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radneuerfinder:
Sozialministerium Brandenburg: "Wir haben keine Hinweise, dass hier übermäßig viele Arbeitsschutzverstöße vorfallen. Gerade vor dem Hintergrund der Betriebsgröße – dem größten Industriestandort von Brandenburg – ist das für uns ein normales Geschehen".
https://www.heise.de/news/Elektroauto-Berichte-ueber-Haeufung-von-Arbeitsunfaellen-im-Teslawerk-Gruenheide-9320552.html

radneuerfinder:
https://www.heise.de/news/Parkgebuehren-Carsharing-Anbieter-Miles-soll-Berlin-um-Millionen-betrogen-haben-9332052.html

Florian:
Längere Zustellzeiten, ab 2025 mehr Porto und Automaten statt Filialen.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/post-postgesetz-porto-filialen-novelle-briefe-1.6309227

Florian:

--- Zitat von: Florian am Januar 26, 2023, 12:05:49 ---Keine Schlagzeile, aber…

Bekannt ist ja schon lange, es gibt Faktoren, die Demenz oder auch mildere Symptome verzögern oder sogar verhindern können, wenn man denn vorher stirbt.
Diese Studie über 10 Jahre hat nach sechs Faktoren bewertet:
Ernährungsweise, Sport, kognitive Arbeit (Lesen galt schon), soziale Kontakte, Rauchen, Alkoholkonsum.
--- Ende Zitat ---

Was die Sterblichkeit angeht (also nicht die Demenz wie obiges Zitat), so ergibt eine finnische Zwillingsstudie, dass Sport alleine nicht allzu viel Unterschied macht. Bisschen schon, aber es sind eben viele Faktoren.
https://theconversation.com/does-exercise-really-do-nothing-for-longevity-as-a-finnish-twins-study-suggests-219344

Florian:
Am 1.1. gab es nicht nur Katerfrühstück, sondern auch einen diplomatischen Paukenschlag in Ostafrika.

Zur Historie: Aufgrund der über 30 Jahre erkämpften Unabhängigkeit von Eritrea von Äthiopien ist dieses ein Binnenland. Zunächst nutze man weiterhin eritreische Häfen, doch dann verschlechterten sich die Beziehungen dramatisch und man führte sogar mehrere Kriege gegeneinander. Für die Aussöhnung vor ein paar Jahren, betrieben vom damals neuen äthiopischen Präsidenten, bekam dieser den Friedensnobelpreis. Heute ist er eher als Kriegstreiber im eigenen Land bekannt.
Nun, jedenfalls hatte man lange keine Chance auf Meereszugang. Daher verhandelte man mit Djibouti, doch das wurde jetzt eingestellt. Stattdessen ging man mit dem von Somalia abtrünnigen Somaliland einen Deal ein. Einerseits soll Somaliland anerkannt werden, andererseits Äthiopien dort einen Militärhafen 50 Jahre lang benutzen dürfen.
Zwar ist es bisher nur ein Memorandum of Understanding. Das ist eine nichtverpflichtende Willenserklärung. Trotzdem ist man natürlich überall empört.

Die somalisch-äthiopischen Beziehungen waren schon immer schlecht, seit damals der äthiopische Kaiser die Region Ogaden eroberte. In den 70ern führten die Staaten wieder Krieg darum, und Äthiopien konnte nur gewinnen, weil die UdSSR die Seiten wechselte.
Im somalischen Bürgerkrieg (ununterbrochen seit 1991) marschierte Äthiopien ein, um den Sieg der Al-Shabaab-Miliz zu verhindern. Dies gelang, doch wirklich besiegt hat man die Terrormiliz nicht und der Krieg wurde von beiden Seiten immer brutaler ohne viel Rücksicht auf die Zivilbevölkerung, um es mal harmlos auszudrücken.

Somalia ist natürlich derzeit extrem geschwächt. Als Gesamtstaat scheint es nicht mehr zu existieren, nachdem der gesamte Norden quasi unabhängig ist und immer noch große Teile des Landes in der Hand von Al-Shabaab sind. Wenigstens ist der Bürgerkrieg nicht mehr so intensiv, wie er einst war.
Jedenfalls ist das abtrünnige Somaliland (gilt auch für Puntland nebenan) stabiler. Somaliland hatte sich schon 91 für unabhängig erklärt, nur wollte dies niemand anerkennen. Jetzt würde es natürlich aufgewertet.


Für Äthiopien ergibt sich militärischer Mehrwert, aber diplomatisch ist viel Porzellan zerschlagen worden. Nicht nur Somalia selbst lehnt die Anerkennung von Somaliland ab, sondern eigentlich die ganze Welt.
Man dürfte sich auch wirtschaftlich näher kommen bzw. den Schmuggel legalisieren und besteuern.
Mit Sudan und Ägypten hat man ungelösten Streit wegen der Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre, da diese großen Einfluss auf ihre Lebensader namens Nil fürchten. Zwischendrin drohte Ägypten sogar an, den Damm vor Fertigstellung wegzubomben. Nun, jetzt steht er und der Stausee ist auch voll. Wie es weitergeht, weiß man nicht.

Intern ist man nach dem brutalst geführten Bürgerkrieg in Tigray auch nicht gerade besonders stark. Warum wirbelt man jetzt so viel Staub auf? Nur, um Djibouti unter Druck zu setzen oder sind es alte Großmachtträume? Hat sich Djibouti verzockt?

https://www.bbc.com/news/world-africa-67858566


Edit: noch mal geändert. Blöde Rechtschreibhilfe hat mir ständig Ägypten eingetragen statt Äthiopien.

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