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Überflüssig: geplante Obsolenz

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Florian:
Die Besitzer wohl schon.
Ich persönlich habe mit Absicht einen Dumm-TV gekauft, und rate auch immer dazu. Aus verschiedenen Gründen - aber darauf, dass der Hersteller absichtlich Features entfernt, wäre ich nicht gekommen.

radneuerfinder:
Kfz as a service:
http://de.engadget.com/2016/03/07/blogger-tesla-baut-einmalautos/

Terrania:
Das ist ein bißchen BS. Die Tesla-Sache und dann unten der Vergleich mit den iPhones, die immer "schlechter" werden. TELSA baut keine Autos, wie bspw. Daimler etc. TESLA baut Systeme, die ständig upgegradet werden und ganz nebenbei ihren Wert als Gebrauchte durchaus mehr als halten.

Ich rate mal dem Typen, die Gebrauchtpreise eines TESLA anzusehen, die sind genauso wie bei Apple astronomisch hoch. Dazu nimmt TESLA auch keine "Verbrenner" in Zahlung. (Warum auch? Würd ich an deren Stelle auch nicht machen...). Das sind fahrende Computer, die funktionieren sollen. Undenkbar, dass da Fritzchen ein "Firmwareupdate" machen soll oder womöglich in der Software rumfuhrwerkt. Das würde vermutlich die Zulassung verfallen lassen. Auch die Bremsen sind in diesem System drin. Sensorik etc im Zusammenhang mit halbautonomen Fahren. An TESLAs Stelle würde ich das genauso restriktiv handhaben. Das sind keine "mechanischen" Geräte, wie ein Strich 8er von Mercedes.

Ich habe seit 2007 5 iPhones besessen. KEINES, also wirklich keines hat bei mir die Grätsche gemacht. Weder beim Akku, noch sonst wie. Die iPhones werden in der Familie weitergegeben (übrigens wie die Laptops und tablets) und es gab - ausser bei einem Akku nach Jahren - noch nie Probleme. Das iPhone 3GS meiner Schwägerin hat letztes Jahr die Grätsche beim Akku gemacht. Austausch kostete 30 Euro, das Ding geht nach wie vor wie Schmitzkatz, ich habe es wieder zurückgenommen, weil sie mein 5S bekommen hat. Ich nutze es im Auto als iPod. Apropos iPod. Die laufen alle bis auf einen auch noch. Der eine ist der allererste shuffle (das Kaugummiheftchen). Da ist wohl der Akku gebrutzelt worden im Fiat meiner anderen Schwägerin. Ich nutze seit 1985 Apple. Das einzige Gerät, das jemals Probleme machte, war ein Quadra 950. Die war gleich nach einer Woche kaputt. Mausboard defekt. Alles andere lief so lange, dass sie völlig intakt entsorgt wurden (2 Quadras, 2 FX und ne Menge andere). Meine derzeitigen Macs wurden bislang nur durch Rückrufe von Apple selbst "repariert". Sie waren nicht defekt, aber ich habe halt machen lassen (kostenlos).

Was mich allerdings komplett sauer macht sind TEURE Geräte, die nicht das halten was sie versprechen. Nun arbeite ich in der Werbung und meine Frau sagt mir immer wieder, dass mir nicht zu helfen ist, wenn ich dem Geschwätz meiner Kollegen glaube, aber eine gewisse Wahrheit erwarte ich durchaus.
Und was mich persönlich absolut SUPERPESTET sind Dinge wie z.B. ein Kunstoffhaken bei der Türverriegelung bei der SIEMENS-Waschmaschine der prädestiniert ist kaputt zu gehen. Da hätte ein Metallteil reingehört.

Auch meine ultrateuere SONY-Esprit-Anlage aus den 90ern hat beim CD-Player die Grätsche gemacht, und war irreparabel, weil es das LAUFWERK nicht mehr gab. Der DAT-Recorder machte die Grätsche bei der Laufwerksmechanik (Zuwenig benutzt, laut Händler). Alles Scheissteure Geräte, die nach mehr als 20 (!) Jahren kaputt gegangen sind. Was allerdings immer noch läuft ist mein THORENS Plattenspieler aus 1978. Da schrieb die Werbung damals: "Alle 10 Jahre wird staub gewischt" - stimmte nicht, ich habe alle 20 Jahre Staub gewischt. Das Ding ist unkaputtbar.

Will sagen: es mag Geräte geben, die nicht lange halten (wir machen Werbung für einen Unterhaltungselektronik-Hersteller, der Geräte bei den Chinesen produzieren lässt. Das sind Sachen, die ich selbst vermutlich nicht kaufen würde, allerdings scheissbillig sind, deshalb kriegt man da, was man ausgibt) aber in der Regel kostet Qualität einfach Geld. Und Geiz, Geiz war noch nie geil. Da fragt mal eure Partner. Geiz ist uncool.

Jochen:
Geplante Obsolenz traue ich den Designer und Ingenieuren einfach nicht zu.
Lebensdauer von technischen Geräten müssen in der Regel getestet werden.
Ein Kollektiv von gleichen Geräten wird getestet.
Dann bekommt man Lebensdauer in Form einer Gausschen Verteilung.
Glaube eher dass viele Bauteile von der Stange verwendet werden für die es in der Vergangenheit betriebliche Einsatzdauer gab. Aber laufend neue Werkstoffe und Herstellungsverfahren - 3D Drucker - werden nicht durch Tests überprüft.

Jochen

Florian:

--- Zitat von: Terrania am März 07, 2016, 15:18:44 ---Ich rate mal dem Typen, die Gebrauchtpreise eines TESLA anzusehen, die sind genauso wie bei Apple astronomisch hoch.
--- Ende Zitat ---

Aber ehrlich. Konnte kaum glauben, was der da zusammenschreibt. Wie „günstig“ gebrauchte iPhones oder Macs doch sind, da staune ich immer wieder. Und Teslas sind sowieso kaum zu kriegen und verfallen bisher nicht annähernd so schnell wie deutsche Premium-Fahrzeuge.

Der Originalartikel geht viel mehr ins Detail und braucht keinen Hinweis auf angebliche Apple-Probleme. Man merkt dem Schreiber auch an, dass hier ein Reparier-Veteran den Blues singt. Was natürlich verständlich ist. Er bringt aber auch objektiv richtige Kritik vor.
http://syonyk.blogspot.de/2016/03/is-tesla-building-throwaway-cars.html?m=1

Generell kann man an modernen Verbrennern ja auch fast nichts mehr selbst reparieren und jeder Minimalschaden ist teuer zu reparieren.
Und was Tesla angeht, denke ich, werden sie nach der hiesigen Gesetzeslage den Nicht-Tesla-Werkstätten entgegen kommen müssen.

Meine Macs hatten bisher auch noch keinen Ausfall, wobei ich bei anderen das schon oft gesehen habe. Hatte aber auch noch nie ein Macbook. Nur ein gebrauchtes 12" iBook, welches mittlerweile Akku-schwächelt. Aber das wird kann wohl verstehen und akzeptieren. :)

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