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Medienkritik
Florian:
Die Landtagswahlen vom Sonntag sagen null aus zur Bundestagswahl im Herbst. Darüber sind sich auch die meisten Medien einig, nur wird trotzdem munter die Ampel als Regierungsalternative herbeigeschrieben.
Dabei geben das die Umfragen nicht mal ansatzweise her. Und die Lindner-FDP wird wahrscheinlich eh nicht mitmachen.
Und dann halten die Grünen eine Pressekonferenz und über Inhalte will die Presse nicht sprechen. Ausnahmslos alle Fragen drehen sich um die grüne Kanzlerkandidatur. Als gäbe es eine große Wahrscheinlichkeit, diese würde zur Kanzlerschaft führen können.
Die Hysterie in der Berliner Blase geht mir allmählich mächtig auf den Zeiger.
Florian:
„Lovemobile“ ist eine preisgekrönte Dokumentation über einen Wohnmobil-Puff. In guter Ausleuchtung geben Sexarbeiterinnen und Freier Auskunft, der Film thematisiert Armutsprostitution und rEchtliche Lücken usw.
Der Film bekam den deutschen Dokumentarfilmpreis.
Angeblich kam der Film damals schon manchen Juroren arg schön vor. Man könnte auch mal überlegen, ob die Damen und v.a. ihre Kunden wirklich so offenherzig und klar erkennbar reden würden.
Es war eben zu schön, um wahr zu sein. Die Portraitierten sind Freunde und Bekannte der Regisseurin. Diese verteidigte ihren Film nach Bekanntwerden anfangs noch als „viel authentischere Realität“. Es wird nach wie vor betont, die Aussagen seien echt, es fehlte nur an der Kennzeichnung.
Nun steht natürlich der ganze Film infrage. Nicht nur das, es wirft ein Licht auf die Sender und Juroren, die schöne Bilder und Dokus mit klarer Struktur wollen. Da darf nicht alles im Ungefähren enden oder allzu genau nachgeforscht werden, da schalten doch die Leute weg.
Immerhin hat sie den Preis und das Preisgeld zurückgegeben. Hoffentlich bekommt das jetzt ein anderer Dokumentarfilmer, die können ja alle Geld gebrauchen.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/lovemobil-regisseurin-gibt-deutschen-dokumentarfilmpreis-zurueck-17262080.html
radneuerfinder:
https://www.artechock.de/film/text/special/2021/cinema_moralia/03_25.html
https://www.medienkorrespondenz.de/leitartikel/artikel/die-angst-waechst.html
warlord:
Leider hinter Bezahlschranke, aber in meinen Augen sehr gute Einordnung der Medienleistung zum Thema Corona:
https://www.nzz.ch/feuilleton/braucht-es-wirklich-panikmache-lockdown-forderungen-und-als-news-verpackte-trivialitaeten-was-der-journalismus-in-der-pandemie-berichterstattung-besser-machen-koennte-ld.1625173
--- Zitat ---Leitmedien hätten wechselseitig fragwürdiger, überflüssiger oder fehlerhafter Berichterstattung mehr Aufmerksamkeit zu zollen. Wichtig wäre auch, eine Fehlerkultur zu entwickeln, um eigene Irrtümer zu korrigieren. Es gälte, weniger Gewissheiten zu kommunizieren und mehr Zweifel zuzulassen – auch und gerade, wenn es um wissenschaftliche Erkenntnisse geht.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat ---Wenn sich Regierende oder Aktivisten – von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel über Innenminister Alain Berset bis hin zu Greta Thunberg – auf «die Wissenschaft» berufen, unternehmen sie meist Versuche, Forscher zu instrumentalisieren. Dieses Spiel sollten Journalisten durchschauen – und auch dann skeptisch bleiben, wenn sie es mit begnadeten, sendungsbewussten Wissenschaftern und Wissenschaftskommunikatoren zu tun haben.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat ---Kritik an der Corona-Berichterstattung gibt es tröpfchenweise, aber die Medien verhindern oft, dass diese an die breitere Öffentlichkeit durchdringt. Selbst Journalisten wie Jakob Augstein, Claus Kleber oder Gabor Steingart gelingt das nur gerade so weit, dass Journalisten gegenüber Corona-Querdenkern und später einmal gegenüber Historikern argumentieren können, es habe auch andere Stimmen in den Medien gegeben.
--- Ende Zitat ---
Florian:
Weil die BBC die britische Regierung wegen ihres Corona-Management (inkl. eigene Partys, die für alle Bürger verboten waren) scharf kritisiert, steht sie auf der Feindesliste und soll finanziell bluten.
Jetzt entlarven die Journalisten voranging russische Schwafler und berichten aus dem Kriegsgebiet. Da kommen der zuständigen Ministerin fast die Tränen vor Rührung und von Budget-Kürzungen hat man doch nie was gesagt…
https://www.sueddeutsche.de/medien/bbc-nadine-dorries-tories-kuerzungen-channel-4-ukraine-krieg-1.5541414
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