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Computergeschichte(n)

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fränk:
Mein Ausbildungsbetrieb arbeitete in einem Pilotprojekt der Volkswagen AG, mit einem fetten Nixdorf-Rechner. Das Ding stand in einem extra Raum, eine Klimaanlage lief und ich musste das Monster jeden Morgen hochfahren und ihm sagen, wie spät es ist. Ich war ab 1981 wohl einer der ersten, der mit Computern arbeitete. Ich war viel im Ersatzteilverkauf tätig und bin damals haarscharf an der Zeit vorbei geschrammt, wo noch alles aufgeschrieben wurde.

Ich durfte mich dann später, während meines Zivieldienstes, an einem C64 versuchen. Meine Chefin hatte das Ding für ihren Enkel gekauft und weil sie nicht wusste, was man damit machen kann, sollte ich es herausfinden, bevor sie das Teil verschenken wollte.
Nach ca. 20 Minuten habe ich aufgegeben und ihr geraten das Ding zu entsorgen. Ich kam mit dem C64 nicht zurecht und wollte es auch gar nicht, weil ich mir keine sinnvolle Aufgabe dafür vorstellen konnte.

In einer weiteren Ausbildung habe ich dann gelernt, wie man mit einem Schneider-Computer und 5 ¹∕₄" Floppy-Disks umgeht. Ich arbeite heute noch mit Maschinen, von und zu denen die Daten mit Orginal-DOS-Programmen aus dieser Zeit, mit 110 Baud, übertragen werden... das dauert. ;).

Meinen ersten eigenen Computer habe ich 1998 angeschafft. Es lief Windows 98SE und als Bürosoftware Lotus SmartSuite. Ich konnte ohne fremde Hilfe gar nix und zusätzlich sah ich jeden Tag mindestens einmal ein Bluescreen. Die Möhre neu zu starten dauerte dann irgend wann ca. 20 Minuten.

2002 habe ich mir dann ein „PowerBook G4 Titanium“ gekauft, weil ich keinen Bock mehr auf tägliche Abstürze hatte und erst einmal privat über wollte. Ich schätze 2004 ist dann der erste iMac auch im Büro angekommen. Von dem ersten stationären Mac fehlt mir leider die Rechnung, aber es erschreckend, was ich in den letzten 15 Jahren ab Apple überwiesen habe.


Florian:
Steve Jobs hatte seiner ersten Apple-Phase zu Demozwecken einen custom-made Apple I auf seinem Schreibtisch. Den lies er nach seinem Rausschmiss 1985 zurück. Ein damaliger Angestellter krallte sich das Unikat und jetzt haben dessen Erben es für eine ungenannte Summe an das Computermuseum in Seattle verkauft. Natürlich sieht er ganz schön spektakulär aus.
https://techcrunch.com/2017/04/17/steve-jobs-custom-apple-i-and-other-historic-machines-are-on-display-at-seattle-museum/

Florian:
FireWire ist ja schon länger nicht mehr dabei, was einen Beitrag hier wohl rechtfertigt. Der letzte Mac damit war der alte Mac Pro 2012.
In den Anfängen hatte Apple dem Standard fast schon das Ende bereitet, und später machte dann Jobs einen Fehler (1$ Lizenzkosten pro Port), den er zwar sehr bald beseitigte, aber da war Intel schon von Bord.
Dieser Artikel geht mehr ins Detail und gibt einen Eindruck von Apple in den frühen 90ern:
https://arstechnica.com/gadgets/2017/06/the-rise-and-fall-of-firewire-the-standard-everyone-couldnt-quite-agree-on/

Mittlerweile haben wir ja Thunderbolt und es gibt sogar noch FW-Adapter. Aber neue Geräte mit FW oder I.LINK gibt es seit 2012 nicht mehr und auch die 1394 Trade Association schloß 2015 die Tore.

Florian:
Onkel Heise kann nicht mehr warten und schreibt den Jubiläumsartikel zur Intel-Gründung ein Jahr zu früh. :) Trotzdem interessant.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Zahlen-bitte-3101-RAM-Grundbaustein-fuer-Intels-Erfolg-3756800.html

Dann ging es Jahrzehnte nur nach oben, doch zuletzt scheint es, als hätte Intel doch enorme Schwierigkeiten, im Mobilzeitalter relevant zu bleiben.
http://www.t-online.de/digital/smartphone/id_77716176/intel-stellt-entwicklung-von-smartphone-chips-ein.html
https://www.mobilegeeks.de/news/intel-stellt-internet-ot-things-chips-ein-edison-joule-und-galileo-betroffen/

Florian:
Verstorbener NASA-Mitarbeiter hinterlässt ein schweres Erbe. :)
https://arstechnica.com/science/2017/07/nasa-computer-engineer-basement/

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