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DSGVO
Terrania:
Das ist alles ganz nett beantwortet, aber:
Es geht um Whatsapp und nicht Messenger allgemein (die interessiert im privaten Bereich nämlich nur die Nerds). Hier wird auf den User geschossen und nicht den Anbieter. Der User steigt nicht auf Threema oder ginlo um, nur weil die Herrschaften das gerne wollen.
Es geht um Google Fonts und nicht um Tracking allgemein. Dass das mit einem Plugin und Caching der Schriften auf der Site geht, ist mir auch klar. Es geht um einen Aufwand, der letztlich nichts, aber auch gar nichts erreicht, weil es am Kern vorbei geht und vermutlich gefühlte 20 Mio deutsche Seiten betrifft. Kostet ein Vermögen damit man FONTS, ich rede von FONTS, einbinden kann, ohne dass jemand sein Höschen nass macht. Genauso wie 100 Seiten Software AGBs die jeder wegklickt und dann doch weiter macht. Es ist und bleibt ein Scheiss, was da abgeliefert wurde. Meine Meinung.
MacFlieger:
--- Zitat von: Terrania am Juni 08, 2018, 13:55:36 ---Es geht um Whatsapp und nicht Messenger allgemein (die interessiert im privaten Bereich nämlich nur die Nerds).
--- Ende Zitat ---
Eben, und wenn alle etwas verbotene nutzen, kann man nicht erwarten, dass man darauf Rücksicht nimmt.
Du kannst auch nicht argumentieren, dass viele in der 30er Zone 70 fahren und dann meckern, wenn man geblitzt wird.
--- Zitat ---Es geht um Google Fonts und nicht um Tracking allgemein. Dass das mit einem Plugin und Caching der Schriften auf der Site geht, ist mir auch klar.
--- Ende Zitat ---
Dafür braucht man kein Plugin oder Caching. Einfach die Fonts auf seinem Rechner speichern und dort, wo man die externe Quelle angibt, die interne angeben. Fertig. Ist völlig simpel, eher noch einfacher als die externe Einbindung und ist auch für die Website selber vorteilhaft.
Externe Google Fonts haben null Vorteile. Nur Nachteile.
--- Zitat ---Es geht um einen Aufwand, der letztlich nichts, aber auch gar nichts erreicht, weil es am Kern vorbei geht und vermutlich gefühlte 20 Mio deutsche Seiten betrifft.
--- Ende Zitat ---
Es liegt daran, dass diese 20 Mio deutsche Seiten vorher nicht nachgedacht haben und etwas unsinniges implementiert haben. Und der Aufwand das lokal zu hosten ist eher kleiner als Google zu benutzen.
--- Zitat ---Kostet ein Vermögen damit man FONTS, ich rede von FONTS, einbinden kann, ohne dass jemand sein Höschen nass macht.
--- Ende Zitat ---
Nein.
Die Google Fonts dürfen auch lokal eingebunden werden. Ist also finanziell identisch, ob man die jedes Mal von Google holt oder vom eigenen Server.
Florian:
Habe auch nie verstanden, warum alle für jeden Furz Inhalte von anderen Anbietern laden. Die Google Fonts sind da das beste Beispiel.
In Deutschland hat sich sowieso kaum was geändert! Wir hatten schon vorher ein sehr strenges Datenschutzgesetz, das nur kaum jemand beachtet hat. Und die DSGVO gilt eigentlich auch schon zwei Jahre, wurde nur nicht vollstreckt.
Auch das IP-Adressen als persönliche Daten zu gelten haben, ist seit längerem - auch höchstrichterlich - klargestellt und wurde oft von Seiten bejubelt, die gegen die Vorratsdatenspeicherung agitierten, selbst aber kein Problem damit hatten, IP-Adressen an allerlei andere Parteien weiterzuleiten.
In den letzten Jahren dann immer wildere Tracking-Orgien zur Verfolgung und Vermessung der User, die nicht nur die Privatsphäre aushöhlten, sondern auch noch Seiten zigfach langsamer und voluminöser machten. Doch die meisten User schoben dann Browser oder dem Computer die Schuld zu.
Wer jetzt seine Seite zumacht, fällt der allgemeinen Panik und Gerüchten zum Opfer.
Ich sehe ein, dass man sich nicht mit dem Thema beschäftigen wollen kann. Aber 'nen Generator-Text wird man ja wohl noch hinklatschen können, wenn einem an der Seite etwas liegt.
Und die Newsletter: Ist doch gut! Oft hat man doch längst vergessen, wann oder warum man eine Mail bekommt. Weg damit durch Nichtstun? ideal.
Die DSVGO ist wie alle Gesetze heutzutage: Kompliziert. Aber was teilweise für Gerüchte und Geschichten kursieren, ist schon arg übertrieben. Habe auch selbst erlebt, dass massenhaft Fehlinformationen zu finden sind. Man macht es also alles noch komplizierter.
Terrania:
"Eben, und wenn alle etwas verbotene nutzen, kann man nicht erwarten, dass man darauf Rücksicht nimmt.
Du kannst auch nicht argumentieren, dass viele in der 30er Zone 70 fahren und dann meckern, wenn man geblitzt wird."
Das hätte ich von dir nun nicht gedacht. Was soll das? Das ist absolut nicht vergleichbar. Normalerweise diskutier ich nach solchen "Argumenten" nicht mehr weiter.
Dafür braucht man kein Plugin oder Caching. Einfach die Fonts auf seinem Rechner speichern und dort, wo man die externe Quelle angibt, die interne angeben. Fertig. Ist völlig simpel, eher noch einfacher als die externe Einbindung und ist auch für die Website selber vorteilhaft.
Externe Google Fonts haben null Vorteile. Nur Nachteile.
??? Irgendwie reden wir aneinander vorbei. Oder du verstehst nicht, wovon ich rede. Egal.
Es liegt daran, dass diese 20 Mio deutsche Seiten vorher nicht nachgedacht haben und etwas unsinniges implementiert haben. Und der Aufwand das lokal zu hosten ist eher kleiner als Google zu benutzen.
Es ist für dich unsinnig, für alle anderen nicht. Das Wesen des Internet ist seine vernetztheit. Früher haben die Nerds auch gerne Java abgeschaltet, weil das "böse" war. Da hat das Web dann auch ausgesehen, wie vom Mickeymausdesigner. Das war im Übrigen die genauso dämliche Argumentation wie das 30/70 Beispiel... wobei das noch mehr an den Haaren herbeigezogen war.
Die Google Fonts dürfen auch lokal eingebunden werden. Ist also finanziell identisch, ob man die jedes Mal von Google holt oder vom eigenen Server.
Na eben.
Aber ich sehe schon, wir sehen das beide ziemlich anders und vertreten verschiedene Standpunkte. Das ist ok.
Florian:
Bindet man die Fonts über den eigenen Server ein, übermittelt man keine IP-Adressen an Google, macht sich nicht von deren ständigen Verfügbarkeit abhängig und die Seite wird tendenziell schneller. Finanziell macht es keinen Unterschied.
Nur Vorteile, Nachteile nicht vorhanden, zero, null.
Dasselbe ist es mit den ganzen Share-Buttons.
Es ist einfach schlechte Herangehensweise, die sicher von den Anbietern gewollt ist, aber niemanden sonst etwas bringt. Vielmehr hilft man Google und co. bei der Überwachung der User der eigenen Webseite. Finde ich persönlich eine unfreundliche Aktion, deshalb filtere ich den Mist auch weg.
Das 90% der Leute der Schutz ihrer eigenen Daten nicht am Herzen liegt, mag sein. Das gibt ihnen aber nicht das Recht, die Daten aller anderen an alle möglichen Firmen weiterzuleiten. Ich finde auch, es lässt tief blicken, wenn eine Seite dutzende Scripts nachlädt, damit Ressourcen (Rechenkraft/Strom/Datenvolumen/Zeit) des Nutzers stiehlt, nur um ein paar Euro zu machen oder auch aus Ignoranz.
Da finde ich es gut, dass jetzt endlich darüber nachgedacht wird.
Das die DSGVO kompliziert ist, habe ich ja schon geschrieben. Aber nach eingehender Beschäftigung sehe ich die Folgen auch nicht so gewaltig, zumindest nicht für Deutsche.
Problem hierzulande doch v.a. der Abmahnungsmissbrauch, dem die Politik leicht einen Riegel vorschieben könnte.
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