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Überflüssig: geplante Obsolenz
radneuerfinder:
Hersteller bauen bewusst Schwachstellen in Produkte ein:
http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Produkte-Hersteller-Schwachstellen-Studie;art27856,4702799
siehe auch:
http://www.heise.de/tr/artikel/Die-Reparatur-Rebellen-1828121.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz
fränk:
Und die Ingenieure die es schaffen, die Produkte exakt knapp nach dem Ende der Garantie sterben zu lassen, bekommen einen fetten Bonus.
Ich arbeite zum Teil noch mit Maschinen, die älter als 50 Jahre sind.
Es gibt diese Maschinen auch in einer aktuellen Ausführung zu kaufen, die Unterschiede sind enorm!
Da die Mehrkosten für langlebigere Produkte oftmals nur sehr gering sind oder gar nicht anfallen, ist mit schon lange klar, dass diese „Sollbruchstellen“ nicht einfach so auftreten, sondern bewusst eingebaut werden.
Die Qualität wird heute nur noch im Hirn des potentiellen Kunden in Form von Hochglanzprospekten und Internetauftritten erzeugt.
Florian:
Das kennen wir doch alle.
Früher war eben alles besser. V.a. hat man die Rohrkrepierer eben weggeworfen und in der Regel vergessen, während der Evergreen noch immer erfreut und das eigene Urteil bekräftigt.
Zum Teil ist es also klassischer Selbstbetrug. Der andere Teil ist eine Mischung aus Billigrammsch-Mentalität aller Beteiligten und reiner Gier.
fränk:
--- Zitat von: Florian am April 02, 2013, 13:20:46 ---V.a. hat man die Rohrkrepierer eben weggeworfen und in der Regel vergessen, während der Evergreen noch immer erfreut und das eigene Urteil bekräftigt.
--- Ende Zitat ---
So ist das ist zu einfach.
Schaue ich mir z.B. die Firma Mercedes Benz an, bin ich absolut sicher, dass deren Autos von Modell zu Modell immer etwas günstiger produziert werden.
Und weil dieses günstigere Produzieren unabdingbar mit Qualitätseinbußen einhergeht, wurden tolle neue Normen erfunden, die den Mist heute schön schreiben.
Der Einsatz von Know-How und Kapital ist von der Fertig einfach in die Marketingabteilung gewechselt.
Aus Unternehemersicht ist alles klasse gelaufen und für die Kundschaft haben die Automobilproduzenten Leasing- und Finazierungsangebote erfunden. Am Ende stört die schwindende Qualität niemanden wirklich.
Unangenehm wird es nur, wenn die neue Werkzeugmaschine lt. Datenblatt alle Aufgaben viel schneller, besser und präziser als ihr 30 Jahre alter Vorgänger erledigen kann, dann aber unter gleicher Belastung wie die alte einfach stehen bleibt.
Und das ist weder ein Scherz noch gehört es in die Abteilung „früher war alles besser wegen voran schreitender Vergesslichkeit“.
Jochen:
Ich denke hier spielt auch immer das Henne-Ei Problem rein.
Sind wir bereit für eine bessere Qualität mehr zu bezahlen oder möchten wir alles möglich billig.
Jochen
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