet hat, dass es Länder, Regionen (oder was auch immer) gibt, in denen die Türen unabgeschlossen bleiben. Und damit eine Analogie zu der DRM-Geschichte ziehen wollte, nämlich, dass die MI es doch gar nicht nötig hat ein DRM zu benutzen, weil es auch genügend Leute (die Mehrheit der Leute) gibt, die trotz den nicht vorhandenen DRM nicht anfangen illegal zu kopieren.
warlord hat es ja schon sehr deutlich gemacht, dass es einen Unterscheid zwischen immateriellen und materiellen Gütern gibt und dieser Unterschied sich auch auf das "kriminelle Verhalten" auswirkt.

Meine Frage war in diesem Kontext, wo es denn diese unabgeschlossenen Häuser, Wohnungen gibt und zwar ohne die nachbarschaftlich soziale Kontrolle. Dort, wo einfach nur Menschen auf engem Raum zusammenleben, aber keinerlei weiteren Kontakt haben.
Da bringen (mir) Ausnahmen nichts. Dessen bin ich mir auch bewusst, dass unter besonderen Umständen und Voraussetzungen solche Konstellationen möglich sind. Ich würde gern ein evidentes Beispiel für solch eine Konstellation haben, das unter der Voraussetzungen, dass es keinerlei soziale Kontakte zum lokalen Umfeld gibt, auch bestehen kann.
Und da ist bis jetzt noch nichts gekommen.

Natürlich ist das jetzt ein Kriegsnebenschauplatz, aber mich interessiert es halt.

Und zu der DRM freien oder nicht freien Musik. Ich persönlich nehme stark an, dass wenn die Musik DRM frei wird (aus den Onlinestores), auch das illegale kopieren zunehmen wird. Denn das Risiko und die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden, ist einfach gering.

Und hier meine drei EUR fürs Phrasenschwein -- Gelegenheit macht Diebe.


--- Zitat von: Florian am Februar 17, 2007, 12:44:22 ---Das kann sicher auch in Städten passieren, etwa in Apartmenthäusern. Aber Du hast ganz recht, ohne eine gewisse Nähe der Leute zueinander nur in Ausnahmefällen.

--- Ende Zitat ---

Ohne dieses Näheverhältnis, in einem ganz normalen (städtischen) Umfeld wird man das nicht finden. Alleine schon deshalb, weil dann der Versicherungsschutz erlischt und man dann vor der Wahl steht, den Verlust einfach hinzunehmen oder selbst kriminell zu werden, da man versucht die Versicherungsgesellschaft zu betrügen.
Und es wird definitiv keine Versicherung geben, die eine unabgeschlossene Wohnungstür inkludiert.


--- Zitat von: Florian am Februar 17, 2007, 12:44:22 ---Wenn Du schon mal auf dem Land warst, weißt/wüßtest Du das es die dort sehr wohl gibt. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema. :)

--- Ende Zitat ---

<Loriot> Ach was? </Loriot>

Florian:
Wir sind uns schon einig.

Wir brauchen auch nicht lange mutmassen, ob viel kopiert werden wird, wenn es kein DRM mehr gibt. Alles, was nicht DRM-geschützt ist, wird kopiert wie eh und je. Auch wird ständig versucht, DRM auszuhebeln, sicher nicht nur aus legitimen Interessen. Auch fördert das Internet natürlich Möglichkeiten, die einem Jeden ermöglichen, illegal auf einen extrem unfangreichen "Katalog" zuzugreifen. Es greifen also nicht die Radio- oder Privattauschvergeliche, die so gerne angeführt werden.

Nur: DRM ist nicht die Lösung und Kriminalisierung harmloser Privattauscher auch nicht.
Zu groß die Nachteile für die Kunden. Zu klein der Effekt auf die illegalen Kopien - es ist sogar so, daß man sich den Song wohl noch mal aus der Tauschbörse holt, wenn er auf dem neuen Player nicht abspielbar ist. Ich selbst halte das sogar für an sich legitim, der Gesetzgeber leider nicht.

Schon immer gab es Käufer und Kopierer. Erstere sind ja nicht weniger geworden und die Kopierer kaufen ja auch mal was. Interessante Angebote werden sicher ihre Abnehmer finden, und ohne DRM sicher mehr. Dieser ganze Kontrollwahn ist ein Irrweg.

daveinitiv:

--- Zitat von: Florian am Februar 17, 2007, 14:56:39 ---Nur: DRM ist nicht die Lösung und Kriminalisierung harmloser Privattauscher auch nicht.
Zu groß die Nachteile für die Kunden. Zu klein der Effekt auf die illegalen Kopien - es ist sogar so, daß man sich den Song wohl noch mal aus der Tauschbörse holt, wenn er auf dem neuen Player nicht abspielbar ist. Ich selbst halte das sogar für an sich legitim, der Gesetzgeber leider nicht.

--- Ende Zitat ---

Soweit ich das jetzt auf die Schnelle rekapituliere, wird das Bereitstellen, also der Upload, bestraft und nicht das herunterladen. Aber kann natürlich sein, dass ich mich irre.

Generell sind es wohl auch zwei unterschiedliche Dinge. Einmal das Herunterladen von "illegalen Kopien" und das Benutzen solcher (Software etc.). Der Punkt ist nur, bis zum jetzigen Zeitpunkt kann der Gesetzgeber nicht feststellen, ob es sich bei Software, die ich benutze um solche Kopien oder um Originale handelt. Deswegen wird eine Ermittlung schwierig, denn dazu müsste, meines Wissens nach, die Strafprozessordnung angepasst werden.

Ohne Wunsch, werde ich mich jetzt aber nicht in die Materie derart einarbeiten. ;)

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