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Todesstoß für FireWire?
MacFlieger:
--- Zitat von: tertinator am September 20, 2007, 16:10:29 ---Wo liegen denn noch die Vorteile von Firewire?
--- Ende Zitat ---
Es ist ein anderes Konzept als USB:
1. Bei USB muss es genau einen Host geben, der alle anderen Geräte (Clients) verwaltet. Bei Firewire sind alle Geräte gleichberechtigt. Hier sehe ich das Hauptproblem für die Idee von Firewire als Untermenge von USB 3, was radneuerfinder vorschlug.
Vorteil für Firewire/Nachteil für USB: Es können beliebige Geräte kombiniert werden und diese können alle direkt miteinander kommunizieren ohne einen Umweg über eine zentrale Stelle (Computer) gehen zu müssen. Auch die Verbindung mehrerer Computer direkt (also als Netzwerk) ist möglich. Auch wäre es denkbar, dass eine DV-Kamera Videos direkt auf eine angeschlossene Festplatte speichert, ohne Einsatz eines Computers. Der oder die angeschlossenen Computer müssen keine Rechenzeit für die Verwaltung oder Datentransfer zur Verfügung stellen. Daher braucht USB erheblich mehr Rechenleistung, da der Computer alles verwaltet/steuert.
Edit: USB benötigt deutlich mehr Prozessorleistung.
Nachteil für Firewire/Vorteil für USB: Bei USB können die Geräte relativ dumm=einfach=billig sein, weil die eigentliche Arbeit vom Host geleistet wird. Bei Firewire müssen die einzelnen Geräte intelligenter=komplizierter=teurer sein.
2. Bidirektionale Datenübertragung
USB kann nur Daten in eine Richtung übertragen.
Firewire kann gleichzeitig senden und empfangen.
3. Topologie
USB hat zwingend (genau ein Host) eine Baumstruktur.
Firewire kann Ketten und Bäume von Geräten mischen und mehrere dieser Topologien über Brücken verbinden.
4. Stromversorgung
USB liefert max. 500mA pro Port, ohne USB-Elektronik nur 100mA pro Port bei 5V.
Firewire liefert 8 bis 33 V, 1,5 A, max. 48 W.
Das liesse sich mit USB 3 anpassen, denke ich.
5. Kabellänge
USB kann max. 5m Kabel benutzen, "Verlängerung" geht nur über hintereinander geschaltete Hubs, max. aber 5 Hubs, d.h. 30m.
Firewire kann max. 4,5m Kabel benutzen, max. 16 Geräte in Reihe, d.h. 72m, bei anderen Kabeln auch mehr.
Das liesse sich mit USB 3 anpassen, denke ich.
--- Zitat von: tertinator am September 20, 2007, 17:39:04 ---Ihr redet alle von Anwendungen und alle nur vom Mac.
--- Ende Zitat ---
Ich nicht. :)
--- Zitat ---Wenn USB2 am Mac langsamer ist als Firewire, dann liegt das an der schlechten Implementierung.
--- Ende Zitat ---
Stimme ich Dir voll zu, zumal eine USB-Schnittstelle unter Win auf einem Intel-Mac "normal" schnell ist.
--- Zitat ---Mac mit Mac per USB 3 verbinden ? technisch durchaus möglich, politisch nicht gewollt.
--- Ende Zitat ---
Nein, das geht nicht, weil USB genau einen Host hat und dieser "dumme" Clients steuert. Das ist eines der Hauptunterschiede und die kriegt man ohne Aufgeben der Abwärtskompatibilität zu USB 2 nicht weg, IMHO.
mbs:
--- Zitat ---Mac mit Mac per USB 3 verbinden ? technisch durchaus möglich, politisch nicht gewollt.
--- Ende Zitat ---
Das geht ohne weiteres nicht, da USB grundsätzlich nur für "Computer-zu-Gerät"-Verbindungen konzipiert ist. Es ist nicht möglich, auf direktem Wege eine Computer-zu-Computer-Verbindung herzustellen. Deshalb hat man bei USB mit Absicht auch die verschiedenen Stecker "Typ A" (flaches Rechteck, für Computer oder Hub) und "Typ B" (quadratisch, für Gerät) eingeführt: Es soll auch aus Versehen nicht möglich sein, eine Computer-Computer-Verbindung zusammenzustecken.
Natürlich gibt es auch dafür Lösungen. Man kann so ab ca. 12,- EUR USB "Link-Kabel" kaufen, bei denen in der Mitte eine "Host-to-Host-Bridge" eingebaut ist, also eine Art USB-Netzwerkadapter zwischen zwei Rechnern mit Spezialkabel dran.
--- Zitat ---Wenn du Mac mit Mac (oder PC mit PC) per USB 3 verbindest müsstest Du das Netz selbst konfigurieren, während bei FireWire sich das Netz vollkommen selbstsändig konfiguriert.
--- Ende Zitat ---
Nicht wirklich. Mac OS X kann mit Hilfe von APIPA und Bonjour Netzwerke immer selbständig konfigurieren, egal mit welcher Netzhardware man arbeitet. Das ist nicht an FireWire, Ethernet oder anderes gebunden. Problem wäre allerdings, dass es meines Wissens (im Moment) tatsächlich keine Netzwerktreiber für ein USB-Link-Kabel unter Mac OS X gibt.
tertinator:
Zugegeben, ich gehe bei meinen Aussagen von meinen Anforderungen aus.
So möchte ich:
Ein Netzwerk – gelöst bei mir mit einem GBit-Netzwerk
Externe Geräte wie Festplatte etc. gelöst entweder mit USB 2 (Arbeitsrechner (MBPro) oder Firewire (Server)
Mehr brauche ich für meine Anforderungen eben nicht…
MacFlieger:
--- Zitat von: tertinator am September 21, 2007, 10:32:40 ---Zugegeben, ich gehe bei meinen Aussagen von meinen Anforderungen aus.
--- Ende Zitat ---
;D
Wer schrieb doch gleich "Ihr redet alle von Anwendungen und alle nur vom Mac."?
Du schreibst nur von Deiner Anforderung. ;D
--- Zitat ---Externe Geräte wie Festplatte etc. gelöst entweder mit USB 2 (Arbeitsrechner (MBPro) oder Firewire (Server)
--- Ende Zitat ---
Warum am Server jetzt Firewire? Das verstehe ich nicht. Vor- und Nachteile der beiden Systeme sind doch im Prinzip unabhängig davon.
Klar, wenn man nur eine Festplatte (also ein Gerät) betreiben will, dann ist der Unterschied marginal. Da bleibt dann nur noch der Unterschied, dass USB mehr Prozessorleistung benötigt, weil der Computer ja die Steuerung übernehmen muss.
Es gab mal Leute, die haben das beim Video Rendern (auf einem Win-System, wäre aber beim Mac genauso) extrem bemerkt. Da das Rendern prozessorintensiv war, spielte die Geschwindigkeit der Datenübertragung keine Rolle, die Rechenleistung war der limitierende Faktor. Wurde auf einer externen Firewire-Platte gerendert, war das praktisch genauso schnell wie bei einer internen. Das Rendern auf einer externen USB2-Platte war deutlich langsamer, da der Transfer der Daten Prozessorleistung "klaute".
In Zukunft (mit steigender Prozessorgeschwindigkeit) wird das vermutlich immer weniger ausmachen.
Interessant ist halt der in meiner Liste erste Punkt, der ja den grundlegenden Konzeptunterschied zum Thema hat. Der ermöglicht halt noch viel mehr Sachen, als nur eine Festplatte oder Drucker oder ähnliches anzuschliessen. Es ist problemlos denkbar, dass alle möglichen Geräte, die nichts mit dem klassischen Computer zu tun haben, über Firewire verbunden werden und kommunizieren. Also z.B. Fernseher, TV-Receiver, externe Platte, Stereo-Anlage, Videokamera etc. und diese dann sofort reibungslos miteinander arbeiten ohne dass man einen dezidierten Computer bräuchte. Klar, derartige Produkte gibt es nicht und Meiner Einschätzung nach, wird es die auch nicht geben, weil Firewire verschwinden wird. Aber nicht, weil Firewire schlechter wäre, sondern weil USB sich durchsetzt. Da passt dann wieder der unselige VHS-/Betamax-Vergleich.
Und genau wegen dieses unterschiedlichen Konzeptes glaube ich nicht, dass man Firewire in USB 3 integrieren kann ohne die Abwärtskompatibilität zu USB 2 aufzugeben. Und das wird wohl nicht passieren. Denn das wäre dann eigentlich nicht mehr USB 3, sondern Firewire xy.
warlord:
--- Zitat von: MacFlieger am September 21, 2007, 11:01:21 --- Also z.B. Fernseher, TV-Receiver, externe Platte, Stereo-Anlage, Videokamera etc. und diese dann sofort reibungslos miteinander arbeiten ohne dass man einen dezidierten Computer bräuchte. Klar, derartige Produkte gibt es nicht
--- Ende Zitat ---
Also die Komponenten meiner Stereo-Anlage sind mit Firewire untereinander verbunden. Aber ja, es gab sie nicht lange... :-\
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