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Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
fränk:
--- Zitat von: MacFlieger am September 20, 2013, 08:56:29 ---Fürs unbemerkte Filmen der Nachbarin sind die auch viel zu kompliziert. Im Fernsehen sieht man in Berichten über Quadrocopter zwar manchmal Leute auf dem Balkon Zeitung lesen und "unbemerkt" steigt ein Quadrocopter neben ihnen auf und beobachtet sie, aber komischerweise ist dabei immer der Ton abgedreht... Und wer einmal die Bildqualität, die man erreichen kann, und eingesetzte Linsen gesehen hat, der braucht da gar keine Befürchtungen zu haben. Gut 5 Meter vor dem fremden Schlafzimmerfenster zu schweben ist nicht gerade unauffällig. Wer solche Fotos oder Filme machen will, der greift da zu erheblich einfacheren Methoden.
--- Ende Zitat ---
Stimmt.
Aber bis die Neu-Piloten das erkannt haben, gibt es erst einmal viele Versuche.
Ich glaube viele entdecken mit so einem Ding auch ihre Ader für's Spannen.
Florian:
Ein paar Jahre später erscheint die „Drohnen“-Gesetzgebung in ganz anderem Licht. Der Luftraum soll für die Konzerne von DHL bis Amazon freigeräumt werden, so die nachvollziehbare Meinung eines Modellfliegers in diesem Beitrag (paar Minuten). Schön das die überhaupt mal zu Wort kommen.
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/160512-quer-drohnen-100.html
MacFlieger:
Ich bin in dem Thema hobbybedingt natürlich stärker drin/informiert. :)
Dass diese ganzen neuen Gesetzesvorschläge eigentlich Unsinn sind und die schon bestehenden Regelungen völlig ausreichen, ist eigentlich schon lange klar. Alles, was man offiziell mit diesen neuen Gesetzen verhindern will, ist jetzt schon unter hoher Strafandrohung verboten. Dass da eigentlich was anderes dahinter steckt, war eigentlich vielen schon klar, aber so langsam kommen die Forderungen ans Tageslicht. So wie letzte Woche die "Forderung" von Amazon weltweit einen Luftkorridor in ca. 100-200m für Lieferdrohnen frei zu machen. DHL hat noch keine öffentlichen Aussagen gemacht, aber die stecken garantiert auch mit dahinter.
Dobrindt hat Änderungen im Luftrecht in Auftrag gegeben (öffentlich bekannt wurde nur so etwas wie max. 100m Höhe für Flugmodelle). Die genauen Informationen sind aber noch nicht öffentlich und die beiden großen Verbände (DAeC und DMFV) werden jetzt in nächster Zeit zu einer Kommentierung aufgefordert. Der DMFV hat schon im Vorfeld ohne die genauen geplanten Änderungen zu kennen eine große Petition ins Leben gerufen "Finger weg von meinem Hobby" (pro-modellflug), bei der sie im Vorfeld schon bei einigen möglichen Forderungen einknicken. Der DAeC hat Anfang des Jahres erstmal nur eine Stellungnahme geschrieben, in der es mehr in Richtung Sport geht und möchte erstmal im stillen Kämmerlein verhandeln und die Öffentlichkeit erst aktivieren, wenn klar ist, worum es genau geht und dass es keine Einigung gibt. DMFV ist hobbylastig, DAeC ist sportlastig.
Fakt ist, dass schon alleine 100m Maximalhöhe fast alle Wettbewerbsklassen unmöglich machen.
Traurig bei der ganzen Sache ist, dass alle vorgeschlagenen Maßnahmen null Sicherheitsgewinn ergeben. So als ob in einer 50er Zone einige schneller fahren und als Vorschlag dagegen wird dort dann eine 30er Zone eingerichtet und Parkverbot.
Nun ja, ich sehe für den Modellflug keine so rosa Zukunft. Die Unternehmen haben ein starkes Interesse am Freiräumen des Luftraumes und die einzigen wirklichen Gegenspieler (die Verbände) sind sehr daran interessiert, nur in ihren Verbänden organisierte Modellflieger zu haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass die beiden Verbände eine solche Kröte schlucken mit der Einschränkung, dass an Orten mit besonderer Aufstiegserlaubnis (im Volksmund "Modellflugplatz" genannt) lockerere Bestimmungen wie heute gelten. :(
radneuerfinder:
Ich glaube nciht daran, daß es lockerer wird. Der Trend geht doch ganz allgemein zu mehr Regeln. Ich vergleiche es mal mit der Verlegung einer KartBahn, wegen eines Straßenneubaus.
Deutschland 2050. 70 % der Warenkäufe erfolgen online, 50 % werden per Drohne ausgeliefert. Hat man vergessen Zwiebeln zu kaufen, so gibts die gegen saftigen Eilzuschlag per Turbodrohe binnen 10 Minuten (Land bis zu 20 Min) auf den seit 2045 gesetzlich vorgeschriebenen Drohnenlandeplatz, meistens auf der erweiterten Fensterbank. Maßnahmen zum optischen Umweltschutz hat man verpasst. Das Transportgewerbe hat Fakten geschaffen, einen ungetrübten blauen Himmel gibt es nicht mehr. Wie von einem Mückenschwarm ist der Himmel permanent mit Drohnen überzogen. Die Grünen fordern eine Absenkung des Himmelsirrens auf 30 dB. Immerhin hat es ein Drohnenflugverbot über Natuschutzgebieten in die Verfassung geschafft. Ausnahmen regelt ein Bundesgesetz. Nur altmodische Hardcore Umweltschützer plädieren noch für den Ausbau der Autobahnen mit E-LKW Spuren. Ab und an wird ein Mensch von einer abstürzenden Drohne erschlagen, oder schwer verletzt. Verglichen mit der früheren Anzahl von Verkehrstoten ist die Zahl minimal. InfrarotPanoramaKameraKufen haben sich durchgesetzt. Die AmazonGoogle Maps bieten flächendeckend eine Livekarte, die seit kurzem auch bei Nacht und Nebel hervorragend funktioniert. Die höchste Zoomstufe musste in Deutschland aufgrund gesetzlicher Auflagen deaktiviert werden. Auf Antrag wird das eigene Gesicht verpixelt. Tracken von Gesichtern und Fahrzeugen ist kein Problem, bleibt aber bisher der Polizei vorbehalten.
fränk:
;D
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