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DSGVO

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MacFlieger:
Es hat jetzt das erste Bußgeld gegeben, welches bekannt wurde:
20.000€ für die Chatplattform Knuddels.de

Im Juli 2018 sind durch einen Hackerangriff personenbezogene Daten (u.a. E-Mail-Adressen und Kennwörter) von ca. 330.000 Nutzern erbeutet und im September veröffentlicht worden.
Das Bußgeld gab es dafür, dass die Kennwörter im Klartext gespeichert waren. Seit Jahrzehnten ist es bekannt, dass man Kennwörter nur gesalzen und als Hashwert speichert. Knuddels hatte diese trotzdem im Klartext gespeichert, damit im Chat ein Filter die Eingabe des eigenen Kennwortes verhindern konnte.

Aufsichtsbehörde Baden-Württemberg verhängt Bußgeld von 20.000 €
Erstes Bußgeld in Deutschland nach der DSGVO in Höhe von „nur“ 20.000 EUR verhängt – Eine Einordnung
Passwörter im Klartext: 20.000 Euro Bußgeld nach DSGVO gegen Knuddels.de

MacFlieger:
Gut dazu passt meiner Meinung nach auch das hier:
Untersuchung: Microsoft Office sammelt Daten und verstößt gegen die DSGVO

Vor allem kann hier anders als bei Knudels nicht darauf plädiert werden, dass man gut mit den Behörden zusammen arbeitet. Ähnlich gelagert auch das Verhalten der anderen großen Datenkraken und der Nutzer von Werbenetzwerken und Marketingfirmen.

Es wäre schön, wenn man sich nun den großen "Sündern" zuwendet, und denen nicht einfach alles durchgehen lässt.
Interessant wären auch Entscheidungen bei den vielen Fällen von "berechtigtem Interesse" bzw. erzwungener Einwilligung, was meiner Meinung nach ohne Nachzudenken immer eingesetzt wird. Denn die Grenze, was ein "berechtigtes Interesse" ist und was nicht, ist leider noch nicht festgelegt.

Florian:
Ich denke, die Großen kommen auch noch dran.
Könnte allerdings sein, dass man derzeit Trump nicht provozieren will…  :(

fränk:
Das Abo meiner Life-Traffic-Funktion in meinem Auto ist nach drei Jahren abgelaufen. Verlängern lässt sie sich nur, wenn man das größere „connect me“ von Mercedes abonniert. In diesem Abo gibt es dann auch die Life-Traffic-Funktion.
Weil mein Auto aber über ein nie aktiviertes „connect me-Abo“ verfügt, ist das nun von meinem Händler, für umme, aktiviert worden und drei Jahre beginnen heute.
Auf meine Nachfrage, ob ich denn Live-Traffic nutzen kann, ohne Daimler permanent meine Position und den Servicestand meines Fahrzeugs mitzuteilen, sagte man mir, dass ich die Dienste einzeln an- und abwählen kann.
Wählt aber nur eine Funktion ab, sind alle anderen auch nicht verfügbar... ein Fall für die DSGVO...

MacFlieger:
Uber sind 2016 57 Millionen Nutzerdaten gestohlen worden. Das wurde aber erst im Dezember 2017 bekannt. Da Uber nicht wie vorgeschrieben den Diebstahl innerhalb von 72h gemeldet hatte, müssen sie nun 600.000€ Strafe zahlen.

Das gehört zwar nicht 100% zur DSGVO, weil es vor Inkrafttreten der Strafen der DSGVO stattfand, aber ich denke, es passt hier trotzdem ganz gut. Kann gut sein, dass nun mit der DSGVO bei solchen Sachen auch höhere Strafen möglich sind.

Datenleck verschwiegen: 600.000 Euro Strafe in den Niederlanden gegen Uber

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