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Bankenkrise
Jochen:
--- Zitat von: MacFlieger am November 05, 2013, 09:40:09 ---
Bleibt eigentlich nur alles, was man flüssig hat, als Bargeld zu lagern, oder?
--- Ende Zitat ---
Brings zu mir, ich habe einen Keller zum Einlagern ;D
Jochen
MacFlieger:
Das Dumme ist nur, dass das meiste Geld bei uns eben nicht flüssig angelegt ist und zur Ablösung von Baudarlehen dient. Selbst wenn ich wollte, käme ich da nicht ran. Wenn da jetzt einfach 10% weg gehen, das Darlehen aber seinen Wert behält, wäre ich gar nicht amüsiert.
Florian:
Wir wissen nicht, ob und was da kommt und welche Vermögensarten betroffen wären.
Bei Immobilien ist das doch ganz leicht. Aktueller Verkehrswert minus noch offene Darlehen oder Hypotheken.
Bargeld wäre sicher betroffen, ein Verstecken daheim also Steuerhinterziehung. Auch weiß ich nicht, ob man bei solchen Aussichten wirklich auf die Werthaltigkeit des Euro vertrauen sollte.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, einer solchen Abgabe zu entgehen:
Illegal: Verstecken und hinterziehen, dann wird das gute Geld zu Schwarzgeld
Legal: Alles ausgeben
Nun stellt sich die Frage, ob man vielleicht Dinge kaufen kann, die nicht in die Abschöpfungsmenge fallen und so eine legale Anlagemöglichkeit eröffnen.
Alles, was bei Banken liegt, kann man ausschließen.
Gold und andere Edelmetalle würden wohl auch angezapft.
Also erwarte ich einen weiteren Run auf Oldtimer, teure Uhren und Kunst. Also alles, was schon jetzt teilweise grotesk überteuert ist.
MacFlieger:
--- Zitat von: Florian am November 05, 2013, 12:46:19 ---Bei Immobilien ist das doch ganz leicht. Aktueller Verkehrswert minus noch offene Darlehen oder Hypotheken.
--- Ende Zitat ---
Da hast Du mich missverstanden. Wobei das ja noch schlimmer wäre, wel alle Immobilien geschätzt werden müssten und man evtl. Geld aufnehmen müsste um von diesem Wert 10% zu zahlen...
Was ich meinte: In unserer Bekanntschaft (und auch bei uns) gibt es oft den Konstrukt, dass für eine Immobilie u.a. ein Darlehen mit relativ geringer (oder sogar keiner? Tilgung aufgenommen wird. Parallel dazu wird ein Bausparvertrag abgeschlossen, der bespart wird. Das ganze ist dann so getrimmt, dass der Bausparvertrag bei Zuteilung das andere Darlehen ablöst. In diesen Fällen hat man also parallel ein Darlehen mit einer großen negativen Summe und gleichzeitig ein Guthaben auf dem Bausparkonto, was man aber nicht wirklich als Vermögen hat, sondern was irgendwann mit dem Darlehen verrechnet wird. Genau das gleiche, als wenn man nur das Darlehen mit höherer Tilgung hätte. Unterschied: Einmal hat man Schulden x mit Guthaben y und das andere mal hat man nur Schulden (x-y). Wenn man jetzt auf diese y 10% zahlen soll...
--- Zitat ---Bargeld wäre sicher betroffen, ein Verstecken daheim also Steuerhinterziehung.
--- Ende Zitat ---
???
Wenn ich Geld zu Hause liegen habe, ist das Steuerhinterziehung?
Oder meinst Du, wenn es ein Gesetz gibt, das 10% auch auf Barvermögen verlangt?
Florian:
Mir ist schon klar, wie Häuser oft finanziert werden. Da besteht aber letztendlich auch kein Unterschied.
Du hast das Haus zu x % finanziert und noch mal x % Guthaben auf dem Bausparer, auf der anderen Seite weitergehende Verpflichtungen. Das liegt ja alles in allen Details bei Deiner Bank, die würde halt einfach verpflichtet, mitzuwirken.
Nun war ich etwas voreilig, wie genau das berechnet würde, ist natürlich offen. Aber es geht und ist ja auch schon mal geschehen im Lastenausgleichsgesetz. Das gilt auch für die Schätzungen der Immobilien.
Leider kann ich auf die Schnelle keine genauen Informationen zum damaligen Prozedere finden.
Zum Bargeld: Ja, so meinte ich das. Natürlich kann man Bargeld oder Gold im Keller bunkern. Aber käme so eine Abgabe, müsste man es höchstwahrscheinlich melden. Kann mir nicht vorstellen, dass so eine Lücke gelassen würde.
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