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Florian

  • Defender of the Crown
Re: Bankenkrise
Antwort #690: Juli 15, 2016, 19:18:39
„Nie wieder“ sollten die Steuerzahler Banken retten müssen.
Nun ist die Lage schon wieder so dramatisch, dass die Bankentöpfe niemals ausreichen werden.

250 Mrd. für die italienischen Banken stehen im Raum, Spanien, Portugal, Deutsche Bank… auwei.

Und beim nächsten mal dann wieder die selbe Chose.
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Zitat von: Sledge Hammer
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Re: Bankenkrise
Antwort #691: Juli 16, 2016, 16:59:44
Und die Steuerzahler werden wieder die Banken retten. Das ist doch das Geschäftsmodell von den Banken.
Schulden verstaatlichen, Gewinne werden privatisiert. Wenn dann erstmal das Bargeld abgeschafft ist, geht das Ganze viel unkomplizierter.

IWF an EU: Enteignet eure Bürger!

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Bankenkrise
Antwort #692: Juli 16, 2016, 18:15:12
Ein Bail-in natürlich nur sinnvoll, wenn niemand einen Informationsvorsprung hat. Schwierig, nicht nur in Italien.
Aber wer investiert überhaupt noch in Banken?

Die IWF-Meinung ist ein alter Hut. Aber ist es nicht so, dass Anleger (also Haushalte mit Vermögen) ständig leise enteignet werden? Hier ein Negativzins, dort eine erhöhte Abgabe, Abgeltungssteuer… und am Ende Erbschaftssteuer. Die letzten beiden werden ja gerade wieder mal diskutiert, denn sie sind angeblich höchst ungerecht - soll heißen zu niedrig.
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Zitat von: Sledge Hammer
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Re: Bankenkrise
Antwort #693: Juli 16, 2016, 18:57:29
Sag bloß, du müsstest Erbschaftssteuer zahlen? ;-)
Und die, die sie zahlen müssten, zahlen sie eh nicht.

Mehrwertsteuer runter, Einkommenssteuer rauf

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Bankenkrise
Antwort #694: Juli 17, 2016, 19:41:52
Das spielt doch keine Rolle. Vererbtes ist schon, teilweise mehrfach, versteuert.
Ich sage ja auch nur, dass Vermögende längst herangezogen werden. Genug oder nicht, ist Geschmackssache.

Mehrwertsteuer runter, Einkommenssteuer rauf

MwST runter: Ja.
Einkommensteuer rauf: Klares Nein! Vielmehr sollte nur Spitzenverdiener den Spitzensteuersatz zahlen - das würde auch die Kurve für alle entschärfen.

Aber da können wir lange schreiben, es ändert nix. :)
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Zitat von: Sledge Hammer
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Re: Bankenkrise
Antwort #695: Juli 17, 2016, 22:22:05
Okay, geht auch. Spitzensteuersatz muss dann aber auch gezahlt werden und der kann auch wieder rauf auf über 50%
Aber ich hätte eh n viel besseren Lösungsansatz ;)

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Bankenkrise
Antwort #696: Juli 21, 2016, 13:13:14
Zu Italiens Zentralbank und den italienischen Bankenproblemen und wie alle damit umgehen.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/euroschau-137.html
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Zitat von: Sledge Hammer
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Re: Bankenkrise
Antwort #698: August 15, 2016, 09:41:55
Fast die Hälfte der ausstehenden Schulden der entwickelten westlichen Länder wird jetzt zu negativen Zinsen gehandelt:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/muellers-memo-die-droge-kickt-nicht-mehr-a-1107541.html

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Bankenkrise
Antwort #699: August 17, 2016, 17:33:32
In Deutschland dagegen pflegt man den Fetisch Schwarze Null, anstatt mal die Infrastruktur und Bildung auf Vordermann zu bringen. Beides Dinge, die volkswirtschaftlich ein Zigfaches vom Investment abwerfen.
Man gewönne also durch Negativzinsen und Mehrwert zweifach.

Nein, lieber leben wir in einem zunehmend verfallenden Museum. Hauptsache keine neuen Schulden.
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Zitat von: Sledge Hammer
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Re: Bankenkrise
Antwort #700: Dezember 22, 2016, 21:42:10
ist die europäische „Bankenunion“ von 2014 gleich am ersten Realitätstest gescheitert:
http://www.taz.de/Kommentar-Italiens-Bankenkrise/!5366225/

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Bankenkrise
Antwort #701: Dezember 30, 2016, 15:01:15
Mit voller Absicht werden alle Beschlüsse und Regeln ignoriert und eine Bank gerettet, die keineswegs systemrelevant ist.
Zwar hat die Monte dei Paschi viele Anleihen an Kleinanleger verkauft, die nun bluten müssten. Aber man könnte ja die kleinen Sparer retten und die Bank eben nicht.
Stattdessen gibt's vom Staat Italien - selbst in Finanznöten - eine Milliardenspritze aus dem ihm anvertrauten Steuermitteln. Bzw. aus neu aufgenommenen Schulden. In Italien wirkt traditionell das Volk als Kreditgeber und darf sich auf von der EZB künstlich erzeugte Mini-Zinsen freuen. Die Banker haben wieder Luft für neue Spekulationen, bis zum nächsten Crash.

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Zitat von: Sledge Hammer
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Florian

  • Defender of the Crown
Re: Bankenkrise
Antwort #704: Februar 01, 2017, 19:39:31
Den Befund teile ich.
Überhaupt macht die schwarze Null bei Negativzinsen überhaupt keinen Sinn. Warum nicht eine Billion aufnehmen, anlegen und Deutschland von den Zinsen mehrwertstiftend sanieren? Oder an die Bundesbürger ausschütten, dass würde die Nachfrage ordentlich anheizen und alle hätten endlich was vom Immobilien- und Aktien-Boom.
Gut, der ist nicht auf alle Zeiten garantiert, aber eine bessere Entwicklung als alle andere haben diese Anlageformen langfristig eben doch.
Norwegen macht es vor, mal gibt's viel und mal weniger, nur sparen sie es eben für harte Zeiten.

Nach zehn Jahren gibt man 990 Mrd. zurück und hat nicht weniger Schulden als vorher.

Dasselbe könnte man in Europa machen.

Aber das ist natürlich reine Fantasie und völlig undurchführbar - oder fehlt einfach der Mut?

Jedenfalls haben wir auch einen Import-Rekord, nur reicht das nicht.
Ich finde auch lustig, wenn von der EZB gewarnt wird, Euro-Austreter müssten ihre Handelsschulden ausgleichen. Ja, nur wie? :)
 

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Zitat von: Sledge Hammer
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