ausblenden > Talk
Ich mach ne neue Website - e-engine.de
radneuerfinder:
Es geht ja nicht nur um die Reisezeit. Mich als Laternenparker würde es z. B. zu Tode nerven nach dem Finden eines Parkplatzes mit Lademöglichkeit, nach einigen Stunden noch mal Umparken zu müssen. Es gibt noch weitere Argumente:
--- Zitat von: radneuerfinder am März 12, 2020, 10:00:35 ---- Das Auto schleppt nicht permanent hunderte von Kilogramm schweren Akkus durch die Gegend, die auf den weit verbreiteten Kurzstrecken nur unnötiger Ballast sind.
- Die Akkus würden nicht, im Schnitt, 23 Stunden am Tag rumstehen, der Auslastungsgrad wäre höher, sie würden effizienter = kostensparender eingesetzt. Negative Effekte wie Selbstentladung und Alterung kommen durch die höhere Umlaufgeschwindigkeit weniger beim Endverbraucher an.
- Durch die höhere Umlaufgeschwindkigeit kämen neue Akkutechnologieen schneller in die Autos.
- Die e-Tankstellen und die darin gelagerten Akkus ließen sich leichter, und schneller, als Puffer ins Stromnetz einbinden, als wenn die Akkukapazitäten in einzelnen Autos rumstehen.
--- Ende Zitat ---
Ein - ohne Akku - günstigerer Anschaffungspreis könnte die Umstiegsquote von Verbrenner auf E (wie von Autoindustrie und Umweltpolitik erwünscht) beschleunigen.
MacFlieger:
--- Zitat von: radneuerfinder am Dezember 26, 2024, 11:27:33 ---Mich als Laternenparker würde es z. B. zu Tode nerven nach dem Finden eines Parkplatzes mit Lademöglichkeit, nach einigen Stunden noch mal Umparken zu müssen.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist aktuell(!) völlig inakzeptabel und nicht nutzbar. Daher sind viele 22kW-AC-Lader auch ziemlicher Quatsch. Die sind im jetzigen Ausbaustadium eigentlich nur als Destinationlader an Geschäften/Restaurants etc. sinnvoll. Bzw. es gibt auch teilweise Lader, bei denen die 4-Std-Grenze nachts nicht aktiv ist. Die ist nachts völliger Unsinn, denn niemand will mitten in der Nacht zum Auto gehen und umparken. Also werden die Säulen nachts nicht benutzt...
Diese 4-Std-Grenze hat ja keinen technischen Grund, sondern ist nur deshalb eingeführt, weil das längere Blockieren ohne Laden momentan noch stört.
Mit der stärkeren Verbreitung von E-Autos wird auch die Ladeinfrastruktur ausgebaut und wenn fast jeder Parkplatz mit einem Anschluss ausgestattet ist, wie es in anderen Ländern (für Verbrenner!) üblich ist, dann braucht man auch keine Blockiergebühr mehr.
Der aktuelle(!) Stand der Ladesäulen deckt natürlich nicht alles ab, was für 100% E-Autos nötig wäre. Es ist auch ziemlich sinnfrei, sofort eine Ladeinfrastruktur zu schaffen, die für 100% E-Autos reicht nd erst dann E-Autos zu verkaufen. Die ständen dann völlig unbenutzt rum und würden nur Geld kosten. Ein paralleler Aufbau ist sinnvoll und findet auch statt. Dadurch ist aber ein Umstieg nicht für alle in jedem Stadium sinnvoll.
--- Zitat ---- Das Auto schleppt nicht permanent hunderte von Kilogramm schweren Akkus durch die Gegend, die auf den weit verbreiteten Kurzstrecken nur unnötiger Ballast sind.
--- Ende Zitat ---
Jein. Der Mehrverbrauch auf Kurzstrecke ist gar nicht so groß, da auch entsprechend mehr rekuperiert wird. Es ist vor allem ein Problem, weil viele Kunden viel zu große Reichweiten haben wollen, die sie einmal im Jahr nutzen. Die Hersteller überbieten sich gerade in der Größe der verbauten Akkus, um eine möglichst große Reichweite angeben zu können. Ich habe festgestellt, dass die Reichweite eigentlich nur die normalen Strecken abdecken muss (bei mir reichen da 200-300km völlig aus). Viel entscheidender ist eine hohe Ladegeschwindigkeit. Und da spielen die meisten nicht mit. Große Akkus sind schwerer, aber vor allem kosten die in der Anschaffung auch viel mehr.
--- Zitat ---- Die Akkus würden nicht, im Schnitt, 23 Stunden am Tag rumstehen, der Auslastungsgrad wäre höher, sie würden effizienter = kostensparender eingesetzt.
--- Ende Zitat ---
Hier gibt es durchaus auch sinnvolle Einsätze zur Stabilisierung des Stromnetzes, in dem die herumstehenden Autos mitbenutzt werden.
--- Zitat ---Negative Effekte wie Selbstentladung und Alterung kommen durch die höhere Umlaufgeschwindigkeit weniger beim Endverbraucher an.
--- Ende Zitat ---
Was für eine Selbstentladung? Die ist doch praktisch gar nicht meßbar. Mehrere Wochen rumstehen lassen hat bei mir noch nicht mal 1% verbraucht...
Und die Alterung ist auch so ein Schreckgespenst für Neueinsteiger. Alle Erfahrungen zeigen, dass das praktisch fast keine Bedeutung hat. Das Auto drum herum altert viel stärker und ist viel eher am Ende.
--- Zitat ---- Durch die höhere Umlaufgeschwindkigeit kämen neue Akkutechnologieen schneller in die Autos.
--- Ende Zitat ---
Wäre möglich, wenn die Firmen es unterstützen. Ich glaube da aber nicht dran.
--- Zitat ---- Die e-Tankstellen und die darin gelagerten Akkus ließen sich leichter, und schneller, als Puffer ins Stromnetz einbinden, als wenn die Akkukapazitäten in einzelnen Autos rumstehen.
--- Ende Zitat ---
Ja.
--- Zitat ---Ein - ohne Akku - günstigerer Anschaffungspreis könnte die Umstiegsquote von Verbrenner auf E (wie von Autoindustrie und Umweltpolitik erwünscht) beschleunigen.
--- Ende Zitat ---
Naja, dafür müssen die erheblichen Kosten für den Aufbau eines solchen Akkuaustauschnetzes auch durch die Nutzer bezahlt werden.
Aber Preise...
Ja, ich stimme Dir völlig zu, dass die E-Autos zu teuer sind und ein niedrigerer Preis viel helfen würde.
Aber:
- Der Neupreis eines E-Autos zu einem vergleichbaren(!) Verbrenner ist nur wenig teurer. Im oberen Marktsegment tun die sich da nicht viel.
- Im unteren Marktsegment werden praktisch gar keine E-Autos angeboten. Da fehlt seitens der Hersteller einfach der Wille, etwas anzubieten. Der E-Up war z.B. lange sehr erfolgreich. VW will der aber nicht verkaufen und hat dann abwechselnd die Produktion eingestellt und die Preise zur Abwehr von Kunden angehoben. Am Ende waren die bei knapp 30.000€ als Basispreis. Völlig abstrus.
- Die aufgerufenen Preise für E-Autos sind deutlich zu hoch. Die verbaute Technik ist erheblich einfacher in Bau/Montage etc. als bei einem Verbrenner. Dieser Preisvorteil wird aber nicht weitergegeben. Die Leute kaufen ja trotzdem.
- Privatkunden kaufen wenig Neuwagen. Im Gebrauchtbereich gibt es E-Autos noch nicht lange. Jetzt kommen so langsam die ersten Leasingrückläufer von den Jahren, wo auch größere Stückzahlen verkauft wurden. Dieser Gebrauchtmarkt muss erst einmal richtig entstehen. Das dauert noch ein paar Jahre. Dazu kommt die Angst vor dem neuen (siehe Deine oben angesprochene Alterung). Die wenigsten Leute haben bereits Erfahrungen mit gebrauchten E-Autos und so ist man verständlicherweise erst einmal skeptisch. Dabei ist der Zustand eines Akkus viel, viel einfacher und besser bestimmbar, als der Zustand eines Verbrennungsmotors. Dazu dann die irrwitzigen Zahlen über Akkupreise. Es ist halt noch praktisch kein Erfahrungswissen über diese Technologie in der Bevölkerung verbreitet. Umso schlimmer finde ich die ständige Desinformation und absichtliche Falschmeldungen und Angstschürerei in vielen Medien, vor allem Springer.
Ich kann viele Ängste und Bedenken verstehen. Schlimm finde ich, dass diese absichtlich geschürt und am Leben erhalten werden.
Aber zurück Ontopic:
Ich habe nichts dagegen, dass man sich so ein Konzept des Akkuwechsels mal anschaut und ausprobiert. Vielleicht klappt das ja doch und bringt was.
Ich habe da nur wenig Hoffnung.
radneuerfinder:
--- Zitat von: MacFlieger am Dezember 27, 2024, 09:35:49 ---das ist aktuell(!) völlig inakzeptabel und nicht nutzbar.
--- Ende Zitat ---
Genau um das "Aktuelle" ging es mir 2020:
--- Zitat von: radneuerfinder am März 12, 2020, 10:00:35 ---Wenn man Elektroauto und Reichweite jetzt haben möchte, wieso greift man dann nicht auf Technologie zurück, die jetzt verfügbar ist? Mechanische Wechselakkus ...
--- Ende Zitat ---
Die gefühlten, oder wie ich meine, die, zusammen mit dem Preis, realen Nachteile führen zu dieser Technologiewechselgeschwindigkeit:
https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/marktentwicklung-von-e-autos
--- Zitat ---Ich habe nichts dagegen, dass man sich so ein Konzept des Akkuwechsels mal anschaut und ausprobiert. Vielleicht klappt das ja doch und bringt was.
--- Ende Zitat ---
Oder auch nicht. ;) Nur, einmal ernsthaft draufschauen und durchrechnen, das war/ist mein dringender Vorschlag, bevor es zu spät ist.
--- Zitat ---Ich habe da nur wenig Hoffnung.
--- Ende Zitat ---
Dem muss ich mich leider anschließen
https://www.autobild.de/artikel/bundestagswahl-2025-was-die-parteien-fuer-autofahrer-planen-27754905.html
radneuerfinder:
--- Zitat von: MacFlieger am Dezember 27, 2024, 09:35:49 ---die Alterung ist auch so ein Schreckgespenst für Neueinsteiger. Alle Erfahrungen zeigen, dass das praktisch fast keine Bedeutung hat.
--- Ende Zitat ---
Für regelmäßige Langsamlader am Arbeitsplatz oder zu Hause stimmt das wohl sehr gut. Bei häufigem Schnellladen, muss da wohl bislang noch ein Fragezeichen gemacht werden:
Grafik aus https://www.youtube.com/watch?v=nzO50FGkr8Y
MacFlieger:
--- Zitat von: radneuerfinder am Dezember 28, 2024, 11:56:54 ---
--- Zitat von: MacFlieger am Dezember 27, 2024, 09:35:49 ---das ist aktuell(!) völlig inakzeptabel und nicht nutzbar.
--- Ende Zitat ---
Genau um das "Aktuelle" ging es mir 2020:
--- Zitat von: radneuerfinder am März 12, 2020, 10:00:35 ---Wenn man Elektroauto und Reichweite jetzt haben möchte, wieso greift man dann nicht auf Technologie zurück, die jetzt verfügbar ist? Mechanische Wechselakkus ...
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Ich bezog mich mit dem "völlig inakzeptabel und nicht nutzbar" auf das Szenario: "Laden am AC-Lader und Umparken nach 4h". Dieses Konzept ist unbrauchbar. Und mit "Aktuell" meinte ich nur, dass es dieses nach 4 h Umparken eben nur momentan gibt.
Dieses Konzept ist aber bei vielen, die Laternenparker sind und keine Erfahrung mit E-Autos haben, als absolut unausweichlich im Kopf und damit blockierend.
Laternenparker, die schon lange eine E-Auto fahren, berichten hingegen, dass sie problemlos auch anders zurecht kommen. Sie laden eben nicht dann auf, wenn es leer ist und dann möglichst voll, sondern quasi immer, wenn sie wenn sie irgendwo stehen, beim Einkauf, bei Restaurants, beim Arbeitgeber etc. Auch laden die nicht jeden Tag auf, sondern nur dann, wenn es geht und passt. Man mag es sich zunächst nicht vorstellen, aber für viele (nicht alle!) funktioniert das bereits heute. Man lädt sein Auto eben ganz anders als man sein Auto tankt. Das merkt man erst, wenn man es probiert.
--- Zitat ---Die gefühlten, oder wie ich meine, die, zusammen mit dem Preis, realen Nachteile führen zu dieser Technologiewechselgeschwindigkeit:
--- Ende Zitat ---
Warum werden immer nur die Nachteile des E-Autos gezeigt. Wo sind denn die Vorteile bzw. die Nachteile eines Verbrenners. Es wird immer nur dargestellt, als wenn ein E-Auto ein Verzicht/Rückschritt/Nachteil/Einschränkung bedeutet. Das wird einseitig hervorgehoben. Wie gesagt, ich kann viele Bedenken verstehen, die hatte ich auch zunächst. Aber bei Benutzung bemerkt man, dass einiges davon völlig unbegründet war und Prioritäten tatsächlich ganz anders sind (z.B. Akkugröße<->Ladegeschwindigkeit). Insgesamt ist es viel entspannter als man anfangs befürchtet.
Die geringe Wechselgeschwindigkeit liegt eben daran, dass fast nur hochpreisige Modelle im Markt sind und allen Interessenten möglichst viel Angst vor einem Kauf gemacht wird. Auch mit viel Lügen und Fake News seitens Springer. Die Hersteller wollen auch nicht zu viele E-Autos verkaufen, das Ziel ist es, möglichst genau den Flottengrenzwert zu treffen.
--- Zitat ---Oder auch nicht. ;) Nur, einmal ernsthaft draufschauen und durchrechnen, das war/ist mein dringender Vorschlag, bevor es zu spät ist.
--- Ende Zitat ---
Da bin ich ganz bei Dir. Man muss sich alle möglichen Lösungen anschauen. Das ist gar keine Frage. Oder auch mehrere parallele Lösungen. Es muss nicht nur ausschließlich Schwarz oder Weiß sein.
--- Zitat ---Dem muss ich mich leider anschließen
https://www.autobild.de/artikel/bundestagswahl-2025-was-die-parteien-fuer-autofahrer-planen-27754905.html
--- Ende Zitat ---
Wobei ich da eher ein Problem bei den fossilen Medien (Springer) und die unterstützenden Parteien bzw. Herstellern sehe, als bei den Entscheidungen der Politik. Ja, mit entsprechenden Gesetzen und Programmen kann man den Umstieg unterstützen. Aber erst einmal hauptsächlich sehe ich das Problem bei den vielen Lügen, die sich in den Köpfen festsetzen. Mangels Erfahrung hat man natürlich zunächst einmal Bedenken und sieht die Sachen, die sich ändern, eher negativ und sieht die Sachen, die wegfallen, überhaupt nicht. Ein E-Auto muss von Anfang an 100% besser sein, ansonsten wird es nicht akzeptiert. Die eigenen jahrelangen Gewohnheiten merkt man nicht nicht sehr stark und entsprechend werden Vorteile an der Stelle auch nicht gesehen.
Ich habe gerade die Erfahrung mit 2 Fahranfängern und einem gebraucht gekauften Dieselfahrzeug, die sich nicht vorher stark für Motoren/Autos interessiert haben. War schon lustig, denen beim ersten Tanken helfen zu müssen. 5 verschiedene Zapfhähne, einige passen, andere nicht, warum hört es immer auf zu laufen, wenn man den Rüssel ganz reingesteckt hat, ständig sich ändernde Preise abhängig von Uhrzeit und Ort, was und welches Motoröl, warum ist wieder die Motorkontrollleuchte an...
--- Zitat von: radneuerfinder am Dezember 28, 2024, 12:43:01 ---Für regelmäßige Langsamlader am Arbeitsplatz oder zu Hause stimmt das wohl sehr gut. Bei häufigem Schnellladen, muss da wohl bislang noch ein Fragezeichen gemacht werden:
--- Ende Zitat ---
Warum?
Im großen und ganzen bestätigt das doch nur das von mir geschriebene.
Warum erwartet man von einem Akku, dass er noch nach 1.000.000 km fast wie neu ist? Völlig verdrängt wird, was für Reparaturen und Wartungen an einem modernen Verbrenner auch nötig sind.
Wir hatten bei dem Diesel (ca. 160.000km) jetzt in den letzten 2 Monaten auch Reparaturkosten von >1.500€ nur für Bereiche des Verbrennungsmotors. Die neuen Bremsbeläge habe ich da noch nicht mit drin, weil ein E-Auto die ja auch benötigt.
Die neue EU-Verordnung schreibt nicht nur Abgasgrenzwerte fest, sondern auch Mindesthaltbarkeiten von Auto-Akkus. Wobei die Herstellergarantie meist recht ähnlich ist und die Akkus in der Realität diese Werte überschreiten.
Die meisten E-Autos haben 7-8 Jahre Garantie auf Motor/Akku. Und das machen Hersteller garantier nicht, wenn sie hier Miese machen. Wieviel Jahre Garantie bekommt man auf einen Verbrennungsmotor/Getriebe? Warum geben die nicht auch 7-8 Jahre darauf?
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln