ausblenden > Talk
USA: Wahlkampf und -Krampf
Florian:
Der musste ja kommen. :)
Das würde ich aus der Zahl aber nicht schließen, leider werden die Umfragen nicht voll wiedergegeben. Vielleicht gaben auch 20% keine Antwort…
Wie auch immer, dass die Dame überhaupt meinte, antreten zu müssen, zeugt von Größenwahn. Auch falls sie es aufgrund der schwachen Konkurrenz vielleicht schafft. „Mein Mann war Präsident, jetzt will ich, obwohl ich eine der unbeliebtesten Personen des Landes bin!“ So kommt mir das vor.
fränk:
Frau Clinton erschien mir sympathisch als sie noch ihren Mann auf seinem Weg ins weiße Haus unterstützt hat.
Inzwischen ist das wirklich übelster Politik-Filz.
Florian:
Tja, mittlerweile müsste Cruz schon alle restlichen Bundesländer gewinnen, um Trump noch zu übertrump(f)en, auh eine Allianz mit Kasich hilft da nicht mehr. Bliebe die Möglichkeit einer Verhinderung auf dem Parteitag, da ginge wohl noch einiges hintenrum, aber das werden die Republikaner kaum wagen.
Hillary ist auch durch, Sanders steht zwar gut da, aber da nur proportional verteilt wird und die „superdelegates“ nun mal weit mehrheitlich für Clinton sind, gibt es dort keine Überraschung mehr. Aber das er doch sehr gut abschnitt, zeigt die tiefe Sehnsucht nach wirklichem Politikwechsel v.a. bei jungen Wählern. Clinton hat genau dort riesige Probleme und wird nicht umhin kommen, zumindest etwas nach links zu gehen, wie ja teilweise schon geschehen. Sonst bleiben die zu Hause. Chance für Trump?
Nun geht sie aber wieder in die Mitte mit vielen Verweisen auf ihren tollen Mann, an den sich die meisten Amerikaner wegen der damals starken Wirtschaft gerne erinnern.
Exkurs wegen der Minderheiten, auf welche die Clintons ja zählen können: Es war Bill Clinton, der kein Veto gegen die weiter extrem viel schwereren Strafen für Crack-Händler und -Konsumenten, im Vergleich zu denen von Kokain, einlegte. Diese Ungleichbehandlung chemisch quasi identischer Stoffe hatte nur einen Effekt: Massenhaft Strafgefangene aus schwarzen Familien. Denn die können sich kein Kokainpuder leisten.
Daher nannten Kritiker dieses Gesetz auch rassistisch und die Clinton-Regierung hatte versprochen, es zu ändern.
Heute beklagen alle Demokraten und gerade auch die Clintons die ach-so-unfaire Behandlung.
Immerhin wurde das Gesetz letztens abgeschwächt, ungleich ist es noch immer.
http://articles.baltimoresun.com/1995-10-31/news/1995304052_1_crack-cocaine-powder-cocaine-cocaine-crimes
Sicher scheinen viele republikanische Wähler Trump nicht zu mögen, aber das unterscheidet sich nicht groß von Hillary bei den Demokraten. Immerhin wird sie die Minderheiten massiv hinter sich haben, wegen Trump noch mehr als sonst. Und das ist potentiell wahlentscheidend.
Bin jedenfalls gespannt, wer es besser vermag, sein Lager zu mobilisieren.
Die USA können einem leid tun, finde ich. Viele hoffen immer noch auf einen dritten, unabhängigen Kandidaten. Würde sich aber ein Prominenter finden, wäre er sehr spät dran und m.W. zu spät für die Registrierung in manchen Staaten. Außerdem nähme ein Kandidat der mehr in der Mitte steht wahrscheinlich Hillary die Stimmen weg, ohne zu gewinnen -> Trump würde Präsident.
FOX:
So, Cruz ist raus. Und Bernie macht kurz ein paar Punkte. Immerhin etwas.
Jetzt wird's langsam dunkel am Horizont...
Florian:
Scheinbar haben sich die Hoffnungen von Cruz auf einen Putsch beim Parteitag zerschlagen…
Kasich ist nur Zählkandidat und Sanders wird Hillary auch nicht mehr schlagen.
Clintons Lager frohlockt, ist sich aber hoffentlich nicht zu sicher. Das kleinere Übel ist sie allemal, vielleicht sollte sie das auf die Plakate schreiben. ;)
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln