ausblenden > Talk

DSGVO

<< < (10/30) > >>

Florian:
Wirklich die unterste Schublade, was diese Leute treiben.

Mittlerweile habe ich auch einige Seiten aufgerufen, v.a. aus den USA, die einem doch tatsächlich anzeigen, an wen sie alles Daten weiterleiten. Die kann man dann deaktivieren, bzw. sie sind es meistens schon.

Beispiel: https://www.theatlantic.com/world/

Manche Seiten haben auch Seitenvarianten für europäische User, die jetzt auch die Amerikaner ansteuern, weil sie viel schneller und weniger Datenvolumen verbrauchen. Allerdings meist nur erreichbar, wenn man den riesigen „Ja, ich will Werbung“-Kasten wegfiltert.

Beispiel: https://eu.usatoday.com/
Schnell, oder? 500 KB statt 5,2 MB und unzählige Scripts weniger.

Oder The Verge:
https://www.theverge.com
Fast so zackig schnell wie unser Forum.

Gemessen hat das:
https://twitter.com/fr3ino/status/1000166112615714816

Sollte es so weitergehen, wäre ich begeistert. Auch sieht man, dass die ganze Werbefilter leider nie alles wegfiltern. Da hilft nur noch Noscript, das dann wieder die Seiten unbenutzbar macht. Oder ein entsprechender Proxy, mit demselben Problem.

MacFlieger:
Weil jetzt alle Angst vor Abmahnungen haben, hat die Union eine "Lösung" parat (warum eigentlich erst jetzt, waren die zwei Jahre nicht lang genug?):

DSGVO: Union will teure Abmahngebühren rasch aussetzen

Das eigentliche Problem ist sowieso nicht die DSGVO, sondern die deutsche Besonderheit bei Abmahnungen. In anderen Ländern muss die erste Abmahnung kostenlos sein oder ist stark gedeckelt. So werden Abmahnungen nur dort verwendet, wo sie sinnvoll sind und sind kein Arbeitsfeld für Juristen, die damit schnell Geld machen wollen.

Terrania:
Abmahnung wegen Google-Fonts. Da hier die IP-Adresse übermittelt wird, ist derzeitig noch in der Diskussion, ob das Abmahnfähig ist.

Allein dieser Punkt zeigt mir, was für Mist dieses unausgegorene Gesetz ist. Es ist ein Bürokratiemonster, das den gesunden Menschenverstand komplett ausgehebelt hat und nur dafür sorgt, dass noch mehr Unsicherheit im #neuland existiert.

Stichwort WhatsApp auf dem Firmenhandy. Letztlich zeigt es nur, dass heutzutage nur noch Dinge gemacht werden, die nicht von vorn bis hinten durchdacht sind. Im Prinzip mussten in Amiland am 25. die Sektkorken gesprungen sein, weil sich die EU mal wieder selbst ins Knie gefickt hat. Gut so.

Was Solls. 3 meiner Kunden haben ihre Websites direkt geschlossen, und werden sie auf weiteres auch nicht mehr öffnen. Bei ein Shop ist das noch nicht raus. Alles honorige Leute, die sich vollkommen überfahren vorkommen. Dafür finde ich in meiner Inbox verstärkt Spam-Newsletter, musste x Newsletter bestätigen (die ich alle auslaufen liess) - die hat das alle nicht interessiert. Letztlich ist es wieder so, dass der Ottonormalverbraucher für etwas gegängelt wird, was ein paar wenige schwarze Schafe ausgelöst haben. So stelle ich mir das nicht vor. Und wir Deutschen sind wie immer die "Muster-EU-Bürger". Kann mir nicht vorstellen, dass das Ganze irgend einen Italiener in irgendeiner Weise interessiert. Oder Spanier oder Österreicher (die das Ganze erst mal entspannt sehen).

fränk:
Das sehe ich komplett anders.

Leute die ihre Webseiten abstellen, machen das entweder, weil sie nix verstanden haben oder weil sie ihre Webseite bisher zu Datenschutzverstössen genutzt haben und sie keine Verwendung mehr dafür haben, wenn sie das nicht mehr leistet.

Die pauschale EU-/Politik-Schelte ist zwar schwer angesagt, trifft es hier jedoch kaum.

Natürlich schützt die Verordnung nicht automatisch vor Spam, der Zugespamte hat jetzt aber mehr Möglichkeiten sich dagegen zu wehren. Und nur, weil das in USA oder China schwierig durchzusetzen wein wird, ist`s aber noch kein Nachteil für den EU-Bürger.

MacFlieger:
Das sehe ich auch anders, vor allen bei den Beispielen.

Die DSGVO hat Sachen, die schlecht sind. Z.B. die Form der Informationspflicht führt dazu, dass niemand die Information liest und nur noch ungelesen abnickt/abheftet. Und auch fehlende Musteranleitungen mit Schritt für Schritt Anleitungen für Vereine, KMUs, Handwerker etc. die ihnen sagen, was sie machen müssen, um rechtssicher zu sein. Z.b: wäre doch eine vorgegebene Muster-Datenschutzerklärung, in der die üblichen Sachen drin stehen und die man nur auf die eigenen Verhältnisse anpassen muss, gut. So gibt es zig verschiedene Generatoren, überall steht etwas leicht anderes, keiner weiß, welche davon rechtssicher ist oder nicht.

Aber zu Deinen Beispielen:

--- Zitat von: Terrania am Juni 08, 2018, 12:29:14 ---Abmahnung wegen Google-Fonts. Da hier die IP-Adresse übermittelt wird, ist derzeitig noch in der Diskussion, ob das Abmahnfähig ist.
--- Ende Zitat ---

Ob und wer sowas abmahnen darf, ist noch strittig. Auch ein teil der leider bestehenden Rechtsunsicherheit.
Aber: Wo ist das Problem mit Google Fonts? Wer das natürlich so einbettet, dass bei jedem Seitenaufruf Google kontaktiert wird, der hat was prinzipiell falsch gemacht. Das entspricht dann genau den Facebook-Like-Buttons etc.
Warum nicht einfach die Fonts lokal einbinden? Das hat keine(!) Nachteile und nur Vorteile.


--- Zitat ---Allein dieser Punkt zeigt mir, was für Mist dieses unausgegorene Gesetz ist.
--- Ende Zitat ---

Nein, dieser Punkt gerade nicht. Wer jeden Besuch an x fremde Rechner meldet (Google Fonts, Google Analytics, Social Media Plugins, Tracking-Skripte etc.), der macht es sich zu einfach. Für fast alles gibt es vernünftige und simple Alternativen. Ist genau wie mit den Cookies. Werden nur technisch notwendige Cookies gesetzt, braucht man keine Einwilligung und Hinweis. das ist erst nötig, wenn man die für anderes einsetzt.

Das Problem ist doch auch, dass sich Falschmeldungen und Gerüchte über solche Sachen schnell verbreiten und dann jeder so eine Cookie-Warnung einbaut, weil "man es ja muss, denn die anderen machen es auch so".


--- Zitat ---Stichwort WhatsApp auf dem Firmenhandy.
--- Ende Zitat ---

Ja? Wo ist das Problem?
Eine App, die leider sehr verbreitet ist, aber jede Menge aus gutem Grund verbotene Sachen macht. Die Leute haben dann den Eindruck, dass hier Messenger verboten sind. Nein, Messenger dürfen auch auf Firmenhandys benutzt werden. Warum auch nicht. Nur eben keine, die sich nicht an grundlegende Regeln halten.


--- Zitat ---Was Solls. 3 meiner Kunden haben ihre Websites direkt geschlossen, und werden sie auf weiteres auch nicht mehr öffnen.
--- Ende Zitat ---

Warum?
Bei mir haben alle eine DSE integriert, das IP-Logging auf dem Server abgestellt und fertig.
Man muss doch nur schliessen, wenn man nicht auf "Schweinereien" verzichten will.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Antwort

Zur normalen Ansicht wechseln