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Bankenkrise
FOX:
@elafonis: Ich habe das auch so, wie von Dir geschildert, verstanden.
Eine Erklärung der Dimension die das ganze angenommen hat, wäre vielleicht auch die Masse an Immobilien die in den USA unter den geschilderten Umständen unters Volk gebracht wurden.
Es sind halt doch ein paar mehr "Häuslebauer", als in good old Germany.
@Chucky
Europa ist klugerweise sehr stark mit den US-Finanzmärkten verbunden...
Ist das wirklich "klug"?
Diese Frage meine ich ernst. Meiner Meinung nach kommen immer größere Probleme auf die USA zu. Die Finanzmärkte werden auf lange sicht das hohe Niveau nicht halten können und viele internationale Investoren werden in Zukunft lieber in Europa investerien. Die amerikanischen Produkte sind schon lange nicht mehr hochwertig. Seht euch mal bitte amerikanische Autos im Gegensatz zu europäischen an - Ford, GM und Chrysler sehen bald überhaupt kein Land mehr. Auch mit ihren Pensionsfonds, die bald keiner mehr bezahlen kann, wird es noch die eine oder andere Überraschung geben. Dann wird noch mal eine dicke Krise um den Planeten schwirren...
Wie eingangs schon erwähnt, ist das alles *nur meine Meinung*, aber immer öfter höre ich in verschiedenen Berichten diesen Unterton heraus.
Ich sehe folgende Dinge in der Zukunft:
China liefert noch Schrott, wird das Niveau ihrer Produkte aber steigern und immer mehr in den Mittelpunkt rücken. Die USA ist langfristig der Verlierer für mich. Die Qualität ihrer Produkte nimmt immer mehr ab, die gesellschaftlichen Probleme werden sich massiv häufen. Europa könnte die Kehrtwende schaffen. Qualität und Arbeitsleitstung sind hoch. Würde mehr Geld in die Bildung gesteckt, könnte man dies auch halten und evtl. wieder einen Vorsprung im globalen Markt schaffen. Diese Chance müssen die Politiker Europas (und insbesondere natürlich in D) erkennen.
Würde ich jetzt viel Geld haben welches ich in Aktien investieren müsste, würde ich schon einen Mix über Branchen und Länder hinweg wählen. Europa hätte aber ein deutliches Übergewicht und der kleinste Teil würde in amerikanische Firmen investiert. Wie gesagt, ich spreche von langfristigen Anlagen. Damit meine ich einen Zeitraum von zwischen 10 und 20 Jahren.
Chucky:
--- Zitat von: FOX am August 23, 2007, 23:09:27 ---@Chucky
Europa ist klugerweise sehr stark mit den US-Finanzmärkten verbunden...
--- Ende Zitat ---
Diesen Satz habe ich eher sarkastisch gemeint.
Andererseits ist die Finanzwelt in Amerika wesentlich unbürokratischer, was vielen Unternehmensneugründungen sehr entgegenkommt. Wie viele Erfolgsstorys sind erst in den USA zu dem geworden, was sie jetzt sind? Es gibt viele Beispiele. In Deutschland oder Österreich werden Kredite sehr streng vergeben (meistens) und in den USA werden derartige Kredite fast verschenkt bzw. gefördert…
elafonisi:
Vielen Dank für die Antworten. So manches ist mir jetzt klarer geworden.
Trotzdem bleiben noch Fragen offen wie:
Wenn die US Kreditgeber die Forderungen im Bündel weltweit weiter verkaufen, müßte sich doch mit jedem Verkauf das Risiko für den einzelnen Erwerber minimieren (Es sei denn, er erwirbt sehr viele von diesen Bündeln).
Gestandene Bänker, die sich jetzt hinstellen und sagen, dass sie nicht gewußt hätten wie groß die Ausfallrisiken ihrer erworbenen Bündel seien, haben aber seinerzeit die Risiken bewußt in Tochtergesellschaften verschoben um sie nicht bilanzieren zu müssen.
Wenn wider besseren Wissens bewußt hohe Risiken eingegangen werden (also die Gier gesiegt hat), kannn man dann von solchen Finanzfachleuten nicht erwarten, dass sie wissen welche Folgen so etwas auf den internationalen Finanzmärkten hat, wenn es schief geht?
Nimmt die Konjunktur dann wirklich Schaden, sind es die gleichen Bänker die sich vor dir aufbauben wenn du nach einem Kredit für deine Firma fragst und sagen: Wie weltweit schlechte Konjunktur? Verschlanken sie ihre Strukturen! Haben sie einen Trend verschlafen? Waren sie nicht kreativ genug? :P :P :P
Dale:
Die Süddeutsche online beweist einmal mehr ihr ganzes geballtes Wirtschaftswissen. Am 30.07.07 war sie noch voll des Lobes für Ackermann "Auf die Krise gewettet ... und gewonnen." und ließ ihn an anderer Stelle über kleine Banken herziehen die "ja ganz klar ihre Marktstellung überschätzt hätten". Um jetzt am 20.10.07 zurückzurudern: "Ackermann gibt klein bei." Was auch erst veröffentlicht wurde nachdem es bereits durch die Financial Times und Konsorten gerauscht ist.
„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“
Konrad Adenauer
warlord:
Die Krise sei noch nicht ausgestanden: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/noch_mehr_probleme_in_europa_1.559562.html
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