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Re: Smart Home
Antwort #15: Januar 10, 2022, 15:43:06
Aber Dinge wie „Wenn der letzte das Haus verlassen hat und es nach Sonnenuntergang ist und der Bewegungsmelder am Gartentor auslöst, Licht im Wohnzimmer, Diele und Badezimmer oben an“ wird mit einer Zeitschaltuhr schon schwierig.

Die Spielereien werden komplexer. ;D
Re: Smart Home
Antwort #16: Januar 11, 2022, 09:07:46
Mit der Ausnahme, dass du keine (Strom)Verkabelung zu einem Zentralschalter brauchst? Oder täusche ich mich?

Ja, stimmt. Diese Verbindung erfolgt eben durch WLAN. Fummelei ist es natürlich und ich hoffe, dass das praktisch eine einmalige Fummelei bleibt.

Das kann jede günstige Zeitschaltuhr.

Natürlich. Am Ende ist das alles nicht wirklich notwendig und Spielerei.
Es lassen sich dann noch viel mehr Spielereien, die alle nicht wirklich lebenswichtig sind, ergänzen.
Das Haus kann erkennen, ob jemand zu Hause ist, und entsprechend unterschiedliches Verhalten zeigen. Ein Sensor im Briefkasten kann melden, dass Post eingeworfen wurde. Eine Nachricht kann kommen, wenn ein Fenster zu lange offen ist oder wenn die Luftfeuchtigkeit (Badezimmer) zu hoch ist...
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Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen´gen nur gewesen." -- Schiller

mathias

  • Trompeten statt Raketen!
Re: Smart Home
Antwort #17: Januar 12, 2022, 16:58:03

Solange mir das System nicht aus dem Keller Bier holt, wenn keines mehr im Kühlschrank ist, ist alles wirklich nur Spielerei.
Aber vermutlich ein schöner Zeitvertreib für einige. Jeder Jeck ist eben anders.
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"Gestern ist mir die Milch runtergefallen. Die war nicht mehr haltbar!"

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Smart Home
Antwort #18: Januar 12, 2022, 18:50:45
Ist zwar für den Garten, aber Loch in den Boden und verlängern… nur bitte auf die Sicherheit achten.

https://www.bierlift.de/bierlift-2-0/bierlift-2-0-projektbeschreibung/



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Zitat von: Sledge Hammer
Vertrauen sie mir - Ich weiß, was ich tue!
Re: Smart Home
Antwort #19: Februar 23, 2022, 19:29:36
Nur mal ein kleiner Zwischenstand.
Ich habe mir zwei Shelly 2.5 zur Rolladensteuerung und 4 Heizungsthermostate mit ZigBee gekauft und verbaut.
Die Shellys haben sofort auch ohne zentrale Stelle funktioniert.
Die Heizungsthermostate würden zwar auch ohne zentrale Stelle funktionieren und benutzbar sein, aber vor der Montage muss absolut zwingend mit einem ZigBee-Netzwerk verbunden werden.
Als Zentrale habe ich einen Raspberry Pi 4 mit einem ConBee aufgestellt und ioBroker installiert und konfiguriert.
Ich habe auch schon ein wenig mit Skripten herumgespielt und verschiedenste Möglichkeiten ausprobiert. Läuft soweit.

Stolpersteine waren so zwischendurch mal:
- Das Hinzufügen der Shellys zum eigenen WLAN funktionierte lange nicht. Bis mir einfiel, dass ich ein paar Tage vorher im Router eingestellt hatte, dass neue Clients automatisch abgelehnt werden.  ;D
- Bei der Einrichtung des ZigBee-Netzwerkes funktionierte das Hinzufügen des Thermostaten erst überhaupt nicht. Da das mit diesem Thermostaten vor einiger Zeit tatsächlich Ärger bereitete, vermutete ich da mein Problem. Ich habe viele Tipps und Tricks aus dem Netz ausprobiert und nichts funktionierte. Ich überlegte schon, die Thermostate zurückzuschicken. Bis ich mal den Stick nicht direkt an den Raspi gesteckt habe, sondern über eine Verlängerung. Da klappte es sofort. >:(
- Bei der ioBroker war es mir nicht klar, ob ich die eigene Software des ConBee-Sticks zusätzlich installieren und konfigurieren muss. Ergebnis war: Kann man, muss man aber nicht. Mit der zusätzlichen Software ist es nur komplizierter. D.h. ich benutze die jetzt nicht mehr.
- Die ersten Skripte funktionierten gut und problemlos. Bis ich mal ausprobieren wollte, den ID-Selektor zu benutzen. Anstatt z.B. in einem Skript für jede Rollade einen Befehl zum schließen hinzuzufügen, kann man dann schreiben, „schicke an alle Geräte, die als Rollade markiert sind, den Befehl schließe“. Macht einiges übersichtlicher und flexibler. Nur funktionierte es bei mir überhaupt nicht. Auch alle Beispiele aus dem Netz funktionierten nicht. Bis ich an einer Stelle fand, dass die Skriptumgebung die Informationen, was z.B. als Rollade markiert ist, immer nur beim Start einmalig einliest. Ein Neustart der Skriptumgebung und alles funktionierte, wie es sollte.

Soweit bin ich aktuell.

Die restlichen 11 Shelly 2.5 für die Rolladen, 12 Shelly 1 für Deckenlampen und 8 Thermostate bestelle ich, wenn die im Angebot sind.
Testweise bestellt habe ich schon einen Bewegungsmelder, einen Feuchtigkeitssensor, zwei Taster und Fensterkontakte.

Im ioBroker werde ich als Nächstes zur Visualisierung und Steuerung der Zustände probieren, eine grafische Oberfläche mit jarvis zu erstellen.
Danach möchte ich noch probieren wie der Zugriff per HomeKit auf den ioBroker funktioniert und diesen evtl. dann benutzen. Und das Ausprobieren von Push-Mitteilungen steht dann noch aus.
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Florian

  • Defender of the Crown
Re: Smart Home
Antwort #20: Februar 23, 2022, 21:52:39
Für mich ein absolutes Rätsel, warum Apple nicht einfach den HomePod oder damals die Airport-Basis als HomeKit-Zentrale ausgebaut hat.
Da wären mit sicherlich viele Hersteller aufgesprungen und das wäre alle kompatibel und einfach(er) zu verwalten.

Was Du da machst ist günstig und macht Sinn, ist aber für 99% der Leute unzumutbar. Aber hier ist es natürlich richtig und daher danke für den Zwischenbericht!

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Zitat von: Sledge Hammer
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Re: Smart Home
Antwort #21: Februar 24, 2022, 06:15:49
Was Du da machst ist günstig und macht Sinn, ist aber für 99% der Leute unzumutbar.
Ja, das könnte ich auch nicht.

Bei mir läuft alles über HomeKit und da fällt auf, dass es halt nur sehr oft und leider nicht immer funktioniert. Leuchtmittel vom Strom nehmen, den Siri-Befehl noch zwei mal rufen, eine nicht erreichbare Markise... sind normal. Und wenn ich da jedesmal so tief eintauchen müsste, wie Flieger das macht, wäre es für mich wirklich unzumutbar.
Bei einem Feuchtigkeitssensor, der vielleicht einmal im Leben warnen soll, würde ich besser davon ausgehen, dass er es nicht macht, bzw. die Warnung nicht ankommt, wenn es mal nass wird.
Wenn diese Smart Home-Geschichte die moderne Eisenbahn für den Mann ist, bin ich mit basteln fertig. Einige Sachen laufen sehr gut (Heizungsventile und die Integration in die „Gute-Nacht-Szene“), andere eher nicht. Besonders ärgerlich ist ein Apple TV, dass sich durch keinen Befehl ausschalten lässt, mehr als „Pause“ ist nicht möglich.
Re: Smart Home
Antwort #22: Februar 24, 2022, 10:30:51
Meine Beschreibung klingt jetzt wieder komplizierter als sie wirklich ist.
- Das die Shellys erst nicht ins WLAN kamen, war Dummheit von mir. Ich hatte ein paar Tage vorher die Sperre für neue WLAN-Geräte aktiviert, weil ich was getestet habe. Danach habe ich sie nicht entfernt und auch vergessen, dass ich sie aktiviert hatte. Jedes neue Gerät (auch ein HomePod) wäre nicht ins WLAN gekommen.
- Das Problem mit dem Skript lag daran, dass ich die Grenzen der Möglichkeiten ausloten wollte. Anstatt einfach für jede Heizung einen Steuerblock einzufügen, was problemlos und eigentlich ohne wirklichen Nachteil funktionierte, habe ich mal den ID-Selektor ausprobiert. Ich würde mal vermuten, dass 90% aller Nutzer so etwas nicht machen. Also statt 4 einfacher Blöcke eine Kombination aus mehreren Schedulern, Schleifen, erweiterten Datenstrukturen gebaut, was am Ende das gleiche machte. Aber da ging es eben auch darum, auszuprobieren, was man wie auch noch machen kann.
Das Problem mit der ZigBee-Verbindung war auch dumm von mir. Es war mir bekannt, dass Funksticks direkt am Raspi 4 gesteckt, oft Probleme durch Störsignale haben. Genau deshalb hatte ich auch den Stick bestellt anstatt eines Aufsteckmoduls, damit ich den Stick mit einer Verlängerung entfernt positionieren kann. Aber ich war fälschlicherweise der Meinung, dass er trotz der Störsignale zumindestens eine sehr geringe Reichweite (<1m) hat.

Das Hauptproblem bei der ganzen Sache mit ioBroker ist gleichzeitig auch der Vorteil. Es ist ein offenes System, was mit fast allem zusammenarbeitet, was ständig weiterentwickelt wird und was durch fast unbegrenzte Möglichkeiten bietet. Der Nachteil ist, dass viele Anleitungen, Problemlösungen und Tipps im Internet sich auf mittlerweile veraltete Versionen beziehen oder die Probleme gar nicht mehr existieren. Bezgl. des ConBee-Sticks beschrieben fast alle Anleitungen die Benutzung der eigenen zusätzlichen Software. Das funktioniert auch immer noch. Dass der Stick aber seit Ende letzten Jahres auch direkt ohne weitere Software mit ioBroker zusammenarbeitet, ist in eben nur wenigen Postings ersichtlich. Auch zu dem Thermostat findet man praktisch nur Problembeschreibungen und zugehörige Tipps, dass das Anmelden im Netz nicht funktioniert und was man kompliziertes tun kann/muss, damit es doch klappt. Aber auch dieses Problem ist mittlerweile nicht mehr vorhanden.

Zu dem Feuchtigkeitssensor: Ich meinte damit keinen Feuchtesensor, sondern ein Luftfeuchtigkeitssensor. Der soll mal zum Testen ins Badezimmer, weil die Jungs oft nach dem Duschen Fenster und Tür zu lassen und da drin dann hochgradig Sauna ist.

Ansonsten habe ich eher weniger Bedarf an Szenen, als an automatisch ablaufenden Prozessen. Also Heizung/Rolladen fahren automatisch, reagieren auf Fensteröffnung, Licht auf der Treppe geht automatisch an und wieder aus und derartiges.
Da ich noch keine Fenstersensoren habe, habe ich nur eine "Szene" programmiert. "Lüften": Wenn ich den einschalte, weil ich lüften möchte, sollen automatisch alle Heizungen ausgehen. Da ich keine Lust habe, erst eine App oder so zu öffnen, um den zu ak- bzw. deaktivieren, habe ich mir überlegt, dass ich, solange keine Fenstersensoren da sind und das automatisch geht, dafür die "Boost"-Taste auf den Heizungen verwende. Aktiviere ich auf irgendeiner Heizung den Boost-Modus, erkennt ioBroker das, schaltet den Boost natürlich sofort wieder ab und stellt dann alle Heizungen entweder aus (Lüften beginnt) oder auf Normal-Temperatur für die jeweilige Heizung (Lüften endet). Klappt auch sehr gut.
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Florian

  • Defender of the Crown
Re: Smart Home
Antwort #23: Februar 24, 2022, 20:56:41
Nö, klingt gar nicht so kompliziert. Aber wie gesagt, es fehlt das Plug&Play, das die meisten Kunden heutzutage erwarten. Wer geht schon gerne auf Fehlersuche?
Natürlich kommt die Hardware-Installation auch noch dazu. Die kann sich bei vielen Dingen auch leicht verkomplizieren.

Also ein Riesenfeld für Handwerker, mit den entsprechenden Preisen. DIY ist mir persönlich da auch viel sympathischer. Aber es ginge auch anders, siehe oben. Das da wieder mal auch kein anderer Hersteller sich besonders hervortut, ist alles schwieriger, als es sein müsste.

Aber ich halte mich jetzt raus, ist schon alles interessant ohne meinen Senf dazu.
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Zitat von: Sledge Hammer
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Re: Smart Home
Antwort #24: Februar 25, 2022, 10:01:11
Ja, Plug&Play ist das bei weitem nicht. Und für einen "Normalnutzer" ist das komplette Planen, Verbauen und Konfigurieren nichts. Ist aber eigentlich bei allen etwas umfangreicheren SmartHome-Systemen genauso. Wenn man z.B. an die klassischen SmartHome-Systeme wie KNX denkt, macht die Installation und Einrichtung auch ein Fachpersonal. Die Benutzung und Anpassung dann später ist aber auch für einen Normalnutzer machbar.

Plug&Play für den einfachen Endverbraucher gibt es nur sehr eingeschränkt mit nur einfachen Komponenten. Alles andere wird prinzipbedingt komplizierter. Solange man in einem System/bei einem Hersteller bleibt, gibt es auch fertige Systeme, die einfach einzurichten und zu benutzen sind. Aber eben man ist dann in den Möglichkeiten arg limitiert.
Aber schon bei den Shellys geht es über den Normalnutzer hinaus. Die Einrichtung in Software und Konfiguration ist einfach und von jedem machbar. Aber der Einbau in den Unterputzdosen sollte nur jemand machen, der weiß, was er tut.

Das da wieder mal auch kein anderer Hersteller sich besonders hervortut, ist alles schwieriger, als es sein müsste.

Das finde ich nicht. Setzt man nur die Geräte und das System eines Herstellers ein, ist das schon ziemlich Plug&Play und einfach nutzbar. Wer mehr will, muss sich selber einarbeiten oder Leute bezahlen.

Zitat
Aber ich halte mich jetzt raus, ist schon alles interessant ohne meinen Senf dazu.

Warum? Immer her mit den Kommentaren und Meinungen.
Meiner Meinung nach gibt es keine für jeden passende Lösung, weil auch die Wünsche/Ansprüche/Anforderungen extrem unterschiedlich sind.
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Florian

  • Defender of the Crown
Re: Smart Home
Antwort #25: Februar 25, 2022, 23:37:51
Gut, dann mache ich weiter. :) Habe damit gemeint, dass ich nichts beitragen kann und doch nur rummäkele.

Was ich meinte, dass sich niemand hervortut: Gibt es denn einen Hersteller, der DIY unterstützt und es doch einfach macht, mit HomeKit-Unterstützung und ohne Cloud? Das man für viel Geld und mit Handwerker recht viel aus einem Guss bekommt, stimmt natürlich. Wenn ich da an unsere Elektriker denke, wird mir ob der Kosten aber schwarz vor Augen. 
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Zitat von: Sledge Hammer
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