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VHS Kassetten digitalisieren
MacFlieger:
Na, irgend ein Bekannter wird schon eine Kamera mit Eingang haben.
Sascha:
--- Zitat von: Chucky am August 04, 2008, 18:24:47 ---Habe mich mit dieser Seite der Computernutzung bisher nicht wirklich auseinandergesetzt. Vorher werde ich mir allerdings noch meinen Freundeskreis genauer abklappern und nach einer passenden Kamera suchen. ;D
--- Ende Zitat ---
Wenn Du zufällig in der Nähe von Kiel wohnst, wäre das kein Thema. Ich mache das immer mit einem 6-Kopf-VHS-Rekorder und einer Formac Studio Pro. Klappt prima. :)
Chucky:
--- Zitat von: Sascha am August 05, 2008, 07:26:27 ---Wenn Du zufällig in der Nähe von Kiel wohnst, wäre das kein Thema. Ich mache das immer mit einem 6-Kopf-VHS-Rekorder und einer Formac Studio Pro. Klappt prima. :)
--- Ende Zitat ---
Vielen Dank für das Angebot - leider wohne ich lt. Google Maps ca. 1.221 km von Dir entfernt. Da ist es fast billiger, dass ich mir die Hardware gleich kaufe ;)
mathias:
also ich würde dir zu einem Kombi VHS HDD Rekorder raten. Das ist wahrscheinlich am wenigsten aufwendig. Den Qualitätsverlust durch die MPEG2 Komprimierung würde ich entgegen MacFliegers Meinung als eher vernachlässigbar erachten. VHS ist qualitativ wegen des colour-under Verfahrens sowieso nicht gerade berauschend. Die Digitalisierung ins DV-Format ist quasi "überqualifiziert" ;) Die Qualität von DV zu MPEG2 ist nicht in jedem Fall besser, sondern ist von der MPEG2-Datenrate abhängig. Der Hauptvorteil von DV liegt in der "intraframe codierung", d.h. jedes Frame wird für sich codiert. Bei MPEG2 ist das nicht unbedingt der Fall. Für den Anwender heißt das, dass DV Material bei jedem Bild (framegenau) geschnitten werden kann, MPEG2 Material* nicht, sondern immer nur nach einer "Group of Pictures". Deshalb hat sich MPEG2* bisher im prof. ProduktionsBereich auch nicht durchgesetz. Für den Heimfilmer dürfte das aber keine soo große Rolle spielen.
Ein anderes Argument gegen DV ist der hohe Speicherplatzbedarf. DV mit 25MBit/s Bilddatenrate braucht für 60 Minuten ca 13 GByte Speicher. Da kommt also bei einer VHS Bibliothek ganz schön was zusammen. Und für die Weiterverarbeitung müssen immer riesige Files bewegt werden, was ganz schön zeitaufwendig ist. Zu guter letzt wird das DV-Material für eine DVD nach MPEG2 konvertiert, damit ist der Qualitätsvorteil auch wieder dahin.
Ich muss gestehen, ich habe selbst nie VHS -> DV kopiertes Material im vergleich mit MPEG2 gesehen. Ich würde dir deshalb empfehlen, beides mal auszuprobieren. Vielleicht käme ja auch ein Kopierwerk in Frage. Da kannst du dir mal Testkopien machen lassen und diese anschauen. Je nachdem kostet so eine Kopie ca. 0,20 €/Min. Das sind immerhin auch 12 €/Std.. Aber man spart sich eine Menge Zeit. Außerdem besitzen Kopierwerke ev. bessere Videorekorder als der Ottonormalverbraucher.
* von Sony gibt's im Profibereich das IMX Format, das zeichnet MPEG2 mit 50 MBit/s; i-frame only auf. Damit ist das Problem des framegenauen Schneidens beseitigt.
MacFlieger:
@mathias: Mit der Qualität von VHS und Größe von DV hast Du sicherlich recht. Ich meinte DV eben auch nur als Zwischenmaterial, wenn noch geschnitten oder bearbeitet (Bildoptimierung) werden soll. Wenn Chucky, das mit iMovie weiterverarbeiten will, dann geht der Schritt
VHS->DV->iMovie->DV->MPEG2
oder eben
VHS->MPEG2->DV->iMovie->DV->MPEG2
Darum ging es und da plädiere ich absolut zu dem ersteren Verfahren.
Nicht ganz einverstanden bin ich damit, dass schlechtem Ausgangsmaterial wie VHS die Wahl nicht so bedeutend ist. Gerade bei schlechtem Material sehe ich das so, wenn noch eine Zwischenbearbeitung stattfinden soll. VHS selber hat wie Du ja auch schreibst eine recht schlechte Qualität und ist auch stark verrauscht. Aber gerade stark verrauschtes Material kann schlecht komprimiert werden, d.h. MPEG2 kann das nur schlecht wiedergeben und vermatscht das Material weiter bereits beim Import. DV kann die verrauschten Bilder originalgetreu abbilden und man kann den Prozess des Entrauschens/Vermatschen dann nachher beim Bearbeiten gezielt und gesteuert anwenden.
Wohlgemerkt: Ich beziehe das alles auf die technischen Möglichkeiten, die eine Privatanwender ohne grossen finanziellen Aufwand zur Verfügung stehen.
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