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Smart Home

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fränk:

--- Zitat von: mathias am Januar 01, 2022, 17:07:13 ---Meine erste Frage: braucht man einen HomePod dafür? Oder ist das nur zur Sprachsteuerung?

--- Ende Zitat ---

Der HomePod dient als Zentrale und ohne Zentrale wird es nicht funktionieren.
https://support.apple.com/de-de/HT207057

radneuerfinder:
Beim Smart Home setze ich auf abwarten:
https://www.computerwoche.de/a/smart-home-warten-auf-matter,3552330
https://t3n.de/news/matter-smarthomestandard-was-wir-wissen-1439723/

Hier ein paar InfoSplitter zum aktuellen Stand:
https://www.tink.de/blog/smart-home-ohne-cloud-ganz-einfach/
https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Smart-Home-Zentralen-Sonderheft-mit-praktischen-Tipps-und-Kaufberatung/Halbgarer-Bastelkram/thread-6910252/#posting_39905115
https://t3n.de/news/7-wichtigsten-egal-1319183/


--- Zitat von: MacFlieger am Dezember 30, 2021, 14:52:48 ---WLAN, Bluetooth, Zigbee(?), 433MHz... Überblick
--- Ende Zitat ---
https://www.homeandsmart.de/smart-home-funk-standards-uebersicht-hausautomation

MacFlieger:
Schon mal danke für eure Antworten und Links.
Ich habe mir die und andere in Ruhe angesehen und viel gelesen und überlegt.

Ich fasse mal zusammen, was ich bisher verstanden und überlegt habe, bei allen Sachen aber keine Gewähr auf Korrektheit.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass es wohl viele mögliche Lösungen und Herangehensweisen gibt und die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Auch gibt es erhebliche Unterschiede in dem, was man erreichen möchte, was ebenfalls auf die gewählte Lösungen durchschlägt.

Für mich ist aktuell das vorrangige Ziel nicht, dass ich über eine App oder Sprachbefehl etwas schalten kann. Dabei möchte ich aber nicht ausschließen, dass das vielleicht mal in Zukunft interessant werden könnte, wenn ein Großteil des Hauses entsprechend ausgerüstet ist.
Aktuell möchte ich eher erreichen, dass ich Vorgänge automatisieren kann, die dann völlig ohne mein Zutun ablaufen, also Rolladensteuerung nach Zeit und Lichteinfall, Lichtsteuerung nach Bewegungsmelder, Heizkörpersteuerung nach Zeit und Fenstersensor.
Es soll aber weiterhin möglich sein, etwas (Rolladen, Licht etc.) manuell über die vorhandenen Schalter zu steuern.
Das ganze muss natürlich ohne Cloud und Internetanbindung funktionieren.
Zudem bastel ich halt gerne und so sollte die Programmierung möglichst universell und mächtig sein und es müssen auch selbst gebaute Sensoren und Aktoren einzubinden sein.
Soweit, was ich mir wünsche.

Ich habe aktuell folgende Zusammenhänge verstanden (ob alles stimmt, weiß ich nicht 100%) und Überlegungen gemacht:

1. Arten der Vernetzung
Interessant für mich finde ich:
- WLAN - Vorteil: Ist vorhanden, Nachteile: Stromhungrig, bei sehr vielen Geräten könnte die Fritz!Box überfordert sein.
- BLE - Nachteile: Evtl. zu geringe Reichweite für das komplette Haus
- Thread - Vorteil: Bildet selbstständig ein Mesh über BLE oder WLAN
- ZigBee - Vorteile: Geringer Stromverbrauch und Mesh-System, Nachteile: Funkt ebenfalls auf 2,4GHz
- Z-Wave - Vorteile: Geringer Stromverbrauch, Mesh-System und 868MHz
Ich habe mich erst einmal für WLAN und ZigBee entschieden.
An Stellen, die dauerhaft mit Strom versorgt sind, kann ich WLAN einsetzen. Wenn möglich auch Geräte, die Thread unterstützen, weil das natürlich noch besser ist.
Aber es gibt natürlich viel mehr Stellen, an denen kein Strom vorhanden ist und daher auf Batteriebetrieb gesetzt werden muss. Da möchte ich möglichst selten wechseln. In Kombination damit, dass ich auch selbst gebaute Sensoren/Aktoren einsetzen möchte, scheint mir dafür ZigBee am besten geeignet zu sein.
Bezgl. des Stromverbrauches ginge auch BLE bzw. Thread mit BLE, aber da für DIY dann sowieso ZigBee vorhanden sein müsste, möchte ich erst einmal nur zwei unabhängige Netze (WLAN und ZigBee) verwenden, statt drei Netze (WLAN, Thread mit BLE, ZigBee). Das ließe sich aber in Zukunft auch entsprechend erweitern.
Gekauft und eingebaut habe ich jetzt 2 Shelly 2.5 zur Rolladensteuerung. Hat funktioniert und ich kann die Rolladen trotzdem per Hand steuern. Ich werde die restlichen Rolladen ebenfalls mit den Shellys ausrüsten.

2. Protokolle
Da habe ich noch nicht allzu viele Infos gefunden und reime mir folgendes zusammen:
- HTTP
- MQTT
- herstellerspezifische Protokolle
Ansteuerung über HTTP und MQTT ist relativ universell und daher von vielen Zentralen aus realisierbar, bei herstellerspezifischem Protokoll muss die Zentrale die entsprechenden Geräte unterstützen.

3. Zentrale
Es gibt wohl von jedem Hersteller eine eigene Bridge/Zentrale, z.B. HomePod für Apple Home oder Hue Bridge für ZigBee. Aber die sind natürlich bei den Protokollen und Vernetzungsarten beschränkt. Zudem ist man bei der Programmierung eingeschränkt auf das, was der Hersteller hergibt.
Daneben gibt es eine Reihe von offeneren Systemen, die auf einem Rechner oder Raspberry laufen können und die unterschiedliche Netze und Protokolle unterstützen und verbinden können. Liest man an verschiedenen Stellen, hast jeder seine eigenen Vorlieben.
Ich habe mich jetzt erstmal für ioBroker auf einem Raspberry entschieden. Das hat viele Plugins (Adapter genannt), mit denen die unterschiedlichsten Netzwerke und Protokolle unterstützt werden. Programmierung kann entweder grafisch (ähnlich wie bei Blockly) erfolgen oder mit JavaScript.

Aktuell sieht man (sehr) langfristiger Plan so aus: Restliche Shellys kaufen und verbauen, ioBroker mit ZigBee einrichten, Heizungsthermostate mit ZigBee verbauen, Fenstersensoren mit ZigBee verbauen, Bewegungsmelder und Lichtsteuerung automatisieren. Und dann mal sehen, was so alles einfällt (evtl. Feuchtigkeitssensor fürs Bad, Klingel...)

Florian:
Dein Beitrag bzw. deine Recherche-Ergebnisse bestärken mich (erneut) darin, dieses Thema zu ignorieren. Dazu kommen noch Fragen zur Sicherheit, Zukunftsfähigkeit der installierten Geräte, Datenschutz.
Auch ein Verzicht auf Cloud-Dienste garantiert nicht, dass die oft zusammengestöpselten Systeme keine heimfunkenden Geräte enthalten oder immanent unsicher sind und nie gefixt werden.

Ich weiß, mein Beitrag hilft niemandem, aber für mich ist der Aufwand und das Risiko in keinem guten Verhältnis zum Nutzen. Thermostate hat man eh schon, Rolläden kann man auch zeitsteuern, ohne Helligkeitssteuerung ist man da doch auch fast immer genau genug. Und so weiter.

Einzig einen Smart Garden finde ich persönlich sinnvoll, weil man sich viel Arbeit sparen kann. Bewässerungssteuerung braucht aber auch nicht unbedingt einen Handy-Anschluss, finde ich.

MacFlieger:
Naja, es ist schon je nach Wünschen mehr oder weniger komplex und schwierig.
Das Hauptproblem ist und war doch, dass es so viele verschiedene inkompatible Entwicklungen gab und gibt. Damit soll Matter mit Thread aufräumen und alles vereinfachen. Potential dafür ist vorhanden, da viele der großen Firmen und Entwickler beteiligt sind. Trotzdem erstmal abwarten, was daraus wird.

Ich habe an anderer Stelle gelesen, dass Smart Home wäre die "moderne Modelleisenbahn des Mannes". Das sehe ich aktuell auch so. Nichts davon ist wirklich notwendig, es kostet Zeit und Geld und die echten Vorteile sind doch minimal. Spielerei halt.
Bis jetzt haben wir Rolladen mit Schaltern an der Wand, völlig ohne Elektronik. Damit kommen wir eigentlich völlig aus. Selbst die Zeitsteuerung ist nicht wirklich notwendig. Mit Lichtsteuerung meinte ich so etwas wie, dass die Rolladen im Sommer bei Sonnenschein auf der Südseite automatisch 3/4 runter gehen, damit sich der Raum nicht so aufheizt. Nettes Gimmick, aber wir leben auch schon jahrelang ohne so etwas.
Thermostate haben wir nur die manuellen an jedem Heizkörper und die Kinder vergessen ganz gerne mal die Heizung herunterzudrehen, wenn das Fenster aufgemacht wurde oder drehen die zum Aufheizen auf volle Pulle und danach nicht wieder runter. Ja, auch hier würden modernere Thermostate ohne Funk und Smart reichen. Mit Fenstersensoren könnte man hier die Heizung automatisch abdrehen lassen, wenn die Fenster geöffnet sind.

Sicherheit, Zukunftsfähigkeit, Datenschutz sind natürlich auch so Probleme, an die ich denke.
Bezgl. Zukunftsfähigkeit habe ich mir daher WLAN und ZigBee genommen, da nicht damit zu rechnen ist, dass das so schnell verschwindet. Und selbst wenn es mal keine Geräte dazu geben sollte, kann man problemlos die alten weiter betreiben und parallel das dann aktuelle Netzwerk mit neuen Geräten aufbauen, weil die zentrale Stelle die Verbindung zwischen diesen Netzen bildet. Gerade deshalb eben nicht eine zentrale Station eines Herstellers (z.B. Alexa oder HomeKit oder...), sondern ein offenes System wie ioBroker. Und selbst wenn es ioBroker nicht mehr gibt, gibt es noch andere offene Systeme als Zentrale, zu der man dann wechseln könnte.
Bezgl. Sicherheit würde ich dann auch lieber auf Komponenten setzen, die erfahrungsgemäß hier längeren Support bieten oder auch auf aktiv entwickelte OpenSource-Systeme wie z.B. Tasmota. Die Shellys z.B. lassen sich umflashen und haben dann nicht mehr die originale Software.
Beim Datenschutz setze ich gerade darauf, dass eben keine fremde Cloud verwendet wird und somit kein Kontakt nach außen nötig ist. Ich glaube, damit kann man auch heimfunkende Systeme gut kontrollieren. Die über WLAN angeschlossenen kann man vom Internetzugang blocken. Und bei den ZigBee-Geräten weiß ich nicht, ob die überhaupt von alleine ins Internet können. Ich würde mal vermuten, dass die nur untereinander Daten austauschen können und ein Datentransfer ins Internet würde dann die Zentrale machen, was bei einer herstellerunabhängigen wie ioBroker nicht stattfindet. Oder eben wie erwähnt eine OpenSource-Firmware auf die Geräte.


--- Zitat von: Florian am Januar 09, 2022, 13:54:17 ---Einzig einen Smart Garden finde ich persönlich sinnvoll, weil man sich viel Arbeit sparen kann. Bewässerungssteuerung braucht aber auch nicht unbedingt einen Handy-Anschluss, finde ich.
--- Ende Zitat ---

Über einen Handyanschluss habe ich auch noch gar nicht nachgedacht. Man kann wohl in ioBroker auch entsprechende GUIs erzeugen und gestalten. Aber das schaue ich mir erst an, wenn es soweit ist.

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