ausblenden > Apple
Apple > Microsoft 27.05.2010
radneuerfinder:
Ich vermute alle zusammen. Wie groß der Anteil der Sekundenhändler ist, vermag ich nicht zu sagen. Da aber „Hebelei“ integraler Bestandteil des modernen Börsenhandels ist, müssen wir schon über, ähem, größere Summen sprechen. Hier lese ich von “Die Finanztransaktionen sind im Zeitraum 2007 bis 2013 – trotz der Finanzkrise – vom 100-Fachen auf das 120-Fache des BIPs ange- stiegen“:
https://stephanschulmeister.wifo-pens.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/FTT_Diplo_12_14.pdf
Florian:
Wachsender Handel an sich ist aber kein Problem. Probleme entstehen natürlich, wenn sich jemand verspekuliert, aber die typischen Sekundenhändler rettet niemand, insofern: wen juckt's, ausser den Anlegern?
Bleiben die Banken, die natürlich auch hier mitverdienen wollen, aber die Risiken nicht mehr so gehen dürfen. Das die Regulierung wohl nicht ausreicht, dürfte leider zutreffen. Dann muss wieder der Steuerzahler bluten, aber ob das Geld so oder so verzockt wird, ist ja eigentlich egal. :(
Jedenfalls war die letzte Krise nicht durch eine Aktienblase verursacht und die anderen, über die ich so las, auch nicht.
radneuerfinder:
Ob die Blase aus Immobilien, Tulpenzwiebeln oder Aktienpapieren besteht, ist ja auch egal. Bei der letzten Krise waren es wohl Finanzmarktpapiere (Credit Default Swaps), bei dem extra und aktiv der Bezug zur realen Welt (Immobilie und zweitklassige Kreditnehmer) verschleiert wurde.
Florian:
Naja, wenn man sich seit zig Beiträgen über Aktienhandel unterhält, ist das für mich nicht egal.
Ich sehe am Aktienmarkt derzeit keine Blase, auch vor der letzten Krise nicht. Einzelne Aktien sind natürlich immer überbewertet, was aber den Gesamtmarkt wenig juckt. Aktienhandel ist der best überwachte Markt, den es gibt und er ist so riesig, dass er vor Manipulationen noch am besten geschützt ist. Das Produkt ist im Vergleich transparent und verständlich.
Anders bei CDS, nachrangigen Anleihen, Hedge Funds, Zertifikaten, und die ganzen vermeintlichen Leckerlis auf dem grauen Kapitalmarkt, die auch Privatanleger gerne angedreht werden.
Warum das immer in einen Topf geworfen wird, ist mir ein Rätsel.
MacFlieger:
--- Zitat von: Florian am November 28, 2018, 23:05:24 ---Ich denke, wir diskutieren eine Frage, die sich nicht mehr stellt.
--- Ende Zitat ---
Dann meinst Du eine andere Frage als ich. :)
--- Zitat ---Daytrader und die Ultrakurz-Investoren nutzen in der Regel mittlerweile Algorithmen. In denen liegt viel Kurven-Voodoo aber natürlich auch die Kerndaten der Unternehmen.
--- Ende Zitat ---
Eben genau da liegt der Hase im Pfeffer. :)
--- Zitat ---Auf jeden Fall handeln sie echte Sachwerte.
--- Ende Zitat ---
Korrekt, aber das ist den Leuten (ob Menschen oder Computerprogramme) der Gruppe 2 egal. Denen ist es (und kann es auch) völlig egal sein, ob es sich hinter dem Gehandelten um einen Sachwert handelt oder nicht. Richtig?
--- Zitat ---Der Einfluß dieser Supertrader wird m.E. oft überschätzt.
--- Ende Zitat ---
Das ist gerade die Frage, bei der wir unterschiedlicher Meinung sind.
Gehen wir das doch einmal an, weil wir durch diese unterschiedliche Ansicht wohl aneinander vorbei schreiben.
Vielleicht bin ich auch falsch informiert.
Wie wird der Kurswert einer Aktie festgelegt? Ich glaube, dass es durch Angebot und Nachfrage beim Handel geschieht.
--- Zitat ---Thema „selbsterfüllende Prophezeiung": Halte ich für den falschen Ausdruck. Sicher, Pennystocks kann man mit Riesenhebel oder über Anlageschwindel vielleicht manipulieren, aber das ist verboten.
--- Ende Zitat ---
Ja, wenn Du es so verstehst, ist es der falsche Ausdruck. Ich meinte keine absichtlichen Manipulationen oder Betrügereien. Ich meinte etwas wie eine sich selbst verstärkende Regelschleife, die Du bei den Algorithmen oben auch so beschreibst. Aber ich denke, dazu kommen wir dann, wenn wir weiter die Begriffe und Handlungen abgleichen.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln