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CO2 Debatte aller Orten
warlord:
--- Zitat von: Terrania am März 18, 2007, 18:00:05 ---Bevor nicht ein fetter Durchschnitts-Ami anfängt ein Auto zu fahren, das genausowenig Sprit braucht wie der Durchschnittseuropäer geht mir diese Anprangerung links am Arsch vorbei.
--- Ende Zitat ---
Und auch für Tarrania hätt ich da, zwar nicht mehr ganz neuen, Lesestoff: ;)
http://www.weltwoche.ch/artikel/default.asp?AssetID=6569&CategoryID=60
warlord:
--- Zitat von: mathias am März 18, 2007, 18:06:16 --- Ich weiß nicht, ob es so schwer zu verstehen ist, darum wiederhole ich es nochmal: jedem Bürger steht ein Maximalwert an CO2 zu, den er mit dem KfZ ausstoßen darf. (Und zwar abhängig von der Anzahl der Personen im Haushalt, und nicht pro KfZ).
--- Ende Zitat ---
Ja, und die Anzahl erlaubter Atemzüge beschränken wir auf 10 pro Minute und Individuum.
Dale:
--- Zitat von: daveinitiv am März 18, 2007, 01:09:33 ---In so vielen Bereichen wird auf Innovation gearbeitet. Neue Ideen, die auch ziemlich schnell umgesetzt werden. Ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass es so schwierig ist. Ich denke eher, dass es lieber als schwierig hingestellt wird, damit der einfache Mensch sich mit den Gegebenheiten zufrieden gibt.
--- Ende Zitat ---
Da ist natürlich etwas dran (obwohl es nicht zwangsläufig auf ein "sich zufridengeben" hinausläuft) . Oftmals werden technische Neuerung von der Industrie als schwerer Umzusetzen dargestellt, als es in Wirklichkeit der Fall ist. Bei der Autoindustrie z. B. hat das generell zwei "Vorteile".
Erstens wenn ersichtlich wird das „normale Lobbyarbeit“ ein Gesetz nicht aufhalten kann welches für die Industrie von Nachteil sein könnte, hilft es im Vorfeld zu jammern damit z. B. zu erwartende Grenzwerte möglichst hoch, und somit leicht erreichbar, gesetzt werden.
Das dies zutrifft sieht man an der zur Zeit geführten Debatte, in der noch vor kurzem deutsche Autohersteller beteuerten es sei fast ein Ding der Unmöglichkeit den CO2 Ausstoß der effizient arbeitenden Dieselmotoren weiter zu senken. Nun nachdem ersichtlich ist das für die Autoindustrie aber kein Weg daran vorbei geht den CO2 Ausstoß weiter zu senken; beteuern auf einmal fast alle großen Hersteller sie seien bestens gerüstet um eine Senkung vorzunehmen. Das dies kein Werbetrommeln ist, erkennt man z. B. daran das BMW schon in diesem Herbst bei einen häufig verkauften Motor für eines ihrer meistverkauften Produkte den 318d trotz Leistungssteigerung auf 143PS den CO2 Ausstoß um ca. 30% (auf 122g/km) zu sinken. Das werden sie kaum über Nacht entwickelt haben, vielmehr war dieses Einsparungspotential bereits im Motor und wurde aus finanziellen Gründen nicht genutzt.
Was direkt zu Zweitens führt. Technische Neuerungen kosten natürlich Geld, und damit diese Kostensteigerung nicht am Gewinn der Autounternehmen knabbert muss dem Kunden glaubhaft vermittelt werden das an einer Grundpreiserhöhung kein Weg vorbei geht.
So war es z. B. zu sehen an der Altfahrzeugverordnung gemäß der Richtlinie 2000/53/EG des Europäischen Rates und Parlaments vom 18. September 2000, die besagte das die Autoindustrie für die Verschrottungskosten der Autos aufkommen muss. Hier wurde übrigens ebenfalls im Vorfeld seitens der Automobilindustrie viel gejammert, nur damit im Nachhinein dem Kunden glaubhaft vermittelt werden konnte das der Grundpreis Aufgrund der veränderten Tatsachenlage nun mal steigen muss. Und genau das gleiche wird wieder passieren.
elafonisi:
Warum redet keiner über den alltäglichen Wahnsinn? Rinder aus Meckvorpomm werden zum Schlachten nach Sizilien gekarrt um als Steaks wieder zurückzukommen. Unsere geliebte Autoindustrie missbraucht die Autobahnen als rollendes Lager. In unserer Stadt wurden gerade bei einem Automobilzulieferer 170 Leute entlassen (Sitzsysteme für Audi und Mercedes). Die haben gerade ein neues Werk in Rumänien aufgemacht (2000 Beschäftigte). Jetzt fahren die die gesamte Produktion "Just In Time" zum Kunden. Ist ja so schön billig. Die Zeche zahlen ja andere. Warum brauchen wir Erdbeeren aus Neuseeland im Januar? Können wir nicht bis Mai warten?
Es ist ja viel einfacher uns allen ein schlechtes Gewissen einzureden, um unsere Geldbörse weit zu öffnen. Das hat ja auch schon im Mittelalter funktioniert (Ablasshandel).
mathias:
@Terrania: angesichts der verheerenden Hurricanes scheinen auch die Amerikaner langsam nachdenklich zu werden, was CO2 Austoß (Kyotoprotokoll) und Energieverschwendung usw. angeht. Außerdem, wenn wir in Deutschland oder Europa mit der Reduzierung von CO2 solange warten, bis alle Länder der Erde mitmachen - dann wird es nie was. Natürlich ist das ein globales Problem, das ist ja gerade das Problem.
Allerdings versursachen nach der Tabelle hier die drei größten treibhausgas-emittierenden Staaten/Gemeinschaften über 50% der Gesamtemission weltweit. (Und die EU liegt noch knapp vor China!! Außerdem hat China eine unschlagbare ProKopf-Emission ;) ;D :P))
@warlorld: :-X
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