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Erste ARM-Macs: MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini

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Florian:
Ich würde an sich gerne kaufen, aber die Upgrades sind einfach Verarsche und sobald ich das sehe, reicht es mir schon wieder.
Apple verdoppelt jeweils den Preis bei der SSD-Größe. So kommt man bei 1 TB schon auf 448,40 €, bei zwei TB auf 896,80 €.
M.2-SSDs kosten 110 € bis 130 € für ein TB und zwei TB ab 210 €. Also verlangt Apple ca. den vierfachen Preis.
16 GB SODIMM gibt es ab 50 €. Für das Upgrade verlangt Apple die bekannten 224,40 €. Ein ähnlicher Faktor.

Offensichtlich ist 224,40 € die kleinste Recheneinheit. Und *4 der Faktor für das Apple-Logo.
Das sie die kleinere Einheit (also acht GB RAM oder 256 GB SSD) einsparen, rechne ich schon nicht mehr mit.

Ich weiß, dass ist alles alter Kaffee, aber mir stößt er immer wieder auf. Die Grundkonfigurationen wirken preiswert, bis man sie auch nur ein bisschen erweitert.

MacFlieger:
Florian hat zwar schon geantwortet, aber da muss ich auch noch einmal intervenieren.


--- Zitat von: Jochen am November 11, 2020, 11:26:40 ---Beim Arbeiten werden doch teil- u. zeitweise „Prozesse“ auf RAM ausgelagert. Das war doch immer ein Argument für viel RAM?
--- Ende Zitat ---

Nein, das ist ein völlig falsches Verständnis. Evtl. verwechselst Du da gerade etwas?
Alle laufenden Programme und ihre Daten liegen im RAM. RAM ist der Arbeitsspeicher, in dem der Computer arbeitet. Dahin kann nichts ausgelagert werden. Umgekehrt ist es, wenn das RAM nicht reicht, müssen Programme/Daten ausgelagert oder beendet/gelöscht werden.
Je mehr RAM, desto mehr Programme können gleichzeitig laufen und desto mehr Daten können gleichzeitig verarbeitet werden.
Das merke ich immer schmerzlich am iPhone/iPad im Vergleich zum Mac.


--- Zitat ---Kann das Auslagern auch auf die eingebaute SSD erfolgen?
--- Ende Zitat ---

Genau das ist die normale Vorgehensweise. Wenn das RAM nicht mehr ausreicht, werden/wurden Programme/Daten auf den Massenspeicher (Festplatte/SSD) ausgelagert (Swapping). Das merkte man besonders zu Festplattenzeiten enorm, weil die Geschwindigkeit extrem langsamer war. Heutzutage sind die SSDs deutlicher schneller und es gibt auch Techniken, die RAM sparen (Komprimierung der Daten im RAM), aber trotzdem ist es langsamer, nur nicht mehr so extrem.

MacFlieger:

--- Zitat von: radneuerfinder am November 11, 2020, 20:39:11 ---Apple reduziert beim MBP den max RAM von 32 auf 16 GB, beim Mini von 4 x USB auf 2. Wieso traue ich Apple zu, das ohne technische Not zu machen? Aber was verspricht sich Apple davon? ???

--- Ende Zitat ---

Ich glaube eher, dass es an dem ARM-Design liegt. Merkt man meiner Meinung nach auch daran, dass sich die 3 Modelle kaum unterscheiden.
Bisher war die CPU getrennt von IO-Chips, Secure Enklave, Thunderbolt, RAM etc. Alles war einzeln und konnte unterschiedlich kombiniert werden.
Jetzt ist alles in einem Chip und der Chip selber muss entsprechend anders Design/entwickelt werden. Ich denke, dass Apple noch nicht so weit ist, den ARM-Chip entsprechend aufzublasen. Besonders nicht für die zusätzlichen Erfordernisse in Richtung Mac Pro. Alles, was über 2 USB, TB3, 16GB RAM hinaus geht, ist noch nicht fertig. Daher auch der Wegfall der eGPUs.
Man kommt weg von einer universellen Kombinierbarkeit der Einzelkomponenten hin zu einem Komplettpaket in einem Chip. Und bisher wurden in den A-Chips derartige Sachen wie z.B. auch universelle Schnittstellen PCIx schlicht nicht benötigt.

Das mit den 16GB RAM stößt mir auch negativ auf.

--- Zitat von: Florian am November 11, 2020, 18:36:30 ---Bzgl. Ram muss man vielleicht umdenken. Ich sage mal so, ich habe nur einen A9 in meinem iPad. Und lächerliche 2 GB.
Bisher habe ich zwar noch keine Videos geschnitten, aber z.B. Photos bearbeitet in Pixelmator und die Spiele sind eigentlich auch nicht durch das RAM ausgebremst worden.

--- Ende Zitat ---

Ich habe ein iPad Air 3 mit AFAIK 3GB RAM.
Ja, wenn ich es wie ein iPad benutze (praktisch nur jeweils 1 App läuft), dann merke ich auch nur selten etwas. Aber sobald man zwischen Apps wechselt, geht es los, dass zwischenzeitlich die App weg ist und komplett neu geladen wird, die Tabs laden neu, obwohl man da drin was eingegeben hatte, teilweise geht Arbeit in den einzelnen Apps verloren...
Sorry, RAM ist durch nichts anderes als noch mehr RAM zu ersetzen. Auf dem Mac werden die Apps zum Glück bei Speichermangel nicht beendet und es wird nur langsamer. Und durch die SSDs und bessere Anbindung wird die Verlangsamung nicht so schlimm wie früher, aber ich möchte da nicht ohne Not sparen.
Ich denke schon, dass die meisten mit 16GB gut klar kommen. Viele sogar mit 8GB.
Deshalb finde ich 16GB für die angebotenen Modelle schon in Ordnung. Aber der Aufpreis ist wieder einmal appletypisch völlig surreal und nicht mehr wie früher vermeidbar.


--- Zitat von: Florian am November 11, 2020, 23:13:05 ---So kommt man bei 1 TB schon auf 448,40 €, bei zwei TB auf 896,80 €.
M.2-SSDs kosten 110 € bis 130 € für ein TB und zwei TB ab 210 €. Also verlangt Apple ca. den vierfachen Preis.
--- Ende Zitat ---

Sogar noch mehr. Du bezahlst ja nicht knapp 900€ für 2TB mehr, sondern für 1,5TB mehr. Du musst eigentlich die 2TB-SSD zusätzlich zahlen, aber dafür die Kosten für die 0,5TB-SSD weniger. D.h. zu zahlst ca. 900€ Aufpreis bei Apple, wofür Du auf dem freien Markt ca. 150€ Aufpreis zahlen müsstest... Faktor 6...

mbs:

--- Zitat von: Florian am November 11, 2020, 22:45:04 ---Weiß nicht, ob es stimmt, aber man liest der M1 könne nicht mehr als 16 GB nutzen. Warum das so sein soll, verstehe ich aber auch nicht, ist doch ein 64-Bitter.

--- Ende Zitat ---

Das liegt daran, dass der M1 ein SoC ist ("System-on-a-chip"). Mit anderen Worten, so gut wie der ganze Computer ist in einem einzelnen Chip-Paket eingebaut. Es gibt weder steckbare RAM-Module, noch getrennte RAM-Chips auf dem Mainboard. Das RAM für CPU und GPU steckt quasi im Prozessor. Eine Möglichkeit, "externes" RAM anzuschließen, ist nicht vorgesehen.

Und da der M1 ein Einsteiger-Prozessor für die kleinsten Mac-Modelle ist, hat sich Apple entschlossen, ihn nur in den beiden Varianten mit 8 GB oder 16 GB zu bauen.

Florian:
Das es ein SoC ist, hat Apple uns ja deutlich eingetrichtert.
Aber wie Du schreibst, es ist also trotzdem eine Geschäftsentscheidung, keine technische Notwendigkeit.

Was sich halt beisst ist der Begriff Pro und der Typ Einstiegsmodell.
Beim Air ändert sich ja nichts.
Eigentlich ist das Pro ein bisschen besseres Air und kostet auch entsprechend nicht so viel mehr.

Macflieger:
Ich denke auch, dass sie noch nicht so weit sind, den Mac Pro zu ersetzen.
Das die keine vier USB-Buchsen ansteuern könnten, kann nicht stimmen, denn der Mini hat sie ja.

Die eGPUs scheitern ja schon daran, dass es keine Treiber für ARM gibt. Die werden auch nicht mehr kommen, Intel entwickelt ja auch seit Jahren nicht mehr für den Mac, obwohl er auf Intel lief und läuft.

Wenn Apples Zahlen stimmen, läge die M1-GPU etwa bei einer RTX 560. Gamer werden damit nicht glücklich, aber die kaufen eh keine Macs (mehr). Viel besser als der Intelkram, aber weiterhin mager.
Gut, Cloudgaming scheint ja doch brauchbar, sind halt Extrakosten. Und das könnte man auch auf einem Raspberry machen.

Erste Geekbench-Benchmarks:
SingleCore unschlagbar, Multicore noch etwas zurück, ähnlich wie der A14.
https://www.macrumors.com/2020/11/11/m1-macbook-air-first-benchmark/

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