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Internetzensur nun auch in DE
Pepi:
Empfehlenswerte Lektüre für alle die etwas gegen diese illegale, weil gegen das Grundgesetz verstossende Zensur haben und ein paar Fakten geraderichten wollen: Die 13 Lügen der Zensursula
Ich muß hinzufügen, daß ich grundsätzlich gegen jede Art von Zensur bin. Nicht, daß da jemand auf die Idee kommt, das legalisieren zu wollen!
Mit einfachsten Mitteln wie TOR läßt sich das übrigens (wie es auch bei den Sommerspielen in China notwendig war) problemlos umgehen. Auch andere DNS Server helfen dagegen.
Gruß Pepi
Thyrfing:
Auf geht's: Loggen was das Zeug hält.
VollPfosten:
Dann können die Provider wenigstens noch ein paar Werbelinks in die Seite integrieren.
Florian:
Unglaublich, wie man ein eh schon problematisches Instrument wieder umsetzt!
So eine Sperrliste kann ihren Zweck nicht erfüllen.
Entweder sie ist öffentlich (oder sickert durch…) und teilt jedem Gelegenheitssurfer mit, wo er denn hin muss, wenn er will, inklusive Szene-Jargon. Nun braucht er nur noch die üblichen Tageszeitungen lesen, um zu erfahren, wie leicht diese Blockierung zu umgehen ist.
Ist und bleibt sie aber geheim, wie nun in Deutschland geplant, kann der Zensor ohne öffentliche Kontrolle walten, wie er will. In Deutschland macht man es nun ganz geschickt und legt die Zuständigkeit in die Hände des Bundeskriminalamts, nicht etwa, wie man meinen könnte, in die von Richtern oder Parlamentariern.
Währenddessen etablieren sich in schneller Geschwindigkeit alternative Möglichkeiten, über welche die Perversen an ihre Ware kommen - dies wird auch in Zukunft kaum einen wirklich Interessierten technisch überfordern.
Ohne Zweifel ist Kinderpornographie ein schweres Verbrechen. Mit untauglichen und rechtsstaatlich problematischen Konstruktionen dagegen vorzugehen ist aber sicher nicht mal eine Teillösung des Problems.
Trotzdem sehe ich schon, dass diese Sperrliste Karriere machen wird. Sicher wird man mit tollen Statistiken kommen, wie stark die Zugriffe auf diese Seiten zurück gehen - ohne mal einen Blick auf die Alternativrouten zu werfen.
Dann stellt sich in Politikerlogik natürlich die Frage, warum man nicht noch viel mehr sperrt. Terror-Propaganda, Nazizeugs, Bombenbauanleitungen, Gewaltverherrlichung… Und alles, was ein BKA-Mann dafür halten mag.
Und wer dann darauf zugreifen will, wird protokolliert. Damit die Leute beim Surfen endlich mal ordentlich Angst bekommen und etwaigen Schmuddeltöpfen weit fernbleiben. Das dabei Kollateralschaden entstehen würde wird wohl kaum Jemanden interessieren.
Aber das ist ja noch Zukunft, vielleicht hilft ja noch die dritte Gewalt. Nun freue ich mich erstmal auf die so beliebten „Erfolgsmeldungen“ der Frau Ministerin.
MacFlieger:
Zu "Ich verklage meinen Provider!" aus der Abstimmung:
In unserer Tageszeitung war zu der Ankündigung der Sperrung durch 5 Provider ein Leserbrief und ein Journalisten-Kommentar. Im Leserbrief wurde angekündigt, den eigenen Provider zu verklagen, weil der noch nicht sperrt, sondern auf eine gesetzliche Regelung warten will. Im Kommentar wurde allen Gegnern der Sperrung klar und unmissverständlich unterstellt, dass sie Kinderpornographie fördern.
--- Zitat von: Florian am April 21, 2009, 12:05:08 ---Ohne Zweifel ist Kinderpornographie ein schweres Verbrechen. Mit untauglichen und rechtsstaatlich problematischen Konstruktionen dagegen vorzugehen ist aber sicher nicht mal eine Teillösung des Problems.
--- Ende Zitat ---
Meiner Meinung nach ist das für die Verfolgung derartiger Verbrechen sogar kontraproduktiv. Anstatt die Verfolgung mit entsprechenden Mitteln auszustatten, werden dann in Zukunft diesen wie in der Vergangenheit weiter die Mittel gekürzt, denn: "Wir haben ja eine Sperre und die Logs zeigen, dass die Zugriffe abnehmen und wir damit schon alles getan haben." Im Hintergrund laufen die Verbrechen dann ganz normal weiter. >:(
--- Zitat ---Trotzdem sehe ich schon, dass diese Sperrliste Karriere machen wird. Sicher wird man mit tollen Statistiken kommen, wie stark die Zugriffe auf diese Seiten zurück gehen - ohne mal einen Blick auf die Alternativrouten zu werfen.
--- Ende Zitat ---
Ja, auf jeden Fall. Wobei ein Aufruf der Sperre nicht unbedingt ein willentlicher Akt des Benutzers sein muss. Es kann ein Popup auf einer völlig anderen Seite gewesen sein; ein Link, bei dem man nicht wußte, dass er dahin führt; Browser fangen immer mehr an auch schon weiterführende Links bzw. weitere Suchtreffer vorzuladen, obwohl man die Seite gar nicht anschaut.
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