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warlord:
Mittlerweile war ja auch das Verhalten der Medien in der Causa Fukushima Gegenstand einer Untersuchung von zwei Wissenschaftern der Uni Mainz. Für mich birgt sie keine Überraschungen. Für manch anderen womöglich schon. Jedenfalls deutet sie wieder einmal schön an, wie stark die Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch die Medien und damit auch die Macht der Medien ist: selbst Abermilliarden schwere Entscheide werden faktisch durch nichtswissende Journalisten "gefällt", anstatt durch Experten. (Nachtrag: oder sagen wir, der Entscheid wird durch von Journalisten gelenkte Demokratie gefällt, anstatt durch von Experten gelenkte Demokratie.)
Der ursprüngliche Bericht: http://www.welt.de/dieweltbewegen/article108581409/Mit-geschlossenen-Augen-durch-die-Energiewende.html
Reprisen:
http://de.ejo-online.eu/7100/ethik-qualitatssicherung/hypes-um-fukushima
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/gefaerbte-informationen-ueber-fukushima-1.17639366

Eine Präsentation der beiden Forscher:
http://www.kepplinger.de/files/Kepplinge&Lemke(2012)_Fukushima_in_Presse_und_Fernsehen.pdf

(Und natürlich schön zu lesen, dass sich meine Tageszeitung als einzige europäische Zeitung von Rang mit einer neutralen Berichterstattung hat hervortun können.  ;) )

radneuerfinder:
Eine Zeitung, die der Aufklärung verpflichtet ist, ist was Feines. Nicht umsonst hat die NZZ einen anerkannt guten Ruf. Ihre Zurückhaltung finde ich aber manchmal etwas langweilig.

Bei Hans Mathias Kepplinger weiß man schon vorher wohin die Kritik geht. Ob sich so "neutrale" Bewertungen einstellen? Bei diesem Thema möchte ich aber gar nicht widersprechen.

Ich sage immer, die Dimensionen werden nicht richtig dargestellt. Am Beispiel Fukushima sind es 3 Tote und zu erwartende 1000 Tote versus 30000 Tote des Tsunamis. Aber auch die, verglichen mit Tschernobyl, 10fach größere Menge an radioaktiven Stoffen in Fukushima. Und dass davon nur rund 10 % frei gesetzt wurden, wovon wiederum deutlich über 90 % aufs Meer mehr hinaus gingen. Was die Zahl der Toten eben auch wieder relativiert. Obacht, mit den genannten Zahlen zitiere ich nur ungenau Angelesenes aus meinem Hirn, aber eben auch weil es keine Berichterstattung gibt, die versucht Dimensionen genauer aufzuzeigen.

Ja, die Journalistenzunft hätte da viel besser informieren sollen.

Bei gelenkter Demokratie läufts mir erst mal kalt den Rücken runter.

warlord:

--- Zitat von: radneuerfinder am September 26, 2012, 20:20:47 ---Bei gelenkter Demokratie läufts mir erst mal kalt den Rücken runter.

--- Ende Zitat ---

Lies beeinflusst, wenn Dir dabei wohler ist.  ;) Ist halt einfach die Frage, wie stark ist die Beeinflussung? Und ich persönlich glaube, die Beeinflussung  durch Journalisten ist zu Nahe bei der Lenkung.  ;)

radneuerfinder:
http://www.ftd.de/politik/international/:aufraeumarbeiten-in-japan-fukushima-katastrophe-kostet-100-mrd-euro/70115077.html

warlord:

--- Zitat von: radneuerfinder am November 07, 2012, 18:49:35 ---http://www.ftd.de/politik/international/:aufraeumarbeiten-in-japan-fukushima-katastrophe-kostet-100-mrd-euro/70115077.html

--- Ende Zitat ---

Und vielleicht doch auch noch interessant, die Kosten des Erdbebens daneben zu stellen:
http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703858404576214271676234818.html

(Wie aktuell die allerdings noch ist, weiss ich nicht.)

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