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Gewalt in Videospielen, insbes. auf Nintendo Wii

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Florian:
Habe den Teil mal abgeknapst, weil er ja wahrscheinlich länger wird und ins Generelle geht.

Noch kurz zu Manhunt 2:
Auch Sony stoppt das Spiel.
Sowohl Nintendo als auch Sony haben in ihren Lizenzvereinbarungen stehen das Spiele mit einer "adults only"-Einstufung nicht veröffentlich werden dürfen.
Nun habe ich mich wohl geirrt, daß das Spiel gar nicht kommt. Wahrscheinlicher wird es wohl geschnitten um in die "mature"-Kategorie zu kommen. Das dürfte dann auch in England eine Aufhebung des Verkaufsverbots bedeuten.
Shooter auch der übelsten Kategorie waren bisher meistens "M". Bewustseinswandel in den USA?
Habe mich mal bisschen informiert und Manhunt ist wohl wirklich eine üble Gewaltorgie.

Thyrfing:

--- Zitat von: fränk am Juni 21, 2007, 14:25:12 ---
--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 13:54:28 ---Kinder sind nicht in der Lage, Gewaltszenen oder ähnliches, zu verarbeiten.
--- Ende Zitat ---
Ist das wirklich so? Oder sollte ihnen beim Verarbeiten nur geholfen werden?
(ich will's nur wissen)

--- Ende Zitat ---
Nein, sie sind einfach nicht in der Lage. Das weiß ich von einem Kinderpsychologen. Wer jetzt nach Quellen fragt, kiegt was auf die Rübe.



--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 13:54:28 ---Wenn einfach nur versucht wird, solche Dinge so lange wie möglich von Kindern fernzuhalten, ist ein großer Schritt in eine bessere Welt getan
--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---Sind Erfahrungen nicht sehr wichtig? (nein, natürlich nicht jede)
Wäre es nicht besser gewesen, einige Kinder hätten bestimmte Erfahrungen früher gemacht?

--- Ende Zitat ---
Es kommt immer darauf an, um welche Erfahrung es sich handelt und wie von der Umwelt damit umgegangen wird. Aber bestimmte Erfahrungen muss man als Erziehungsberechtigter einfach von Kindern fernhalten. Ich kann das mal versuchen zu erklären, wo ich da den Unterschied sehe:
Ein Kind sieht einen Horrorschocker und hat nur andere Kinder um sich herum, mit denen es über die Szenen sprechen kann. Was denkst du, kommt dabei heraus? Angebereien und nachahmen, auch nur spielerisch, aber eine wirkliche Verarbeitung findet nicht statt, weil das Gesehene nicht einsortiert werden kann.

Ein anderer Fall, positiv in meinen Augen: Du gerätst mit deinem Kind in einen schweren Unfall, überall Blut und Verletzte. Meiner Meinung nach ist es hier falsch, dem Kind die Augen zuzuhalten, sondern genau hier musst du als Erwachsener Zivilcourage zeigen und helfen, das Kind mit einbeziehen und auch anderen helfen lassen (soweit das möglich ist). Auch hier wird das Kind später traumatisiert sein, aber die Verarbeitung des Gesehenen findet in einem komplett anderen Kontext statt.



--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 13:54:28 ---Kinder brauchen einfach nur Kinder sein.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---Kinder, die einfach nur Kinder sein wollen, werden aber mit diesen Erfahrungen Bekanntschaft machen (wollen). Sie davor zu beschützen wird nicht 100% klappen.

--- Ende Zitat ---
Nein, diese Dinge müssen natürlich mit gesundem Menschenverstand geregelt werden. Es ist ein schmaler Grat zwischen beschützen und jemanden zum Aussenseiter zu machen. Auf der anderen Seite, wenn du es schaffst, dem Kind genügend andere Alternativen zu zeigen und schmackhaft zu machen, hat es wahrscheinlich gar kein Interesse an diesen anderen Dingen. That's the trick, in meinen Augen.




--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 13:54:28 ---Und da tun sich Erwachsene momentan ganz schön schwer.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---Weil sie Kindern zu viel oder zu wenig Freiheiten lassen?

--- Ende Zitat ---
Siehe oben. Menschenverstand. Manche Eltern sagen mir, dass sie ihre Kinder alle Freiheiten lassen, weil sie lieben und sie sich so entwickeln können. Für mich sind das die größten Lügner unter Sonne. Es geht denen meistens nur darum, ihre Ruhe vor den Bälgern zu haben und diese Art der Erziehung ist der Deckmantel dafür.


--- Zitat ---Um es klar zu machen:
Ich bin nicht dafür die Kids vorm TV oder der Playstation abzuladen!
Ich erlebe aber gerade in der Nachbarschaft, was es bedeutet die Kinder vor jeder Erfahrung zu schützen.
Aus Angst den Kindern könnte etwas böses zustossen, sind sie dermaßen konsequent vom Leben fern gehalten worden, daß sowohl ein Kindergartenkind als auch ein 8-jähriges Schulkind deutlich hinter anderen zurück sind.
Und weil das Problem nun auch vom Amtsarzt festgestellt wurde, werden die Kinder noch konsequenter vom Leben ferngehalten.

--- Ende Zitat ---
Da fehlt dann halt der gesunde Menschenverstand...

Locusta:

--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 14:48:17 ---Es kommt immer darauf an, um welche Erfahrung es sich handelt und wie von der Umwelt damit umgegangen wird. Aber bestimmte Erfahrungen muss man als Erziehungsberechtigter einfach von Kindern fernhalten. Ich kann das mal versuchen zu erklären, wo ich da den Unterschied sehe:
Ein Kind sieht einen Horrorschocker und hat nur andere Kinder um sich herum, mit denen es über die Szenen sprechen kann. Was denkst du, kommt dabei heraus? Angebereien und nachahmen, auch nur spielerisch, aber eine wirkliche Verarbeitung findet nicht statt, weil das Gesehene nicht einsortiert werden kann.
--- Ende Zitat ---
Bedeutet das, dass wenn Kinder einen Horrorschocker sehen wollen, dass dies nur mit anderen Kindern passieren soll oder eher mit einem Erziehungsberechtigsten? (rein hypothetische Frage, ich würde mein Kind keinen Horrorschocker sehen lassen, zumindest nicht solange es unter 12 ist, ab da kann man sie eh schlecht kontrollieren...)




--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 14:48:17 ---Ein anderer Fall, positiv in meinen Augen: Du gerätst mit deinem Kind in einen schweren Unfall, überall Blut und Verletzte. Meiner Meinung nach ist es hier falsch, dem Kind die Augen zuzuhalten, sondern genau hier musst du als Erwachsener Zivilcourage zeigen und helfen, das Kind mit einbeziehen und auch anderen helfen lassen (soweit das möglich ist). Auch hier wird das Kind später traumatisiert sein, aber die Verarbeitung des Gesehenen findet in einem komplett anderen Kontext statt.
--- Ende Zitat ---
Ist es denn für das Kind einfacher so ein Erlebniss zu verarbeiten oder einen Horrorschocker?




--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 14:48:17 ---Nein, diese Dinge müssen natürlich mit gesundem Menschenverstand geregelt werden. Es ist ein schmaler Grat zwischen beschützen und jemanden zum Aussenseiter zu machen. Auf der anderen Seite, wenn du es schaffst, dem Kind genügend andere Alternativen zu zeigen und schmackhaft zu machen, hat es wahrscheinlich gar kein Interesse an diesen anderen Dingen. That's the trick, in meinen Augen.
--- Ende Zitat ---
Wenn ich mich und meine Brüder mal als Beispiel nehme: Meine Mutter war generell dagegen, dass wir mit nur schusswaffenähnlichen Dingen überhaupt spielen durften. Mein Vater hat dies akzeptiert aber wir 3 wollten trotzdem gerne sowas wie "Waffen" haben (ich vermute einfach ein Gendefekt, den jeder Mann irgendwo mehr oder weniger stark ausgeprägt hat ;)). Also wird ein Kompromiss geschaffen, dass wir alle zusammen (ohne die Mutter) angefangen haben und uns Holzschwerter, Schilde, Rüstungen usw. gebaut haben.
Die Kröung von dem Ganzen war unsere "Burg", ein riesen Baumhaus, welches über 5 richtig große und dicke Bäume in 5m Höhe gebaut wurde. Natürlich gab es sowas wie eine Seilbahn, Fallgatter, Falltür im Boden, Geheimeingang, Zugbrücke, Eimer um diese mit Wasser zu füllen um die "Angreifer" abzuwehren, Schlafplätze zum übernachten usw. Eben alles, was man als Kind in einer Burg so braucht ;). Diese Burg hat uns und unseren Freunden jahrelang sehr viel Spaß bereitet und zahlreiche Schlachten wurden dort geschlagen.
Der einzige wirkliche Unfall (von Beulen und blauen Flecken mal abgesehen) der passiert ist war, dass ein Kind sich von der Seilbahn aus ca. 5m Höhe hat runterfallen lassen und seinen Hoden dann so blöde geklemmt hat, dass er einen kleinen Schnitt bekommen hat und es genäht werden musste.
Zählt soetwas in deinen Augen zu den "Alternativen" oder eher nicht?

Thyrfing:

--- Zitat von: Locusta am Juni 21, 2007, 16:14:42 ---
--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 14:48:17 ---Es kommt immer darauf an, um welche Erfahrung es sich handelt und wie von der Umwelt damit umgegangen wird. Aber bestimmte Erfahrungen muss man als Erziehungsberechtigter einfach von Kindern fernhalten. Ich kann das mal versuchen zu erklären, wo ich da den Unterschied sehe:
Ein Kind sieht einen Horrorschocker und hat nur andere Kinder um sich herum, mit denen es über die Szenen sprechen kann. Was denkst du, kommt dabei heraus? Angebereien und nachahmen, auch nur spielerisch, aber eine wirkliche Verarbeitung findet nicht statt, weil das Gesehene nicht einsortiert werden kann.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---Bedeutet das, dass wenn Kinder einen Horrorschocker sehen wollen, dass dies nur mit anderen Kindern passieren soll oder eher mit einem Erziehungsberechtigsten? (rein hypothetische Frage, ich würde mein Kind keinen Horrorschocker sehen lassen, zumindest nicht solange es unter 12 ist, ab da kann man sie eh schlecht kontrollieren...)

--- Ende Zitat ---
Also, hast du den Absatz jetzt verstanden oder nicht? Meine Güte. Das ist doch wohl klar und deutlich gegen einen Horrorschocker.



--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 14:48:17 ---Ein anderer Fall, positiv in meinen Augen: Du gerätst mit deinem Kind in einen schweren Unfall, überall Blut und Verletzte. Meiner Meinung nach ist es hier falsch, dem Kind die Augen zuzuhalten, sondern genau hier musst du als Erwachsener Zivilcourage zeigen und helfen, das Kind mit einbeziehen und auch anderen helfen lassen (soweit das möglich ist). Auch hier wird das Kind später traumatisiert sein, aber die Verarbeitung des Gesehenen findet in einem komplett anderen Kontext statt.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---Ist es denn für das Kind einfacher so ein Erlebniss zu verarbeiten oder einen Horrorschocker?

--- Ende Zitat ---
Das steht doch da.



--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 14:48:17 ---Nein, diese Dinge müssen natürlich mit gesundem Menschenverstand geregelt werden. Es ist ein schmaler Grat zwischen beschützen und jemanden zum Aussenseiter zu machen. Auf der anderen Seite, wenn du es schaffst, dem Kind genügend andere Alternativen zu zeigen und schmackhaft zu machen, hat es wahrscheinlich gar kein Interesse an diesen anderen Dingen. That's the trick, in meinen Augen.
--- Ende Zitat ---
Wenn ich mich und meine Brüder mal als Beispiel nehme: Meine Mutter war generell dagegen, dass wir mit nur schusswaffenähnlichen Dingen überhaupt spielen durften. Mein Vater hat dies akzeptiert aber wir 3 wollten trotzdem gerne sowas wie "Waffen" haben (ich vermute einfach ein Gendefekt, den jeder Mann irgendwo mehr oder weniger stark ausgeprägt hat ;)). Also wird ein Kompromiss geschaffen, dass wir alle zusammen (ohne die Mutter) angefangen haben und uns Holzschwerter, Schilde, Rüstungen usw. gebaut haben.
Die Kröung von dem Ganzen war unsere "Burg", ein riesen Baumhaus, welches über 5 richtig große und dicke Bäume in 5m Höhe gebaut wurde. Natürlich gab es sowas wie eine Seilbahn, Fallgatter, Falltür im Boden, Geheimeingang, Zugbrücke, Eimer um diese mit Wasser zu füllen um die "Angreifer" abzuwehren, Schlafplätze zum übernachten usw. Eben alles, was man als Kind in einer Burg so braucht ;). Diese Burg hat uns und unseren Freunden jahrelang sehr viel Spaß bereitet und zahlreiche Schlachten wurden dort geschlagen.
Der einzige wirkliche Unfall (von Beulen und blauen Flecken mal abgesehen) der passiert ist war, dass ein Kind sich von der Seilbahn aus ca. 5m Höhe hat runterfallen lassen und seinen Hoden dann so blöde geklemmt hat, dass er einen kleinen Schnitt bekommen hat und es genäht werden musste.
Zählt soetwas in deinen Augen zu den "Alternativen" oder eher nicht?

--- Ende Zitat ---
Irgendwie habe ich bei dir das Gefühl, du willst mich verarschen. Entschuldige bitte, wenn dem nicht so ist, aber so unverständlich sind doch meine Ausführungen nicht und deine Fragen sind dort komplett beantwortet.

Locusta:

--- Zitat von: Thyrfing am Juni 21, 2007, 16:25:12 ---Irgendwie habe ich bei dir das Gefühl, du willst mich verarschen. Entschuldige bitte, wenn dem nicht so ist, aber so unverständlich sind doch meine Ausführungen nicht und deine Fragen sind dort komplett beantwortet.
--- Ende Zitat ---
So wie es aussieht hat auch nur der Versuch einer Diskussion hier wenig Zweck, ich schreibe am besten einfach nichts mehr zu diesem Thema.

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