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Facebook-Konkurrent "Google+"

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radneuerfinder:
Pseudonyme sind bei Google+ nicht gestattet. Bemerkt Google einen falschen Namen, so wird der Zugang zum Account, sowie zu anderen Google Diensten, blockiert  Mehrmals im Jahr verifiziert Google eine zugehörige Handynummer:
http://winfuture.mobi/news/64366

Florian:
Von mir auch mal was zum Thema:
Hier macht sich Michael Seemann Gedanken, wie man Google+ besser machen könnte.
Radikal zu Ende gedacht.

warlord:
Dass das radikal zu Ende gedacht ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Dass z.B. das "Gewähren von Privacy" im Netz genau so funktionieren soll, wie im Fahrstuhl, halte ich für Wunschdenken. Bzw. entlarven IMO solche Erwartungen mangelnde Kenntnis der menschlichen Psyche. Im Gegensatz zum realen Leben erfolgt das "Konsumieren" fremder Privacy bzw. das "Eindringen" in fremde Privacy im Netz ja ohne dass dies der "Eigentümer" der betreffenden Privatsphäre unmittelbar mitkriegt. Folglich entfällt auch jene soziale Kontrolle, die uns zur Höflichkeit und Einhaltung eines gewissen Privacy-Abstandes veranlasst.

Weil im Netz diese soziale Kontrolle fehlt, führt IMO eben gerade nichts daran vorbei, dass der "Eigentümer" und nur der Eigentümer von Daten bestimmen kann und soll, in welche Kreise seine Daten gelangen dürfen. Ja, sich diese Gedanken zu machen, sich diese Gedanken machen zu müssen ist mühsam. Wenn man sie aber nicht macht, wird es irgendwann noch mühsamer.

Nachtrag: Was er möchte, wäre ja im Prinzip einfach ein "Twitter unlimitted". Und auch wenn es andersrum Mode ist, ich auch hier ziemlich einsam sein dürfte und das Vögelchen als "gut" gilt und Facebook als "böse", ist Twitter in meinen Augen gerade wegen diesen Aspekten durchaus der fragwürdigere der beiden Dienste.

Florian:

--- Zitat von: warlord am Juli 17, 2011, 18:12:47 ---Dass das radikal zu Ende gedacht ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Dass z.B. das "Gewähren von Privacy" im Netz genau so funktionieren soll, wie im Fahrstuhl, halte ich für Wunschdenken.
--- Ende Zitat ---

Äh, klar. Ich meinte das natürlich anders. Aus seiner Sichtweise, mit der Aufgabe der Privatheit als nicht nur unvermeidlich sondern unproblematisch.
Natürlich glaube *ich* auch nicht an solcherart gute Menschen (leider) und ich denke mein Chef hätte sehr wohl Interesse an bestimmten Aspekten meines  Privatlebens - wie alle (Personal)Chefs. Natürlich weniger an dem täglichen Gedanken zu Spaghettisaucen, aber doch sehr z.B. am Risikoverhalten bei Sport und Party oder Stabilität der Beziehung(en). Das sind schließlich Indikatoren für die Produktivität.
Von den Kollegen will ich gar nicht reden. Einige wenige sammeln doch alles, was sie irgendwann mal gegen Einen verwenden können. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Ich wollte aber eben mal die Sicht eines Powerusers dieser Dienste verlinken, der schon jenseits unserer Diskussion hier ist.

warlord:

--- Zitat von: Florian am Juli 17, 2011, 21:54:52 ---Ich wollte aber eben mal die Sicht eines Powerusers dieser Dienste verlinken, der schon jenseits unserer Diskussion hier ist.

--- Ende Zitat ---

Alles klar. Interessant sind seine Gedankengänge allemal. (Auch wenn man sie für bescheuert hält.  ;D)

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