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Staat will privatisieren um Geld ins Staatssäckel zu bekommen
Locusta:
--- Zitat von: Florian am Oktober 18, 2005, 13:08:42 ---Nun aber zurück zur Maut:
Ich habe sie ja nicht gefordert, ich sehe sie nur als unumgänglich. Denn die Steuereinnahmen, langfristig mit ziemlicher Sicherheit stark rückläufig, sind ja gebunden - und der Verkehr nimmt weiter zu.
Ob das gerecht verteilt ist oder nicht, sei mal dahingestellt, nur wenn man mehr in den Strassenbau steckt, wo nimmt man es her? Da wird man sich das Mittel Maut kaum entgehen lassen. Die kommt nicht heute oder nächstes Jahr, aber in den nächsten zehn Jahren mit Sicherheit.
--- Ende Zitat ---
Nur frage ich mich eins bei deiner Rechung: Woher kommt das größere Verkehrsaufkommen, wenn die Bevölkerung abnimmt? Fährt dann eine Person 2 Autos zur gleichen Zeit? Ich glaube nicht. Wenn das höhere Aufkommen durch Transitverkehr aufkommt, dann ist es nur gerecht, wenn der Transitverkehr die Kosten dafür tragen muss.
Terrania:
Äh wartet mal den Winter ab. Letzten Winter hatten wir hier in München Straßen, da wäre ein Smart in den Schlaglöchern direkt verschwunden ...Das war auch auf der A8 zum Teil so. Reparatur: Das 60 bzw. 80 Schild aufstellen. Die Straßen hier sind definitv ein Witz inzwischen. Ideal für Porschefahrer (allerdings nur Cayenne). ;D
FOX:
ganz genau, locusta.
als beispiel nehme ich mal die A6, die ca. 1km hier an meinem büro vorbei"steht"...
die hat zwei spuren - die rechte davon ist fest in osteuropäischer hand.
die teilen sich die lkw's und die autoteileverschieber. die straße ist leider die einzige ost-west-verbindung im süden. deswegen ist sie auch überlastet. der staat wollte sie dreispurig ausbauen - nun fehlt aber wieder das geld und es wird nur geflickt. vor nürnberg werden bis zur WM 10 km dreispurig. der rest bleibt.
und wenn der club nicht so saugut ;) und nürnberg keine WM-stadt wäre, würde nicht mal das passieren.
also: pkw-maut - auf jeden fall. dafür pkw-steuer runter.
wir zahlen überall! - sollen die anderen auch bei uns zahlen. das ist nur gerecht.
Thyrfing:
Problematisch an der Privatisierung ist, meiner Meinung nach, dass der Staat einen Bereich ausgliedern will, der für ihn wirtschaftlich nicht attraktiv ist. Ein Unternehmer kann natürlich ohne Rücksicht auf Verluste haushalten und hat sogar, weil ja vom Staat "anvertraut", die fast heilige Pflicht, aus dem maroden Bereich ein florierendes Geschäft zu zaubern.
Für mich hat das zwei Nachteile: Wer marodes sanieren will, wird nach heutiger Erkenntnis erst einmal Leute entlassen. Wirkt sich wieder negativ auf die Staatskasse aus.
Ausserdem zeigt der Staat den Unternehmern, wie man erfolgreich Bereiche ausgliedert. Der Begriff "outsourcing" sollte an dieser Stelle jedem geläufig sein. Und wenn es nicht das Ausgliedern ist, so ist es zumindest ein Abstoßen von kaputten Bereichen.
Chucky:
--- Zitat von: FOX am Oktober 18, 2005, 17:32:45 ---also: pkw-maut - auf jeden fall. dafür pkw-steuer runter.
wir zahlen überall! - sollen die anderen auch bei uns zahlen. das ist nur gerecht.
--- Ende Zitat ---
Sag ich doch! Das wäre die einzige Möglichkeit hier wirklich Nachhaltiges zu erreichen und nicht einfach nur die immer grösser werdenden Löcher in der Staatskasse stopfen. Egal in welchem unserer europäischen Länder.
Chucky
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