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Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
September 19, 2013, 08:19:47
Nachdem ein (meiner Meinung nach dummer) Mensch einen Spielzeug-Quadrocopter (Parrot AR Drone) bei einem Wahlkampfauftritt von Angela Merkel über einer Menschenansammlung geflogen hat und zur "Landung" gezwungen wurde, regen sich reflexartig Wünsche nach Verboten, wie wir es bei anderen Themen auch schon oft genug erlebt haben:

"Nach Vorfall mit Merkel: Polizeigewerkschaft fordert Drohnen-Flugverbot"

Es ist echt erschreckend. Weil sich jemand nicht an geltende Gesetze und den gesunden Menschenverstand hält, wird mit der Verbotskeule gedroht und Leidtragende sind nur die normalen Nutzer, die nichts mit solchen Aktionen zu tun haben.
Warum?

Ein solches Verbot ist unnötig und bringt gar nichts, denn die, die man damit behindern will weil sie Böses vorhaben, werden sich wohl kaum von einem Verbot abhalten lassen. Ist nicht auch Diebstahl, Mord etc. verboten?

Was der gemacht hat, ist heute schon verboten gewesen:
1. Um ohne Aufstiegsgenehmigung fliegen zu dürfen, gibt es ein paar Vorgaben: Das Flugmodell muss unter 5kg sein, darf keinen Verbrennungsantrieb haben und(!) der Flug darf ausschließlich zu Sportzwecken oder zur Freizeitgestaltung stattfinden. Der von dem Piloten angegebene Grund ist aber ein anderer.
2. Völlig unabhängig davon, ob man ein Flugmodell genehmigungsfrei fliegen darf, darf das ganze nur im unkontrollierten Luftraum stattfinden. Je nachdem wo man sich in Deutschland befindet, beginnt der kontrollierte Luftraum schon am Boden oder erst wesentlich weiter oben. Im kontrollierten Luftraum darf man nur nach Startfreigabe durch die Luftsicherung starten. An dem betreffenden Platz dort beginnt der kontrollierte Luftraum schon am Boden, d.h. dort darf man noch nicht einmal eine Papierschwalbe werfen ohne eine Freigabe der Flugsicherung zu haben.
D.h. diese Aktion war heute schon verboten. Kein Bedarf für neue Gesetze, sie müssen nur angewendet werden.

Gesunder Menschenverstand:
Kein Pilot, der ein wenig über seine eigene Verantwortung nachdenkt, wäre da geflogen. Mit einem Flugmodell über einer Menschenmenge ist immer gefährlich. Auch wenn man technisch alles in Schuss hat, ist ein technischer Defekt nie ausgeschlossen und man könnte in die Menge abstürzen. Das würde je nach Modell einmal direkt bei den getroffenen schwere Verletzungen, im ungünstigsten Fall auch Tote, verursachen und eine danach auftretende Panik wäre ebenfalls sehr gefährlich. So etwas macht man einfach nicht.

Also bereits bestehende Gesetze und Vernunft verbieten schon heute derartiges. Zusätzliche Verbote werden aber kaum Menschen abhalten, die so etwas nicht interessiert.

BTW, das war kein Drohne sondern ein Flugmodell. Parrot nennt sein Modell leider "Drone" und in den Medien wird auch immer von Drohnen geschrieben, sobald es sich um Quadro(oder mehr)copter handelt.
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Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen´gen nur gewesen." -- Schiller
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #1: September 19, 2013, 09:09:06
Was ist denn der Unterschied zwischen einer Drohne und einem ferngesteuerten ModellHubschrauber? Oder ists einfach nur eine neueres, modischeres, kürzeres Wort?
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #2: September 19, 2013, 09:23:36
Drohnen sind unbemannte Luftfahrzeuge, die hauptsächlich vom Militär eingesetzt werden, autonom oder ferngesteuert fliegen und für Aufklärungs- oder Wirkeinsätze benutzt werden.

Das Wort Drohne wird von den Medien sehr gerne für Flugmodelle (hauptsächlich Quadro(oder mehr)-Copter) verwendet, da es entsprechende negative Emotionen bei den Lesern/Zuschauern hervorruft. In den letzten Monaten gibt es da eine regelrechte Schlammschlacht in den Medien, die man auch aus der Vergangenheit bei anderen Fällen kennt.

Flieg mal mit einem Quadrocopter (gibt es als Spielzeug schon gute für wenig Geld) irgendwo. Es wird nicht lange dauern und Du wirst angesprochen, ob da auch eine Kamera dran ist, dass Du nur der Nachbarin ins Schlafzimmer schauen möchtest und dass das Gerät sowieso völlig verboten ist. "Habe ich erst gestern im Fernsehen gesehen".
Das die Realität ganz anders ist, sowohl bezgl. der Gesetzeslage, als auch bezgl. Bildqualität, Lautstärke, Fähigkeiten... wird da nicht wahrgenommen.
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Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #3: September 19, 2013, 09:30:58
Ich bin auch frische gebackener „Drohnen-Pilot“.

Der Haupteinsatz dieser Dinger ist die Luftfilmerei. Und weil es mit der neuesten Generation dieser „Drohnen“ oder „Quadro-Kopter“ das Fliegen und Filmen so einfach ist, explodieren die Verkaufszahlen.
Auf einmal sind es nicht mehr die schrulligen Modellbauer, die sich über Jahre Fachwissen im Löten und über Schaltungen und Steuerungen und Akkutechnik angeeignet haben, jetzt fliegen all die, die den Weg in den AppleStore gefunden haben. Selbstverständlich auch ohne Hintergrundwissen zur Technik oder zum Recht.

Die Forderung der Polizeigewerkschaft ist schon sehr..... Banane.
Demnächst fordern die auch noch ein Verbot für Mord.

Es gibt viele Luftfilmchen von Großveranstaltungen. Da fliegt das Ding dann über das Open-Air Gelände und auch sehr tief über die Köpfe der Teilnehmer.
Und es gibt sehr viele Filmchen, die mit einem Crash des Fluggerätes enden.
Jetzt kann sich jeder zusammen reimen, was passiert, wenn die beiden Ereignisse zusammentreffen.

Ich glaube aber schon, dass sich etwas tun muss. Wenn sich die Dinger weiter so verbreiten, werden die Zwischenfälle zunehmen.

Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #4: September 19, 2013, 09:48:52
Ich glaube aber schon, dass sich etwas tun muss. Wenn sich die Dinger weiter so verbreiten, werden die Zwischenfälle zunehmen.

Das glaube ich auch. Diese kleinen Spielzeugcopter sind mittlerweile überall zu kaufen, selbst im Baumarkt. Und die "simplen" Einstiegscopter von DJI werden auch in Unmengen verkauft, weil sie fliegen und man kaum technisches Wissen benötigt.

Hier hilft aber nur eine Aufklärung über die vorhandenen gesetzlichen Bestimmungen und(!) über den gesunden Menschenverstand. Verbote helfen nix. Ich bezweifle, dass man an der Kasse beim Discounts oder Baumarkt nur darüber aufgeklärt wird, dass für jegliches(!) Flugmodell (auch für Papierschwalbe) in Deutschland eine Haftpflichtversicherungspflicht gibt. Von der normalen Haftpflichtversicherung sind wenn überhaupt dann nur nicht motorisierte Modelle abgedeckt.

Aber anstatt seriös zu informieren, werden in Fernsehberichten nur völlig unbegründete Ängste geschürt und sogar Anwälte zitiert, die zwar vom gewaltsamen Runterholen eines Flugmodelles nur im Nebensatz abraten. Ich werfe mal "gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr" in den Raum. So wird dann Selbstjustiz ohne rechtliche Grundlage und Gefährdung von Personen und Gegenständen gefördert.
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Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #5: September 19, 2013, 10:02:08
Hier hilft aber nur eine Aufklärung über die vorhandenen gesetzlichen Bestimmungen und(!) über den gesunden Menschenverstand.

Wie willst Du denn „den gesunden Menschenverstand“ im Volk verbreiten?
Mit Folter, Gehirnwäsche oder Bezahlung...? ;D
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #6: September 19, 2013, 10:08:13
Ich mache ungefährliche Luftbilder:
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #7: September 19, 2013, 10:12:26
Bei Zigaretten macht man doch so abschreckende Bilder drauf. Könnte man bei so Modellen auch machen. Es gibt im Internet jede Menge Videos und Bilder, was so passieren kann, wenn man in den Propeller gerät. Sieht oft wie Currywurst aus... Man sollte das nicht unterschätzen.
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Florian

  • Defender of the Crown
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #8: September 19, 2013, 19:30:40
Sicher, wirkungsvoller wäre eine Art Beipackzettel. Ganz einfache Maßnahme.

Was ein (noch weitreichenderes) Verbot angeht: Kann man ja sowieso nicht kontrollieren. Typische Alibi-Maßnahme.

Außerdem könnte sich die Polizei bei entsprechenden Veranstaltungen doch Abfangdrohnen kaufen, dass wäre für alle ein Riesenspaß.  :)

Übrigens beschleicht mich auch der Gedanke, dass die Polizei v.a. nicht selbst gefilmt werden will bei ihren Einsätzen. Bei Demonstrationen hat man da ja schon öfters erlebt. Lieber ohne jede Kennung, aber behelmt, und möglichst ungefilmt die Sicherheit herstellen.
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #9: September 20, 2013, 08:56:29
Was ein (noch weitreichenderes) Verbot angeht: Kann man ja sowieso nicht kontrollieren. Typische Alibi-Maßnahme.

Korrekt. Die bestehende Gesetzeslage ist völlig ausreichend. Sie muss nur angewendet werden. Das hilft dann auf Dauer gegen dumme Menschen wie dem hier auftauchenden "Piloten". Aber ein Schutz vor bösen Menschen ist ein Verbot nie.

Zitat
Außerdem könnte sich die Polizei bei entsprechenden Veranstaltungen doch Abfangdrohnen kaufen, dass wäre für alle ein Riesenspaß.  :)

In einem Modellflugforum läuft gerade eine Diskussion, wie man einen Copter wirkungsvoll abfangen könnte. Auslöser war die Anfrage eines Polizisten (selber Modellflieger), der als Berater bei einer internen Planung der Schweizer Polizei fungieren soll. Gefragt war eine einfache möglichst schnelle und gut funktionierende Möglichkeit.
Es gab viele ernsthafte oder unsinnige Antworten. Effektiv blieb nichts übrig. Dabei gibt es zwei Problemfälle.
Erstens: Wie stoppt man einen Copter im Flug. Da blieb nur sinnvoll Gummischrot, Netz oder normale Munition. Hat alles den Nachteil, dass der beschädigte Copter und oder Querschläger in die Menschenmenge fliegen, dort direkt großen Schaden verursachen, eine Panik verursachen oder doch noch die Sprengladung zündet. Ein Vorschlag für eine effektive Methode ohne große Gefahr von Schäden gab es nicht.
Zweitens: Wie erkennt man überhaupt eine Gefahr? Bei Angela flog dieser Copter lange langsam und torkelnd umher und man hatte genug Zeit zu reagieren. Böse Menschen würden einfach hinter dem nächsten Haus aufsteigen und direkt mit großer Geschwindigkeit das Ziel ansteuern. Man hat keine Chance das Objekt zu erkennen, bevor es zu nahe ist. Und Zeit, um die Bedrohung abzuschätzen und zwischen Schäden durch Fall in die Menschenmenge und Schäden für Politiker abzuwägen, ist überhaupt nicht da.

Zudem: Momentan sind Copter als "böse" ins Visier geraten. Für einen Anschlag sind die aber wesentlich schlechter geeignet als herkömmliche Modellflugzeuge. Sie können wesentlich weniger Last tragen, sie fliegen nicht eigenstabil (nur mit Elektronik), sie sind vergleichweise langsam.
Fürs unbemerkte Filmen der Nachbarin sind die auch viel zu kompliziert. Im Fernsehen sieht man in Berichten über Quadrocopter zwar manchmal Leute auf dem Balkon Zeitung lesen und "unbemerkt" steigt ein Quadrocopter neben ihnen auf und beobachtet sie, aber komischerweise ist dabei immer der Ton abgedreht... Und wer einmal die Bildqualität, die man erreichen kann, und eingesetzte Linsen gesehen hat, der braucht da gar keine Befürchtungen zu haben. Gut 5 Meter vor dem fremden Schlafzimmerfenster zu schweben ist nicht gerade unauffällig. Wer solche Fotos oder Filme machen will, der greift da zu erheblich einfacheren Methoden.
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Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #10: September 20, 2013, 09:22:06
Fürs unbemerkte Filmen der Nachbarin sind die auch viel zu kompliziert. Im Fernsehen sieht man in Berichten über Quadrocopter zwar manchmal Leute auf dem Balkon Zeitung lesen und "unbemerkt" steigt ein Quadrocopter neben ihnen auf und beobachtet sie, aber komischerweise ist dabei immer der Ton abgedreht... Und wer einmal die Bildqualität, die man erreichen kann, und eingesetzte Linsen gesehen hat, der braucht da gar keine Befürchtungen zu haben. Gut 5 Meter vor dem fremden Schlafzimmerfenster zu schweben ist nicht gerade unauffällig. Wer solche Fotos oder Filme machen will, der greift da zu erheblich einfacheren Methoden.

Stimmt.
Aber bis die Neu-Piloten das erkannt haben, gibt es erst einmal viele Versuche.

Ich glaube viele entdecken mit so einem Ding auch ihre Ader für's Spannen.

Florian

  • Defender of the Crown
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #11: Mai 14, 2016, 00:40:51
Ein paar Jahre später erscheint die „Drohnen“-Gesetzgebung in ganz anderem Licht. Der Luftraum soll für die Konzerne von DHL bis Amazon freigeräumt werden, so die nachvollziehbare Meinung eines Modellfliegers in diesem Beitrag (paar Minuten). Schön das die überhaupt mal zu Wort kommen.
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/160512-quer-drohnen-100.html
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #12: Mai 14, 2016, 07:23:13
Ich bin in dem Thema hobbybedingt natürlich stärker drin/informiert. :)

Dass diese ganzen neuen Gesetzesvorschläge eigentlich Unsinn sind und die schon bestehenden Regelungen völlig ausreichen, ist eigentlich schon lange klar. Alles, was man offiziell mit diesen neuen Gesetzen verhindern will, ist jetzt schon unter hoher Strafandrohung verboten. Dass da eigentlich was anderes dahinter steckt, war eigentlich vielen schon klar, aber so langsam kommen die Forderungen ans Tageslicht. So wie letzte Woche die "Forderung" von Amazon weltweit einen Luftkorridor in ca. 100-200m für Lieferdrohnen frei zu machen. DHL hat noch keine öffentlichen Aussagen gemacht, aber die stecken garantiert auch mit dahinter.

Dobrindt hat Änderungen im Luftrecht in Auftrag gegeben (öffentlich bekannt wurde nur so etwas wie max. 100m Höhe für Flugmodelle). Die genauen Informationen sind aber noch nicht öffentlich und die beiden großen Verbände (DAeC und DMFV) werden jetzt in nächster Zeit zu einer Kommentierung aufgefordert. Der DMFV hat schon im Vorfeld ohne die genauen geplanten Änderungen zu kennen eine große Petition ins Leben gerufen "Finger weg von meinem Hobby" (pro-modellflug), bei der sie im Vorfeld schon bei einigen möglichen Forderungen einknicken. Der DAeC hat Anfang des Jahres erstmal nur eine Stellungnahme geschrieben, in der es mehr in Richtung Sport geht und möchte erstmal im stillen Kämmerlein verhandeln und die Öffentlichkeit erst aktivieren, wenn klar ist, worum es genau geht und dass es keine Einigung gibt. DMFV ist hobbylastig, DAeC ist sportlastig.
Fakt ist, dass schon alleine 100m Maximalhöhe fast alle Wettbewerbsklassen unmöglich machen.

Traurig bei der ganzen Sache ist, dass alle vorgeschlagenen Maßnahmen null Sicherheitsgewinn ergeben. So als ob in einer 50er Zone einige schneller fahren und als Vorschlag dagegen wird dort dann eine 30er Zone eingerichtet und Parkverbot.

Nun ja, ich sehe für den Modellflug keine so rosa Zukunft. Die Unternehmen haben ein starkes Interesse am Freiräumen des Luftraumes und die einzigen wirklichen Gegenspieler (die Verbände) sind sehr daran interessiert, nur in ihren Verbänden organisierte Modellflieger zu haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass die beiden Verbände eine solche Kröte schlucken mit der Einschränkung, dass an Orten mit besonderer Aufstiegserlaubnis (im Volksmund "Modellflugplatz" genannt) lockerere Bestimmungen wie heute gelten.  :(
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Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #13: Mai 15, 2016, 11:48:54
Ich glaube nciht daran, daß es lockerer wird. Der Trend geht doch ganz allgemein zu mehr Regeln. Ich vergleiche es mal mit der Verlegung einer KartBahn, wegen eines Straßenneubaus.


Deutschland 2050. 70 % der Warenkäufe erfolgen online, 50 % werden per Drohne ausgeliefert. Hat man vergessen Zwiebeln zu kaufen, so gibts die gegen saftigen Eilzuschlag per Turbodrohe binnen 10 Minuten (Land bis zu 20 Min) auf den seit 2045 gesetzlich vorgeschriebenen Drohnenlandeplatz, meistens auf der erweiterten Fensterbank. Maßnahmen zum optischen Umweltschutz hat man verpasst. Das Transportgewerbe hat Fakten geschaffen, einen ungetrübten blauen Himmel gibt es nicht mehr. Wie von einem Mückenschwarm ist der Himmel permanent mit Drohnen überzogen. Die Grünen fordern eine Absenkung des Himmelsirrens auf 30 dB. Immerhin hat es ein Drohnenflugverbot über Natuschutzgebieten in die Verfassung geschafft. Ausnahmen regelt ein Bundesgesetz. Nur altmodische Hardcore Umweltschützer plädieren noch für den Ausbau der Autobahnen mit E-LKW Spuren. Ab und an wird ein Mensch von einer abstürzenden Drohne erschlagen, oder schwer verletzt. Verglichen mit der früheren Anzahl von Verkehrstoten ist die Zahl minimal. InfrarotPanoramaKameraKufen haben sich durchgesetzt. Die AmazonGoogle Maps bieten flächendeckend eine Livekarte, die seit kurzem auch bei Nacht und Nebel hervorragend funktioniert. Die höchste Zoomstufe musste in Deutschland aufgrund gesetzlicher Auflagen deaktiviert werden. Auf Antrag wird das eigene Gesicht verpixelt. Tracken von Gesichtern und Fahrzeugen ist kein Problem, bleibt aber bisher der Polizei vorbehalten.
« Letzte Änderung: Juni 28, 2016, 05:50:50 von radneuerfinder »
Re: Forderungen nach "Drohnen"-Verboten
Antwort #14: Mai 15, 2016, 12:23:02
 ;D