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Sicherheit für die WM
Locusta:
--- Zitat von: Patrick am Februar 12, 2006, 22:32:43 ---Na also, die in der Skizze dargestellte IZ hat einen Durchmesser von 200km. Die Phantom fliegt als Abfangjäger-Konfiguration gut 2,5 Mach, kann also die gesamte Zone in 5 Minuten durchqueren. Die schnellsten Privatsjets schaffen in der gleichen Zeit velleicht gerade mal knapp 80km, womit der Abfangpunkt gerade die Grenze zum gesperrten Luftraum ist. Die abzufangenden Flieger sind aber mit Sicherheit langsamer.
--- Ende Zitat ---
Stimmt, da die Phantoms auhc mit Sicherheit da immer mit Mach 2,5 rumfliegen um dann 5x um das Privatjet, welches vllt 250 km/h Fliegt 10x umfliegen können, um dann auf "gut Glück" eine Rakete auf das Ding abschießen... Also die fliegen mit Sicherheit unter Schallgeschwindigkeit, mal von der Lärmbelästigung abgesehen...
--- Zitat ---Für mich ist dieses Sicherheitsszenario durchaus realistisch (wobei ich jetzt die Frage, ob das bei der WM wirklich sein muß, mal ausgeklammert habe) und auch das Flugverbot für Modellflieger macht IMHO Sinn, um Fehlmeldungen des AWACS zu verringern. Schliesslich können Modellflieger durchaus eine beachtliche Große bei geringem Gewicht erreichen, da könnte manche Boden/Luft-Rakete kleiner sein (und die erkennt das AWACS).
--- Ende Zitat ---
Naja, was für Modellflieger sind das denn? Irgendwelche Leichtbauflugzeuge, die man in der Halle starten lässt, die dann eine Fläche von vllt 2 m^2 haben bei einem Gewicht von wenigen 10g. Also sowas ist nicht in der Lage draußen bei Wind zu fliegen, ohne dass es kaputt geht. Diese Styropor-Flieger mit 3m Spannweite und 1,5m Länge, bei 5kg sollten auch weniger ein "echtes" Flugzeug darstellen, wo mann ggf sogar noch Spengstoff reinpackt. Also ich glaube eher weniger, dass Modellflugzeuge unter 25kg irgendwas auf dem Radar anzeigen lassen...
Florian:
--- Zitat von: radneuerfinder am Februar 12, 2006, 14:51:51 ---München, 1972?
--- Ende Zitat ---
War auf fahrlässige Weise ungesichert. Das ist dann wieder das andere Extrem. Natürlich kann man nicht beide Augen fest zumachen. Aber Alarmrotten und AWACS für Abermillionen?
Außerdem war München damals kein Terror der heutigen Art, der auf eine Maximierung der Opferzahl zielt sondern sollte eigentlich der Freipressung gefangener Terroristen dienen. Auch wenn die Ermordung der Geiseln natürlich von Anfang an geplant gewesen sein dürfte.
Natürlich kann so etwas auch heute passieren, aber das ist es ja gerade nicht, auf was sich die Sicherheitsbehörden vorbereiten.
fränk:
--- Zitat von: Locusta am Februar 12, 2006, 22:27:04 ---Ich glaube nur an Schikane der Bürger
--- Ende Zitat ---
Das glaube ich nicht.
Ich glaube der Staat will den Bürger deutlich seltener wirklich schikanieren, als er es dann tatsächlich macht.
Solche Entscheidungen werden von Militärs und Bundesbeamten getroffen.
Beides sind Berufsgruppen, die es nicht nötig haben vernünftige Leistungen für ihren Broterwerb abzuliefern. (was bei einigen nicht ausschließt das sie es trotzdem tun)
Es sind also von sich überzeugte Theoretiker, die solche Entscheidungen treffen.
Wenn das alles dann in Schikane ausartet, dann wird es halt in Kauf genommen, aber bewusst schikanieren wollen die Leute nicht.
Sie haben es halt nur nicht nötig Schikanen zu vermeiden.
MacFlieger:
--- Zitat von: warlord am Februar 12, 2006, 20:56:20 ---Aber nochmal, sofern ein Flugobjekt auf dem Radar aufzutauchen vermag, wird dies zweifellos für Aufregung sorgen.
--- Ende Zitat ---
Gut, also wird dort jeder Vogel größer als eine Taube für Aufregung sorgen, denn das ist das normale. Na da wünsche ich den Radarleuten aber Spaß. Wie machen die das im Kriegsfall? Lassen die sich da auch von jedem größeren Vogel in Aufregung versetzen?
--- Zitat ---Ja, OK. Sie hätten das Verbot auch weniger absolut formulieren können: Das Betreiben von Flugzeugmodellen mit einem Radarquerschnitt von über XY ist verboten. Sollten Sie den Radarquerschnitt Ihres Modelles nicht kennen, können Sie dies gerne bei ihrer nächsten Luftwaffenbasis testen lassen.
--- Ende Zitat ---
Ich bitte Dich. Die Modelle, die wirklich verwechselt werden könnten, dürfen sowieso nicht so einfach starten. Bei allen anderen ist das leicht zu identifizieren (kleine Größe, niedrige Geschwindigkeit, relativ stationär, selbst bei den schnellsten Modellen bleibt die Postion immer in der Nähe des Piloten). Völlig untypisch für echte Flugzeuge und große Verwechslungsgefahr bei Vögeln.
--- Zitat ---
--- Zitat ---Das Problem ist nicht diese Auswahl, das weißt Du, sondern das die Informationen bezgl. der Auswahl beim betroffenen Gebiet nicht so vollständig wie in Deiner Formulierung sind. Ob die Entscheidung wirklich so war oder eine völlig andere (irgendein Bekloppter will sich ein Stadion von oben ansehen), weißt Du erst hinterher.
--- Ende Zitat ---
Das ist korrekt. Ich sagte ja auch schon, derjenige, der den Entscheid fällen muss, ist ein armes Schwein.
--- Ende Zitat ---
Moment, Du hast geschrieben, es wäre besser, die Trümmer fallen mir auf den Kopf, als zwei anderen im Stadion. Aber genau das, kann niemand(!) in der kurzen Zeit wirklich entscheiden, wenn man nicht so ein tolles großräumiges Konzept einsetzen kann, wie Du beschrieben hast. Und das ist (auch wenn es in schicken farbigen Abbildungen daherkommt) nicht umsetzbar. Alle Vorkommnisse in der letzten Zeit (Berlin, Frankfurt...) waren irgendwelche Bekloppte, die sich umbringen wollten oder einfach nur mal zwischen Häusern kreisen. Die halten sich auch nicht an Verbote. Nach Deinem Konzept werden die dann über meinem Kopf mit einer Stinger abgeschossen. Na danke.
--- Zitat ---
--- Zitat ---Und den Typen, die ich bei der Luftwaffe (Flugabwehr) kennengelernt habe, traue ich solche Entscheidungen schon gar nicht zu.
--- Ende Zitat ---
Weiss nicht, wie das bei Euch ist. Aber bei solchen Einsätzen liegt bei uns die Kompetenz zum Abschuss in zivilen Händen. Der Abschussbefehl käme vom Verteidigungsminister, zu dem während solchen Alarmeinsätzen eine Live-Funkverbindnung zum Piloten geschaltet wird.
--- Ende Zitat ---
Zum Stinger-Schützen hast Du geschrieben. Du mußt mal bei dem bleiben, was Du geschrieben hast und nicht immer wieder auf das schöne Papierkonzep zurückkommen. Und ob man einem Verteidigungsminister mehr vertrauen kann bzw. ob die dem zuhören... Ich habe da andere Erfahrungen.
Zu den Zonen: Man schaue sich mal bitte an, was alles in der 50km-Zone liegt. <kopfschüttel />
--- Zitat von: Locusta ---Naja, was für Modellflieger sind das denn? Irgendwelche Leichtbauflugzeuge, die man in der Halle starten lässt, die dann eine Fläche von vllt 2 m^2 haben bei einem Gewicht von wenigen 10g. Also sowas ist nicht in der Lage draußen bei Wind zu fliegen, ohne dass es kaputt geht. Diese Styropor-Flieger mit 3m Spannweite und 1,5m Länge, bei 5kg sollten auch weniger ein "echtes" Flugzeug darstellen, wo mann ggf sogar noch Spengstoff reinpackt.
--- Ende Zitat ---
Ähm, also schwerer als 10g sind normale Flieger schon und die sind auch nicht aus Styropor (naja, die meisten nicht). Schon eher konventionelle Holzbauweise oder moderne Faserverbundwerkstoffe (GfK, CfK, Kevlar etc.). Wenn man jemanden damit trifft ist das schon lebensgefährlich. Du darfst das nicht mit den Spielzeugen aus der Spielwarenabteilung (komplett für 39€) verwechseln.
@fränk: Ich glaube auch nicht, das es der Schikane wegen gemacht wird. Alle Bundesbürger werden immer mehr kriminalisiert, damit man immer mehr Überwachung durchsetzen kann. Was galubst Du, was seit dem 11.9. in der Luftfahrt alles für ein Aufstand gemacht wird. Selbst BW-Offiziere müssen, wenn sie Privatpiloten sind, in Fragebögen darlegen, ob sie wirklich keine Terroristen sind, polizeiliche Führungszeugnisse bringen, Fragen beantworten, wo sie in Urlaub waren etc. Es ist krank.
Das meiste ist nur Effekthascherei genauso wie E-Mail-Überwachung, Video-Überwachung etc. Diejenigen, die man vorgeblich kriegen möchte, lachen sich tot. Alle anderen leiden darunter. Aber man kann dann groß publizieren, was für wieviel Geld alles für die Sicherheit getan wird. Und die Leute sind zufrieden, sie haben ja nichts zu verbergen...
Patrick:
--- Zitat von: Locusta am Februar 13, 2006, 01:01:21 ---Stimmt, da die Phantoms auhc mit Sicherheit da immer mit Mach 2,5 rumfliegen um dann 5x um das Privatjet, welches vllt 250 km/h Fliegt 10x umfliegen können, um dann auf "gut Glück" eine Rakete auf das Ding abschießen... Also die fliegen mit Sicherheit unter Schallgeschwindigkeit, mal von der Lärmbelästigung abgesehen...
--- Ende Zitat ---
Wenn die einen Flieger abfangen müssen, werden die sicherlich "Gas geben" und im Tiefflug patrouillieren die ganz sicher auch nicht. Und die Lärmbelästigung dürfte in dem Fall wohl uninteressant sein.
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