ausblenden > Talk
Roboter (Sammelthema)
Florian:
Die Polizei von Dallas nutzt einen Bombenräumroboter als ferngelenkte Bombe, um einen verschanzten Attentäter zu töten.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/usa-ein-roboter-beendet-das-nervendrama-in-dallas-1.3070590
Florian:
Miniatur-Roboter behandeln Magengeschwüre von Mäusen mit der Freisetzung eines Antibiotikums. Und zwar direkt im Magen. Das erspart die Gabe von die Magensäure reduzierenden Protonenpumpenhemmern mit ihren Nebenwirkungen.
http://blogs.discovermagazine.com/d-brief/2017/08/16/robots-ulcers-mice/
Vom Einsatz beim Menschen ist das natürlich noch Jahre entfernt.
Florian:
Der Aibo ist zurück.
Sonys Roboterhund* bekommt nach vielen Jahren einen Nachfolger, und das nachdem für das letzte Modell, das 2005 auf den Markt kam, schon 2013 der Support auslief. Künstliche Hunde haben also auch ein beschränktes Leben. :)
((*) Unter dem Aibo-Label verkaufte Sony auch andere „Tiere").
Gerade günstig waren die Viecher ja nie, trotzdem beendete Sony die Herstellung mit dem Argument, man wolle die Sache profitabel machen.
Der Aibo kostet nun umgerechnet ~1400 € und obendrauf eine Abogebühr von ~22,50 € im Monat für mindestens 3 Jahre. Wer früher kündigt, zahlt ~80 € Vertragsstrafe. (das 2005-Modell kostete übrigens hierzulande 2099 €.)
Vorbestellen kann man ihn momentan eh nur direkt in Japan - wenn man denn Japanisch lesen kann. Ob sie nach Europa liefern, weiß ich auch nicht. Wohl eher nicht. Dann kämen übrigens auch noch 19% Einfuhrumsatzsteuer drauf.
Ausgeliefert wird ab 11. Januar.
Das Abo wird i.Ü. mit dem eingebauten LTE-Chip bzw. dem Datenvertrag begründet. Wozu das Ding eine ständige Mobilfunkverbindung braucht? Sonys Onlinewelt mit neuen Funktionen reicht mir als Rechtfertigung nicht aus.
Denn so hat man leider auch eine perfekte Drohne mit Kamera und Mikrofon zu Hause. Aber so süß…
http://aibo.sony.jp/en/
https://arstechnica.com/gadgets/2017/11/sonys-aibo-robot-dog-is-back-gives-us-oled-puppy-dog-eyes/
Florian:
Patrouille-Roboter in Singapur:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Singapur-Roboterhund-im-Park-der-beisst-nicht-der-will-nur-kontrollieren-4718082.html
Der Roboter ist von Boston Dynamics. Die gehören mittlerweile zum japanischen Multi Softbank.
Florian:
Woher komnt eigentlich das Wort Roboter?
Früher nannte man komplizierte, selbstauflaufende Maschinen Automaten oder international Automaton.
Robota ist ein tschechisches Wort und bedeutet in etwa Zwangsarbeit. Popularisiert wurde es durch das damals sehr erfolgreiche Theaterstück R.U.R. von Karel Čapek. Das Wort selbst soll sein Bruder Josef eingebracht haben.
Das Stück beinhaltet schon viele späteren SF-Themen, die heute auch die Philosophen beschäftigen. Wann beginnt das Leben? Darf man künstliches Leben ausbeuten? Werden die Maschinen uns einmal unterjochen oder vernichten?
Hintergrund zu solchen Gedanken damals - neben dem ja auch uns bekannten rasanten Fortschritt- war auch das „moderne“ Abschlachten im Ersten Weltkrieg.
Heute definiert man Roboter natürlich anders als Automaten. Nur damals gab es noch kein Wort dafür. Sicherlich tat der Verbreitung des Worts ganz gut, dass es einen vorhandenen Begriff minimal abwandelte. Denn das Wort an sich findet sich in allen indoeuropäischen Sprachen. Robattar war z.B ein Frondienst-Leistender im Spätmittelhochdeutschen. Eine Vokaländerung und -Verschiebung weiter kommt man zum Arbattar, und es wird deutlich, wer gemeint ist.
Soweit der kleine Exkurs zum Feiertag.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln