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Update-Politik von Apple

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Thyrfing:
Hallo zusammen,

mir geistert gerade eine Frage durch den Kopf:

Um 2000 raffte Apple sich auf und schob das Unternehmen aus dem Jahrhundert des OS9 in das Jahrtausend des OSX. Jetzt gibt es schon geraume Zeit keine Sicherheits-Updates mehr für das alte System.

Es ist natürlich für die User einfacher, von OS9 auf OSX umzusteigen, da die zugrundeliegende Hardwarearchitektur die gleiche ist.

Bei den PPC und INTEL-Macs verhält es sich nun anders. Da ist der Umstieg auf das "neue" System zwangsweise mit einem Computerkauf verbunden, da zwingend neue Hardware benötigt wird.

Wie lange kann ich denn noch mit Updates für PPC rechnen? Wenn Steve auf der Bühne sagt:"The transition is over.", muss ich mir dann Sorgen machen?

Ich habe es mir mit Apple zur Angewohnheit gemacht, die Rechner sehr lange zu benutzen. Denn selbst der "alte" iMac hier auf dem Schreibtisch hat mit Tiger noch einmal einen Sprung nach vorn gemacht. Sowohl in der Bedienung, als auch in der Geschwindigkeit. Der könnte von mir aus noch 4 Jahre hier stehen ;-)


Also die Kernfrage: Wie lange schmeißt Apple noch Sicherheits-Updates raus, die PPC unterstützen? Momentan habe ich eher das Gefühl, Apple selber kann sich nicht recht für eine Seite entscheiden. Na, für die Frage ist das aber egal...

Florian:
Tja, seit es Tiger gibt, gibt es Sicherheitsupdates nur noch für Tiger und Panther. Das ist das eine. Man muss also immer schön updaten, wenn auch nicht immer sofort.
Bzgl. Rechner-Unterstützung gibt es ja die inoffizielle Aussage von Apple, daß die Spanne immer mindestens fünf Jahre beträgt. Das hat man bisher auch eingehalten, auch wenn man meiner Ansicht nach auch keinen Finger rührt, um den Support zu verlängern. Man sieht ja, daß man Tiger selbst auf Uralt-Macs noch installieren kann, wenn man "nur" ein Patches einspielt.
Deshalb sehe ich die fünf Jahre nicht nur als Minimum, sondern, von Apples Seite aus, auch als Maximum.
Da wohl noch bis Herbst PPC-Systeme verkauft werden, wäre eine Versorgung bis Ende 2011 also anzunehmen. Oder auch: zwei bis drei Raubkatzen.
Wenn dann Apple 2013/14 auch das Vorgänger-OS noch bedient (so wie jetzt), ist die Frist entsprechend länger.

Natürlich kann es auch sein, daß Apple in Zukunft das Versprechen bricht. Wie gesagt, ist alles inoffiziell. Aber warum sollten sie? Sie haben ja alle Vorkehrungen getroffen, eine problemarme Parallelentwicklung läuft schon lange. Für PPC optimiert wird halt wahrscheinlich nichts mehr.

radneuerfinder:
Ich meine, dass Apple immer für die aktuelle und die letzte Version von OS X Sicherheitsupdates bereitstellt. Zur Zeit also für 10.4 und 10.3.
   Wie lange es noch neue PPC Versionen von OS X gibt? Für 10.5 (Anfang 2007) scheint mir das relativ sicher. Ob aber 10.6 (Mitte 2008) noch als PPC Version erscheinen wird? Wenn nicht, würde das heißen, dass es mit dem Erscheinen von 10.7 (Anfang 2010) keine Sicherheits Updates mehr für 10.5 geben würde. In diesem Szenario würde also die offizielle Unterstützung für PPC-Macs in 4 Jahren auslaufen. Wie weit man dann noch ohne Updates kommt, oder kommen will, kann man wohl erst ab 2009 beantworten.

Aber 1. kommmt es anders, 2. ...  ;)

fränk:
Ich befürchte das es für den Tiger und danach für den Leopard nicht mehr so lange Updates geben wird.

Ich will nun nicht das Böse schlechthin unterstellen, aber ich bin mir schon sicher das Apple den Schwerpunkt, nach und nach, auf iPod, Ghetto-Blaster, Mobiles und bunte 1,5"-Bilsdchirmdiagonale-Abspielgeräte ausrichtet.
Apple wird sich konsequent den Schulhof als Absatzmarkt vornehmen.

Es wird demnächst noch schneller Produktwechsel geben. Die Kiddies möchten im "Quartals-Takt" bedient werden.

Es sollte mich wirklich angenehm überraschen, wenn dies ohne Nachteile zu Lasten der Macs gehen würde.
Ich glaube das Apple an einem iPod mehr verdient als an einem iBook oder PowerMac. Das werden sie konsequent weiter umsetzen. Leider!

Patrick:
Der Wechsel kann ja in etwa mit dem damaligen Umstieg von 68k auf PPC verglichen werden, vom Aufwand her zumindest, weniger vom Leistungsschub. Die 68k wurden bis etwa Frühjahr 1996 gefertigt. Kurz danach kam OS 7.6. Wie lange wurde 68k unterstützt? Bis 8.1 glaub ich (Anfang 1998), danach war mit Neuerscheinungen Sense, aber Patches gab's noch bestimmt bis '01.

Demnach sollte es OS X für PPC noch bis Ende 2008 geben, Patches voraussichtlich bis 2010. Somit ist Leopard und auch Leopard+1 relativ sicher noch PPC-tauglich, danach wohl nicht mehr.

Aber wer weiß, vielleicht haben Freescale/IBM in 3 Jahren die überzeugenderen Roadmaps und Intel hängt den Erwartungen Apples hinterher, dann könnte ich mir auch einen Switch zurück wieder vorstellen, was definitiv einfacher wäre, weil bis dahin wohl alle aktuelle Softare auf beiden Plattformen laufen würde und damit würde es dann auch so bleiben, "just in case"eines weiteren CPU-Lieferanten-Wechsels.


--- Zitat von: fränk am März 03, 2006, 22:34:43 ---Ich glaube das Apple an einem iPod mehr verdient als an einem iBook oder PowerMac.

--- Ende Zitat ---
Also da kann ich Dir versichern, daß dem nicht so ist, nicht umsonst liegt Apples Hardwaremarge im Schnitt bei 25-30%. Aber es ist für Apple mit Sicherheit einfacher, mit dem iPod die Umsatzsumme x zu erreichen wie mit i- oder PowerBooks.

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