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Apple und die Sicherheit
mbs:
Hierzu sollte man erwähnen, dass das Stichwort "Viren" nur begrenzt etwas mit Sicherheitslücken zu tun hat.
Eine Sicherheitslücke - wie sie in allen Studien, hier z.B. der ETH Zürich, gemeint ist - liegt auch immer dann vor, wenn zum Beispiel
* es über irgendeine Technik möglich ist, eine definierte Beschränkung der Berechtigung auf irgendeine Weise zu umgehen, oder
* wenn irgendein Programm A ein anderes Programm B, das für das Betriebssystem oder einen anderen Benutzer läuft, zum Absturz bringen kann (Denial of Service-Angriff).
Diese Aspekte haben zunächst mal wenig mit Viren zu tun. Sie machen es unter Umständen höchstens leichter, Viren zu entwickeln oder Viren "noch schlimmere" Dinge tun zu lassen.
Ich war in der Vergangenheit schon öfter von Sicherheitslücken in Mac OS X unmittelbar betroffen, und zwar in der Form, dass ein Benutzerprogramm unbeabsichtigte Nebenwirkungen im Systemkern ausgelöst hat, was zu Abstürzen geführt hat. Und damit meine ich, dass es tatsächlich zu konkretem Ärger, Schäden und Kosten für mich und Kunden kommt.
Nachdem ich den Kontakt zu Apples Sicherheitsabteilung schon erleben durfte, ist mein Eindruck: Früher waren sie nur langsam in der Behebung von Sicherheitslücken, aber bemüht. Heute (möglicherweise nach dem Weggang von Avie Tevanian, aber das ist Spekulation) sind sie noch langsamer und dazu noch arrogant.
Ich sehe das wie warlord: Das größte Problem von Apple ist deren Einstellung und der Umgang mit Partnern außerhalb. Völlig egal, ob das nun Kunden, Entwickler, Open Source-Quellen, Systembetreuer oder Händler sind.
fränk:
--- Zitat von: MacFlieger am April 09, 2008, 08:50:57 ---Ja, "Super-Sicherheits-Fachmann" und Mac OS kennt er nicht, weiss aber warum und wie unsicher das ist. War bei einer Bank beschäftigt und bei ihm kann es prinzipiell keine Sicherheitsprobleme geben, richtig? ;D
So etwas kann ich nicht ernst nehmen.
--- Ende Zitat ---
Yepp!
Wobei ich sogar glaube, der Mensch plappert das nicht einfach so dahin, er glaubt leider auch noch daran.
Und erst das macht es dann besonders gefährlich.
MacFlieger:
@mbs:
Ja, das Wort "Viren" habe ich ziemlich lax synonym für Sicherheitslücken, wie Du sie genauer definierst, gebraucht, auch wenn das natürlich nicht direkt zutrifft.
Wobei man auch noch erwähnen muss, dass es genügend "Viren" gibt, die keine Sicherheitslücke im Computersystem benötigen. Sie benötigen einzig und alleine einen gutgläubigen Menschen, der ein schädliches Programm startet und dann noch absichtlich oder unabsichtlich mit entsprechenden Rechten ausstattet.
warlord:
Wenn man spitzfindig sein will, ist es dann aber kein Virus, sondern ein Trojaner. ;)
MacFlieger:
Deshalb ja die Anführungszeichen. :P
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