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Rentendiskussion
radneuerfinder:
--- Zitat von: Florian am März 04, 2023, 11:32:02 ---wird da nicht das Ausland abgebildet, sondern internationale Firmen, von denen aber in der Tat die allermeisten im Ausland ihren Hauptsitz haben, vorrangig in den USA. Na und?
--- Ende Zitat ---
Weil wir Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum nicht selber schaffen, geben wir die Aufgabe langfristig stabile Renten zu erzeugen ans Ausland, bzw. an "internationale Firmen"? Macht mir kein gutes Bauchgefühl.
Florian:
Persönlich würde ich es anders machen, wir leben nun mal nicht alleine auf der Welt. Warum soll nicht auch mal die Gesamtbevölkerung von der Globalisierung profitieren?
Aber gut, man kann es natürlich auch anders sehen und angehen, es war nur ein Beispiel.
Andere Möglichkeit wäre, den Leuten selbst zu überlassen, worin sie investieren, was sie wegen höherer Löhne auch können. Auch das wird ja gesteuert zum Wohle der Finanzwirtschaft. Da rege ich mich eher auf, wenn auch meine Steuern an diese Firmen fließen. Warum wird nicht jede Sparform mit x Jahren gefördert? Oder gar nicht?
Was mich noch viel mehr ärgert, ist, dass der Staat (alle Ebenen) in den letzten Jahren immer mehr Geld eingenommen hat. Auf die Idee, dass die Steuern vielleicht zu hoch sind, kommt da niemand. Vielmehr werden sofort neue Dauerausgaben beschlossen, und zwar mehr, als die Einnahmen hergeben. Geht es dann mal nicht so toll weiter mit den Einnahmen, wird automatisch der Schuldenberg höher und höher.
Ich sehe ja ein, dass etwa durch COVID-19 massive Verwerfungen entstanden sind. Das es auch psychologisch wichtig war, hier riesige Summen zu mobilisieren. Aber das war ja nur eine Krise. Einziger Ausweg: Mehr Schulden.
In der Infrastruktur sind wohl mehrere 100 Milliarden nötig. Die Bundeswehr soll ertüchtigt werden mit 100 Mrd. extra, was nicht reichen wird.
Es wird nicht einfacher in den nächsten Jahren. Die Rente ist da vergleichsweise sicher, aber wird ja auch schon durch einige Maßnahmen in der Entwicklung gebremst. Es wird also weniger Rente geben, auch wenn sie nicht sinken darf.
Zuwanderung kann es in der Größenordnung auch nicht geben, ohne das die AfD den Kanzler stellt. Von Wohnung und Ausbildung mal ganz zu schweigen, wie soll das gehen mit immer weniger Lehrern und an einem Wohnungsmarkt, der schon lange heiß läuft?
Kann sein, dass man die Geburtenquote erhöhen kann. Haben andere Länder auch schon versucht, klappte nicht. Aber vielleicht gibt es einen Weg.
Dann bleibt noch ein steigendes Renteneintrittsalter. Ein stetig steigender Steuerzuschuss, was Investitionen ein Erledigen der oben angemahnten Aufgaben noch schwieriger macht. Oder ein schmerzhaft steigender Beitrag, dem keine entsprechende Rente mehr gegen stehen wird.
Oder man baut eben eine neue Säule auf. Hat man mit Riester probiert, lief nicht gut. Half v.a. prekär Beschäftigten gar nichts.
Man kann auf Produktivitätssteigerungen hoffen, nur wie gesagt: Software und Roboter zahlen keine Beiträge. Die Firmengewinne spielen in der Rente keine Rolle. Könnte man auch alles ändern. Klar.
Florian:
Die USA galten lange Zeit als letztes postindustrielles Land, dessen Geburtenrate noch zum Selbsterhalt der Population ausreichte, zumindest annähernd (knapp unter ca. 2,1 Kinder pro Frau, statistisch).
Schon vor Corona ist das anders geworden, seit der Pandemie nun noch einmal deutlich gesunken. Die sog. Millennials haben oft keine Lust mehr auf Kinder, bzw. sehen die Sache realistischer. Sowohl die Anzahl der Hausbesitzer als auch der Leute, die mehr verdienen als ihre Eltern, ist stark gesunken in den letzten Jahrzehnten.
Und die Zahl der ungewollten Schwangerschaften bei jungen Frauen ist auch stark gesunken.
Die WP wirft einen Blick darauf:
https://www.washingtonpost.com/business/2023/11/03/millennials-only-children
Ich hoffe der Link ist bezahlfrei, bei mir geht er.
radneuerfinder:
--- Zitat von: Florian am November 07, 2023, 17:41:27 ---Ich hoffe der Link ist bezahlfrei, bei mir geht er.
--- Ende Zitat ---
Über die Reader-Funktion kann ich den Text lesen.
radneuerfinder:
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/duestere-aussichten-wie-es-mit-der-rente-weitergehen-koennte,U684zj9
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