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Der AppStore und die Verlage

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Florian:
Womit bestätigt ist, dass Apples Anwälte hier nur verwirrend, super-absichernd, formuliert hatten und Apple sich nicht bei den Inhalten bedienen wollte.
Wie alle halbwegs informierten Beobachter das auch verstanden hatten. Aber Panik schüren macht scheinbar mehr Spaß.

Florian:
Ich packe es mal hier rein, auch wenn es noch keine iPad-Version gibt, sondern momentan nur eine für Android. Soll aber bald kommen.

Einige US-Verlage haben sich jetzt zusammen getan und bieten „all you can read“-Pakete ab 10$ im Monat.
Da sind v.a. werbeüberladene Mode- und Lifestyle-Magazine.
Für 15$ aber bekommt man dann schon zusätzlich u.a. den New Yorker und Time, also tatsächlich Journalismus.
http://www.nextissue.com/storefront/

Im Endeffekt werden teilweise sogar gute Inhalte also fast verschenkt. Klar, man kann die Hefte nicht weiterreichen, aber fürs Familien-Tablet ist da schon für alle was dabei. Gut für die Kunden? Auf Dauer kann so Qualitätsjournalismus nach meiner Rechnung nicht mehr finanziert werden.

Florian:
Alberne Posse um ein paar Nacktphotos in uralten Hippie-Büchern:
http://www.sueddeutsche.de/digital/apple-sperrt-hippie-buecher-think-pruede-1.1531720

radneuerfinder:
Apple möchte 30 % von Microsofts Umsatz (wie von allen anderen auch):
http://www.giga.de/unternehmen/microsoft/news/microsoft-und-apple-streiten-sich-um-30-prozent-app-store-regel/

warlord:
Bezüglich der viel diskutierten 30%-Marge, welche Apple angeblich gerade mal so erlaubt, die Stores ohne rote Zahlen zu betreiben, bin ich in der NZZ eben auf eine interessante Vergleichszahl gestossen: der "virtuelle Dorfladen" Vrenelis Gärtli, der Schweizer Kleinproduzenten und Bauernbetrieben ermöglicht, ihre Produkte direkt an den Konsumenten zu bringen, behält gemäss dem Bericht eine Marge von 20% ein. Und das scheint zu rentieren. (Und wohlgemerkt, dieser Store muss zwingend für sich selbst rentieren und kann nicht noch teilweise als Antriebsmotor für ein eigentlich in einem anderen Bereich liegendes Kerngeschäft betrachtet werden, der global betrachtet selbst dann noch rentieren würde, wenn er für sich allein betrachtet rote Zahlen generieren würde.)

Da bleiben mir dann eigentlich nur zwei mögliche Schlüsse: entweder schafft die wertvollste und hoch profitable Firma Apple nicht, was ein kleines Schweizer Hinterzimmer-Unternehmen schafft. Oder Apple lügt bezüglich der Store-Gewinnzahlen schamlos. Beide Varianten werfen kein besonders gutes Licht auf die Firma.

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