ausblenden > Talk

Ich mach ne neue Website - e-engine.de

<< < (18/22) > >>

MacFlieger:

--- Zitat von: radneuerfinder am August 11, 2023, 10:25:31 ---Wechselakkus gab es bisher von Better Place, Tesla und Nio. Von irgendwelchen Kompliziertheiten, oder technischen Problemen habe ich noch nichts gehört.
--- Ende Zitat ---

Es gibt keine riesigen technischen Schwierigkeiten. Ja. Es ist aber aufwändiger. Das ist doch logisch. Automatisch lösbare Aufhängungen und Anschlüsse sind mehr Aufwand, als es einfach fest anzuschliessen. Deutlich mehr Aufwand hat man bei den Wechselstationen.
Aber den eigentlichen Hauptgrund hast Du nicht zitiert: Die Firmen werden sich nicht auf ein einheitliches Format und Inhalt einigen wollen und können. Bereits jetzt sind jede Menge unterschiedlicher Akkutypen (inhaltlich, nicht vom Formfaktor) auf dem Markt und die Entwicklung und daher Veränderung ist aktuell noch sehr sehr groß.


--- Zitat ---wurde überwiegend von Leuten gemacht, die E-Autos gut in ihren Alltag integrieren können, wie hier:
...
Ich weiß nicht ob es ein guter Maßstab ist diese Leute zu fragen. Logischer fände ich, die Leute, die noch kein E-Auto haben, zu fragen was die Gründe sind noch keines zu haben?
--- Ende Zitat ---

Hauptgründe:
- Preis, ganz klar Hauptgrund Nummer 1
- Gezielte Falschinformation durch Lobby und Springerpresse
Untergeordnet:
- Keine Erfahrungswerte und daher etwas falsche Prioritäten. Auch ich hatte vor dem Auto etwas andere Vorstellungen, was wohl wichtig wäre etc. Das hat sich dann in der Praxis deutlich gewandelt.

Mit "In der Praxis benötige ich das externe Laden nur 2-3mal im Jahr." habe ich mich falsch ausgedrückt. Es ging ja um den Zeitvorteil beim Wechseln statt Laden. Was ich wirklich meinte war, dass ich nur 2-3mal im Jahr auf das Laden wirklich warten muss und mich die Ladezeit überhaupt betrifft. Das wird von den allermeisten völlig überschätzt.


--- Zitat ---Ich z. b. wäre zu 100 % auf externes Laden angewiesen.
...
Z. Zt. In Deutschland rund 26 Millionen Haushalte (von 42 Mio), die nicht in einem eigenen Haus leben.
--- Ende Zitat ---

Das ist aber kein technisches Problem, sondern hier wäre es gut möglich, entsprechende Infrastruktur auszubauen.
Wer plant, hauptsächlich an öffentlichen 11kW-Ladern zu laden, denen rate ich vom Kauf ganz klar ab. Da ist die aktuelle Situation einfach zu unpraktisch. Maximal ginge es, wenn man direkt daneben wohnt. Aber auch das fand ich zu unpraktisch.

Ich stelle immer wieder fest, dass Leute, die keine Erfahrungen gesammelt haben, einfach nicht über die unterschiedlichen Lader (AC oder DC) und wann welcher wichtig ist und wann welche Ladezeiten/-geschwindigkeiten wichtig sind informiert sind.

Die Ist-Situation ist nicht so, dass jeder mit jedem Nutzungsprofil da hineinpasst.
Aber auch mit einem Auto mit Wechselakku ist die Ist-Situation identisch.
Egal ob fest verbaut, gemietet oder wechselfähig, die Infrastruktur muss stark ausgebaut werden. Das ist aber kein technisches Problem, sondern ein politisches.

Florian:
Viele Leute in Städten parken auf der Straße. Wo soll der Strom herkommen? Infrastruktur schön und gut. Ladepunkte am Bordstein bei all dem Vandalismus, Streusalz/Split, Eis, Dreck, Regen? Deckel drauf und gut? Ich weiß ja nicht. Und was das kosten würde! Die Kommunen sind doch eh alle pleite.

Andere Menschen haben vielleicht ein Haus am Land, dafür aber weite Wege und oft kein Geld für eine Solaranlage mit Hausakku und schon gar nicht - andere Baustelle - für eine energetische Sanierung ihres Altbaus, dessen Rentabilität höchsten ihre Enkel noch erleben.

Das Wort „Reichweitenangst“ empfinde ich als Wort, dass zu oft fälschlich verwendet wird, und erzeugt nur Gegenwehr.
Wenn ich oft mal 300-400 km fahren will/muss, brauche ich nun mal einen großen Akku oder muss teuer extern laden. Die Autos mit großen Akkus sind sehr teuer. Extern tanken zerstört jeden langfristigen Preisvorteil, ja, beim Schnelladen zahlt sogar noch mehr als beim Tanken! Man fährt ständig mit viel Mehrgewicht, energetisch fragwürdig.
Auch die Prämie bekommt man staatlicherseits erst hinterher wieder. Erst muss man das Geld aufbringen, ob nun als Kredit oder nicht.

Der Gebrauchtmarkt ist noch nicht in Gang gekommen und derzeit kaputt wegen der Prämie. Insofern muss man fast einen Neuwagen kaufen. Wer macht das bei Verbrennern denn privat? Nur Gutverdiener und reiche Rentner! Und dann ist für E-Autos auch erstmal mehr zu bezahlen. Ob sich das auf 12 Jahre lohnt oder nicht, ist Vielen egal, weil sie ihr Auto so lange gar nicht halten wollen.

Ich bin kein Gegner der E-Autos. Ich werde mir auch eins zulegen, als Erst- und Einzigautos. Klar fahren AfD, Springer, Teile der Union und andere Populisten eine Angstkampagne bzw. gleich mehrere. Früher war halt alles besser, dass glauben immer mehr Menschen und gehen den Rattenfängern auf den Leim.
Das die Förderung trotz steigender Autopreise auch noch gekürzt wird, ist sowieso daneben. Will man nun die Autowende oder nicht?

Aber man kann auch nicht alles weg diskutieren. Verbrenner sind für viele Menschen günstiger, teils unabdingbar.
Es wird sie noch lange geben. Und da können noch so viele Ladesäulen rumstehen. Erst wenn es die Tankstellen verschwinden, wird es bequemer zu laden.

Edit: Der Vorteil des Wechsel-Akkus wäre die Zeitersparnis. Die ist aber lange nicht mehr so groß wie früher. Und so extrem wäre ein Akkuwechsel wohl auch nicht.
Miet-Akku ist teuer, ja, aber müsste er ja nicht sein.

radneuerfinder:
Tesla sagt: "Autopilot is ~10X safer than US average and ~5X safer than a Tesla with no AP tech enabled.":
https://www.tesla.com/de_de/blog/bigger-picture-autopilot-safety

Die US National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) weist ... darauf hin, dass Tesla in eigenen Statistiken nur Unfälle ausweist, in denen der Airbag und andere pyrotechnische Systeme gezündet wurden. Das ist laut Polizeistatistik aber nur in 18 Prozent der polizeilich gemeldeten Unfälle der Fall. Teslas Angaben zu unfallfrei gefahrenen Kilometern wären damit statistisch um einen Faktor 5,5 zu hoch:
https://www.golem.de/news/elektromobilitaet-tesla-verschweigt-82-prozent-der-fsd-und-autopilotunfaelle-2404-184612.html

radneuerfinder:

--- Zitat von: radneuerfinder am März 12, 2020, 10:00:35 ---Ich würde mir vorstellen, es gibt genormte Akkuquader ...

--- Ende Zitat ---

Tatsächlich schiebt einer der größten Batteriehersteller der Welt das jetzt an und bietet Akkus mit ca. 200 km Reichweite in Austauschstationen an. Autos, die 3 Akkupacks aufnehmen, laden so in Minuten 600 km Reichweite. Das System soll in 10 demnächst erscheinende Modellen verschiedener Hersteller kommen. Der Hersteller plant 10.000 Wechselstationen weltweit.
https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/mobilitaetsservices/elektroauto-wechselakku-batterie-zum-tauschen-unterwegs-catl-wechselstationen/
https://e-engine.de/catls-choco-swap-oekosystem-und-morgen-die-ganze-ev-welt/

MacFlieger:
Da bin ich mal gespannt, was daraus wird. Ich bin da weiterhin skeptisch.
Deutlich größerer technischer Aufwand für den Bau und Betrieb einer solchen Station und das ganze dann für einen geringen, selten benötigten Zeitvorteil.
Bei unserer letzten längeren Fahrt (ca. 850km) haben wir mit dem E-Auto gegenüber dem Diesel früher ca. 10 Minuten länger gebraucht. Im ungünstigen Fall sogar noch weniger.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Antwort

Zur normalen Ansicht wechseln