ausblenden > Talk
Bankenkrise
Florian:
--- Zitat von: radneuerfinder am Juni 13, 2014, 22:48:27 ---Aber nicht mehr für Alle.
--- Ende Zitat ---
Gab es noch nie.
Und die Zinsen müssen schließlich auch erwirtschaftet werden. Meist von anderen.
--- Zitat ---Sondern nur mehr für riskante Hirnarbeiter. Wären alle so schlau würde es nicht für alle reichen, sondern wiederum nur für die Schlauesten.
--- Ende Zitat ---
Und warum sollte man ohne Risiko Zinsen bekommen?
Und Hirnarbeiter… nach ich weiß ja nicht. Bisschen informieren und dann geht es doch, man muss halt mal überlegen, welche Investmentmöglichkeiten für einen selbst Sinn machen. Das ändert sich ja nicht alle zehn Minuten.
Schattenbanken/fonds, wie alle vorhersagten, ein Riesenproblem:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schattenbanken-das-billionen-dollar-problem-1.2004254
radneuerfinder:
--- Zitat von: Florian am Juni 19, 2014, 12:54:56 ---
--- Zitat von: radneuerfinder am Juni 13, 2014, 22:48:27 ---Aber nicht mehr für Alle.
--- Ende Zitat ---
Gab es noch nie.
--- Ende Zitat ---
Ich meine des deutschen liebste Geldanlage: Sparkonto, Tagesgeld, Bundesschatzbriefe, kapitalbildende Lebensversicherung:
http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/tid-27577/vermoegen-geldraub-nein-danke-wie-die-niedrigzinsen-die-altersvorsorge-gefaehrden_aid_832880.html
http://www.focus.de/finanzen/boerse/anlagedesaster-der-einschnitt_id_3540439.html
--- Zitat ---Bisschen informieren und dann geht es doch
--- Ende Zitat ---
Aber z. Zt. nur für die schlauesten 20 %. Die anderen schauen im Gegensatz zu früher in die Röhre. Und wenn diese 80 % Alle das machen was die 20 % Schlauen machen, dann sinkt die Rendite und nur die dann noch Schlaueren haben real keinen Negativzins.
--- Zitat ---Und die Zinsen müssen schließlich auch erwirtschaftet werden. Meist von anderen.
--- Ende Zitat ---
Genau.
Florian:
Da habe ich marginal andere Zahlen, aber ja, die Entwicklung geht ganz genau in diese Richtung.
Aber: Die 90er waren eine absolute Sondersituation, da durch die Wiedervereinigung Deutschland enorme Zinsen zahlen musste. Zudem bewegte man sich international in einem Hochzinsumfeld. Das hat das Volk enteignet, die Sparer freuten sich. Gerechter?
In der Krise ist, wie gesagt, eines für mich klar geworden: Den Herrschende ist der Euro wichtiger als die Menschen. Er wird um jeden Preis verteidigt und genau daran liegt das ja teilweise auch mit den Minizinsen. Es sind eben Unmengen Geld im Umlauf, Angebot und Nachfrage, ganz klassisch.
Politik und EZB wollen, dass mehr von diesem Geld wieder mehr in die Wirtschaft fließt - sich also in Investitionen materalisiert, um es mal so zu sagen.
Das wird so nicht funktionieren, aber selbst wenn wird die Inflation sehr schnell anziehen und die Zinsen wieder steigen.
Und der kleine Mann mit etwas Geld? Seit Anfang der Krise sind fast alle Sachwerte doch heiß begehrt und Immobilienkredite enorm günstig während vielerorts die Hauspreise steigen. Da wurde auch viel privates Vermögen geschaffen. (Nur halt wieder bei wem…)
Wer natürlich mittelprächtig verdient und keine Kredite bekommt, seine 5000 in Gold angelegt hat beim Höchststand - dem kann keiner helfen.
Was soll er denn machen? Kommt ganz darauf an! Aber wer langfristig fürs Alter und oder Notfälle vorsorgen will, kommt an einer vernünftigen Überlegung doch nicht vorbei, auch nicht bei 100,- im Monat.
Ja, vielleicht sind es 20%, was ganz, ganz schlimm ist. Eigentlich sollten es alle sein.
Und mir ist klar, dass es Menschen gibt, die nichts zurückzulegen haben. Denen sind die Minizinsen aber auch egal. Und Kreditnehmer aller Einkommensschichten profitieren massiv. Aber die zählen ja nicht in der Diskussion, nur der brave Kleinsparer. Er wird überhöht und ist positiv besetzt, und so zum Vorbild. In anderen Ländern sind viele Leute stolze Aktionäre und wissen, dass es auch mal abwärts gehen kann. Da sind dann -0,3% im Jahr nicht mehr so das Drama.
Hört sich jetzt wahrscheinlich alles etwas harzherzig an. Ich kenne auch sehr intelligente Leute, die um keinen Preis Aktien oder sonst irgendwas anfassen würden. Respektiere ich schon. Ja, die haben ein Problem. Und klar ist alles unter 0% real eine Umschichtung zu ihren Ungunsten. Das kritisiere ich auch, aber das ganze Bild ist auch interessant, finde ich.
warlord:
Der gefühlten und tatsächlichen Ungleichheit auf den Zahn gefühlt:
http://www.iwkoeln.de/de/presse/pressemitteilungen/beitrag/einkommensverteilung-haeufig-eine-falsche-vorstellung-175083
Florian:
Interessant, bestätigt auch meinen Eindruck über die herrschende Diskussion.
Was mir an der Studie allerdings fehlt, ist der Faktor Zeit. Hat sich da etwas verschoben, und wie groß sind eigentlich die Abstände zwischen ganz oben und ganz unten? Ja, hat es, und ja, sie sind größer geworden.
In Deutschland kommt die Angst vor dem raschen Abstieg (Hartz IV) hinzu, früher war das für langjährig Sozialversicherte so kein Thema.
So entstehen dann eben solche Eindrücke. Gut dazu passt auch der immer stärker um sich greifende Distinktionswahn gegen unten.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln