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Überflüssig: geplante Obsolenz
Florian:
Wenn man den Fortschritt bestmöglich ausbremsen will, eine gute Idee.
Und wer sein Gerät irgendwie nicht standardgemäß nutzt, bekommt drei Monate Waschpause?
Viel sinnvoller fände ich eine Verpflichtung auf folgende Punkte.
a) eine Mindestsupportfrist je nach Gerätetyp. Verpflichtung für einfach reparierbare Geräte.
b) nach Auslaufen dieser Frist müsste das Gerät freigegeben werden für andere Entwickler
c) ausgemusterte Geräte müssen soweit wie technisch möglich recycelt werden
d) generell müsste der Ressourcenverbrauch im Preis besser abgebildet werden, und ja, auch wenn dann alles teurer wird.
radneuerfinder:
--- Zitat von: Florian am Juni 13, 2020, 19:38:13 ---Und wer sein Gerät irgendwie nicht standardgemäß nutzt, bekommt drei Monate Waschpause?
--- Ende Zitat ---
Das ist doch lediglich eine DetailFrage der Abrechnung, z.B. Bezahlung pro Wäsche.
Den Clou an der Idee finde ich, dass die Haltbarkeit zum Eigeninteresse der Unternehmen wird. Das ist besser als jede Vorschrift.
Florian:
Sehe das anders.
Zum einen wäre das Fortschrittsbremse sondergleichen. Es ist doch nicht alles Software.
Zweitens entmündigte es den Verbraucher endgültig. Man wäre nur noch Abonnent, und dazu müsste auch überwacht werden, ob man keinen Schabernack mit den Geräten anstellt.
Und wer dagegen wäre und seine Geräte lieber besitzen wollen würde, der müsste irrwitzige Preise zahlen, weil die Firmen sich mit den langjährigen Abos, aus denen man nicht rauskäme, dumm und dämlich verdienten.
Bei Waschmaschinen gibt es ansonsten auch noch Waschsalons, wo dieses Prinzip erfüllt wurde. Muss man nicht neu erfinden.
Bei Handys, Computern, Fernsehern, hat sich das nicht ergeben. Warum wohl?
radneuerfinder:
Es gäbe weiterhin Fortschritt, nur eben in einer anderen Richtung.
Die aufkommende Sharing Industrie ist noch nicht der Stein der Weisen. Immerhin zeigt sie, Menschen müssen z.B. Autos oder MusikDateien nicht unbedingt im physikalischen Eigentum haben. Auch bei Handys sind Verträge, bei denen die Hardware im Abo mitläuft nicht unübliche. Leider ist es so organisiert, dass der Anbieter kein eigenes Interesse an einem guten Lauf der Apps/Dienste auf diesen Handys hat.
Noch mal, die Idee, die Leitplanken unseres Wirtschaftens so aufzustellen, dass mehr Haltbarkeit und weniger Umweltbelastung im eigenen Interess von Unternehmen liegt, weil dies einen Kostenvorteil bietet, halte ich für ein gute Idee. Das wäre für mich ein Fortschritt.
Florian:
Je nach Gerätegattung Mindestgarantiezeiten und -Support wären ohne die von mir erwähnten Schattenseiten, einfach einzuführen und der Verbraucher hätte auch was davon anstatt auf Gedeih und Verderb dem Abo-Anbieter ausgeliefert zu sein.
Dazu noch die erwähnten Punkte, und die Laufzeiten würden sich auch so deutlich verlängern.
Generell ist es auch eine gute Idee, insgesamt einfach weniger zu konsumieren. Und gebraucht zu kaufen, sofern das Sinn macht.
Auch müsste man alles so bepreisen, dass es die Allgemeinkosten miteinbezieht. Also etwa Umweltzerstörung, Ressourcenbedarf, Kosten für Recycling und natürlich die menschenwürdige Beschäftigung der Arbeiter, ohne die es die Produkte nicht gäbe.
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