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Sicherheit für die WM

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warlord:

--- Zitat von: MacFlieger am Februar 12, 2006, 17:44:40 ---Ich bezweifel ernsthaft, daß die Zeit genug haben, irgendetwas abwägen zu können. 
--- Ende Zitat ---

Das Flugzeug erscheint nicht erst auf den Schirmen, wenn es bereits in die Verbotszone eingeflogen ist. Nähert sich ein unbekanntes Flugzeug, dann wird da schon ziemlich frühzeitig versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Das gibts immer wieder - die Geschichte endet meist hier. Das Flugzeug identifiziert sich und wird auf einen gefahrlosen Kurs gewiesen. Reagiert der Pilot nicht oder hält er sich nicht an die Anweisungen, dann erst kommen die Abfangjäger zum Einsatz. Das war dann nämlich Indiz Nr. 1, dass irgend etwas nicht stimmt. Es folgt eine optische Identifizierung des Flugzeugs durch die Abfangjäger und Kontaktaufnahme durch die Jäger (per Funk und gegebenenfalls visuell). Jeder Pilot, der durch Unachtsamkeit in diese Lage geraten ist, wird nun sehrwohl sehr schnell sehr aufmerksam und er wird die Anweisungen befolgen und von den Jägern aus der Verbotszone begleitet. (Wie gesagt, dazu kommts während eines WEFs etwa 2-3 mal.) Reagiert er immer noch nicht (und ist er offensichtlich bei Bewusstsein), dann wäre hier Indiz Nr. 2, dass etwas nicht stimmt. (Soweit ist an einem WEF noch nie gekommen.) Es folgen gemäss internationalen Gepflogenheiten Warnschüsse. Werden auch die ignoriert und der Kurs führt weiterhin auf das zu schützende Objekt, dann sind beileibe genügend Indizien vorhanden, die einen Abschuss rechtfertigen.

Selbstverständlich können auch diese Vorkehrung einen erfolgreichen Anschlag aus der Luft nicht zu 100% ausschliesen. Da besteht kein Unterschied zum Polizeieinsatz am Boden. Auch da kann keine noch so starke Polizeipräsenz einen Anschlag zu 100 % ausschliessen. Aber da würdet Ihr ja wohl auch nicht ernsthaft fordern wollen, dass daher der Einsatz von Polizei an der WM zu unterlassen sei, da der ohnehin nichts bringt und/oder für so etwas unverhältnismässig sei.

Flugverbotszonen sind heute Standard bei wichtigen Anlässen mit internationalen renommierten Gästen. Wie sollte sich da Euer Land anders verhalten? Wird doch bei Euren Sicherheitskräften wegen 1972 die Nervosität umso höher sein, weil man kaum möchte, dass wieder in Deutschland so etwas geschieht.

Ob auch das Modellflugzeugverbot international üblich ist, weiss ich nicht. Mir schien es einfach nicht so völlig daneben, wie Euch anscheinend. Einen Zusammenhang mit "staatlicher Überwachungsmanie", der hier mittlerweile hergestellt wurde, kann ich jedenfalls beim besten Willen nicht erkennen. Menno, da dürfen ein paar Modellflieger während ein paar Wochen ihr Hobby in ein paar bestimmten Gebieten nicht ausüben, um die Sicherheitsbemühungen während eines Grossanlasses nicht zu stören. That's it. Ist doch nicht 1984.

MacFlieger:

--- Zitat von: warlord am Februar 12, 2006, 19:12:57 ---
--- Zitat von: MacFlieger am Februar 12, 2006, 17:44:40 ---Ich bezweifel ernsthaft, daß die Zeit genug haben, irgendetwas abwägen zu können. 
--- Ende Zitat ---

Das Flugzeug erscheint nicht erst auf den Schirmen, wenn es bereits in die Verbotszone eingeflogen ist. Nähert sich ein unbekanntes Flugzeug, dann wird da schon ziemlich frühzeitig versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Das gibts immer wieder - die Geschichte endet meist hier. Das Flugzeug identifiziert sich und wird auf einen gefahrlosen Kurs gewiesen. Reagiert der Pilot nicht oder hält er sich nicht an die Anweisungen, dann erst kommen die Abfangjäger zum Einsatz. Das war dann nämlich Indiz Nr. 1, dass irgend etwas nicht stimmt. Es folgt eine optische Identifizierung des Flugzeugs durch die Abfangjäger und Kontaktaufnahme durch die Jäger (per Funk und gegebenenfalls visuell). Jeder Pilot, der durch Unachtsamkeit in diese Lage geraten ist, wird nun sehrwohl sehr schnell sehr aufmerksam und er wird die Anweisungen befolgen und von den Jägern aus der Verbotszone begleitet. (Wie gesagt, dazu kommts während eines WEFs etwa 2-3 mal.) Reagiert er immer noch nicht (und ist er offensichtlich bei Bewusstsein), dann wäre hier Indiz Nr. 2, dass etwas nicht stimmt. (Soweit ist an einem WEF noch nie gekommen.) Es folgen gemäss internationalen Gepflogenheiten Warnschüsse. Werden auch die ignoriert und der Kurs führt weiterhin auf das zu schützende Objekt, dann sind beileibe genügend Indizien vorhanden, die einen Abschuss rechtfertigen.
--- Ende Zitat ---

Ist ja alles richtig für eine große Flugverbotszone mit genügend Platz. Aber schau Dir das Gebiet doch bitte mal an.
Du kannst problemlos innerhalb der Zone nur wenige Kilometer vom Stadion entfernt mit einem kleinen Flugzeug verbotenerweise starten.
Die Verkehrsflugzeuge fliegen erlaubterweise die ganze Zeit quer durch die Flugverbotszonen direkt über die Stadien hinweg.
Für all diese von Dir beschriebenen Schritte ist gar keine Zeit. Das Verkehrsflugzeug würde erst beim direkten steilen Sinkflug auf ein Stadion bemerkt werden, ein kleines Flugzeug könnte wenige Kilometer neben dem Ziel starten und schön anfliegen. Und das ganze die ganze Zeit direkt über bewohntem Gebiet, hervorragend geeignet zum Abschießen.
Es gibt auch außerhalb der WM Flugverbotszonen um deutsche Atomkraftwerke, die 2-3 Minuten von normalen Flugrouten entfernt sind.

Das ist Effekthascherei.


--- Zitat ---Menno, da dürfen ein paar Modellflieger während ein paar Wochen ihr Hobby in ein paar bestimmten Gebieten nicht ausüben, um die Sicherheitsbemühungen während eines Grossanlasses nicht zu stören. That's it. Ist doch nicht 1984.
--- Ende Zitat ---

Ich sehe immer noch nicht, wie wir mit unseren normalen Modellen die Sicherheitsbemühungen stören, tut mir leid.
Und diese Einschränkung für Modellflieger ist ja nur die Spitze, wie ich andeutete. Schon über längere Zeit wird im Rahmen der Terror-Abwehr der normale Bürger schikaniert, der Terrorist lacht sich was ins Fäustchen. Privat-Piloten müssen nachweisen, daß sie keine Terroristen sind, sogar Angehörige der Streitkräfte. Völliger Unsinn.

Das alles ist Effekthascherei, bringt gar nichts an Sicherheit und befolgt nur die Ziele, die Terroristen haben.

MacFlieger:
Ganz überspitzt gesagt:
Die Flugverbotszone schützt das Stadion. Wer darum herum wohnt, hat halt Pech gehabt oder kann sich in einen Keller verziehen.

warlord:

--- Zitat von: MacFlieger am Februar 12, 2006, 19:30:13 ---Du kannst problemlos innerhalb der Zone nur wenige Kilometer vom Stadion entfernt mit einem kleinen Flugzeug verbotenerweise starten.
--- Ende Zitat ---
Womit Du wieder eine gänzlich andere Situation hättest, als die von mir geschilderte. Ich habe ja keine Ahnung, wie das Dispo an Eurer WM wirklich aussehen wird. Aber aufgrund von Kenntnissen von anderen Dispos an anderen Anlässen gehe ich davon aus, dass ein solches innerhalb der Zone aufsteigendes unbekanntes Flugobjekt von einer Stinger vom Himmel geholt würde, bevor es das Stadion erreicht.


--- Zitat ---Die Verkehrsflugzeuge fliegen erlaubterweise die ganze Zeit quer durch die Flugverbotszonen direkt über die Stadien hinweg.
--- Ende Zitat ---
Das sind aber keine unbekannten Flugobjekte. Die stehen in regelmässigem Kontakt mit der Fluverkehrsleitung und, beim Durch- oder Überfliegen einer Sperrzone sicherlich auch mit der dafür zuständigen Überwachungsinstanz.
Natürlich ist es möglich, eines dieser regulären unverdächtigen Flugzeuge als trojanisches Pferd zu missbrauchen und in einer fast sekundenpräzisen Kommandoaktion in seine Gewalt zu bringen und überraschend in Richtung Stadion zu steuern. Ich sagte ja schon, dass auch hier ein 100 % Schutz nicht möglich ist.


--- Zitat ---Ich sehe immer noch nicht, wie wir mit unseren normalen Modellen die Sicherheitsbemühungen stören, tut mir leid.
--- Ende Zitat ---
Also sofern ein Modell auf dem Überwachungsradar aufzutauchen vermag, dann dürfte ein solches Flugobjekt in der Verbotszone, das naheliegenderweise auf Konatktversuche nicht reagiert, doch für etliche Aufregung bei den Sicherheitskräften sorgen. Das nicht sehen zu wollen, bedarf doch schon ziemlichen Starrsinns.

warlord:

--- Zitat von: MacFlieger am Februar 12, 2006, 19:32:11 ---Ganz überspitzt gesagt:
Die Flugverbotszone schützt das Stadion. Wer darum herum wohnt, hat halt Pech gehabt oder kann sich in einen Keller verziehen.

--- Ende Zitat ---

Richtig. Wenn Du die Auswahl hast, zwischen ein paar tausend Toten und Verletzten im Stadion und möglicherweise einer Hand voll Toten und Verletzten irgendwo im Umkreis, scheint mir das die naheliegende Wahl.

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